DE19715195A1 - Filtervorrichtung zum Ausfiltern von Feststoffteilchen aus einem gasförmigen Medium - Google Patents
Filtervorrichtung zum Ausfiltern von Feststoffteilchen aus einem gasförmigen MediumInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Filtervorrichtung zum Ausfiltern von
Feststoffteilchen aus einem gasförmigen Medium, aufweisend:
- (a) ein Gehäuse,
- - in dem mindestens ein Filterelement angeordnet ist, das mit der Zuströmseite an einen Rohgasraum grenzt und mit der Abströmseite an einen Reingasraum grenzt,
- - und dem ein Sammelbehälter für die ausgefilterten Teilchen zugeordnet ist;
- (b) einen Zuström-Strömungsweg für das ungefilterte Medium zu dem Rohgasraum;
- (c) und einen Abström-Strömungsweg für das gefilterte Medium weg von dem Reingasraum.
Derartige Filtervorrichtungen sind bekannt. Wenn mit einer derartigen
Filtervorrichtung ständig oder von Zeit zu Zeit ein gasförmiges Medium
gefiltert werden soll, das für die Zuströmseite des mindestens einen
Filterelements problematische Feststoffteilchen, insbesondere klebrige
Teilchen, stark feuchte Teilchen, aufgrund erhöhter Temperatur teils
flüssig gewordene Teilchen etc., enthält, kommt es aufgrund der
Beschaffenheit der Teilchen dazu, daß diese an der Zuströmseite des
mindestens einen Filterelements anhaften und großenteils beim nächsten
Abreinigungsvorgang nicht ordnungsgemäß abgereinigt werden. Es kann
zu einem Verschließen eines erheblichen Teils der Zuströmseite oder
sogar der gesamten Zuströmseite des mindestens einen Filterelements
kommen, wodurch die Funktion der Filtervorrichtung erheblich
beeinträchtigt wird. Mindestens hat man mit einer erheblichen,
durch Abreinigen nicht rückgängig zu machenden Vergrößerung der
Druckdifferenz in der Filtervorrichtung und mit einer Verkleinerung der
effektiven Filterfläche in der Filtervorrichtung zu kämpfen.
Man hat bereits daran gedacht, bei einem derartigen Umfeld ein
Precoaten (ein auch in der deutschen Fachwelt eingebürgerter Begriff,
der mit "Vorbeschichten" übersetzt werden kann) der Filterelemente
vorzunehmen. Zum Precoaten wird insbesondere eine Schicht aus
Precoatmaterial auf die Zuströmseite des betreffenden Filterelements
aufgebracht, die die problematischen, auszufilternden Teilchen gleichsam
abfängt, ehe sie auf die eigentliche Zuströmseite des betreffenden
Filterelements gelangen. Beim Abreinigen wird in der Regel das
Precoatmaterial mitsamt den etwaigen abgefangenen, ausgefilterten
Teilchen abgereinigt. Vor dem nächsten Anfall problematischer,
auszufilternder Teilchen sollte sinnvollerweise ein neues Precoaten
erfolgen. Als Precoatmaterial eignen sich ganz besonders
Feststoffteilchen, die klein genug sind, um eine wirksame
"Abfangschicht" auszubilden, aber nicht so klein sind, daß sie einen
übermäßigen, zusätzlichen Druckverlust an der Zuströmseite des
betreffenden Filterelements mit sich bringen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Filtervorrichtung der
eingangs genannten Art verfügbar zu machen, die eine integrierte,
besonders einfach aufgebaute und im Funktionsablauf besonders
unproblematische Precoateinrichtung beinhaltet.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Filtervorrichtung erfindungsgemäß
dadurch gekennzeichnet,
- (d) daß eine Leitung zum Transport von Precoatmaterial aus dem Sammelbehälter oder aus einem Vorratsbehälter, der mindestens im wesentlichen auf dem gleichen Innendruck wie der Sammelbehälter ist, in den Zuström-Strömungsweg vorgesehen ist.
Bei der erfindungsgemäßen Filtervorrichtung wird entweder der Inhalt
des Sammelbehälters oder der Inhalt eines Vorratsbehälters, der
mindestens im wesentlichen auf dem gleichen Innendruck wie der
Sammelbehälter ist, für das Precoatmaterial benutzt. Das Precoatmaterial
kann entweder ein spezielles Material sein, das gezielt für die
Precoataufgabe gewählt ist, z. B. fein gemahlener Kalkstein. Alternativ
kann man als Precoatmaterial die beim Abreinigen des mindestens einen
Filterelements anfallenden Teilchen hernehmen. Ferner kann man mit
einer Zwischenmöglichkeit arbeiten, bei der als Precoatmaterial ein
Gemisch von speziellen Precoat-Teilchen und von beim Abreinigen
anfallenden Teilchen eingesetzt wird. Schließlich kann man auch zeitlich
variabel arbeiten, also z. B. zeitlich anfangs mit reinen, speziellen
Precoat-Teilchen, die im Lauf der Betriebszeit zunehmend durch die
beim Abreinigen anfallenden Teilchen (die wiederum zum Teil auf der
Zuströmseite des betreffenden Filterelements abgelagerte, spezielle
Precoat-Teilchen enthalten) ersetzt werden. Eine periodische Neufüllung
mit speziellen Precoat-Teilchen oder eine periodische Nachfüllung von
speziellen Precoat-Teilchen zur Auffrischung des Precoatmaterials sind
weitere Möglichkeiten.
Bei der erfindungsgemäßen Filtervorrichtung wird das Precoatmaterial
aus einem Raum (Sammelbehälter oder Vorratsbehälter) ausgetragen, der
innenseitig unter einem statischen Druck steht, der mindestens im
wesentlichen dem statischen Druck in dem Rohgasraum der
Filtervorrichtung entspricht. Dieser statische Druck ist in der Regel
etwas höher als der statische Druck in dem Zuström-Strömungsweg,
weil dort ja normalerweise eine höhere Strömungsgeschwindigkeit
herrscht als in dem Rohgasraum. Diese Verhältnisse bringen mit sich,
daß das Precoatmaterial besonders unproblematisch durch die Leitung in
den Zuström-Strömungsweg transportiert werden kann. Bewältigung
großer Druckunterschiede und entsprechend komplizierte Absperrorgane
hierfür sind nicht erforderlich.
Vorzugsweise ist der Vorratsbehälter in dem Sammelbehälter
positioniert. Auf diese Weise läßt er sich ohne einschneidende
Änderungen bei bestehenden oder nach existierenden
Konstruktionsunterlagen gefertigten Filtervorrichtungen integrieren. Als
ebenfalls günstige Alternative sei die Unterbringung in einer Art
seitlichem Fortsatz des Vorratsbehälters, aber weggerückt von dem nicht
mit beanspruchten, eigentlichen Sammelbehälter-Raum genannt.
Wenn der Vorratsbehälter vollständig oder teilweise im Sammelbehälter
positioniert ist, kann man ihn vorzugsweise derart nach oben offen
gestalten, daß beim Abreinigen des mindestens einen Filterelements
ausgefilterte Teilchen zum Teil in den Vorratsbehälter gelangen. Es
ergibt sich damit, wie weiter vorn bereits ausgeführt, ein allmähliches
Ersetzen des anfänglichen Inhalts des Vorratsbehälters (normalerweise
spezielle Precoat-Teilchen) mehr und mehr durch ausgefilterte Teilchen,
die aus dem zu filternden Rohgas stammen. Auf die weiter vorn
angesprochene Möglichkeit, den Vorratsbehälter von Zeit zu Zeit neu
mit speziellen Precoat-Teilchen zu füllen, wird hier nochmals
hingewiesen.
Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist das Ausmaß des
Offenseins des Vorratsbehälters und/oder die Positionierung des
Vorratsbehälters variierbar, um die Menge der beim Abreinigen in den
Vorratsbehälter gelangenden Teilchen zu variieren. So kann man
insbesondere mit einem variierbar weit zu öffnenden Deckel des
Vorratsbehälters oder mit wechselbaren, oberen Abschlußplatten mit
unterschiedlich großen Öffnungen des Vorratsbehälters oder mit einer
variierbaren Positionierung mehr oder weniger weit herausgerückt in den
weiter vorn erwähnten, seitlichen Fortsatz des Sammelbehälters arbeiten.
Insgesamt wird man in der Regel gemäß folgenden Überlegungen
vorgehen: Wenn sich die aus dem Rohgas auszufilternden Teilchen
einigermaßen gut zum Precoaten eignen, wird es häufig entbehrlich sein,
einen Vorratsbehälter und spezielle Precoat-Teilchen vorzusehen. Wenn
andererseits gute Precoat-Eigenschaften mit den aus dem Rohgas
ausgefilterten Teilchen nicht gewährleistet sind oder wenn Precoaten
gerade auch am Anfang des Filterns wichtig ist (um ein Zusetzen der
Zuströmseite des betreffenden Filterelements gleich am Anfang zu
verhindern), wird man zu einem Vorratsbehälter und speziellen Precoat-
Teilchen greifen. Ein allmähliches Ersetzen spezieller Precoat-Teilchen
durch beim Abreinigen anfallende Teilchen wird umso störender sein
(und umso mehr durch periodisches Auffrischen mit speziellen Precoat-
Teilchen oder durch Positionierung des Vorratsbehälters weggerückt von
dem eigentlichen Auffangbehälter behoben werden müssen, je weniger
geeignet die beim Abreinigen anfallenden Teilchen für das Precoaten
sind (und sei es deshalb, weil sie besonders problematische ausgefilterte
Teilchen, möglicherweise noch in erheblicher Menge, enthalten).
Zur Steigerung der Effizienz des Austragens von Precoatmaterial aus
dem Sammelbehälter oder dem Vorratsbehälter ist vorzugsweise am
Anfang der Leitung ein Injektor vorgesehen.
In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung ist in dem Sammelbehälter
oder in dem Vorratsbehälter eine Fluidisierplatte vorgesehen, um das
durch die Leitung auszutragende Precoatmaterial aufzulockern. Man
kann vorsehen, dem Raum unter der Fluidisierplatte Druckluft
zuzuführen.
Für das von Zeit zu Zeit erforderliche Abreinigen der Filterelemente in
Filtervorrichtungen kommen hauptsächlich zwei Arten der Steuerung in
Betracht, nämlich differenzdruckgesteuert und zeittaktgesteuert. Im
erstgenannten Fall entscheidet der Differenzdruck zwischen dem
Rohgasraum und dem Reingasraum darüber, ob ein
Abreinigungsvorgang aktiviert wird, im zweitgenannten Fall der Ablauf
einer bestimmten Zeit. Es versteht sich, daß vorgesehen sein kann, den
Differenzdruck oder die Zeitdauer für das Aktivieren eines
Abreinigungsvorgangs wählbar bzw. einstellbar zu machen.
Auch für die Länge des Abreinigungsvorgangs kommen hauptsächlich
zwei Arten der Steuerung in Betracht, nämlich Steuerung über den
Zeitraum des Abreinigungsvorgangs (wobei normalerweise ein gesamter
Abreinigungsvorgang mehrere Abreinigungstakte hintereinander
beinhaltet) und Steuerung über die Anzahl der Abreinigungszyklen oder
Abreinigungstakte des betreffenden Abreinigungsvorgangs.
Nach einer bevorzugten Weiterbildung weist die Filtervorrichtung eine
Steuereinrichtung für den Precoatvorgang auf, mit der sich nach einem
(vorzugsweise nach jedem) Abreinigungsvorgang eine Precoatphase,
vorzugsweise für einen bestimmten Zeitraum, aktivieren läßt Mittels
dieser Steuereinrichtung läßt sich also das Precoaten nach dem
Abreinigen immer wieder erneuern.
Alternativ, und ebenfalls bevorzugt, kann man eine Steuereinrichtung
vorsehen, mit der sich Precoatvorgänge quasi unabhängig von den
Abreinigungsvorgängen aktivieren lassen, und zwar entweder
zeittaktgesteuert diskontinuierlich (also z. B. alle x min einer neuer
Precoatvorgang, der seinerseits für y min anhält) oder auch
kontinuierlich. Diese Steuerungen der Precoatvorgänge kommen ganz
besonders in Betracht, wenn das mindestens eine Filterelement
zeittaktgesteuert, insbesondere mit relativ hoher Frequenz, also
normalerweise recht häufig und deutlich vor Erreichen eines hohen
Differenzdrucks, abgereinigt wird.
Es wird darauf hingewiesen, daß sich die erfindungsgemäße Integration
einer Precoateinrichtung besonders gut zur Nachrüstung bestehender
Filtervorrichtungen oder zum Einbau ohne einschneidende konstruktive
Änderungen an der Filtervorrichtung eignet. Es ist ferner möglich, daß
ein Verwender der Filtervorrichtung die Precoateinrichtung nur dann
nutzt oder einschaltet oder durch Einsetzen des Vorratsbehälters möglich
macht, wenn er eine Filteraufgabe zu bewältigen hat, bei der im
eingangs angesprochenen Sinn problematische, ausgefilterte Teilchen
anfallen. Der Verwender hat außerdem die Möglichkeit, zwischen
Betrieb mit Precoateinrichtung und Betrieb ohne Precoateinrichtung zu
variieren.
Die Erfindung und Ausgestaltungen der Erfindung werden nachfolgend
anhand eines schematisiert zeichnerisch dargestellten
Ausführungsbeispiels noch näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine geschnittene Filtervorrichtung in Seitenansicht;
Fig. 2 die Filtervorrichtung von Fig. I in Ansicht von unten.
Die Hauptbestandteile der gezeichneten Filtervorrichtung 2 sind ein
Gehäuse 4, eine Mehrzahl von darin angeordneten Filterelementen 6, ein
dem Gehäuse 4 unten zugeordneter Sammelraum 8, ein Zuström-
Strömungsweg 10, ein Abström-Strömungsweg 12 und eine weiter unten
noch genauer zu beschreibende, integrierte Precoateinrichtung. In dem
Abström-Strömungsweg 12 oder in dem weiter unten angesprochenen
Reingasraum 18 ist ein nicht eingezeichnetes, übliches Sauggebläse
vorhanden. Die Bestandteile des üblichen Systems zum Abreinigen der
Filterelemente 6 mit jeweils kurzzeitigem Luftstoß entgegen der
sonstigen Strömungsrichtung des gasförmigen Mediums durch die
Filtervorrichtung 2 sind nicht eingezeichnet, ferner nicht die Steuerung
für die Abreinigungsvorgänge und für die Precoatvorgänge.
Das Gehäuse 4, ohne den Sammelraum 8 betrachtet, hat im wesentlichen
quaderförmige Gestalt. Über einen trichterartigen Übergangsbereich 14
in Gestalt eines umgekehrten Pyramidenstumpfes (alternativ umgekehrter
Kegelstumpf) ist der Sammelbehälter 8 angeschlossen, der ebenfalls
quaderförmige Gestalt (alternativ zylindrische Gestalt) hat, aber deutlich
kleiner als das eigentliche Gehäuse 4. Der Sammelraum 8 ist - mit
Ausnahme einer später zu beschreibenden Leitungsdurchführung - unten
geschlossen, kann aber zur Entleerung vom Übergangsbereich 14
abgenommen werden.
Mehrere Filterelemente 6, im gezeichneten Beispiel acht Filterelemente
6, sind im Inneren des Gehäuses 4 in Parallelanordnung (siehe Fig. 2)
angeordnet. Die Filterelemente haben - grob gesprochen - jeweils die
Gestalt eines schmalen Kastens, bei dem die obere der insgesamt sechs
Seiten offen ist. Die Filterelemente 6 sind jeweils oben an einer
horizontalen Trennwand 16 des Gehäuses 4 befestigt, wobei das
"Kasteninnere" jedes Filterelements 6 über eine entsprechende Öffnung
in der Trennwand 16 mit dem oberhalb der Trennwand 16 befindlichen
Reingasraum 18 der Filtervorrichtung in Verbindung steht. Unterhalb
der Trennwand 16 befindet sich der Rohgasraum 20 der
Filtervorrichtung 2. Die Filterelemente 6 sind jeweils mit ihren
"Kastenaußenseiten" Begrenzungen des Rohgasraums 20 und mit ihren
"Kasteninnenseiten" Begrenzungen des Reingasraums 18. Während des
Filterns baut sich auf den Kastenaußenseiten der Filterelemente 6 eine in
der Dicke allmählich zunehmende Schicht aus ausgefilterten Teilchen
(nicht eingezeichnet) auf. Beim angesprochenen Abreinigen fallen die
ausgefilterten Teilchen nach unten in den Sammelraum 8.
Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist zentral im Inneren des
Sammelbehälters 8 ein Vorratsbehälter 22 befestigt. In der Nähe seines
unteren Bodens, aber beabstandet von diesem, ist in dem Vorratsbehälter
22 eine waagerechte Fluidisierplatte 24 angeordnet.
Ein Stück oberhalb der Fluidisierplatte 24 befindet sich ein waagerecht
ausgerichteter Injektor 28, der den Anfang einer aus dem Inneren des
Vorratsbehälters 22 durch die Wand des Sammelbehälters 8
hinausführenden Leitung 30 bildet, mit zugeordneter Treibdüse 26. Die
Leitung 30 mündet mit ihrem anderen Ende etwas vor dem Gehäuse 4
der Filtervorrichtung 2 in den Zuström-Strömungsweg 10. Der
Vorratsbehälter 22 ist oben offen, so daß ein Teil der beim Abreinigen
der Filterelemente 6 herabfallenden Teilchen in den Vorratsbehälter 22
gelangt.
Die Treibdüse 26 ist an eine Druckluftleitung 29 angeschlossen, von der
auch eine Verbindungsleitung 27 zu dem Raum zwischen dem Boden des
Vorratsbehälters 22 und der Fluidisierplatte 24 führt.
Wenn die Precoateinrichtung aktiviert wird, z. B. durch Öffnen eines
Ventils in der Druckluftleitung 29, werden die in dem Vorratsbehälter
22 im Bereich des Injektors 28 befindlichen Teilchen mittels der durch
die Fluidisierplatte 27 strömenden Druckluft aufgelockert und durch den
Injektor 28 und die Leitung 30 in einer bestimmten Menge pro
Zeiteinheit ausgetragen. Die ausgetragenen Teilchen gelangen in den
Strom des zu filternden Mediums in dem Zuström-Strömungsweg 10 und
gelangen infolgedessen auf die Zuströmoberflächen der Filterelemente 6.
Bei nicht zum Zusammenbacken neigenden Teilchen ist die
Fluidisierplatte 24 entbehrlich. Bei unproblematisch durch die Leitung
30 austragbaren Teilchen ist der Injektor 28 entbehrlich.
Da der Vorratsbehälter 22 eine insgesamt offene Oberseite hat, wird er
kräftig durch beim Abreinigen anfallende Teilchen aufgefüllt. Wenn man
dies nicht möchte, kann man z. B. einen teilweise verschließenden
Deckel oder einen oberen Abschluß mit Öffnungen oder sogar einen
gänzlich überdeckenden Deckel nur mit kleinen Belüftungsöffnungen
zum Druckausgleich vorsehen. Eine andere Variante ist in Fig. 2 in
gestrichelten Linien eingezeichnet. Bei dieser Variante ist der
Vorratsbehälter 22 in einem seitlichen Fortsatz 32 des Vorratsraums 8
untergebracht, wobei seine Oberseite von einer mit Abstand darüber
hinwegführenden Schrägfläche des Übergangsbereichs 14 überdeckt
wird, aber dennoch zum Fortsatz 32 und damit zum Inneren des
Sammelbehälters 8 zum Zweck des Druckausgleichs offen ist. Bei dieser
Variante kann man wählen, ob man den Vorratsbehälter 22 insgesamt
oder ein größeres Stück weit oder ein kleineres Stück weit oder
überhaupt nicht mit seiner offenen Oberseite in den nach oben offenen
Schachtraum des Sammelbehälters 8 hineinrückt. Das Ausmaß des
Hineinrückens bestimmt darüber, ob und ein wie großer Teil der beim
Abreinigen herabfallenden, ausgefilterten Teilchen in den Vorratsbehälter
22 gelangt.
Als Alternative kann man gänzlich ohne Vorratsbehälter 22 arbeiten. Die
Leitung 30, ggf. mit Injektor 28, mündet dann im Inneren des
Sammelbehälters 8.
Claims (8)
1. Filtervorrichtung zum Ausfiltern von Feststoffteilchen aus einem
gasförmigen Medium, aufweisend:
- (a) ein Gehäuse (4),
- - in dem mindestens ein Filterelement (6) angeordnet ist, das mit der Zuströmseite an einen Rohgasraum (20) grenzt und mit der Abströmseite an einen Reingasraum (18) grenzt,
- - und dem ein Sammelbehälter (8) für die ausgefilterten Teilchen zugeordnet ist;
- (b) einen Zuström-Strömungsweg (10) für das ungefilterte Medium zu dem Rohgasraum (20);
- (c) und einen Abström-Strömungsweg (12) für das gefilterte Medium weg von dem Reingasraum (18), dadurch gekennzeichnet,
- (d) daß eine Leitung (30) zum Transport von Precoatmaterial aus dem Sammelbehälter (8) oder aus einem Vorratsbehälter (22), der mindestens im wesentlichen auf dem gleichen Innendruck wie der Sammelbehälter (8) ist, in den Zuström-Strömungsweg (10) vorgesehen ist.
2. Filtervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorratsbehälter (22) in dem Sammelbehälter (8) positioniert
ist.
3. Filtervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorratsbehälter (22) nach oben derart offen ist, daß beim
Abreinigen des mindestens einen Filterelements (6) ausgefilterte
Teilchen zum Teil in den Vorratsbehälter (22) gelangen.
4. Filtervorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausmaß des Offenseins des Vorratsbehälters (22) und/oder
die Positionierung des Vorratsbehälters (22) variierbar ist, um die
Menge der beim Abreinigen in den Vorratsbehälter (22)
gelangenden Teilchen zu variieren.
5. Filtervorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Anfang der Leitung (30) zum Transport von Precoatmaterial
in dem Sammelbehälter (8) oder in dem Vorratsbehälter (22) ein
Injektor (28) zum Austragen von Precoatmaterial vorgesehen ist.
6. Filtervorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Sammelbehälter (8) eine Fluidisierplatte (24) vorgesehen
ist, um das durch die Leitung (30) auszutragende Precoatmaterial
aufzulockern.
7. Filtervorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
gekennzeichnet durch
eine Steuereinrichtung für den Precoatvorgang, mit der sich nach
einem Abreinigungsvorgang eine Precoatphase, vorzugsweise für
einen bestimmten Zeitraum, aktivieren läßt.
8. Filtervorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
gekennzeichnet durch
eine Steuereinrichtung, mit der sich Precoatvorgänge, entweder
zeittaktgesteuert diskontinuierlich oder kontinuierlich, aktivieren
lassen.
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