DE19723101A1 - Grippervorschubmodul - Google Patents
GrippervorschubmodulInfo
- Publication number
- DE19723101A1 DE19723101A1 DE19723101A DE19723101A DE19723101A1 DE 19723101 A1 DE19723101 A1 DE 19723101A1 DE 19723101 A DE19723101 A DE 19723101A DE 19723101 A DE19723101 A DE 19723101A DE 19723101 A1 DE19723101 A1 DE 19723101A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- gripper
- feed module
- cylinders
- module according
- drive housing
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 206010011469 Crying Diseases 0.000 claims 1
- 239000011435 rock Substances 0.000 description 10
- 238000005553 drilling Methods 0.000 description 9
- 238000005065 mining Methods 0.000 description 7
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 5
- 230000005641 tunneling Effects 0.000 description 5
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 4
- 238000011161 development Methods 0.000 description 4
- 230000018109 developmental process Effects 0.000 description 4
- 238000007596 consolidation process Methods 0.000 description 3
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 3
- 239000011378 shotcrete Substances 0.000 description 3
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 2
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 2
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 description 2
- 230000003213 activating effect Effects 0.000 description 1
- 230000004913 activation Effects 0.000 description 1
- 230000001154 acute effect Effects 0.000 description 1
- 238000004873 anchoring Methods 0.000 description 1
- ZPUCINDJVBIVPJ-LJISPDSOSA-N cocaine Chemical compound O([C@H]1C[C@@H]2CC[C@@H](N2C)[C@H]1C(=O)OC)C(=O)C1=CC=CC=C1 ZPUCINDJVBIVPJ-LJISPDSOSA-N 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 238000004090 dissolution Methods 0.000 description 1
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 1
- 238000005272 metallurgy Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000011218 segmentation Effects 0.000 description 1
- 230000035939 shock Effects 0.000 description 1
- 238000005507 spraying Methods 0.000 description 1
- 239000004575 stone Substances 0.000 description 1
- 238000013517 stratification Methods 0.000 description 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D9/00—Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
- E21D9/10—Making by using boring or cutting machines
- E21D9/1093—Devices for supporting, advancing or orientating the machine or the tool-carrier
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D9/00—Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
- E21D9/06—Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining
- E21D9/08—Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining with additional boring or cutting means other than the conventional cutting edge of the shield
- E21D9/0875—Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining with additional boring or cutting means other than the conventional cutting edge of the shield with a movable support arm carrying cutting tools for attacking the front face, e.g. a bucket
- E21D9/0879—Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining with additional boring or cutting means other than the conventional cutting edge of the shield with a movable support arm carrying cutting tools for attacking the front face, e.g. a bucket the shield being provided with devices for lining the tunnel, e.g. shuttering
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Geology (AREA)
- Earth Drilling (AREA)
- Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Grippervorschub
modul zum Verspannung und Vorschieben einer Tunnel
bohrmaschine gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die im Tunnelbau eingesetzten Vortriebsinstallationen
umfassen grundsätzlich einen Abbaubereich, in welchem das
Gestein ausgebrochen wird, einen Sicherungsbereich, in
welchem die Felsdecke gestützt wird und einen Nachläufer
bereich, mit welchem das Bohrklein weggefördert und die
Versorgung für die vorgehenden Bereiche sichergestellt
werden soll. Die technische Entwicklung im Tunnelbau hat
zu immer leistungsfähigeren Tunnelbohrmaschinen und ent
sprechend ausgebauten Nachläuferinstallationen geführt.
So sind im Laufe der Zeit bspw. die Leistungen der Tun
nelbohrmaschinen um das 5fache, deren Gewicht um das
3,5fache, der Andruck pro Meißel um das 4fache und das
Drehmoment um das 2,5fache erhöht worden. Ermöglicht
wurden diese Steigerungen im wesentlichen durch metallur
gische Entwicklungen bei den Rollenmeißeln. Weitere Ent
wicklungen bei den Tunnelbohrmaschinen betreffen die Füh
rung der Rollenmeißel, insbesondere die Anwendung der
Hinterschneidetechnik für den Gesteinsabbau. Diese neuen
Techniken führen zu Löseleistungen, die um das 6,5fache
einer herkömmlichen Tunnelbohrmaschine gesteigert sind.
Mit derartigen Maschinen können Vortriebsgeschwindig
keiten von über 6 m/h resp. über 100 m/Tag erreicht wer
den.
Leider zeigt es sich heute aber, daß diese Vortriebsge
schwindigkeiten nur selten und nur kurzfristig realisiert
werden können, da diese Hochleistungsmaschinen keine oder
nur ungenügende Konsolidierungsmöglichkeiten unmittelbar
hinter dem Bohrkopf erlauben. Die Vortriebsgeschwindig
keit wird heute durch die aufwendigen Arbeiten im
Sicherungsbereich der Vortriebsinstallationen bestimmt.
Insbesondere wird die Tunnelführung heutzutage immer
weniger von der geologischen Schichtung abhängig gemacht
und verlaufen die Tunnels immer häufiger durch Gesteine
der Felsklassen 4-6, oder mehr. Bei diesen Gesteinen
besteht eine akute Einsturzgefahr und vermindern die des
halb erforderlichen Konsolidierungsarbeiten die Vor
triebsgeschwindigkeiten auf bis zu 0-3 m/Tag.
Es besteht deshalb das Bedürfnis, den Sicherungsbereich
der Vortriebsinstallationen so nah wie möglich an den
Abbaubereich zu bringen und die aufwendigen Konsolidie
rungsarbeiten so effizient wie möglich zu gestalten, um
die Leistung der Tunnelbohrmaschine nicht zu beeinträch
tigen. So ist bspw. aus der WO 83/04068 eine Tunnel
bohrmaschine bekannt, deren Verspannpratzen, im folgenden
auch Gripper genannt, nicht erst hinter den Antriebs
motoren des Abbauaggregats angebracht sind, sondern
bereits im Bereich zwischen Bohrkopf und Antriebseinheit
angreifen.
Leider erweisen sich auch bei diesen verkürzten Tunnel
bohrmaschinen die Möglichkeiten, einen schlechten Felsen
zu sichern als ungenügend. So werden heute bereits im
Bohrmaschinenbereich zwischen Bohrkopf und Gripper unter
erschwerten Arbeitsbedingungen Verankerungen und
Armierungen gesetzt. Das Ausspritzen der Gesteinswand mit
Spritzbeton ist in diesem engen, mit beweglichen
Maschinenteilen gefüllten Bereich jedoch nicht oder nur
schlecht möglich. Damit bleibt das Risiko eines Berg
einsturzes in diesem Bereich, insbesondere bei quell
fähigen Gesteinen, weiterhin bestehen. Darüber hinaus müs
sen die Sicherungsarbeiten jedesmal unterbrochen werden,
wenn die Bohrmaschinengripper weiter in den Berg versetzt
werden.
Es ist deshalb das Ziel der vorliegenden Erfindung, eine
vorschiebbare Grippervorrichtung zu schaffen, die es er
laubt den Fels kontinuierlich abzubauen und diesen unmit
telbar hinter dem Bohrkopf zu konsolidieren, d. h. insbe
sondere mit Spritzbeton zu sichern.
Erfindungsgemäß wird dies mit einem Grippervorschubmodul
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht und insbe
sondere mit einem bohrmaschinenunabhängigen
Modul mit einer Mehrzahl auf zwei gegeneinander ver
schiebbaren Gripperringen angeordneter Gripperplatten,
welche sich jeweils individuell vorschieben und verspan
nen lassen. Dies wird dadurch erreicht, daß die Gripper
platten abwechslungsweise über einen hydraulischen Grip
perzylinder mit dem ersten oder zweiten Gripperring ver
bunden sind. Ist das Grippervorschubmodul mit den ersten
Gripperplatten gegen den Berg verspannt, läßt sich der
zweite Gripperring an den ersten Gripperring mit Hilfe
von Schreitzylindern heranfahren. Nach Aktivierung der
auf dem zweiten Gripperring angebrachten Gripperzylinder,
werden die Gripperzylinder des ersten Gripperrings gelöst
und mit denselben Schreitzylindern bergwärts vorge
schoben. Auf diese Weise kann das gesamte Gripper
vorschubmodul im Berg sowohl nach vorne wie nach hinten
kontinuierlich bewegt werden. An beiden Gripperringen
angebrachte Vorschubzylinder erlauben es, das Antriebs
gehäuse mit dem Bohrkopf kontinuierlich in den Berg vor
zuschieben.
Die Vorteile eines solchen Grippervorschubmoduls sind für
den Fachmann unmittelbar erkennbar und liegen im wesent
lichen in der unmittelbar hinter dem Bohrkopf ange
ordneten und ein Schutzschild bildenden Gripperplatten,
die kontinuierlich vorgeschoben werden können. Diese An
ordnung erlaubt es, den Fels kontinuierlich abzubauen,
die Sicherungsarbeiten unmittelbar hinter dem Bohrkopf in
der erforderlichen Weise vollständig und kontinuierlich
vornehmen zu können. Darüber hinaus läßt sich das erfin
dungsgemäße Grippervorschubmodul unabhängig von der im
Einsatz stehenden Tunnelbohrmaschine einsetzen, d. h. ist
als unabhängige Einheit mit konventionellen Tunnelbohr
maschinen kompatibel.
Weitere Vorteile des erfindungsgemäßen Grippervorschub
moduls ergeben sich aus dem mit Hilfe der Figuren näher
beschriebenen Ausführungsbeispiel und den Unteran
sprüchen.
Im folgenden soll die vorliegende Erfindung anhand eines
Ausführungsbeispiels und mit Hilfe der Figuren näher er
läutert werden. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Vortriebsinstal
lation mit einem erfindungsgemäßen Grippervor
schubmodul;
Fig. 2 einen Längsschnitt und eine Seitenansicht durch
das erfindungsgemäße Grippervorschubmodul in
Arbeitsstellung;
Fig. 3 einen Längsschnitt und eine Seitenansicht des
erfindungsgemäßen Grippervorschubmoduls in War
tungsstellung;
Fig. 4 einen Längsschnitt durch das erfindungsgemäße
Grippervorschubmodul in der ebene seiner Vor
schub- und Schreitzylinder;
Fig. 5 einen Querschnitt durch das erfindungsgemäße
Grippervorschubmodul;
Fig. 6 einen Querschnitt durch eine bevorzugte Ausfüh
rungsform eines mit dem erfindungsgemäßen Grip
pervorschubmoduls zusammenwirkenden Bohrkopf
schildes.
Die in Fig. 1 dargestellte Vortriebsinstallation weist
bergseitig im Abbaubereich 1 einen Bohrkopf 2 mit aus
wechselbaren Bohrmeißeln 3 auf. Dieser Bohrkopf 2 ist in
einem zentralen Teil des Antriebsgehäuses 4 drehbar ge
lagert. Die Antriebsmotoren 6 sind über ein Getriebe
(nicht dargestellt) mit dem Bohrkopf 2 verbunden. Unmit
telbar hinter dem durch diese Bohrmaschine besetzten Ab
baubereich 1 schließt der Sicherungsbereich 5 an, in
welchem Verankerungen und Armierungen gesetzt werden kön
nen und die Gesteinswand mit Spritzbeton 10 ausgekleidet
werden kann. Dazu kann ein drehbarer Arbeitstisch 7 an
das Antriebsgehäuse 4 herangefahren werden. Fördermittel
8, 9 zum Ver- und Entsorgen des Sicherungs- 5 und Abbau
bereiches 1 im Tunnel können zentral geführt werden. Ein
Nachläuferbereich 11 kann in bekannter Weise ausgestaltet
sein. Diese Figur macht deutlich, daß der Sicherungs
bereich 5 nicht mit Bohrmaschinengrippern verstellt ist,
und sich bis in den Abbaubereich 1 erstreckt. Das erfin
dungsgemäße Grippervorschubmodul 12 liegt direkt hinter
dem Bohrkopf 2 und stemmt sich mit seinen Grippern 13
gegen die Bergwand 14.
Fig. 2 zeigt in seiner oberen Hälfte einen Längsschnitt
durch das erfindungsgemäße Grippervorschubmodul 12.
Dieses ist über ein Antriebsgehäuse 4 geschoben, in wel
chem die Antriebsmotoren 6 der Tunnelbohrmaschine ge
lagert sind. Das Bohrkopfgehäuse 15 ist über eine
Getriebeeinheit 16 mit diesen Antriebsmotoren 6 verbunden
und wird von diesen um eine Zentralachse 17 gedreht. Die
Bohrmeißel 3 sind von innen auswechselbar. Ein zentral
geführtes Förderband 18 nimmt das Bohrklein auf und führt
dieses in den Nachläuferbereich 11 zur Entsorgung mittels
der Fördermittel 9. Zwischen dem erfindungsgemäßen Grip
pervorschubmodul 12 und dem drehbar gelagerten Bohrkopf 2
ist ein Bohrkopfschild 19 fest mit dem Antriebsgehäuse 4
verbunden. Zwischen Antriebsgehäuse 4 und Bohrschildge
häuse 19 ist ein Lagergehäuse 20 vorgesehen, in welches
Vorschubzylinder 21 des Grippervorschubmoduls 12 ein
greifen. Das Grippervorschubmodul 12 ist im wesentlichen
aus einem ersten Gripperring 22 und einem zweiten Grip
perring 23 aufgebaut. Diese Gripperringe 22, 23 sind mit
Hilfe mehrerer Schreitzylinder 24 gegeneinander ver
schiebbar und gleiten auf nicht näher dargestellten Füh
rungsschienen 25 (Fig. 5) des Antriebsgehäuses 4. Auf
den Gripperringen 22, 23 sind zueinander versetzt
angeordnete Gripperzylinder 26 angebracht, welche jeweils
eine Verspannplatte 27 tragen, welche sich über das ge
samte Grippervorschubmodul 12 erstreckt. In verspanntem
Zustand können Vorschubzylinder 21, 29, die in das Lager
gehäuse 20 eingreifen, den gesamten Bohrkopf 2 bergwärts
vorschieben.
Im Betrieb werden vorerst nur die Gripperzylinder 26 des
ersten Gripperrings 22 aktiviert. Damit wird das Gripper
vorschubmodul 12 mit den Verspannplatten 27 gegen den
Berg verspannt. Die Gripperzylinder 28 des zweiten Grip
perrings 23 sind in dieser Darstellung gelöst. Die am
ersten Gripperring 22 angreifenden Vorschubzylinder 21
können damit den Bohrkopf 2 bergwärts vorschieben.
Gleichzeitig wird der zweite Gripperring 23 mit Hilfe von
Schreitzylindern 24 an den ersten Gripperring 22 heran
gezogen. Nach einer vorgegebenen Vorschubstrecke werden
die Gripperzylinder 28 des zweiten Gripperrings 23
aktiviert und werden die mit diesen verbundenen Gripper
platten 27 gegen den Berg gepreßt. Gleichzeitig werden
die Gripperzylinder 26 des ersten Gripperrings 22 gelöst
und die am zweiten Gripperring 23 angreifenden Vorschub
zylinder 29 aktiviert, um den Bohrkopf 2 weiter vorzus
chieben. Die zwischen den beiden Gripperringen 22, 23
angebrachten Schreitzylinder 24 schieben den ersten Grip
perring 22 zusammen mit dem Lagergehäuse 20 vor. Dadurch
kann das Grippervorschubmodul 12 in kontinuierlicher
Weise versetzt werden, ohne die Verspannung lösen und den
Vorschub unterbrechen zu müssen. Die in der unteren
Hälfte der Fig. 2 dargestellte Seitenansicht zeigt die
nebeneinander angeordneten Verspannplatten 27 und deren
Verbindung mit den jeweiligen Gripperzylindern 26, 28.
Fig. 3 zeigt das erfindungsgemäße Grippervorschubmodul 12
in einer Wartungsstellung, d. h. ist vom Antriebsge
häuse 4 der Tunnelbohrmaschine getrennt. Die besondere
Konstruktion des Bohrkopfes 2 ist nicht Gegenstand der
vorliegenden Erfindung und wird deshalb nicht näher er
läutert. Deutlich dargestellt ist ein am Antriebsgehäuse
4 fest angebrachtes Lagergehäuse 20. In dieses Lagerge
häuse 20 können die mit einem Lagerfutter 30 versehenen
Kugelgelenke 31 der Vorschubzylinder 21, 29 eingreifen.
Auch in dieser Stellung sind die Gripperzylinder 26 des
ersten Gripperrings 22 aktiviert und halten die Bohr
maschine an den Führungsschienen (nicht dargestellt). Die
Steuerung der einzelnen Hydraulikzylinder wird von einer
im Nachläuferbereich 11 positionierten Steuervorrichtung
vorgenommen. In einer bevorzugten Weiterbildung des er
findungsgemäßen Grippervorschubmoduls ist das Bohrkopf
schild 19 mit Schutzplatten 33 ausgerüstet, die direkt
unter die Verspannplatten 27 greifen und verhindern, daß
Gestein zwischen das Bohrkopfschild 19 und den ersten
Gripperring 22 fällt.
Der in Fig. 4 dargestellte schnitt zeigt den ersten
Gripperring 22 und den zweiten Gripperring 23. Diese
beiden Gripperringe sind über einen Schreitzylinder 24
miteinander verbunden, derart, daß die beiden Ringe
gegeneinander verschoben werden können. Beidseits der für
die Verspannung vorgesehenen Gripperzylinder 26 sind Vor
schubzylinder 21, 29 vorgesehen, wobei jeweils ein Vor
schubzylinder 21 mit dem ersten Gripperring 22 und ein
Vorschubzylinder 29 mit dem zweiten Gripperring 23 zusam
menwirkt. Diese Vorschubzylinder 21, 29 weisen endseitig
ein Kugelgelenk 31 auf, das in einem Lagerfutter 30 ge
lenkig gelagert ist. Dadurch kann erreicht werden, daß
bei geeigneter Aktivierung der Gripperzylinder 26 das
Bohrgehäuse 15 der Tunnelbohrmaschine geneigt werden
kann. Die Lagerfutter 30 stecken verdrehsicher je in
einem Lagergehäuse 20 des Antriebsgehäuses 4 und können
gleitend aus diesem herausgezogen werden.
Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch das erfindungs
gemäße Grippervorschubmodul 12 und macht insbesondere
die Segmentierung dieses Moduls deutlich. In der vor
liegenden Ausführungsform sind sechzehn Verspannplatten
27 vorgesehen, die jeweils an einem versetzt angeordneten
Gripperzylinder 26 befestigt sind. Diese Gripperzylinder
26, 28 sind abwechslungsweise in einem ersten Gripperring
22 resp. einem zweiten Gripperring 23 befestigt. Beid
seits der Gripperzylinder 26, 28 sind die Vorschub
zylinder 21 resp. 29 parallel zur Förderachse geführt.
Wesentlich für die Führung des Bohrkopfes sind an den
Gripperringen 22, 23 fixierte Gleitschuhe 32, welche mit
an dem Antriebsgehäuse 4 angebrachten Schienen 25 zusam
menwirken. Diese Führungsmittel 32, 25 erlauben die
Steuerung der Achsenrichtung des Bohrkopfes 2 mit Hilfe
der Gripperzylinder 26, 28. Die rotationssymmetrische An
ordnung der Antriebsmotoren 6 läßt genügend Raum, um ein
Förderband 18 zum Abräumen des Bohrkleins in den Abbau
bereich 1 zu führen.
Es versteht sich, daß auch das Bohrkopfschild 19 in
analoger Weise segmentiert sein kann, wie dies in Fig. 6
dargestellt ist. Dabei genügt es, zwei über ein Hy
draulikpaar 34, 35 spreizbare Bohrkopfschildsegmente 36,
37 vorzusehen. Mit diesen Bohrkopfschildsegmenten 36, 37
kann die gesamte Bohrmaschine, in Verbindung mit den Füh
rungsschienen 25 und Gleitschuhen 32 noch präziser im
Tunnel geführt werden.
Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Grippervorschub
moduls liegen im Bereich des fachmännischen Könnens und
sind bspw. in der Dimensionierung der Grippermodul
segmente zu sehen. Es versteht sich, daß abhängig vom
Bohrradius, die Anzahl der Grippermodulsegmente verändert
werden kann. Ebenso kann die hier beschriebene Führung
aus Führungsschienen und Gleitschuhen anders ausgestaltet
und angeordnet sein, oder können mehrere hintereinander
angeordnete Gripperringe verwendet werden. Daß die ein
zelnen Hydraulikzylinder einzeln oder in Gruppen akti
viert werden können, liegt dem Fachmann ebenfalls nahe.
Claims (10)
1. Grippervorschubmodul zum Verspannen und Vorschieben
einer Tunnelbohrmaschine mit einem in einem Antriebs
gehäuse (4) drehbar gelagerten Bohrkopf (2), welches
Grippervorschubmodul (12) einen ersten, entlang dem
Antriebsgehäuse (4) der Tunnelbohrmaschine verschieb
bar gelagerten Gripperring (22) und einen zweiten,
entlang dem Antriebsgehäuse (4) der Tunnelbohr
maschine verschiebbar gelagerten Gripperring (23)
aufweist, welche Gripperringe (22, 23) miteinander
über eine Mehrzahl von Schreitzylindern (24) mit
einander verbunden sind und welche Gripperringe (22,
23) eine Mehrzahl von Vorschubzylindern (21, 29)
tragen, die am Antriebsgehäuse (4) der Tunnel
bohrmaschine angreifen, um dieses zusammen mit dem
Bohrkopf (2) in den Berg vorschieben zu können, wozu
am ersten (22) und am zweiten Gripperring (23)
jeweils eine Mehrzahl von Gripperzylindern (26 resp.
28) vorgesehen ist, welche das Grippervorschubmodul
(12) gegen den Berg verspannen können.
2. Grippervorschubmodul nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß jeder Gripperzylinder (26, 28) mit
einer Verspannplatte (27) versehen ist.
3. Grippervorschubmodul nach einem der Ansprüche 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte Verspann
platten (27) mit Gripperzylindern (26, 28) verbunden
sind, die nicht am gleichen Gripperring (22, 23) be
festigt sind.
4. Grippervorschubmodul nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verspannplatten
(27) einen an ein Bohrkopfschild (19) des An
triebsgehäuses (4) direkt anschließendes Schild bil
den.
5. Grippervorschubmodul nach einem der vorgehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schreit
zylinder (24), die Vorschubzylinder (21, 29) und
Gripperzylinder (26, 28) als Hydraulikzylinder aus
gebildet sind.
6. Grippervorschubmodul nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Hydraulikzylinder einzeln oder
gruppenweise betätigbar sind.
7. Grippervorschubmodul nach einem der vorgehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschub
zylinder (21, 29) an ihren Enden mit Kugelgelenken
(31) versehen sind.
8. Grippervorschubmodul nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kugelgelenke (31) in Lagerfutter
(30) liegen, um das Antriebsgehäuse (4) der Tunnel
bohrmaschine gelenkig vorschieben zu können.
9. Grippervorschubmodul nach einem der vorgehenden An
sprüche, dadurch gekennkeichnet, daß die Schreit
zylinder (24) an ihren Enden mit Kugelgelenken (38)
versehen sind.
10. Grippervorschubmodul nach einem der vorgehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gripper
ringe (22, 23) mit Gleitschuhen (32) versehen sind,
die entlang von Führungsschienen (25), welche am An
triebsgehäuse (4) angebracht sind, laufen können.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH01503/96A CH691872A5 (de) | 1996-06-17 | 1996-06-17 | Grippervorschubmodul. |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19723101A1 true DE19723101A1 (de) | 1997-12-18 |
| DE19723101C2 DE19723101C2 (de) | 2001-07-26 |
Family
ID=4211976
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19723101A Expired - Fee Related DE19723101C2 (de) | 1996-06-17 | 1997-06-02 | Grippervorschubmodul zum Verspannen und Verschieben einer Tunnelbohrmaschine |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH691872A5 (de) |
| DE (1) | DE19723101C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006048823A1 (de) * | 2006-10-09 | 2008-04-10 | Robbins Gmbh | Tunnelbohrmaschine sowie Anordnung einer Tunnelbohrmaschine mit einem Transportsystem |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ES455871A1 (es) * | 1976-02-13 | 1978-05-16 | Gewerk Eisenhuette Westfalia | Un escudo para perforar tuneles u otras cavidades cuales- quiera. |
| DE3121244C2 (de) * | 1981-05-29 | 1983-02-24 | Hochtief Ag Vorm. Gebr. Helfmann, 4300 Essen | Tunnelvortriebsmaschine |
| DE3928342A1 (de) * | 1989-08-26 | 1991-03-14 | Eickhoff Geb | Verspanneinrichtung fuer eine selbstschreitende schildvortriebsmaschine |
-
1996
- 1996-06-17 CH CH01503/96A patent/CH691872A5/de not_active IP Right Cessation
-
1997
- 1997-06-02 DE DE19723101A patent/DE19723101C2/de not_active Expired - Fee Related
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006048823A1 (de) * | 2006-10-09 | 2008-04-10 | Robbins Gmbh | Tunnelbohrmaschine sowie Anordnung einer Tunnelbohrmaschine mit einem Transportsystem |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH691872A5 (de) | 2001-11-15 |
| DE19723101C2 (de) | 2001-07-26 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0985082B1 (de) | Tunnelbohrmaschine | |
| DE10296375B4 (de) | Schild-Tunnelvortriebsverfahren und Schild-Tunnelvortriebsmaschine | |
| DE102018133369A1 (de) | Bohrvorrichtung und Bohrverfahren | |
| DE2621674C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Vortrieb und Ausbau einer untertägigen Strecke sowie Streckenausbau zur Ausübung des Verfahrens | |
| DE3928342A1 (de) | Verspanneinrichtung fuer eine selbstschreitende schildvortriebsmaschine | |
| DE102011014912A1 (de) | Maschinelle Vorrichtung zur Erstellung bergmännischer Hohlräume | |
| EP0169393B1 (de) | Vorrichtung zur Herstellung von unterirdischen, nicht begehbare Querschnitte aufweisenden Durchbohrungen | |
| WO1984002555A1 (fr) | Installation pour pratiquer des trous de forage dans les parois laterales de chambres d'exploitation souterraines de largeur limitee | |
| DE19723101C2 (de) | Grippervorschubmodul zum Verspannen und Verschieben einer Tunnelbohrmaschine | |
| DE3125082C2 (de) | ||
| EP0433963B1 (de) | Maschine zum Erweitern eines Stollens, Pilotloches od. dgl. | |
| DE1931775C2 (de) | Vortriebsmaschine zum Auffahren von Tunneln, Stollen od. dgl | |
| DE3410121A1 (de) | Teilschnittmaschine mit zentral- und aussenwalze | |
| DE3114899C2 (de) | ||
| DE3336314C1 (de) | Bohrlafette | |
| EP0315743B1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Tunnels oder Stollen sowie Tunnelbohrmaschine zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE4039646C1 (de) | ||
| DE3245247C2 (de) | Anlage zum Vortrieb und Ausbau eines Tunnels | |
| DE2552428C3 (de) | Schreitender Streckenausbau mit mehreren hintereinander angeordneten Gespannen | |
| DE2817017A1 (de) | Horizontalpressbohrgeraet | |
| DE3017057A1 (de) | Vortriebsmaschine fuer den vortrieb von tunneln, strecken u.dgl. | |
| AT376481B (de) | Aggregat zum vortrieb von tunneln | |
| DE19549213C2 (de) | Strebausrüstung mit einer Mehrzahl von Gewinnungsmaschinen | |
| DE3421704A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum modifizieren des querschnittsprofils eines stollens, tunnels od.dgl. | |
| DE3100204A1 (de) | "vortriebsschild" |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |