DE19719971A1 - Schleifscheibe zur Bearbeitung von Metallkreissägeblättern - Google Patents
Schleifscheibe zur Bearbeitung von MetallkreissägeblätternInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schleifscheibe zur Bear
beitung von Metallkreissägeblättern mit höheren Dreh
zahlen, wobei solche Schleifscheiben Hartstoffe, wie
z. B. Diamant oder kubisches Bornitrid enthaltende
Bearbeitungsbereiche aufweisen, mit denen hohe Zer
spanungsleistungen erreicht werden können.
Aus DE 296 08 590 sind Schleifscheiben für die Bear
beitung von Metallkreissägeblättern bekannt, bei de
nen die Zentrierung und Justierung auf einer An
triebswelle einer Schleifmaschine dadurch verbessert
werden soll, daß die Werkzeugaufnahmebohrung, die in
der Schleifscheibe ausgebildet ist, sich im Durchmes
ser einseitig erweitert.
Schleifscheiben, deren Bearbeitungsbereiche kubisches
Bornitrid- oder Diamantschleifkörper enthalten, er
möglichen jedoch eine sehr hohe Zerspanungsleistung,
wenn die Schnittgeschwindigkeit und damit die Dreh
zahl der Schleifscheibe entsprechend höher einge
stellt wird. Diese höheren Drehzahlen führen dazu,
daß die Zentrierung, die durch die Ausbildung der
Werkzeugaufnahmebohrung verbessert werden sollte,
infolge der steigenden Fliehkräfte nachläßt.
Dies führt weiter dazu, daß Rundlauffehler, die auf
treten und insbesondere die durch die Rundlauffehler
bis in den Bearbeitungsbereich weiter geleiteten
Schwingungen zu erhöhtem Verschleiß im Bearbeitungs
bereich durch höheren Abtrag der Hartstoffe führen,
so daß ein häufigeres Abrichten oder ein häufigerer
Austausch der Schleifscheiben erforderlich ist.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, Schleifscheiben
dahingehend zu verbessern, daß insbesondere bei höhe
ren Drehzahlen die Zentrierung verbessert und demzu
folge Rundlauffehler vermieden werden können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungs
formen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
bei Verwendung der in den untergeordneten Ansprüchen
genannten Merkmale.
Die erfindungsgemäßen Schleifscheiben unterscheiden
sich von den bisher üblicherweise verwendeten
Schleifscheiben insbesondere dadurch, daß der Grund
körper der Schleifscheibe zumindest einseitig im ra
dial äußeren Bereich der Werkzeugaufnahmebohrung, die
herkömmlich oder auch, wie dies aus DE 296 08 590
bekannt ist, ausgebildet sein kann, durch Konturie
rungen, in die zumindest ein Zentrierelement form
schlüssig eingreifen kann. Während des Schleifens
wird dabei die Schleifscheibe und zumindest ein Zen
trierelement an der Werkzeugspindel der Schleif
maschine kraftschlüssig gehalten. Hierfür kann bei
spielsweise eine üblicherweise verwendete Schraubver
bindung Anwendung finden, es besteht aber auch die
Möglichkeit, hydraulisch, pneumatisch betätigbare
Kolbenzylindereinheiten oder eine Federkraft einzu
setzen, wobei sich letztere insbesondere für einen
automatischen Betrieb eignen.
Besonders günstig ist es, die Konturierung an beiden
Seiten des Grundkörpers der Schleifscheibe auszubil
den und dabei symmetrische Verhältnisse einzuhalten.
Bei der Konturierung ist lediglich zu beachten, daß
zumindest einseitig eine Anlagefläche für das bzw.
die Zentrierelement(e) vorhanden ist, mit der sich
eine in Richtung auf die Drehachse der Schleifscheibe
gerichtete Fläche des bzw. der Zentrierelement(e)
abstützt und die Zentrierwirkung bei höheren Drehzah
len infolge der Fliehkräfte verbessert werden kann.
Für die Ausbildung der Konturierung bestehen mehrere
Möglichkeiten. Es kann einmal an einer oder beiden
Seiten des Grundkörpers der Schleifscheibe eine
kreisförmige Nut eingearbeitet sein, in die entspre
chende Stege des bzw. der Zentrierelemente form
schlüssig und nahezu spielfrei eingreifen, wenn die
Schleifscheibe auf der Antriebsspindel der Schleifma
schine befestigt wird. Günstig ist es dabei, wenn die
in die Nuten eingreifenden stegartig ausgebildeten
Bereiche des bzw. der Zentrierelemente(s) zumindest
an ihrem Innendurchmesser ballig ausgebildet sind, so
daß keine vollflächige Anlage an der entsprechenden
Fläche der Nut erfolgt und das Einführen dadurch er
leichtert wird.
Eine andere Möglichkeit zur Ausbildung der Konturie
rung besteht darin, daß eine flanschartige Erwei
terung, die über die normale Dicke des Grundkörpers
der Schleifscheibe herausragt, ausgebildet ist, an
der zumindest eine radial äußere Anlagefläche für
das/die Zentrierelement(e) vorhanden ist, an der sich
das/die Zentrierelement(e) abstützen kann.
Die Konturierung kann aber auch ein kreisförmig um
laufender Steg sein, der gegebenenfalls mit Durchbre
chungen symmetrisch in einzelne Segmente unterteilt
sein kann. Dabei stützt sich das bzw. die Zentrier
element(e) jeweils an der radial äußeren Fläche des
Steges ab.
Die möglichen Beispiele für die Ausbildung der Kon
turierung können dahingehend verbessert werden, daß
zumindest einseitig abgeschrägte Anlageflächen ausge
bildet sind, an denen sich die entsprechenden Anla
geflächen des bzw. der Zentrierelemente(s) abstützen.
Abschrägungen haben den Vorteil, daß einmal größere
Anlageflächen zur Verfügung stehen und zum anderen
wird das Einführen bzw. Einpassen der Zentrierelemen
te beim Befestigen der Schleifscheibe an der Schleif
maschine erleichtert und gegebenenfalls Justagefehler
während des Einführens können kompensiert und demzu
folge der Verschleiß an den Zentrierelementen und dem
Grundkörper der Schleifscheibe verringert werden.
Die bisher beschriebenen Möglichkeiten für die Aus
bildung der Konturierung können relativ einfach durch
spanende Bearbeitung für den Fall der Nuten und der
flanschartigen Ausbildung erreicht werden, es besteht
aber auch die Möglichkeit, den Grundkörper der
Schleifscheibe durch bekannte Gießverfahren in der
gewünschten Form auszubilden.
Die Verbesserung der Zentrierung für die in Rede ste
henden Schleifscheiben kann weiter dadurch verbessert
werden, daß die Konturierung in Form von Durch
brechungen oder Vertiefungen, die im bzw. durch den
Grundkörper der Schleifscheibe ausgebildet sind, er
reicht werden. Dabei sind mindestens zwei sich auf
einer Achse in radialer Richtung symmetrisch gegen
überliegende Durchbrechungen bzw. Vertiefungen erfor
derlich, um die auftretenden Fliehkräfte zu kompen
sieren und unerwünschte Unwuchten zu vermeiden.
Die Vertiefungen bzw. Durchbrechungen können vorteil
hafter Weise dadurch verbessert werden, wenn diese
sich nach außen konisch erweiternd ausgebildet sind,
um wie dies bereits für die abgeschrägte Ausbildung
bestimmter Flächenbereiche der Nuten, Flansche oder
Stege, der Fall ist, insbesondere beim Einfädeln der
Zentrierelemente verbessert werden.
Günstig ist es, die entsprechenden Zentrierelemente
einmal am Flansch der Antriebsspindel der Schleifma
schine stationär vorzusehen, und auf der anderen Sei
te der Schleifscheibe ein zusätzliches Zentrierele
ment, das bevorzugt entsprechend ausgebildet ist,
kraftschlüssig in der Konturierung zu halten. Das
zweite Zentrierelement kann dabei ein gesondertes
Bauteil sein, das kraftschlüssig in Richtung auf den
Flansch der Antriebsspindel der Schleifmaschine ge
halten werden kann.
Wird die Befestigung der Schleifscheibe an der An
triebsspindel mit einer Schraubverbindung realisiert,
ist es günstig, die Schraube und das Zentrierelement
miteinander zu verbinden, so daß die Handhabung ver
einfacht wird. Dabei ist es besonders günstig, wenn
die Verbindung so ausgeführt wird, daß die Drehung
der Schraube unabhängig von der Bewegung des
Zentrierelementes erfolgen kann, also ein Mitdrehen
des Zentrierelementes verhindert wird.
Wird dagegen eine Kolben-Zylinder-Anordnung gewählt,
kann das Zentrierelement Bestandteil des Kolbens bzw.
des Zylinders sein, je nachdem, welcher der beiden
Elemente für die Befestigung der Schleifscheibe auf
der Antriebsspindel verwendet wird.
Neben der verbesserten Zentrierwirkung bei hohen
Drehzahlen, die durch die verbesserte Abstützung der
Schleifscheibe in radialer Richtung, die durch die
Fliehkraftwirkung noch unterstützt wird, wobei zu
berücksichtigen ist, daß die Fliehkraft sich mit dem
Quadrat der Geschwindigkeit erhöht, verbessert, kann
auch ein höheres Drehmoment durch die Vergrößerung
der sich in reibschlüssiger Verbindung befindenden
Flächen, übertragen werden.
Nachfolgend soll die Erfindung an Ausführungsbeispie
len näher beschrieben werden.
Dabei zeigt die einzige Figur mehrere Möglichkeiten
für die Ausbildung einer erfindungsgemäßen Schleif
scheibe.
In der Figur sind dabei mehrere Möglichkeiten für
Konturierungen, die erfindungsgemäß verwendet werden
können, dargestellt.
An der Schleifscheibe 1 sind oberhalb der Drehachse A
Konturierungen als Stege 2 und 2' dargestellt, wobei
der Steg 2 rechts von der Mittelachse B der Schleif
scheibe 1 nahezu symmetrisch mit einem rechteckigen
oder quadratischem Querschnitt ausgebildet ist, der
zumindest bei spanender Herstellung des entsprechen
den Grundkörpers einer Schleifscheibe 1 kostengünsti
ger hergestellt werden kann, als dies für den links
von der Mittelachse B dargestellten Steg 2' mit zu
mindest einer abgeschrägten oder balligen Anlageflä
che für ein Zentrierelement der Fall ist. Bei dem
gezeigten Beispiel ist die radial innenliegende An
lagefläche des Steges 2' abgeschrägt, es besteht aber
auch die Möglichkeit, die radial außen liegende An
lagefläche dieses Steges oder auch beide Anlageflä
chen abgeschrägt oder ballig auszuführen.
Unterhalb der Drehachse A sind Konturierungen in Form
von Nuten 3 und 3' dargestellt, wobei wiederum rechts
von der Mittelachse B der Schleifscheibe 1 eine Nut 3
mit rechteckigem bzw. quadratischem Querschnitt aus
gebildet ist und die auf der anderen Seite der Mit
telachse B dargestellte Nut 3' zumindest eine abge
schrägte Anlagefläche für ein nicht dargestelltes
Zentrierelement aufweisen sollte.
Die Ausbildung der Konturierung im radial äußeren
Bereich der Werkzeugaufnahmebohrung 4, die unterhalb
der Drehachse A in einfacher Form und oberhalb der
Drehachse A in abgeschrägter Form, wie dies aus DE 296 08 590
bekannt ist, ausgeführt worden ist, sollte
jedoch immer in bezug auf die Achsen A und B symme
trisch erfolgen, d. h. an einer Schleifscheibe 1 soll
ten Konturierungen in Form von Stegen 2 oder 2' oder
Nuten 3 oder 3' vorgesehen sein, um das Auswuchten
der Schleifscheibe 1 zu erleichtern.
Ähnlich wie die Nuten 3 oder 3' können auch Vertie
fungen oder Durchbrechungen, die sich jedoch paarwei
se gegenüberliegend angeordnet sein sollten, im
Grundkörper der Schleifscheibe ausgebildet sein, in
die entsprechend ausgeformte Bereiche der Zentrier
elemente eingreifen könnten.
Die Figur zeigt weiter verschiedene Möglichkeiten,
der Ausbildung, der Bearbeitungsbereiche 5 und 5'
einer erfindungsgemäßen Schleifscheibe, die die Hart
stoffe kubisches Bornitrid oder Diamant enthalten.
Claims (9)
1. Schleifscheibe zur Bearbeitung von Metallkreis
sägeblättern bei höheren Drehzahlen,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Grundkörper der Schleifscheibe (1) zu
mindest einseitig im radial äußeren Bereich ei
ner Werkzeugaufnahmebohrung (4) konturiert ist
und in die Konturierung(en) (2, 2', 3, 3') zu
mindest ein Zentrierelement formschlüssig ein
greift, wobei die Schleifscheibe (1) und ein
Zentrierelement an einer Werkzeugspindel einer
Schleifmaschine kraftschlüssig gehalten sind.
2. Schleifscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Konturierung (2, 2', 3, 3')
beidseitig an der Schleifscheibe (1) ausgebildet
ist.
3. Schleifscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Konturierung eine kreis
förmige im Grundkörper der Schleifscheibe (1)
eingearbeitete Nut (3, 3') ist.
4. Schleifscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Konturierung eine
flanschartige Erweiterung über die Dicke des
Grundkörpers der Schleifscheibe (1) ist, die
zumindest eine radial äußere Anlagefläche für
das/die Zentrierelement(e) hat.
5. Schleifscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Konturierung ein kreis
förmig umlaufender Steg (2, 2') ist.
6. Schleifscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die flanschartige
Erweiterung, die Nut (3') oder der Steg (2')
zumindest einseitig eine abgeschrägte Anlageflä
che aufweist, an der sich das/die Zentrierele
ment(e) abstützt/abstützen.
7. Schleifscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die flanschartige
Erweiterung, die Nut (3') oder der Steg (2')
zumindest einseitig eine ballige Anlagefläche
aufweist, an der sich das/die Zentrierelement(e)
abstützt/abstützen.
8. Schleifscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß im Grundkörper der Schleif
scheibe (1) mindestens zwei sich auf einer Achse
in radialer Richtung symmetrisch gegenüberlie
gende Durchbrechungen oder Vertiefungen ausge
bildet sind.
9. Schleifscheibe nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Vertiefungen oder Durch
brechungen sich nach außen konisch erweiternd
ausgebildet sind.
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