DE19719637C1 - Vorrichtung zum kontrollierten Zugeben von Flockungsflüssigkeit zu Klärschlamm - Google Patents
Vorrichtung zum kontrollierten Zugeben von Flockungsflüssigkeit zu KlärschlammInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontrollierten Zugeben von Floc
kungsflüssigkeit zu Klärschlamm, bei der eine die Flockungsflüssigkeit an einer
Impfstelle zugebende Einrichtung an einem den Klärschlamm fördernden Schlamm
rohr vorgesehen ist und die Einrichtung mit einer Flockungsflüssigkeit-Zufuhrlei
tung verbunden ist, bei der eine Meßapparatur zur Flockenkontrolle einer
Schlamm-Flockungsflüssigkeit-Mischung vorgesehen ist und einen Schlammzulauf
sowie einen Schlammablauf aufweist, bei der zunächst ein Mischen von Flockungs
flüssigkeit und Klärschlamm erfolgt und anschließend in der Meßapparatur ein Ab
warten einer Reaktionszeit der Mischung und dann die Flockenkontrolle erfolgt
und bei der die Meßapparatur eine Meßkammer und ein die Meßkammer durch
strahlendes Meßgerät zur Erfassung der Flockengröße aufweist.
Bei einer bekannten (DE-OS 44 42 418) Vorrichtung dieser Art wird mittels einer
Dosierpumpe die Flockungsflüssigkeit in das Schlammrohr gepumpt. In der Regel
strömt die Flockungsflüssigkeit durch einen Stutzen, der in das Innere des
Schlammrohrs ragt. In einer folgenden Hauptmischeinrichtung werden der Klär
schlamm und die Flockungsflüssigkeit miteinander gemischt. Die Meßapparatur ist
mit erheblichem Abstand vom Schlammrohr angeordnet und der Schlammzulauf ist
in eine lange Verbindungsleitung offen, die zu einer Stelle des Schlammrohrs führt,
die in Strömungsrichtung vor der Impfstelle liegt. Es werden Klärschlamm und
auch Flockungsflüssigkeit je für sich in die Meßapparatur eingebracht und dort ge
mischt. Die Mischung von Klärschlamm und Flockungsflüssigkeit erfolgt in der
Meßapparatur. Es wird eine Mischung gemessen, die eigens für die Messung erzeugt
ist, und es wird nicht die Mischung von Klärschlamm und Flockungsflüssigkeit
gemessen, die im Schlammrohr bzw. in der Großanlage erzeugt wird. Das Erzeugen
einer eigenen Mischung in der Meßapparatur ist mit zusätzlichem Aufwand ver
bunden.
Es ist eine Vorrichtung zum kontrollierten Zugeben von Flockungsflüssigkeit zu
Klärschlamm bekannt (DE-OS 40 29 824), bei der eine die Flockungsflüssigkeit an
einer Impfstelle zugebende Einrichtung an einem den Klärschlamm fördernden
Schlammrohr vorgesehen ist und die Einrichtung mit einer Flockungsflüssig
keit-Zufuhrleitung verbunden ist. Dabei ist vorgesehen, daß die die Flockungsflüssigkeit
zugebende Einrichtung ein an der Impfstelle in dem Schlammrohr angeordneter,
die Flockungsflüssigkeit zumischender Verteilerkopf ist, der mittels eines Antriebs
drehbar ist, die Flockungsflüssigkeit zumischt und entlang einem um die Drehachse
herumverlaufenden Umfang verteilt Flock-Auslässe und Mischflügel aufweist. Je
doch ist bei dieser bekannten Vorrichtung keine Meßapparatur zur Flockenkon
trolle vorgesehen und sind keine Gestaltungen vorgesehen, die das Erzeugen einer
eigenen Mischung von Flockungsflüssigkeit und Klärschlamm in einer Meßappa
ratur überflüssig machen.
Eine Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, bei der der Meßapparatur eine Mischung von Flockungsflüssigkeit
und Klärschlamm zugeführt wird. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist, diese
Aufgabe lösend, dadurch gekennzeichnet, daß die die Flockungsflüssigkeit zugeben
de Einrichtung ein an der Impfstelle in dem Schlammrohr angeordneter, die
Flockungsflüssigkeit zumischender Verteilerkopf ist, der mittels eines Antriebs
drehbar ist, die Flockungsflüssigkeit zumischt und entlang einem um die Drehachse
herumverlaufenden Umfang verteilt Flock-Auslässe und Mischflügel aufweist, und
daß der Schlammzulauf der Meßapparatur mit dem Schlammrohr bei oder nach der
Impfstelle verbunden ist, wobei die Mischung von Flockungsflüssigkeit und Klär
schlamm von der Impfstelle in die Meßapparatur fließt.
Wie sich feststellen läßt, ist bei der Verwendung des hier zur Rede stehenden Ver
teilerkopfes die Verteilung der Flockungsflüssigkeit im Klärschlamm bereits an der
Impfstelle so, daß eine Meßmenge der Mischung ohne weiteren Mischvorgang von
dem Schlammrohr in die Meßapparatur übergeleitet werden kann. In der Meß
apparatur verbleibt diese Meßmenge bis nach der erforderlichen Reaktionszeit die
Flockenbildung erfolgt ist und die Flocken gemessen sind. Wenn die Meßmenge
mit Abstand von der Impfstelle aus dem Schlammrohr abgezweigt wird, ist der auf
die Meßapparatur entfallende Anteil der Reaktionszeit verkürzt. Wesentlich ist,
daß einerseits das für den Meßvorgang erforderliche Mischen in Verbindung mit
dem Mischen in der Großanlage erfolgt und andererseits eine ruhende Mischung in
einer gesonderten Meßapparatur gemessen wird.
Wenn die Strömungsgeschwindigkeit des Klärschlamms ausreichend langsam ist,
kann die Mischung von Flockungsflüssigkeit und Klärschlamm unmittelbar bei der
Impfstelle vom Schlammrohr abgeleitet werden. Wenn die Strömungsgeschwindig
keit des Klärschlamms größer bzw. schneller ist, wird die Mischung in Strömungs
richtung nach der Impfstelle vom Schlammrohr abgeleitet. In der Regel ist es ange
bracht, die Meßapparatur unmittelbar an der Mischungs-Ableitstelle an das
Schlammrohr zu setzen, um lange, leicht verschmutzende Verbindungsleitungen
zwischen der Ableitstelle und der Meßapparatur zu vermeiden. Falls die Meß
apparatur ein mittels Antriebs zu bewegendes Organ aufweist, ist die Meßapparatur
z. B. mit einem eigenen Antrieb ausgerüstet.
Wenn die Strömungsgeschwindigkeit des Klärschlamms an sich im Schlammrohr
größer bzw. schneller ist, ist es machbar, daß an der Impfstelle eine Staustufe gebil
det ist, indem das Schlammrohr in Strömungsrichtung nach der Impfstelle mit einer
rundumverlaufenden Einschnürung versehen ist. Aufgrund dieser Staustufe kann
sich die Mischung an der Impfstelle soweit ausbilden, daß sie von der Impfstelle un
mittelbar in die Meßapparatur ableitbar ist.
Es ist bevorzugt, ein anzutreibendes bewegliches Organ der Meßapparatur vom
Verteilerkopf her anzutreiben. Wenn die Meßapparatur mit Abstand vom Vertei
lerkopf angeordnet ist, läßt sich zwischen dem Verteilerkopf und der Meßapparatur
ein diesen Abstand überbrückendes Getriebe vorsehen. Z.B. durchdringt eine Ver
teilerwelle des Verteilerkopfes das Schlammrohr nach außen und ist dort über das
abstandüberbrückende Getriebe mit einer Welle des drehbaren Organs der Meß
apparatur verbunden.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn der den Verteilerkopf aufneh
mende Bereich des Schlammrohrs ein selbständiges Rohrstück ist und wenn die
Meßapparatur an dem selbständigen Rohrstück angebracht ist. Es läßt sich die er
findungsgemäße Vorrichtung als Baueinheit fertigen und diese Baueinheit in das
Schlammrohr einsetzen. Der Verteilerkopf und die Meßapparatur lassen sich ver
bessert aufeinander abstimmen. Eine nachträgliche Montage der Meßapparatur an
das bereits verlegte Schlammrohr entfällt.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es auch, wenn die Meßapparatur am
Schlammrohr sitzt und der Schlammzulauf unmittelbar zum Schlammrohr hin
offen ist. Eine Verbindungsleitung zwischen Schlammrohr und Meßapparatur ist
entfallen. Die zu messende Mischung gelangt auf kürzestem Weg von der Impfstelle
in die Meßapparatur.
Grundsätzlich lassen sich im Rahmen der erfindungsgemäßen Vorrichtung an sich
bekannte (DE-OS 44 42 418, ältere Patentanmeldung 196 41 535.7) Misch- und
Meßeinrichtungen als Meßapparatur verwenden, wobei diese um die dem Mischen
dienenden Gestaltungen vereinfacht sind. Da im Rahmen der Erfindung die Meß
apparatur keine mischende Funktion mehr hat, läßt sie sich ihren verbleibenden
Funktionen verbessert anpassen.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es somit, wenn in der Meßkammer ein
angetriebenes Kolbenmittel hin- und herbewegbar ist. Die zu messende Mischung
dringt unter dem im Schlammrohr herrschenden Druck in die Meßkammer ein,
wobei das Kolbenmittel sich so bewegt, daß Platz geschaffen wird. Wenn die Mes
sung erfolgt ist, wird das Kolbenmittel so bewegt, daß es die in der Meßkammer
vorhandene Mischungsmenge aus der Meßkammer verdrängt.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es ebenso, wenn auch der Schlammablauf
mit dem Schlammrohr verbunden ist. Die in der Meßkammer gemessene bzw. ver
brauchte Menge an Mischung wird also nicht in die Kanalisation geleitet, sondern
wieder in das Schlammrohr gebracht, da in dem Schlammrohr nach der Impfstelle
konditionierter Klärschlamm gefördert wird. Konstruktiv einfach wird die Gestal
tung, wenn Schlammzulauf und Schlammablauf identisch sind und die durch eine
Öffnung in die Meßkammer geströmte Mischung mittels des Kolbens durch eben
diese Öffnung wieder verdrängt wird.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es dabei, wenn das Kolbenmittel an den
Wandungen der Meßkammer als reinigender Schieber gestaltet elastisch drückend
anliegt. Die Reinigung der Meßkammer-Wandungen erfolgt ausschließlich durch
den Kolben und eine Reinigung durch Spülwasser ist entfallen.
Eine besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung liegt
vor, wenn die Meßkammer gebogen gestaltet zwischen einem ersten Schlammzu
lauf/Schlammablauf und einem zweiten Schlammzulauf/Schlammablauf vorgesehen
ist und das Kolbenmittel als Drehkolben zwischen den beiden Schlammzuläufen/
Schlammabläufen bewegbar ist. Während das Kolbenmittel eine Meßmenge an
Mischung aus der Meßkammer hinausschiebt, macht es Platz für eine einströmende
zweite Meßmenge an Mischung.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es dabei, wenn der Verteilerkopf eine
Verteilerwelle bildet und wenn die Verteilerwelle das Schlammrohr nach außen
durchdringt und mit der Welle eines Drehkolbens über eine steuerbare Kupplung
verbunden ist. Der Antrieb der Meßapparatur wird also vom Antrieb des Vertei
lerkopfes abgeleitet, was die Bauweise und die Betriebsweise der Vorrichtung kon
struktiv vereinfacht.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es dabei weiterhin, wenn der Antrieb des
Verteilerkopfes reversierend betrieben ist, der Drehkolben zwischen zwei Steueran
schlägen hin- und herbewegbar ist und die Kupplung eine Rutschkupplung ist.
Hierdurch sind die Bauweise und die Betriebsweise der Meßapparatur, insbesondere
der vorher geschilderten Baueinheit, weiter vereinfacht.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung setzt sich das Schlammrohr ab der Impf
stelle U-förmig fort, wobei der eine U-Schenkel den Verteilerkopf aufnimmt und
der andere U-Schenkel mit der Meßapparatur bestückt ist, die die Mischung unmit
telbar entnimmt. Die Welle des Verteilerkopfes und die Welle eines beweglichen
Organs der Meßapparatur sind koaxial angeordnet und unmittelbar miteinander
steuerbar gekuppelt. Bei dieser Ausführungsform ist die Meßapparatur strömungs
mäßig mit Abstand von der Impfstelle angeordnet und antriebsmäßig dem Vertei
lerkopf nebengeordnet.
Eine zweite Aufgabe der Erfindung ist es auch, eine Vorrichtung der eingangs ge
nannten Art zu schaffen, mit der eine bessere Einmischung der Flockungsflüssigkeit
in den Klärschlamm erreichbar ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist, diese
Aufgabe lösend, dadurch gekennzeichnet, daß die Flock-Auslässe Schlitze und die
Mischflügel Streifen sind, die jeweils quer zur Rotationsebene gerichtet und min
destens die halbe Breite der Klärschlamm-Strömung lang sind.
Aufgrund der Gestaltung des Verteilerkopfs der erfindungsgemäßen Vorrichtung
wird eine verbesserte Einmischung und Verteilung der Flockungsflüssigkeit in den
Klärschlamm erreicht. Die Flockungsflüssigkeit wird aus jedem Schlitz in Form
eines breiten Streifens abgegeben, in den der - wegen der Rotation - nachfolgende
Mischflügel eintaucht, der entlang seiner Randkante die Flockungsflüssigkeit wie
einen Schleierstreifen durch den Klärschlamm hinter sich her zieht. Die Flockungs
flüssigkeit gelangt durch den Schlitz wie ein ununterbrochener Schwall in den
Schlamm und die Schlitze und Streifen sind in Rotationsrichtung hintereinander
angeordnet. Die Bemessung der Länge der Schlitze und Flügel ist auf den Durch
messer der Strömung vor oder nach dem Verteilerkopf bezogen.
Die Erfindung läßt sich sowohl verwirklichen, wenn sich die Flockmittel-Schlitze
und die Mischflügel-Streifen im wesentlichen in Richtung der Klärschlamm-Strö
mung erstrecken, als auch verwirklichen, wenn sich die Flock-Schlitze und die
Mischflügel-Streifen im wesentlichen rechtwinkelig zur Klärschlamm-Strömung er
strecken. Es ist auch eine Ausführungsform denkbar, bei der die Drehachse des
Mischkopfs unter einem Winkel zur Klärschlamm-Strömung angeordnet ist. In der
Regel wird jedoch die Rotationsebene des Mischkopfs im wesentlichen in Richtung
der Klärschlamm-Strömung verlaufen.
Jeder Schlitz ist z. B. aus zwei oder mehr Schlitzstücken gebildet, die in einer Reihe
angeordnet sind. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn jeder Aus
laß-Schlitz über seine Länge durchgehend ist. Dies vermeidet Verstopfungen und uner
wünscht hohe Austrittsgeschwindigkeiten der Flockungsflüssigkeit.
Jeder Mischflügel-Streifen ist z. B. verteilt über seine Länge kammartig mit radialen
Einschnitten versehen. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es jedoch, wenn
jeder Mischflügel-Streifen über seine Länge durchgehend ist. Dies verbessert die
Festigkeit des Mischflügel-Streifens und verbessert die Mischwirkung.
Der Querschnitt jedes Auslaß-Schlitzes über dessen Länge kann sich ändern, um die
Menge der austretenden Flockungsflüssigkeit zu steuern. Besonders zweckmäßig
und vorteilhaft ist es dabei, wenn der Querschnitt jedes Auslaß-Schlitzes über des
sen Länge hin gesehen zur Mitte hin vergrößert ist. Diese Gestaltung ist ange
bracht, wenn die Schlitze quer zur Strömungsrichtung verlaufen, weil in der Mitte
des Schlammrohrs mehr Schlamm vorhanden ist als seitlich. Bei gleichmäßiger
Schlitzbreite wird eine gleichmäßige Abgabe von Flockungsflüssigkeit im Klär
schlamm erreicht.
Die Schlitze, die der Auslaß für die Flockungsflüssigkeit sind, weisen z. B. eine
Breite von 7-9 mm auf. Sie werden um so breiter sein, je mehr Flockungsflüssig
keit pro Zeiteinheit auszulassen ist, und um so schmaler sein, je weniger Flockungs
flüssigkeit pro Zeiteinheit auszulassen ist.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es ebenso, wenn jeder Mischflügel-Strei
fen mit seiner Randkante zur Innenkontur des Schlammrohrs unter Freilassung
eines Spalts, bereichsweise annähernd parallel, verlaufend ausgebildet ist. Ein in ra
dialer Richtung langer Mischflügel-Streifen verbessert die Einmischwirkung. Jedoch
muß zwischen dem Mischflügel und dem Schlammrohr stets ein Spalt bleiben, der
so groß ist, daß im Schlamm vorhandene Steinstücke passieren können. Dieser
Spalt ist groß und besonders wichtig, wenn die Mischflügel-Streifen quer zur Strö
mung verlaufen. Wenn die Mischflügel-Streifen quer zur Strömung verlaufen, wird
der Spalt vorzugsweise in Richtung der Drehachse schmaler gehalten als in Rich
tung quer zur Drehachse.
Eine besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung liegt
vor, wenn der Antrieb des Verteilerkopfs drehrichtungsänderbar ist. Bei der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung sind die Mischflügel in Relation zum Querschnitt des
Schlammrohrs relativ groß bzw. ausladend und ist somit bei dauernd gleicher Dreh
richtung des Verteilerkopfs die Gefahr der Verstopfung durch Hartstoffstücke und
der Anhäufung von Fasern bzw. Fadenstücken gegeben. Solche Verstopfungen und
Anhäufungen werden durch wechselweises Drehen verhindert.
Es können zwischen zwei Mischflügeln z. B. zwei Flock-Auslässe vorgesehen sein.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es jedoch, wenn sich in Rotationsrich
tung gesehen jeweils ein Auslaß-Schlitz und ein Mischflügel-Streifen abwechseln.
Auch dies verbessert die Einmischwirkung. In Rotationsrichtung gesehen sind um
den Verteilerkopf herum zwei oder mehr Auslaß-Schlitze und zwei oder mehr
Mischflügel-Streifen vorgesehen.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es noch, wenn der Innenquerschnitt des
Schlammrohrs im Bereich des Verteilerkopfs gleich dem sonstigen Innenquerschnitt
des Schlammrohrs ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung verzichtet also auf eine
Verengung des Schlammrohrs und die damit verbundene Erhöhung der Strömungs
geschwindigkeit des Klärschlamms. Der Verteilerkopf stellt bereits eine erhebliche
Verengung des dem Klärschlamm zur Verfügung stehenden Querschnitts dar.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn der Verteilerkopf als zylindri
sches Rohrstück ausgebildet ist und/oder wenn der Außendurchmesser des Vertei
lerkopfs mindestens das 0,4-fache des Innendurchmessers des Schlammrohrs ist.
Dies vereinfacht die Bauweise und verbessert die Festigkeit des Verteilerkopfs, wo
bei die Gestaltung der Auslaß-Schlitze und der Mischflügel-Streifen erhöhte Anfor
derungen an die Festigkeit des Verteilerkopfs stellen.
Eine besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung liegt
ebenfalls vor, wenn der Verteilerkopf in ein drehbar gelagertes Kuppelrohr über
geht, das von dem Schlammrohr wegragt, an dem der Antrieb drehend angreift und
an das die Flockungsflüssigkeit-Zufuhrleitung anschließt, und wenn das Kuppelrohr
mit Zutrittsöffnungen versehen in einer Kuppelkammer drehbar ist, in die die
Flockungsflüssigkeit-Zufuhrleitung mündet. Diese Art der Ankupplung der
Flockungsflüssigkeit an den rotierenden Verteilerkopf ermöglicht es, dem Kuppel
rohr und dessen Lagerung mit einfachen Mitteln erhöhte Festigkeit zu geben. Dies
ist wegen des "steinbrechenden" Zusammenwirkens der Mischflügel-Streifen und
des Schlammrohrs bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung angebracht.
Für eine befriedigende Abgabe von Flockungsflüssigkeit durch die Auslaß-Schlitze
sind die der Flockungsflüssigkeit zur Verfügung stehenden Strömungsquerschnitte
wichtig. Für eine Ausführungsform der Erfindung gilt: Alle Auslaß-Schlitze zu
sammen haben einen Strömungsquerschnitt, der kleiner ist als die vorhergehenden
Strömungsquerschnitte der Flockungsflüssigkeit. Der gesamte Strömungsquer
schnitt der Zutrittsöffnungen ist nicht kleiner als der Strömungsquerschnitt in der
Zufuhrleitung und im Kuppelrohr. Die Strömungsquerschnitte im Verteilerkopf
und Kuppelrohr sind gleich. Die das Kuppelrohr in der dichten Kuppelkammer
aufweisende Bauweise gibt die Möglichkeit, Strömungsquerschnitte der Flockungs
flüssigkeit zu optimieren.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn in der Flockungsflüssig
keit-Zufuhrleitung ein Rückschlagventil angeordnet ist. Wenn die Flockungsflüssigkeit
vor dem Rückschlagventil nicht unter Druck steht, z. B. bei Stillstand der
Flockungsflüssigkeitpumpe, kann kein Klärschlamm in die Auslaß-Schlitze ein
dringen. Die Dichtungen und Drehlager in der Kuppelkammer bleiben auch dann
von Flockungsflüssigkeit befeuchtet, wenn die Flockungsflüssigkeit nicht mehr von
der Flockungsflüssigkeitpumpe her unter Druck steht.
Eine besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung liegt
vor, wenn der Verteilerkopf mit einer Drehzahl von 700-2.500 min-1, vorzugs
weise 1000-2000 min-1 betrieben ist. Bei diesen relativ hohen Drehzahlen tritt
die angestrebte verbesserte Einmischung und Verteilung der Flockungsflüssigkeit in
den Klärschlamm merklich ein. Bei zu niedrigen Drehzahlen, z. B. unter 500
U/min, bricht der Schleierstreifen bzw. Schwall von Flockungsflüssigkeit ab. Allzu
hohe Drehzahlen verlangen einen zu hohen Aufwand, um die angestrebte Wirkung
zu erreichen.
Bei einer bekannten (DE-OS 40 29 824) Anwendung der Vorrichtung der eingangs
genannten Art liegt die Flockungsflüssigkeit als Flockmittel vor, das sich in einem
Vorratsbehälter befindet. Es ist weiterhin bekannt (DE-OS 39 01 292), einen in
Flüssig- oder Pulverform vorliegenden Flockmittel-Wirkstoff mit Frischwasser zu
einer etwa 1%igen Flockmittel-Stammlösung zu mischen. Die Flockmittel-Stamm
lösung wird in einer Ansatzstation je nach grundsätzlicher Art des Klärschlamms
mit 4-10 Raumteilen Zusatzwasser vermischt, um das Flockmittel zu erhalten, das
eine sogenannte Gebrauchslösung ist. Dieses Flockmittel wird in einer Menge von
18-20% des Klärschlamms dem Klärschlamm zugegeben, d. h. es werden auf 100 T
Klärschlamm ca. 20 T Flockungsflüssigkeit in Form von Flockmittel zugegeben.
Bei dem mit dem Flockmittel versetzten Klärschlamm, d. h. bei dem konditionier
ten Klärschlamm ist also 1/6 der Flüssigkeit durch zusätzlich zugegebene Floc
kungsflüssigkeit gegeben.
Bei der bekannten Anwendung wird für die zugabegerechte Aufbereitung des
Flockmittel-Wirkstoffs viel Wasser verwendet, das teuer ist. Für die Aufbereitung
ist außer der Einrichtung zum Ansetzen der Stammlösung auch die Einrichtung zur
Erzeugung der Gebrauchslösung nötig, die ein zusätzlicher Aufwand ist und deren
Betrieb ein zusätzlicher Aufwand ist. Das Flockmittel und dessen Wasser werden
gepumpt, bis sie mit dem Klärschlamm vermischt sind, und dieses Pumpen kostet
Energie. Der Wasseranteil des Flockmittels muß mit dem Klärschlamm zum Filter
pressen gepumpt werden, durch die Filterpressen hindurchgedrückt werden und
abschließend wieder gereinigt werden. Bei der bekannten Anwendung sind also mit
dem Wasser der Flockungsflüssigkeit erhebliche zusätzliche Aufwendungen verbun
den.
Eine dritte Aufgabe der Erfindung ist es somit, eine Anwendung der vorliegenden
Art zu schaffen, bei der die mit der Flockungsflüssigkeit bzw. deren Wasseranteil
verbundenen Aufwendungen erheblich vermindert sind. Die Erfindung besteht un
ter Lösung dieser Aufgabe in einer Anwendung der eingangs genannten Art, die
dadurch gekennzeichnet ist, daß die vorliegende erfindungsgemäße Vorrichtung
vorgesehen bzw. eingesetzt ist und daß die Flockungsflüssigkeit mit maximal 3 T
auf 100 T Klärschlamm vorgesehen ist.
Bei Benutzung des Verteilerkopfes der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist festge
stellt worden, daß man den Wasseranteil der Flockungsflüssigkeit vermindern
kann, ohne die Wirksamkeit der beigemischten Flockungsflüssigkeit im Klär
schlamm zu vermindern. Während bei der bekannten Beimischung zur Erreichung
einer bestimmten Wirksamkeit mit einer bestimmten Wirkstoffmenge ein hoher
Wasseranteil nötig ist, ist dies bei Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung
nicht nötig. Der Wasseranteil der Flockungsflüssigkeit läßt sich ganz erheblich sen
ken, so daß die mit diesem Wasseranteil verbundenen Aufwendungen entsprechend
vermindert sind. Es wird weniger Wasser benötigt, ist weniger Wasser zu pumpen
und ist weniger Wasser zu reinigen.
Für die aufgrund der Erfindung verbesserte Wirksamkeit kann folgende Erklärung,
ohne Anspruch auf Richtigkeit, unterstellt werden: Die besondere Gestaltung der
Mischflügel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zerschlägt in einem erhöhten Aus
maß die Schlammteilchen des Klärschlamms und die entstehenden Bruchstücke bil
den frische offene Bruchflächen. Die besondere Form der Flock-Auslässe gibt die
Flockungsflüssigkeit als großflächigen Schleier ab, der nahezu jegliche frische
offene Bruchfläche überdeckt, so daß die Vermischung von Klärschlamm und
Flockungsflüssigkeit intensiviert ist. Die Flockungsflüssigkeit wird bei der Erfin
dung bereits ausreichend fein verteilt eingemischt, so daß es nicht nötig ist, den
Wirkstoff vorab in einer großen Wassermenge, d. h. in einem großen Wasseranteil
der Flockungsflüssigkeit fein zu verteilen.
Bisher wird in der Regel mit einer 1%igen Flockmittel-Stammlösung gearbeitet, bei
der 1 Gew.T Flockmittel-Wirkstoff mit 100 Gew.T Wasser vermischt sind. Auch
im Rahmen der Erfindung kann mit einer 1%igen Flockmittel-Stammlösung gear
beitet werden. Eine besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Anwendung ist also, daß die Flockungsflüssigkeit eine Stamm
lösung ist, bei der der Wirkstoff also in nur einem Arbeitsgang mit Wasser ver
mischt ist. Bei dieser Ausführungsform ist also eine zusätzliche Ansatzstation für
ein weiteres verdünnendes Vermischen mit Wasser entfallen. Bei dieser Ausfüh
rungsform ist bevorzugt nur maximal 1 T Flockungsflüssigkeit auf 100 T Klär
schlamm vorgesehen. Der Wasseranteil der Flockungsflüssigkeit ist auf diejenige
Wassermenge reduziert, die zum Lösen des Wirkstoffs nötig ist. Mit Teilen (T) sind
hier Raumteile gemeint.
In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dargestellt
und zeigt
Fig. 1 schematisch eine Draufsicht mit Aufbrüchen einer Vorrichtung zum kon
trollierten Zugeben von Flockungsflüssigkeit zu Klärschlamm,
Fig. 2 einen Schnitt gemäß Linie II-II in Fig. 1, in einem gegenüber Fig. 1 ver
größerten Maßstab,
Fig. 3 eine Vorderansicht mit geschnittenen Bereichen einer Meßapparatur der Vor
richtung gemäß Fig. 1, etwa in einem Schnitt gemäß Linie III-III in Fig. 5, in
einem gegenüber Fig. 1 vergrößerten Maßstab,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Meßapparatur gemäß Fig. 3 und
Fig. 5 die Meßapparatur gemäß Fig. 3 an einem Schlammrohr mit Kupplung an ei
nem Verteilerkopf, in einem Schnitt gemäß Linie V-V in Fig. 3.
Die Vorrichtung gemäß Zeichnung ist gemäß Fig. 1 an einem Schlammrohr 1 vor
gesehen, in dem eine Klärschlamm-Strömung gemäß einem Pfeil 2 fließt. Die Vor
richtung ist mittels eines länglichen Flansches 3 an dem Schlammrohr 1 angebracht
und weist außerhalb des Schlammrohrs eine von dem Flansch 3 wegragende Kup
pelkammer 4 auf. Aus der Kuppelkammer 4 ragt in das Schlammrohr 1 ein Vertei
lerkopf 6, der mittels eines Antriebs 7 drehbar ist, der am anderen Ende der
Kuppelkammer 4 angebracht ist und als Elektromotor ausgebildet ist. An der Kuppel
kammer 4 mündet bei 12 eine Flockungsflüssigkeit-Zufuhrleitung 8, in der eine Do
sierpumpe 38 und ein Rückschlagventil 9 sitzen. Der Verteilerkopf 6 bildet Aus
laß-Schlitze 10 und trägt Mischflügel-Streifen 11. Auf der dem Flansch 3, der Kuppel
kammer 4 und dem Antrieb 7 gegenüberliegenden Seite des Schlammrohrs 1 ist an
diesem eine Meßapparatur 21 befestigt.
Eine vom Antrieb 7 her kommende Wellenverlängerung 13 trägt gemäß Fig. 2 über
eine Buchse 14 ein Kuppelrohr 15 und in der Stirnwand der Kuppelkammer 4 ist
eine Gleitringdichtung 16 vorgesehen, die die Wellenverlängerung 13 umfaßt. Das
Kuppelrohr 15 weist längliche Zutrittsöffnungen 17 auf, über die Flockungsflüssig
keit aus der Kuppelkammer in das Kuppelrohr gelangt. Das Kuppelrohr 15 dringt
durch eine im Flansch 3 sitzende Gleitlagerbuchse 5 in das Schlammrohr 4 und geht
dort materialeinheitlich in den Verteilerkopf 6 über, der rohrartig ausgebildet ist.
Dem Verteilerkopf 6 ist eine gestrichelt angedeutete Rotationsebene 18 zugeordnet.
Jeder Mischflügel 11 bildet eine kreisbogenartig gekrümmte Randkante 19, die, bei
entsprechender Stellung des Flügels, einen Spalt 20 zum Schlammrohr 1 hin be
grenzt, das im Querschnitt kreisrund ist. Das Kuppelrohr 15 ist am Verteilerkopf 6
durch einen Deckel 22 abgeschlossen und setzt sich mit einem Verlängerungsstück
23 durch das Schlammrohr 1 hindurch fort, wobei es in der Rohrwandung von
einer Gleitlagerbuchse 24 aufgenommen ist.
Das Verlängerungsstück 23 führt zu der Meßapparatur 21, die in Fig. 3-5 mit mehr
Einzelheiten gezeigt ist. Die Meßapparatur 21 umfaßt ein Gehäuse 25, das eine
Meßkammer 26 begrenzt, der ein Meßgerät zugeordnet ist. Das Meßgerät besteht
im wesentlichen aus einem Lichtsender 27 und einem Empfänger 28 und ist an sich
bekannt, z. B. durch die DE-OS 44 42 418. Die Meßkammer 26 ist im wesentlichen
wie eine dicke halbkreisförmige Scheibe gestaltet und weist beiderseits ihrer
Mittelachse je einen Schlammzulauf/Schlammablauf 29 auf, der zu der einen Seite
der Meßapparatur hingerichtet ist und in einen Stutzen 30 übergeht, der in einen
Durchbruch 31 des Schlammrohrs 1 passend eingreift.
Das aus dem Schlammrohr 1 herausragende Verlängerungsstück 23 ist an einem
Teil einer Kupplung 32 befestigt, das in einem Wandungsbereich 33 des Gehäuses
25 drehbar ist und gegenüber dieser mittels einer Gleitlagerbuchse abgedichtet ist.
Das andere Teil sitzt an einer Welle 34, die in einer Gleitlagerbuchse drehbar ist,
die in dem Wandungsbereich 33 sitzt. Die Welle 34 ragt in die Meßkammer 26 und
trägt einen flügelartigen Drehkolben 36, der in Fig. 5 punktiert in einer nicht kor
rekten Stellung angedeutet ist. Die beiden Teile der Kupplung 32 sind Permanent
magneten, die einander anziehen und gegeneinander drehbar sind und so eine
Rutschkupplung bilden. Jedem Schlammzulauf/Schlammablauf 29 ist in der Meß
kammer 26 ein Steueranschlag 35 zugeordnet, gegen den sich der Drehkolben 36
legt, bevor er den Schlammzulauf/Schlammablauf überstreichen kann.
Der Antrieb 7 arbeitet mit periodisch wechselnder Drehrichtung und somit dreht
sich auch das Verlängerungsstück 23 mit periodisch wechselnder Drehrichtung. Bei
jedem Drehrichtungswechsel nimmt das Verlängerungsstück 23 über die Reibung
bzw. Haftung der Rutschkupplung 32 die Welle 34 mit. Der Drehkolben 36 wan
dert von dem einen Steueranschlag 35 zu dem anderen, wo er samt der Welle 34 an
gehalten wird, so daß sich das Verlängerungsstück 23 gegen die Reibung bzw. Haf
tung der Rutschkupplung weiterbewegt. Zu der Meßapparatur 21 gehört eine nicht
gezeigte Steuereinheit mit Rechner, die den Meßvorgang steuert und aufgrund des
Meßvorgangs die Dosierpumpe 38 für die Flockungsflüssigkeit und den Antrieb 7
des Verteilerkopfes 6 steuert; eine nicht gezeigte Schlammpumpe für den Klär
schlamm im Schlammrohr 1 wird von anderen Größen her gesteuert. Es ist eine
Baueinheit vorhanden, indem ein mit Flanschen 37 versehenes selbständiges Rohr
stück des Schlammrohrs 1 mit der Meßapparatur 21 versehen ist, den Verteiler
kopf 6 aufnimmt, mit der Kuppelkammer 4 und dem Antrieb 7 versehen ist und
einen Anschluß für die Flockungsflüssigkeit-Zufuhrleitung 8 aufweist; der Bauein
heit sind auch die Dosierpumpe 38 und das Rückschlagventil 9
zugeordnet.
Claims (23)
1. Vorrichtung zum kontrollierten Zugeben von Flockungsflüssigkeit zu Klär
schlamm,
bei der eine die Flockungsflüssigkeit an einer Impfstelle zugebende Einrichtung
an einem den Klärschlamm fördernden Schlammrohr vorgesehen ist und die
Einrichtung mit einer Flockungsflüssigkeit-Zufuhrleitung verbunden ist,
bei der eine Meßapparatur zur Flockenkontrolle einer Schlamm-Flockungsflüs
sigkeit-Mischung vorgesehen ist und einen Schlammzulauf sowie einen
Schlammablauf aufweist,
bei der zunächst ein Mischen von Flockungsflüssigkeit und Klärschlamm er
folgt und anschließend in der Meßapparatur ein Abwarten einer Reaktionszeit
der Mischung und dann die Flockenkontrolle erfolgt und
bei der die Meßapparatur eine Meßkammer und ein die Meßkammer durch
strahlendes Meßgerät zur Erfassung der Flockengröße aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Flockungsflüssigkeit zugebende Einrichtung ein an der Impfstelle in
dem Schlammrohr (1) angeordneter, die Flockungsflüssigkeit zumischender
Verteilerkopf (6) ist,
der mittels eines Antriebs (7) drehbar ist, die Flockungsflüssigkeit zumischt
und entlang einem um die Drehachse herumverlaufenden Umfang verteilt
Flock-Auslässe (10) und Mischflügel (11) aufweist, und
daß der Schlammzulauf (29) der Meßapparatur (21) mit dem Schlammrohr (1)
bei oder nach der Impfstelle verbunden ist,
wobei die Mischung von Flockungsflüssigkeit und Klärschlamm von der Impf
stelle in die Meßapparatur (21) fließt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der der den Verteilerkopf aufnehmende Be
reich des Schlammrohrs ein selbständiges Rohrstück ist, dadurch gekennzeich
net, daß die Meßapparatur (21) an dem selbständigen Rohrstück angebracht ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Meß
apparatur (21) am Schlammrohr (1) sitzt und der Schlammzulauf (29) unmittel
bar zum Schlammrohr (1) hin offen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Meßkammer (26) ein angetriebenes Kolbenmittel (36) hin- und herbewegbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß auch der Schlammablauf (29) mit dem Schlammrohr (1) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Kolben
mittel (36) an den Wandungen der Meßkammer (26) als reinigender Schieber ge
staltet elastisch drückend anliegt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Meß
kammer (26) gebogen gestaltet zwischen einem ersten Schlammzu
lauf-Schlammablauf (29) und einem zweiten Schlammzulauf/Schlammablauf vorge
sehen ist und das Kolbenmittel (36) als Drehkolben zwischen den beiden
Schlammzuläufen/Schlammabläufen (29) bewegbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Verteiler
kopf eine Verteilerwelle bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilerwelle
(15) das Schlammrohr (1) nach außen durchdringt und mit der Welle (34) eines
Drehkolbens (36) über eine steuerbare (35) Kupplung (32) verbunden ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (7) des
Verteilerkopfes (6) reversierend betrieben ist, der Drehkolben (36) zwischen
zwei Steueranschlägen (35) hin- und herbewegbar ist und die Kupplung eine
Rutschkupplung ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der dem Vertei
lerkopf eine Rotationsebene zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flock-Auslässe (10) Schlitze und die Mischflügel (11) Streifen sind, die
jeweils quer zur Rotationsebene (18) gerichtet und mindestens die halbe Breite
der Klärschlamm-Strömung (2) lang sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Aus
laß-Schlitz (10) über seine Länge durchgehend ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Mischflügel-Streifen (11) über seine Länge durchgehend ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10, 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der
Querschnitt jedes Auslaß-Schlitzes (10) über dessen Länge hin gesehen zur
Mitte hin vergrößert ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Mischflügel-Streifen (11) mit seiner Randkante (19) zur Innenkontur des
Schlammrohrs (4) unter Freilassung eines Spalts (20), bereichsweise annähernd
parallel, verlaufend ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
der Antrieb (7) des Verteilerkopfs (6) drehrichtungsänderbar ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß
sich in Rotationsrichtung gesehen jeweils ein Auslaß-Schlitz (10) und ein
Mischflügel-Streifen (11) abwechseln.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
der Innenquerschnitt des Schlammrohrs (1) im Bereich des Verteilerkopfs (6)
gleich dem sonstigen Nennquerschnitt des Schlammrohrs (1) ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verteilerkopf (6) als zylindrisches Rohrstück ausgebildet ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß
der Außendurchmesser des Verteilerkopfs (6) mindestens das 0,4-fache des
Innendurchmessers des Schlammrohrs (1) ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 19, bei der der Verteilerkopf in
ein drehbar gelagertes Kuppelrohr übergeht, das von dem Schlammrohr weg
ragt, an dem der Antrieb drehend angreift und an das die Flockungsflüssigkeit
Zufuhrleitung anschließt, dadurch gekennzeichnet, daß das Kuppelrohr (15) mit
Zutrittsöffnungen (17) versehen in einer Kuppelkammer (4) drehbar ist, in die
die Flockungsflüssigkeit-Zufuhrleitung (8) mündet.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß
in der Flockungsflüssigkeit-Zufuhrleitung (8) ein Rückschlagventil (9) angeord
net ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verteilerkopf (6) mit einer Drehzahl von 700-2.500 min-1, vorzugsweise
von 1.000-2.000 min-1, betrieben ist.
23. Anwendung der Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
zum Einmischen einer Flockungsflüssigkeit,
die eine Mischung von Wirkstoff und Wasser ist und von der auf 100 T Klär
schlamm n Teile zugegeben werden, wobei die auf 100 T Klärschlamm zugege
bene Flockungsflüssigkeit eine nötige Wirkstoffmenge a enthält, und
die mit maximal 3 T auf 100 T Klärschlamm vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19719637A DE19719637C1 (de) | 1997-05-09 | 1997-05-09 | Vorrichtung zum kontrollierten Zugeben von Flockungsflüssigkeit zu Klärschlamm |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19719637A DE19719637C1 (de) | 1997-05-09 | 1997-05-09 | Vorrichtung zum kontrollierten Zugeben von Flockungsflüssigkeit zu Klärschlamm |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19719637C1 true DE19719637C1 (de) | 1998-07-09 |
Family
ID=7829114
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19719637A Expired - Fee Related DE19719637C1 (de) | 1997-05-09 | 1997-05-09 | Vorrichtung zum kontrollierten Zugeben von Flockungsflüssigkeit zu Klärschlamm |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19719637C1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10022901A1 (de) * | 2000-05-11 | 2001-11-22 | Netzsch Erich Holding | Mischvorrichtung zum Zuführen und Dosieren einer Flüssigkeit in eine Schlammsuspension |
| DE19917164B4 (de) * | 1999-04-16 | 2005-03-10 | Joachim Friedrich Knauer | Verfahren zur Messung des Konditionierungszustands einer Schlamm-Flockmittel-Mischung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
| DE102007012086A1 (de) | 2007-03-13 | 2008-09-18 | Reichmann-Schurr, geb. Wenzler, Margot | Verfahren zur Behandlung von Überschussschlamm in einer Kläranlage |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4029824A1 (de) * | 1990-09-20 | 1992-03-26 | Passavant Werke | Vorrichtung zum einmischen einer fluessigkeit in eine fluessigkeitsstroemung in einer rohrleitung |
| DE4442418A1 (de) * | 1994-11-29 | 1996-05-30 | Joachim Friedrich Knauer | Vorrichtung zur Steuerung der Flockungsmittelzugabe zu einem wäßrigen Schlamm |
-
1997
- 1997-05-09 DE DE19719637A patent/DE19719637C1/de not_active Expired - Fee Related
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| DE10014846B4 (de) * | 1999-04-16 | 2010-11-25 | J. F. Knauer Industrie-Elektronik Gmbh | Vorrichtung zur Messung des Konditionierzustandes einer Schlamm/Flockmittel-Mischung |
| DE10022901A1 (de) * | 2000-05-11 | 2001-11-22 | Netzsch Erich Holding | Mischvorrichtung zum Zuführen und Dosieren einer Flüssigkeit in eine Schlammsuspension |
| DE10022901C2 (de) * | 2000-05-11 | 2002-03-21 | Netzsch Erich Holding | Mischvorrichtung zum Zuführen und Dosieren einer Flüssigkeit in eine Schlammsuspension |
| DE102007012086A1 (de) | 2007-03-13 | 2008-09-18 | Reichmann-Schurr, geb. Wenzler, Margot | Verfahren zur Behandlung von Überschussschlamm in einer Kläranlage |
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