DE19722260A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Verankerung von Verblendelementen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Verankerung von VerblendelementenInfo
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- E04F—FINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Verankerung von Verblendelementen.
Aus der EP 0 566 829 A1 ist eine Vorrichtung zur Verankerung
von Verblendelementen bekannt, die eine Verstelleinrichtung
aufweist. Mit dieser Verstelleinrichtung wird ermöglicht, daß
Toleranzfehler beispielsweise durch Verrutschen der Schalung
ausgeglichen werden können. Nachteilig an der bekannten Vor
richtung ist jedoch, daß mehrere Bauteile erforderlich sind,
wobei ein Toleranzausgleich nur in einer Ebene erzielt werden
kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung
und ein Verfahren zur Verankerung von Verblendelementen anzu
geben, so daß eine einfache und schnelle Montage der Verblen
delemente gewährleistet ist.
Zur Lösung der Aufgabe weist die Erfindung die Merkmale des
Patentanspruchs 1 und des Patentanspruchs 3 auf.
Der wesentliche Vorteil der Erfindung besteht darin, daß
durch das Vorsehen eines winkeligen Tragelements in Verbin
dung mit einem zu demselben längsverschieblich gelagerten
Verbindungselement ein räumlicher Toleranzausgleich in einer
zur Tragwand senkrechten und parallelen Ebene ermöglicht
wird. Durch Verschieben des Verbindungselements in zur Trag
wand senkrechter Richtung wird ein Toleranzausgleich in zur
Tragwand senkrechter Richtung ermöglicht. Dabei bestimmt die
Längserstreckung des Verbindungselements den Toleranzaus
gleich. Mittels eine Halteelements wird das Tragelement an
der Tragwand in der Ebene der Tragwand verschieblich gehal
ten, so daß ein Toleranzausgleich parallel zur Ebene der
Tragwand ermöglicht wird. Durch Verdrehen des Tragelements in
Verbindung des Verbindungselements insgesamt kann auf einfa
che Weise eine Positionierung des Angriffspunkts eines Ver
blendelements an dem Verbindungselement erreicht werden.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist das Tragelement
rechtwinklig ausgebildet und weist zwei rohrförmige Schenkel
auf. Ein erster Schenkel ist über ein Halteelement an der
Tragwand befestigt. Der zweite Schenkel ist hohlförmig ausge
bildet, so daß das Verbindungselement in diesem längsver
schieblich gehalten wird.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren
Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnun
gen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße
Vorrichtung,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß
Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Justiervorrichtung für
die Verblendelemente und
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Justiervorrichtung
gemäß Fig. 3.
In Fig. 1 ist ein winkeliges Tragelement 1 dargestellt, das
einen ersten Schenkel 2 und einen zweiten Schenkel 3 auf
weist. Der erste Schenkel 2 ist mittels eines Halteelements 4
an einer Tragwand 5 befestigt. Wie aus Fig. 2 zu ersehen
ist, besteht das Halteelement 4 aus einem bogenförmigen Mit
telteil 6 und zwei ebenen Endteilen 7 und 8. Das Endteil 7
weist eine kreisförmige Bohrung 9 auf, während das Endteil 8
ein Langloch 10 aufweist. Mittels nicht dargestellten
Schraubbolzen, die durch die Bohrung 9 bzw. das Langloch 10
eingreifen, wird der erste Schenkel 2 an der Tragwand 5 ge
halten. Alternativ können auch beide Öffnungen als Langlöcher
ausgebildet sein, so daß ein waagerechtes Verschieben des
Tragelements 1 ermöglicht wird, ohne daß gleichzeitig das
Tragelement 1 von der Bedienperson gehalten werden muß. Zum
Justieren des Tragelements 1 braucht der erste Schenkel 2 le
diglich in die gewünschte Position verfahren werden, wobei er
mittels des Halteelements 4 an der Tragwand 5 gehalten wird.
Der zweite Schenkel 3 ist rohrförmig ausgebildet, wobei der
Innendurchmesser zum Außendurchmesser eines Verbindungsele
ments 11 korrespondiert. Die Durchmesser des zweiten Schen
kels 3 und des Verbindungselements 11 sind so gewählt, daß
ein reibschlüssiges Verschieben des Verbindungselements 11
innerhalb des zweiten Schenkels 3 ermöglicht wird. Das von
der Tragwand 5 abgewandte Ende des Verbindungselements 11
läuft lappenartig zusammen und bildet einen anderen Verbin
dungspunkt mit einem Verblendelement 12. Das Verblendelement
12 wird in an sich bekannter Weise mit dem Verbindungselement
11 verbunden. Das lappenartige Ende 13 des Verbindungsele
ments 11 ist derart großflächig ausgestaltet, daß ein Verbie
gen desselben möglich ist. Somit kann zusätzlich vor Ort ein
Verdrehen des Verblendelements 12 ermöglicht werden.
Im folgenden wird das Anbringen der erfindungsgemäßen Vor
richtung an die Tragwand 5 beschrieben. In einem ersten
Schritt wird der erste Schenkel 2 des Tragelements 1 mittels
des Halteelements 4 mit der Tragwand 5 reibschlüssig verbun
den. Der erste Schenkel 2 ist dabei zum einen in der Vertika
len verschieblich gelagert und zum anderen durch die Ausbil
dung des Halteelements 4 mit mindestens einem Langloch 10 in
der Horizontalen verschieblich gelagert. Es wird somit ein
Justieren in der Horizontalen und der Vertikalen ermöglicht.
In einem weiteren Schritt wird durch die Verschiebung des
Verbindungselements 11 in axialer Richtung der Abstand des
Verblendelements 12 von der Tragwand 5 eingestellt. Das Ver
bindungselement 11 wird beispielsweise durch Schweißen an den
Kanten der Stirnseite des zweiten Schenkels 3 mit demselben
verbunden und fixiert. Nachfolgend kann in bekannter Weise
das Verblendelement 12 an dem lappenartigen Ende 13 des Ver
bindungselements 11 befestigt werden.
Fig. 3 und Fig. 4 zeigen eine Justiereinrichtung 14 zum
Einstellen einer gewünschten Positionierung von Verblendele
menten 12 an dem Verbindungselement 11. Das Verblendelement
12 kann beispielsweise als Natursteinfassadenelement ausge
bildet sein und mit einem Bindemittel, wie zum Beispiel Mör
tel, an dem Verbindungselement 11 befestigt werden. Bis zum
Aushärten des Mörtels kann mittels der Justiereinrichtung 14
auf einfache und wirksame Weise die relative Lage der Ver
blendelemente 12 zueinander eingestellt werden. Die Ju
stiereinrichtung 14 weist eine Justierachse 15 auf, die mit
einem Außengewinde versehen ist. An einem ersten Ende 16
weist die Justierachse 15 ein dreieckförmiges erstes Klemme
lement 17 auf, dessen Grundseite länger ist als der maximale
Abstand zweier zueinandergekehrter Seitenflächen benachbarter
Verblendelemente 12. Die Tiefe der Grundseite bzw. des ersten
Klemmelements 17 ist kleiner als der Abstand der zwei zuein
andergekehrten Seitenflächen benachbarter Verblendelemente
12, so daß das erste Klemmelement 17 durch Verdrehen und Ver
schieben der Justierachse 15 von außen hinter die Verblende
lemente 12 gebracht werden kann. Die der Grundseite zugeord
nete Grundfläche ist als Klemmfläche 18 ausgebildet, die an
den benachbarten großflächigen Innenseiten zweier Verblende
lemente zur Anlage kommt. In einem mittleren Bereich der Ju
stierachse 15 ist ein weiteres Klemmelement vorgesehen, das
beispielsweise zylindrisch bzw. quadratisch ausgebildet sein
kann. Die Stirnseiten des Klemmelements 19 sind großflächig
ausgebildet und bilden eine Klemmfläche 20, die an den groß
flächigen Außenseiten benachbarter Verblendelemente 12 zur
Anlage kommt. Die Klemmwirkung zweier benachbarter Verblende
lemente 12 wird erzielt durch Verdrehen eines Stellorgans 21,
das außenseitig auf das zweite Klemmelement 19 drückt. Das
Stellorgan 21 kann beispielsweise als Flügelmutter 22 ausge
bildet sein. Bis zum Aushärten des Bindemittels wird die
Klemmung der Justiereinrichtung 14 aufrechterhalten, so daß
nach dem Aushärten die benachbarten Verblendelemente 12 bün
dig aneinander liegen. Das zweite Ende der Justierachse 15
ist mit einer abstehenden Nase 23 versehen, deren Erstreckung
zu der Erstreckung des Klemmelements 17 korrespondiert. Auf
diese Weise ist die Bedienperson jederzeit über die Orientie
rung des ersten Klemmelements 17 informiert und kann durch
entsprechende Verdrehung der Justierachse 15 nach Abschluß
des Justiervorgangs das erste Klemmelement 17 zwischen den
benachbarten Verblendelementen 12 herausbewegen und somit die
Justiereinrichtung 14 entfernen.
Alternativ können die beiden Klemmelemente 17 und 19 jeweils
auf den zu den Verblendelementen 12 zugekehrten Seiten eine
unterschiedliche Höhe aufweisen, so daß beispielsweise die
Kanten einer ersten Reihe von Verblendelementen 12 einen an
deren Abstand haben zur Tragwand 5 als die benachbarten Kan
ten einer zweiten Reihe von Verblendelementen 12.
Claims (13)
1. Verfahren zur Verankerung von Verblendelementen oder der
gleichen auf einer Tragwand, dadurch gekennzeichnet, daß
ein mit zwei rechtwinklig zueinander angeordneten Schen
keln (2, 3) ausgebildetes Tragelement (1) an einem ersten
Schenkel (2) durch ein Halteelement (4) zum Toleranzaus
gleich in einer Ebene beweglich gehalten wird, so daß die
Positionierung des Tragelements (1) in der Vertikalen
und/oder Horizontalen bezüglich der Tragwand (5) ermög
licht wird, und daß ein Verbindungselement (11) axial ver
schieblich an einem zweiten Schenkel (3) geführt wird zur
Positionierung des Abstandes des Verblendelements (12) von
der Tragwand (5), wobei eine Fixierung des Verblendelemen
tes (12) von der Tragwand (5) durch eine Schweißverbindung
zwischen dem zweiten Schenkel (3) und dem Verbindungsele
ment (11) erfolgt und daß dann das Verblendelement (12) an
dem Verbindungselement (11) befestigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß un
mittelbar nach der Anbringung der einzelnen Verblendele
mente (12) an den zweiten Schenkel (3) des Tragelements
(1) jeweils die benachbarten Verblendelemente (12) stoff
schlüssig mit dem Verbindungselement (11) verbunden werden
und daß innerhalb dieser Fixierphase die benachbarten Ver
blendelemente (12) auf einen vorgegebenen Abstand von der
Tragwand (5) durch eine Justiereinrichtung (14) einge
stellt werden.
3. Vorrichtung zur Verankerung von Verblendelementen oder
dergleichen auf einer Tragwand, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Tragelement (1) mit zwei rechtwinklig zueinander
angeordneten Schenkeln (2, 3) vorgesehen ist, wobei der
erste Schenkel (2) mittels eines Halteelements (4) mit der
Tragwand (5) kraftschlüssig verbunden ist und der zweite
Schenkel (3) längsverschieblich zu einem Verbindungsele
ment (12) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens ein Schenkel (2, 3) rohrförmig ausgebildet
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzei
chnet, daß der erste Schenkel (2) durch ein zu demselben
formschlüssig ausgebildetes Halteelement (4) an der Trag
wand (5) gehalten ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Halteelement (4) aus einem zu dem ersten Schenkel (2)
korrespondierenden Mittelteil (6) und zwei ebenen, jeweils
eine Bohrung aufweisenden Endteilen (7, 8) besteht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens eine Bohrung des Endteils (7, 8) als Langloch
(10) ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehrerer Ansprüche 3 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß der zweite Schenkel (3) mit dem
Verbindungselement (12) reibschlüssig verbunden ist und
daß das Verbindungselement (11) in einer Schweißverbindung
mit dem zweiten Schenkel (3) fest verbunden ist.
9. Vorrichtung zum Justieren von Verblendelementen auf einer
Tragwand, gekennzeichnet durch eine Justiereinrichtung
(14) mit zwei axial zueinander angeordneten und bewegbaren
Klemmelementen (17, 19), die jeweils mit Klemmflächen (18,
20) an den beiden Längsseiten benachbarter Verblendelemen
te (12) zur Anlage kommen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
das erste Klemmelement (17) eine solche Quererstreckung
aufweist, daß dasselbe zwischen zwei in der vorgesehenen
Position befindlichen Verblendelementen (12) bewegbar
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeich
net, daß mindestens ein Klemmelement (19) axial ver
schieblich auf einer Justierachse (15) gelagert ist, wo
bei die Justierachse (15) über ein Gewinde mit einem
Stellorgan (21) verbunden ist, derart, daß mindestens
zwei benachbarte Verblendelemente (12) auf einen vorgege
benen Abstand von der Tragwand (5) fixierbar sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
das Stellorgan (21) als Flügelmutter ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Justierachse (15) an einem dem
ersten Klemmelement (17) gegenüberliegenden Ende eine ab
ragende Nase (23) aufweist, die sich parallel zum ersten
Klemmelement (17) erstreckt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997122260 DE19722260A1 (de) | 1997-05-28 | 1997-05-28 | Verfahren und Vorrichtung zur Verankerung von Verblendelementen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997122260 DE19722260A1 (de) | 1997-05-28 | 1997-05-28 | Verfahren und Vorrichtung zur Verankerung von Verblendelementen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19722260A1 true DE19722260A1 (de) | 1998-12-03 |
Family
ID=7830688
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997122260 Withdrawn DE19722260A1 (de) | 1997-05-28 | 1997-05-28 | Verfahren und Vorrichtung zur Verankerung von Verblendelementen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19722260A1 (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7813200U1 (de) * | 1978-04-29 | 1978-08-17 | Frimeda Metall- Und Drahtwarenfabrik, Siegfried Fricker, 7135 Wiernsheim | Abfangkonsole fuer das abfangen von verblendmauerwerk an einer tragwand |
| DE2752032A1 (de) * | 1977-11-22 | 1979-05-23 | Fischer Artur Dr H C | Drahtankerhalterung |
| DE3515146A1 (de) * | 1985-04-26 | 1986-10-30 | International Intec Co. Ets., Vaduz | Vorhangfassade fuer gebaeudewaende |
| DE3616210A1 (de) * | 1986-05-14 | 1987-11-19 | Siegfried Fricker | Vorrichtung zur verankerung von platten |
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-
1997
- 1997-05-28 DE DE1997122260 patent/DE19722260A1/de not_active Withdrawn
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