DE19713445A1 - Umleimer-Fräsmaschine - Google Patents
Umleimer-FräsmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fräsmaschine zur Holzbearbeitung,
insbesondere zum Entfernen eines Überstandes eines am Rand
einer ebenen Oberfläche eines Werkstücks überstehenden
Umleimers, mit einem Antriebsaggregat, einem vom
Antriebsaggregat angetriebenen Fräswerkzeug und einer
Anschlagvorrichtung, die eine mit einer stirnseitigen
Schnittebene des Fräswerkzeugs fluchtende Auflagefläche zum
Auflegen auf die Oberfläche des Werkstücks aufweist.
Bei der Verarbeitung von Spanplatten zur Herstellung von
Fensterbänken, Arbeitsplatten, Tischplatten und dergleichen
Werkstücken mit sichtbarer Schmalseite ist es üblich, die
Spanplatte an dieser Schmalseite mit einem aufgeleimten oder
aufgeklebten Umleimer aus Holz oder Kunststoff zu versehen,
der die Schnittfläche der Spanplatte bedeckt. Dadurch kann zum
einen das äußere Erscheinungsbild des Werkstücks verbessert
und zum anderen das Eindringen von Wasser ins Innere der
Spanplatte verhindert werden. Um nicht für jede
Spanplattenstärke einen Umleimer mit entsprechender Breite
bevorraten zu müssen, werden gewöhnlich Umleimer angeleimt,
die breiter sind als die Spanplattenstärke und über deren eine
Breitseitenfläche überstehen. Dieser Überstand muß nach dem
Aushärten des Leims abgefräst werden, damit der Umleimer mit
beiden Breitseitenflächen der Spanplatte bündig ist.
Zum Abfräsen des Umleimers können beispielsweise Fräsmaschinen
eingesetzt werden, wie sie in der DE 40 08 484 A1 offenbart
sind. Die dort beschriebene Fräsmaschine weist ein Tastorgan
auf, das auf einem vorderen Ende einer Antriebswelle des
Fräswerkzeugs frei drehbar gelagert ist und mindestens eine
ebene Tastfläche aufweist, deren Abstand von der Drehachse der
Antriebswelle genau dem halben Flugkreisdurchmesser des
Fräswerkzeugs entspricht. Wenn die Tastfläche gegen die
Oberfläche des Werkstücks anliegt, wird der Überstand eines
Umleimers bündig abgefräst. Ein Nachteil dieser Fräsmaschine
besteht jedoch darin, daß sie sehr empfindlich auf kleinere
Unebenheiten oder Verunreinigungen der Werkstückoberfläche im
Bereich der Auflagefläche des Tastorgans reagiert und leicht
verkantet werden kann, so daß ihre Drehachse nicht mehr
parallel zur Werkstückoberfläche verläuft. Ein weiterer
Nachteil besteht darin, daß das Tastorgan erst dann mit seiner
gesamten Tastfläche auf der Werkstückoberfläche aufliegt, wenn
bereits ein Abschnitt des Umleimers mit der
Werkstückoberfläche bündig ist. Bei einem rings um das
Werkstück umlaufenden Umleimer muß dieser zuerst an einer
Stelle freihändig mit der Werkstückoberfläche bündig gefräst
werden, wobei es ebenfalls sehr leicht zum Verkanten der
Fräsmaschine kommt. Außerdem kann ein um eine Ecke des
Werkstücks herum angebrachter Umleimer im Bereich der Ecke
nicht entfernt werden, weil das Tastorgan beim Abfräsen des
einen, an die Ecke angrenzenden Umleimerabschnitts gegen die
dem Werkstück zugewandte Innenseite des anderen, an die Ecke
angrenzenden Umleimerabschnitts stößt, wenn sich das
Fräswerkzeug der Ecke nähert. Schließlich muß mit dieser
Fräsmaschine der gesamte Überstand zerspant werden, wodurch
der Zeitaufwand für das Abfräsen vergrößert wird.
Aus der DE 24 21 954 C2 ist weiter eine Winkelführung für eine
Oberfräse bekannt, die eine Befestigungsplatte mit einer zur
Drehachse des Fräswerkzeugs senkrechten Führungsebene und eine
im Abstand von der Führungsebene überstehende Auflageplatte
aufweist, die eine zur Führungsfläche senkrechte Auflagefläche
für eine Werkstückoberfläche besitzt und gegenüber der
Befestigungsplatte verschiebbar befestigt ist. Zum Abfräsen
eines Umleimers wird die Auflageplatte so eingestellt, daß
ihre Auflagefläche tangential zum Flugkreis des Fräswerkzeugs
ist (Fig. 5). Da jedoch die Auflageplatte senkrecht zur
Drehachse des Fräswerkzeugs nach beiden Seiten über dieses
übersteht, kann wie bei der zuvor beschriebenen Fräsmaschine
auch mit dieser Fräsmaschine der Überstand eines um ein
Werkstück umlaufenden, aus mehreren Abschnitten bestehenden
Umleimers im Bereich der Ecken nicht abgefräst werden.
Außerdem muß hier wie bei der zuvor beschriebenen Fräsmaschine
der gesamte Überstand zerspant werden, wodurch der Zeitaufwand
ebenfalls vergrößert wird.
In der Beschreibungseinleitung der DE 24 21 954 C2 ist weiter
eine als Oberfräse ausgebildete Fräsmaschine der eingangs
genannten Art kurz beschrieben (Prospekt Scheer,
"Handfräsmotoren und Zusatzgeräte" der Fa. S.F. Scheer & Co.
jetzt C.F. Scheer & Cie., Stuttgart-Feuerbach), bei der eine
mit einem überstehenden Handgriff versehene sogenannte
Umleimerplatte so an einer Führungsplatte der Oberfräse
angepratzt wird, daß eine stirnseitige Schnittebene eines
zylindrischen Fräskopfs mit der Auflagefläche der
Umleimerplatte fluchtet. Zum Abfräsen des Überstandes eines
Umleimers wird die Umleimerplatte mit ihrer Auflagefläche auf
die Werkstückoberfläche aufgelegt und der Überstand unter
vollständigem Zerspanen abgefräst, wodurch jedoch die Gefahr
eines Aussplitterns des verbleibenden Teils des Umleimers groß
ist. Da sich die Oberfräse mit der angepratzten Umleimerplatte
auf der Werkstückoberfläche hin und her verschwenken läßt, ist
es mit dieser Fräsmaschine auch möglich, einen Umleimer im
Bereich einer Ecke des Werkstücks abzufräsen. Jedoch besteht
die Gefahr eines Aussplitterns an der sichtbaren Außenseite
des Umleimers, die an einer Gehrungs- oder Stoßverbindung
zweier miteinander verleimter Umleimerabschnitte besonders
groß ist, weil der Fräskopf wegen der Umleimerplatte von
innen, d. h. von der Seite des Werkstücks her in den einen
Abschnitt eindringt, wenn er beim Abfräsen des anderen
Abschnitts auf die Ecke zu bewegt wird. Außerdem muß die
Oberfräse von Hand geführt werden, da der Fräskopf zumindest
im Bereich der Ecke in Bewegungsrichtung der Oberfräse vor der
Umleimerplatte angeordnet ist.
Nutenfräsen mit einem scheibenförmigen Fräswerkzeug, das über
ein Winkelgetriebe mit einem Antriebsaggregat verbunden und so
in einer Ausnehmung eines Schlittens gelagert ist, daß das
Antriebsaggregat unter Austritt des Fräswerkzeugs aus der
Ausnehmung gegenüber dem Schlitten verschiebbar oder
verschwenkbar ist, sind beispielsweise aus der DE 25 47 459 C2
und aus der DE 37 22 818 A1 bekannt, werden jedoch bisher
nicht zum Abfräsen von Umleimern eingesetzt, da für diese
Fräsen keine den Umleimer übergreifende Anschlagvorrichtung
existiert, die es gestattet, die Frässcheibe mit ihrer einen
Stirnseite an der Werkstückoberfläche entlang zu führen.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Fräsmaschine der eingangs genannten Art dahingehend zu
verbessern, daß sich der Überstand eines Umleimers nicht nur
an einzelnen Seiten des Werkstücks sondern auch im Bereich
einer Ecke des Werkstücks schnell und mit geringem Aufwand
entfernen läßt, ohne daß an einer Außenseite des Umleimers die
Gefahr eines Aussplitterns besteht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im
kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 für die
Fräsmaschine und im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs
für ein Zubehörteil zum Abfräsen eines Umleimerüberstandes
angegebenen Merkmale gelöst. Danach zeichnen sich die
Fräsmaschine bzw. das Zubehörteil in Form einer
Anschlagvorrichtung dadurch aus, daß das Fräswerkzeug
scheibenförmig ist und parallel zur Auflagefläche in Bezug zur
Anschlagvorrichtung bewegbar ist, bzw. daß die
Anschlagvorrichtung den Umleimer übergreifend an der
Fräsmaschine befestigbar ist und parallel zu ihrer
Auflagefläche in Bezug zum Fräswerkzeug bewegbar ist. Als
scheibenförmig wird hier ein Fräswerkzeug bezeichnet, bei dem
das Verhältnis von Durchmesser zu Dicke mehr als 1 : 10 beträgt,
wie beispielsweise bei einer für Nutenfräser üblichen
Frässcheibe oder einem als kleines Kreissägeblatt
ausgebildeten Fräswerkzeug. Der Erfindung liegt der Gedanke
zugrunde, nicht wie beim Stand der Technik den gesamten
Umleimer zu zerspanen, sondern einen Schlitz durch den
Umleimer zu fräsen, dessen eine Schnittfläche mit der
Werkstückoberfläche bündig ist. Das Herstellen des Schlitzes
erfolgt dadurch, daß das Fräswerkzeug von der Außenseite des
Umleimers her in diesen eingestochen wird, nachdem die
Anschlagvorrichtung den Umleimer übergreifend auf das
Werkstück aufgelegt worden ist. Die mit der stirnseitigen
Schnittebene des Fräswerkzeugs fluchtende Auflagefläche
bewirkt dabei eine Führung der stirnseitigen Schnittebene des
Fräswerkzeugs entlang der Oberseite des Werkstücks, bis ein
Begrenzungsanschlag zum Begrenzen der Eindringtiefe gegen die
Außenseite des Umleimers anschlägt. Die Erfindung macht sich
zum einen die Tatsache zunutze, daß Holz umso weniger zum
Aussplittern neigt, je dünner die Schnittbreite ist, auf der
das Fräswerkzeug mit dem Umleimer im Eingriff steht, und zum
anderen die Gefahr eines Aussplitterns weiter dadurch
verringert wird, daß die Zähne des Fräswerkzeugs von außen her
in die sichtbare Außenseite des Umleimers eindringen, weil die
Drehachse des Fräswerkzeugs einerseits und die
Anschlagvorrichtung mit der Auflagefläche andererseits auf
entgegengesetzten Seiten des Umleimers angeordnet sind.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß
die Fräsmaschine als Nutenfräse ausgebildet ist, deren
scheibenförmiges Fräswerkzeug über ein Winkelgetriebe mit dem
Antriebsaggregat verbunden ist und so in einer Ausnehmung
eines Schlittens gelagert ist, daß es sich durch Verschwenken
oder Verschieben des Antriebsaggregats gegenüber dem Schlitten
ein Stück weit aus der Ausnehmung heraus in Richtung der
Anschlagvorrichtung bewegen läßt, bis eine von einer
Stirnfläche des Schlittens gebildete, eine Austrittsöffnung
der Ausnehmung umgebende Anschlagfläche eines
Begrenzungsanschlags gegen die Vorderseite des Umleimers
anliegt und entlang derselben verschoben werden kann, wobei
sich das Fräswerkzeug bis zu einer vorgegebenen Eindringtiefe
durch den Umleimer erstreckt.
Da bei einer starren Verbindung zwischen dem Schlitten und der
Anschlagvorrichtung die letztere ein Abfräsen eines
Umleimerüberstandes im Bereich einer Ecke des Werkstücks
behindern würde, sieht eine weitere bevorzugte Ausgestaltung
der Erfindung vor, daß der Schlitten und die
Anschlagvorrichtung um eine zur Drehachse des Fräswerkzeugs
parallele Schwenkachse in Bezug zueinander verschwenkbar sind.
Dadurch kann bei Annäherung an eine beidseitig mit einem
Umleimer versehene Ecke zuerst die Anschlagvorrichtung von der
Ecke weg verschwenkt werden, so daß sie die Annäherung des
Fräswerkzeugs an dieselbe nicht behindert, und anschließend
kann das Antriebsaggregat mit dem Schlitten unter Drehung um
die Schwenkachse um die Ecke herumgeschwenkt und somit der
Umleimer in einem Zug, d. h. ohne Unterbrechung des
Fräsvorgangs, entfernt werden.
Alternativ läßt sich die Anschlagvorrichtung bereits vor dem
Beginn des Fräsvorgangs in Abhängigkeit von der vorgesehenen
Bewegungsrichtung des Fräswerkzeugs entlang des Umleimers
entgegen dieser Bewegungsrichtung verschwenken, so daß die in
Bewegungsrichtung vordere seitliche Begrenzungsfläche der
Anschlagvorrichtung möglichst spät gegen die Innenseite des
Umleimers anschlägt. Dadurch kann das Fräswerkzeug ohne ein
vorheriges Verschwenken der Anschlagvorrichtung weit genug an
die Ecke angenähert werden, um es anschließend im
Dauereingriff mit dem Umleimer auf einem Kreisbogen mit
verhältnismäßig kleinem Radius über die Ecke zu verschwenken.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß
das Antriebsaggregat um mindestens 90 Grad gegenüber der
Anschlagvorrichtung verschwenkbar ist und vorzugsweise
zwei im rechten Winkel zueinander angeordnete, zur
Auflagefläche senkrechte ebene Begrenzungsflächen aufweist,
von denen in Abhängigkeit von der Bewegungsrichtung des
Fräswerkzeugs bei der Annäherung an eine Ecke jeweils eine
gegen die dem Werkstück zugewandte Innenseite des in
Bewegungsrichtung hinter der Ecke angeordneten
Umleimerabschnitts anschlägt.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
sind die Auflagefläche und die Begrenzungsflächen an einer
Auflageplatte der Anschlagvorrichtung ausgebildet, wobei die
Begrenzungsflächen an einer dem Antriebsaggregat zugewandten
Spitze der Auflageplatte aneinanderstoßen und dort
vorzugsweise oberhalb der Auflagefläche eine Aussparung
aufweisen, deren Dicke größer als die Dicke des Fräswerkzeugs
ist, so daß sich dessen Umfang bis über die Spitze der
Auflageplatte hinaus in Richtung der Anschlagvorrichtung
erstrecken kann.
Zur Anpassung an unterschiedlich dicke Fräswerkzeuge kann die
Anschlagvorrichtung bzw. deren Auflagefläche gegenüber dem
Fräswerkzeug höhenverstellbar sein, so daß sich die
Auflagefläche mit der stirnseitigen Schnittebene verschiedener
Fräswerkzeuge zum Fluchten bringen läßt.
An Stelle einer Nutenfräse kann als Umleimerfräse auch eine
Oberfräse verwendet werden, bei der ein scheibenförmiges
Fräswerkzeug in der Nähe des freien Endes der nach unten
überstehenden Abtriebswelle des Antriebsaggregats befestigt
ist, und bei der die Anschlagvorrichtung mit der zur unteren
Schnittebene des Fräswerkzeugs parallelen Auflagefläche in
radialer Richtung der Abtriebswelle verschiebbar ist, um das
Fräswerkzeug unter Festhalten der Anschlagvorrichtung auf der
Werkstückoberfläche und unter Verschieben des Gehäuses in den
Umleimer einzustechen. Zur Begrenzung der Eindringtiefe des
Fräswerkzeugs dient hier vorzugsweise ein Begrenzungsanschlag,
dessen Anschlagfläche von einer zur Drehachse konzentrischen
Umfangsfläche eines auf einer Abtriebswelle des Fräswerkzeugs
drehbar gelagerten Ringkörpers gebildet wird, welcher
jenseits, d. h. unterhalb des Fräswerkzeugs, am freien Ende der
Abtriebswelle angeordnet ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand zweier in der Zeichnung
dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer als Nutenfräse ausgebildeten
erfindungsgemäßen Fräsmaschine beim Abfräsen eines Überstandes
eines an einem plattenförmigen Werkstück angebrachten
Umleimers;
Fig. 2 eine Draufsicht von oben auf die Fräsmaschine aus Fig. 1;
Fig. 3 eine schematische Darstellung des Eingriffs des
Fräswerkzeugs im Bereich einer Ecke des Werkstücks;
Fig. 4 eine Seitenansicht einer als Oberfräse ausgebildeten
erfindungsgemäßen Fräsmaschine beim Abfräsen eines Überstandes
eines an einem plattenförmigen Werkstück angebrachten
Umleimers;
Fig. 5 eine Draufsicht von oben auf die Fräsmaschine aus Fig. 4;
Fig. 6 eine Schnittansicht entlang der Linie 6-6 aus Fig. 4.
Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte erfindungsgemäße
Holzfräsmaschine 10 besteht im wesentlichen aus einer an sich
bekannten Nutenfräse 12, wie sie beispielsweise von der Fa.
Lamello hergestellt und unter der Typenbezeichnung Top 10
vertrieben wird, mit einem als Antriebsaggregat dienenden, von
einem langgestreckten zylindrischen Gehäuse 14 umschlossenen
Elektromotor, einem über ein Winkelgetriebe vom Motor
angetriebenen scheibenförmigen Fräswerkzeug 16, dessen
Drehachse 18 zu einer Längsachse 20 des Motorgehäuses 14
senkrecht ist, sowie einem unterhalb des Motorgehäuses 14
angebrachten Schlitten 22, der eine innere Ausnehmung 24 für
das Fräswerkzeug 16 aufweist und entgegen der Kraft einer
Feder parallel zu einer oberen und unteren stirnseitigen
Schnittebene So und Su des Fräswerkzeugs 16 gegenüber dem
Motorgehäuse 14 verschiebbar ist, um das Fräswerkzeug 16
teilweise aus einer Austrittsöffnung 28 in einer vorderen
ebenen Stirnseite 28 des Schlittens 22 heraus zu verschieben,
um es mit einem gegen die Stirnseite 28 anliegenden Werkstück
in Eingriff zu bringen. Die in den Fig. 1 bis 3
dargestellte Nutenfräse 12 wurde zum Entfernen eines
Überstandes 30 eines seitlich an einer Spanplatte 32
angeleimten Umleimers 34 mit einer erfindungsgemäßen
Anschlagvorrichtung 36 nachgerüstet.
Die Anschlagvorrichtung 36 besteht im wesentlichen aus einer
lösbar an der Stirnseite 28 des Schlittens 22 anflanschbaren
Halterung 38 und einer verschwenkbar an der Halterung
befestigten Auflageplatte 40. Die Halterung 38 ist zweckmäßig
in einer vertikalen Führung eines am vorderen Ende des
Schlittens 22 nach oben überstehenden Flanschs 42 verschiebbar
gelagert und kann durch Anziehen von Klemmschrauben (nicht
dargestellt) in einer gewünschten Höhe arretiert werden. Die
Halterung 38 liegt mit einer dem Antriebsaggregat zugewandten
Anlagefläche gegen die Stirnseite 28 des Schlittenflanschs 42
an und ist in einer solchen Höhe am Flansch 42 befestigt, daß
eine von der ebenen Unterseite der Auflageplatte 40 gebildetes
Auflagefläche 44 mit der unteren stirnseitigen Schnittebene Su
des Fräswerkzeugs 16 fluchtet.
Die Halterung 38 weist zwei nach vorne überstehende, zur
Auflagefläche 44 parallele Führungsbacken 46, 48 auf, die
jeweils von einer zylindrischen Lagerbuchse 50 mit einer zur
Auflagefläche 44 senkrechten Mittelachse durchsetzt werden. In
der Lagerbuchse 50 ist ein Schwenkbolzen 52 drehbar gelagert,
der von oben her in eine mit der Lagerbuchse 50 fluchtende
Gewindebohrung 54 in der Auflageplatte 40 eingeschraubt ist.
Auf der Oberseite der Auflageplatte 40 ist ein Ausleger 56
angeordnet, der eine zwischen den Führungsbacken 46, 48 der
Halterung 38 verschwenkbare Führungsnase 58 und in der
Führungsnase 58 eine mit der Gewindebohrung 54 fluchtende
Durchgangsbohrung 60 für den Schwenkbolzen 52 aufweist. Der
Schwenkbolzen 52 und die gegen die Oberseite der Auflageplatte
40 bzw. die entgegengesetzten Breitseiten der Führungsnase 58
anliegenden Führungsbacken 46, 48 sorgen dafür, daß die
Auflagefläche 44 beim Verschwenken der Auflageplatte 40 stets
mit der unteren Schnittebene Su des Fräswerkzeugs 16 fluchtet.
Die parallel zur Drehachse 18 des Fräswerkzeugs 16
ausgerichtete Schwenkachse des Schwenkbolzens 52 weist einen
geringen radialen Abstand vom Umfang des Fräswerkzeugs 16 auf,
wenn dieses zum Eingriff mit dem Umleimer 34 teilweise aus der
Ausnehmung 24 heraus verschoben ist, wie am besten in Fig. 1
dargestellt.
Die massiv ausgebildete Auflageplatte 40 weist in der
Draufsicht eine fünfeckige Form auf, die sich aus einem vom
Schlitten 22 abgewandten Rechteckteil und einem dem Schlitten
22 zugewandten Dreieckteil zusammensetzt. Der Schwenkbolzen 52
befindet sich in der Nähe der zum Schlitten 22 hin gerichteten
Spitze 62 des Dreieckteils, an der zwei zur Auflagefläche 44
senkrechte Begrenzungsflächen 64, 66 unter einem Winkel von 90
Grad zusammenstoßen. Eine an der Spitze 62 und in deren
Nachbarschaft angeordnete Aussparung 68 in den
Begrenzungsflächen 64, 66 oberhalb der Auflagefläche 44
ermöglicht es, das Fräswerkzeug 16 über die Spitze 62 des
Dreieckteils hinaus in Richtung der Auflageplatte 40 zu
bewegen. Über den Rechteckteil steht ein Handgriff 68 nach
oben über, der das Andrücken der Auflageplatte 40 gegen die
Oberseite 70 der Spanplatte 32 erleichtert.
Zum Entfernen des Überstandes 30 des Umleimers 34 wird die mit
dem Schlitten 22 verbundene Anschlagvorrichtung 36 so auf die
Spanplatte 22 aufgelegt, daß die Auflagefläche 44 der
Auflageplatte 40 flächig gegen deren Oberseite 70 anliegt,
wobei sich das Antriebsaggregat und der Schlitten 22 jenseits
des Randes der Spanplatte 32 befinden und die Halterung 38
über den Umleimer 34 hinweg eine Brücke zwischen der
Auflageplatte 40 und dem Schlitten 22 bildet. Das
Antriebsaggregat wird dann in Richtung der Spanplatte 32
verschoben, bis die als Begrenzungsanschlag dienende
Stirnseite 28 des Schlittens 22 auf ihrer gesamten Breite
gegen die Außenseite des Umleimers 34 anliegt. Anschließend
wird das Antriebsaggregat eingeschaltet und entgegen der Kraft
der Feder gegenüber dem Schlitten 22 in Richtung der
Spanplatte 32 verschoben, wobei sich das Fräswerkzeug 16 aus
der in Fig. 2 in unterbrochen Linien dargestellten Position im
Inneren der Ausnehmung 24 teilweise aus dieser heraus
verschiebt und dabei in den Umleimer 34 eingestochen wird, bis
es am Ende des Verschiebewegs die in Fig. 1 bzw. die in Fig. 2
in zweistrichpunktierten Linien dargestellte Position
einnimmt, in der es den Umleimer 34 über der Oberseite 70 der
Spanplatte 32 durchtrennt. Danach wird das Antriebsaggregat
geführt von der gegen den Umleimer 34 anliegenden Stirnfläche
28 des Schlittens 22 am Umleimer 34 entlang verschoben und
dessen Überstand 30 dabei allmählich von der Spanplatte 32
abgetrennt.
Bei einer über eine Ecke hinweg mit dem Umleimer 34 versehenen
Spanplatte 32, wie in Fig. 2 und 3 dargestellt, wird die
Fräsmaschine 10 etwa bis in die in Fig. 2 dargestellte
Position an die Ecke angenähert und dann die Auflageplatte 40
um die Schwenkachse des Schwenkbolzens 52 in Richtung des
Pfeils S in Fig. 2 entgegen der Bewegungsrichtung bei der
Annäherung um 45 Grad verschwenkt, bis die in
Bewegungsrichtung vordere Begrenzungsfläche 64 der
Auflageplatte 40 parallel zu dem hinter der Ecke angeordneten
Umleimerabschnitt ist, wie in Fig. 2 in unterbrochenen Linien
dargestellt. Daraufhin wird die Fräsmaschine 10 mit dem
Schlitten 22 weiter am Umleimer 34 entlang geführt, bis die
vordere Begrenzungsfläche 64 von innen her gegen den Umleimer
34 anliegt. Danach wird die Auflageplatte 40 fest von oben auf
die Spanplatte 32 gedrückt und das Antriebsaggregat mit dem
Schlitten 22 und der Halterung 38 unter Eingriff des
Fräswerkzeugs 16 in den Umleimer 34 in Richtung des Pfeils T
in Fig. 3 um die Schwenkachse verschwenkt, wobei sich die
Stirnfläche 28 des Schlittens 22 allmählich über die Ecke
bewegt. Dabei wird die Auflageplatte 40 leicht nach außen in
Richtung des Randes der Spanplatte 32 gezogen. Das
Fräswerkzeug 16 durchdringt den Umleimer 34 jedoch auch in
dieser Position noch vollständig, da es sich mit seinem Umfang
über die Spitze 62 der Auflageplatte 40 hinaus in die darin
vorgesehene Aussparung 68 erstreckt (vgl. Fig. 1). Das
Antriebsaggregat wird um 90 Grad verschwenkt, bis der
Schlitten 22 die in Fig. 3 in zweistrichpunktierten Linien
dargestellte Position einnimmt und wieder mit seiner
Stirnfläche 28 gegen die Außenseite des Umleimers 34 anliegt.
Anschließend kann die Fräsmaschine 10 an dem hinter der Ecke
angeordneten Abschnitt des Umleimers 34 entlangbewegt und an
diesem Abschnitt der Überstand 30 abgetrennt werden. Die
Auflageplatte 40 kann dabei wahlweise in ihrer in Fig. 3
dargestellten Schwenkposition verbleiben oder in eine
Ausrichtung entsprechend Fig. 2 gegenüber dem Antriebsaggregat
zurückgeschwenkt werden.
Ein Aussplittern des an der Spanplatte 32 zurückbleibenden
Teils des Umleimers 34 im Bereich seiner sichtbaren Außenseite
wird auch im Bereich der Ecke verhinderte weil der
Bewegungspfad der Frässcheibe 16 in Verbindung mit ihrem
verhältnismäßig großen Durchmesser dafür sorgt, daß die
schneidenden Kanten der Frässcheibe 16 beim Herumschwenken
derselben um die Ecke auch an dem in Bewegungsrichtung hinter
der Ecke angeordneten Umleimerabschnitt von außen her in die
sichtbare Außenseite eindringen.
Demgegenüber besteht die in den Fig. 4 bis 6 dargestellte
erfindungsgemäße Holzfräsmaschine 110 im wesentlichen aus
einer an sich bekannten Oberfräse 112, wie sie beispielsweise
von der Fa. Festo hergestellt und unter der Typenbezeichnung
OF 900 E vertrieben wird, mit einem von einem Gehäuse 114
umschlossenen, als Antriebsaggregat dienenden Elektromotor,
der eine über eine Gehäuseunterseite über stehende
Abtriebswelle 118 aufweist, einem seitlich über das Gehäuse
114 überstehenden Handgriff 120 und einem in axialer Richtung
der Abtriebswelle 118 gegenüber dem Gehäuse 114
höhenverstellbaren Untersatz 122, der gewöhnlich auf der
Werkstückoberfläche aufliegt. Die Höhenverstellung des
Untersatzes 122 erfolgt mit Hilfe eines als Klemmschraube
ausgebildeten Griffknopfs 124, der entgegengesetzt zum
Handgriff 120 über das Gehäuse 114 übersteht und ein
Festklemmen desselben in einer beliebigen Höhe auf der
benachbarten von zwei zylindrischen Führungen 126 ermöglicht.
Ein nicht dargestellter Höhenverstellanschlag ermöglicht es,
ein auf der Abtriebswelle 118 befestigtes Fräswerkzeug so zu
arretieren, daß seine untere Schnittebene Su einen gewünschten
Abstand von der Unterseite des Untersatzes 122 aufweist.
Die in den Fig. 4 bis 6 dargestellte Oberfräse 112 wurde
zum Entfernen eines Überstandes 130 eines seitlich an einer
Spanplatte 132 angeleimten Umleimers 134 auf der Abtriebswelle
118 mit einem dünnen Kreissägeblatt 116 mit einer Stärke von
1,5 mm und einem Durchmesser von etwa 50 mm bestückt und mit
einer erfindungsgemäßen Anschlagvorrichtung 136 nachgerüstet,
die eine mit der unteren stirnseitigen Schnittebene Su des
Kreissägeblatts 116 fluchtende Auflagefläche 144 aufweist und
mit dieser Auflagefläche 144 in Bezug zum Untersatz 118 in
radialer Richtung der Abtriebswelle 118 verschiebbar ist.
Die Anschlagvorrichtung 136 besteht im wesentlichen aus einer
lösbar an der Unterseite des Untersatzes 118 angeflanschten,
vorzugsweise mit dem Untersatz 118 verschraubten Halterung 138
und einer auf der Halterung 138 in radialer Richtung der
Abtriebswelle 118 verschiebbar geführten Auflageplatte 140,
deren Unterseite von der Auflagefläche 144 gebildet wird.
Die plattenförmige Halterung 138 weist einen rechteckigen
Umriß auf und umschließt unterhalb des Gehäuses 114 eine
Durchtrittsöffnung (nicht dargestellt) für die Abtriebswelle
118. Die Halterung 138 steht auf der zum Handgriff 120
entgegengesetzten Seite über das Gehäuse 114 über und ist mit
abgesetzten seitlichen Schultern 154, 156 in einer
entsprechend angepaßten Linearführung 146 auf der Oberseite
der Auflageplatte 140 längsverschiebbar geführt.
Die massiv ausgebildete Auflageplatte 140 weist in der
Draufsicht eine fünfeckige Form auf, die sich aus einem vom
Untersatz 122 abgewandten Rechteckteil und einem dem Untersatz
zugewandten Dreieckteil zusammensetzt. Die Spitze 162 des
Dreieckteils, an der zwei zur Auflagefläche 144 senkrechte
Begrenzungsflächen 164, 166 unter einem Winkel von 90 Grad
zusammenstoßen, ist auf die Abtriebswelle 118 zu ausgerichtet.
Eine im Bereich der Spitze 162 oberhalb der Auflagefläche 144
angeordnete Aussparung 168 in den Begrenzungsflächen 164, 166
ermöglicht es, das Kreissägeblatt 116 etwas über die Spitze
162 hinaus in Richtung der Auflageplatte 140 zu bewegen. Über
den Rechteckteil steht ein Handgriff 172 nach oben über, der
das Andrücken der Auflageplatte 140 gegen die Oberseite 170
der Spanplatte 132 erleichtert.
Die auf der Oberseite der Auflageplatte 140 angeordnete
Linearführung 146 besteht im wesentlichen aus zwei
Winkelprofilen 148, 150, welche die Schultern 154, 156 an den
entgegengesetzten Längsseitenrändern der Halterung 138
übergreifen und die Auflageplatte 140 in radialer Richtung der
Abtriebswelle 118 auf der Halterung 138 verschiebbar führen
(vgl. Fig. 7). Die Winkelprofile 148, 150 können einstückig
mit der Halterung 138 ausgebildet oder auf diese aufgeschraubt
sein.
Um den Eindringtiefe des Kreissägeblatts 116 in den Umleimer
134 zu begrenzen und um zu verhindern, daß eine zur
Befestigung des Kreissägeblatts 116 an der Abtriebswelle 118
dienende Befestigungsschraube an der Außenseite des Umleimers
134 reibt und Verbrennungen hervorruft, ist unterhalb des
Kreissägeblatts 116 ein Begrenzungsanschlag 128 vorgesehen.
Der Begrenzungsanschlag 128 wird von einem unterhalb des
Kreissägeblatts 116 am freien Ende der Abtriebswelle 118
angeordneten, auf der Abtriebswelle 118 drehbar gelagerten
Ringkörper 148 gebildet, dessen Umfangsfläche nach dem
Hindurchtritt des Kreissägeblatts 116 durch den Umleimer 134
gegen dessen Außenseite anschlägt und eine weitere
Verschiebung des Gehäuses 114 und der Halterung 138 gegenüber
der auf der Spanplatte 132 aufliegend festgehaltenen
Auflageplatte 140 verhindert.
Das Entfernen des Überstandes 130 des Umleimers 134 erfolgt
ähnlich wie bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform, indem
die Anschlagvorrichtung 136 mit der Auflagefläche 144 der
Auflageplatte 140 auf die Oberseite 170 der Spanplatte 132
aufgelegt wird, wobei sich das Gehäuse 114 mit dem von der
Spanplatte 132 weg weisenden Handgriff 120 außerhalb des
Randes der Spanplatte 132 befindet und die Halterung 138 den
Spalt zwischen der Spitze 162 der Auflageplatte 140 und dem
Umfang des Kreissägeblatts 116 über den Umleimerüberstand 130
hinweg überbrückt, wie in Fig. 4 dargestellt. Während die
Auflageplatte 140 am Griffstück 172 auf die Spanplatte 132
gedrückt und festgehalten wird, wird das Gehäuse 114 mit dem
eingeschalteten Antriebsaggregat am Handgriff 120 in Richtung
der Spanplatte 132 gegenüber der Auflageplatte 140 verschoben,
bis das Kreissägeblatt 116 durch den Umleimer 134 hindurch
eingestochen ist und der als Begrenzungsanschlag 128 dienende
Ringkörper 148 mit seiner Umfangsfläche an der Außenseite des
Umleimers 134 anliegt. Das Kreissägeblatt 116 ragt in dieser
Position mit seinem Umfang in die Aussparung 168 an der Spitze
162 der Auflageplatte 140 hinein. Danach wird das Gehäuse 114
mit dem Antriebsaggregat unter der Führung des am Umleimer 134
anliegenden Ringkörpers 126 am Rand der Spanplatte 132
entlangbewegt, wobei der Umleimerüberstand 130 allmählich von
der Spanplatte 132 abgetrennt wird.
Bei einer über eine Ecke hinweg mit dem Umleimer 134
versehenen Spanplatte 132, wie in Fig. 5 dargestellt, wird die
Fräsmaschine 110 etwa bis in die dort dargestellte Position an
die Ecke angenähert und dann die gesamte Fräsmaschine 110
gegenüber der Spanplatte 132 verschwenkt, wobei die
Auflageplatte 140 mit der Auflagefläche 144 auf der Oberseite
170 der Spanplatte 132 gleitend verdreht wird, und wobei sich
der Ringkörper 148 am Umleimer 134 entlang um die Ecke bewegt.
Falls dabei die Auflageplatte 140 mit einer ihrer seitlichen
Begrenzungsflächen 164, 166 von innen her gegen den
Umleimerüberstand 130 anschlägt, kann entweder die ganze
Fräsmaschine 110 mit der Anschlagvorrichtung 136 stärker
verschwenkt oder das Kreissägeblatt 116 durch Verschieben der
Halterung 138 in der Führung der Auflageplatte 140 etwas von
dieser weg bewegt werden, jedoch nur so weit, daß sich unter
vollständigem Eingriff des Kreissägeblatts 116 in den Umleimer
134 der Ringkörper 148 um die Ecke führen läßt.
Claims (25)
1. Fräsmaschine zur Holzbearbeitung, insbesondere zum
Entfernen eines Überstandes eines am Rand einer ebenen
Oberfläche eines Werkstücks überstehenden Umleimers, mit einem
Antriebsaggregat, einem vom Antriebsaggregat angetriebenen
Fräswerkzeug und einer Anschlagvorrichtung, die eine mit einer
stirnseitigen Schnittebene des Fräswerkzeugs fluchtende
Auflagefläche zum Auflegen auf die Oberfläche des Werkstücks
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Fräswerkzeug (16;
116) scheibenförmig ist und parallel zur Auflagefläche (44;
144) in Bezug zur Anschlagvorrichtung (36; 136) bewegbar ist.
2. Fräsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Fräswerkzeug (16) und das Antriebsaggregat entgegen der
Kraft einer Feder in Bezug zur Anschlagvorrichtung (36)
bewegbar ist.
3. Fräsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anschlagvorrichtung (136) zwei im
rechten Winkel zueinander angeordnete, zur Auflagefläche (44,
144) senkrechte ebene Begrenzungsflächen (64, 66; 164, 166)
aufweist.
4. Fräsmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Auflagefläche (40; 140) und die Begrenzungsflächen (64,
66; 164, 166) an einer Auflageplatte (40; 140) der
Anschlagvorrichtung (36; 136) ausgebildet sind.
5. Fräsmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Begrenzungsflächen (64, 66; 164, 166) an einer dem
Fräswerkzeug (16; 116) benachbarten Spitze (62; 162) der
Auflageplatte (40; 140) aneinanderstoßen.
6. Fräsmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auflageplatte (40; 140) mindestens im
Bereich der Spitze (62; 162) oberhalb der Auflagefläche (44;
144) eine Aussparung (68; 168) aufweist, so daß ein Umfang des
Fräswerkzeugs (16; 116) über die Spitze (62; 162) hinaus in
Richtung der Auflageplatte (40; 140) bewegbar ist.
7. Fräsmaschine nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auflagefläche (40; 140) gegenüber dem
Fräswerkzeug (16; 116) höhenverstellbar ist.
8. Fräsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß beim Entfernen eines Überstandes (30; 130)
eines Umleimers (34; 134) die Drehachse (18; 118) des
Fräswerkzeugs (16; 116) einerseits und die Anschlagvorrichtung
(36; 136) mit der Auflagefläche (44; 144) andererseits auf
entgegengesetzten Seiten des Umleimers (34; 134) angeordnet
sind.
9. Fräsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
gekennzeichnet durch einen Begrenzungsanschlag (28; 128), der
gegen eine vom Werkstück abgewandte Außenseite des Umleimers
(34; 134) oder dergleichen anschlägt und die Eindringtiefe des
Fräswerkzeugs (16; 116) begrenzt.
10. Fräsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fräsmaschine (10) eine Nutenfräse (12)
umfaßt, deren Fräswerkzeug (16) über ein Winkelgetriebe mit
dem Antriebsaggregat verbunden ist und in einer Ausnehmung
(24) eines Schlittens (22) gelagert ist, wobei das
Antriebsaggregat unter Austritt des Fräswerkzeugs (16) aus der
Ausnehmung (24) gegenüber dem Schlitten (22) verschiebbar oder
verschwenkbar ist.
11. Fräsmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Anschlagfläche des Begrenzungsanschlags von einer
Stirnfläche (28) des Schlittens (22) gebildet wird, die eine
Austrittsöffnung (26) der Ausnehmung (24) umgibt.
12. Fräsmaschine nach Anspruch 10 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schlitten (22) und ein Teil (40) der
Anschlagvorrichtung (36) um eine zur Drehachse (18) des
Fräswerkzeugs (16) parallele Schwenkachse (52) in Bezug
zueinander verschwenkbar sind.
13. Fräsmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlitten (22) und der Teil (40) der
Anschlagvorrichtung (36) um mindestens 90 Grad in Bezug
zueinander verschwenkbar sind.
14. Fräsmaschine nach Anspruch 12 oder 13, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Abstand zwischen der Schwenkachse (52)
und der Drehachse (18) kleiner als der Durchmesser des
Fräswerkzeugs (16) ist.
15. Fräsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fräsmaschine (110) eine Oberfräse
(112) umfaßt, deren Fräswerkzeug (116) an einer Abtriebswelle
(118) des Antriebsaggregats befestigt ist und in axialer
Richtung der Abtriebswelle (118) über ein Gehäuse (114) der
Oberfräse (112) übersteht.
16. Fräsmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Anschlagfläche des Begrenzungsanschlags von einer zur
Abtriebswelle (118) konzentrischen Umfangsfläche eines auf der
Abtriebswelle (118) drehbar gelagerten Ringkörpers (148)
gebildet wird.
17. Fräsmaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ringkörper (148) jenseits des Fräswerkzeugs (116) am
freien Ende der Abtriebswelle (118) angeordnet ist.
18. Anschlagvorrichtung für eine Fräsmaschine zum Entfernen
eines Überstandes eines am Rand einer ebenen Oberfläche eines
Werkstücks überstehenden Umleimers, mit einer Auflagefläche
(44; 144) zum Auflegen auf die Oberfläche (70; 170) des
Werkstücks (32; 132), die nach dem Anbringen an der
Fräsmaschine (10; 110) mit einer stirnseitigen Schnittebene
(Su) des Fräswerkzeugs (16; 116) fluchtet, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anschlagvorrichtung den Umleimer
übergreifend an der Fräsmaschine (10; 110) befestigbar ist und
parallel zu ihrer Auflagefläche (44; 144) in Bezug zum
Fräswerkzeug (16; 116) bewegbar ist.
19. Anschlagvorrichtung nach Anspruch 18, dadurch
gekennzeichnet, daß sie zwei im rechten Winkel zueinander
angeordnete, zur Auflagefläche (44, 144) senkrechte ebene
Begrenzungsflächen (64, 66; 164, 166) aufweist.
20. Anschlagvorrichtung nach Anspruch 19, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auflagefläche (44; 144) und die
Begrenzungsflächen (64, 66; 164, 166) an einer Auflageplatte
(40; 140) ausgebildet sind.
21. Anschlagvorrichtung nach Anspruch 20, dadurch
gekennzeichnet, daß die Begrenzungsflächen (64, 66; 164, 166)
an einer dem Fräswerkzeug (16; 116) benachbarten Spitze (62;
162) der Auflageplatte (40; 140) aneinanderstoßen.
22. Anschlagvorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auflageplatte (40; 140) mindestens im
Bereich der Spitze (62; 162) oberhalb der Auflagefläche (44;
144) eine Aussparung (68; 168) aufweist.
23. Anschlagvorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 22,
gekennzeichnet durch einen mit der Auflagefläche (44)
versehenen Teil (40) und eine gegenüber dem Teil (40) um eine
zur Auflagefläche (44) senkrechte Schwenkachse (52)
verschwenkbare, an der Fräsmaschine (12) befestigbare
Halterung (38).
24. Anschlagvorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 22,
gekennzeichnet durch einen mit der Auflagefläche (144)
versehenen Teil (140) und eine gegenüber dem Teil (140) in
radialer Richtung des Fräswerkzeugs (116) verschiebbare, an
der Fräsmaschine (112) befestigbare Halterung (138).
25. Anschlagvorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 24,
dadurch gekennzeichnet, daß sie den Umleimer (34; 134)
übergreifend an der Fräsmaschine (10; 110) befestigbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997113445 DE19713445A1 (de) | 1997-04-01 | 1997-04-01 | Umleimer-Fräsmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997113445 DE19713445A1 (de) | 1997-04-01 | 1997-04-01 | Umleimer-Fräsmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19713445A1 true DE19713445A1 (de) | 1998-10-08 |
Family
ID=7825135
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997113445 Withdrawn DE19713445A1 (de) | 1997-04-01 | 1997-04-01 | Umleimer-Fräsmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19713445A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009015175A1 (de) | 2009-03-20 | 2010-09-23 | Konrad Scholz | Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von überstehenden Kantenmaterialien an Platten |
| DE102018217724A1 (de) * | 2018-10-17 | 2020-04-23 | Robert Bosch Gmbh | Handfräse sowie Adapterplatten |
| CN111069673A (zh) * | 2020-01-03 | 2020-04-28 | 深圳市鼎铭精密机械有限公司 | 全自动直角铣边机 |
| CN114131090A (zh) * | 2020-09-04 | 2022-03-04 | 索宾科有限公司 | 用于加工窗或门的页扇的手工工具及其操作方法和手工工具与页扇的组合 |
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| CH651776A5 (en) * | 1981-05-04 | 1985-10-15 | Kambo Ag | Hand-held device for clipping edge bands on boards |
| DE29601911U1 (de) * | 1996-02-05 | 1996-03-21 | Lee, Chi pin, Taiping Shiang, Taichung | Zapfenlochherstellvorrichtung für spanabhebendes Werkzeug |
-
1997
- 1997-04-01 DE DE1997113445 patent/DE19713445A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
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