DE19720825A1 - Bandwickler - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Wickelvorrichtung zur Erzeugung eines Watte
wickels, bei der die Watte auf einen von einem umlaufenden endlosen Riemen
angetriebenen Kern aufgewickelt wird, der um eine Achse drehbar in einer zwischen
zwei Umlenkrollen gebildeten, mit zunehmendem Wattewickel größer werdenden
Schleife des durch eine Spanneinrichtung gespannten Riemens angeordnet ist.
Aus dem veröffentlichten Stand der Technik, z. B. aus der DE-A1-195 39 365 ist eine
Einrichtung bekannt, wobei ein Wattewickel unter Verwendung eines angetriebenen
und endlos umlaufenden Riemens gebildet wird. Dabei wird eine Watte zwischen zwei
Umlenkrollen einer Riemenschlaufe zugeführt. Innerhalb der Riemenschlaufe befindet
sich eine drehbar gelagerte Hülse, welche durch die Bewegung des Riemens über
Friktion angetrieben wird. Beim Beginn des Wickelvorgangs wird dabei die Wattebahn
in den Bereich zwischen dem Umfang der Hülse und einer inneren Fläche der Riemen
schlaufe zugeführt. Durch die Transportbewegung des Riemens wird die zugeführte
Watte auf die Hülse aufgewickelt. Durch diesen Vorgang wird die Wattebahn - in
radialer Richtung der Hülse gesehen schichtweise auf die Hülse aufgewickelt. Mit
dieser Einrichtung kann ein sehr kompakter Wickel bei hoher Aufwickelgeschwindigkeit
gebildet werden. Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Randbereiche der einzelnen
Wickellagen teilweise abstehende Fasern, bzw. Fasergruppen aufweisen und somit
auch der Wickel im Bereich seiner Stirnflächen eine ungleichmäßige Gesamtfläche
aufweist. Dies führt einerseits zu einem unschönen Aussehen des Wickels und hat
andererseits Nachteile im nachfolgenden Verarbeitungsprozeß an der Kämmaschine
insbesondere im Bereich der Randpartien der dort wieder abgewickelten Watte.
Diese Nachteile entstehen insbesondere dadurch, daß trotz hoher Anspannung des
Riemens eine fortwährende und teilweise geringe seitliche Hin- und Herbewegung des
Riemens während des Aufwickelvorgangs auftritt. Durch diese seitliche Verschiebung
wird die jeweils äußere Lage gegen die darunterliegende Lage der Wattebahn auf der
Hülse um geringe Beträge verschoben. Da insbesondere der Randfaserbereich der
Watte dieser Schiebebewegung ausgesetzt ist, wirkt sie sich hierbei besonders
nachteilig aus. Insbesondere werden dadurch Fasern aus den Wattenlagen nach
außen verschoben und stehen somit ab. Zusätzlich kann sich diese Verschiebung
nachteilig auf den nachfolgenden Abwickelprozeß bei der Kämmaschine auswirken,
wenn Verfilzungen zwischen den Lagen entstehen.
Besonders nachteilig wirkt sich diese Verschiebung bei Verwendung von Seiten
scheiben im Bereich der Wickelschlaufe aus. Das heißt, durch die seitliche
Verschiebung einer Lage wird der Abstand der Watte zu den seitliche Führungs
scheiben verringert, wodurch sich die Randbereiche der Watte umlegen können.
Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile zu
beseitigen, und eine Vorrichtung zur Wickelbildung vorzuschlagen, um einen Wickel mit
gleichmäßigen und sauberen Randpartien herstellen zu können.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Riemen wenigstens im Bereich der
Umlenkrollen quer zu seiner Bewegungsrichtung formschlüssig geführt wird. Durch
diese formschlüssige Führung, die eine stabile Lage des Riemens im Bereich der
Umlenkrollen quer zu seiner Transportrichtung gewährleisten, tritt der Umstand der
seitlichen Verschiebung der einzelnen Lagen von einer gewünschten Positionierung in
bezug auf die Hülsenbreite nicht mehr auf.
Es wird vorgeschlagen, daß der Riemen wenigstens einseitig mit einer Profilierung
versehen ist, welche mit einer profilierten Oberfläche der Umlenkrollen - quer zur
Transportrichtung des Riemens gesehen - eine formschlüssige Führung bildet. Durch
diese formschlüssige Führung wird gewährleistet, daß eine seitliche Verschiebung des
Riemens im Bereich der Umlenkrollen unterbunden wird.
Wie weiterhin vorgeschlagen, kann diese Profilierung - in Riemenlängsrichtung und in
Umfangsrichtung der Umlenkrollen gesehen - die Form einer Zahnstange aufweisen.
Das heißt, durch diese Profilierung sind in - Längsrichtung des Riemens gesehen -
rillenförmige Erhöhungen bzw. Vertiefungen vorhanden. Damit die Profilierung vom
Riemen und Umlenkrolle ineinandergreifen können, sind diese rillenförmige
Erhöhungen bzw. Vertiefungen in Axialrichtung verschoben über den Umfang der
Umlenkrollen angeordnet. Die Formen des zahnstangenförmigen Profils können
unterschiedliche Geometrien aufweisen. Es wäre auch denkbar, daß der Riemen, bzw.
die Umlenkrollen nur jeweils im Randbereich mit einer Profilierung versehen sind. Auch
können, über die Breite des Riemens gesehen, unterschiedliche Profilierungen bzw.
Geometrien für das Profil vorhanden sein.
Als weitere Ausführung wird vorgeschlagen, daß der Riemen mit Öffnungen versehen
ist, in welche Erhebungen der Umlenkrollen in Zeitintervallen eingreifen, wobei die
Erhebungen in Umfangsrichtung der Umlenkrollen derart angeordnet sind, so daß
während der Riemenbewegung wenigstens eine Erhebung immer im Eingriff steht.
Dabei kann der Riemen jeweils im Randbereich und in Längsrichtung mit einer Per
forierung versehen sein, in welche die Erhebungen eingreifen, die auf den Umlenkrollen
angebracht sind. Des weiteren wäre auch denkbar, daß jeweils ein im Randbereich
der Umlenkrollen und drehfest mit diesen befestigte Zahnräder angeordnet sind, deren
Zähne in die Öffnungen, bzw. Perforierungen des Riemens eingreifen. Derartige
Führungen werden z. B. in dem artfremden Gebiet von Druckern eingesetzt, bei
welchen zwecks Einziehen eines Endlospapiers Zahnräder vorgesehen sind, die in
Perforierungen eines Endlospapiers eingreifen.
Es ist auch denkbar, wie weiter vorgeschlagen, daß der Riemen mit über seine
Längsrichtung verteilte Führungselemente versehen ist, welche während der Riemen
bewegung mit Führungselementen in Zeitintervallen formschlüssig kommunizieren, die
mit den Umlenkrollen drehfest verbunden sind.
Vorteilhafterweise wird der Riemen über mehr als zwei Umlenkrollen geführt, wobei
zwecks Seitenstabilisierung des Riemens vorgeschlagen wird, daß der Riemen
wenigstens bei drei Umlenkrollen formschlüssig geführt wird. Um die seitliche Riemen
führung noch zu stabilisieren und Spiele bei beweglichen Teilen auszuschließen, wird
vorgeschlagen, daß der angetriebene Kern um eine feste Achse drehbar gelagert ist.
Durch die vorgeschlagene Anbringung von antreibbaren Wickelscheiben seitlich der
Riemenschleife in Verbindung mit einem stabil geführten Riemen ergibt sich eine
besondere Ausführung, mit welcher der Randfaserbereich noch besser beherrscht bzw.
geformt werden kann.
Vorzugsweise sind die angebrachten Wickelscheiben konzentrisch zum Kern
angeordnet. Um die beschriebenen Vorteile auszunutzen, sollte der axiale Abstand
zwischen den Scheiben und dem Riemen nicht mehr als 5 mm betragen. Vorzugsweise
kann für diesen Abstand 1 bis 2 mm gewählt werden.
Weitere Vorteile sind anhand der nachfolgenden Beschreibung und
Ausführungsbeispielen näher beschrieben und aufgezeigt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung des Grundaufbaus einer Wickelvorrichtung,
wobei diese sowohl in der Phase zu Beginn des Wickelvorgangs als auch in der
Phase am Ende des Wickelvorgangs dargestellt ist,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des Schnittes B-B im gemäß Fig. 1
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit P gemäß Fig. 2
Fig. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer formschlüssigen Verbindung
entsprechend einer Teildarstellung gemäß Fig. 2
Fig. 5 eine Draufsicht gemäß Fig. 4
Fig. 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer formschlüssigen Verbindung gemäß
Fig. 4
Fig. 7 eine Teil-Draufsicht von Fig. 6.
Fig. 1 zeigt in einer rein schematischen Darstellung eine Wickelvorrichtung 10 zur
Erzeugung eines Wattewickels 12. Grundsätzlich dienen solche Wickelvorrichtungen
dazu, ein Vlies, einen Flor oder Watte aus Fasermaterial zu einem Wickel aufzurollen,
bevor das Fasermaterial einer weiteres Behandlung unterzogen wird. So kann die
Wickelvorrichtung z. B. in einer Kämmerei zur Aufnahme eines aus einem Streckwerk
auslaufenden, über Kehrbleche, Kalanderwalzen und/oder dergleichen zugeführten
Vlieses dienen, wobei der erzeugte Wickel anschließend einer Kämmaschine zum
Auskämmen vorgelegt wird. Im folgenden ist im Zusammenhang mit dem zugeführten
Fasermaterial der Einfachheit halber lediglich von Watte die Rede, was nicht in
einschränkendem Sinn zu verstehen ist.
Der Wickelvorrichtung 10 wird eine Watte 14 über eine Wattezuführung 16 zugeführt,
die im vorliegenden Fall durch ein am auslaufseitigen Ende gebogenes Blech gebildet
ist. Die Watte 14 wird auf eine als Kern dienende Hülse H aufgewickelt, die um eine
feste Achse A drehbar gelagert ist. Diese Hülse H wird von einem umlaufenden
endlosen Riemen 18 angetrieben, durch den zwischen zwei Umlenkrollen R1, R2 eine
Schleife 20 gebildet wird, in der die Hülse H aufgenommen ist. Im vorliegenden Fall
wird der Wattewickel 12 durch den Riemen 18 entgegen dem Uhrzeigersinn
angetrieben, wie dies durch den Pfeil F angedeutet ist. Die den Wattewickel
umschlingende Schleife 20 des Riemens 18 wird mit zunehmenden Wattewickel 12
größer, wobei der Riemen 18 während des gesamten Wickelvorganges durch eine
Spanneinrichtung 22 gespannt wird. Diese Spanneinrichtung 22 umfaßt eine
Spannrolle R4 mit zugeordneter Linearführung 24.
Der Riemen 18 ist über weitere Umlenkrollen R3 und R5 und die entlang der
Linearführung 24 verstellbare Spannrolle R4 so geführt, daß er über die Spannrolle R4
in einer Ebene gespannt wird, die parallel zu der die Achsen der beiden Umlenkrollen
R1, R2 enthaltenden Ebene ist. In Fig. 1 ist die Achse, entlang der die Spannrolle R4
verstellbar ist, als X-Achse bezeichnet.
Beim in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel weisen die Umlenkrollen
R1, R2, R3, R5, die Spannrolle R4 und die Hülse H einen gleichen Durchmesser auf. Die
Achsen der Rollen sowie der Hülsen sind zueinander parallel. Die oben gelegenen
Umlenkrollen R1, R2 weisen einen vertikalen Abstand zu der weiteren Umlenkrolle R5
und der Spannrolle R4 auf, der größer als der maximale Durchmesser des
Wattewickels 12 ist. Die beiden Umlenkrollen R1, R2 einerseits sowie die Umlenkrolle
R5 und die Spannrolle R4 andererseits liegen mit ihren Achsen jeweils in einer
Horizontalebene. In der mit durchgezogenen Linien dargestellten Position der Rollen
die sich am Ende des Wickelvorgangs mit ihre linke Endposition einnehmender
Spannrolle R4 und noch nicht nach außen verschwenkter Umlenkrolle R2 ergibt (die
Umlenkrollen R1, R3, R5 sind stationär), ist die untere linke Umlenkrolle R5 gegenüber
der oberen linken Umlenkrolle R2 nach links versetzt. Die Spannrolle R4 ist in ihrer in
Fig. 1 mit durchgezogenen Linien dargestellten linken Endposition am Ende des
Wickelvorgangs gegenüber der oberen Umlenkrolle R1 nach rechts versetzt, wobei der
horizontale Abstand zwischen diesen Rolle R1, R4 größer als der zwischen den Rollen
R2 und R5 ist. Damit sind die Rollen R1, R2, R4 und R5 trapezförmig angeordnet, wobei
der horizontale Abstand zwischen den Rollen R4 und R5 größer als der zwischen den
Rollen R1 und R2 ist. In dieser in Fig. 1 mit durchgezogenen Linien dargestellten
Rollenposition nimmt die Spannrolle R4 ihre linke Endposition ein. Ausgehend von
dieser linken Endposition der Spannrolle R4 ist die darüber angeordnete weitere
Umlenkrolle R3 um einen Betrag nach links versetzt, der von Rollenmitte zu Rollenmitte
gemessen etwa gleich dem Radius der einen gleichen Durchmesser besitzenden
Rollen R1-R5 entspricht. Der vertikale Abstand zwischen den Rollen R3, R4 entspricht
von Mitte zu Mitte gemessen etwa dem Rollendurchmesser. Damit ist sichergestellt,
daß der Riemen 18 die Spannrolle R4 unabhängig von deren Stellung stets mit einem
Umschlingungswinkel von 180° umgibt. Der Riemen 18 wird von einem nicht näher
gezeigten Antrieb über die Umlenkrolle R5 angetrieben, die in der Ebene liegt, in dem
der Riemen 18 gespannt wird. Die linke obere Umlenkrolle R2 ist am oberen Ende
eines Schwenkhebels 26 angebracht, der am anderen Ende um die Achse der linken
unteren Umlenkrolle R5 schwenkbar gelagert ist. In Fig. 1 ist mit strichpunktierten
Linien die nach links ausgeschwenkte Position des Schwenkhebels 26 dargestellt, in
der der volle Wattewickel 12 ausgeworfen wird.
Die um die feste Achse A drehbare Hülse H und die beiden Umlenkrollen R1, R2 sind
derart bemessen und bei in die Arbeitsposition nach rechts verschwenktem
Schwenkarm 26 so relativ zueinander angeordnet, so daß die durch den Riemen 18
zwischen den Umlenkrollen R1, R2 gebildete Schleife 20 die Hülse H zu Beginn des
Wickelvorgangs mit einem anfänglich minimalen Umschlingungswinkel umgibt, der
größer als 180° ist. Dieser Verlauf der Schleife 20 am Anfang des Wickelvorganges ist
in Fig. 1 durch punktierte Linien dargestellt. In dieser Phase nimmt die Spannrolle R4
ihre rechte Endposition ein. Während des Wickelvorgangs wird der
Umschlingungswinkel, mit dem die Schleife 20 die Hülse umgibt, größer. Die
Spannrolle R4 wird nach links verlagert, bis sie nach vollendetem Wattewickel 12 die
mit durchgezogenen Linien dargestellte linke Endposition erreicht hat.
Die Spanneinrichtung 22 ist zur Erzeugung einer vom Wickeldurchmesser abhängigen
Spannkraft mit einer vorzugsweise elektronischen Steuereinrichtung 28 gekoppelt.
Beim in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein unmittelbar den
Wickeldurchmesser erfassender Sensor 30 vorgesehen, der der Steuereinrichtung 28
ein entsprechendes Signal S liefert.
Die Hülse H ist zweckmäßigerweise zwischen zwei Wickelscheiben 32, 34 (Fig. 2)
eingespannt, die seitlich in Richtung der angedeuteten Pfeile abnehmbar sind. Dabei
sind die Wickelscheiben 32, 34 mit Ansätzen 36, 38 versehen, auf die die Hülse
aufsteckbar ist.
Wie aus Fig. 2 zu entnehmen, ist die Umlenkrolle R1 auf ihrem Umfang mit einem
rillenförmigen Profil 44 versehen, das mit den Zähnen 13 der einseitigen Profilierung 9
des Riemens 18 im Bereich der Umlenkung eine formschlüssige Verbindung quer zur
Riementransportrichtung einnimmt. In den gezeigten Darstellungen der Fig. 2 und Fig. 3
ist die Umlenkrolle R1 ungeschnitten dargestellt. Das Profil 9 des im Schnitt darge
stellten Riemens 18 weist im Querschnitt eine zahnstangenförmige Ausbildung auf. In
Fig. 2 und Fig. 3 sind beispielhaft die drei äußeren Wattelagen 14 dargestellt, derer
Breite sich beiderseits um jeweils das Maß a über die Breite der Umlenkrolle R1
erstreckt, wobei sie an der Stirnfläche 39 der Wickelscheibe 32 bzw. 33 zum Anliegen
kommt.
Während dem Aufwickelvorgang wird die Wattebahn 14 verdichtet, wodurch sie sich
lediglich in ihrer Breite ausdehnen kann, bis sie an der Stirnfläche 39 zur Anlage
kommt. Diese geringfügige Ausdehnung um das Maß a ist ein erwünschter Effekt,
zumal dadurch eine gewisse Verdichtung und Glättung des Randbereichs der
Wattebahn 14 im Zusammenwirken mit den Wickelscheiben 32, 33 erfolgt. Durch die
vorgeschlagene formschlüssige Verbindung zwischen der Umlenkrolle R1 und dem
Riemen 18 wird gewährleistet, daß das Maß a einen konstanten Wert beibehält. Ohne
diese seitliche Führung würde es beim seitlichen Abdriften des Riemens zu
unerwünschten Stauchungen im Randbereich führen, was teilweise die Ablösung von
Fasern in diesem Bereich zur Folge hat. Bei der Wahl des Profils sind eine Vielzahl von
geometrischen Ausführungen möglich. Es wäre auch denkbar, jeweils nur im
Randbereich des Riemens bzw. der Umlenkrolle eine derartige Profilierung vorzusehen.
Die Profilierung kann dabei gleichmäßig oder ungleichmäßig sich nach beiden Seiten
der Mittelachse MA erstrecken.
Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, wobei der Riemen im Randbereich mit
hintereinander angeordneten Öffnungen 34 versehen ist, in welche Zähne 35 eingreifen
können, die entsprechend dem Abstand b über den Umfang der Umlenkrolle R1 verteilt
sind. Auch mit dieser Einrichtung ist es möglich, den Riemen im Bereich der
Umlenkrolle seitlich stabil zu führen. Auch hier sind verschiedene geometrische
Lösungen möglich.
In Fig. 6 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, wobei am Riemen über Halter
52 eine Kette 49 befestigt ist. Die Halter 52 sind dabei über Befestigungsmittel 53 (z. B.
Nieten) am Riemen befestigt und sind über den Steg 51 an der Gliederkette 49 ange
bracht. In einem vorgegebenen Abstand sind die Kettenglieder 50 an den Stegen 51
befestigt. Koaxial zur Umlenkrolle R1 ist an der Außenseite ein Zahnrad 46 fest
angebracht, dessen Zähne 47 in die einzelnen Kettenglieder 50 zu seitlichen Fixierung
eingreifen können. Auch mit dieser Einrichtung wird der Riemen 18 im Bereich der
Umlenkrolle R1 seitlich geführt. Auch die weiteren Umlenkrollen R2, R3, R5 können mit
derartigen Einrichtungen versehen sein, um den Riemen bei der Umlenkung
formschlüssig quer zur Transportrichtung zu führen.
Die Watte 14 wird über die Wattezuführung 16 und über ein Führungselement 40
zwischen den Umlenkrollen R1, R2 in die Schlaufe 20 in dem Bereich 42 eingebracht.
Während des Wickelvorganges vergrößert sich der Durchmesser des aufgewickelten
Wattewickels 12 bis er eine entsprechende Größe erreicht hat, was durch den Sensor
30 der Steuereinrichtung 28 gemeldet wird. Über diese wird anschließend der
Auswurfmechanismus ausgelöst, wobei sich die Umlenkrolle R2 über den Schwenk
hebel 26 nach unten verschwenkt und den Wickel zum Ausstoßen freigibt. Zur
Freigabe des Wickels 12 werden die Wickelscheiben 32 und 33 nach außen
verschoben, wodurch der Wickel aus der Wickelposition entfernt werden kann.
Anschließend wird eine neue Hülse in die Wickeltasche 20 eingeführt, nachdem die
Umlenkrolle R2 wieder in ihre Wickelposition zurückverschwenkt wurde. Die Hülse wird
anschließend durch Zusammenfahren der Wickelscheiben 32 und 33 gespannt, so
daß das System wieder bereit ist für die Bildung eines neuen Wickels. Weitere
Einzelheiten über die Wickelbildung können z. B. aus der veröffentlichten DE-195 39 365
entnommen werden.
Claims (10)
1. Wickelvorrichtung (10) zur Erzeugung eines Wattewickels (12), bei der die Watte
(14) auf einen von einem umlaufenden endlosen Riemen (18) angetriebenen Kern
(H) aufgewickelt wird, der um eine Achse (A) drehbar in einer zwischen zwei
Umlenkrollen (R1, R2) gebildeten, mit zunehmendem Wattewickel größer
werdenden Schleife (20) des durch eine Spanneinrichtung (22) gespannten
Riemens (18) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Riemen (18)
wenigstens im Bereich der Umlenkrollen (R1, R2) quer zu seiner
Bewegungsrichtung (F) formschlüssig geführt wird.
2. Wickelvorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Riemen (18) wenigstens einseitig mit einer Profilierung (9, 13) versehen ist, welche
mit einer profilierten Oberfläche (44) der Umlenkrollen (R1, R2) - quer zur
Transportrichtung (F) des Riemens (18) gesehen - eine formschlüssige Führung
bildet.
3. Wickelvorrichtung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Querschnitt der Profilierung (9, 44) - in Riemenlängsrichtung und in
Umfangsrichtung der Umlenkrollen (R1, R2) gesehen - die Form einer Zahnstange
(13) aufweist.
4. Wickelvorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, der Riemen (18)
mit Öffnungen (34) versehen ist, in welche Erhebungen (35) der Umlenkrollen
(R1, R2) in Zeitintervallen eingreifen, wobei die Erhebungen (35) in
Umfangsrichtung der Umlenkrollen (R1, R2) derart angeordnet sind, so daß
während der Riemenbewegung wenigstens eine Erhebung immer im Eingriff steht.
5. Wickelvorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, der Riemen (18)
mit über seine Längsrichtung verteilte Führungselemente (49, 50) versehen ist,
welche während der Riemenbewegung mit Führungselementen (46, 47) in
Zeitintervallen formschlüssig kommunizieren, die mit den Umlenkrollen (R1, R2)
drehfest verbunden sind.
6. Wickelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Riemen (18) über mehr als zwei Umlenkrollen (R1-R5)
geführt wird und der Riemen wenigstens bei drei Umlenkrollen (R1, R2, R3, R5)
formschlüssig geführt ist.
7. Wickelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der angetriebene Kern (H) um eine feste Achse (A) drehbar
gelagert ist.
8. Wickelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß seitlich und beidseitig der Schleife (20) jeweils eine
antreibbare Wickelscheibe (32, 33) vorgesehen ist.
9. Wickelvorrichtung (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wickelscheiben (32, 33) konzentrisch zum Kern (H) angeordnet sind und einen
axialen Abstand vom maximal 5 mm zur Schleife aufweisen.
10. Wickelvorrichtung (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der axiale
Abstand zwischen 1 und 2 mm beträgt.
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