DE19717305A1 - Kurbeltrieb - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kurbeltrieb.
Kurbeltriebe dienen dazu, gleichförmige Drehbewegungen in
periodisch veränderliche Bewegungen umzuformen oder umge
kehrt.
Kurbeltriebe sind beispielsweise, aber bekanntermaßen bei
weitem nicht ausschließlich in sogenannten Untertischladern
einsetzbar, welche beispielsweise in der glaserzeugenden
und/oder glasverarbeitenden Industrie verwendet werden, um
auf einem Förderband liegend angeförderte Glasscheiben in ein
sogenanntes Inlader-Gestell einzustellen oder umgekehrt.
Die Glasscheiben, die es durch die besagten Untertischlader
umzuladen gilt, werden in der Regel in Glashütten (Floats)
hergestellt und in davon mehr oder weniger weit entfernten
glasverarbeitenden Betrieben individuell weiterverarbeitet.
Sie weisen eine beträchtliche Größe auf, nämlich 6 m × 3,21 m
(sogenanntes Bandmaß bzw. PLF) oder 3,21 m × 2 - 2,5 m
(sogenanntes geteiltes Bandmaß bzw. DLF).
Zum An- und Abtransport dieser Glasscheiben werden die
bereits erwähnten, auf Kraftfahrzeugen transportierbaren
Inlader-Gestelle verwendet. In diese Inlader-Gestelle, welche
von der Seite betrachtet in der Regel einem "A" oder "L"
ähneln und dementsprechend als Inlader-A-Gestelle oder
Inlader-L-Gestelle bezeichnet werden, kann eine Vielzahl von
Glasscheiben eingestellt werden; das Einstellen der Glas
scheiben erfolgt dabei derart, daß sie einzeln oder (vorzugs
weise zwischenraumfrei) aneinanderlehnend an im wesentlichen
vertikalen Flächen oder Rahmen der Inlader-Gestelle lehnen.
Zum Be- und Entladen eines Inlader-Gestells wird dieses un
mittelbar neben das Förderband gestellt, durch das die auf
das Inlader-Gestell umzuladenden Glasscheiben herangefördert
werden bzw. auf das die auf dem Inlader-Gestell befindlichen
Glasscheiben umzuladen sind.
Das Umladen von Glasscheiben vom Inlader-Gestell auf das För
derband oder umgekehrt ist insbesondere wegen der enormen
Größe der Glasscheiben und deren Zerbrechlichkeit eine rela
tiv diffizile Angelegenheit; die Glasscheiben müssen von
einem an diese herangefahrenen Haltemechanismus erfaßt (fest
mit diesem in Verbindung gebracht) und in diesem Zustand zum
Bestimmungsort versetzt werden.
Als Haltemechanismus, der die Glasplatten während des Ver
setzens an sich bindet, wird in der Regel ein sogenannter
Saugerrahmen mit einer Vielzahl von darauf angebrachten Saug
näpfen verwendet. Die Saugnäpfe kommen beim Heranfahren des
Saugerrahmens an die zu versetzende Glasscheibe mit dieser in
Berührung und saugen sich schließlich daran fest, wodurch
zwischen dem Saugerrahmen und der zu versetzenden Glasscheibe
eine Verbindung entsteht, die so fest ist, daß die Glasschei
be bei einer Bewegung des Saugerrahmens von diesem mitgenom
men wird.
Der Saugerrahmen kann ein Bestandteil des vorstehend bereits
erwähnten Untertischladers sein; er kann auch Bestandteil
eines sogenannten Portalladers sein, auf welchen vorliegend
jedoch nicht näher eingegangen werden soll.
Der Untertischlader und das vorstehend bereits erwähnte För
derband bilden eine zusammenhängende Einheit und werden nach
folgend unter Bezugnahme auf Fig. 3 näher erläutert.
Das den Untertischlader enthaltende Förderband ist in der
Fig. 3 mit dem Bezugszeichen 110 bezeichnet. Neben dem be
sagten Förderband 110 ist ein Inlader-A-Gestell 120 mit darin
eingestellten Glasscheiben 130 abgestellt. Im betrachteten
Beispiel gilt es, die auf dem Inlader-A-Gestell 120 befind
lichen Glasscheiben 130 auf das Förderband 110 zu legen.
Das Förderband 110 weist eine Vielzahl von zumindest teil
weise angetriebenen Rollen 111 auf; durch diese Rollen 111
wird eine auf das Förderband gelegte Glasscheibe 130 in eine
Richtung y abtransportiert.
Das Förderband 110 weist einen beweglichen Abschnitt 112 auf,
der wie in der Fig. 3 durch einen Doppelpfeil S angedeutet
schwenkbar ist. Der bewegliche Abschnitt 112 wirkt je nach
seiner Stellung als Förderbandabschnitt (in der horizontal
liegenden Stellung) oder als Saugerrahmen (in der mehr oder
weniger weit hochgeschwenkten Stellung). Er ist daher sowohl
mit Rollen 111 als auch mit Saugnäpfen 113 versehen. Die
Saugnäpfe 113 sind versenkt, wenn und so lange der bewegliche
Abschnitt 112 des Förderbandes 110 als Förderband wirkt; sie
sind wie in der Fig. 3 gezeigt ausgefahren, wenn und so
lange der bewegliche Abschnitt 112 des Förderbandes 110 als
Saugerrahmen wirkt.
In seiner Funktion als Saugerrahmen kann der bewegliche Ab
schnitt 112 die im Inlader-A-Gestell 120 befindlichen Glas
scheiben 130 auf das Förderband 110 umladen. Wie vorstehend
bereits angedeutet wurde, wird er hierzu aus seiner horizon
tal liegenden Ruheposition so weit geschwenkt bis dessen
Saugnäpfe 113 in Anlage zu der auf das Förderband 110 zu be
fördernden Glasscheibe 130 auf dem Inlader-A-Gestell 120 kom
men. Wenn die Saugnäpfe 113 die Glasscheibe 130 erreicht ha
ben, saugen sie sich an dieser derart fest, daß die Glas
scheibe vom Saugerrahmen mitgenommen wird, wenn dieser wieder
zurückgeschwenkt wird. Ist der bewegliche Abschnitt 112 des
Förderbandes 110 in seine (horizontal liegende) Ausgangs
position zurückgeschwenkt, so wird das Ansaugen der Glas
scheibe 130 durch die Saugnäpfe 113 beendet, und die Saug
näpfe werden nach unten versenkt. Dadurch kommt die Glas
scheibe 130 auf den Rollen 111 zu liegen und wird durch deren
Bewegung abtransportiert; der bewegliche Abschnitt 112 des
Förderbandes 110 wirkt mithin wieder als Förderband.
Man spricht bei der vorstehend unter Bezugnahme auf die Fig.
3 beschriebenen Anordnung von einem Untertischlader, weil der
zum Bewegen des Saugerrahmens erforderliche (in der Fig. 3
nicht gezeigte) Antriebsmechanismus unter dem Förderband 110
untergebracht ist.
Der Antriebsmechanismus muß aufgrund der Größe und des Ge
wichts des Saugerrahmens und der durch diesen zu versetzenden
Glasscheiben sehr leistungsstark sein. Die Erzeugung der er
forderlichen Kraft kann beispielsweise durch einen entspre
chend dimensionierten Elektromotor erfolgen und gestaltet
sich noch relativ einfach. Schwieriger ist die Kraftüber
tragung vom Motor zum Saugerrahmen, genauer gesagt zu einer
zugleich die Schwenkachse repräsentierenden Welle W des
selben.
Hierfür kann beispielsweise ein Kettentrieb verwendet werden.
Die Verwendung von Ketten ist im betrachteten Beispiel jedoch
nicht ganz unproblematisch, weil sich beim Schwenken des Sau
gerrahmens mit dem Erreichen der vertikalen Stellung des
selben ein Belastungswechsel ergibt. Das Eigengewicht des
Saugerrahmens verursacht nämlich zunächst (bis zum Erreichen
der vertikalen Stellung desselben) eine entgegengesetzt zur
Schwenkrichtung wirkende Kraft und dann (nach dem Passieren
der vertikalen Stellung) eine in Schwenkrichtung wirkende
Kraft. Bei Verwendung von Ketten zur Kraftübertragung vom
Motor zur Welle 4 führt der besagte Belastungswechsel dazu,
daß der Saugerrahmen bei Erreichen der vertikalen Stellung
eine ruckartige Bewegung ausführt und zumindest kurzzeitig
ins Schwingen gerät. Abgesehen davon müssen Ketten in relativ
kurzen zeitlichen Abständen gewartet und gepflegt werden.
Diese Nachteile könnten zumindest teilweise vermieden werden,
wenn man zur Kraftübertragung einen wie auch immer gearteten
Kurbeltrieb verwenden würde. In diesem Fall müßte jedoch zwi
schen dem (schnell drehenden) Motor und der (langsam) an
zutreibenden Welle W ein Getriebe vorgesehen werden, welches
aufgrund der enormen Kräfte, die es zu übertragen gilt, eine
beträchtliche Größe aufweisen müßte. Dies wiederum würde dazu
führen, daß das Förderband relativ hoch über dem Boden an
geordnet werden müßte, denn wie vorstehend bereits erwähnt
ist der Antriebsmechanismus beim Untertischlader ja unterhalb
des Förderbandes angeordnet. Abgesehen davon sind derart be
lastbare Getriebe natürlich auch enorm teuer.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
einen Kurbeltrieb zu schaffen, der selbst bei Ausbildung für
höchste Belastungen klein und billig herstellbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnen
den Teil des Patentanspruchs 1 beanspruchten Merkmale gelöst.
Demnach ist vorgesehen, daß eine mit ihrem einen Ende an
einer Schwinge angreifende Kurbelstange mit ihrem anderen
Ende exzentrisch mit einem Drehverbinder verbunden ist.
Der Drehverbinder, welcher beispielsweise als ein mit einer
umlaufenden Zahnung versehenes scheiben- oder ringartiges
Element realisiert sein kann, ermöglicht es, auf das Vorsehen
eines komplizierten Getriebes zu verzichten; es genügt, die
Antriebswelle des Motors mit einem Ritzel zu versehen, das
mit der Drehverbinder-Zahnung in Eingriff bringbar ist. Das
Übersetzungsverhältnis läßt sich durch das Verhältnis der An
zahl der Zähne von Drehverbinder-Zahnung und Ritzel fest
legen. Die Anzahl und die Stabilität (Form, Größe, . . .) der
Zähne der Drehverbinder-Zahnung und des Ritzels lassen sich
problemlos wunschgemäß festlegen. Der Durchmesser und/oder
die Gestalt der Drehverbinder-Zahnung und des Ritzels können
nämlich ohne großen Aufwand und weitgehend frei von Beschrän
kungen im wesentlichen beliebig an die individuellen Bedürf
nisse angepaßt werden.
Damit ist es erkennbar auf einfache Weise möglich, die
schnelle Drehbewegung des Motors ohne ein aufwendiges Ge
triebe in eine wunschgemäß langsame und/oder kraftvolle
Drehbewegung des Drehverbinders umzusetzen.
Der mögliche Verzicht auf ein separates Getriebe gestattet
es, den Kurbeltrieb klein und billig herzustellen.
Bildet man den Kurbeltrieb so aus, daß die Achse, um welche
die Schwinge schwenkbar ist, und die Achse, um welche der
Drehverbinder drehbar ist, eine von einer Parallelstellung
abweichende Relativlage aufweisen, so kann ein durch den Kur
beltrieb zu schwenkender Gegenstand weitestgehend unabhängig
von der Ausrichtung des Drehverbinders um beliebige Schwenk
achsen geschwenkt werden. Macht man von dieser Freiheit Ge
brauch und ordnet den Drehverbinder im wesentlichen horizon
tal liegend an, so können oberhalb des Kurbeltriebs vorzu
sehende Anlagenteile auf nahezu beliebig niedrigem Niveau
angeordnet werden.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Ge
genstand der Unteransprüche.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbei
spiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen
Fig. 1 eine stark schematisiert dargestellte Seitenansicht
eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Kur
beltriebs,
Fig. 2 eine stark schematisiert dargestellte Draufsicht auf
den Kurbeltrieb gemäß Fig. 1, und
Fig. 3 eine schematisch dargestellte Seitenansicht einer
einen Untertischlader enthaltenden Anlage.
Der im folgenden näher beschriebene Kurbeltrieb ist Bestand
teil eines zum Umladen von Glasscheiben oder sonstigen Gegen
ständen dienenden Untertischladers. Die Erfindung ist jedoch
nicht auf Kurbeltriebe für genau diesen Einsatz beschränkt;
sie ist grundsätzlich unabhängig vom Einsatzort und unabhän
gig vom Einsatzzweck eines jeweiligen Kurbeltriebes vorteil
haft anwendbar.
Der grundlegende Aufbau eines Untertischladers ist in der
eingangs bereits ausführlich beschriebenen Fig. 3 dar
gestellt. Die unter Bezugnahme auf die Fig. 3 gemachten
Ausführungen gelten - abgesehen von den den Antriebsmechanis
mus zum Schwenken des Saugerrahmens 112 betreffenden Details - auch
für das nachfolgend näher beschriebene Beispiel. Die
nun folgende Beschreibung kann sich daher auf den Antriebs
mechanismus beschränken.
Der im folgende beschriebene Antriebsmechanismus ist in der
Fig. 1 (in der Seitenansicht) und in der Fig. 2 (in der
Draufsicht) dargestellt. Vom Saugerrahmen 112, der durch den
Antriebsmechanismus geschwenkt werden soll, ist in den Fig.
1 und 2 im wesentlichen nur die Welle W gezeigt; die
Welle W befindet sich dabei jeweils in der Stellung, die sie
innehat, wenn sich der Saugerrahmen in der horizontal liegen
den Ausgangsstellung befindet und als Förderband wirkt.
Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, ist an der Welle
W eine Schwinge 1 angeordnet. Die Schwinge 1 ist über eine
Kurbelstange 2 mit einem Drehverbinder 3 verbunden, welcher
durch einen Motor 4 (vorzugsweise einen Elektromotor) in Dre
hung versetzbar ist.
Die Verbindung zwischen der Schwinge 1 und der Welle W ist - wie
übrigens auch die Verbindung zwischen der Welle W und dem
Saugerrahmen 112 - eine keine Relativbewegungen gestattende
starre Verbindung; die Verbindungen zwischen der Kurbelstange 2
und der Schwinge 1 sowie zwischen der Kurbelstange 2 und
dem Drehverbinder 3 sind gelenkig und ermöglichen in dem er
forderlichen Umfang ein horizontales und vertikales Schwenken
der Kurbelstange 2 relativ zu den Verbindungsstellen.
Die Kurbelstange 2 ist mit dem Drehverbinder exzentrisch ver
bunden. D.h., die Verbindungsstelle zwischen der Kurbelstange
2 und dem Drehverbinder 3 ist gegenüber einer Drehachse D, um
welche der Drehverbinder gedreht wird, versetzt.
Der Drehverbinder 3 ist im betrachteten Beispiel ein im we
sentlichen scheibenförmiges Element (mit einem Durchmesser
von beispielsweise 0,5 m) mit einer am Außenumfang umlaufen
den Zahnung 31. Die besagte Zahnung 31 steht mit einem an
einer Antriebswelle 41 des Motors 4 vorgesehenen Ritzel 42
kämmend in Eingriff. Über dieses durch den Motor 4 angetrie
bene Ritzel 42 kann der Drehverbinder 3 in Drehung versetzt
werden. Das Übersetzungsverhältnis zwischen Motordrehzahl und
Drehverbinderdrehzahl wird durch das Verhältnis der Anzahl
der Zähne der Drehverbinder-Zahnung 31 und des Ritzels 42 be
stimmt.
Die Anzahl der Zähne der Drehverbinder-Zahnung 31 ist um ein
Vielfaches größer als die Anzahl der Zähne des Ritzels 42.
Dadurch wird eine schnelle Drehung des Motors 4 in eine lang
same Drehung des Drehverbinders 3 umgesetzt.
Die langsame Drehung des Drehverbinders 3 erweist sich als
vorteilhaft, weil - wie später noch erläutert werden wird - der
zu schwenkende Saugerrahmen 112 bereits nach spätestens
einer halben Umdrehung des Drehverbinders 3 aus seiner hori
zontalen Ruhelage (über die Vertikalstellung hinaus) an das
Inlader-Gestell 120 herangeschwenkt sein muß.
Weil die Drehverbinder-Zahnung 31 erheblich mehr Zähne auf
weist als das Ritzel 42, ist auch der Durchmesser der Dreh
verbinder-Zahnung 31 erheblich größer als der des Ritzels 42.
Die Absolutwerte der Durchmesser hängen dabei in erster Linie
von der Form und der Größe der Zähne ab, welche sich ihrer
seits wiederum vorzugsweise nach der maximalen Kraft richten,
die es vom Ritzel 42 auf die Drehverbinder-Zahnung 31 zu
übertragen gilt.
Weder die Anzahl der Zähne noch die Durchmesser von Drehver
binder-Zahnung 31 und Ritzel 42 unterliegen besonderen Be
schränkungen, so daß die schnelle Drehbewegung des Motors
ohne ein aufwendiges Getriebe in eine wunschgemäß langsame
und/oder kraftvolle Drehbewegung des Drehverbinders 3 umsetz
bar ist.
Wenn und so lange der Motor 4 eingeschaltet ist, dreht er mit
einer im wesentlichen gleichbleibend hohen Geschwindigkeit.
Das durch den Motor 4 angetriebene Ritzel 42 und der durch
das Ritzel 42 angetriebene Drehverbinder 3 werden dadurch im
wesentlichen gleichbleibend schnell gedreht. Durch die Dre
hung des Drehverbinders 3 wird eine Bewegung der daran be
festigte Kurbelstange 2 erzwungen, was seinerseits wiederum
eine Schwenkbewegung der Schwinge 1 bewirkt. Durch das
Schwenken der Schwinge 1 wird die Welle W in Drehung ver
setzt, was seinerseits wiederum zu einer Schwenkbewegung des
Saugerrahmens 112 führt.
Während die Drehgeschwindigkeit des Motors 4, des Ritzels 42
und des Drehverbinders 3 im wesentlichen konstant hoch sind,
weisen die Geschwindigkeit der Kurbelstangenbewegung, der
Schwingenschwenkbewegung, der Wellendrehung und der Sauger
rahmenschwenkbewegung (bei gleichbleibend schneller Drehung
des Motors 4, des Ritzels 42 und des Drehverbinders 3) einen
sinusförmigen Verlauf auf.
Befindet sich der Antriebsmechanismus in dem in den Fig. 1
und 2 gezeigten Zustand und wird dann der Motor 4 gestartet,
um den horizontal liegenden Saugerrahmen 112 hochzuschwenken,
so werden die Kurbelstange 2 und damit auch die Schwinge 1,
die Welle W und der Saugerrahmen 112 sehr langsam (mit einer
von Null an kontinuierlich steigenden Geschwindigkeit) und im
wesentlichen ruckfrei in Bewegung gesetzt. Es leuchtet ein,
daß das Auftreten von Schwingungen dadurch weitestgehend aus
geschlossen ist. Die Bewegung der Kurbelstange 2 und damit
auch das Schwenken der Schwinge 1, die Drehung der Welle W
und das Schwenken des Saugerrahmens 112 werden zunehmend
schneller. Die Geschwindigkeit erreicht nach einer Drehung
des Drehverbinders 3 um 90° (aus der Ausgangslage) ihr Maxi
mum und nimmt von da an wieder kontinuierlich ab, bis sie
schließlich nach einer Drehung des Drehverbinders 3 um ins
gesamt 180° (aus der Ausgangslage) ihr Minimum erreicht, bei
welchem sie auf Null abgesunken ist. Bei fortgesetzter Dre
hung des Drehverbinders 3 ändern die Bewegung der Kurbel
stange 2, das Schwenken der Schwinge 1, die Drehung der Welle
W und das Schwenken des Saugerrahmens 112 die Richtung. Die
Bewegungs- bzw. Dreh- bzw. Schwenkgeschwindigkeit nimmt von
Null an allmählich zu, erreicht nach einer Drehung des Dreh
verbinders um insgesamt 270° (aus der Ausgangslage) ihr Maxi
mum und nimmt von da an wieder kontinuierlich ab, bis sie
schließlich nach einer Drehung des Drehverbinders um insge
samt 360° (aus der Ausgangslage) wieder auf Null abgesunken
und die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Ausgangslage erreicht
ist.
Im Idealfall erreicht der Saugerrahmen 112 das Inlader-Ge
stell 120 genau dann, wenn der Drehverbinder um 180° aus
der Ausgangsstellung gedreht ist. Dann erfolgt nämlich die
Annäherung des Saugerrahmens 112 an das Inlader-Gestell 120
bei unverändert schneller Drehung des Motors 4 und des durch
diesen angetriebenen Drehverbinders 3 mit minimaler Geschwin
digkeit, wobei die Geschwindigkeit just zum Zeitpunkt der An
kunft des Saugerrahmens 112 am Inlader-Gestell 120 sogar den
Wert Null erreicht, der Saugerrahmen 112 also von sich aus
(zumindest kurzzeitig) zum Stillstand kommt. Wird der Motor 4
zum Zeitpunkt der Ankunft des Saugerrahmens 112 am Inlader-Ge
stell 120, angehalten, um dort eine Glasscheibe 130 ab
setzen oder aufnehmen zu können, so kann dies völlig
ruck- und schwingungsfrei geschehen, denn der Saugerrahmen 112 be
findet sich dann ja ohnehin schon im Stillstand.
Nach dem Aufnehmen oder Absetzen einer Glasscheibe 130 durch
den Saugerrahmen 112 kann dieser ohne Änderung der Drehrich
tung des Motors 4 zurückgeschwenkt werden. Wenn das Aufnehmen
oder Absetzen einer Glasscheibe durch den Saugerrahmen 112
schnell genug erfolgen kann, muß der Motor 4 nicht einmal an
gehalten werden, sondern kann unterbrechungsfrei mit unverän
derter Drehzahl durchlaufen. Sofern der Motor 4 bei der An
kunft des Saugerrahmens 112 am Inlader-Gestell 120 angehalten
wurde und zum Zurückschwenken des Saugerrahmens wieder neu
anfahren muß, geschieht auch dies im wesentlichen ohne Rucken
und Schwingen des Saugerrahmens, denn die Bewegung der Kur
belstange 2, das Schwenken der Schwinge 1, die Drehung der
Welle W und das Schwenken des Saugerrahmens 112 beginnen wie
der langsam mit einer von Null an kontinuierlich steigenden
Geschwindigkeit.
Das Zurückschwenken des Saugerrahmens 112 kann selbstver
ständlich auch unter Umkehr der Drehrichtung des Motors 4 und
des durch diesen angetriebenen Drehverbinders 3 erfolgen.
Dann ist es nicht erforderlich, daß der Saugerrahmen das
Inlader-Gestell genau dann erreicht, wenn der Drehverbinder
um 180° aus der Ausgangsstellung herausgedreht ist. Es er
weist sich jedoch als günstig, wenn der Saugerrahmen das
Inlader-Gestell erreicht, wenn der Drehverbinder annähernd
180° aus der Ausgangsstellung herausgedreht ist, denn auch
(nur) dann kann der Saugerrahmen im wesentlichen ruck- und
schwingungsfrei angehalten und wieder angefahren werden.
Unabhängig davon schwenkt der Saugerrahmen stets ruck- und
schwingungsfrei über dessen Vertikalstellung hinweg. Ein
Rucken und Schwingen des Saugerrahmens wie es bei Verwendung
von Ketten im Antriebsmechanismus auftreten kann, ist infolge
der starren Kopplung der Kurbeltrieb-Bestandteile weitest
gehend ausgeschlossen.
Der Drehverbinder 3 ist im beschriebenen Ausführungsbeispiel
als eine innen gelagerte Scheibe mit Außenzahnung realisiert.
Hierauf besteht jedoch keine Einschränkung. Art und Ort der
Lagerung und der Zahnung können im wesentlichen beliebig
variiert werden. So kann der Drehverbinder auch als außen ge
lagerter Ring mit einer den Innenumfang umlaufenden Zahnung
realisiert sein. Die Zahnung kann auch auf der Oberseite oder
der Unterseite eines innen oder außen gelagerten Ringes oder
einer innen oder außen gelagerten Scheibe vorgesehen sein.
Die Drehverbinder-Zahnung 31 hat im beschriebenen Beispiel
einen kreislinienförmigen Verlauf. Auch hierauf besteht keine
Einschränkung. Grundsätzlich kann auch ein beliebiger anderer
Verlauf gewählt werden. Entscheidet man sich für einen von
der Kreislinienform abweichenden Verlauf, so kann bei kon
stanter Motordrehzahl eine zeitlich variierende Drehgeschwin
digkeit des Drehverbinders 3 erzielt werden. Dadurch kann ein
an die jeweiligen Gegebenheiten optimal angepaßter Verlauf
der Schwenkbewegungsgeschwindigkeit des Saugerrahmens 112 er
zielt werden.
Die Welle W, also die Achse um welche die Schwinge 1 und der
Saugerrahmen 112 schwenkbar sind, und die Achse, um welche
der Drehverbinder 3 drehbar ist, stehen im betrachteten Bei
spiel senkrecht zueinander.
Dies ermöglicht den Aufbau von Kurbeltrieben, welche in Rich
tung der Achse, um welche der Drehverbinder 3 drehbar ist,
besonders geringe (minimale) Abmessungen aufweisen und mithin
erheblich niedriger und/oder schmaler als bisher ausgebildet
sein können.
Verwendet man beispielsweise wie im vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiel zum Schwenken eines Gegenstandes (des
Saugerrahmens 112) um eine horizontal verlaufende Achse einen
Kurbeltrieb, dessen Drehverbinder um eine vertikal verlau
fende Achse drehbar ist, so kann ein äußerst niedriger Aufbau
der Anordnung erzielt werden. Gegebenenfalls darüber vorzuse
hende Einrichtungen wie im betrachteten Beispiel das Förder
band 110 können dadurch auf einem nahezu beliebig niedrigem
Höhenniveau angeordnet werden. Der Durchmesser des Drehver
binders 3 und mithin auch der Drehverbinder-Zahnung 31 können
dabei beliebig groß sein und somit problemlos für beliebige
Übersetzungsverhältnisse und Kräfte ausgelegt werden.
Wenngleich es sich im betrachteten Beispiel als besonders
vorteilhaft erweist, daß die Achse, um die der Saugerrahmen
112 schwenkbar ist, und die Achse, um welche der Drehverbin
der 3 drehbar ist, senkrecht zueinander stehen, besteht hier
auf keine Einschränkung. Die Ausrichtungen der besagten Ach
sen können vielmehr unabhängig voneinander im wesentlichen
beliebig festgelegt werden; sie können insbesondere auch be
liebige von einer Parallelstellung abweichende Relativlagen
aufweisen. Dadurch können Kurbeltriebe mit nahezu beliebigen
Höhen-, Breiten- und Längenverhältnissen gefertigt werden.
Dadurch kann der Kurbeltrieb ohne wesentliche Änderung dessen
Funktion, Wirkungsweise und Leistungsfähigkeit in vielfälti
ger Weise an die jeweiligen Gegebenheiten angepaßt werden; er
bleibt unabhängig davon einfach und billig herzustellen.
1
Schwinge
2
Kurbelstange
3
Drehverbinder
4
Motor
31
Drehverbinder-Zahnung
41
Antriebswelle
42
Ritzel
110
Förderband
111
Rolle
112
beweglicher Abschnitt
113
Saugnapf
120
Inlader-A-Gestell
130
Glasscheibe
Claims (8)
1. Kurbeltrieb,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine mit ihrem einen Ende an einer Schwinge (1) angrei
fende Kurbelstange (2) mit ihrem anderen Ende exzentrisch mit
einem Drehverbinder (3) verbunden ist.
2. Kurbeltrieb nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehverbinder (3) ein im wesentlichen scheiben- oder
ringförmiges Gebilde ist.
3. Kurbeltrieb nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehverbinder (3) mit einer umlaufenden Zahnung (31)
versehen ist, über welche der Drehverbinder durch eine An
triebseinrichtung drehbar ist.
4. Kurbeltrieb nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zahnung (31) derart ausgebildet ist, daß ein von der
Antriebseinrichtung angetriebenes Ritzel (42) mit dieser käm
mend in Eingriff bringbar ist.
5. Kurbeltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Achse, um welche die Schwinge (1) schwenkbar ist, und
die Achse, um welche der Drehverbinder (3) drehbar ist, eine
von einer Parallelstellung abweichende Relativlage aufweisen.
6. Kurbeltrieb nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Achse, um welche die Schwinge (1) schwenkbar ist, und
die Achse, um welche der Drehverbinder (3) drehbar ist, im
wesentlichen senkrecht zueinander verlaufen.
7. Kurbeltrieb nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Achse, um welche die Schwinge (1) schwenkbar ist, im
wesentlichen horizontal ausgerichtet ist.
8. Kurbeltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch das Schwenken der Schwinge (1) ein Saugerrahmen
(112) eines Untertischladers (110) schwenkbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997117305 DE19717305A1 (de) | 1997-04-24 | 1997-04-24 | Kurbeltrieb |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997117305 DE19717305A1 (de) | 1997-04-24 | 1997-04-24 | Kurbeltrieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19717305A1 true DE19717305A1 (de) | 1998-11-05 |
Family
ID=7827611
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997117305 Withdrawn DE19717305A1 (de) | 1997-04-24 | 1997-04-24 | Kurbeltrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19717305A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1570986A2 (de) | 2002-09-21 | 2005-09-07 | Koenig & Bauer Aktiengesellschaft | Verfahren zum Einstellen des Anpressdrucks einer verstellbar gelagerten Walze |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1542127A (en) * | 1924-10-31 | 1925-06-16 | Charles B Hastings | Portable electric saw |
| AT170756B (de) * | 1949-03-29 | 1952-03-25 | Scintilla Ag | Kurbelgetriebe |
| DE2613322B1 (de) * | 1976-03-29 | 1977-08-18 | Germania Spiegelglas | Vorrichtung zum aufstapeln einzelner platten, insbesondere zum aufstapeln von glasscheiben |
| DE3738930A1 (de) * | 1987-11-17 | 1989-05-24 | Swf Auto Electric Gmbh | Antriebsvorrichtung, insbesondere getriebemotor fuer eine scheibenwischeranlage eines kraftfahrzeugs |
| DE4211317A1 (de) * | 1992-04-04 | 1993-10-07 | Hubert Dipl Ing Nienhaus | Vorrichtung zum Ab- und Aufstapeln von plattenförmigen Gegenständen |
-
1997
- 1997-04-24 DE DE1997117305 patent/DE19717305A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (5)
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