DE19725497C2 - Molchschleuse - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Molchschleuse zum Einschleusen
eines Molches in eine Rohrleitung mit einer ersten Molch
kammer, die eine Zulauföffnung und eine Ablauföffnung auf
weist, und mit einer zweiten Molchkammer, die durch eine
schwenkbare Klappe mit der ersten Molchkammer verbindbar
ist.
Um fließfähige Produkte ohne Vermischung mit anderen Medien
aus Rohrleitungen auszuschieben und um die fließfähigen
Produkte zurückzugewinnen oder um die Rohrleitungen zu rei
nigen, werden sogenannte Molche mit einem Treibmedium durch
die Rohrleitungen gedrückt. Die Molche sind meist elasti
sche Körper, die an die Rohrleitungen angepaßt sind und ge
trieben von dem Treib- bzw. Druckmedium die fließfähigen
Produkte vor sich herschieben, so daß die Rohrleitungen
restlos entleert werden können. In diesen sogenannten
Molchschleusen werden die Molche in die Rohrleitungen ein-
bzw. ausgeschleust. Insbesondere für den keimarmen Her
stell- und Abfüllbereich, also für Anlagen, mit denen Le
bensmittel, Kosmetika oder Pharmazeutika produziert und ab
gefüllt werden sollen, werden CIP (cleaning in place)- bzw.
SIP (sterilisation in place)- fähige Anlagen verwendet.
Zum Einbringen eines Molches in eine Rohrleitung ist es be
kannt, ein Teilstück aus einer Rohrleitung zu entnehmen und
durch eine Schleusenkammer mit eingesetztem Molch zu erset
zen. Eine solche Molchstation hat den Nachteil, daß das
Einbringen des Molches in die Rohrleitung praktisch nicht
automatisiert werden kann und zum anderen nicht unter ste
rilen Bedingungen geschieht. Zum Reinigen und Sterilisieren
ist dann eine spezielle zusätzliche Molchstation notwendig.
Aus der GB-2 102 095 ist eine Molchschleuse bekannt, die
eine zylindrische Molchkammer aufweist, die an einem Ende
eine von einem Deckel verschließbare Öffnung aufweist und
die an ihrem anderen Ende eine Öffnung aufweist, die mit
der Rohrleitung verbunden ist. In die lichte Weite der
Molchkammer kann eine als Stopper wirkende Platte hineinge
schwenkt werden, die einen in der Molchkammer befindlichen
Molch davon abhält, in die Rohrleitung hineinzugleiten.
Nachteilig dabei ist, daß nach Freigabe der lichten Weite
der Molchkammer durch die Platte, der Molch über ein über
einen Bypass zugeführtes Treibmedium in die Rohrleitung
eingedrückt werden muß. Solche Schleusen sind zwar zur Ver
wendung in einer Ölpipeline geeignet, eignen sich aber we
gen des durch die Molchkammer entstehenden Totraumes nicht
für einen keimarmen Betrieb bzw. nicht für einen Betrieb
unter sterilen Bedingungen. Zudem sind sie für Rohrleitun
gen kleineren Durchmessers aufwendig und teuer.
Aus der US-30 63 079 ist eine Molchschleuse bekannt, bei
der ein quer zu einer Rohrleitung verschiebbarer Schleusen
körper in einer ersten Stellung eine Durchgangsbohrung auf
weist, die die lichte Weite der Rohrleitung freigibt und
eine dazu parallel angeordnete zweite Bohrung aufweist, die
an einem Ende teilweise verschlossen ist und in die ein
Molch eingebracht werden kann. Durch Verschieben des
Schleusenkörpers quer zur Rohrleitung wird der Schleusen
körper in eine solche Stellung verschoben, daß der Molch
durch ein Treibmedium in die Rohrleitung gedrückt werden
kann. Diese Schleuse hat ebenfalls den Nachteil, daß sie
verhältnismäßig kompliziert in ihrem Aufbau ist und für ei
ne keimarme oder sterile Produktion ebenfalls wenig geeig
net ist. Zudem ist auch hier für Reinigung bzw. Sterilisa
tion eine zusätzliche Molchstation notwendig.
Aus der US-34 47 507 ist eine Molchschleuse bekannt, die
eine eine Art Weiche bildende erste Molchkammer aufweist,
die mit einer seitlich angeordneten zweiten Molchkammer
verbunden ist. Die zweite Molchkammer dient zur Bevorra
tung von Molchen, die nach Wegschwenken eines Hebels über
ein Hubsystem in die erste Molchkamer eingebracht werden
können. Der Hebel dient gleichzeitig als Weichenführung
um einen im Hauptstrom befindlichen Molch zu einer
Molchausschleusstation zu leiten. Nachteilig bei dieser
Molchschleuse ist, daß die zweite Molchkammer nicht ab
dichtbar ist und die Molchschleuse daher nicht für einen
keimarmen Betrieb geeignet ist.
Aus der US-31 66 094 ist eine Molchschleuse bekannt, die
eine erste Molchkammer, eine Zulauföffnung und eine Ablauf
öffnung aufweist. Zulauföffnung und Ablauföffnung sind
rechtwinklig zueinander angeordnet. Der Zulauföffnung ge
genüberliegend ist eine zweite Molchkammer angeordnet. Die
zweite Molchkammer und die erste Molchkammer sind über eine
schwenkbare Klappe miteinander verbindbar. Die Klappe ist
über einen abgewinkelten Arm mit einer außerhalb der zwei
ten Molchkammer angeordneten Schwenkachse verbunden. Die
Klappe wird somit um eine außerhalb des Durchmessers der
Klappe und außerhalb der zweiten Molchstation angeordnete
Schwenkachse geschwenkt bzw. weggeklappt.
Diese Molchschleuse hat den Nachteil, daß die erste Molch
kammer weit voluminöser ausgebildet sein muß, als die zwei
te Molchkammer, da oberhalb der zweiten Molchkammer Platz
zur Aufnahme der weggeklappten bzw. weggeschwenkten Klappe
benötigt wird. Der Aufbau der Molchschleuse ist zudem rela
tiv aufwendig und teuer. Weiterhin nachteilig ist, daß die
Molchschleuse durch den insbesondere in der ersten Molch
kammer entstehenden Totraum nicht für einen keimarmen Be
trieb bzw. nicht für einen Betrieb unter sterilen Bedingun
gen geeignet ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine
Molchschleuse so zu verbessern, daß sie einfach und kosten
günstig herstellbar und für keimarme bzw. CIP/SIP-fähige
Systeme verwendet werden kann.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Klappe um eine ho
rizontale Schwenkachse, die quer zu einer Längsachse der
Molchschleuse angeordnet ist und durch eine auf der Längs
achse liegende Klappenmitte verläuft, schwenkbar ist, und
daß der Molch durch Verschwenken der Klappe von der zweiten
Molchkammer in die erste Molchkammer bringbar ist.
Dadurch, daß die Klappe um eine Schwenkachse schwenkbar
ist, die durch eine auf der Längsachse liegende Klappenmit
te verläuft, können die erste Molchkammer und die zweite
Molchkammer ein gleichgroßes Lumen aufweisen und ohne To
traum ineinander übergehen. Nur durch Verschwenken der
Klappe kann der Molch von der zweiten Molchkammer in die
erste Molchkammer gebracht werden. Dadurch, daß praktisch
keine Toträume vorhanden sind, wird ein keimarmer Betrieb
gewährleistet. Weiterhin ist es möglich, den Molch in der
zweiten Molchkammer separat zu reinigen oder zu sterilisie
ren, so daß die Molchschleuse CIP- bzw. SIP-fähig ist und
auf eine gesonderte Molchstation zur Reinigung oder Steri
lisation verzichtet werden kann. Es ist aber auch möglich,
den Molch mit der Rohrleitung zusammen zu reinigen und zu
sterilisieren, wobei die Molchschleuse als sogenannte
Molchstation dient. Eine solche Molchschleuse kann zudem
auch problemlos nachträglich in eine Rohrleitung eingebaut
werden. Zudem kann auf gesonderte Bypass-Leitungen zum Aus
treiben des Molches mit einem Treibmedium verzichtet wer
den.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
die Zulauföffnung in vertikaler Richtung der der Klappe ab
gewandten Seite der ersten Molchkammer angeordnet. Die
Klappe weist auf beiden Seiten eine Haltevorrichtung auf,
die als ein beim Verschwenken der Klappe durch die Schwer
kraft ausklappbarer Halter bzw. Bügel ausgebildet ist. Da
durch kann die Molchschleuse zugleich als Sende- und Emp
fangsstation genutzt werden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nach
folgenden ausführlichen Beschreibung und den beigefügten Zeich
nungen, in denen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
beispielsweise veranschaulicht sind.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: Eine Seitenansicht im Schnitt einer Molchschleuse
zum Senden und Empfangen mit Haltevorrichtung,
Fig. 2: eine Draufsicht auf die Molchschleuse von Fig. 1
entlang der Linie II-II geschnitten,
Fig. 3: eine Seitenansicht im Schnitt einer Molchschleuse
zum Senden in einer CIP/SIP-Position der Klappe,
Fig. 4: eine Seitenansicht im Schnitt der Molchschleuse
von Fig. 3 in einer Einschleusposition der Klap
pe,
Fig. 5: eine Seitenansicht im Schnitt der Molchschleuse
von Fig. 3 in einer Einschleusposition der Klap
pe,
Fig. 6: eine Seitenansicht im Schnitt der Molchschleuse
von Fig. 3 in einer Ausschleusposition der Klap
pe,
Fig. 7: eine Seitenansicht im Schnitt einer Molchschleuse
zum Senden in einer Abfüll-Position der Klappe,
Fig. 8: eine Seitenansicht im Schnitt einer Molchschleuse
zum Empfangen,
Fig. 9: eine Seitenansicht im Schnitt einer Molchschleuse
zum Senden eines länglichen Molches,
Fig. 10: eine Seitenansicht im Schnitt einer Molchschleuse
zum Empfangen eines länglichen Molches und
Fig. 11: eine Seitenansicht im Schnitt der Molchschleuse
von Fig. 1 mit der Angabe von Gradzahlen für ver
schiedene Klappenstellungen.
Eine Molchschleuse (1) zum Einschleusen eines Molches (2)
in eine Rohrleitung (3) besteht im wesentlichen aus einer
ersten Molchkammer (4) und einer benachbarten zweiten
Molchkammer (5). Die beiden Molchkammern (4, 5) weisen die
gleiche lichte Weite bzw. den gleichen Innendurchmesser (6)
auf. Die erste Molchkammer (4) und die zweite Molchkammer
(5) sind durch eine Klappe (7) gegeneinander abgedichtet.
Die Klappe (7) ist um eine horizontale Schwenkachse (8),
die quer zu einer Längsachse (9) der Molchschleuse (1) an
geordnet ist, schwenkbar. Die beiden Molchkammern (4, 5)
weisen im benachbarten Bereich zur Klappe (7) hin einen
Dichtring (10) auf. Die Klappe (7) weist an ihrer der zwei
ten Molchkammer (5) zugewandten Außenfläche (11) in ihrem
in vertikaler Richtung unteren Bereich einen an einem Hal
tebock (12) um eine horizontale Achse schwenkbaren Bügel
(13) einer Haltevorrichtung (14) auf. Der Bügel (13), der
als Drahtbügel ausgebildet sein kann, weist einen Anschlag
(15) auf, so daß der Bügel (13) gegenüber der Außenfläche
(11) um einen Winkel von ca. 90 Grad durch die Schwerkraft
ausklappbar ist. Eine zweite Haltevorrichtung (16) ist sym
metrisch auf der der Außenfläche (11) abgewandten Innenflä
che (17) der Klappe (7) im in vertikaler Richtung oberen
Bereich angeordnet. Bei einem Verschwenken der Klappe (7)
um 180 Grad nimmt die zweite Haltevorrichtung (16) den
Platz der Haltevorrichtung (14) ein. Auf der der Innenflä
che (17) der Klappe (7) gegenüberliegenden Außenseite (18)
der ersten Molchkammer (4) sind zwei in vertikaler Richtung
übereinanderliegende Öffnungen (19) zum Anschluß an die
Rohrleitung (3) angeordnet. Bei Verwendung der Molchschleu
se (1) als Sendestation dient die untere Öffnung (19) als
Ablauföffnung (20) und die obere Öffnung (19) als Zulauf
öffnung (21). Bei einer Verwendung der Molchschleuse (1)
als Empfangsstation dient die obere Öffnung (19) als Ab
lauföffnung (22) und die untere Öffnung (19) als Zulauföff
nung (23). Die zweite Molchkammer (5) weist an ihrer der
Außenfläche (11) der Klappe (7) gegenüberliegenden Außen
seite (24) eine verschließbare Öffnung zum Einbringen bzw.
Entnehmen des Molches (2) auf, die von einem Deckel (25)
verschlossen ist. Die Außenseite (24) bzw. der Deckel (25)
weisen weiterhin einen Zulauf (26) und einen Ablauf (27)
auf. Über den Zulauf (26) kann eine Reinigungsflüssigkeit
zum Reinigen oder Heißdampf zur Sterilisation zugeführt und
über den Ablauf (27) wieder abgeführt werden.
Nach einer anderen Ausgestaltung einer Molchschleuse (1')
weist die erste Molchkammer (4') in vertikaler Richtung
oben eine Zulauföffnung (28) und in vertikaler Richtung un
ten eine Ablauföffnung (29) auf. Ein Zulauf (36) und ein Ab
lauf (37) zur separaten Reinigung (CIP) bzw. zur separaten
Sterilisation (SIP) des Molches (2) in der zweiten Molch
kammer (5') können ebenfalls vertikal angeordnet sein.
Bei einer Ausbildung der Molchschleuse (1') als Sendestati
on weist die zweite Molchkammer (5') ein in Richtung Ab
lauföffnung (29) führendes Ablaufgitter (30) auf, das den
Molch zu der Ablauföffnung (29) hinlenkt. Das Ablaufgitter
(30) kann auch als gebogener Drahtbügel ausgebildet sein.
Bei einer Ausbildung der Molchschleuse (1'') als Empfangs
station weist die erste Molchkammer (4'') ein Auffanggitter
(31) auf, das den Molch in Richtung der zweiten Molchkammer
(5'') hinlenkt. Das Auffangitter (31) kann auch als geboge
ner Drahtbügel ausgebildet sein.
Nach einem Beispiel beträgt der Innendurchmesser (6) der
Molchkammern (4, 5) 100 mm. Die lichte Weite (32) der Rohr
leitung (3) und der Außendurchmesser des Molches (2) betra
gen 40 mm. Die Molchschleuse (1, 1', 1'') kann in ihren Di
mensionen praktisch an jede molchbare Rohrleitung angepaßt
werden.
Nach Abnehmen des Deckels (25) kann der Molch (2) auf die
ausgeklappte Haltevorrichtung (14) aufgesetzt werden. An
schließend wird die verschließbare Öffnung der zweiten
Molchkammer (5, 5', 5'') durch den Deckel (25) wieder ver
schlossen. Durch Verschwenken der Klappe (7) um 90 Grad
kann der Molch (2) in die in vertikaler Richtung obere Öff
nung (19) der ersten Molchkammer (4) und bei einem Ver
schwenken um 180 Grad in die in vertikaler Richtung unten
liegenden Öffnung (19) eingeschleust werden. Durch Ver
schwenken der Klappe (7) wird der Molch (2) somit von der
zweiten Molchkammer (5) in die erste Molchkammer (4) ge
bracht und von dort in die Rohrleitung (3) eingschleust.
Bei einer Verwendung der Molchschleuse (1) als Empfangssta
tion wird ein Molch über die Rohrleitung (3) durch die Zu
lauföffung (23) der ersten Molchkammer (4) der Molchschleu
se (1) zugeführt. Bei einem Verschwenken der Klappe (7)
klappt der in der ersten Molchkammer (4) befindliche Draht
bügel (13) aus und greift über den an der Klappe (7) ange
stoßenen Molch (2) und nimmt diesen bei einen weiteren Ver
schwenken in die zweite Molchkammer (5) mit.
Während der Produktion befindet sich der Molch (2) in der zwei
ten Molchkammer und kann dort separat gereinigt und sterili
siert werden.
Bei einer anderen Molchschleuse (1''') zum Senden wird auf eine
Haltevorrichtung verzichtet. Der Molch (2) liegt in einer
CIP/SIP-Position der Klappe (7) als Kugelmolch nach dem Ein
bringen lose in der zweiten Molchkammer (5'''). Hier kann der
Molch (2) separat gereinigt und sterilisiert werden. Bei glei
cher Stellung der Klappe (7) ist ein Abfüllen eines abzufüllen
den Produktes möglich, wobei der Molch (2) vom Produktstrom ge
trennt ist. Durch Verschwenken der Klappe (7) wird der Molch
(2) von der zweiten Molchkammer (5''') in die erste Molchkammer
(4''') und weiter in die Ablauföffnung (20) geschoben. Durch
ein Treibmedium, das über die Zulauföffnung (21) zugeführt
wird, kann der Molch (2) in die Rohrleitung (3) getrieben wer
den. In einer Ausschleusposition der Klappe (7), bei der die
Klappe (7) in einer waagerechten Stellung steht und die obere
Hälfte der ersten Molchkammer (4''') mit der oberen Hälfte der
zweiten Molchkammer (5''') verbunden ist, kann der Molch (2)
über die Zulauföffnung (21) der Molchschleuse (1''') zugeführt
und ausgeschleust werden.
Bei einer anderen Molchschleuse (40) zum Senden eines längli
chen Molches (41) ist die Längsachse (42) der Molchschleuse
(40) in vertikaler Richtung angeordnet. In einer horizontalen
Stellung der Klappe (7) ist die erste Molchkammer (43) von der
zweiten Molchkammer (44) getrennt. In dieser Stellung kann der
Molch (41) in eine Haltevorrichtung (47) eingelegt werden. Die
Haltevorrichtung (47) kann den Molch (41) teilweise umschließen
und beispielsweise korbförmig ausgebildet sein. Nach Schwenken
der Klappe (7) um 90 Grad fällt der Molch (41) durch die
Schwerkraft in die Ablauföffnung (46) und wird durch ein über
die Zulauföffnung (45) zugeführtes Treibmedium über die Ablauf
öffnung (46) ausgetrieben. Die entsprechende Molchschleuse
(40') zum Empfangen des länglichen Molches (41) ist um 180 Grad
gedreht angeordnet.
Die Molchschleuse (1, 1''') kann in sogenannten geschlossenen
Systemen zum Einsatz kommen, bei denen der Molch (2) im Rohr
leitungssystem verbleibt und zwischen zwei Stationen hin- und
herpendelt. Die Molchschleuse (1, 1', 1'', 1''', 40, 40, 40') kann
aber auch in sogenannten offenen Systemen zum Einsatz kommen,
bei denen der Molch (2, 41) in einer Sendestation (1, 1', 1''', 40)
in das Rohrleitungssystem eingebracht bzw. eingeschleust und in
einer Empfangsstation (1, 1'', 1''', 40') ausgeschleust bzw. ent
nommen wird.
Für die Molchschleuse (1) sind im folgenden die möglichen Funk
tionsabläufe in den Molchkammern (4, 5) in Abhängigkeit von der
Stellung der Klappe (7) tabellarisch dargestellt. Der Produkt
fluß (48) bei einer Verwendung als Empfangstation ist entgegen
gesetzt zu einer Verwendung als Sendestation. Eine Marke (49)
ist für die Klappenstellung, auf die sich die angegebenen Grad
zahlen beziehen, in Fig. 11 exemplarisch für die 0/360°-Stel
lung der Klappe (7) dargestellt.
Für die Molchschleuse (1) als Sendestation im Einwegbetrieb mit
einer nicht dargestellten 90°-Schrittschaltkupplung gilt:
Für die Molchschleuse (1) als Empfangsstation im Einwegbetrieb
mit einer nicht dargestellten 90°-Schrittschaltkupplung gilt:
Für die Molchschleuse (1) als Sendestation im Pendelbetrieb mit
einer nicht dargestellten 90°-Schrittschaltkupplung gilt:
Für die Molchschleuse (1) als Empfangsstation im Pendelbetrieb
mit einer nicht dargestellten 90°-Schrittschaltkupplung gilt:
Claims (25)
1. Molchschleuse zum Einschleusen eines Molches in eine
Rohrleitung mit einer ersten Molchkammer, die eine Zu
lauföffnung und eine Ablauföffnung aufweist, und mit
einer zweiten Molchkammer, die durch eine schwenkbare
Klappe mit der ersten Molchkammer verbindbar ist, da
durch gekennzeichnet, daß die Klappe (7) um eine hori
zontale Schwenkachse (8), die quer zu einer Längsachse
(9, 42) der Molchschleuse (1, 1', 1'', 1''') angeordnet
ist und durch eine auf der Längsachse (9, 42) liegende
Klappenmitte verläuft, schwenkbar ist, und daß der
Molch (2, 41) durch Verschwenken der Klappe (7) von
der zweiten Molchkammer (5, 5', 5'', 5''', 44) in die
erste Molchkammer (4, 4', 4'', 4''', 43) bringbar ist.
2. Molchschleuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zulauföffnung (21, 23) und die Ablauföffnung
(20, 22) an der der Klappe (7) abgewandten Seite der
ersten Molchkammer (4, 4''', 43) angeordnet sind.
3. Molchschleuse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zulauföffnung (45) und die Ablauföffnung (56)
in vertikaler Richtung übereinander angeordnet sind.
4. Molchschleuse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zulauföffnung (45) und die Ablauföffnung (56)
in vertikaler Richtung nebeneinander angeordnet sind.
5. Molchschleuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zulauföffnung (28) und die Ablauföffnung (29)
an den der Klappe (7) benachbarten einander gegenüber
liegenden Seiten der ersten Molchkammer (4, 4'') ange
ordnet sind.
6. Molchschleuse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zulauföffnung (28) und die Ablauföffnung (29)
in vertikaler Richtung einander gegenüberliegend ange
ordnet sind.
7. Molchschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß der Molch (2, 41) zum Aus
schleusen durch Verschwenken der Klappe (7) von der
ersten Molchkammer (4, 4', 4'', 4''', 43) in die zwei
te Molchkammer (5, 5', 5'', 5''', 44) bringbar ist.
8. Molchschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die zweite Molchkammer (5,
5', 5'', 5''', 44) eine verschließbare Öffnung zum
Einbringen bzw. Entnehmen des Molches (2, 41) auf
weist.
9. Molchschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß die Molchschleuse (1, 1',
1''', 40) als Sendestation ausgebildet ist.
10. Molchschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß die Molchschleuse (1', 1'',
40') als Empfangsstation ausgebildet ist.
11. Molchschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß die erste Molchkammer (4'')
eine Aufhaltevorrichtung zum Aufhalten des Molches (2)
aufweist.
12. Molchschleuse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Aufhaltevorrichtung als ein Auffanggitter
(31) ausgebildet ist.
13. Molchschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 12, da
durch gekennzeichnet, daß die Klappe (7) auf minde
stens einer der ersten Molchkammer (4, 43) zuwendbaren
Seite eine Haltevorrichtung (14, 47) zum Halten des
Molches (2) aufweist.
14. Molchstation nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Haltevorrichtung (14) als ein beim Verschwen
ken der Klappe (7) durch die Schwerkraft ausklappbarer
Halter (34) ausgebildet ist.
15. Molchschleuse nach einem der Ansprüche 11 bis 14, da
durch gekennzeichnet, da die Haltevorrichtung (14, 47)
korbförmig ausgebildet ist.
16. Molchschleuse nach einem der Ansprüche 11 bis 14, da
durch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung (14)
als Bügel (13) ausgebildet ist.
17. Molchschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 16, da
durch gekennzeichnet, daß der Molch (2) als ein die
lichte Weite (32) der Rohrleitung (3) ausfüllender Ku
gelmolch ausgebildet ist.
18. Molchschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 16, da
durch gekennzeichnet, daß der Molch (2) als ein die
lichte Weite (32) der Rohrleitung (3) ausfüllender
länglicher Molch (41) ausgebildet ist.
19. Molchschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 18, da
durch gekennzeichnet, daß der Molch (2, 41) über eine
im Bereich der zweiten Molchkammer angeordnete Schie
beeinrichtung positionierbar ist.
20. Molchschleuse nach Anspruch 19, dadurch gekennzeich
net, daß die Schiebeeinrichtung an dem Deckel (25) der
verschließbaren Öffnung der zweiten Molchkammer ange
ordnet ist.
21. Molchschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 18, da
durch gekennzeichnet, daß der Molch (2, 41) durch die
Klappe (7) positionierbar ist.
22. Molchschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 21, da
durch gekennzeichnet, daß der Molch (2, 41) in der
zweiten Molchkammer (5, 5', 5'', 5''', 44) separat
reinigbar ist.
23. Molchschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 22, da
durch gekennzeichnet, daß der Molch (2, 41) in der
zweiten Molchkammer (5, 5', 5'', 5''', 44) separat
sterilisierbar ist.
24. Molchschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 23, da
durch gekennzeichnet, daß der Molch (2, 41) durch ein
im Hauptstrom fließendes Treibmedium antreibbar ist.
25. Molchschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 24, da
durch gekennzeichnet, daß die Klappe (7) einen Außene
durchmesser (35) aufweist, der mindestens dem zweifa
chen Außendurchmesser des Molches (2, 41) entspricht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997125497 DE19725497C2 (de) | 1997-06-17 | 1997-06-17 | Molchschleuse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997125497 DE19725497C2 (de) | 1997-06-17 | 1997-06-17 | Molchschleuse |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19725497A1 DE19725497A1 (de) | 1998-12-24 |
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Patent Citations (4)
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