DE19722387A1 - Antenne für ein Magnetresonanzgerät - Google Patents
Antenne für ein MagnetresonanzgerätInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Antenne für ein Magnetresonanzge
rät mit einer Antennenleiterstruktur und damit verbundenen
Kondensatoren.
Ein diagnostisches Magnetresonanzgerät besteht u. a. aus den
Baugruppen Grundfeldsystem, Gradientensystem und Ganzkörper-
Hochfrequenzsystem. Das Grundfeldsystem dient zur Bereitstel
lung eines starken statischen und homogenen Magnetfeldes von
typisch 0,1 bis 4 T. Das Gradientensystem liefert ein im Nie
derfrequenzbereich (typisch bis 1 kHz) einstellbares Magnet
feld mit einem linear ansteigenden bzw. abfallenden Verlauf
in einer oder mehreren Raumrichtungen mit einem typischen
Gradienten bis zu 30 mT/m. Das Hochfrequenzsystem stellt ein
im Hochfrequenzbereich bei einer im wesentlichen durch das
statische Grundmagnetfeld vorgegebenen Kernspinresonanzfre
quenz (42,45 MHz/T) oszillierendes Magnetfeld zur Auslenkung
der Kernspins zur Verfügung. Das Ganzkörper-
Hochfrequenzsystem wird auch evtl. zum Empfang der Signale
der relaxierenden Kernspins verwendet. Diese drei Baugruppen
umgeben bei den meisten Magnetresonanzgeräten einen zylindri
schen Patientenuntersuchungsraum schalenförmig in der Reihen
folge: Hochfrequenzsystem, Gradientensystem, Grundfeldsystem.
Dabei ist das Hochfrequenzsystem mit einer Abschirmung umge
ben, um eine Hochfrequenzabstrahlung zum Gradientensystem zu
verhindern. Die Baugruppen sind dabei im wesentlichen zylin
dermantelförmig ausgebildet.
Da zum großen Teil der Preis des Grundfeldmagneten durch den
freien Innendurchmesser (warm bore) bestimmt wird, sollte
dieser minimiert werden. Andererseits bestimmen die Dicke des
schalenförmigen Aufbaus von Gradientensystem und Hochfre
quenzsystem zusammen mit dem freien Innendurchmesser des
Grundfeldmagneten den Patientenraumdurchmesser. Die Dicke des
Gradientensystems und des Hochfrequenzsystems sollen daher
minimiert werden, um den Patientenuntersuchungsraum zu maxi
mieren.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, bei einem dia
gnostischen Magnetresonanzgerät die Dicke im schalenförmigen
Aufbau des Hochfrequenzsystem zu minimieren, um bei einem ge
gebenen Innendurchmesser des Grundfeldmagneten einen mög
lichst großen Durchmesser des Patientenuntersuchungsraum zu
erhalten.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Antennenleiterstruk
tur und/oder die Kondensatoren mit einem Kühlsystem verbunden
sind. Die angestrebte kleinere Schalendicke des Hochfrequenz
systems bedeutet gleichzeitig einen geringen Abstand des
Hochfrequenzschirms von der eigentlichen Antenne. Daher er
zwingt die kleinere Dicke des Hochfrequenzsystems zur Erzie
lung einer Mindestfeldstärke (für einen 180° Flipwinkel) im
Zusammenhang mit dem Hochfrequenzschirm höhere Ströme auf der
eigentlichen Antenne, denn der auf dem Hochfrequenzschirm in
duzierte Spiegelstrom kompensiert zum Teil das von der Anten
ne erzeugte Nutzfeld im Patientenuntersuchungsraum. Die hohen
Antennenströme erzeugen hohe Verluste in den Antennen-
Leiterstrukturen und gegebenenfalls auch in den zur Antenne
gehörenden Resonanzkondensatoren. Diese Verlustwärme wird
durch das erfindungsgemäß mit der Antenne integrierte Kühlsy
stem abgeführt.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Kühlsystem als
Wasserkühlsystem ausgebildet. Dabei wird ausgenutzt, daß es
zunehmend üblich ist, die Gradientenspulen wassergekühlt zu
betreiben. Ein Großteil der zur Wasserkühlung der Hochfre
quenzantenne notwendigen Funktionseinheiten ist dann schon in
unmittelbarer Nähe vorhanden. Da der Kühlmittelbedarf der
Hochfrequenzantenne um mindestens eine Größenordnung geringer
ist als der der Gradientenspulen, kann das Antennensystem oh
ne große Änderungen mit dem Gradientenkühlsystem verbunden
werden.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung besitzen die
Kühlmittelleitungen einen Innenquerschnitt, der mit einer
Hochfrequenzabschirmung gegen ein Eindringen und Austreten
von hochfrequenten Signalen abgeschirmt ist. Damit können
auch Kühlmittel verwendet werden, die ohne Hochfrequenzab
schirmung bildgebende Signale und damit Bildartefakte erzeu
gen würden. Durch die Hochfrequenzabschirmung sind derartige
Bildartefakte ausgeschlossen.
Um eine hochfrequenzmäßige Unwirksamkeit einzelner Kühlmit
telleitungen zu erzielen und aus sicherheitstechnischen
Aspekten umfassen die Kühlmittelleitungen Kühlmittelleitungs
abschnitte, die über galvanische Trennstellen miteinander
verbunden sind.
Innerhalb der galvanischen Trennstellen ist im allgemeinen
ein magnetresonanztechnisch wirksames Kühlmittel nicht mehr
abgeschirmt und kann zu Bildartefakten führen. Derartige
Bildartefakte werden bei einer weiteren vorteilhaften Ausge
staltung dadurch verhindert, daß die galvanischen Trennstel
len und die Kühlmittelleitungsabschnitte jeweils einen Innen
querschnitt besitzen und daß der Innenquerschnitt der galva
nischen Trennstelle kleiner als der Innenquerschnitt der mit
der galvanischen Trennstelle verbundenen Kühlmittelleitungs
abschnitte ausgebildet ist. Durch die höhere Fließgeschwin
digkeit des Kühlmittels in der galvanischen Trennstelle ist
sichergestellt, daß zwischen Anregung und Empfang von Kern
spinresonanzsignalen das Kühlmittel in der galvanischen
Trennstelle vollständig ausgetauscht wird. Innerhalb der gal
vanischen Trennstelle wird zwar das Kühlmittel angeregt, in
der Empfangsphase werden jedoch die von den angeregten Ma
gnetkernen abgestrahlten Signale abgeschirmt, weil sich das
angeregte Volumen dann wieder innerhalb der abgeschirmten
Kühlmittelleitungen befindet.
Vom Kühlmittel in den galvanischen Trennstellen erzeugte
Bildartefakte lassen sich bei einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung der Antenne vermeiden, bei der die Antennen
struktur im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist und die
galvanischen Trennstellen an den Stirnseiten der Antennenlei
terstruktur angeordnet sind. Die galvanischen Trennstellen
sind so in einem Bereich der Antenne positioniert, wo über
wiegend MR-unwirksame Feldkomponenten, z. B. hauptsächlich
nur Komponenten in Richtung des Hauptmagnetfeldes, erzeugt
werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist der Innen
querschnitt der Kühlmittelleitungen oval oder flach rechteckig
ausgebildet. Durch die ovale oder flach rechteckige Aus
gestaltung der Kühlmittelleitungen wird zum einen die Bauhöhe
und die damit die Hochfrequenzwirksamkeit verringert. Zum an
deren wird durch die größere Breite die Stromdichte und damit
lokale Felder minimiert.
Eine günstige Lage der Anschlußstellen für die Kühlmittelver
sorgung und -abführung ergibt sich bei einer weiteren vor
teilhaften Ausgestaltung dadurch, daß die Kühlmittelleitungen
nebeneinander angeordnete Hin- und Rückleitungen umfassen.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand von 10 Figuren erläu
tert. Es zeigen
Fig. 1 in einem Längsschnitt schematisch den Aufbau eines
diagnostischen Magnetresonanzgeräts,
Fig. 2 in einer perspektivischen Ansicht schematisch den
Aufbau einer zylindrischen Antenne mit nebeneinan
der angeordneten Kühlmittelhin- und -rückleitern,
Fig. 3 in einer Detailansicht ein erstes Ende eines ge
kühlten Längsleiters der Antenne nach Fig. 2,
Fig. 4 in einer Detailansicht ein zweites Ende eines ge
kühlten Längsleiters der Antenne nach Fig. 2,
Fig. 5 in einer perspektivischen Ansicht schematisch den
Aufbau einer zylindrischen Antenne mit einer Ein
fach-Kühlmittelleitung,
Fig. 6 in einer Detailansicht ein erstes Ende eines ge
kühlten Längsleiters nach Fig. 5,
Fig. 7 in einer perspektivischen Ansicht schematisch einen
gekühlten Endringleiter einer zylindrischen Antenne
nach Fig. 2 oder Fig. 5,
Fig. 8 in einer Draufsicht schematisch den Aufbau eines
gekühlten, flächig aufgebauten Antennenlängslei
ters,
Fig. 9.1, 9.2, 9.3 verschiedene Querschnitte von Hohlprofilen
für Kühlmittelleitungen und
Fig. 10 in einer Schnittdarstellung den Aufbau einer gal
vanischen Trennstelle.
In Fig. 1 ist der wesentliche Aufbau eines diagnostischen
Magnetresonanzgeräts in einer Schnittdarstellung skizziert.
Das Magnetresonanzgerät ist im wesentlichen zylindrisch mit
einer zentralen Symmetrieachse 2 ausgebildet. Ringförmig ist
als äußere Baugruppe ein Grundfeldsystem 4 zur Erzeugung ei
nes statischen und homogenen Magnetfeldes in einem zentralen
Patientenuntersuchungsraum 6 vorgesehen. Das Grundfeldsystem
4 umfaßt hier supraleitende Spulen, die ein entlang der Sym
metrieachse 2 ausgerichtetes Magnetfeld erzeugen. Die typi
sche Magnetfeldstärke im Patientenuntersuchungsraum 6 beträgt
1 bis 2 T. Das Grundfeldsystem 4 besitzt einen zylindrischen
Innenraum (warm bore) mit einem Durchmesser D, in dem zu
nächst ein Gradientenspulensystem 8 eingepaßt ist. Innerhalb
des Gradientenspulensystems 8 schließt sich ein Tragkörper 10
mit einer Ganzkörperantenne 12 an. Die Ganzkörperantenne 12
ist im wesentlichen zylindrisch aufgebaut und umschließt den
Patientenraum 6. Zwischen der Ganzkörperantenne 12 und dem
Gradientenspulensystem 8 ist ein Hochfrequenzschirm 14 ange
ordnet, der für die niederfrequenten Gradientenfelder durch
lässig ist, jedoch das hochfrequente Feld der Ganzkörperan
tenne 12 nach außen hin abschirmt.
Die Ganzkörperantenne 12 ist mit einem Wasser-Kühlsystem ver
bunden, um die dort beim Senden erzeugte Verlustwärme abzu
führen. Neben in wärmeleitender Verbindung mit der Antenne
stehenden Kühlmittelleitungen, die anhand der nachfolgenden
Figuren beschrieben sind, umfaßt das Kühlsystem außerhalb des
Magnetresonanzgeräts angeordnete äußere Komponenten 16. Dazu
gehört zunächst eine Kühlmittelfördereinrichtung. Ist das
Kühlsystem geschlossen ausgebildet, ist außerhalb des Magne
tresonanzgeräts ein Kühler zur Kühlung des erwärmten Kühlmit
tels vorgesehen. Im Fall eines offenen Kühlsystems wird das
erwärmte Kühlmittel abgeführt. Die mit der Antenne 12 verbun
denen Kühlmittelleitungen sind über galvanische Trennstellen
18 mit Kühlstutzen 20 verbunden. Die Kühlstutzen 20 sind zur
Kühlmittelversorgung an das Kühlsystem angeschlossen. Die
galvanischen Trennstellen 18 stellen sicher, daß die metalli
schen Kühlstutzen 20 elektrisch von der Antenne getrennt
sind.
Fig. 2 zeigt in einer perspektivischen Darstellung schema
tisch den Aufbau der Antenne 12. Die Antenne ist im wesentli
chen zylindrisch ausgebildet und umfaßt vier symmetrisch auf
einer Zylinderoberfläche in Längsrichtung angeordnete Anten
nenlängsleiter 22, die über Resonanzkondensatoren 24 mit An
tennen-Endringen 26 verbunden sind. Die Antennen-Endringe 26
umschließen die Symmetrieachse 2, wobei der Mittelpunkt der
Antennen-Endringe 26 auf der Symmetrieachse 2 liegt. Die An
tennenlängsleiter 22 bestehen aus metallischen Hohlprofilen,
die gleichzeitig als Kühlmittelleitungen des Kühlsystems aus
gebildet sind. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 umfassen
die Antennenlängsleiter 22 nebeneinander angeordnete Hin- und
Rückleitungen für das Kühlmittel, so daß ein Kühlmittelzufluß
und Kühlmittelabfluß nur auf einer Seite der Antenne 12 ange
ordnet sind. In Fig. 2 ist nur bei einem der Antennenlängslei
ter 22 die Kühlmittel-Leitungsführung dargestellt, die übri
gen Antennenlängsleiter 22 sind entsprechend ausgestaltet.
Der Kühlmittelzufluß und Kühlmittelabfluß erfolgt über je
weils eine galvanische Trennstelle 18, woran sich jeweils ein
Kühlstutzen 20 anschließt.
In Fig. 3 ist nun der linke Anschluß des Antennenlängslei
ters 22 mit dem Endring 26 im Detail dargestellt. Am linken
Ende 28 des Antennenlängsleiters 22 ist das den Antennenlei
ter 22 bildende Metallhohlprofil U-förmig geknickt, so daß
der Kühlmittelfluß (dargestellt durch Pfeile) umgekehrt wird.
Der Resonanzkondensator 24 ist in Form eines Chip-
Kondensators mit seinem ersten Anschluß 30 an das U-förmige
Ende 28 des Antennenlängsleiters 22 und mit seinem zweiten
Anschluß 32 mit dem Endring 26 verlötet. Über die als Fahnen
ausgebildete Anschlüsse 30, 32 wird der Kondensator 24 ver
stärkt gekühlt.
Fig. 4 zeigt im Detail das rechte Ende des Antennenlängslei
ters 22. Die rechten Enden des Antennenlängsleiters 22 sind
über die galvanischen Trennstellen 18 mit den Kühlstutzen 20
für die Hin- und Rückleitung zum äußeren Kühlsystem verbun
den. Die Pfeile verdeutlichen die Fließrichtung des Kühlmit
tels. Die galvanischen Trennstellen 18 sind in unmittelbarer
Nähe des rechten Antennen-Endrings 26 angeordnet, weil dort
das Hochfrequenzfeld im wesentlichen parallel zur Symmetrie
achse 2 ausgerichtet und somit das in der Trennstelle 18 vor
handene Kühlmittel nicht mehr bildgebend ist. Hochfrequenzmä
ßig sind die beiden parallel geführten Kühlmittelleitungen
des Antennenlängsleiters 22 mit dem ersten Anschluß 30 des
rechten Resonanzkondensators 24 verlötet, der andere Anschluß
32 des rechtsseitigen Resonanzkondensators 24 ist mit dem
rechten Endring 26 verlötet.
Ein einfacher Aufbau des Kühlsystems innerhalb der Hochfre
quenzantenne ergibt sich durch die in Fig. 5 dargestellte
Ausführung der Kühlmittelleitung für die Antennenlängsleiter
22. Als Antennenlängsleiter 22 wird dabei nur eine einzelne
Kühlmittelleitung in Form eines metallischen Hohlprofils ver
wendet, die z. B. linksseitig mit einem Kühlmittelzufluß und
rechtsseitig mit einem Kühlmittelabfluß über jeweils eine
galvanische Trennstelle 18 verbunden ist, was durch die ein
gezeichneten Pfeile verdeutlicht ist. Die galvanischen Trenn
stellen 18 befinden sich hier ebenfalls in unmittelbarer Nähe
der Antennen-Endringe 26.
Fig. 6 zeigt im Detail die Kühlmittel-Leitungsführung sowie
die Anschlüsse der Resonanzkondensatoren 24. Dabei ist wie
derum ein Anschluß 30 mit dem Antennenlängsleiter 22 und der
zweite Anschluß 32 mit dem Antennenendring verbunden, wodurch
auch in diesem Fall eine Kühlung des Kondensators 24 sicher
gestellt ist.
Fig. 7 zeigt die Ausführung der gekühlten Antennen-Endringe
26. Die Längsleiter 22 sind entweder wie in Fig. 2 oder in
Fig. 5 beschrieben ausgebildet. Beispielhaft ist in Fig. 7
ein gekühlter Antennen-Endring 26 dargestellt, jedoch beste
hen beide Antennen-Endringe 26 aus einem ringförmig gebogenen
Metallhohlprofil, das über zwei galvanische Trennstellen 18
mit Kühlstutzen 20 für die Zuleitung und Ableitung des Kühl
mittels verbunden ist. Die eingezeichneten Pfeile zeigen die
Fließrichtung. Hochfrequenzmäßig ist der Antennen-Endring 26
in der Nähe der galvanischen Trennstellen 18 entweder direkt
galvanisch oder über einen Kondensator geschlossen. Diese
elektrische Verbindung ist durch das Bezugszeichen 34 gekenn
zeichnet. Wie schon anhand der Fig. 3, 4, 6 beschrieben,
sind die Kondensatoren 24 mit einem Anschluß 32 mit dem An
tennen-Endring 26 verlötet.
Fig. 8 zeigt eine flächig ausgebildete Antennenleiterstruk
tur 36, bei der Kühlmittelleitungen 37 auf der Antennenlei
terstruktur 36 gut wärmeleitend verklebt oder auch verlötet
sind. Die Antennenleiterstruktur 36 ist über Abschlußkonden
satoren 38 mit der Innenseite eines zylindermantelförmigen
Hochfrequenzschirms verbunden, der hier nur symbolisch durch
Masse- oder Bezugspotentialzeichen 40 dargestellt ist. Die
Hochfrequenzströme fließen im wesentlichen in Längsrichtung
auf der Antennenleiterstruktur 36 und schließen sich über den
Hochfrequenzschirm 40. Die Kühlmittelleitungen 37 sind in der
Nähe der Kanten der Antennenleiterstruktur 36 angeordnet, da
auch die hochfrequenten Antennenströme im wesentlichen ent
lang der Kanten fließen. Auch hier sind die Kühlmittelleitun
gen 37 über galvanische Trennstellen 18 mit den Kühlstutzen
20 zur Zu- und Ableitung des Kühlmittels verbunden. Die An
schlußfahnen der Kondensatoren 38 sind z. B. zwischen der
flächigen Antennenleiterstruktur 36 und der Kühlmittelleitung
eingelötet.
Anhand der Fig. 9.1-9.3 wird nun das Hochfrequenzverhal
ten von verschiedenen metallischen Hohlprofilen für die Kühl
mittelleitungen im Magnetresonanzgerät erläutert. Fig. 9.1.
zeigt im Querschnitt als einfachste Ausführung eines Hohlpro
fils ein Kreisprofil. Bei 1 T- oder 1,5 T-
Magnetresonanzgeräten ist der Einfluß auf die Resonanzfre
quenz der Antenne sowie zusätzliche Felder bzw. Feldverzer
rungen im Feldprofil der Antenne minimiert, wenn der Innen
durchmesser d kleiner als 5 mm ausgebildet ist. Bei der Di
mensionierung der flachen Hohlleiterprofile in Fig. 9.2 und
9.3 gilt ebenfalls, daß die Hochfrequenz-Wirksamkeit bei ei
ner Höhe des Innenquerschnitts h von kleiner als 5 mm mini
miert ist. Gegenüber dem in Fig. 9.1 gezeigten Kreisring
hohlprofil ist durch die flache Ausgestaltung der in den Fig. 9.2
und 9.3 gezeigten Hohlprofile zusätzlich die Strom
dichte minimiert, wodurch lokale Felderhöhungen in unmittel
barer Nähe der Antennenleiterstruktur weitgehend vermieden
werden.
Fig. 10 zeigt im Querschnitt eine galvanische Trennstelle
18, die als Kunststoffeinsatz ausgebildet ist, und die anten
nenseitigen Kühlmittelleitungen mit dem metallischen
Kühlstutzen 20 verbindet. Der Innenquerschnitt der galvani
schen Trennstelle 18 ist gegenüber dem Innenquerschnitt der
angeschlossenen Kühlleitungen verjüngt, wodurch innerhalb der
galvanischen Trennstelle 18 eine erhöhte Fließgeschwindigkeit
des Kühlmittels erzwungen wird. Die Fließgeschwindigkeit muß
dabei größer sein als die Länge L des ungeschirmten Ab
schnitts dividiert durch den Abstand zwischen einem Anre
gungsimpuls zur Anregung der kernmagnetischen Resonanz und
dem Empfang der vom angeregten Volumen abgestrahlten Magne
tresonanzsignale. Das in der galvanischen Trennstelle bei der
Anregung vorhandene Volumen VA muß beim Empfang vollständig
wieder in dem metallischen Teil des Kühlsystems transportiert
sein. Die fortgeschrittene Position des angeregten Kühlmit
telvolumens beim Empfang ist in Fig. 10 durch das schraf
fierte Rechteck VE dargestellt. Die vom angeregten Kühlmit
telvolumen VE abgestrahlten Magnetresonanzsignale werden
durch die an der Trennstelle angeschlossenen Metallhohlpro
file abgeschirmt und können somit nicht empfangen werden.
Claims (14)
1. Antenne für ein Magnetresonanzgerät mit einer
Antennenleiterstruktur (22, 26, 36) und damit verbundenen
Kondensatoren (24, 38), dadurch gekenn
zeichnet, daß die Antennenleiterstruktur (22,
26, 36) und/oder die Kondensatoren (24-38) mit einem
Kühlsystem (16, 20, 22, 26, 37) verbunden sind.
2. Antenne nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Kühlsystem als
Flüssigkeitskühlsystem ausgebildet ist.
3. Antenne nach Ansprüche 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Kühlsystem als
Wasserkühlsystem ausgebildet ist.
4. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Kühlsystem
Kühlmittelleitungen (22, 26, 37) umfaßt und daß die
Antennenleiterstruktur (22, 26, 36) und/oder die
Kondensatoren (24) mit Kühlmittelleitungen (22, 26, 37)
wärmeleitend verbunden sind.
5. Antenne nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kühlmittelleitungen (22, 26, 37)
einem Innenquerschnitt besitzen, der mit einer
Hochfrequenzabschirmung gegen ein Eindringen und Austreten
von hochfrequenten Signalen abgeschirmt ist.
6. Antenne nach Anspruch 4 oder 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Kühlmittelleitungen (22,
26, 37) metallische Hohlprofile umfassen, die mit zumindest
einem Teil der Antennenleiterstruktur (22, 26, 37) in
wärmeleitender Verbindung stehen.
7. Antenne nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der
Antennenleiterstruktur (22, 26) als Kühlmittelleitungen in
Form von metallischen Hohlprofilen ausgebildet sind.
8. Antenne einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kühlmittelleitungen
(22, 26, 37), über galvanische Trennstellen (18) mit
Anschlußstutzen (29) verbunden sind.
9. Antenne nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die galvanischen Trennstellen (18)
und die Kühlmittelleitungen (20, 22, 26, 37) jeweils einen
Innenquerschnitt besitzen und daß der Innenquerschnitt der
galvanischen Trennstelle (18) kleiner als der
Innenquerschnitt der mit der galvanischen Trennstelle
verbundenen Kühlmittelleitungen (20, 22, 26, 37) ausgebildet
ist.
10. Antenne nach Anspruch 8 oder 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Antennenstruktur (22,
26, 36) im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist und daß
die galvanischen Trennstellen (18) an Stirnseiten der
Antennenleiterstruktur (22, 26, 36) angeordnet sind.
11. Antenne nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Innenquerschnitt der
Kühlmittelleitungen (22, 26, 37) oval ausgebildet ist.
12. Antenne nach einem der Anspruch 4 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Innenquerschnitt
der Kühlmittelleitungen (22, 26, 37) rechteckig ausgebildet
ist.
13. Antenne nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kühlmittelleitungen
(37) mit zumindest einem Teil der Antennenstrukturen (36)
verlötet sind.
14. Antenne nach einem der Ansprüche 4 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kühlmittelleitungen
(22) nebeneinander angeordnete Hin- und Rückleitungen
umfassen.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE19722387A DE19722387C2 (de) | 1997-05-28 | 1997-05-28 | Antenne für ein Magnetresonanzgerät |
| JP10161485A JPH1176199A (ja) | 1997-05-28 | 1998-05-27 | 磁気共鳴装置用のアンテナ |
| US09/086,398 US6100693A (en) | 1997-05-28 | 1998-05-28 | Antenna for a magnetic resonance device |
Applications Claiming Priority (1)
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