DE19715175C1 - Schalteinheit - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schalteinheit, insbe
sondere einen Schaltautomat zum Schalten einer elektrischen
Verbindung in Abhängigkeit von der Drehbewegung einer Antriebs
welle einer Antriebseinheit.
Derartige elektro-mechanische Schaltautomaten werden üblicher
weise in Verbindung mit Getriebeeinheiten oder Elektromotoren
eingesetzt, um den Antrieb nach einer bestimmten Anzahl Umdre
hung der Antriebswelle ab- oder umzuschalten. Zur Auslösung des
Schalters wird bei bekannten Automaten die Umdrehung der Ab
triebswelle des Motors an einer Stelle mechanisch, beispiels
weise über Zahnräder abgegriffen und ebenfalls mechanisch, bei
spielsweise über ein Getriebe oder eine Welle zum Automaten
übertragen. Die Auslösung des Schalters ist bei diesen Automa
ten unabhängig von der Drehgeschwindigkeit. Außerdem ist die
Schalt-Umdrehungszahl innerhalb eines bestimmten Bereichs ein
stellbar.
Aus der DE-OS 195 03 902 ist ein insbesondere für Kraftfahr
zeuge verwendbarer Schalter bekannt, bei dem eine manuelle
Drehbewegung in eine Längsbewegung überführt wird. Der bekannte
Drehschalter umfaßt ein vorzugsweise manuell um seine Drehachse
drehbares Zahnrad auf, welches über eine zahnstangenartige
Längsverzahnung zwei Schlitten innerhalb einer Ebene ver
schiebt, wobei ein Schlitten senkrecht zu seiner Bewegungsebene
vorgespannte bewegliche Kontaktstücke trägt.
Es ist weiterhin aus der DE-AS 10 72 682 ein über eine
Rutschkupplung angetriebenes Getriebe zur Umwandlung einer
Drehbewegung in eine geradlinige Bewegung bekannt, wobei das
Getriebe eine drehbare und axial bewegliche Antriebswelle, die
über eine Reibungskupplung bzw. Rutschkupplung mit einem An
triebsmotor oder dergleichen zusammengeschaltet ist, und eine
Schiebehülse mit Außengewinde umfaßt, die mit der Antriebswelle
drehfest, jedoch relativ zu dieser axial bewegbar verbunden ist
und auf ihrer Außenseite mit einer Mutter im Eingriff steht,
wobei in den Endlagen der Mutter diese gegen einen Flansch des
Getriebegehäuses und die Schiebehülse gegen einen Flansch auf
der Antriebswelle gedrückt werden derart, daß die Antriebswelle
axial verschoben wird und die Reibungsfläche der Kupplung
voneinander entfernt werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer
Schalteinheit, insbesondere eines Schaltautomaten zum Schalten
einer elektrischen Verbindung in Abhängigkeit von der Drehbewe
gung einer Antriebswelle einer Antriebseinheit, die kostengün
stig herstellbar und vielseitig einsetzbar und verstellbar ist
und eine hohe Abschaltgenauigkeit besitzt.
Die Erfindung wird dazu eine Schalteinheit, insbesondere ein
Schaltautomat zum Schalten einer elektrischen Verbindung in Ab
hängigkeit von der Drehbewegung einer Abtriebswelle einer An
triebseinheit in Vorschlag gebracht, mit einem Gehäuse, einer
im Gehäuse drehbar angeordneten Hohlwelle, die konzentrisch mit
der Abtriebswelle der Antriebseinheit
verbindbar und von dieser antreibbar ist, mindestens einer
Schaltmutter, die mit einem Außengewindeabschnitt der
Hohlwelle in Eingriff steht und relativ zum Gehäuse
verdrehfest festgelegt ist, derart, daß die Schaltmutter bei
Drehung der Hohlwelle in Axialrichtung der Hohlwelle bewegbar
ist und mindestens einer im Gehäuse angeordneten
Schalteinrichtung, die in einer vorbestimmten axialen
Stellung der Schaltmutter zum Schalten der elektrischen
Verbindung betätigbar ist.
Bevorzugte Ausführungsformen der Schalteinheit sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Schalteinheit liegt in der
Möglichkeit, diese direkt um die Abtriebswelle einer
Antriebseinheit herum anzuordnen. Dadurch ergibt sich ein
unmittelbarer Kraftfluß, ein geringes Spiel bei der
Übertragung der Abtriebsdrehzahl auf die Schalteinheit und
eine hohen Genauigkeit bei einem vereinfachten, nur wenige
Teile benötigenden Aufbau.
Durch die Anbringung der Schalter und der Schalthebel an
einem in dem Gehäuse verschiebbar gelagerten Gehäuse wird die
Steifheit der Schalteinheit erhöht und der Aufbau und die
Montage vereinfacht.
Im folgenden wird die Erfindung anhand bevorzugter
Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Schalteinheit unter
Bezug auf die beigefügte Zeichnung genauer erläutert. Darin
zeigen:
Fig. 1 Eine Darstellung der Schalteinheit im
Querschnitt,
Fig. 2 eine Darstellung der Schalteinheit im
Längsschnitt entlang der Linie A-A von Fig. 1,
Fig. 3 eine Darstellung der Schalteinheit im
Längsschnitt, wobei sich eine Schaltmutter in der
Schaltstellung befindet,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung der
Halbschalen, die die Schalteinheiten tragen,
Fig. 5 Eine Teilschnittdarstellung eines
Planetengetriebes zur Verbindung zwischen Abtriebs- und
Hohlwelle,
Fig. 6 Eine Teilschnittdarstellung einer direkten
Verbindung zwischen Abtriebs- und Hohlwelle,
Fig. 7 Eine Teilschnittdarstellung einer Stellung der
Halbschalen für minimalen Schaltweg und
Fig. 8 Eine Teilschnittdarstellung einer Stellung der
Halbschalen für maximalen Schaltweg.
In einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt die
erfindungsgemäße Schalteinheit gemäß den Fig. 1 und 2 ein aus
einem Strangpreßprofil gebildetes Gehäuse 10, in dem die
einzelnen Bauteile der Schalteinheit untergebracht sind. Im
Gehäuse ist eine Hohlwelle 3 drehbar angeordnet.
Im Ein- bzw. Anbauzustand ist die Schalteinheit um eine
Abtriebswelle 1 herum an einem Flansch 32 einer Getriebe-
bzw. Antriebseinheit 30 befestigt. Das Gehäuse kann dazu
unmittelbar an dafür vorgesehenen Aufnahmen an der
Getriebeeinheit angebracht sein oder über einen (in der Figur
nicht dargestellten) das Gehäuse der Schalteinheit
abschließenden Flansch bzw. Gehäusedeckel mit der
Getriebeeinheit verbunden sein.
Die Hohlwelle 3 liegt im Anbauzustand konzentrisch zur
Abtriebswelle 1, welche sich durch die Hohlwelle hindurch zu
einer anzutreibenden Einheit 40 erstreckt, wo sie in an sich
bekannter Weise zur Übertragung des Antriebsmoments mit einer
Antriebswelle 41 verbunden ist (beispielsweise über eine
formschlüssige Verzahnung einer Verbindungsbuchse 42). Das
Gehäuse der Schalteinheit ist an der anzutreibenden Einheit
40 in ähnlicher Weise befestigt wie an der Getriebe- bzw.
Antriebseinheit.
Die Verbindung zwischen der Abtriebswelle 1 und der Hohlwelle
3 erfolgt entweder durch eine in Drehrichtung feste
Verbindung, beispielsweise durch einen Festsitz
(Reibschlußverbindung) durch Aufpressen oder Kleben gemäß
Fig. 6 oder eine (nicht dargestellte) Formschlußverbindung
mit Paßstift oder -feder oder mittels eines Kerbzahn-,
Vielnut- oder Exzenterprofils oder dgl.. Bei einer solchen
festen Verbindung ist die Übertragung der Drehzahl der
Abtriebswelle auf die Hohlwelle 1 : 1.
Alternativ kann an Stelle einer festen Verbindung zwischen
der Abtriebs- und Hohlwelle letztere koaxial zur
Abtriebswelle drehbar angeordnet sein, wobei die Übertragung
des Drehmoments von der Abtriebswelle auf die Hohlwelle
entweder über einen (nicht dargestellten) elastischen
Mitnehmer oder über ein Umlauf-, insbesondere ein
Planetengetriebe erfolgt. Die Fig. 2 und 5 zeigen zwei
Varianten einer derartigen Anordnung.
Bei der Planetengetriebeanordnung gemäß Fig. 2 dient die
Hohlwelle 3 als Sonnenrad und weist dazu eine Außenverzahnung
16 auf. Ein innenverzahntes Hohlrad 14 ist starr am Gehäuse
10 befestigt. Eine als Steg dienende Scheibe 13 ist auf die
oben beschriebene Weise (formschlüssig oder reibschlüssig)
mit der Abtriebswelle 1 verbunden und trägt außermittig
mindestens ein, vorzugsweise aber drei jeweils auf einem
Achszapfen drehbar gelagerte (s) Planetenrad bzw. -räder 12.
Diese stehen sowohl mit dem Hohlrad 14 als auch mit der
Außenverzahnung 16 der Hohlwelle 3 in Eingriff und wälzen
sich darüber ab.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Variante dient ein drehfest
auf der Abtriebswelle sitzendes außenverzahntes Ritzel 17 als
Sonnenrad und die Hohlwelle 3 weist eine radiale,
flanschartige Erweiterung am vorderen axialen Ende auf, die
als Planetenträger bzw. Steg dient. Auch hier ist die
Hohlwelle um die Abtriebswelle drehbar.
Bei Verbindung der Hohlwelle mit der Abtriebswelle über ein
derartiges Umlaufgetriebe bietet sich der Vorteil, daß die
Hohlwelle 3 mit einer nach Maßgabe des
Übersetzungsverhältnisses des Planetengetriebes von der
Drehzahl der Abtriebswelle 1 abweichenden Drehzahl schneller
oder langsamer als diese gedreht wird. Die Wahl der
Verbindungsweise sowie des Übersetzungsverhältnisses erlaubt
eine sehr vielseitige Anpassung der Schalteinheit an die
jeweilige Antriebs- bzw. Getriebeeinheit bzw. an verschiedene
Abtriebsdrehzahlen hinsichtlich Schaltweg und
Schaltgenauigkeit und Schaltdrehzahl.
Die Hohlwelle weist an ihrem Außenumfang weiterhin einen
Außengewindeabschnitt 11 auf, auf den eine Schaltmutter 4 mit
entsprechendem Innengewinde aufgeschraubt ist. Die
Schaltmutter ist am Außenumfang beidseitig konisch angefast
und weist außerdem einen radial abstehenden Stift 18 als
separates Bauteil oder als an die Mutter angeformten
Vorsprung auf, der dazu dient, die Schaltmutter relativ zum
Gehäuse 10 verdrehfest festzulegen, so daß die Schaltmutter
bei Drehung der Hohlwelle 3 je nach Drehrichtung in
Axialrichtung derselben vor und zurück bewegt wird. Der Stift
18 wird dazu in einer Ausnehmung oder Nut des Gehäuses oder
in dem später noch zu beschreibenden zylindrischen Bauteil 6
in Längsrichtung geführt. Je nach Wahl der Steigung des
Außengewindeabschnitts ergibt sich eine größere oder kleiner
axiale Verschiebung der Schaltmutter pro Umdrehung. Auch über
die Auswahl dieser Gewindesteigung läßt sich daher eine
Anpassung des Schaltweges, der Schaltgenauigkeit und der
Schaltdrehzahl an eine Abtriebsdrehzahl vornehmen.
Erreicht die Schaltmutter bei ihrer axialen Bewegung eine
vorbestimmte Stellung (vgl. Fig. 1 oder 3), betätigt sie
einen an dieser Position angeordneten elektrischen Schalter 7
entweder direkt oder über einen Schalthebel 5. Der Schalter 7
sowie der zugehörige Schalthebel sind an einem zylindrisch
geformten Bauteil 6 befestigt, das in dem Gehäuse 10,
beispielsweise an entsprechend geformten Führungsflächen des
Strangpreßprofils in Längsrichtung des Gehäuses, also
parallel zur Hohlwellenachse verschiebbar geführt bzw.
gelagert ist. Das zylindrische Bauteil ist dazu so geformt,
daß es die Hohlwelle 3 ganz oder teilweise umgreift.
In einer bevorzugten Ausgestaltung ist dieses Bauteil als
geschlossener oder stückweise offener Hohlzylinder einteilig
oder gemäß der besonders vorteilhaften Ausgestaltung gemäß
den Figuren, durch zwei halbschalenförmige Teile 6, die sich
zu einem runden Zylinder ergänzen, gebildet. Diese Ausführung
bietet den Vorteil, daß für beide Schalen identische Teile
verwendet werden können. Außerdem ist die Führung der
Halbschalen in einer rundzylindrischen Ausnehmung bzw.
Führungsfläche im Gehäuse einfach und genau herzustellen
(vgl. Fig. 1). Das zylindrische Bauteil bzw. die
halbschalenförmigen Teile sind vorzugsweise als
Kunststoffspritzteile mit allen daran vorzusehenden
Funktionsflächen und Aussparungen geformt. Die Ausführung als
Kunststoffteil läßt nicht nur eine besonders günstige
Herstellung zu, sondern bietet auch vorteilhafte
Gleiteigenschaften im Hinblick auf die Verschiebung der Teile
im Gehäuse.
Die beiden Halbschalen 6 sind unabhängig voneinander in
Längsrichtung des Gehäuses verschiebbar. An Ihren Innenseiten
sind jeweils eine Funktionsfläche 21 zur Anbringung eines
Schalters 7, beispielsweise eines Mikroschalters, vorgesehen
sowie eine armförmige Halterung für den Schalthebel 5, der
mittels einer Achse schwenkbar gelagert ist. Die
Ausgestaltung und Lage der Halterung für den Schalthebel an
den Halbschalen sowie die Form des Schalthebels wird so
gewählt, daß der zugehörige Schalter bei Berührung des einen
Schalthebelendes mit dem Außenumfang der Schaltmutter durch
das andere Schalthebelende betätigt wird.
Die Verwendung eines Schalthebels hat den Vorteil, daß durch
die Übersetzung der Schalthebelarme eine genauere und
leichtgängige Auslösung des Schalters möglich ist, aber auch
Schalter unterschiedlicher Abmessungen und Ausgestaltung oder
solche mit mehreren Schalthebeln ohne aufwendige
Konstruktionsänderung in einer Schalteinheit verwendet werden
können.
In einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung können die
Schalthebel durch eine Abbiegung in Längsrichtung so geformt
werden, daß die Schalthebel nach dem Kontakt mit der
Schaltmutter und einer Weiterbewegung der Mutter in derselben
Richtung der Schalter für eine gewisse Zeit gedrückt bzw.
betätigt bleiben (vgl. Fig. 7). Allerdings könnte bei
entsprechender Ausgestaltung und Positionierung der Schalter
auch auf einen Schalthebel verzichtet werden, wenn die
Schaltmutter die Schalter direkt betätigen kann. Die
Ausformung der beidseitig konischen Schaltmutter dient dazu,
einen gleichmäßigen, ruckfreien Schaltvorgang zu erreichen.
Alternativ zu der mechanischen Auslösung der Schalter könnte
bei Verwendung einer optischen Lichtschranke (beispielsweise
unter Verwendung von Dioden und Photozellen und einer an der
Schaltmutter vorgesehenen Blende) an Stelle eines
mechanischen Schalters auch eine berührungslose und damit
verschleißfreie Schaltung verwirklicht werden.
Bei Verwendung der zwei halbschalenförmigen Teile 6 können
zwei unabhängige Schalter, die in unterschiedlichen axialen
Stellungen der Schaltmutter betätigt werden, in der
Schalteinheit untergebracht werden.
In alternativen Ausgestaltungen könnten auch mehr als zwei
zylindrische Schalen- bzw. Segmentteile vorgesehen werden,
die unabhängig voneinander jeweils mittels einer im Gehäuse
10 gelagerten und im folgenden erläuterten Stellspindel in
Längsrichtung der Hohlwelle 3 verschiebbar sind und jeweils
eine Schalteinrichtung 7 tragen. Dadurch läßt sich die Anzahl
der unabhängig einzustellenden Schaltmöglichkeiten erhöhen.
Außerdem könnten auch mehrere Schaltmuttern auf dem
Außengewindeabschnitt 11 der Hohlwelle 3 vorgesehen werden,
so daß Schalter mehrfach betätigt oder genutzt werden können.
Außerdem sind die zylindrischen Teile nicht auf
rundzylindrische Teile beschränkt sondern können auch ein
eckiges Querschnittsprofil aufweisen. Ebenso ist die
Querschnittsform des Gehäuses nicht auf ein quadratisches
Profil beschränkt sondern kann auch rundzylindrisch
ausgebildet sein.
Der bei der dargestellten Schalteinheit zwischen den beiden
Schaltern liegende Schaltweg wird durch Verschieben der
beiden halbschalenförmigen Teile 6 relativ zueinander in
Längsrichtung des Gehäuses eingestellt. Die Fig. 7 und 8
zeigen die schalenförmigen Teile bzw. die Schalter 7 in den
jeweiligen Endstellungen.
Die Längsverschiebung der halbschalenförmigen Teile 6 erfolgt
jeweils durch eine in Längsrichtung des Gehäuses verlaufende
drehbar gelagerte Stellspindel 8, deren Gewinde in eine
Spindelmutter oder ein Teilgewinde eingreift, die mit dem
jeweiligen Teil 6 verbunden bzw. das daran angeformt ist.
Gemäß Fig. 4 weisen die halbschalenförmigen Teile am
Außenumfang jeweils eine nutförmige Ausformung auf, in der
die Stellspindel verläuft. Die axialen Enden 24 der
Stellspindeln 8 können entweder in Bohrungen des
Getriebegehäuses und des Gehäuses der anzutreibenden Einheit,
zwischen denen das Gehäuse der Schalteinheit eingefügt ist,
gelagert sein, oder aber in Bohrungen von Gehäusedeckeln der
Schalteinheit.
Durch Verdrehen der Stellspindeln werden die
halbschalenförmigen Teile in der Längsrichtung verschoben. Da
aber die Schalteinheit üblicherweise zwischen die Antriebs-
und die anzutreibende Einheit zwischengefügt ist, sind die
Stellspindeln an den Stirn- bzw. axialen Seiten im
allgemeinen für eine Verstellung nicht zugänglich. Zur
Ermöglichung der Verstellung der Stellspindeln von der
Außenumfangsseite des Gehäuses her ist gemäß Fig. 3 ein
Kegelradpaar 9 vorgesehen, dessen eines Kegelrad 22 mit einer
Stellspindel verbunden ist und dessen anderes Kegelrad 23 im
Winkel von 90° dazu in einer radial in das Gehäuse
eingesetzten Buchse 25 gelagert ist. Durch Verdrehen des
Kegelrades 23 mittels einer damit verbundenen Mutter 26 kann
die Stellspindel von der Umfangsseite des Gehäuses verdreht
werden.
Gemäß Fig. 2 ist an dem Gehäuse 10 eine verschraubbare
Kabeldurchführung 28 vorgesehen, durch die die elektrischen
Kabel zu den Schaltern der Schalteinheit geführt werden.
Claims (10)
1. Schalteinheit, insbesondere Schaltautomat zum Schalten
einer elektrischen Verbindung in Abhängigkeit von der
Drehbewegung einer Abtriebswelle einer Antriebseinheit,
mit
einem Gehäuse (10),
einer im Gehäuse drehbar angeordneten Hohlwelle (3), die konzentrisch mit der Abtriebswelle der Antriebseinheit verbindbar und von dieser antreibbar ist,
mindestens einer Schaltmutter (4), die mit einem Außengewindeabschnitt (11) der Hohlwelle (3) in Eingriff steht und relativ zum Gehäuse (10) verdrehfest festgelegt ist, derart, daß die Schaltmutter bei Drehung der Hohlwelle (3) in Axialrichtung der Hohlwelle bewegbar ist und
mindestens einer im Gehäuse angeordneten Schalteinrichtung (7), die in einer vorbestimmten axialen Stellung der Schaltmutter (4) zum Schalten der elektrischen Verbindung betätigbar ist.
einem Gehäuse (10),
einer im Gehäuse drehbar angeordneten Hohlwelle (3), die konzentrisch mit der Abtriebswelle der Antriebseinheit verbindbar und von dieser antreibbar ist,
mindestens einer Schaltmutter (4), die mit einem Außengewindeabschnitt (11) der Hohlwelle (3) in Eingriff steht und relativ zum Gehäuse (10) verdrehfest festgelegt ist, derart, daß die Schaltmutter bei Drehung der Hohlwelle (3) in Axialrichtung der Hohlwelle bewegbar ist und
mindestens einer im Gehäuse angeordneten Schalteinrichtung (7), die in einer vorbestimmten axialen Stellung der Schaltmutter (4) zum Schalten der elektrischen Verbindung betätigbar ist.
2. Schalteinheit gemäß Anspruch 1, wobei die Hohlwelle (3)
drehfest mit der Abtriebswelle (1) der Antriebseinheit (30)
verbindbar ist, so daß sich die Hohlwelle (3) mit der
gleichen Drehzahl wie die Abtriebswelle (1) zu drehen vermag.
3. Schalteinheit gemäß Anspruch 1, wobei die Hohlwelle (3)
über ein im Gehäuse (10) angeordnetes Umlaufgetriebe (2) mit
der Abtriebswelle (1) der Antriebseinheit (30) verbindbar
ist, so daß sich die Hohlwelle (3) mit einer nach Maßgabe des
Übersetzungsverhältnisses des Planetengetriebes von der
Drehzahl der Abtriebswelle (1) abweichenden Drehzahl zu
drehen vermag.
4. Schalteinheit gemäß Anspruch 3, wobei das Umlaufgetriebe
als Planetengetriebe (2) ausgebildet ist, bei dem die
Hohlwelle (3) als Sonnenrad bzw. Steg dient, ein
innenverzahntes Hohlrad (14) am Gehäuse (10) befestigt ist
und ein Steg (13) bzw. Sonnenritzel (17) fest mit der
Abtriebswelle (1) verbindbar ist und mindestens ein an diesem
drehbar gelagertes Planetenrad (12) trägt, das mit dem
Hohlrad (14) und einer Außenverzahnung (16) der Hohlwelle (3)
bzw. des Sonnenritzels (17) in Eingriff steht.
5. Schalteinheit gemäß einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die mindestens eine Schalteinrichtung (7) an einem in
dem Gehäuse (10) die Hohlwelle (3) ganz oder teilweise
umgreifenden und in Längsrichtung der Hohlwelle (3)
verschiebbar gelagerten zylindrischen Bauteil (6) befestigt
ist.
6. Schalteinheit gemäß Anspruch 5, wobei die
Schalteinrichtung (7) über einen an dem zylindrischen Bauteil
(6) schwenkbar befestigten Schalthebel (5) betätigbar ist,
der mit der Schaltmutter 4 zusammenwirkt.
7. Schalteinheit gemäß Anspruch 5 oder 6, wobei das
zylindrische Bauteil durch einen geschlossenen oder offenen
Hohlzylinder oder durch zwei oder mehrere Teilsegmente (6),
vorzugsweise durch Halb- oder Kreissegmentschalen, gebildet
wird, die unabhängig voneinander in Längsrichtung der
Hohlwelle (3) verschiebbar sind und jeweils eine
Schalteinrichtung (7) tragen.
8. Schalteinheit gemäß Anspruch 5, 6 oder 7, wobei das
zylindrische Bauteil bzw. der Hohlzylinder oder die
Teilsegmente (6) jeweils mittels einer im Gehäuse (10)
gelagerten Stellspindel (8) verschiebbar sind.
9. Schalteinheit gemäß Anspruch 8, wobei die Stellspindel
(8) über ein Kegelradpaar (9) vom Außenumfang des Gehäuses
(10) her verstellbar ist.
10. Schalteinheit gemäß einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei das Gehäuse (10) durch ein Strangpreßprofil gebildet
ist, das zur Führung der jeweiligen Bauteile entsprechende
Führungsflächen aufweist.
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| DE1997115175 DE19715175C1 (de) | 1997-04-11 | 1997-04-11 | Schalteinheit |
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