DE19720245A1 - Einrichtung zum Schutz des Innenraumes eines Kraftfahrzeuges - Google Patents
Einrichtung zum Schutz des Innenraumes eines KraftfahrzeugesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Schutz des Innenraumes
eines Kraftfahrzeuges, bestehend aus den Baugruppen Rahmenboden,
Seitenwände, Bug- und Heckpartie sowie Dach, die durch Fachwerkstä
be eines Karosseriegerippes gebildet werden.
Die DE 30 26 749 A1 zeigt eine Einrichtung zum Schutz der Insassen
eines Fahrgastraumes eines ersten, mit seitlichen Längsträgern versehe
nen Personenwagen, gegen ein seitliches Eindringen einer Bugpartie
eines zweiten Personenwagens. Dabei werden die bekannten Aufprall
träger dahingehend verändert, daß an der Bugpartie des zweiten Wa
gens wenigstens ein Abstützglied vorgesehen ist, das mit einem seitli
chen Längsträger des ersten Personenwagens zusammenwirkt. Die Er
findung wird dazu verbessert, wenn das Abstützglied eine Anschlagflä
che aufweist, die den Längsträger zumindest abschnittsweise umgibt.
Das Abstützglied ist nach Art eines Trägers ausgebildet und einem
Längsträger zugeordnet. Das Abstützglied ist ein separates Teil, das
durch Schweißen, Schrauben o. dgl. am Längsträger befestigt ist. Es ist
auch möglich, Abstützglied und Längsträger einstückig herzustellen.
Diese technische Lösung weist den Nachteil auf, daß sie nur dann ihre
Aufgabe löst, wenn beide Fahrzeuge mit Bug- und Seitenpartie kollidie
ren und der Längsträger eines Fahrzeuges mit dem Abstützglied des an
deren Fahrzeuges zusammenstoßen, was nur bei einer bestimmten ge
meinsamen Höhe von Abstützglied und Längsträger möglich ist. Der
Karosserieschutz bezieht sich nur auf den Streifen, der beidseitig am
Fahrzeug durch die Seitenfläche des Längsträgers gebildet wird.
Aus der DE 29 34 060 A1 ist ein Kraftfahrzeug mit nachgiebigen Karos
seriefrontteilen bekannt, die an ihren Begrenzungsrändern anprallweich
ausgebildet sind, wozu die Fronthaube und/oder diese umrahmenden
Karosserieteile über bleibend verformbare Deformationsglieder an den
Versteifungsteilen des Fahrzeugaufbaues abgestützt sind. Diese Lösung
wurde dazu gefunden, um die Belastung beim Aufprall einer an der
Kollision beteiligten Person zu mindern. Durch die Anordnung der blei
bend verformbaren Deformationsglieder zwischen den Begrenzungen
der Außenbleche der Karosseriefrontteile und der tragenden Verstei
fungsteile des Fahrzeuges werden die beim Aufprall wirkenden Kräfte
auf alle Bereiche, auch auf die sonst steiferen Randzonen begrenzt.
Treten bei einer Kollision größere Kräfte auf, werden Deformationsteile
und Karosserieteile an der Kollisionsstelle darüber hinaus verformt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zum Schutz des Innen
raumes eines Kraftfahrzeuges der eingangs genannten Art zu finden, mit
der die Verformung jeder Stelle der Karosserie beim Aufprall stark
gemindert wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß einzelne oder
alle Baugruppen ein Netz aus hochfesten, elastischen Fangbändern tra
gen, welches mit Fachwerkstäben verspannt ist.
Die Erfindung weist den besonderen Vorteil auf, daß, ganz gleich an
welcher Stelle der Karosserie eine Kollision erfolgt, die Fangbänder das
Eindringen von Gegenständen, wie Bäume, andere Fahrzeuge, Leitplan
ken usw. stark mindern. Die Fangbänder spannen sich beim Eindrücken
der Karosserie, dämpfen den Aufprall und verformen bei starker Kraft
einwirkung in geringem Umfang eine größere Karosseriefläche, was
zum Schutz des Innenraumes führt.
Zweckmäßig ist es, daß an den Seitenwänden zwischen den Fachwerk
stäben der Fenster und Türen das Netz durch senkrecht und waagerecht
angeordnete Fangbänder verdichtet ist. Vorteilhaft ist es, daß im Be
reich des Daches und des Rahmenbodens das Netz durch parallel zu den
Fachwerkstäben angeordnete, von der Bugseite zur Heckseite diagonal
verlaufende und rechtwinklig zu den Fangbändern angeordnete Fang
bänder verdichtet ist. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist im
Bereich der Bugpartie und Heckpartie das Netz durch diagonal und
senkrecht zwischen den Fachwerkstäben angeordnete Fangbänder ver
dichtet.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 ein Karosseriegerippe eines Omnibusses mit Fängbändern an ei
ner Seitenfläche des Karosseriegerippes;
Fig. 2 Fangbänder am Bug und Dach des Karosseriegerippes sowie
Fig. 3 Fangbänder am Heck und Rahmenboden des Karosseriegerippes.
Der Innenraum eines Omnibusses wird durch einen Rahmenboden, Sei
tenwände, Bug- und Heckpartie sowie Dach eines Karosseriegerippes 3
gebildet. In Fig. 1 ist eine Seitenansicht des Karosseriegerippes 3 ei
nes Omnibusses dargestellt. Das Karosseriegerippe 3 wird durch Fach
werkstäbe 5 gebildet. Die Fachwerkstäbe 5 sind mit Fangbändern 4 ver
bunden. Die Fangbänder 4 bilden ein Netz, welches mit den Fachwerk
stäben 5 verspannt ist. Die Verknüpfung des Netzes hängt von den
möglich auftretenden Verformungskräften ab. Bei der Seitenwand ist
das Netz so verknüpft, als wären noch zusätzlich senkrechte und waa
gerechte Fachwerkstäbe 5 eingesetzt. Dazu sind die Flächen zwischen
den Fachwerkstäben 5 der Fenster 2 und der Türen 1 zusätzlich mit den
Fangbändern 4 des Netzes verknüpft. In Fig. 2 sind Bug- und Dach
partie des Netzes dargestellt. Hierbei sind die Fangbänder 4 des Netzes
auf dem Dach in gleichen Abständen parallel zwischen den Fachwerk
stäben 5 angeordnet. Diese Netzform wird durch diagonal von der Vor
derseite zur Heckseite des Daches verlaufende und verknüpfte Fang
bänder 6 verstärkt. Eine weitere Stabilisierung des Daches erfolgt da
durch, daß rechtwinklig zu den parallelen Fangbändern 4 weitere Fang
bänder 7 geknüpft sind. Bei der Bugpartie verlaufen die Fangbänder 4
mit und zwischen den Fachwerkstäben 5. Auch hier sind diese Fangbän
der 4 zur weiteren Stabilisierung der Karosserie durch diagonale Fang
bänder 6 verknüpft. Bei der Bodenrahmen und Heckpartie des Karosse
riegerippes 3 sind in Fig. 3 die Fachwerkstäbe 5 mit den Fangbändern
4 des Netzes verbunden. Beim Rahmenboden wird dieses Netz durch
diagonal und rechtwinklig zu den Fachwerkstäben 5 verknüpfte Fang
bänder 6; 7 verdichtet. An der Heckpartie sind es senkrecht parallel
zwischen den Fachwerkstäben 5 angeordnete Fangbänder 4, die diese
Baugruppe verstärken, was durch weitere diagonal angeordnete Fang
bänder 6 unterstützt wird.
1
= Türen
2
= Fenster
3
= Karosseriegerippe
4
,
6
,
7
= Fangbänder
5
= Fachwerkstäbe.
Claims (4)
1. Einrichtung zum Schutz des Innenraumes eines Kraftfahrzeuges, be
stehend aus den Baugruppen Rahmenboden, Seitenwände, Bug- und
Heckpartie sowie Dach, die durch Fachwerkstäbe eines Karosserie
gerippes gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne oder
alle Baugruppen ein Netz aus hochfesten, elastischen Fangbändern
(4; 6; 7) tragen, welches mit den Fachwerkstäben (5) verspannt ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den
Seitenwänden zwischen den Fachwerkstäben (5) der Fenster (2) und
der Türen (1) das Netz durch senkrecht und waagerecht angeordnete
Fangbänder (4) verdichtet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Be
reich des Daches und des Rahmenbodens, das Netz durch parallel zu
den Fachwerkstäben (5) angeordnete, von der Bugseite zur Heckseite
diagonal verlaufende und rechtwinklig zu den Fangbändern (4) ange
ordnete Fangbänder (4; 6, 7) verdichtet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Be
reich der Bugpartie und Heckpartie das Netz durch diagonale und
senkrecht zwischen den Fachwerkstäben (5) angeordnete Fangbänder
(4; 6) verdichtet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29724331U DE29724331U1 (de) | 1997-05-15 | 1997-05-15 | Einrichtung zum Schutz des Innenraumes eines Kraftfahrzeuges |
| DE1997120245 DE19720245A1 (de) | 1997-05-15 | 1997-05-15 | Einrichtung zum Schutz des Innenraumes eines Kraftfahrzeuges |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997120245 DE19720245A1 (de) | 1997-05-15 | 1997-05-15 | Einrichtung zum Schutz des Innenraumes eines Kraftfahrzeuges |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19720245A1 true DE19720245A1 (de) | 1998-11-19 |
Family
ID=7829452
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997120245 Ceased DE19720245A1 (de) | 1997-05-15 | 1997-05-15 | Einrichtung zum Schutz des Innenraumes eines Kraftfahrzeuges |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19720245A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10242282C1 (de) * | 2002-09-12 | 2003-12-18 | Porsche Ag | Kraftfahrzeug mit einer Vorderwagen-Tragstruktur |
| CN105035190A (zh) * | 2015-07-13 | 2015-11-11 | 济南大学 | 一种新型客运汽车车体 |
-
1997
- 1997-05-15 DE DE1997120245 patent/DE19720245A1/de not_active Ceased
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10242282C1 (de) * | 2002-09-12 | 2003-12-18 | Porsche Ag | Kraftfahrzeug mit einer Vorderwagen-Tragstruktur |
| CN105035190A (zh) * | 2015-07-13 | 2015-11-11 | 济南大学 | 一种新型客运汽车车体 |
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