DE19713285A1 - Preßvorrichtung für eine Papiermaschine - Google Patents
Preßvorrichtung für eine PapiermaschineInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Preßvorrichtung für
eine Papiermaschine, insbesondere zum Entwässern einer Papier
bahn, mit zwei Preßwalzen, die einen Preßspalt bilden, wobei
der Walzenmantel von wenigstens einer der Preßwalzen um einen
feststehenden Träger drehbar gelagert ist und mittels eines
radial verschiebbaren Stützelementes gegen die andere Preßwalze
anpreßbar ist, wobei die Preßwalzen an jeweils wenigstens einem
Lagerbock gelagert sind und wobei die Lagerböcke durch wenigstens
ein die Preßkraft übertragendes Verbindungselement miteinander
verbunden sind, das für jeden Lagerbock einen Verankerungsab
schnitt aufweist.
Eine solche Preßvorrichtung ist bspw. aus der DE 42 02 221 C1
bekannt.
Bei derartigen bekannten Preßvorrichtungen sind die zwei Preß
walzen, zwischen denen der Preßspalt gebildet ist, parallel
zueinander angeordnet. Eine der Preßwalzen ist mit einem radial
verschiebbaren Stützelement in Form eines hydraulisch anpreßbaren
Preßschuhs ausgebildet. Die andere Preßwalze kann als sogenannte
Durchbiegungseinstellwalze ausgebildet sein. Es sind erste
Lagerböcke zur Halterung der ersten Preßwalze und zweite
Lagerböcke zur Halterung der zweiten Preßwalze vorgesehen. Durch
die Verbindung der ersten Lagerböcke und der zweiten Lagerböcke
mittels der Verbindungselemente ergibt sich für die Übertragung
der Preßkraft im Preßspalt ein kurzer Kraftfluß, der keine
Stuhlungsteile beansprucht. Die Stuhlung unter der Presse muß
somit lediglich das Eigengewicht der Presse, nicht aber die
hohen Preßkräfte übertragen. Es ergibt sich daher eine ein
fachere, leichtere und platzsparendere Bauweise. Weiterhin wird
durch die Maßnahme, für die Preßwalzen jeweils getrennte
Lagerböcke vorzusehen, die mittels der Verbindungselemente
miteinander verbunden werden, ein schneller Walzen-, Walzen
mantel-, Filz- oder Tuchwechsel ermöglicht.
Die Verbindungselemente sind knochenartig ausgebildet, mit einem
Mittelteil und mit Verankerungsabschnitten an den Enden, die
als Hammerkopf ausgebildet sind. Die Hammerköpfe sind in zu
diesem Zweck in den Lagerböcken vorgesehenen Nuten gehalten.
Die Lagerböcke sind mittels der Verbindungselemente verbunden.
Dabei erlauben die in Axialrichtung der Preßwalzen in aller
Regel biegeelastischen Verbindungselemente eine Durchbiegung
der Preßwalzen zueinander und eine gewisse axiale Verschiebung
der Preßwalzen während des Betriebs infolge hoher Preßkräfte
oder infolge von Längenänderungen, die z. B. thermisch bedingt
sein können. Im unbelasteten Zustand der Preßvorrichtung sind
die Verbindungselemente entweder gar nicht oder nur sehr gering
vorgespannt.
Die Lagerböcke dieser bekannten Preßvorrichtung sind schwierig
herzustellen, insbesondere aufgrund der Nuten, die zur Aufnahme
der Hammerköpfe der Verbindungselemente darin vorgesehen werden
müssen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin,
eine Preßvorrichtung anzugeben die einfacher und damit kosten
günstiger hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei der eingangs erwähnten
Preßvorrichtung dadurch gelöst, daß an den Lagerböcken wenigstens
ein Verbindungskopf vorgesehen ist und daß das Verbindungselement
wenigstens einen als Verbindungsmaul ausgebildeten Verankerungs
abschnitt aufweist, das den Verankerungskopf umgreift.
Die Aufgabe wird somit vollkommen gelöst.
Erfindungsgemäß wurde nämlich erkannt, daß es sehr viel einfacher
ist, an den Lagerböcken einen Verbindungskopf vorzusehen als
eine Nut. Denn beim Herstellen der Lagerböcke muß in aller Regel
ohnehin ein Hohlraum zur Aufnahme der Verbindungselemente
geschaffen werden. Ausgehend hiervon ist es sehr viel einfacher,
einen in den Hohlraum vorstehenden Verbindungskopf vorzusehen
als eine von dem Hohlraum ausgehende, hinterschnittene Nut
bereitzustellen.
Es versteht sich dabei, daß die Verbindungselemente vorzugsweise
an jedem Verankerungsabschnitt ein Verbindungsmaul aufweisen
und somit an jedem der Lagerböcke ein Verbindungskopf vorgesehen
ist. Es versteht sich jedoch auch, daß ein Verbindungselement
erfindungsgemäß an einem Verankerungsabschnitt mit einem
Verbindungsmaul und an seinem anderen Verankerungsabschnitt
mit einem herkömmlichen Hammerkopf versehen sein kann. Weiterhin
sind vorzugsweise an beiden axialen Enden der Preßwalzen jeweils
zwei Lagerböcke vorgesehen, die jeweils mittels eines oder
mehrerer Verbindungselemente miteinander verbunden sind.
Weiterhin ist es durch die Erfindung ermöglicht, das Verbindungs
element außen an den Lagerböcken anzubringen, ohne für das
Verbindungselement einen speziellen Hohlraum in den Lagerböcken
vorzusehen. Hierzu müßte der Verbindungskopf bzw. müßten die
Verbindungsköpfe der Lagerböcke gegenüber den Lagerböcken
vorstehen.
Vorzugsweise ist das Verbindungselement in einem mittleren
Abschnitt zwischen den zwei Verankerungsabschnitten mit einem
geringeren Querschnitt versehen als im Bereich der Verankerungs
abschnitte.
Hierdurch können die Verbindungselemente mit einem geringeren
Gewicht vorgesehen werden.
Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn das Verbindungselement
in dem mittleren Abschnitt zwischen den zwei Verankerungsab
schnitten eine Durchbrechung aufweist.
Mittels einer solchen Durchbrechung läßt sich der Querschnitt
in dem mittleren Abschnitt auf konstruktiv besonders einfache
Weise verringern.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das
Verbindungselement in einem durch die zwei Lagerböcke gebildeten
Hohlraum angeordnet, wobei der Hohlraum so ausgestaltet ist,
daß sich das Verbindungsmaul bei Zugbelastung nicht aufbiegt.
Durch diese Maßnahme kann das Verbindungselement mit Querschnit
ten hergestellt werden, die mit denen der herkömmlichen Verbin
dungselemente vergleichbar sind. Daher haben die Verbindungs
elemente ein besonders niedriges Gewicht, so daß deren Handhabung
vereinfacht ist.
Dabei ist es bevorzugt, wenn der Hohlraum Seitenwände aufweist,
die an dem Verbindungselement im Bereich von dessen Verbindungs
maul angreifen.
Auf diese Weise ist die Aufbiegung des Verbindungsmaules durch
die Seitenwände des Hohlraumes begrenzt, so daß sich das
Verbindungsmaul auch bei hoher Belastung nicht von dem Verbin
dungskopf lösen kann.
Vorzugsweise ist das Verbindungselement in einem durch die zwei
Lagerböcke gebildeten Hohlraum angeordnet, wobei sich der
Hohlraum zum Einsetzen und Entnehmen des Verbindungselementes
in einer Richtung öffnet, die gegenüber den Achsen der Preßwalzen
um 0° bis 135°, vorzugsweise um 0° oder 90° abgewinkelt ist.
Durch diese Maßnahme kann die Preßvorrichtung in axialer Richtung
besonders kompakt aufgebaut werden. Weiterhin ist der Zugang
zu Elementen der Preßvorrichtung erleichtert, die im Bereich
der axialen Enden der Preßwalzen bzw. der Lagerböcke angeordnet
sind.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das
Verbindungselement zweiteilig ausgebildet.
Durch diese Maßnahme wird die Handhabung der Verbindungselemente
vereinfacht. Denn durch die Teilung des Verbindungselementes
wird das Stückgewicht der zwei einzelnen Teile bspw. halbiert.
Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn das Verbindungselement
in Längsrichtung geteilt ist.
Durch diese Maßnahme lassen sich die zwei einzelnen Teile des
Verbindungselementes leichter herstellen. Insbesondere ist es
möglich, die zwei einzelnen Teile hinterschneidungsfrei aus zu
bilden.
Die Maßnahme, das Verbindungselement bzw. die Verbindungselemente
zweiteilig auszubilden, insbesondere eine Teilung entlang der
Längsrichtung vorzusehen, wird als eigenständige Erfindung
angesehen, und zwar unabhängig von der Art der Verankerungsab
schnitte des Verbindungselementes. Mit anderen Worten läßt sich
diese Erfindung auch auf die knochenartigen Verbindungselemente
anwenden, die aus der eingangs erwähnten DE 42 02 221 C1 bekannt
sind. Auch in diesem Fall könnten die bekannten knochenartigen
Verbindungselemente in ihrer Längsrichtung geteilt werden.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachste
hend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen
oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der
vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungs
gemäßen Preßvorrichtung;
Fig. 2 eine Detailansicht einer Ausführungsform der Verbin
dung von zwei Lagerböcken im Schnitt;
Fig. 3 eine Detailansicht einer weiteren Ausführungsform
einer Verbindung zwischen zwei Lagerböcken im Schnitt;
Fig. 4 eine Detailansicht einer weiteren Ausführungsform
einer Verbindung zwischen zwei Lagerböcken im Schnitt;
Fig. 5 eine Detailansicht einer weiteren Ausführungsform
einer Verbindung zwischen zwei Lagerböcken im Schnitt;
Fig. 6 eine Detailansicht einer weiteren Ausführungsform
einer Verbindung zwischen zwei Lagerböcken im Schnitt;
Fig. 7 eine Detailansicht einer weiteren Ausführungsform
einer Verbindung zwischen zwei Lagerböcken im Schnitt;
und
Fig. 8 eine Detailansicht einer weiteren Ausführungsform
einer Verbindung zwischen zwei Lagerböcken im Schnitt.
In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Preßvorrichtung insgesamt
mit der Ziffer 10 bezeichnet.
Die Preßvorrichtung 10 umfaßt eine Stuhlung 14, die auf Lagern
12 auf dem Boden aufsteht.
Eine erste Preßwalze 16 ist als Schuhpreßwalze mit einem
hydraulisch anpreßbaren Preßschuh 18 ausgestattet. Eine zweite
Preßwalze 20 ist unterhalb der ersten Preßwalze 16 und parallel
hierzu angeordnet, wobei die Achsen A1 bzw. A2 der ersten bzw.
der zweiten Preßwalze 16, 20 in einer vertikal ausgerichteten
Druckebene D liegen. Zwischen den zwei Preßwalzen 16, 20 ist
ein Langpreßspalt ausgebildet, der im wesentlichen in einer
horizontal angeordneten Spaltebene S liegt. Die zweite Preßwalze
20 ist als sogenannte Durchbiegungseinstellwalze ausgebildet.
Der Aufbau einer Durchbiegungseinstellwalze und einer Schuhpreß
walze ist grundsätzlich bekannt, wozu bspw. auf die
DE 92 03 395 U1 verwiesen wird, auf deren Offenbarung hiermit Bezug
genommen wird.
Die erste Preßwalze 16 weist einen ersten Träger 22 auf, um
den herum ein nicht näher bezeichneter Walzenmantel der ersten
Preßwalze 16 drehbar gelagert ist. Der erste Träger 22 ist an
einem ersten Lagerbock 24 der Preßvorrichtung 10 gelagert.
Die zweite Preßwalze 20 weist einen zweiten Träger 26 auf, der
an einem zweiten Lagerbock 28 gelagert ist.
Die zwei Lagerböcke 24, 28 sind in einer Ausnehmung 30 in der
Stuhlung 14 übereinander angeordnet und durch zwei schematisch
angedeutete Verbindungselemente 32 miteinander verbunden. Die
Verbindungselemente 32 nehmen die Preßkraft auf, die dadurch
erzeugt wird, daß der Preßschuh 18 der ersten Preßwalze gegen
die zweite Preßwalze 20 gepreßt wird.
Die Verbindungselemente 32 sind im entspannten Zustand, wenn
der Preßschuh keinen Druck auf die zweite Preßwalze 20 ausübt,
in axialer Richtung entnehmbar, wodurch die Lagerböcke 24, 28
separat entfernbar sind, um bspw. einen Walzen- oder Filzwechsel
durchzuführen.
Die Lagerböcke 24, 28, die auf einer axialen Seite oder auf
beiden axialen Seiten der Preßwalzen 16, 20 vorgesehen sein
können, bilden für jedes Verbindungselement 32 jeweils gemeinsam
einen Hohlraum 34 aus, in den das Verbindungselement 32 axial,
also parallel zu den Achsen A1, A2 eingeführt und hieraus wieder
entnommen werden kann.
Von den zwei Lagerböcken 24, 28 steht in die Hohlräume 34 jeweils
ein Verbindungskopf 40 vor.
Die Verbindungselemente 32 weisen jeweils zwei Verankerungsab
schnitte 42 in Form von Verbindungsmäulern auf, deren Querschnitt
an den Querschnitt der Verbindungsköpfe 40 angepaßt ist.
Wie es in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist, sind die Verbindungsköpfe
im Querschnitt mit einem von der Hohlraumwandung vorstehenden
Steg und einem etwa halbkreisförmigen Ankerkopf ausgebildet.
Der Ankerkopf könnte jedoch bspw. auch trapezförmig oder
mehrzahnig ausgestaltet sein. Entscheidend ist, daß er gegenüber
dem Steg einen größeren Querschnitt aufweist.
In Fig. 2 ist eine erste bevorzugte Ausführungsform eines
Verbindungselementes 32' gezeigt. Das Verbindungselement 32'
ist länglich ausgebildet und im Querschnitt etwa rechteckig.
An den Enden sind zwei Verbindungsmäuler 42 vorgesehen, deren
Querschnitt dem Querschnitt der Verbindungsköpfe 40 entspricht,
so daß das Verbindungselement 32' im entspannten Zustand in
axialer Richtung, also parallel zu den Achsen A1, A2 auf die
Verbindungsköpfe 40 aufgeschoben werden kann, wodurch die
Lagerböcke 24', 28' in Richtung senkrecht zur Druckebene D form
schlüssig miteinander verbunden werden. Die Verbindungselemente
32' können somit die von dem Preßschuh 18 ausgeübte Preßkraft
aufnehmen.
Das Verbindungselement 32' ist in einem mittleren Abschnitt
zwischen den zwei Verbindungsmäulern 42 mit einer Axial
durchbrechung 46 sowie mit zwei seitlichen Axialvertiefungen
44 versehen. Die Axialdurchbrechung 46 und die Axialvertiefungen
44 dienen der Gewichtsreduzierung.
In Fig. 2 ist weiterhin gezeigt, daß der erste Lagerbock 24'
mit einer Führungsnase 48 versehen ist und daß der zweite
Lagerbock 28' mit einer Führungsnut 50 versehen ist, in die
die Führungsnase 48 greift. Durch diese Anordnung aus Führungs
nase 48 und Führungsnut 50 sind die Lagerböcke 24', 28' in
Axialrichtung gegeneinander beweglich, um unterschiedliche
Ausdehnungen der Preßwalzen 16, 20 in axialer Richtung aufnehmen
zu können. Gleichzeitig wird durch diese Anordnung jegliche
Relativbewegung der Lagerböcke 24', 28' in Richtung parallel
zur Spaltebene S verhindert. Die Stuhlung 14 kann damit ent
fallen, wenn sie nicht aus anderen Gründen benötigt wird.
In Fig. 3 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines
Verbindungselementes 32'' gezeigt. Das Verbindungselement 32''
ist mit Verankerungsmäulern 42 versehen, die gleich denen der
in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform sind. In einem mittleren
Abschnitt zwischen den zwei Verbindungsmäulern 42 ist das
Verbindungselement 32'' mit zwei im Querschnitt etwa trapez
förmigen Axialvertiefungen 44' versehen, so daß das Verbindungs
element 32'' im Querschnitt die Form eines Maulknochens aufweist.
Im Unterschied zu der Ausführungsform der Fig. 2 ist der Hohlraum
34'', der durch die zwei Lagerböcke 24'' bzw. 28'' gebildet
ist, so ausgestaltet, daß zwei Seitenwände des Hohlraumes 34''
eng an dem Verbindungselement 32'' im Bereich von dessen
Verbindungsmäulern 42 anliegen. Hierdurch wird verhindert, daß
sich die Verbindungsmäuler 42 unter Zugbelastung, also beim
Aufnehmen der Preßkraft, aufweiten und ggf. von den Verbindungs
köpfen 40 lösen. Es versteht sich, daß zwischen dem Hohlraum
34'' und dem Verbindungselement 32'' ein hinreichendes Spiel
vorhanden sein muß, um das Verbindungselement 32'' aus dem
Hohlraum 34', entnehmen und in diesen wieder einsetzen zu können.
Auch bei dieser Ausführungsform kann die Stuhlung 14 entfallen,
wenn verhindert wird, daß sich die Lagerböcke 24'' bzw. 28''
gegeneinander verschieben.
Eine weitere Ausführungsform der Verbindung zwischen zwei
Lagerböcken 24''' und 28''' ist in Fig. 4 dargestellt. Die Form
des Verbindungselementes 32''' kann dabei der Form der Verbin
dungselemente 32' oder 32'' entsprechen. Genauso kann die Form
des Hohlraumes 34'', der Form des Hohlraumes 34' oder der des
Hohlraumes 34'' entsprechen. Im Unterschied zu den in Fig. 2
und 3 gezeigten Ausführungsformen ist der Hohlraum 34''' jedoch
gegenüber den Achsen A1 und A2 um 90° abgewinkelt, so daß das
Verbindungselement 32'' nicht in Axialrichtung sondern senkrecht
hierzu entnommen bzw. wieder eingesetzt werden kann.
Es versteht sich, daß hierzu in der Regel eine entsprechende
Ausnehmung in der Stuhlung 14 vorhanden sein muß. Im Unterschied
zu der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform kann der Hohlraum,
der durch die zwei Lagerböcke gebildet ist, auch in jeder anderen
Winkelstellung bezüglich der Achsen A1, A2 angeordnet sein,
so daß das Verbindungselement bspw. schräg von vorne in den
Hohlraum eingeführt und hieraus wieder entnommen werden kann.
In Fig. 5 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines
Verbindungselementes 64 zur Verbindung von zwei Lagerböcken
60, 62 gezeigt. Das Verbindungselement 64 ist an einem Ende
mit einem knochenartigen Verankerungsabschnitt 66 versehen,
wie er bspw. aus der DE 42 02 221 C1 bekannt ist. Am anderen
Ende ist das Verbindungselement 64 mit einem Verankerungsab
schnitt 68 in Form eines Verbindungsmaules versehen, das -
ähnlich den Fig. 2 oder 3 - einen an dem Lagerbock 62 vorge
sehenen Verbindungskopf umgreift.
In Fig. 6 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines
Verbindungselementes 74 gezeigt, das zwei Lagerböcke 70, 72
verbindet. In Fig. 6 ist nur ein Ende des Verbindungselementes
74 dargestellt, das mit einem Verankerungsabschnitt 76 versehen
ist, der zwei hammerkopfartige Ansätze 78 aufweist, die einen
Verbindungskopf 79 des einen Lagerbockes 70 umgreifen. Die
Ansätze 78 können anstelle eines Hammerkopfes jede andere
beliebige Art von Verdickung aufweisen, die einen entsprechend
geformten Verbindungskopf des Lagerbockes umgreifen.
In den Fig. 7 und 8 sind zwei weitere bevorzugte Ausführungs
formen von Verbindungselementen gezeigt, die jeweils zweiteilig
ausgebildet sind, wobei die Teilung in Längsrichtung verläuft.
Das in Fig. 7 gezeigte Verbindungselement 84 dient zur Verbindung
von zwei Lagerböcken 80, 82 und ist in Längsrichtung in zwei
Teile 85, 86 unterteilt. Jedes der Teile 85, 86 weist etwa die
Form eines seitlich liegenden T auf und ist an den T-Enden
jeweils mit einer Verdickung versehen. Die beiden Teile 85,
86 stoßen im eingebauten Zustand an ihren T-Beinen aneinander.
Die Teile 85, 86 sind in einem Hohlraum 87 angeordnet, der durch
die zwei Lagerböcke 80, 83 gebildet ist. Der Hohlraum 87 ist
so gestaltet, daß die Teile 85, 86 mit ihrer T-Oberseite jeweils
an Seitenwänden des Hohlraumes 87 anliegen, vergleichbar mit
dem Hohlraum 34'' von Fig. 3. Somit können sich die Teile 85,
86 im eingebauten Zustand nicht voneinander quer zur Längs
richtung entfernen.
Im eingebauten Zustand hintergreifen die verdickten Enden der
T-Schenkel der Teile 85, 86 Verbindungsköpfe der Lagerböcke
80, 82, die ähnlich den Verbindungsköpfen 40 der Ausführungsform
von Fig. 3 in den Hohlraum 87 vorstehen. Die Verbindungsköpfe
sind bei dieser Ausführungsform etwa trapezförmig ausgebildet.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines Verbindungs
elementes 94 ist in Fig. 8 gezeigt. Das Verbindungselement 94
dient zur Verbindung von zwei Lagerböcken 90, 92 und ist
ebenfalls aus zwei Teilen 95, 96 gebildet.
Die Teile 95, 96 entsprechen in ihrer Form weitgehend den Teilen
85, 86 der Ausführungsform von Fig. 7, wobei jedoch die T-Beine
weggelassen sind.
Es ist zu erkennen, daß die zwei Teile 95, 96 auch nach der
Art eines Knochens zusammengesetzt werden könnten. In diesem
Fall würden die Oberseiten der Teile 95, 96 aneinander liegen.
Daher sind die Teile 95, 96 nicht nur geeignet zur Verbindung
von zwei Lagerböcken 90, 92, die mit Verbindungsköpfen versehen
sind. Falls die Teile 95, 96 an ihren Oberseiten aneinander
liegen, können sie auch in Hohlräume eingesetzt werden, die
mit hinterschnittenen Nuten versehen sind, wie es bspw. aus
der DE 42 02 221 C1 bekannt ist.
Durch die Zweiteiligkeit lassen sich die Verbindungselemente
84 bzw. 94 leichter handhaben, denn das Gewicht der einzelnen
Teile 85, 86 bzw. 95, 96 ist jeweils nur etwa halb so groß wie
im Fall einer einstückigen Ausführung. Es versteht sich, daß
auch die Verbindungselemente 32', 32'' oder 32''' der Fig. 2
bis 4 zweiteilig ausgebildet werden könnten, vorausgesetzt,
es sind Maßnahmen dafür getroffen, daß sich die Teile 85, 86
bei auftretenden Belastungen nicht voneinander lösen. Im
einfachsten Fall erfolgt dies durch eine entsprechende Ausge
staltung des Hohlraumes, wie es bspw. in den Fig. 3, 7 und 8
gezeigt ist.
Die dargestellte Teilung der Verbindungselemente 84, 94 in
Längsrichtung ist besonders bevorzugt, da die Einzelteile 85,
86 bzw. 95, 96 in diesem Fall besonders leicht herzustellen
sind. Wie aus den Fig. 7 und 8 leicht erkennbar ist, müssen
an den Teilen 85, 86 bzw. 95, 96 keine Hinterschneidungen
vorgesehen werden.
Alternativ ist es jedoch auch denkbar, die Verbindungselemente
in Querrichtung zu teilen. In diesem Fall mußten die Einzelteile
mit entsprechenden Mitteln versehen sein, um eine formschlüssige
Verbindung der zwei Einzelteile zu gewährleisten. Auch in diesem
Fall wären die Verbindungselemente wesentlich leichter zu
handhaben, da die einzelnen Teile jeweils nur etwa das halbe
Gewicht entsprechender einstückiger Verbindungselemente auf
weisen.
Die beschriebenen Verbindungselemente lassen sich bevorzugt
bei einer Preßvorrichtung 1a einsetzen, wie sie eingangs
beschrieben worden ist. Es versteht sich jedoch, daß die
Verbindungselemente auch bei solchen Preßvorrichtungen Verwendung
finden können, die nicht über eine Schuhpreßwalze und eine
zugeordnete Durchbiegungseinstellwalze verfügen. Entscheidend
ist, daß zwischen den Walzen ein Relativdruck aufgebaut wird,
der von den Lagerböcken aufzunehmen ist. So könnte bspw. eine
der Preßwalzen als Zylinderwalze mit einem Preßschuh ausgebildet
sein. Die andere Preßwalze könnte als herkömmliche, umlaufende
Preßwalze ausgebildet sein.
Claims (8)
1. Preßvorrichtung (10) für eine Papiermaschine, insbesondere
zum Entwässern einer Papierbahn, mit zwei Preßwalzen (16,
20), die einen Preßspalt bilden, wobei der Walzenmantel
von wenigstens einer (16) der Preßwalzen (16, 20) um einen
feststehenden Träger (22) drehbar gelagert ist und mittels
eines radial verschiebbaren Stützelementes (18) gegen die
andere Preßwalze (20) anpreßbar ist, wobei die Preßwalzen
(16, 20) an jeweils wenigstens einem Lagerbock (24, 28;
24', 28'; 24'', 28''; 24''', 28'''; 60, 62; 70, 72; 80,
82; 90, 92) gelagert sind und wobei die Lagerböcke (24,
28; 24', 28'; 24'', 28''; 24''', 28'''; 60, 62; 70, 72;
80, 82; 90, 92) durch wenigstens ein die Preßkraft über
tragendes Verbindungselement (32; 32'; 32''; 32'''; 64;
74; 84; 94) miteinander verbunden sind, das für jeden
Lagerbock (24, 28; 24', 28'; 24'', 28''; 24''', 28''';
60, 62; 70, 72; 80, 82; 90, 92) einen Verankerungsabschnitt
(42; 66, 68; 76) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
an den Lagerböcken (24, 28; 24', 28'; 24'', 28''; 24''',
28'''; 60, 62; 70, 72; 80, 82; 90, 92) wenigstens ein
Verbindungskopf (40; 79) vorgesehen ist und daß das
Verbindungselement (32; 32'; 32''; 32'''; 64; 74; 84; 94)
wenigstens einen als Verbindungsmaul (42; 68; 76) ausge
bildeten Verankerungsabschnitt (42; 68; 76) aufweist, das
den Verbindungskopf (40; 79) umgreift.
2. Preßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungselement (32; 32'; 32''; 64; 94) in einem
mittleren Abschnitt zwischen den zwei Verankerungsab
schnitten (42; 66, 68) einen geringeren Querschnitt aufweist
als im Bereich der Verankerungsabschnitte (42; 66, 68).
3. Preßvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Verbindungselement (32') in einem
mittleren Abschnitt zwischen den zwei Verankerungsab
schnitten (42) eine Durchbrechung (46) aufweist.
4. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (32'') in einem
durch die zwei Lagerböcke (24'', 28'') gebildeten Hohlraum
(34'') angeordnet ist und daß der Hohlraum (34'') so
ausgestaltet ist, daß sich das Verbindungsmaul (42) bei
Zugbelastung nicht aufbiegt.
5. Preßvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlraum (34'') Seitenwände aufweist, die an dem
Verbindungselement (32'') im Bereich von dessen Verbindungs
maul (42) angreifen.
6. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (32' '') in einem
durch die zwei Lagerböcke (24''', 28''') gebildeten
Hohlraum (34' '') angeordnet ist und daß sich der Hohlraum
(34''') zum Einsetzen und Entnehmen des Verbindungselementes
(32' '') in einer Richtung öffnet, die gegenüber den Achsen
(A1, A2) der Preßwalzen (16, 20) um 0° bis 135°, vorzugs
weise um 0° oder 90° abgewinkelt ist.
7. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (84; 94)
zweiteilig ist.
8. Preßvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungselement (84; 94) in Längsrichtung geteilt
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19713285A DE19713285A1 (de) | 1997-03-29 | 1997-03-29 | Preßvorrichtung für eine Papiermaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19713285A DE19713285A1 (de) | 1997-03-29 | 1997-03-29 | Preßvorrichtung für eine Papiermaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19713285A1 true DE19713285A1 (de) | 1998-10-01 |
Family
ID=7825043
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19713285A Withdrawn DE19713285A1 (de) | 1997-03-29 | 1997-03-29 | Preßvorrichtung für eine Papiermaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19713285A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1749925A1 (de) * | 2005-08-03 | 2007-02-07 | Voith Patent GmbH | Pressanordnung |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3416212A1 (de) * | 1984-05-02 | 1985-11-07 | Kleinewefers Gmbh, 4150 Krefeld | Kalander mit mindestens einer austauschbaren walze |
| DE9301044U1 (de) * | 1993-01-28 | 1993-04-29 | J.M. Voith Gmbh, 7920 Heidenheim | Lösbare Verbindung mittels Zugstab mit Hammerkopf |
| DE4219503A1 (de) * | 1992-06-13 | 1993-12-16 | Escher Wyss Gmbh | Walzenanordnung |
| EP0666367A1 (de) * | 1994-02-04 | 1995-08-09 | Valmet Paper Machinery Inc. | Kupplungskonstruktion zwischen Rollen einer Breit-Nip-Presse sowie Verfahren zum Kuppeln dieser Rollen |
-
1997
- 1997-03-29 DE DE19713285A patent/DE19713285A1/de not_active Withdrawn
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