DE19718163A1 - Gelenkige Druckleitung - Google Patents
Gelenkige DruckleitungInfo
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- B63G8/40—Rescue equipment for personnel
-
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neuartiges Verfahren
sowie eine neuartige Vorrichtung zum Verbinden von (Was
ser-) Fahrzeugen. Insbesondere betrifft die Erfindung ein
neuartiges Verfahren sowie eine neuartige Vorrichtung zum
Verbinden von (Wasser-) Fahrzeugen, die unter gleichem oder
unterschiedlichem Druck stehen oder von gleichem oder un
terschiedlichem Druck umgeben sind, um einen Transport zwi
schen den miteinander verbundenen Fahrzeugen zuzulassen.
Ein Problem, das häufig unter Wasser oder im Weltraum auf
tritt, ist das Verbinden von Fahrzeugen, die unter gleichem
oder unterschiedlichem Innendruck stehen oder gleichen oder
unterschiedlichem Außendruck ausgesetzt sind. Bspw. ist es
eine echte Herausforderung, wenn versucht wird, in tiefem
Wasser ein Rettungsfahrzeug an ein havariertes Tauchfahr
zeug anzuschließen. Das Tauchfahrzeug liegt dabei oft nicht
waage- oder aufrecht und es ist schwierig oder unmöglich,
ein Rettungsfahrzeug an seinen Notausstieg anzuschließen,
damit die Besatzung des Tauchfahrzeugs in das Rettungsfahr
zeug umsteigen und an die Oberfläche gebracht werden kann.
Ein weiteres Problem tritt auf, will man eine Personen- oder
Unterhaltungskapsel unter Wasser an einen Erdöl-Bohr
lochkopf anschließen oder zwei oder mehr Druckbehälter im
Vakuum oder Fast-Vakuum des Weltraums oder in der oberen
Atmosphäre oder unter starken Druckdifferenzen oder bei ex
trem menschenfeindlichen Temperaturen miteinander verbin
den.
Eine Rettung aus einem Tauchfahrzeug stellt ein gutes Bei
spiel für die Probleme dar, die überwunden werden müssen.
Ein Tauchfahrzeug kann unter vielerlei Umständen seine Manövrierfähigkeit
so weit verlieren, daß es nicht mehr an
die Oberfläche zurückkehren kann. Für diesen Fall ist im
oberen Bereich seines Druckkörpers ein Notausstieg vorgese
hen, durch den die Besatzung in ein Rettungsfahrzeug - ein
Klein-Tauchfahrzeug oder eine Rettungsglocke - umsteigen
kann, um zur Oberfläche zurückzukehren. Die Rettungsvor
richtung ist unten mit einem Schacht versehen, der oft zy
lindrisch oder teilhalbkugelförmig ist und an der Außenkan
te eine verhältnismäßig weiche Polymerisat-Dichtung auf
weist.
Die US-PS 3 987 742 (erteilt am 26.10.1976) offenbart eine
typische Vorrichtung und ein Verfahren zum Bewältigen einer
Unterwasserrettung. Sie zeigt eine Luftschleuse mit einem
Dichtring, um ein Unterwasser-Rettungsfahrzeug an den Notan
stieg eines Tauchfahrzeugs anzudocken. Die Luftschleuse be
steht aus einer mit einem gewissen Spiel um den Notausstieg
und einen kugelgelenkartig gestalteten Mantelteil herum
befestigten Glocke. Das vorstehende Ende trägt den Dicht
ring. Das innere Ende des Kugelgelenk-Teils enthält eine
Nut, die den Ring aufnimmt und ihn dicht gegen die Glocke
abschließt. Der Innenrand des freien Endes der Glocke ent
hält eine entsprechende Nut mit einem Dichtring. Der Raum
zwischen dem kugelgelenkigen Teil der Glocke und den Dicht
ringen ist mit einem Gleitmittel gefüllt, das auf einem
Druck gehalten wird, der sich geringfügig vom hydrostati
schen Druck unterscheidet. Die konstante Differenz zwischen
den beiden Drücken wird so eingestellt, daß das scheinbare
Gewicht des beweglichen Mantels aufgehoben wird und in der
Glocke ein hydrostatischer Auftrieb entsteht.
Die meisten Rettungsvorrichtungen sind in Grenzen in der
Lage, in der Wassersäule eine andere als aufrechte Position
anzunehmen. Die begrenzte Abweichung der Haltung der Ret
tungsvorrichtung aus der Vertikalen heraus läßt sich durch
Verlagern von Ballastluft und -wasser, das Verlagern eines
Gewichts oder einen Schubstrahlimpuls erreichen. In jeder
Konfiguration bleibt unvermeidlich eine gewisse Fehlaus
richtung zwischen den Paßflächen der Rettungsvorrichtung
und des havarierten Tauchfahrzeugs erhalten. Wird der Aus
richtfehler zu groß, kann die Rettungsvorrichtung nicht
dicht an den Havaristen andocken. Die Gegen-Ansetzfläche am
Rettungsausstieg des Havaristen nimmt fast immer in mehr
als einer Ebene nicht genau den Sollwinkel ein; der Rumpf
des Havaristen liegt also an Bug und Heck nicht genau waa
gerecht und in Umfangsrichtung einige Winkelgrade zur Ver
tikalen seitlich gekippt. Einige Rettungsvorrichtungen be
nutzen ein am Rettungsausstieg des Havaristen befestigtes
Seil, um die Rettungsvorrichtung zum Tauchfahrzeug nieder
zuholen; die Rettungsvorrichtung muß aber immer noch aus
ihrer Vertikalen gekippt werden, um sich auf den Havaristen
auszurichten. In einigen Fällen ist die Rettungsvorrichtung
im Verhältnis zur Länge des Rohrschachts so groß, daß eine
Verbindung nur bei sehr genau aufrecht liegendem Tauchfahr
zeug hergestellt werden kann.
Die US-PS 4 549 753 (Rene T. Nuytten; erteilt am 29. Okto
ber 1985) offenbart und beansprucht eine erste Form eines
Drehgelenks für den Unterwassereinsatz (bspw. Tiefsee-
Tauchanzüge), das so aufgebaut sein kann, daß der Wider
stand gegen eine Drehbewegung oder potentielle Undichtig
keiten bei mäßigem Außendruck auf dem Gelenk nicht zunimmt.
Dieses Drehgelenk ist dort geeignet, wo der Außendruck
nicht zu hoch ist.
Vorzugsweise weist das Gelenk ein Dichtelement, ein Malte
element sowie axial zwischen dem Dicht- und dem Halteele
ment ein Mittenelement auf. Das umlaufende erste Ende des
Mittenelements ist so bemessen und axial verschiebbar auf
einem Halteende des Halteelements angeordnet, daß zwischen
beiden eine erste Kammer mit variablem Volumen entsteht.
Weiterhin hat das Mittenelement ein zweites Ende mit einem
inneren und einem äußeren vorstehenden umlaufenden Auflage
element, die jeweils mit einem entsprechenden Dichtflächen
teil auf dem Dichtelement konzentrisch sind und normaler
weise drehbar an diesem anliegen, um die ringförmig umlau
fenden Seitenwände einer zweiten Kammer zu bilden. Die
zweite ist mit der ersten Kammer verbunden.
Die US-PS 4 903 941 (Rene T. Nuytten; erteilt am 27. Fe
bruar 1990) offenbart und beansprucht eine zweite Form
eines Drehgelenks mit Druckausgleich, das auch tief unter
Wasser bei hohem Außendruck arbeitet. Das neuartige Dreh
gelenk ist konstruiert, den Innen- gleich dem Außendruck zu
machen. Dieses Drehgelenk ist brauchbar dahingehend, daß es
eine freie Drehung zwischen zwei mittels des Gelenks ver
bundenen Konstruktionsteilen zuläßt, wenn der Druck inner
halb ungleich dem außerhalb des Gelenks ist. Es weist ein
Drehgelenk mit (a) einer ersten Ringelement-Einrichtung,
die mit dem Ende eines ersten rohrartigen Gegenstandes ver
bindbar ist, (b) einer zweiten Ringelement-Einrichtung, die
mit dem Ende eines zweiten rohrartigen Gegenstands verbind
bar ist, (c) einer Zwischenelement-Einrichtung, die zwi
schen die erste und die zweite Ringelement-Einrichtung ein
setzbar und unabhängig von diesen bewegbar ist, (d) einer
der ersten Ring- und der Zwischenelement-Einrichtung zuge
ordneten ersten Dichteinrichtung, die die erste Kammer ge
gen das Innere und Äußere des Gelenks dicht abschließen
kann, (e) einer der zweiten Ring- und der Zwischenelement-
Einrichtung zugeordneten zweiten Dichteinrichtung, die die
zweite Kammer gegen das Innere und Äußere des Gelenks dicht
abschließen kann, und (f) einer elastischen Ventileinrich
tung auf, infolge der der Druck in der ersten und der in
der zweiten Kammer, wenn verschieden, sich anzugleichen
versuchen.
Die Erfindung ist gerichtet auf eine gelenkige Anordnung
zum Verbinden von Fahrzeugen, die (a) ein erstes Fahrzeug
mit einer Öffnung auf einer Seite, (b) eine erste Drehla
ger-Dichtung-Anordnung, die dem Umfang der Öffnung zugeord
net sind, (c) ein erstes hohles keilförmiges Segment mit
einer ersten und einer zweiten Seite, wobei eine erste Sei
te drehbar der ersten Drehlager-Dichtung-Anordnung zugeord
net ist, (d) eine zweite Drehlager-Dichtung-Anordnung, die
der zweiten Seite des ersten hohlen keilförmigen Segments
zugeordnet ist, und (e) eine zweites hohles keilförmiges
Segment mit einer ersten und einer zweiten Seite aufweist,
von denen eine erste Seite der zweiten Drehlager-Dichtung-
Anordnung zugeordnet ist, wobei das zweite hohle keilförmi
ge Segment relativ zum ersten hohlen keilförmigen Segment
drehbar ist.
Die erste Drehlager-Dichtung-Anordnung lassen sich über
eine passende Rohr-Flansch-Anordnung mit der Öffnung im
ersten Fahrzeug verbinden. Um die zweite Seite des zweiten
hohlen keilförmigen Segments herum kann eine Dichtung ge
legt sein.
Das erste Fahrzeug kann mit einem Halteseil gehaltert und
mit Propellern angetrieben sein. Das Fahrzeug kann mit be
wegbaren Greifarmen versehen sein. Am Ende der Greifarme
können bewegbare Greifer und magnetische Befestigungsvor
richtungen vorgesehen sind.
Das erste Fahrzeug kann eine zweite Öffnung zur Verbindung
mit einer zweiten Seite eines zweiten hohlen keilförmigen
Segments eines zweiten Fahrzeugs enthalten. Das zweite
Fahrzeug kann fernsteuerbar sein.
Eine zweite Seite des zweiten hohlen keilförmigen Segments
kann entlang des Umfangs einen hohlen umlaufenden Dichtring
aufweisen, der eine Öffnung enthält, durch die ein Fluid
aus seinem Inneren ablaßbar ist.
Die relative Drehstellung des ersten und des zweiten hohlen
keilförmigen Segments lassen sich mit Motoren und Hydrau
likzylindern oder mit Seilzügen steuern.
Die Erfindung ist auch auf ein Verfahren zum Verbinden von
(Wasser-) Fahrzeugen gerichtet, außerhalb denen der gleiche
oder ein anderer Druck herrscht, wobei man (a) ein erstes
Fahrzeug mit einer Öffnung sowie einem ersten hohlen keil
förmigen Element, das drehbar der Öffnung des ersten Fahr
zeugs zugeordnet ist, und einem zweiten hohlen keilförmigen
Element anschließt, das drehbar dem ersten keilförmigen
hohlen Element zugeordnet ist, und (b) das zweite hohle
keilförmige Element an eine Öffnung im zweiten Fahrzeug
ansetzt.
Das erste und das zweite hohle keilförmige Element lassen
sich gegeneinander so verdrehen, so daß eine Seite des
letzteren, die sich der Öffnung im ersten Fahrzeug gegen
über befindet, parallel zur Öffnung liegt.
Das erste hohle keilförmige Element läßt sich gegen das
zweite so verdrehen, daß eine Seite des letzteren, die der
Öffnung im ersten Fahrzeug gegenüberliegt, unter einem Win
kel von etwa 45° relativ zur Öffnung im ersten Fahrzeug
liegt.
Das erste Fahrzeug kann eine zweite Öffnung enthalten, an
die die zweite Öffnung eines zweiten keilförmigen Elements
eines dritten Fahrzeugs ansetzbar ist.
Die Zeichnungen zeigen spezielle Ausführungsformen der Er
findung, die jedoch nicht als den Grundgedanken bzw. Umfang
der Erfindung einschränkend aufzufassen sind.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße
gelenkige Druckleitung;
Fig. 1a zeigt eine Ausführungsform, bei der die gelenkige
Druckleitung so angeordnet ist, daß die aneinan
dergesetzten Flansche parallele externe Ansetz
flächen erzeugen;
Fig. 1b zeigt eine Ausführungsform, bei der die gelenkige
Druckleitung so angeordnet ist, daß die Flansche
Außenflächen unter einem Winkel von 45° erzeugen;
Fig. 2 zeigt als Seitenansicht eine gelenkige Drucklei
tung am Boden eines autonomen Unterwasser-Ret
tungsfahrzeugs;
Fig. 3 zeigt in einer Seitenansicht ein autonomes Unter
wasser-Rettungsfahrzeug, dessen Druckleitung an
der Außenfläche eines havarierten Tauchfahrzeugs
ankommt;
Fig. 4 zeigt als Seitenansicht ein autonomes Unterwas
ser-Rettungsfahrzeug mit einem Verbindungsseil
zum Äußeren des havarierten Tauchfahrzeugs und
die Gelenkleitung so angeordnet, daß deren Außen
fläche parallel zur Ansetzfläche des Havaristen
liegt;
Fig. 5 zeigt in einer Seitenansicht das autonome Unter
wasser-Rettungsfahrzeug mit Gelenkleitung in Vor
bereitung auf den Umstieg der Besatzung des
Tauchfahrzeugs in das Rettungsfahrzeug an den
Havaristen angesetzt;
Fig. 6 zeigt in einer Vorderansicht ein ferngesteuertes
Unterwasser-Rettungsfahrzeug mit einer am Boden
angesetzten gelenkigen Druckleitung;
Fig. 7 zeigt als Vorderansicht eine Ausführungsform, in
der zwei ferngesteuerte Fahrzeuge mit gelenkigen
Druckleitungen miteinander in Reihe geschaltet
sind;
Fig. 8 zeigt im Schnitt die Gelenkbestandteile der
Druckleitung mit den Hohlringdichtungen;
Fig. 9a bis 9d stellen einer Schrittfolge dar:
Fig. 9a zeigt in einer Seitenansicht eines Unterwasser-
Rettungsfahrzeugs mit einer Gelenkleitung, das an
einem Halteseil herabgelassen wird;
Fig. 9b zeigt als Vorderansicht ein Unterwasser-Rettungs
fahrzeug sowie eine Gelenkleitung mit einem Ver
bindungsseil, von dem eine Verbindungsseil zu
einem havarierten Tauchfahrzeug herabgelassen
wird;
Fig. 9c zeigt als Seitenansicht ein Unterwasser-Rettungs
fahrzeug und eine Gelenkleitung mit einem Halte
seil an den Notausstieg eines havarierten Tauch
fahrzeugs angesetzt;
Fig. 9d zeigt als Seitenansicht das Unterwasser-Rettungs
fahrzeug mit Gelenkleitung, das nach dem Umstei
gen der Besatzung in das Rettungsfahrzeug vom
Havaristen abgehoben wird;
Fig. 10 zeigt in einer ausführlichen Vorderansicht die Mo
toren, die eine Gelenkleitung betätigen;
Fig. 11 zeigt Schnitt ausführlich eine bestimmte Ausfüh
rungsform eines strahlgetriebenen Unterwasser-
Rettungsfahrzeugs mit einer Gelenkleitung, Grei
fern, Ballasttanks und Motor, die die Gelenklei
tung betätigen;
Fig. 12 zeigt als ausführlicher Schnitt die Komponenten
einer Gelenkleitung an den winklig liegenden Not
ausstieg eines havarierten Tauchfahrzeugs ange
setzt; und
Fig. 13 zeigt als Schnitt die Bestandteile einer an den
vertikalen Notausstieg eines havarierten Tauch
fahrzeugs angesetzten Gelenkleitung.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein
Verfahren zum Verbinden von Fahrzeugen, in denen der glei
che oder ein unterschiedlicher Innendruck herrscht oder die
von gleichen oder verschiedenen Außendrücken umgeben sind,
um eine Rohrverbindung zwischen ihnen herzustellen. Diese
Verbindung kann zum Durchgang von Menschen oder Material
von einem zum anderen Fahrzeug benutzt werden, sobald eine
dicht abgeschlossene Verbindung hergestellt ist.
Die verbindende Druckleitung und ihre hier beschriebenen
Ausführungsformen sind in sich so gelenkig, daß auch bei
erheblicher Fehlausrichtung eine Ansatzflanschfläche par
allel zur Ziel-Ansatzfläche ausrichtbar ist.
Die Vorrichtung ist bspw. beim Verbinden eines Rettungs
fahrzeugs an den Notausstieg eines havarierten Tauchfahr
zeugs brauchbar, damit die Besatzung des letzteren an die
Oberfläche gebracht werden kann. Sie ist auch nützlich zum
Verbinden einer Personal- oder Unterhaltungskapsel mit dem
Unterwasserkopf eines Erdölbohrlochs oder zum Verbinden
zweier oder mehrerer Fahrzeuge im Vakuum oder Fast-Vakuum
des Weltraums bzw. der oberen Atmosphäre oder unter einem
erheblichen Druckunterschied. Dabei müssen dann fehlausge
richtete Flansche miteinander ausgesetzt bzw. aneinander
gesetzt werden.
In den Zeichnungen zeigt die Fig. 1 einen Vertikalschnitt
durch eine erfindungsgemäße gelenkige Druckleitung. Die
Gelenkdruckleitung 2 besteht aus einem Rohransatz mit einem
Flansch 4, der über ein erste Drehlager 6 mit einer Dich
tung oben auf ein oberes Keilsegment 10 aufgesetzt ist, das
hohl ist. Die Drehausrichtung zwischen dem Rohrstück 4 und
dem oberen Keilsegment 10 über die erste Drehlager 6 mit
Dichtung wird von einem oberen Antriebsmotor 8 eingestellt.
Der obere Antriebsmotor 8 dreht über Zahnräder oder -stan
gen, Seile, Hydraulikzylinder oder Hebel (in Fig. 1 nicht,
aber später in den Fig. 10, 11, 12 und 13 gezeigt) die Dre
hung des oberen Keilsegments 10 auf der kreisrunden ersten
Drehlagerfläche 6 mit Dichtung sowie relativ zum Rohransatz
und Flansch 4.
Die Unterseite des hohlen oberen Keilsegments 10 ist über
eine untere Drehlagerfläche 16 mit Dichtung drehbar oben
auf ein unteres hohles Keilsegment 14 aufgesetzt. Die Dreh
ausrichtung des unteren Keilsegments 14 relativ zum oberen
Keilsegment 10 wird mit einem unteren Antriebsmotor 12 ein
gestellt. Um die untere kreisrunde Oberfläche des hohlen
unteren Keilsegments 14 herum verläuft in dieser eine Dich
tung 18.
Die Anordnung 2 kann unter Verwendung der Verbindungs- und
Dichtgeometrie der US-PS 4 549 753 oder der US-PS 4 903 941
aufgebaut sein. Die beiden Winkel- bzw. Keilsegmente 10, 13
der Leitung sind auf druckausgleichenden Drehlagerflächen
6, 16 gegeneinander verdrehbar, um einen Versatz zu einer
Mittellinie herzustellen. Eine Lager- und Dichtanordnung,
wie sie in diesen beiden Patentschriften beschrieben ist,
ist zweckmäßigerweise erforderlich, um Druckunterschiede
aufzunehmen und die Last von einem Keilsegment der Anord
nung auf das andere zu übertragen, aber doch auch unter ex
tremen Drücken eine Drehung zuzulassen.
Die Lager-Dichtung-Anordnung kann unsymmetrisch belastet
sein, wo keine Druckdifferenz vorliegt, wenn die Segmente
anfänglich in eine parallele Ansetzlage drehen und sich
nach dem Pumpen bzw. dem Beginn des Herstellens einer
Druckdifferenz nicht bewegen müssen.
Alternativ kann die Lager-Dichtung-Anordnung symmetrisch
ausgeführt sein, wie in der US-PS 4 903 941 beschrieben.
Bei diese Konstruktion kann die Leitung sich unter
verhältnismäßig hohen Druckdifferenzen weiter ausbiegen
oder drehen und in der endgültigen Lage mechanisch - nicht
durch den auf der Lager-Dichtung-Anordnung lastenden Druck,
wie in der unsymmetrischen Version - arretiert werden.
Die Fig. 1a zeigt als Vorderansicht eine Anordnung, bei der
die gelenkige Druckleitung so liegt, daß die Unterseite des
der Rohr-Flansch-Anordnung 4 sowie die erste Drehlagerflä
che-Dichtung-Anordnung 6 parallel zur Unterseite des unte
ren Keilsegments 14 und unteren Kreisdichtung 18 liegt.
Diese Ausrichtung wird durch Drehen des oberen und des un
teren Keilsegments 10 bzw. 14 derart erreicht, daß ihre
breiten Seiten diametral gegenüberliegen.
Die Fig. 1b zeigt als Vorderansicht eine Orientierung, in
der die Gelenkdruckleitung 2 so angeordnet ist, daß die Un
terseite der Rohr-Flansch-Anordnung 4 und die untere Um
fangsfläche des unteren Keilsegments 14 sowie der untere
Dichtring 18 unter einem Winkel von etwa 45° zueinander
liegen. Diese Orientierung wird erreicht, indem man die
breite Fläche des oberen Keilsegments 10 und die des unte
ren Keilsegments 14 so anordnet, daß sie übereinanderlie
gen; entsprechend liegen dann auch die dünnen Seiten der
Keile 10, 14 übereinander. Entsprechend lassen sich anstel
le von zwei drei Keile verwenden, um einen Versatz von etwa
90° herzustellen.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Gelenkdruck
leitung an Boden einer Personen-Umstiegseinrichtung wie
einer Tauchglocke an einem Halteseil oder an ein autonomes
Tauchfahrzeug 20, wie es die Fig. 2 zeigt, angesetzt. Die
keilförmigen Segmente 10, 14 werden so gedreht, daß in der
normalen Ansetzposition der untere Dichtring 18 waagerecht
liegt.
Wie die Fig. 2 zeigt, führt ein Halteseil 22 vom Tauchfahr
zeug 20 zu einem Versorgungsschiff, das sich über ihm an
der Wasseroberfläche befindet. Die Position des Tauchfahr
zeugs 20 wird von einer Anzahl von Propellern 24 gesteuert,
die in verschiedenen Richtungen Schub erzeugen, und läßt
sich von der Bedienungsperson des Tauchfahrzeugs 20 oder
vom Versorgungsschiff her lenken. Das Tauchfahrzeug 20 ist
mit ausfahrbahren Greifarmen 26 versehen, die sich öffnende
und schließende Greifer oder eine andere Greifeinrichtung
wie Saugnäpfe oder elektromagnetische Füße 28 aufweist, um
das Tauchfahrzeug 20 bei Ansetzen an ein Tauchfahrzeug zu
unterstützen, wie weiter unten ausführlicher beschrieben.
Die Fig. 3 zeigt als Seitenansicht ein autonomes Tauchfahr
zeug 20 mit der gelenkigen Leitung aus einem oberen Keil
segment 10 und einem unteren Keilsegment 14 in einer Tiefe,
in der es sich der Außenfläche eines Havaristen 30 nähert.
Wie die Fig. 3 zeigt, ist das Rettungsfahrzeug 20 an dem
Havaristen 30 angekommen, hat festgestellt, daß dessen An
setzfläche (d. h. der Notausstieg 32) nicht in der Sollage
liegt und hat eine Niederholseil 34 an ihn angeschlagen.
Alternativ - wie ebenfalls in Fig. 3 gezeigt - kann es sich
bei der vorläufigen Befestigungsverbindung um mechanische
Arme 26 und Greifklauen, Magnetfüße 28 oder um eine (nicht
gezeigte) Pump-Saug-Kapsel handeln. Diese werden einge
setzt, bis durch Auspumpen der gelenkigen Leitung 2 ein
dichter Abschluß entstanden ist (unten anhand der Fig. 8
erläutert); im Fall eines Ansetzens mit vollem Druckausgleich,
wenn der Druck in der Rettungsvorrichtung und im
Havarist und der Umgebungsdruck gleich sind, lassen sie
sich als Haupt-Ansetz- und Befestigungseinrichtung benut
zen.
Die Fig. 4 zeigt als Vorderansicht ein autonomes Tauch-Ret
tungsfahrzeug mit einem Verbindungsseil zum Rumpf des Ha
varisten und die gelenkige Leitung so angeordnet, daß ihre
Außenfläche parallel zur Ansetzfläche des Havaristen liegt.
Insbesondere zeigt die Fig. 4 die keilförmigen Segmente 10,
14 der gelenkigen Leitung vom Führer (nicht gezeigt) des
Rettungsfahrzeugs so gedreht, die Polymerisatdichtung 18 an
der Unterseite des unteren Keilsegments 14 parallel zur An
setzfläche am Notausstieg 32 des Havaristen 30 liegt. Wie
die Fig. 4 zeigt, sind eine Greifleine 34 und eine Magnet
platte 36 zum Havaristen 30 herabgelassen und an ihn ange
setzt worden. Die Leine 34 wird dann eingeholt, um die Un
terseite des unteren Keilsegments 14 und die Dichtung 18
parallel an den Notausstieg 32 heranzubringen.
Die Fig. 5 zeigt als Seitenansicht das autonome Tauch-Ret
tungsfahrzeug mit der Gelenkdruckleitung in Vorbereitung
des Umsteigens der Besatzung aus dem Havaristen in das Ret
tungsfahrzeug an die Ansetzfläche des ersteren angesetzt.
Wie in der Fig. 5 ersichtlich, ist das Tauchfahrzeug am
Halteseil 22 herabgelassen worden und hat durch Einholen
der Greifleine 34 die untere Dichtung 18 des unteren Keil
segments 14 an die parallele winklige Außenfläche am Notaus
stieg 32 angesetzt. Sobald der dichte Abschluß hergestellt
ist, werden die Segmente 10, 14 ausgepumpt und kann der
Notausstieg 32 geöffnet werden. Die Besatzung 40 kann dann
auf der Leiter 38 in das untere Keilsegment 10 und schließ
lich in das Rettungsfahrzeug 20 umsteigen. Sobald die ge
wünschte Anzahl Personen 40 in das Rettungsfahrzeug umges
tiegen ist, wird die untere Dichtung 18 vom Notausstieg 32
gelöst und das Rettungsfahrzeug 20 am Halteseil 22 an die
Oberfläche geholt.
In einer alternativen Ausführungsform kann die gelenkige
Leitung die Form eines ferngesteuerten Fahrzeugs (ROV) an
nehmen, das mit Schubstrahlern, TV-Kameras, Scheinwerfern,
Sonar und anderer optisch/akustischer Navigations- und An
dockelektronik ausgerüstet ist.
Die Fig. 6 zeigt als Vorderansicht ein ferngesteuertes Ret
tungstauchfahrzeug (ROV) mit einer Gelenkdruckleitung auf
der Unterseite des ferngesteuerten Fahrzeugs. Wie gezeigt,
wird das ROV 42 mit einer Anzahl von Propellern 44 gelenkt,
die in die zum Vortrieb in der Sollrichtung erforderlichen
Winkel schwenkbar sind. Das ROV 42 ist mit Greifarmen 26
und Magnetfüßen 28 ausgerüstet. Wie bei dem bereits be
schriebenen Tauchfahrzeug 20 sind an die Unterseite des ROV
42 eine erste Drehlager-Dichtung-Anordnung 6, ein oberes
hohles Keilsegment 10, eine untere Drehlager-Dichtung-An
ordnung 16 sowie ein unteres Keilsegment 14 montiert. Um
die Unterseite des unteren Keilsegments 14 verläuft eine
untere Dichtung 18 herum. Die Oberseite des ROV 42 hat eine
umlaufende Ansetzfläche 48 zur Aufnahme des Rettungsfahr
zeugs. Das ROV 42 wird über eine Steuerleitung 48 von der
Oberfläche aus gesteuert.
In dieser Ausgestaltung wird die Gelenkdruckleitung am ROV
42 über ein zur Oberfläche führendes Versorgungskabel 48
mit elektrischen Strom versorgt und gesteuert. Sie kann
auch - bspw. mit Batterien - eigenversorgt sein und in
autonomem vorprogrammiertem Betrieb oder ohne Steuerleitung
arbeiten, wenn die Steuerung akustisch oder optisch er
folgt.
Der Zweck des ROV 42 ist, die untere Dichtung 18 der Ge
lenkdruckleitung 10, 14 an ein havariertes Tauchfahrzeug 30
anzusetzen, so daß das ankommende Rettungsfahrzeug eine
parallele Ansetzfläche darbietet. Ein neuartiger Vorteil
des ROV 42 ist seine Fähigkeit, zwei oder mehr der ROV-Lei
tungsanordnungen 42 aneinanderzusetzen, und zwar entweder
an der Oberfläche oder am Boden, um auch sehr große Aus
richtfehler aufnehmen zu können, wie in Fig. 7 gezeigt.
Die Fig. 7 zeigt als Vorderansicht eine Ausführungsform,
bei der zwei ROVs jeweils mit einer Gelenkdruckleitung mit
einander in Reihe geschaltet sind. Wie ersichtlich, ist ein
erstes unteres ROV 42 mit der oberen Ansetzfläche 46 mit
der unteren Dichtung 18 der Keilsegmentkombination 10, 14
eines zweiten ROV 50 gekoppelt, das über eine zweite Steu
erleitung 62 gesteuert wird. Aus der Fig. 7 ist ersicht
lich, daß mit der Kopplung eines ersten ROV 42 mit einem
zweiten ROV 50 eine 90°-Verbindung zum Notausstieg eines
havarierten Tauch- oder sonstigen Unterwasserfahrzeugs her
stellbar ist. Die in der Fig. 7 dargestellte Kombination
wäre nützlich, wo der Havarist auf die Seite gekippt ist
und der Notausstieg waagerecht zur Seite, nicht nach oben
weist. Es ist einzusehen, daß drei oder mehre ROV-Einheiten
42 sich miteinander in Reihe schalten lassen, um größere
Winkelversätze aufzunehmen. Bspw. kann der Havarist sich
gedreht haben; dann muß der Zugang von unten erfolgen. In
diesem Fall lassen sich mehrere ROV-Einheiten in Reihe mit
einander zu einer U-Gestalt verbinden.
Im ROV-Modus muß die Gelenkdruckleitung 2 mit Einrichtungen
versehen sein, mit denen sie sich vor der Ankunft der Ret
tungseinrichtung 42 sicher mit dem Rumpf 30 des Havaristen
verbinden läßt. Das ROV 42 kann mit einer nach oben weisen
den Luke (nicht gezeigt) versehen sein, so daß es abgepumpt
werden kann und durch den Außendruck des Seewassers in der
Sollage gehalten wird (wie normalerweise bei Rettungsvor
richtungen der Fall); desgl. kann es mit einer der vorer
wähnten mechanischen, magnetischen oder Abpump-Vorrichtun
gen in der Sollage halten.
Alternativ zu diesen Niederhaltemethoden kann das Gelenk
leitungs-ROV eine untere Dichtung aufweisen, die zwei kon
zentrische Polymerisatringe mit zwischen diesen verlaufen
dem Ringraum aufweist. Die Fig. 8 stellt eine ausführliche
Schnittansicht der Gelenkbestandteile der Gelenkleitung -
einschl. der Ringdichtung - dar. Die Ringdichtung 56 er
setzt dabei den üblichen unteren Dichtring 18 (vergl. Fig. 1)
und weist eine Saugring-Konfiguration 56 mit einem Ab
pumpanschluß 58 auf. Ein Paar konzentrischer Polymerisat-
Dichtringe 60 ist auf die Außenkanten des Hohlrings 56 auf
gesetzt. Sobald die Ringdichtung 56 sich an die Außenfläche
des Notausstiegs des Havaristen oder an eine andere geeig
nete Oberfläche angelegt hat und die Dichtungen 60 fest
sitzen, wird die Dichtung 56 durch den Anschluß 58 hindurch
ausgepumpt.
Die Ringdichtung wird im Prinzip auf die gleiche Weise aus
gepumpt wie die gesamte Gelenkdruckleitung im Rettungsbe
trieb; der Außendruck des Seewassers hält das Gelenklei
tungs-ROV fest in der Sollage.
Die Fig. 9a zeigt als Seitenansicht ein Rettungs-Tauchfahr
zeug mit Gelenkdruckleitung, das an einem Verbindungs- und
Steuerkabel herabgelassen wird. Die Greifleine 34 wird vom
Greifarm 26 gehalten und kann im geeigneten Augenblick mit
tels eines über die Steuerleitung 22 übertragenen Befehls
fallengelassen werden.
Die Fig. 9b zeigt in einer Vorderansicht ein Rettungs-
Tauchfahrzeug mit Gelenkdruckleitung sowie einem Verbin
dungs- und Steuerkabel, von dem aus eine Verbindungsleitung
zu einem havarierten Tauchfahrzeug herabgelassen wird. Die
Greifleine 34 mit einer Magnetplatte 36 am unteren Ende ist
herabgelassen worden und zum Ansetzen an die Außenfläche
des Notausstiegs 32 des Havaristen 30 bereit.
Die Fig. 9c zeigt als Seitenansicht ein Rettungs-Tauchfahr
zeug mit Gelenkdruckleitung und einem Steuerkabel; das
Tauchfahrzeug ist an den Notausstieg 32 eines havarierten
U-Boots angesetzt. In der in der Fig. 9c gezeigten Lage ist
das Greifseil 34 in die Gelenkleitung 10, 14 hinein einge
holt worden, die nun auf der Außenfläche des Notausstiegs
32 des Havaristen 30 aufsitzt. Sobald der Druckausgleich
erfolgt und das Seewasser aus der Gelenkdruckleitung 10, 14
ausgepumpt worden ist, läßt der Notausstieg 32 sich öffnen;
dann kann die Besatzung 40 über die Leiter 38 durch die
Gelenkdruckleitung 10, 14 in das Rettungsfahrzeug 20 um
steigen.
Die Fig. 9d zeigt als Seitenansicht das Rettungs-Tauchfahr
zeug 20 mit Gelenkdruckleitung 10, 14, das nach dem Umstei
gen der Besatzung in das Rettungsfahrzeug 20 vom Havaristen
30 hinweg abgezogen wird.
Die Fig. 10 zeigt in einer ausführlichen Vorderansicht die
motorischen Zusätze, mit denen die Gelenkdruckleitung betä
tigt wird. Ein hydraulischer oder elektrischer oberer An
triebsmotor 8 dreht die Lager-Flansch-Anordnung 4 auf einer
ersten abgedichteten Drehlagerfläche 6 relativ zum oberen
Keilsegment 10. Entsprechend dreht der untere Antriebsmotor
12 das untere Keilsegment 14 auf der abgedichteten unteren
Drehlagerfläche 16 relativ zum oberen Keilsegment 10. Hy
draulik- und Wasserpumpschläuche 62 sind an verschiedenen
Punkten auf dem ganzen oberen und unteren Keilsegment 10,
14 angeschlossen. Diese Schläuche und anderen Ausrüstungen
sind herkömmlich und nicht Teil der Erfindung. Sie ermögli
chen es, die Drehposition des oberen Keilsegments 10 rela
tiv zur Rohr-Flansch-Anordnung 4 und die des unteren Keil
segments 14 relativ zum oberen Keilsegment 10 auf der abge
dichteten Drehlagerfläche 16 einzustellen. Weiterhin dienen
einige der Schläuche zum Auspumpen von Seewasser aus dem
oberen und unteren Keilsegment 10, 14, sobald ein wasser
dichter Abschluß zwischen der unteren Dichtung 18 und dem
Notausstieg des Havaristen hergestellt ist, wie bereits
ausführlich erläutert. In einer alternativen Ausführungs
form kann es sich bei der unteren Dichtung 18 um die in
Fig. 8 gezeigte Ringdichtung 56 handeln. Die Fig. 10 zeigt
auch verschiedene Nippel und andere Anschlüsse für Schläu
che und dergl. zum Einpumpen von Luft in die und zum Ab
pumpen von Wasser aus der Leitungsanordnung 10, 14 sowie
zur Ausführung verschiedener anderer, für den Betrieb der
Anordnung 10, 14 erforderlicher Funktionen.
Die Fig. 11 zeigt einen ausführlichen Schnitt durch eine
alternative Ausführungsform eines autonomen Rettungs-Tauch
fahrzeuges mit Gelenkleitung sowie Greifern und anderen Zu
sätzen zum Antrieb der Gelenkdruckleitung. Wie gezeigt, ist
das Tauchfahrzeug 64 mit zwei Schwimmtanks 66 ausgerüstet.
Das obere und das untere Keilsegment 10, 14 sind über eine
Rohr-Flansch-Anordnung 4 unten an das Tauchfahrzeug 64 an
gesetzt, wie oben anhand der vorgehenden Zeichnungen be
schrieben.
Die Fig. 11 zeigt, wie mittels eines Netzes von Hydraulik
zylindern 68, eines Seils 70 und einer Seilscheibe 72, die
mit hydraulischen oder Druckluft-Pumpen oder Motoren betä
tigt werden, das untere Keilsegment 14 sich auf der unteren
Drehlager-Dichtung-Anordnung 16 innerhalb eines Bereichs
von Drehstellungen relativ zum oberen Keilsegment 10 drehen
läßt, wobei in einer Position die untere Dichtung 18 einen
Winkel von etwa 45° relativ zu waagerechten Unterseite des
Tauchfahrzeugs 64 einnimmt, während in einer anderen bzw.
gegenüberliegenden Position die untere Dichtung 18 waage
recht und parallel zur waagerechten Unterseite des Tauch
fahrzeugs 64 verläuft. Der Hydraulikzylinder 68, das Seil
70 und die Seilscheibe 72 zusammen mit den Hydraulik-,
Druckluft- und Elektromotoren der Fig. 11 sind herkömmlich.
Eine motorisch angetriebene Zahnstange-Ritzel-Anordnung
läßt sich ebenfalls verwenden, um die Drehung zu erzeugen.
Die Fig. 11 zeigt auch mittels gebogener Linienzüge den Be
reich von Positionen, die die Greifarme 26 einnehmen kön
nen, die ebenfalls mit herkömmlichen Hydraulik- oder Druck
luftzylindern oder anderen geeigneten Antriebseinrichtungen
betätigbar sind.
Die Fig. 12 zeigt an einem ausführlichen Schnitt die Be
standteile einer Gelenkleitung, die an den Notausstieg
eines havarierten, winklig liegenden Tauchfahrzeugs ange
setzt ist. Wie dort ersichtlich, haben die Hydraulik- oder
Druckluftzylinder 68 das untere Keilsegment 14 auf der un
teren abgedichteten Lagerfläche 16 relativ zum oberen Keil
segment 10 so gedreht, daß die untere Dichtung 18 parallel
zur Außenfläche am Notausstieg 32 des Havaristen liegt und
dort angesetzt ist.
Die Fig. 13 zeigt anhand eines ausführlichen Schnitts die
Bestandteile einer Gelenkdruckleitung mit dem aufwärts wei
senden Notausstieg eines havarierten Tauchfahrzeugs verbun
den. Wie ersichtlich, ist das untere Keilsegment 14 mittels
der Hydraulik,- oder Druckluftzylinder 68 und des Seils 70
relativ zum oberen Keilsegment 10 so verdreht worden, daß
die untere Dichtung 18 waagerecht und dicht abschließend an
der waagerechten Außenfläche am Notausstieg 32 des Havari
sten 30 anliegt. Die in der Fig. 13 gezeigte Orientierung
ist ein Ausnahmefall, da es für ein havariertes Tauchfahr
zeug ungewöhnlich wäre, völlig waagerecht auf den Meeresbo
den aufzusetzen.
Die in den Fig. 12 und 13 dargestellte Kombination von Ex
tremen demonstriert jedoch die Vielseitigkeit der Leitungs
kombination 10, 14.
Claims (18)
1. Gelenkvorrichtung zum Verbinden von Fahrzeugen,
gekennzeichnet durch
- (a) ein erstes Fahrzeug mit einer Öffnung in einer Seite,
- (b) eine erste Drehlagerfläche mit einer Dichtung, die dem Umfang der Öffnung zugeordnet ist,
- (c) ein erstes hohles keilförmiges Segment mit einer ersten und einer zweiten Seite, wobei eine erste Seite des selben drehbar der ersten Drehlagerfläche-Dichtung-Anord nung zugeordnet ist,
- (d) eine zweite Drehlagerfläche-Dichtung-Anordnung, die der zweiten Seite des ersten hohle keilförmigen Seg ments zugeordnet ist, und
- (e) ein zweites hohles keilförmiges Segment mit einer ersten und einer zweiten Seite, wobei eine erste Seite der zweiten Drehlagerfläche-Dichtung-Anordnung zugeordnet ist und das zweite hohle keilförmige Segment relativ zum ersten hohen keilförmigen Segment verdrehbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die erste Drehlagerfläche-
Dichtung-Anordnung über eine Rohr-Flansch-Anordnung mit der
Öffnung des ersten Fahrzeugs verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Dichtung um die zweite
Seite des zweiten hohlen keilförmigen Segments herum ver
läuft.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das erste Fahrzeug über ein
Verbindungs- bzw. Steuerkabel gesteuert wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Vortrieb des ersten
Fahrzeugs mit Propellern erfolgt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß bewegbare Greifarme mit dem
ersten Fahrzeug verbunden sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Greifarme an ihren Enden
mit beweglichen Greifern versehen sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Greifarme mit magneti
schen Ansetzeinrichtungen ausgerüstet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das erste Fahrzeug zur Ver
bindung mit einer zweiten Seiten eines zweiten hohlen keil
förmigen Segments eines zweiten Fahrzeugs eine zweite Öff
nung enthält.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß das zweite Fahrzeug fernge
steuert ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß sich in einer zweiten Seite
des zweiten hohlen keilförmigen Segments entlang des Um
fangs eine hohle Ringdichtung befindet, die zum Ablassen
von Druckmittel aus ihrem Inneren eine Öffnung enthält.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drehpositionen des er
sten relativ zum zweiten hohlen keilförmigen Segment mit
Motoren und Hydraulikzylindern gesteuert werden.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drehpositionen des er
sten relativ zum zweiten hohlen keilförmigen Segment mit
Seilen und Seilscheiben gesteuert werden.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drehpositionen des er
sten relativ zum zweiten hohlen keilförmigen Segment mit
einem motorgetriebenen Ritzel-Zahnstange-System gesteuert
werden.
15. Verfahren zum Verbinden von Fahrzeugen, in denen der
gleiche oder verschiedene Innendrücke herrschen oder die vom
gleichen oder von verschiedenen Drücken umgeben sind,
dadurch gekennzeichnet, daß man
- (a) ein erstes Fahrzeug, das eine Öffnung enthält, ein erstes hohles keilförmiges Element, das rotationsmäßig der Öffnung des ersten Fahrzeugs zugeordnet ist, und ein zweites hohles keilförmiges Element verbindet, das rotati onsmäßig dem ersten keilförmigen hohlen Element zugeordnet ist, verbindet und
- (b) das zweite hohle keilförmige Element mit einer Öffnung in einem zweiten Fahrzeug verbindet.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch ge
kennzeichnet, daß das erste und das zweite
hohle keilförmige Element sich relativ zueinander so ver
drehen lassen, daß eine Seite des zweiten hohlen keilför
migen Elements der Öffnung im ersten Fahrzeug gegenüber
parallel zu dieser liegt.
17. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch ge
kennzeichnet, daß das erste sich relativ zum
zweiten hohlen keilförmigen Element so verdrehen läßt, daß
eine Seite des zweiten hohlen keilförmigen Element der Öff
nung im ersten Fahrzeug gegenüber unter einem Winkel von
etwa 45° relativ zur Öffnung im ersten Fahrzeug liegt.
18. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch ge
kennzeichnet, daß das erste Fahrzeug eine
zweite Öffnung enthält, mit der sich die zweite Öffnung
eines zweiten keilförmigen Elements eines dritten Fahrzeugs
verbinden läßt.
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