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Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Hammer,
Schlagbohrer oder andere Arten von Schlagwerkzeugen mit einem Mechanismus
zum verhindern eines Schlags im Leerlauf. Insbesondere bezieht sich
diese Erfindung auf ein derartiges Schlagwerkzeug, bei dem der Mechanismus
zum Verhindern eines Schlages im Leerlauf einen zusätzlichen
Mechanismus umfasst, um den Stoß zum
Beginn des auf einen Leerlaufbetrieb folgenden normalen Schlagbetriebs
abzuschwächen.
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8 zeigt
die
JP-62-174 887 U ,
die einen Mechanismus zum Verhindern eines Schlags im Leerlauf zur
Verwendung in einem elektrischen Hammer offenbart. Bei diesem Mechanismus
enthält
ein Zylinder
40 einen sich hin- und herbewegenden Kolben
41,
eine Luftkammer
42 und ein Schlagglied
43, das
mit dem Kolben
41 über
die Luftkammer
42 gekoppelt ist. Eine Axialgleithülse
45 ist über den
Zylinder
40 montiert und mittels einer Druckfeder
44 in Vorwärtsrichtung
(zu einer Werkzeugspitze
47) vorgespannt. Außerdem ist
eine Auslassöffnung
48 in dem
Zylinder
40 zur Verbindung der Luftkammer
42 mit
der Umgebung ausgebildet. Wenn die Werkzeugspitze
47 gegen
einen Untergrund oder gegen ein Werkstück gedrückt wird, zieht sich gemäß diesem
Aufbau die Gleithülse
45 zusammen
mit einem Zwischenelement
46 in eine hintere Position zurück, das
zwischen der Werkzeugspitze
47 und dem Schlagglied
43 angeordnet
ist. Die zurückgezogene Gleithülse
45 schließt die Auslassöffnung
48,
wodurch eine Luftfeder innerhalb der Luftkammer
42 erzeugt
wird (die das Schlagglied
43 mit dem Kolben
41 pneumatisch
koppelt). Während
Leerlaufschlägen, bei
denen die Werkzeugspitze
47 nicht gegen den Untergrund
gedrückt
wird, oder wenn die Werkzeugspitze
47 überhaupt nicht montiert ist,
rückt andererseits
die Gleithülse
45 zusammen
mit dem Zwischenelement
46 nach vorne, wodurch die Auslassöffnung
48 geöffnet wird.
Dadurch löst
sich die in der Luftkammer
47 gebildete Luftfeder auf,
wodurch die Kopplung zwischen dem Kolben
41 und dem Schlagglied
43 gelöst wird.
Trotz der Möglichkeit
der Unterbrechung der Kopplung des Kolbens
41 und des Schlaggliedes
43 entspricht
der Mechanismus zum Verhindern eines Schlags im Leerlauf in dem
folgenden Punkt nicht den Erwartungen.
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Während
Leerlaufschläge
durch den Mechanismus verhindert sind, befinden sich die Werkzeugspitze 47,
das Zwischenelement 46 und das Schlagglied 43 in
einer vorderen Position. Zur Wiederherstellung eines normalen Betriebs
ausgehend vom Leerlaufbetrieb wird die Werkzeugspitze 47 gegen
den Untergrund gedrückt.
Auf diese Weise werden die Werkspitze 47 und das Zwischenelement 46 zurückgezogen,
wobei sie die Gleithülse 45 zurückdrängen, die
dann die Auslassöffnung 48 schließt, um die
Luftkammer 42 plötzlich
in einen abgedichteten Zustand zu setzen. Auch das Schlagglied 43 wird gleichzeitig
durch das zurückgezogene
Zwischenelement 46 zurückgedrängt, so
dass es mit dem Kolben 41 gekoppelt ist. Die in der plötzlich abgedichteten Luftkammer 42 erzeugte
Luftfeder erzeugt ein abruptes Zurückziehen des Schlaggliedes 43 zu
Beginn seiner Kopplung mit dem Kolben 41. Das plötzlich zurückgezogene
Schlagglied verursacht einen starken Schlag oder Ruck zu Beginn
des nachfolgenden Schlagbetriebs. Der Schlag ist nicht nur problematisch,
weil er die Betriebsfähigkeit
des Hammerbohrers verschlechtert, sondern auch weil er die Werkzeugspitze
auf dem Werkstück
springen lässt
und die Kante des gebohrten Lochs abplatzen lässt.
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In der Druckschrift
DE 38 04 026 A1 , die als nächstliegender
Stand der Technik erachtet wird, ist ein Schlagwerkzeug offenbart,
das ein Schlagglied, eine Luftkammer und einen Kolben mit einem
Hohlzylinder aufweist, der von einer Gleithülse umgeben ist. Diese Gleithülse weist
einen Luftdurchlaß auf. Der
Kolben weist gleichfalls eine Auslaßöffnung auf. Beim Übergang
in den Leerlauf werden der Luftdurchlaß und die Auslaßöffnung in Übereinanderlage gebracht,
so daß die
Luftkammer eine Verbindung mit der Umgebung hat. Beim Übergang
vom Leerlauf in den Normalbetrieb wird diese Übereinanderlage aufgehoben.
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In der Druckschrift
US 823 886 ist ein Schlagwerkzeug offenbart,
bei dem der Schlagkolben zum sanften Übergang vom Leerlaufbetrieb
in den Schlagbetrieb mehrere hintereinander angeordnete Leerlauföffnungen
ohne Gleithülse überfährt. Ein
Ventil verhindert dabei die Verbindung zwischen einer Luftkammer
und der Umgebung.
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Angesichts des oben aufgeführten Problems ist
es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Schlagwerkzeug zu
schaffen, das einen verringerten Ruck zum Beginn eines einem Leerlaufbetrieb
folgenden normalen Schlagbetriebs bewirkt.
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Diese Aufgabe wird durch ein Schlagwerkzeug
mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind Gegenstand der weiteren Ansprüche.
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Zum vollständigeren Verständnis der
Vorteile der vorliegenden Erfindung soll auf die folgende Beschreibung
und die beigefügten
Zeichnungen Bezug genommen werden.
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1 ist
eine Schnittansicht eines Schlagbohrers gemäß einem erfindungsgemäßen ersten Ausführungsbeispiel;
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2 ist
eine Querschnittsansicht der Auslassöffnungen des Zylinders und
des Einfassungsrings des in 1 gezeigten
Schlagbohrers;
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3 ist
eine Schnittansicht des Mechanismus zum Verhindern eines Schlages
im Leerlauf des in 1 gezeigten
Schlagbohrers;
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4 ist
eine Querschnittsansicht des in 1 gezeigten
Schlagbohrers, die Hilfsöffnungen zeigt,
welche noch offen sind, während
die Auslassöffnungen
geschlossen sind;
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5 ist
eine Schnittansicht des Schlagbohrers mit abgewandelter Belüftungsregeleinrichtung;
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6 ist
eine andere Querschnittsansicht des Schlagbohrers der 5 im Leerlaufbetrieb;
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7 ist
eine Teilquerschnittansicht, die eine abgewandelte Belüftungsregeleinrichtung
zeigt; und
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8 ist
eine Schnittansicht eines elektrischen Hammers mit einem herkömmlichen
Mechanismus zum Verhindern eines Schlags im Leerlauf.
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1 zeigt
einen Schnitt eines Schlagbohrers 1, der mit einer Motorwelle 2 in
seinem hinteren Teil versehen ist, die von einem Gehäuse 3 umhüllt ist
und eine Kurbelwelle 4 antreibt. (In der folgenden Erläuterung
wird die linke Seite der 1,
an der ein Werkzeug 35 liegt, als vorne bezeichnet). Die
Kurbelwelle 4 ist in der zur Axialrichtung des Schlagbohrers 1 senkrechten
Richtung gelagert. Die Kurbelwelle 4 hat einen exzentrischen
Zapfen 5, der von dort vorsteht. Der exzentrische Zapfen 5 ist
mit einem Kolben 7 über
eine Verbindungsstange 6 gekoppelt. Mit diesem Aufbau kann
die Drehung der Motorwelle 2 in eine hin- und hergehende
Bewegung des Kolbens 7 umgewandelt werden.
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Der Kolben 7 ist in einen
Zylinder 8 gesetzt, der an seinem hinteren Abschnitt an
dem Gehäuse 3 befestigt
ist und sich in die nach vorne zeigende Richtung erstreckt. Der
vordere Abschnitt des Zylinders 8 ist koaxial durch eine
Gleithülse 9 und
einen Werkzeughalter 10 umgeben. Der Werkzeughalter 10 setzt
sich aus einem Abschnitt 11 mit einer kleinen Bohrung zur
Aufnahme des Werkzeugs 35, einem Abschnitt 12 mit einer
mittleren Bohrung, der durch Kugellager 3a gelagert ist,
die am Gehäuse 3 vorgesehen
sind, und einem Abschnitt 13 mit einer großen Bohrung
zusammen, der um die Gleithülse 9 mit
kleinem Spiel angeordnet ist. Der Abschnitt 11 mit der kleinen
Bohrung steht von dem Gehäuse 3 vor,
wobei ein Paar Walzen 37 an dem vorstehenden Teil des Abschnitts 11 mit
der kleinen Bohrung angebracht sind. Durch eine Spannfutterhülse 36 gedrückt treten die
Walzen 37 mit Nuten 35a in Eingriff, die im Werkzeug 35 ausgebildet
sind, so dass das Werkzeug 35 festgehalten wird. Der Abschnitt 13 mit
der großen Bohrung
hat an seinem Umfang Vorsprünge 14.
Die Vorsprünge 14 kämmen mit
Zähnen 16,
die an dem vorderen Ende eines Kegelzahnrads
15 ausgebildet sind,
das um den Abschnitt 13 mit der großen Bohrung montiert ist. Das
Kegelzahnrad 15 steht wiederum mit einer Welle 18 im
Eingriff, die mit der Motorwelle 2 über einen Übertragungsmechanismus 17 verbunden
ist, so dass die Motorwelle 2 den Werkzeughalter 10 drehen
kann.
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Die zylindrische Gleithülse 9 ist
zwischen dem Abschnitt 13 mit der großen Bohrung des Werkzeughalters 10 und
dem Zylinder 8 derart angeordnet, dass sie in axialer Richtung
verschiebbar ist. Eine Unterlegscheibe 19, ein Gummielement 20 und ein
Halter 21 sind in einer hin- und her bewegbaren Weise zwischen
der Gleithülse 9 und
dem Abschnitt 12 mit der mittleren Bohrung vorgesehen.
Die Gleithülse 9 kann
sich rückwärts bewegen,
bis ein an deren vorderem Ende ausgebildeter, nach innen zeigender
Flansch 9a an dem vorderen Ende des Zylinders 8 anliegt.
Außerdem
kann die Gleithülse 9 nach vorne
gleiten, bis die Unterlegscheibe 19, das Gummielement 20 und
der Halter 21 an dem hinteren Ende des Abschnitts 12 mit
der mittleren Bohrung anliegen. Ein Einfassungsring 22 ist
um den Zylinder 8 hinter der Gleithülse 9 angeordnet.
Eine Druckfeder 23 ist zwischen dem Einfassungsring 22 und
dem Kegelzahnrad 15 angeordnet, um die Gleithülse 9 und den
Einfassungsring 22 in der nach vorne zeigenden Richtung
vorzuspannen.
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Der Zylinder 8 enthält ein Schlagglied 25, das
darin hinund her bewegbar ist, eine erste Luftkammer 24,
die zwischen dem Schlagglied 25 und dem Kolben 7 ausgebildet
ist, und eine zweite Luftkammer 26, die vorderhalb des
Schlagglieds 25 ausgebildet ist. Ein Zwischenglied 27 ist
hin- und her bewegbar innerhalb des Abschnitts 12 mit der
mittleren Bohrung des Werkzeughalters 10 enthalten. Eine Luftbefüllöffnung 28 und
vier Auslassöffnungen 29 sind
in dem Teil der Umfangswand des Zylinders 8 ausgebildet,
in dem die Luftkammer 24 ausgebildet ist. Vier Hilfsöffnungen 30 sind
in dem Zylinder 8 vorderhalb der Luftkammer 24 ausgebildet.
Der Zylinder 8 hat auch vier vordere Öffnungen 31 dort ausgebildet,
wo die zweite Luftkammer 26 ausgebildet ist. Durch die
Luftbefüllöffnung 28 wird
Luft ersetzt, die aus der Luftkammer 24 verloren gegangen
ist. Die Auslassöffnungen 29 sind
durch den Einfassungsring 22 geschlossen, wie in 2 gezeigt ist, wenn die Gleithülse 9 in
die Position zurückgezogen
ist, in der der nach innen zeigende Flansch 9a an dem vorderen
Ende des Zylinders 8 anliegt. Die Hilfsöffnungen 30 liegen
normalerweise vor dem hinteren Ende 25a des Schlagglieds 25 während eines
normalen Schlagbetriebes und sind daher nicht mit der Luftkammer 24 in
pneumatischer Verbindung. Während des
Leerlaufbetriebes sind die Hilfsöffnungen 30 in pneumatischer
Verbindung mit der Luftkammer 24, da das hintere Ende 25a des
Schlagglieds 25 über die
Hilfsöffnungen 30 hinaus
vorrückt.
Wenn das Schlagglied 25 im normalen Schlagbetrieb in seiner vorderen
Position ist, ist der Abstand L1 zwischen den Hilfsöffnungen 30 und
dem hinteren Ende 25a des Schlagglieds 25 geringfügig kürzer als
der Abstand L2 zwischen dem hinteren Ende des Einfassungsrings 22 und
den Auslassöffnungen 29.
Der Einfassungsring 22 hat eine geneigte Endfläche, um eine
allmähliche
Luftströmung
zu erlauben, wenn die Auslassöffnungen 29 geöffnet werden.
Daher liegt der Abstand L2 genauer gesagt zwischen den Austrittsöffnungen 29 und
dem Punkt, an dem die geneigte Endfläche des Einfassungsring 22 in
Kontakt mit dem Zylinder 8 ist. Aufgrund des Unterschiedes der
Abstände
L1 und L2 bleiben die Hilfsöffnungen 30 selbst
dann offen, wenn die Gleithülse 9 zurückgezogen
ist, um die Austrittsöffnungen 29 zu
schließen. Die
Größe der Hilfsöffnungen 30 ist
jedoch so bestimmt, dass eine abgeschwächte aber noch ausreichend
starke Luftfeder in der Luftkammer 24 erzeugt wird, um
den Kolben 7 mit dem Schlagglied 25 pneumatisch
zu koppeln. Ähnliche Überlegungen
zur Bestimmung der Abmessungen gelten für die abgewandelten Hilfsöffnungen,
die weiter unten detailliert beschrieben werden.
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Im nahezu mittleren Abschnitt der
Gleithülse 9 sind
bewegliche Löcher 32 mit
einem größeren Durchmesser
als den der Hilfsöffnungen 30 vorgesehen.
Die beweglichen Löcher 32 halten
die Hilfsöffnungen 30 unter
jeder Betriebsbedingung in pneumatischer Verbindung mit der Umgebung.
Des weiteren hat der Abschnitt 13 mit der großen Bohrung
des Werkzeughalters 10 sechs Durchgangslöcher 33 in sich
ausgebildet, die die vier vorderen Öffnungen 31 umgeben,
die in dem Zylinder 8 ausgebildet sind. Außerdem sind
zweite bewegliche Löcher 34 in
dem vorderen Abschnitt der Gleithülse 9 ausgebildet
und zwischen die vorderen Öffnungen 31 und
die Durchgangslöcher 33 gesetzt,
um deren pneumatische Verbindung während des normalen Schlagbetriebs zu
verwirklichen.
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Im normalen Betrieb des Schlagbohrers 1 wird
das Werkzeug 35 am an der Spitze liegenden Ende des Werkzeughalters 10 eingefügt und dann beispielsweise
gegen den Untergrund gedrückt.
Dadurch wird ein Zurückziehen
des Zwischengliedes 27 hervorgerufen, was wiederum hervorruft,
dass die Unterlegscheibe 19, das Gummielement 20,
der Halter 21, die Gleithülse 9 und der Einfassungsring 22 gegen
die Vorspannkraft der Druckfeder 23 zurückgezogen werden und ihre jeweiligen,
in 1 gezeigten Positionen
einnehmen. Mit den durch den Einfassungsring 22 geschlossenen
Auslassöffnungen 29 erzeugt
eine Hin- und Herbewegung des Kolbens 7 eine Luftfeder
innerhalb der Luftkammer 24, wodurch das Schlagglied 25 angetrieben
wird, um gegen das Zwischenglied 27 an seinem hinteren,
in die zweite Luftkammer 26 vorstehenden Ende zu schlagen.
Die Hin- und Herbewegung des Kolbens 7 wird somit wirksam
auf das Werkzeug 35 als Schlagbewegung übertragen. Da außerdem die
zweite Luftkammer 26 mit der Umgebung über die zweiten beweglichen
Löcher 34 in
der Mitte zwischen den vorderen Öffnungen 31 und
den Durchgangslöchern 33 in
Verbindung steht, wird kein pneumatischer Rückstoß in der zweiten Luftkammer 26 erzeugt,
der die übertragene Schlagkraft
verringern würde.
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3 zeigt
den Schlagbohrer 1 im Leerlaufbetrieb, bei dem das Werkzeug 35 nicht
gegen den Untergrund oder gegen ein Werkstück gedrückt ist. Zu Beginn eines derartigen
Leerlaufbetriebes rückt das
Schlagglied 25 nach vorne, um das Zwischenglied 27 in
Anlagekontakt mit dem Abschnitt 11 des Werkzeughalters 10 mit
der kleinen Bohrung zu bringen. Die Unterlegscheibe 19,
das Gummielement 20, der Halter 21, die Gleithülse 9 und
der Einfassungsring 22 rücken ebenso durch die Vorspannkraft
der Druckfeder 23 nach vorne, um ihre jeweiligen, in 3 gezeigten Positionen einzunehmen.
Mit dem Vorrücken
des hinteren Endes 25a des Schlaggliedes 25 über die
Hilfsöffnungen 30 sind
zwischenzeitlich die Hilfsöffnungen 30 mit
der Luftkammer 24 verbunden, wodurch die Luftkammer 24 in
Verbindung mit der Umgebung gesetzt wird, wie in 4 gezeigt ist. Dann werden die Auslassöffnungen 29 durch
das Vorrücken
des Einfassungsrings 22 geöffnet. Diese Vorgänge treten
in dieser Reihenfolge aufgrund des zuvor erwähnten Unterschieds der beschriebenen Abstände L1 und
L2 auf. Wenn das Schlagglied 25 in der Position stehen
bleibt, in der es an dem hinteren Ende des Zwischenglieds 27 anliegt,
sind weitere Leerlaufschläge
verhindert, wodurch Leerlaufschläge verhindert
sind. Da außerdem
die beweglichen Löcher 34 zusammen
mit der Gleithülse 9 nach
vorne bewegt werden, sind die vorderen Öffnungen 31 nicht mehr
mit den Durchgangslöchern 33 in
pneumatischer Verbindung. In der Zwischenzeit hält die in der zweiten Luftkammer 26 abgedichtete
Luft wirkungsvoll den Schlag des Schlagglieds 25 zurück, während der
Unterdruck in der zweiten Luftkammer 26 auch verhindert,
dass das Schlagglied 25 zum Kolben 7 zurückprallt.
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Zur Wiederherstellung des normalen
Schlagbetriebs des Schlagbohrers 1 ausgehend vom Leerlaufbetrieb,
der in 3 gezeigt ist,
wird das Werkzeug 35 gegen den Untergrund gedrückt. Das
Zwischenglied 27 wird darauf ansprechend zurückgezogen,
wobei die Unterlegscheibe 19, das Gummielement 20,
der Halter 21, die Gleithülse 9 und der Einfassungsring 22 gegen
den Druck der Druckfeder 23 zurückbewegt werden. Das Schlagglied 25 wird
auch in Richtung zum Kolben 7 zurückgedrückt. Wie in 4 gezeigt ist, werden die Auslassöffnungen 29 durch
den Einfassungsring 22 vor dem Schließen der Hilfsöffnungen 30 geschlossen.
Da das hintere Ende 25a des Schlagglieds 25 zu
diesem Zeitpunkt die Hilfsöffnungen 30 noch
nicht geschlossen hat, ist die Luftkammer 24 noch über die
Hilfsöffnungen 30 und die
beweglichen Löcher 32 in
Verbindung mit der Umgebung. In diesem Zustand wird das Schlagglied 25 durch
den sich hin und herbewegenden Kolben 7 zurückgezogen.
Da das Schlagglied 25 nicht kraftvoll zurückgezogen
wird, weil die Luftkammer 24 zu diesem Zeitpunkt noch mit
der Umgebung in Verbindung ist, verringert sich die Wirkung der
Luftfeder und die Schläge
des sich hin- und herbewegenden Schlagglieds 25 werden
kürzer.
Dies führt
zu einer kleineren Schlagkraft und einem kleineren Ruck zu Beginn
des Schlagbetriebs.
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Wenn die Hin- und Herbewegung des
Kolbens 7 das Schlagglied 25 in die Position zurückgezogen
hat, in der sein hinteres Ende 25a immer hinter den Hilfsöffnungen 30 liegt,
ist die Luftkammer 24 nicht mehr mit der Umgebung in Verbindung,
sondern sie wird abgedichtet, wie in 1 gezeigt
ist. Dadurch ist das Schlagglied 25 vollständig mit
dem Kolben 7 pneumatisch gekoppelt und führt seinen
normalen Schlagvorgang mit seinen normalen Schlägen aus.
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Es sollte aus der vorangehenden Erläuterung
offensichtlich sein, dass zu Beginn des dem Leerlaufbetrieb folgenden
normalen Schlagbetriebs die Luftkammer 24 allmählich abgedichtet
wird, um ein abruptes Zurückziehen
des Schlaggliedes 25 zu vermeiden. Der kraftvolle erste,
durch das Schlagglied 25 übertragene Schlag wird somit
abgeschwächt,
um ein schlagfreies Umschalten zwischen den beiden Betriebsarten
(der normalen Schlagbetriebsart und der Leerlaufbetriebsart) vorzusehen, wodurch
ein unangenehmer Ruck verhindert wird, um die Betriebsfähigkeit
des Schlagbohrers 1 zu verbessern.
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Die Hilfsöffnungen 30 werden
entsprechend der Position des Schlagglieds 25 innerhalb
des Zylinders 8 geöffnet
und geschlossen, um wahlweise das Schlagglied 25 mit dem
Kolben 7 pneumatisch zu koppeln. Dadurch erweist sich das
vorstehend beschriebene schlagfreie Umschalten nicht nur zum Beginn
eines normalen Schlagbetriebs, der auf einen Leerlaufbetrieb folgt,
als überlegen,
in dem Leerlaufschläge
verhindert werden, sondern auch bei anderen Umständen. Wenn beispielsweise der
Schlagbohrer 1 beim Bohrvorgang hoch und horizontal gehalten
wird, kann es sein, dass das Werkzeug 35 aufgrund der ungeschickten
Position des Schlagbohrers 1 nicht genügend angedrückt wird. In diesem Fall kann
es sein, dass die Auslassöffnungen 29 wiederholt
ansprechend auf die Hin- und Herbewegung der Gleithülse 9 geöffnet und
geschlossen werden. Daraus folgt ein instabiles Hin- und Herschalten
zwischen dem normalen Schlagbetrieb und dem Leerlaufbetrieb. Mit
Hilfe der Hilfsöffnungen 30,
die die Luftfederwirkung innerhalb der Luftkammer 24 verringern,
wird jedoch das Schlagglied 25 daran gehindert, dass es
abrupt zurückgezogen
wird, selbst wenn der Schlagbohrer 1 vom Leerlaufbetrieb in den normalen
Schlagbetrieb umschaltet. Daher ist der Bediener keinem extremen
Schlag ausgesetzt.
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Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
liegen die Hilfsöffnungen 30 während eines
normalen Schlagbetriebs immer vorderhalb des hinteren Endes 25a des
Schlagglieds 25. Die Hilfsöffnungen 30 können jedoch
so abgewandelt werden, wie dies in 5 gezeigt
ist. Die abgewandelten Hilfsöffnungen 30a liegen
so in dem Zylinder 8, dass das hintere Ende 25a des
Schlagglieds 25 nur einen Teil der Hilfsöffnungen 30a abdeckt,
während
der verbleibende Teil zur Luftkammer 24 geöffnet bleibt,
wenn das Schlagglied 25 in seiner vorderen Position im
normalen Schlagbetrieb ist. Mit diesem Aufbau ist eine Verbindung
zwischen der Luftkammer 24 und der Umgebung verwirklicht,
wenn das Schlagglied 25 seine vordere Position einnimmt.
Da jedoch das Schlagglied 25 beim Schlagen gegen das Zwischenglied 27 zurückprallt,
um sofort die Hilfsöffnungen 30a mit dem hinteren
Ende 25a zu schließen,
ist die pneumatische Kopplung zwischen dem Schlagglied 25 und dem
Kolben 7 in keinem bemerkenswerten Ausmaß beeinflusst.
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6 zeigt
den Schlagbohrer 1 mit den abgewandelten Hilfsöffnungen 30a im
Leerlaufbetrieb. Wenn die Gleithülse 9 und
der Einfassungsring 22 sich von ihren jeweiligen, dargestellten
Positionen zurückziehen,
schließt
der Einfassungsring 22 unmittelbar die Auslassöffnungen 29.
Da der Abstand von dem hinteren Ende 25a des Schlagglieds 25 zu
den Hilfsöffnungen 30a größer als
beim vorangehenden Ausführungsbeispiel
ist, dauert es länger,
bis das Schlagglied 25 unter einer Hin- und Herbewegung und
einem Zurückziehen
seine normalen Schläge wiederherstellt,
um die normale Schlagbetriebsart einzunehmen. Das bedeutet, dass
das vorstehend erläuterte
schlagfreie Umschalten eine längere
Zeitspanne in Anspruch nimmt, bevor der normale Schlagbetrieb beginnt,
wodurch die Betriebsfähigkeit des
Schlagbohrers 1 weiter verbessert wird.
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Bei den vorstehend erläuterten
Anordnungen wirken die Hilfsöffnungen 30 und 30a als
eine Belüftungsregeleinrichtung,
um ein schlagfreies Umschalten vom Leerlaufbetrieb in den normalen Schlagbetrieb
zu erzielen. Dieselbe Wirkung kann durch andere Gestaltungen erreicht
werden. Beispielsweise zeigt die 7 eine
Vertiefung 38, die in der Innenfläche des Zylinders 8 ausgebildet
ist, und eine Luftbahn 25c, die um das Schlagglied 25 ausgebildet
ist. Die Luftbahn 25c erstreckt sich von einem 0-Ring 25b zur
zweiten Luftkammer 26. Wenn die Auslassöffnungen 29 durch
den Einfassungsring 22 geschlossen sind, liegt gemäß diesem
Aufbau das hintere Ende 25a des Schlagglieds 25 auf
der Vertiefung 38, ohne diese vollständig abzudecken, wodurch eine
pneumatische Verbindung der ersten Luftkammer 24 mit der
zweiten Luftkammer 26 aufrechterhalten wird. Daher bietet
diese Gestaltung auch ein stoßfreies
Umschalten vom Leerlaufbetrieb in einen normalen Schlagbetrieb des
Schlagbohrers. Es sollte bemerkt werden, dass die Vertiefung 38 in
der axialen Richtung länger
gestaltet sein kann als beim dargestellten Beispiel.
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Die Vertiefung 38 und die
Hilfsöffnungen 30, 30a können verschiedene
andere Gestaltungsformen annehmen und ihre Anzahl kann verändert werden,
solange ein stoßfreies
Umschalten erhalten wird.