DE19717541A1 - Vorrichtung zur Belastungsmessung bei höhenzugangstechnischen Maschinen - Google Patents
Vorrichtung zur Belastungsmessung bei höhenzugangstechnischen MaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Belastungsmessung bei
höhenzugangstechnischen Maschinen, insbesondere bei Hubarbeitsbühnen
mit zwei parallel zueinander angeordneten Masten und einer sich zwischen den
Masten erstreckenden Arbeitsplattform, die über Laufwagen an den Masten
höhenbewegbar angeordnet ist, wobei die Arbeitsplattform auf rechtwinklig zur
Längsachse der Masten angeordneten Tragkonstruktionen der Laufwagen
aufliegt. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Bestimmung von
statischen Belastungen, insbesondere Zug- und Druckkräften sowie Biege- und
Torsionsspannungen bei einer an zumindest zwei Masten höhenbeweglich
geführten Arbeitsplattform einer Hubarbeitsbühne, die über Laufwagen mit den
Masten verbunden ist.
Derartige höhenzugangstechnische Maschinen, nämlich Hubarbeitsbühnen
sind aus dem Stand der Technik bekannt. Sie werden in der Regel anstelle von
Gerüsten im Bereich von Gebäudefassaden aufgestellt. Die Arbeitsplattform
einer derartigen Hubarbeitsbühne umgreift in der Regel die Masten an
zumindest drei Seiten, wobei es üblich ist, daß die Arbeitsplattform auch seitlich
über die beiden Masten hinausragt. Die Masten bestehen aus Mastelementen
die schussweise übereinander angeordnet und miteinander verbunden werden
so daß aus einer Vielzahl von Mastelementen Masten mit gewünschter Höhe
erstsellbar sind. Zur Kraftübertragung wird in der Regel eine Antriebseinheit
verwendet, die an einer Motortragplatte angeordnet ist und zumindest einen
Elektromotor mit daran angeflanschtem Getriebe aufweist. Die Motortragplatte
ist Bestandteil des Laufwagens, wobei das Getriebe abtriebsseitig mindestens
ein Ausgangsritzel aufweist, die mit einer an dem Mast befestigten Zahnstange
kämmt.
Die Arbeitsplattform derartiger Hubarbeitsbühne wird zum einen in ihrer
bestimmungsgemäßen Form als Plattform zur Ausführung von Arbeiten im
Fassadenbereich genutzt. Zum anderen ist es aber auch nicht unüblich, die
Arbeitsplattform zum Transport von Menschen und Material in eine höhere oder
untere Ebene des Gebäudes zu verwenden. Hierbei wird die Arbeitsplattform
mit beispielsweise Baustoffen, wie Steinen, Fassadenelementen oder
dergleichen beladen. Darüber hinaus ist es üblich, daß die Arbeitsplattform
segmentweise aufgebaut ist, so daß die Arbeitsplattform in Abhängigkeit der
Baustellengegebenheiten an das Gebäude angepaßt werden kann. Hierbei
können beidseitig der Masten verschiedenlange Überstände der
Arbeitsplattform vorgesehen sein. Aus dieser Variablität der Arbeitsplattform
und dem daraus resultierenden wechselnden Eigengewicht der Arbeitsplattform
und der hiervon abhängigen Nutzlast der Arbeitsplattform besteht das
Bedürfnis, daß die genauen Belastungen der Arbeitsplattform festgestellt und
zur Steuerung der Antriebe der Arbeitsplattform genutzt werden. Hierbei ist es
bekannt, daß die beiden Antriebe der Laufwagen hinsichtlich ihrer
Stromaufnahme überwacht werden. Diese Vorgehensweise hat sich im Stand
der Technik bewährt, setzt aber voraus, daß die Antriebsmotoren anlaufen, das
heißt, daß diese Vorgehensweise lediglich ein dynamische Belastungsmessung
zuläßt.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Belastungsmessung bei
höhenzugangstechnischen Maschinen zu schaffen, mit der bzw. mit dem eine
Vielzahl von Belastungen in einfacher Weise statisch feststellbar ist, die zur
Steuerung der höhenzugangstechnischen Maschine auswertbar und
verwendbar sind.
Die Lösung dieser Aufgabenstellung sieht bei einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung vor, daß zwischen jeder Tragkonstruktion und der Arbeitsplattform
eine Kraftmeßeinrichtung angeordnet ist, welche Kraftmeßeinrichtung eine Kraft
mißt und den gemessenen Wert an einen Rechner übermittelt, der aus den
gemessenen Werten eine statische Belastung der Arbeitsplattform berechnet.
Demzufolge ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die von der Arbeitsplattform
auf die Laufwagen übertragenen Kräfte über Kraftmeßeinrichtungen gemessen
werden. Hierdurch wird neben der Eigengewichtskraft der Arbeitsplattform, die
beispielsweise zuvor in einem Eichprozeß des Rechners gespeichert wird, die
statische Belastung der Arbeitsplattform aufgrund aufstehender Lasten
festgestellt. Hierbei kann nicht nur die direkt auf den Laufwagen wirkende Kraft
gemessen werden, sondern auch eine Kraftverteilung über die
Längserstreckung der Arbeitsplattform.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß zwischen
jedem Laufwagen und der Arbeitsplattform zwei Kraftmeßeinrichtungen
angeordnet sind. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß neben der
Kraftverteilung in Längserstreckung der Arbeitsplattform auch eine
Kraftverteilung in horizontaler Richtung rechtwinklig zur Längserstreckung der
Arbeitsplattform feststellbar ist. Hierzu sind die Kraftmeßeinrichtungen
vorzugsweise im Abstand zueinander angeordnet.
Es hat sich nach einem weiteren Merkmal der Erfindung als vorteilhaft
erwiesen, die Kraftmeßeinrichtungen auf einer Linie anzuordnen, die
rechtwinklig zur Längserstreckung der Arbeitsplattform verläuft. Vorzugsweise
sind die Kraftmeßeinrichtungen innerhalb des Laufwagens möglichst weit
entfernt voneinander angeordnet, so daß hierdurch repräsentative Kraftwerte
erzielt werden, die sich nicht oder nur geringfügig beeinflussen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die
Arbeitsplattform parallel zu ihrer Längsachse begrenzt relativ zu den Masten
verschiebbar ist. Es hat sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt, die
Arbeitsplattform begrenzt, relativ zu den Laufwagen verschwenkbar
anzuordnen. Durch diese Freiheitsgrade werden Kräfte aufgrund einer
Schiefstellung der Arbeitsplattform, die dann zu einer Verspannung der
Arbeitsplattform zwischen den Masten führt, bei der Messung der auf die
Arbeitsplattform wirkenden Kräfte kompensiert, so daß die über die
Kraftmeßeinrichtungen gemessenen Kräfte im wesentlichen die tatsächlichen
Kraftverhältnisse aufgrund des Eigengewichtes der Arbeitsplattform und
aufgrund der auf der Arbeitsplattform auflastenden Lasten wiedergeben.
Die Kraftmeßeinrichtungen sind insbesondere als Dehnungsmeßstreifen
ausgebildet. Dehnungsmeßstreifen stellen eine preiswerte Möglichkeit einer
Kraftmeßeinrichtung dar und sind darüber hinaus auch bei derartigen
Vorrichtungen verwendbar, die unter entsprechend rauhen
Betriebsbedingungen gehandhabt werden, wie sie beispielsweise auf
Baustellen herrschen. Hierbei ist zu bedenken, daß auf Baustellen nicht immer
die notwendige Sorgfalt bei der Bedienung von Maschinen angewendet wird.
Jeweils eine Kraftmeßeinrichtung eines jeden Laufwagens ist an einem dem
Mast zugewandten Ende des Laufwagens und die zweite Kraftmeßeinrichtung
eines jeden Laufwagens ist an einem dem Mast abgewandten und somit dem
erstgenannten Ende gegenüberliegenden Ende des Laufwagens angeordnet.
Es ist darüberhinaus vorgesehen, daß die Kraftmeßeinrichtungen eines jeden
Laufwagens auf einer zum Mast hin ausgerichteten Mittelachse der
Tragkonstruktion des Laufwagens angeordnet sind. Auch diese Ausgestaltung
hat den Vorteil, daß Kräfte aufgrund einer Schiefstellung der Arbeitsplattform
relativ zu den Masten im wesentlichen kompensiert werden, da die
Kraftmeßeinrichtungen diesbezüglich auf einer neutralen Linie des Laufwagens
angeordnet sind.
Seitens des erfindungsgemäßen Verfahrens ist zur Lösung der
Aufgabenstellung vorgesehen, daß an Auflagepunkten der Arbeitsplattform auf
dem Laufwagen jeweils eine Kraft mittels Kraftmeßeinrichtungen gemessen
wird und daß die gemessenen Kräfte einem Rechner übermittelt werden, der
die Kräfte hinsichtlich der Gesamtbelastung der Arbeitsplattform, der Belastung
pro Laufwagen und/oder eventueller Biege- und/oder Torsionsspannungen in
der Hubarbeitsbühne prüft.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist somit vorgesehen, daß sämtliche
Kräfte, die auf die Kraftmeßeinrichtungen wirken, gemessen werden und
anschließend die gemessenen Kräfte in einem Rechner hinsichtlich ihres Ortes
und ihrer Größe analysiert werden. Aus der Größe der gemessenen Kräfte
kann die Gesamtbelastung der Arbeitsplattform und die Belastung eines jeden
Laufwagens berechnet werden. Durch die Messung von der Kraft und die
Festlegung des Ortes der gemessenen Kraft können darüber hinaus auch
Biege- und/oder Torsionsspannungen in der Hubarbeitsbühne festgestellt
werden. Die ausgewerteten Daten werden dann zur Steuerung der
Antriebsmotoren genutzt.
Nach einem weiteren Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens ist
vorgesehen, daß die Gesamtbelastung der Arbeitsplattform aus der Summe
der einzelnen über die Kraftmeßeinrichtung gemessenen Kräfte berechnet wird.
Die Belastung pro Laufwagen berechnet sich aus der Summe der im jeweiligen
Laufwagen gemessenen Kräfte. Die Biegespannung in der Arbeitsplattform
kann aus dem Quotienten der Summen der gemessenen Kräfte in beiden
Laufwagen berechnet werden.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die
Torsionsspannung in der Arbeitsplattform jeweils aus dem Quotienten der an
zwei Punkten eines Laufwagens gemessenen Kräften berechnet wird.
Vorzugsweise ist der Rechner mit Antriebsmotoren der Laufwagen verbunden.
In dem Rechner werden die gemessenen Belastungen mit gespeicherten
Referenzwerten verglichen, wobei die Energiezufuhr zu den Antriebsmotoren
unterbrochen wird, wenn die gemessenen und berechneten Belastungen die
Referenzwerte überschreiten. Die Referenzwerte können in Abhängigkeit der
konstruktiven Ausgestaltung der Arbeitsplattform im Rechner gespeichert
werden. Demzufolge wird die höhenzugangstechnische Maschine hinsichtlich
des Eigengewichts der Arbeitsplattform als Referenzwert im Rechner
gespeichert. Die Nutzlast der Arbeitsplattform, das heißt die möglichen
Transportlasten der Arbeitsplattform ist abhängig von der konstruktiven
Ausgestaltung der Mastkonstruktion und der konstruktiven Ausgestaltung der
Antriebseinrichtungen. Unter Beachtung eines Sicherheitsabstandes ergibt sich
die Nutzlast aus der maximal möglichen Transportlast abzüglich des
Eigengewichtes der Arbeitsplattform. In gleicher Weise können
selbstverständlich auch bestimmte Werte für Torsions- und Biegespannungen
innerhalb der Arbeitsplattform vorgegeben werden, um auch hier eine
Sicherheit vor unzulässigen Belastungen zu gewährleisten.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der eine
bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dargestellt ist. In der Zeichnung
zeigen:
Fig. 1 eine Hubarbeitsbühne in Ansicht;
Fig. 2 die Hubarbeitsbühne gemäß Fig. 1 in Seitenansicht;
Fig. 3 einen Laufwagen mit einem schematisch dargestellten
Getriebe für die Hubarbeitsbühne gemäß den Fig.
1 und 2 in Seitenansicht;
Fig. 4 den schematisch dargestellten Laufwagen gemäß Fig. 3
in Draufsicht;
Fig. 5 eine Seitenansicht des Laufwagens der
Hubarbeitsbühne gemäß der Fig. 1 mit
aufliegender Arbeitsplattform;
Fig. 6 der Laufwagen der Hubarbeitsbühne gemäß
Fig. 5 in Draufsicht und
Fig. 7 eine Draufsicht auf die Arbeitsplattform.
Fig. 1 zeigt eine Hubarbeitsbühne 1, die vor einem Gebäude 2 angeordnet ist.
Die Hubarbeitsbühne 1 besteht aus zwei Masten 3 und 4, welche Masten 3 und
4 aus einzelnen Mastelementen 5 und 6 besteht, die übereinander zur Bildung
der Masten 3 und 4 angeordnet und miteinander verbunden sind. Jeder Mast 3,
4 weist einen Mastfuß 7, 8 auf, der über höhenverstellbare Stützfüße 9 auf
einer Aufstandsfläche 10 aufsteht. Der Mastfuß 7, 8 kann darüber hinaus ein
Fahrwerk aufweisen, mit dem der Mast 3, 4 verfahrbar ist. Über die Stützfüße 9
kann der Mastfuß 7, 8 soweit angehoben werden, daß das Fahrwerk nicht auf
der Aufstandsfläche 10 aufsteht.
Die Masten 3, 4 sind über Abspannungen 11 mit der Fassade des Gebäudes 2
verbunden.
Jeder Mast 3, 4 weist eine Zahnstange 12,13 auf, die außenseitig an dem
Mast 3, 4 befestigt ist, wobei die Zahnstange 12, 13 in einzelne Abschnitte
unterteilt ist, welche Abschnitte der Zahnstange 12, 13 im wesentlichen die
gleiche Länge aufweisen, wie die einzelnen Mastelemente 5, 6.
An den Masten 3, 4 ist jeweils ein Laufwagen 14, 15 derart angeordnet, daß er
entlang der Masten 3, 4 verfahrbar ist. Die Laufwagen 14,15 sind über eine
Arbeitsplattform 16 miteinander verbunden. Demzufolge kann die
Arbeitsplattform 16 mittels der Laufwagen 14 und 15 in unterschiedlichen
Höhen vor dem Gebäude 2 angeordnet werden, um entsprechende Arbeiten an
der Fassade durchzuführen. Aus Sicherheitsgründen weist die Arbeitsplattform
16 ein im wesentlichen umlaufendes Geländer 18 auf.
In den Fig. 3 und 4 ist der Laufwagen 15 dargestellt. Zur Vereinfachung der
konstruktiven Ausgestaltung ist der Laufwagen 15 lediglich als rechteckförmige
Fläche dargestellt.
Der Laufwagen 15 besteht aus einer als Motortragplatte 22 ausgebildeten
Platte. An der Unterkante des Laufwagens 15 sind zwei Achsen angeordnet, an
deren freien Enden Führungsrollen 38 und 39 drehbar gelagert angeordnet
sind. Diese Führungsrollen 38 und 39 laufen auf den Außenflächen der
Mastelemente 5 und dienen der Führung des Laufwagens 15 entlang des
Mastes 4.
Darüber hinaus weist die Platte des Laufwagens 15 an zwei weiteren Achsen
drehbar gelagerte Führungsrollen 27 und 28 auf. Diese Führungsrollen 27 und
28 liegen an der Zahnstangenrückseite 30 der Zahnstange 13 an und rollen auf
der Zahnstangenrückseite 30 ab. Auf der der Zahnstangenrückseite 30
gegenüberliegenden Fläche der Zahnstange ist die Verzahnung 29 der
Zahnstange 12 angeordnet.
Weiterhin trägt die Platte des Laufwagens 15 einen Antriebsmotor 19, der mit
seiner Motorachse mittelbar auf ein Ritzel 26 wirkt, welches Ritzel 26 mit zwei
Ausgangsritzeln 24 und 25 kämmt, die wiederum mit der Verzahnung 29 der
Zahnstange 13 kämmen. Demzufolge wird das Drehmoment des
Antriebsmotors 19 über das Ritzel 26 und die Ausgangsritzel 24 und 25 auf die
ortsfest an den Masten 3 und 4 angeordnete Zahnstange 12 übertragen, so
daß der Laufwagen 15 entlang der Zahnstange 12 und somit auch entlang des
entsprechenden Mastes 3, 4 höhenbeweglich verfahrbar ist.
In den Fig. 5 und 6 ist die konstruktive Ausgestaltung der Arbeitsplattform
16 sowie des Laufwagens 14 dargestellt. Der Laufwagen 14 ist an dem Mast 3
geführt. Hierzu weist der Laufwagen 14 die Motortragplatte 22 auf, die parallel
zur Längserstreckung des Mastes 3 ausgerichtet ist. An dieser Motortragplatte
22 sind die Führungsrollen 38 und 39 derart angeordnet, daß sie beidseitig an
einem Profilträger 23 des Mastes 3 abrollen.
An der Motortragplatte 22 ist das Getriebe 31 verschraubt, so daß die beiden
Ausgangsritzel 24 und 25 mit der Zahnstange 12 kämmen. Oberhalb des
Getriebes 31 weist der Laufwagen 14 sich rechtwinklig zum Mast 3
erstreckende Profile 32 auf, die mit einem sich hierzu rechtwinklig
erstreckenden Profil 33 verbunden und über ein weiteres schräg verlaufendes
Profil 34 gegenüber der Motortragplatte 22 abgestützt sind. Auf der durch die
Profile 32, 33 und 34 gebildeten Tragkonsole 35 des Laufwagens 14 sind
beabstandet zueinander Lagerungen 36 befestigt, wobei zwischen den
Lagerungen 36 und der Tragkonsole 35 Dehnungsmeßstreifen 37 als
Kraftmeßeinrichtung angeordnet sind. Die von den Dehnungsmeßstreifen 37
aufgenommenen Kräfte werden in nicht näher dargestellter Weise einem
Rechner zugeführt, der über eine elektrische Steuerung mit den
Antriebsmotoren 19 der Hubarbeitsbühne 1 verbunden ist.
Oberhalb jeder Lagerung 36 ist ein Verbindungselement 40 angeordnet, das
die Arbeitsplattform 16 mit dem Laufwagen 14 verbindet. Jedes
Verbindungselement 40 besteht aus einer ortsfest an der Arbeitsplattform 16
angeordneten Stange 41 und einer als Lagerschale ausgebildeten Halterung
42, die topfförmig ausgebildet und an ihrem offenen Ende mit einem Deckel 43
abgedeckt ist. In der Halterung 42 ist ein Kugelelement 44 gelagert. Das
Kugelelement weist eine Bohrung auf, die von der Stange 41 durchgriffen ist.
Die Stange 41 durchgreift weiterhin zwei radial angeordnete Öffnungen in der
Halterung 42 und ist über Winkelelemente an der Arbeitsplattform 16 fixiert.
Die voranstehend beschriebenen Verbindungselemente 40 ermöglichen eine
Bewegung der Arbeitsplattform 16 in Längsrichtung der Arbeitsplattform 16
relativ zu den Masten 3 und 4. Darüber hinaus ermöglichen die
Verbindungselemente 40 eine relative Drehbewegung der Arbeitsplattform 16
um die Achsen der Ausgangsritzel 24. Hierdurch wird ein gegebenenfalls
entstehender Höhenunterschied zwischen den beiden Antrieben der Laufwagen
14 und 15 an den Masten 3 und 4 ausgeglichen, so daß eine ungleichmäßige
Hubbewegung der Laufwagen 14 und 15 relativ zueinander in begrenztem
Maße möglich ist. Darüber hinaus kann durch die Anordnung der
Verbindungselemente 40 'in Kombination mit den Dehnungsmeßstreifen 37 die
statische Belastung der Arbeitsplattform 16 hinsichtlich der Größe und des
Ortes der Belastung festgestellt werden. Die über die Dehnungsmeßstreifen 37
erfaßten Kräfte werden in einem nicht näher dargestellten Rechner ausgewertet
und bei Erreichen einer statischen Überlast zum Abschalten der
Antriebsmotoren 19 verwendet.
Für die Relativbewegung der Arbeitsplattform 16 hinsichtlich des Laufwagens
14 oder 15 ist es erforderlich, daß die Öffnungen in der Halterung 42
geringfügig größer ausgebildet sind, als der Durchmesser der Stange 41. Die
Bohrung in dem Kugelelement 44 kann demgegenüber paßgenau mit dem
Durchmesser der Stange 41 übereinstimmen, da hier lediglich die notwendige
Axialbewegung vorgesehen ist.
In der Fig. 7 ist die Arbeitsplattform 16 in einer Draufsicht dargestellt. I und II
zeigen die Standpunkte der Masten. Es ist zu erkennen, daß die
Arbeitsplattform 16 in unterschiedliche Abschnitte in Längsrichtung und quer
zur Längsrichtung unterteilt ist. Die mit den Buchstaben A und B
gekennzeichneten Punkte stellen die Lage der Dehnungsmeßstreifen 37 dar.
Durch diese Dehnungsmeßstreifen können in den Punkten 1, 2, 3, 4, 11, 12,
13,14, 21, 22, 23, 24, 31, 32, 33 und 34 die Belastungen gemessen werden. In
gleicher Weise können auch im Bereich des mit II gekennzeichneten Mastes
die einzelnen Belastungspunkte gemessen werden. Hieraus ergibt sich, daß die
Gesamtbelastung der Arbeitsplattform nach folgender Formel zu berechnen ist:
Σ(I-A, I-B, II-A, II-B)
Die Belastung pro Laufwagen berechnet sich nach folgender Formel:
Σ(I-A, I-B) und Σ(II-A, II-B)
Weiterhin können Biegespannungen und Torsionsspannungen in der
Arbeitsplattform nach folgenden Formeln berechnet werden, nämlich die
Biegespannung nach
und die Torsionspannung nach
Die voranstehend beschriebene Vorrichtung bzw. das voranstehend
beschriebene Verfahren ermöglichen somit mit zwei Dehnungsmeßstreifen pro
Laufwagen die Messung des vertikalen Drucks bzw. Zuges an jedem
Stützpunkt. Die Dehnungsmeßstreifen sind über einen Rechner miteinander
verbunden und ermöglichen die Berechnung sämtlicher Belastungen innerhalb
der Arbeitsplattform.
Claims (16)
1. Vorrichtung zur Belastungsmessung bei höhenzugangstechnischen
Maschinen, insbesondere bei Hubarbeitsbühnen mit zwei parallel zueinander
angeordneten Masten (3, 4) und einer sich zwischen den Masten (3, 4)
erstreckenden Arbeitsplattform (16), die über Laufwagen (14, 15) an den
Masten (3, 4) höhenbewegbar angeordnet ist, wobei die Arbeitsplattform (16)
auf rechtwinklig zur Längsachse der Masten (3, 4) angeordneten
Tragkonstruktionen (35) der Laufwagen (14, 15) aufliegt und zwischen jeder
Tragkonstruktion (35) und der Arbeitsplattform (16) eine
Kraftmesseinrichtung angeordnet ist, welche Kraftmeßeinrichtung eine Kraft
mißt und den gemessenen Wert an einen Rechner übermittelt, der aus den
gemessenen Werten eine statische Belastung der Arbeitsplattform (16)
berechnet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen jedem Laufwagen (14, 15) und der Arbeitsplattform (16) zwei
Kraftmeßeinrichtungen angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kraftmeßeinrichtungen im Abstand zueinander angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kraftmeßeinrichtungen auf einer Linie angeordnet sind, die
rechtwinklig zur Längserstreckung der Arbeitsplattform (16) verläuft.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Arbeitsplattform (16) parallel zu ihrer Längsachse begrenzt relativ zu
den Masten (3, 4) verschiebbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Arbeitsplattform (16) begrenzt relativ zu den Laufwagen (14, 15)
verschwenkbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kraftmeßeinrichtungen als Dehnungsmeßstreifen (37) ausgebildet
sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils eine Kraftmeßeinrichtung eines jeden Laufwagens (14, 15) an
einem dem Mast (3, 4) zugewandten Ende des Laufwagens (14, 15) und die
zweite Kraftmeßeinrichtung eines jeden Laufwagens (14, 15) an einem dem
Mast (3, 4) abgewandten und somit dem erstgenannten Ende
gegenüberliegenden Ende des Laufwagens (14, 15) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet
daß die Kraftmeßeinrichtungen eines jeden Laufwagens (14, 15) auf einer
zum Mast (3, 4) hin ausgerichteten Mittelachse der Tragkonstruktion (35) des
Laufwagens (14, 15) angeordnet sind.
10. Verfahren zur Bestimmung von statischen Belastungen, insbesondere Zug-
und Druckkräften, sowie Biege- und Torsionsspannungen bei einer an
zumindest zwei Masten (3, 4) höhenbeweglich geführten Arbeitsplattform (16)
einer Hubarbeitsbühne, die über Laufwagen (14, 15) mit den Masten (3, 4)
verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß an Auflagepunkten der Arbeitsplattform (16) auf den Laufwagen (14, 15)
jeweils eine Kraft mittels Kraftmeßeinrichtungen gemessen wird und
daß die gemessenen Kräfte einem Rechner übermittelt werden, der die
Kräfte hinsichtlich der Gesamtbelastung der Arbeitsplattform (16), der
Belastung pro Laufwagen (14, 15) und/oder eventueller Biege- und/oder
Torsionsspannungen in der Hubarbeitsbühne prüft.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gesamtbelastung der Arbeitsplattform (16) aus der Summe der
einzelnen über die Kraftmeßeinrichtungen gemessenen Kräfte berechnet
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet
daß die Belastung pro Laufwagen (14, 15) aus der Summe der im jeweiligen
Laufwagen (14, 15) gemessenen Kräfte berechnet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Biegespannung in der Arbeitsplattform (16) aus dem Quotienten der
Summen der gemessenen Kräfte in beiden Laufwagen (14, 15) berechnet
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet
daß die Torsionsspannung in der Arbeitsplattform (16) jeweils aus den
Quotienten der an zwei Punkten eines Laufwagens (14, 15) gemessenen
Kräfte berechnet wird.
15. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet
daß der Rechner mit Antriebsmotoren (19) der Laufwagen (14, 15) verbunden
ist und die gemessenen Belastungen mit Referenzwerten vergleicht, wobei
die Energiezufuhr zu den Antriebsmotoren (19) unterbrochen wird, wenn die
gemessenen und berechneten Belastungen die Referenzwerte
überschreiten.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet
daß die Referenzwerte in Abhängigkeit der Konstruktion und/oder des
Eigengewichts der Arbeitsplattform (16) gespeichert werden.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE19717541A DE19717541A1 (de) | 1997-04-11 | 1997-04-25 | Vorrichtung zur Belastungsmessung bei höhenzugangstechnischen Maschinen |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19717541A Withdrawn DE19717541A1 (de) | 1997-04-11 | 1997-04-25 | Vorrichtung zur Belastungsmessung bei höhenzugangstechnischen Maschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19717541A1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4093091A (en) * | 1976-06-30 | 1978-06-06 | Towmotor Corporation | Load moment sensing system for lift trucks |
| DE19511591C2 (de) * | 1995-03-29 | 1997-02-06 | Jungheinrich Ag | Verfahren zur Bestimmung der Last eines Flurförderzeugs |
-
1997
- 1997-04-25 DE DE19717541A patent/DE19717541A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4093091A (en) * | 1976-06-30 | 1978-06-06 | Towmotor Corporation | Load moment sensing system for lift trucks |
| DE19511591C2 (de) * | 1995-03-29 | 1997-02-06 | Jungheinrich Ag | Verfahren zur Bestimmung der Last eines Flurförderzeugs |
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