DE19714602A1 - Interferentielle Winkelmeßeinrichtung - Google Patents
Interferentielle WinkelmeßeinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine interferentielle Winkelmeßeinrichtung gemäß dem Oberbegriff
des ersten Anspruchs zum Messen von Teilungen und Winkeleinstellungen an Meßgeräten
und Maschinen, sowie von Objekten.
Interferometrische Meßsysteme arbeiten nach dem Prinzip, daß Lichtbündel eines
stabilisierten Lasers, welcher als Lichtquelle dient, in einen Meß- und Referenzstrahl
aufgespalten werden. Diese Teilstrahlen erfahren durch unterschiedliche optische
Weglängen, die sie durchlaufen, Phasenverschiebungen. Meß- und Referenzstrahlen werden
nach Durchlaufen unterschiedlicher Wege in einem Interferenzpunkt eines Strahlenteilers zur
Interferenz gebracht, und die entstehenden Interferenzstreifen werden mittels
fotoelektrischer Elemente in elektrische Signale umgewandelt, die dann zur Bestimmung der
Teilung oder der Winkelverschiebung gezählt und zur Anzeige gebracht oder in geeigneter
Weise, z. B. zur Steuerung von Vorgängen, weiterverarbeitet werden.
Interferentielle Winkelmessungen werden einmal dadurch ermöglicht, daß Anordnungen
vorgesehen werden, mit denen eine Rotation des Meßstrahls um eine Achse erfolgt und
somit die optische Weglänge dieses Strahls sich während der Rotation ändert. Diese
Änderungen der optischen Weglänge bewirken zusammen mit dem Referenzstrahl zur
Winkelbestimmung auswertbare Interferenzen.
Eine solche Einrichtung ist aus der DE 38 26 149 A1 bekannt. Zur Messung des Drehwinkels
oder der Winkeleinstellung eines rotierenden Objekts wird ein optisches Interferometer
verwendet, bei welchem eine Wegänderung durch Rotation eines im Meßstrahlengang des
Interferometers angeordneten und mit dem rotierenden Objekt verbundenen Meßreflektors
erzeugt wird. Diese Wegänderung in Richtung des Laserstrahls und damit die Wegdifferenz
in den beiden Strahlengängen des Interferometers ist proportional zur Winkelstellung des
Meßreflektors und damit des zu vermessenden Objektes. Auch bei dieser Einrichtung werden
die bei der Rotation des Meßreflektors erzeugten Interferenzen gezählt und zur Ermittlung
der Winkelposition des Objektes ausgewertet. Gemäß einer Ausführung dieser Einrichtung
nach Fig. 2 dieser DE ist zur Erzeugung von dem Drehwinkel proportionalen
Wegänderungen ein das Licht des Meßstrahls brechender, optischer Keil vorgesehen. Der
optische Wegunterschied wird in diesem Falle durch eine Auslenkung des Lichtstrahls und
durch ein damit bewirktes Durchlaufen unterschiedlicher Stärken dem brechenden Keils
erreicht.
Mit dieser Einrichtung kann eine dynamische Messung von Teilungen und Winkelpositionen
von Objekten erfolgen. Nachteilig ist jedoch der relativ hohe technische Aufwand.
Bei einer vorgeschlagenen Interferometeranordnung (DE 195 28 676) werden aus dem vom
Laser ausgesendeten, polarisierten Lichtbündel in einem Interferometerteiler zwei parallele
Teilstrahlenbündel erzeugt. Hierzu umfaßt der Interferometerteiler strahlenteilende Elemente,
den Polarisationszustand der Teilstrahlenbündel beeinflussende Mittel, wie λ/4- und/oder
λ/2-Platten, und Umlenkelemente.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine interferentiell arbeitende Winkelmeßeinrichtung
zu schaffen, welche mit geringem technischen Aufwand dynamische Messungen von
Teilungen und Winkelpositionen von Meßobjekten mit hoher Genauigkeit ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer interferentiellen Winkelmeßeinrichtung mit den
im kennzeichnenden Teil des ersten Patentanspruches dargelegten Mitteln gelöst. In den
weiteren Ansprüchen sind Ausführungsformen der Erfindung beschrieben. Damit wird
erreicht, daß auf ein axiales optisches Beugungsgitter mit äquidistanter Teilung auftreffende
Teilstrahlenbündel so reflektiert und/oder gebeugt werden, daß sie in sich zurückführbar
sind. Bei Drehung des drehbaren Elementes um seine zentrale Achse, welche auch die
zentrale Achse des in einer Gitterebene angeordneten Beugungsgitters ist, bleibt auf diese
Weise die Strahlrichtung der am Beugungsgitter gebeugten Teilstrahlenbündel einer
ausgewählten, z. B. ersten oder einer höheren Beugungsordnung erhalten. Die Strahlen der
nullten oder einer anderen nicht verwendeten Beugungsordnung taumeln bei Rotation des
drehbaren Elementes um einen Kegelwinkel und werden nicht zur Interferenz gebracht. Eine
Drehung des Elementes um die zentrale Achse bewirkt stets eine Veränderung der optischen
Weglänge oder des Gangunterschiedes im Meßstrahlengang, da der Weg, den das Licht
innerhalb des durchlaufenen optischen Mediums (Luft oder Glas) zurückgelegt hat, von der
Winkelstellung des drehbaren Elementes relativ zu den einfallenden Teilstrahlenbündeln
abhängt. Die Beugungsgitter können als Reflexions- oder Transmissionsgitter ausgeführt
sein.
Das drehbare Element kann als eine mit einem Reflexionsgitter versehene Scheibe
ausgebildet sein, welche schräg zur zentralen Achse angeordnet ist:
Es ist vorteilhaft, wenn das drehbare Element als Keilscheibe aus transparentem Material
ausgebildet ist, deren, dem Interferenzmodul zugewandte, erste Fläche senkrecht zur
zentralen Achse verläuft, und wenn deren, dem Interferenzmodul abgewandte Fläche mit
der ersten Fläche einen Keilwinkel κ einschließt. Gemäß einer Ausführungsform der
Erfindung ist die Keilscheibe aus Glas oder einem anderen geeigneten, lichtdurchlässigen
Werkstoff hergestellt und besitzt auf ihrer, senkrecht zur zentralen Achse verlaufenden
ersten Fläche ein Transmissionsgitter, welches gerade parallele Strukturen äquidistanter
Teilung umfaßt, wobei diese Strukturen des Beugungsgitters parallel zu einem Durchmesser
des drehbaren Elementes verlaufen. Die zu dieser ersten Fläche unter dem Keilwinkel κ
geneigte zweite Fläche der Keilscheibe ist als reflektierende Fläche ausgebildet, welche das
senkrecht auf sie auffallende, gebeugte Strahlenbündel in sich zurückwirft.
Eine weitere vorteilhafte Ausführung der erfindungsgemäßen Einrichtung besteht darin, daß
die aus einem transparenten Material bestehende Keilscheibe auf ihrer, zur ersten Fläche
unter dem Keilwinkel κ geneigten zweiten Fläche ein Reflexionsgitter in oben beschriebener
Anordnung aufweist. Dieses Gitter beugt die auftreffenden Strahlen so, daß das Licht der
verwendeten Beugungsordnung in sich zurückgeführt wird.
Vorteilhaft ist ferner, wenn die Beugungsgitter als geblazte Gitter ausgebildet sind. Dabei
sind die Struktur und das Profil des verwendeten Beugungsgitters der jeweils verwendeten
Beugungsanordnung der Teilstrahlenbündel angepaßt. Die nicht verwendeten
Beugungsordnungen werden wirksam unterdrückt.
Eine vorteilhafte Winkelmeßeinrichtung ergibt sich, wenn das Interferometermodul
mindestens ein in einem Abstand b vom Strahlenteiler angeordnetes Umlenkelement besitzt.
Dadurch sind je nach Aufbau von Strahlenteiler und Umlenkelement mindestens zwei
parallel verlaufende Teilstrahlengänge des Meßstrahlenganges erzeugbar, derart, daß jeweils
zwei Teilstrahlenbündel an diametralen Stellen auf das Beugungsgitter auftreffen.
Um die Keilscheibe oder die als drehbares Element ausgebildete Scheibe am Objekt dessen
Winkelposition oder Teilung ermittelt werden soll, schlupffrei befestigen zu können, ist das
drehbare Element in einer Fassung aufgenommen, wobei die Fassung selbst Mittel zum
schlupffreien Befestigen an dem Objekt besitzt. Zur Überwindung der für die Weiterverar
beitung ungünstigen 90° und 270° Pollagen der Sinusfunktion der Interferometersignale
ist es vorteilhaft, wenn im Interferometermodul Mittel in Form von Strahlenteilern und
Umkehrelementen zur Erzeugung zweier Teilstrahlenbündelpaare vorgesehen sind und wenn
die Teilstrahlenbündel des einen Teilstrahlenbündelpaares um 90° zu den
Teilstrahlenbündeln des anderen Teilstrahlenbündelpaares versetzt sind.
Die erfindungsgemäße Winkelmeßeinrichtung besitzt den Vorteil, daß sie technisch einfach
aufgebaut ist und eine dynamische Messung der Winkelpositionen des zu prüfenden
Objektes oder von Teilungen mit hoher Genauigkeit und geringer Meßunsicherheit
ermöglicht.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der
Zeichnung zeigen
Fig. 1 schematisch den Aufbau einer erfindungsgemäßen Winkelmeßeinrichtung,
Fig. 2 eine transparente Keilscheibe mit Transmissionsgitter,
Fig. 3 eine transparente Keilscheibe Reflexionsgitter,
Fig. 4 eine drehbare Scheibe mit Reflexionsgitter und
Fig. 5 in einer Draufsicht den Verlauf der Gitterlinien und die Lage der Auftrefforte von
Teilstrahlenbündelpaare auf einer Scheiben- oder Keilscheibenfläche.
Die in Fig. 1 stark vereinfacht dargestellte interferentielle Winkelmeßeinrichtung umfaßt als
Lichtquelle einen Laser 1, welcher polarisiertes Licht aussendet. Diesem Laser 1 ist ein
Interferometermodul 2 in Lichtrichtung nachgeordnet, welches einen oder mehrere
Strahlenteiler 3, optische Umlenkelemente 4 und den Polarisationszustand des Lichtes
beeinflussende Elemente 5 und 6, wie λ/4- oder/und λ/2-Platten, umfaßt. Der Strahlenteiler 3
ist vorteilhaft mit einer Polarisationsteilerschicht 7 zur Trennung von Licht unterschiedlicher
Polarisationsrichtung ausgestattet. Am Ausgang des Interferometermoduls 2 werden
mindestens zwei parallele Teilstrahlenbündel 14 und 15 mit einem Basisabstand b ausgestrahlt
und einem nachgeordneten Mittel zur Erzeugung optischer Wegänderungen oder
Gangunterschiede zugeführt, die von der Winkelposition des nachgeordneten Mittels
abhängen, welches mit einem Objekt 16 verbunden ist, dessen Winkelposition oder Teilung
gemessen werden soll.
Als Mittel zur Erzeugung optischer Weg- oder Gangunterschiede ist ein um eine zentrale Achse
10 drehbares Element 11 mit einem in einer Gitterebene liegenden, axialen optischen
Beugungsgitter 12 mit äquidistanter Teilung vorgesehen. Dieses Beugungsgitter 12 besteht, wie
es in Fig. 5 deutlicher veranschaulicht ist, aus geraden Gitterstrukturen 13, wobei die Git
terkonstante dieses Beugungsgitters 12 so dimensioniert ist, daß die erste oder eine höhere
Beugungsordnung der auftreffenden Teilstrahlenbündel 14; 15 unter einem Beugungswinkel
abgestrahlt wird, welcher dem Keilwinkel κ des Glas- oder eines entsprechenden Luftkeils (bei
Verwendung einer reflektierenden Scheibe als reflektierendes Element) entspricht. Das
verwendete Beugungsgitter 12 kann als Reflexions- oder als Transmissionsgitter ausgebildet
sein.
Die Gitterstrukturen verlaufen parallel zueinander und parallel zu einem Durchmesser des
drehbaren Elementes.
In Fig. 2 ist das in Fig. 1 dargestellte drehbare Element 11 als eine um die zentrale Achse 10
drehbare Keilscheibe 19 aus transparentem Material, insbesondere Glas, ausgebildet, deren
optisch wirksame, dem Interferometermodul 2 zugewandte, erste Fläche 17 und deren dem
Interferometermodul 2 abgewandte, zweite Fläche 18 einen Keilwinkel κ einschließen. Die die
Gitterebene bildende erste Fläche 17 verläuft dabei senkrecht zur zentralen Achse 10 und trägt
das Beugungsgitter 12, welches als ein axiales Transmissionsgitter ausgebildet ist. Dieses
Beugungsgitter 12 ist z. B. so dimensioniert, daß die erste oder eine höhere Beugungsordnung
der Teilstrahlenbündel 14 und 15 senkrecht auf die als Reflexionsfläche ausgebildete, zweite
Fläche 18 auftreffen und in sich zurückgeworfen werden und durch das Beugungsgitter 12
abermals hindurch zum Interferometermodul 2 zurücklaufen und dort in der
Polarisationsteilerschicht 7 zur Interferenz gebracht werden. Bei Drehung der Keilscheibe 19 um
die Achse 10, welche auch die Zentrumsachse des auf der Keilscheibe 19 angeordneten
Beugungsgitters 12 ist, bleibt auf diese Weise die Strahlrichtung der verwendeten Ordnung des
gebeugten Strahlenbündels erhalten, während die nullte oder alle anderen Ordnungen bei der
Drehung der Keilscheibe 19 keglig um eine Achse taumeln und nicht zur Weiterverarbeitung
gelangen. Das Licht dieser Ordnungen kann jedoch z. B. für Einstell- oder Justierzwecke
verwendet werden.
Um einen solchen Strahlenverlauf zu realisieren, müssen die Gitterkonstante und die
Gitterstruktur entsprechend der verwendeten Beugungsordnung gewählt und ausgeführt
werden. Der Keilwinkel κ der Keilscheibe 19 muß dem Beugungswinkel der gewählten
Beugungsordnung der Teilstrahlenbündel 14; 15 gleichen. Das Beugungsgitter 12 ist vorteilhaft
als geblaztes Gitter ausgebildet, dessen Struktur der verwendeten Beugungsordnung der
Teilstrahlenbündel 14; 15 angepaßt ist, um den Hauptanteil der Energie in die zum Messen
verwendete Beugungsordnung zu bringen.
Fig. 3 zeigt eine Keilscheibe 20 aus Glas, deren dem Interferometermodul 2 zugewandte erste
Fläche 21 senkrecht zur drehbaren Achse 10 verläuft. Auf der unter dem Keilwinkel κ zur ersten
Fläche 21 liegenden zweiten Fläche 22 der Keilscheibe 20 ist das Beugungsgitter 12
angeordnet, welches als ein Reflexionsgitter ausgeführt ist. Die diametral zur Achse 10 auf die
Keilscheibe 20 auftreffenden Teilstrahlenbündel 14 und 15 durchlaufen die Keilscheibe 20 und
werden am Reflexionsgitter so gebeugt, daß die jeweils ausgewählte Beugungsordnung (z. B.
die erste Beugungsordnung) in sich zurückgeführt wird. Alle anderen Beugungsordnungen
werden, wie im Zusammenhang mit Fig. 2 beschrieben, nicht in sich zurückgeführt. Auch bei
dieser Ausbildung der Keilscheibe 20 entspricht der Keilwinkel κ der Keilscheibe 20 dem
Winkel, unter dem die gewünschte Beugungsordnung der Teilstrahlenbündel 14; 15 durch das
Reflexionsgitter gebeugt wird.
In Fig. 4 ist ein drehbares Element dargestellt, welches eine zur Achse 10 schräg
angeordnete Scheibe 21 darstellt. Auf ihrer dem Interferometermodul 2 zugewandten Fläche
ist das Beugungsgitter 12 aufgebracht, welches als Reflexionsgitter ausgebildet ist, durch das
die einfallenden Teilstrahlenbündel 14; 15 so gebeugt und reflektiert werden, daß die
ausgewählte Beugungsordnung in sich zurückgeworfen wird. Die Scheibe 21 ist in einer
Fassung 22 und die Keilscheiben 19 und 20 sind vorteilhaft in einer Fassung 23 (Fig. 1)
aufgenommen, welche auch Mittel umfaßt, mit denen eine schlupffreie und zentrische
Befestigung am Objekt 16 ermöglicht wird. Die Fassungen 22 und 23 nach Fig. 1 und Fig. 4
besitzen z. B. je eine zentrale, zentrisch zur Achse 10 gelegene Bohrung, mit welcher die
Fassungen 22 bzw. 23 mit 5 dem zu vermessenden Objekt 16 verbindbar sind.
In Fig. 5 sind in einer Draufsicht, z. B. auf die erste Fläche 17 der Keilscheibe 19, die
Auftrefforte 24; 25; 26; 27 der Teilstrahlenbündel auf dem Beugungsgitter 12 dargestellt,
wobei die Auftrefforte 24 und 26 sowie 25 und 27 der beiden Teilstrahlenbündelpaare
diametral zur Achse 10 liegen und jeweils einen Abstand b als Basisabstand aufweisen,
welcher gleich dem Abstand Strahlenteiler 3 - Umlenkelement 4 ist. Die Teilstrahlenbündel
24 und 26 des einen Teilstrahlenbündelpaares sind zu den Teilstrahlenbündeln 25 und 27
des anderen Teilstrahlenbündelpaares um 90° versetzt.
Bei der erfindungsgemäßen Winkelmeßeinrichtung wird das vom Laser 1 ausgesandte
Lichtbündel 28 im Interferometermodul 2 in die Teilstrahlenbündel 14 und 15 auf gespalten,
welche auf das Gitter 12 der Keilscheibe 11; 19; 20 und der Scheibe 21 geleitet werden. Nach
Beugung und Rückführung der Teillichtbündel 14 und 15 werden diese im Strahlenteiler 3 zur
Interferenz gebracht. Durch die unterschiedlichen Lichtwege (Gangunterschiede) der
Teilstrahlenbündel entstehen nach dieser Zusammenführung der Teilstrahlenbündel Hell-
Dunkel-Übergänge, die durch fotoelektrischen Empfänger 8 in elektrische Signale umgewandelt,
die als Zählimpulse in der Auswerteeinrichtung 9 weiterverarbeitet werden.
Claims (10)
1. Interferentielle Winkelmeßeinrichtung, umfassend eine Lichtquelle, ein Interfero
metermodul, welches einen Strahlenteiler und optische Elemente zur Erzeugung paralleler
Teilstrahlenbündel umfaßt, Mittel zur Erzeugung optischer Wegunterschiede, die von der
Winkelposition abhängig sind, und fotoelektrische Empfänger zur Erzeugung auswert- und
weiterverarbeitbarer elektrischer Signale, dadurch gekennzeichnet,
daß als Mittel zur Erzeugung optischer Wegunterschiede ein um eine zentrale Achse (10)
drehbares Element (11) mit einem in einer Gitterebene liegenden, axialen optischen
Beugungsgitter (12) mit geraden parallelen Strukturen äquidistanter Teilung vorgesehen ist,
wobei die Strukturen des Beugungsgitters parallel zu einem Durchmesser des drehbaren
Elementes verlaufen und die Gitterkonstante des Beugungsgitters (12) so dimensioniert ist,
daß bei Verwendung eines Reflexionsgitters die erste oder eine höhere Beugungsordnung
der auftreffenden Teilstrahlenbündel (14; 15) unter einem Beugungswinkel abgestrahlt wird,
welcher dem Neigungswinkel κ der Gitterebene des Reflexionsgitters zur zentralen Achse
(10) entspricht oder bei Verwendung eines Transmissionsgitters, dessen Gitterebene
senkrecht zur zentralen Achse (10) liegt und dem eine zweite reflektierende und zur
Drehachse geneigte Fläche nachgeordnet ist, die Gitterkonstante so dimensioniert ist, daß
der Beugungswinkel der ersten oder einer höheren Beugungsordnung der auftreffenden
Teilstrahlenbündel der Neigung der zweiten reflektierenden Fläche entspricht.
2. Winkelmeßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das drehbare Element (11) als eine Keilscheibe (19; 20) aus transparentem Material
ausgebildet ist, deren dem Interferometermodul (2) zugewandte erste Fläche (17; 21)
senkrecht zur zentralen Achse (10) verläuft und daß deren dem Interferometermodul (2)
abgewandte zweite Fläche (18; 22) mit der ersten Fläche (17; 21) einen Keilwinkel κ
einschließt.
3. Winkelmeßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die optischen Beugungsgitter (12) als Transmissionsgitter- oder Reflexionsgitter
ausgebildet sind.
4. Winkelmeßeinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Keilscheibe (19) auf ihrer, senkrecht zur zentralen Achse (10) verlaufenden ersten Fläche (17) ein Transmissionsgitter aufweist
und daß ihre zu dieser ersten Fläche (17) unter dem Keilwinkel κ geneigte zweite Fläche (18) als reflektierende Fläche ausgebildet ist.
daß die Keilscheibe (19) auf ihrer, senkrecht zur zentralen Achse (10) verlaufenden ersten Fläche (17) ein Transmissionsgitter aufweist
und daß ihre zu dieser ersten Fläche (17) unter dem Keilwinkel κ geneigte zweite Fläche (18) als reflektierende Fläche ausgebildet ist.
5. Winkelmeßeinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Keilscheibe (20) auf ihrer, zur ersten Fläche (21) unter dem Keilwinkel κ geneigten
zweiten Fläche (22) ein Reflexionsgitter aufweist.
6. Winkelmeßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das drehbare Element eine Scheibe (21) ist, deren dem Interferometermodul (2) zugewandte Fläche ein als Reflexionsgitter ausgebildetes Beugungsgitter (12) trägt
und daß die Scheibe (21) zur zentralen Achse (10) unter einem Winkel ungleich 90° angeordnet ist.
daß das drehbare Element eine Scheibe (21) ist, deren dem Interferometermodul (2) zugewandte Fläche ein als Reflexionsgitter ausgebildetes Beugungsgitter (12) trägt
und daß die Scheibe (21) zur zentralen Achse (10) unter einem Winkel ungleich 90° angeordnet ist.
7. Winkelmeßeinrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Beugungsgitter (12) als geblazte Gitter ausgebildet sind, deren Struktur der zu
verwendenden Beugungsordnung der Teilstrahlenbündel (14; 15) angepaßt ist.
8. Winkelmeßeinrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Teilstrahlenbündel (14; 15) an diametral zur zentralen Achse (10) liegenden Orten
auf die Beugungsgitter (12) auftreffen.
9. Winkelmeßeinrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das drehbare Element (11) in einer Fassung (22; 23) aufgenommen ist und daß diese
Fassung (22; 23) Mittel zum schlupffreien Befestigen an dem Objekt (16) besitzt, dessen
Winkelposition gemessen werden soll.
10. Winkelmeßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß im Interferometermodul (2) Mittel in Form von Strahlungsteilern (3) und Umlenk
elementen (4) zur Erzeugung zweier Teilstrahlenbündelpaare (24; 26 bzw. 25; 27)
vorgesehen sind, deren Auftrefforte auf dem Beugungsgitter (12) jeweils um 90° versetzt
sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997114602 DE19714602A1 (de) | 1997-04-09 | 1997-04-09 | Interferentielle Winkelmeßeinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19714602A1 true DE19714602A1 (de) | 1998-10-15 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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