DE19716041C2 - Elektromagnetisch betätigbares Ventil - Google Patents
Elektromagnetisch betätigbares VentilInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein elektromagnetisch betätigba
res Ventil gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein gattungsgemäßes Ventil einer Einspritzvorrichtung ist aus
der DE 39 29 134 C2 bekannt. Das elektromagnetisch betätigbare
Ventil weist einen Ventilsitz, einen Ventilschaft mit einem
Führungsteil, einen Ventilteller, eine elektromagnetische
Stellvorrichtung und eine Feder auf. Das Ventil ist über das
Führungsteil axial beweglich in der Ventilführung geführt. Die
die Schließfunktion ausübende Stellvorrichtung und die die Öff
nungsfunktion ausübende Feder führen das Ventil in die jeweili
gen Endstellungen. In der Schließstellung des Ventils liegt der
Ventilteller am Ventilsitz an. Das Führungsteil weist eine
Schulter auf, die zwischen sich und dem Ventilteller einen
Steuerraum mit einer Kraftstoffdruckbohrung ausbildet. In dem
Steuerraum wirken hydraulische Kräfte auf die Schulter und den
Ventilteller. Die hydraulische Kraft, die auf die Schulter des
Führungsteiles in Schließrichtung des Ventiles wirkt, ent
spricht im Idealzustand (Neuzustand) genau der hydraulischen
Kraft, die auf den Ventilteller in Öffnungsrichtung des Venti
les wirkt. Die hydraulischen Kräfte im Steuerraum befinden sich
im Gleichgewicht.
Bei Ventilen dieser Art können über die Laufzeit des Ventils
die hydraulischen Verhältnisse im Steuerraum zu einem Ungleich
gewicht führen, d. h., daß der im Neuzustand des Ventiles an der
innenliegenden Kante des gehäuseseitigen Ventilsitzes liegende
und dort einen kreislinienförmigen Sitz bildende hydraulisch
wirksame Dichtungsdurchmesser sich mit zunehmender Laufzeit des
Ventiles vergrößert. Ursache hierfür sind die Verunreinigungen
im Kraftstoff, die einen Schmirgeleffekt erzeugen. Es bilden
sich Riefen an den zu dichtenden Flächen, nämlich an der Kegel
fläche des Ventiltellers und an der gehäuseseitigen Ventilsitz
fläche.
Es stellt sich also ein Ungleichgewicht ein, da sich Kräfte zu
sätzlich an den rauhen Dichtflächen ausbreiten können. Der hy
draulisch wirksame Dichtungsdurchmesser wandert entsprechend
nach außen bzw. vergrößert sich entsprechend. Somit reicht die
auf das Führungsteil wirkende Schließkraft, welche sich aus der
Differenzkraft der auf die Schulter des Führungsteiles wirken
den hydraulischen Schließkraft und der auf den Ventilteller
wirkenden Öffnungskraft sowie aus der Magnetkraft der Stellvor
richtung abzüglich der Federkraft der Öffnungsfeder ergibt,
nicht mehr aus, eine störungsfreie Schließfunktion des Ventiles
sicherzustellen. Die Folge kann ein früheres Öffnen des Venti
les sein. Bei Extremfällen ist sogar ein ungewolltes Öffnen des
Ventiles nicht auszuschließen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, an einem elektromagneti
schen Ventil einfache Maßnahmen vorzusehen, durch die die
Schließ- und Öffnungsfunktion des Ventils über dessen Gesamt
laufzeit gewährleistet ist, ohne die Magnetkraft des Elektroma
gneten verstärken zu müssen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des
Patentanspruchs 1 und 2 angegebenen Merkmale gelöst.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen, nämlich durch eine Ver
kleinerung des Außendurchmessers des Ventiltellers den hydrau
lisch wirksamen Sitz- bzw. Dichtungsdurchmesser des Ventiles
über die Laufzeit des Ventiles so zu begrenzen, daß die in der
Schließstellung des Ventiles auf den Ventilteller wirkende hy
draulische Öffnungskraft kleiner bleibt als die auf das Füh
rungsteil wirkende Schließkraft, wird auf einfache Weise er
reicht, daß die hydraulischen Kräfte im Steuerraum über die
Laufzeit des Ventiles im wesentlichen im Gleichgewicht bleiben.
Die für die Schließstellung des Ventils verantwortliche Magnet
kraft der Stellvorrichtung kann schwächer ausgelegt werden.
Dennoch ist ein ungewolltes Öffnen des Ventils in der Schließ
phase wirksam verhindert. Der abrasive Verschleiß am Ventilsitz
durch Partikel, die über den Kraftstoff transportiert werden,
hat nur vernachlässigbare Auswirkungen auf die Schließ- und
Öffnungsfunktion des Ventils. Selbst über eine lange Laufzeit
des Ventils bleiben die hydraulischen Verhältnisse im Steuer
raum in etwa gleich.
In den Zeichnungen ist im folgenden die Erfindung anhand von
zwei Ausführungsbeispielen mit weiteren Einzelheiten näher er
läutert, und zwar zeigen:
Fig. 1 in einem Schnitt ein elektromagnetisch betätigbares
Ventil, ähnlich dem der gattungsbildenden DE 39 29 134
C2, in Schließstellung mit einem Ventilsitz und einem
Ventilkörper, wobei der Ventilteller unter Ausbildung
eines hydraulisch wirksamen Sitzdurchmessers gegen den
Ventilsitz anliegt, mit einer Feder und einer elektro
magnetischen Stellvorrichtung,
Fig. 2 in einem ersten Ausführungsbeispiel einen Ausschnitt
eines elektromagnetisch betätigbaren Ventiles in
Schnittdarstellung, wobei erfindungsgemäß der hydrau
lisch wirksame Sitzdurchmesser durch die Ventilkörper
geometrie begrenzt ist, und
Fig. 3 in einem zweiten Ausführungsbeispiel einen Ausschnitt
eines elektromagnetisch betätigbaren Ventiles in
Schnittdarstellung, wobei erfindungsgemäß der hydrau
lisch wirksame Sitzdurchmesser durch die Ventilsitzgeo
metrie begrenzt ist.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen ein elektromagnetisch betätigtes Ventil
1, 1 1 und 1 2, wobei jeweils der obere Bereich der Figuren das
Ventil 1, 1 1, 1 2 im Neuzustand und der untere Bereich das Ven
til 1, 1 1, 1 2 nach einer gewissen Laufzeit darstellt. Gleiche
Bauteile in den Figuren sind mit gleichen Bezugszeichen gekenn
zeichnet.
Fig. 1 zeigt ein gattungsgemäßes Ventil 1, das in einem Gehäuse
2 beispielsweise einer Kraftstoffeinspritzpumpe eingesetzt ist
und einen Ventilsitz 3 und einen Ventilkörper 4 aufweist. Der
Ventilkörper 4 umfaßt einen Ventilteller 5 und einen Ventil
schaft 6 mit einem Führungsteil 7, wobei das Führungsteil 7 ei
ne Schulter 8 ausbildet. Das Ventil 1 ist über das Führungsteil
7 in einer Ventilführung 9 des Gehäuses 2 axial beweglich ge
führt und kann geöffnet oder geschlossen werden, wobei in der
Schließstellung des Ventils 1 der Ventilteller 5 unter Ausbil
dung eines hydraulisch wirksamen Sitzdurchmessers dhydr.wirk.
dichtend gegen den Ventilsitz 3 anliegt.
Über eine elektromagnetische Stellvorrichtung 10 sowie eine Fe
der 11 ist das Ventil 1 in seine Endlagen d. h. in die Offen-
oder Schließstellung führbar, wobei die elektromagnetische
Stellvorrichtung 10 in Schließrichtung 12 und die Feder 11 in
Öffnungsrichtung 13 des Ventils 1 wirkt.
Zwischen der Schulter 8 des Führungsteiles 7 und dem Ventiltel
ler 5 ist ein Steuerraum 14 mit einer Kraftstoffdruckbohrung
15, die zur Einspritzpumpe führt, ausgebildet. An dem Ventil
teller 5 greift eine hydraulische Kraft FÖhydr. in Öffnungsrich
tung 13 und an der Schulter 8 greift eine hydraulische Kraft FS
hydr. in Schließrichtung 12 des Ventils 1 an. Im Idealzustand
des Ventils 1, was im vorliegenden Fall der Neuzustand des Ven
tils 1 ist, entspricht der hydraulisch wirksame Sitzdurchmesser
dhydr.wirk. dem Durchmesser D der Ventilführung bzw. -bohrung 9,
wodurch sich die hydraulischen Verhältnisse FÖhydr. : FShydr. im
Steuerraum 14 im Gleichgewicht befinden. Die hydraulische Kraft
FShydr., die auf die Schulter 8 des Führungsteiles 7 in Schließ
richtung 12 des Ventils 1 wirkt, entspricht in diesem Idealzu
stand genau der hydraulischen Kraft FÖhydr., die auf den Ventil
teller 5 in Öffnungsrichtung 13 des Ventils 1 wirkt, wobei die
hydraulische Kraft FÖhydr. in Öffnungsrichtung 13 vom hydrau
lisch wirksamen Sitzdurchmesser dhydr.wirk. und die hydraulische
Kraft FShydr. in Schließrichtung 12 vom Durchmesser D der Ven
tilführung 9 abhängig ist.
Beim Schließen wird das axial bewegliche Ventil 1 durch die Ma
gnetkraft FM der elektromagnetischen Stellvorrichtung 10 entge
gen der Federkraft FF der Öffnungsfeder 11 in Schließrichtung
12 verschoben, wobei der Ventilteller 5 am Ventilsitz 3 an
liegt. Bei der Öffnungsbewegung des Ventils 1 bewirkt die Feder
11 eine entgegengesetzte Bewegung des Ventils 1 in Öffnungs
richtung 13 und damit ein Abheben des Ventiltellers 5 vom Ven
tilsitz 3.
Mit Einarbeiten des Ventiltellers 5 in den Ventilsitz 3 und ei
ner damit verbundenen Sitzverbreiterung über die Laufzeit des
Ventils 1, wie im unteren Bereich der Fig. 1 gezeigt, ändern
sich die hydraulischen Verhältnisse FÖhydr. : FShydr. und dadurch
die gesamte Kräftebilanz am Ventil 1, zumal hydraulische Kräfte
durch den aufgerauhten Sitzbereich in Öffnungsrichtung zusätz
lich wirken. Die Sitzverbreiterung des Ventils 1 führt zu einer
Vergrößerung des hydraulisch wirksamen Sitzdurchmessers
dhydr.wirk. wie in Fig. 1 dargestellt. Damit erfährt das Ventil 1
eine resultierende hydraulische Kraft FÖhydr. in Öffnungsrich
tung 13. Diese resultierende Kraft FÖhydr. in Öffnungsrichtung
13 wirkt neben der Federkraft FF der für das Schließen des Ven
tils 1 verantwortlichen Magnetkraft FM entgegen und bewirkt ein
ungewolltes vorzeitiges Öffnen des Ventils 1. Beim Einsatz des
Ventils 1 in einer Einspritzpumpe würde dies ein ungewolltes
vorzeitiges Öffnen während der Einspritzung bedeuten. Ab einer
bestimmten Vergrößerung des hydraulisch wirksamen Sitzdurchmes
sers dhydr.wirk. wird die Magnetkraft FM durch die Federkraft FF
und die hydraulische Kraft FÖhydr. in Öffnungsrichtung 13 über
wunden.
Um zu verhindern, daß sich die hydraulische Kraft FÖhydr. in
Öffnungsrichtung 13 über die Laufzeit des Ventils 1 zu stark
erhöht und somit zum einwandfreien Funktionieren des Ventils 1
eine Erhöhung der für das Schließen verantwortlichen Magnet
kraft FM nötig wird, wird erfindungsgemäß der hydraulisch wirk
same Sitzdurchmesser dhydr.wirk. des Ventils 1 zwangsweise be
grenzt. Im Idealfall bewirkt die Begrenzung ein Kräftegleichge
wicht zwischen den hydraulischen Kräften FÖhydr. und FShydr. im
Steuerraum 14, wodurch nur noch die Federkraft FF und die Ma
gnetkraft FM auf das Ventil 1 einwirken. Außerhalb des Ideal
falls bewirkt die Begrenzung des hydraulisch wirksamen Sitz
durchmessers, daß sich die hydraulische Kraft FÖhydr. in Öff
nungsrichtung 13 in einem unkritischen Bereich bewegt und somit
kein ungewolltes Öffnen des Ventils erfolgt. Eine Begrenzung
des hydraulisch wirksamen Sitzdurchmessers dhydr.wirk. kann, wie
in Fig. 2 und 3 gezeigt, durch die Geometrie des Ventilkörpers
4 oder des Ventilsitzes 3 erfolgen.
Fig. 2 zeigt die Begrenzung des hydraulisch wirksamen Sitz
durchmessers dhydr.wirk. durch die Geometrie des Ventilkörpers 41.
Eine Verkleinerung des Außendurchmessers da1 des Ventiltellers
5 1 im Bereich des Ventilsitzes 3 1 führt im Gegensatz zum Außen
durchmesser da des Ventiltellers 5 aus Fig. 1 zwangsweise zu
einer Begrenzung des hydraulisch wirksamen Sitzdurchmessers
dhydr.wirk., so daß die in der Schließstellung des Ventils 1 1 auf
die Schulter 8 des Führungsteiles 7 und den Ventilteller 5 1
wirkenden Kräfte FÖhydr., FShydr. im wesentlichen gleich sind.
Der hydraulisch wirksame Sitzdurchmesser dhydr.wirk. bleibt über
die Laufzeit des Ventils 11 in etwa gleich.
Als weitere Möglichkeit zur Begrenzung des hydraulisch wirksa
men Sitzdurchmessers dhydr.wirk. eines Ventils wäre ein mit einem
Außenradius kreislinienförmig abdichtendes Ventil denkbar. Da
durch ergibt sich ausgehend von einer hydraulisch nicht idealen
aber dennoch unkritischen Ausgangsposition (Neuzustand des Ven
tils), nach Einarbeiten des Ventils über seine Laufzeit, eine
Verkleinerung des hydraulisch wirksamen Sitzdurchmessers dhydr.
wirk., da sich das Ventil von außen nach innen in den Ventilsitz
einarbeitet, und somit eine Verbesserung der hydraulischen Ver
hältnisse. Den höchsten Wert weist der hydraulisch wirksame
Sitzdurchmesser dhydr.wirk. im Neuzustand auf, der so gewählt
wird, daß er sich noch im unkritischen Bereich befindet, d. h.
die hydraulische Kraft FÖhydr. auf den Ventilteller bewirkt noch
kein ungewolltes Öffnen des Ventils.
In Fig. 3 erfolgt die Begrenzung des hydraulisch wirksamen
Sitzdurchmessers dhydr.wirk. durch die Geometrie des Ventilsitzes
3 2. Das Ventil 1 2 liegt im Neuzustand mit einem etwas größeren
hydraulisch wirksamen Sitzdurchmesser dhydr.wirk. an einer abste
henden Kante 16 des Ventilsitzes 3 2 an, wobei sich der Sitz
durchmesser dhydr.wirk. aber noch im unkritischen Bereich befin
det. Über die Laufzeit des Ventils 1 2 arbeitet sich der Ventil
sitz 3 2 nach außen und innen ein, wodurch der hydraulisch wirk
same Sitzdurchmesser dhydr.wirk. unverändert und daher weiterhin
unkritisch bleibt. Die in der Schließstellung des Ventils 1 2
auf den Ventilteller 5 2 wirkende hydraulische Kraft FÖhydr. ist
nur unwesentlich höher als die auf die Schulter 8 des Führungs
teiles 7 wirkende hydraulische Kraft FShydr. und bewirkt kein
ungewolltes Öffnen des Ventils 1 2 in der Schließphase.
Als weitere Möglichkeit zur Begrenzung des hydraulisch wirksa
men Sitzdurchmessers dhydr.wirk. durch die Ventilsitzgeometrie
wäre ein Bund am Gehäuse als Ventilsitz denkbar, wodurch das
Ventil sich nur in eine auf den Bund begrenzte Fläche einarbei
ten könnte und der hydraulische wirksame Sitzdurchmesser dhydr.wirk.
dadurch eine Begrenzung erfährt.
Ferner könnte der hydraulisch wirksame Sitzdurchmesser dhydr.wirk.
durch die Ventilkörpergeometrie oder die Ventilsitzgeome
trie derart begrenzt werden, daß er dem Durchmesser D der Ven
tilführung 9 entspricht.
Claims (2)
1. Elektromagnetisch betätigbares Ventil, insbesondere für
Kraftstoffeinspitzanlagen, mit einem Ventilsitz und einem Ven
tilkörper, der einen Ventilschaft, welcher ein mit einer Schul
ter versehenes Führungsteil ausbildet, über welches das Ventil
axial beweglich in einer Ventilführung geführt ist, und einen
Ventilteller umfaßt, der in der Schließstellung des Ventils un
ter Ausbildung eines hydraulisch wirksamen Sitzdurchmessers ge
gen den Ventilsitz anliegt, mit einer elektromagnetischen
Stellvorrichtung und einer Feder, durch welche das Ventil in
die Endstellungen führbar ist, wobei zwischen der Schulter des
Führungsteiles und dem Ventilteller ein Steuerraum mit einer
Kraftstoffdruckbohrung ausgebildet ist, und wobei in dem Steu
erraum hydraulische Kräfte auf die Schulter und den Ventiltel
ler wirken,
dadurch gekennzeichnet,
daß der hydraulisch wirksame Sitzdurchmesser (dhydr.wirk.) des
Ventils (1 1) über die Laufzeit des Ventiles (1 1) derart durch
eine Verkleinerung des Außendurchmessers (dA1) des Ventiltellers
(5 1) begrenzt ist, daß die in der Schließstellung des Ventils
(1 1) auf den Ventilteller (5 1) wirkende hydraulische Öffnung
kraft (FÖhydr.) kleiner bleibt als die auf das Führungsteil (7)
wirkende Schließkraft.
2. Elektromagnetisch betätigbares Ventil, insbesondere für
Kraftstoffeinspitzanlagen, mit einem Ventilsitz und einem Ven
tilkörper, der einen Ventilschaft, welcher ein mit einer Schul
ter versehenes Führungsteil ausbildet, über welches das Ventil
axial beweglich in einer Ventilführung geführt ist, und einen
Ventilteller umfaßt, der in der Schließstellung des Ventils un
ter Ausbildung eines hydraulisch wirksamen Sitzdurchmessers ge
gen den Ventilsitz anliegt, mit einer elektromagnetischen
Stellvorrichtung und einer Feder, durch welche das Ventil in
die Endstellungen führbar ist, wobei zwischen der Schulter des
Führungsteiles und dem Ventilteller ein Steuerraum mit einer
Kraftstoffdruckbohrung ausgebildet ist, und wobei in dem Steu
erraum hydraulische Kräfte auf die Schulter und den Ventiltel
ler wirken,
dadurch gekennzeichnet,
daß der hydraulisch wirksame Sitzdurchmesser (dhydr.wirk.) des
Ventiles (1 2) durch eine kreislinienförmig abstehende Kante(16)
des Ventilsitzes (3 2) begrenzt ist, so daß durch Abflachen der
Kante (10) über die Laufzeit des Ventiles (1 2) die in der
Schließstellung des Ventiles (1 2) auf den Ventilteller (5 2)
wirkende hydraulische Öffnungskraft (FÖhydr.) kleiner bleibt als
die auf das Führungsteiles (7) wirkende Schließkraft.
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