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DE19712302A1 - Flexibles Kupplungselement - Google Patents

Flexibles Kupplungselement

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DE19712302A1
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    • F16D3/00Yielding couplings, i.e. with means permitting movement between the connected parts during the drive
    • F16D3/50Yielding couplings, i.e. with means permitting movement between the connected parts during the drive with the coupling parts connected by one or more intermediate members
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    • F16D3/72Yielding couplings, i.e. with means permitting movement between the connected parts during the drive with the coupling parts connected by one or more intermediate members with axially-spaced attachments to the coupling parts
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Description

Die Erfindung betrifft ein flexibles Kupplungselement zum drehfesten Verbinden eines treibenden Teils mit einem angetriebenen Teil gemäß den Oberbegriffen der Patent­ ansprüche 1 und 5.
Derartige scheibenartig ausgebildete Kupplungselemente werden vor allem dort eingesetzt, wo eine Drehverbindung zwischen zwei in einem geringen Winkel zueinander angeord­ neten rotierenden Teilen geschaffen werden soll. Die radi­ al nach außen vorstehenden Laschen, an denen die rotieren­ den Teile befestigt sind, ermöglichen hierbei eine leichte Verwindung des Kupplungselements quer zu dessen Haupt­ ebene, um den Fluchtungsfehler der Teile auszugleichen.
Es sind Kupplungen aus Stahl bekannt, welche Fluchtungs-Fehler bis maximal 1° erlauben. Nachteilig ist hierbei, daß sie insbesondere für größere Drehmomente relativ groß dimensioniert werden müssen und ein hohes Gewicht auf­ weisen.
Weiterhin sind bereits Kupplungselemente aus einem Fa­ serverbundwerkstoff mit isotroper Faserausrichtung be­ kannt, welche bei Fluchtungsfehlern der zu verbindenden Teile bis zu 3° eingesetzt werden können. Problematisch ist hierbei, daß diese bekannten Faserverbundkupplungen nicht in der Lage sind, bei relativ kleinen Baugrößen große Drehmomente zu übertragen. Außerdem nimmt das über­ tragbare Drehmoment bei stärker werdendem Fluchtungsfehler zwischen den beiden zu verbindenden Teilen stark ab.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kupplung gemäß den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 5 zu schaffen, die bei kleinen Abmessungen und geringem Gewicht relativ große Drehmomente übertragen kann, und zwar insbesondere auch dann, wenn die zu verbindenden Teile größere Fluch­ tungsfehler aufweisen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 5 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
Bei dem erfindungsgemäßen Kupplungselement gemäß Anspruch 1 besteht jede Faserschichtgruppe aus mehreren Faser­ schichten, deren Fasern in einem Winkel von 0°, +60° und -60° mit einem Toleranzbereich von ± 10° angeordnet sind. Weiterhin ist die Faserausrichtung relativ zu den Befesti­ gungsaugen derart, daß die Verbindungsgeraden von einem Befestigungsauge zu dem in Umfangsrichtung jeweils über­ nächsten Befestigungsauge in der 0°-, +60°- und -60°-Rich­ tung mit einem Toleranzbereich von ± 10° liegen.
Beim erfindungsgemäßen Kupplungselement wird die Faseraus­ richtung somit gezielt so gewählt, daß zumindest im we­ sentlichen keine Faser von den Befestigungsaugen radial nach innen zum Drehmittelpunkt des Kupplungselements ver­ läuft. Vielmehr verlaufen die Fasern ausschließlich von einem Befestigungsauge zum jeweils übernächsten Befesti­ gungsauge, so daß die einzelnen Fasern bei mehreren Schichten eine Art Fachwerkstruktur bilden. Hierdurch ergibt sich eine Anordnung, die eine relativ leichte Ver­ biegung der Laschen quer zur Kupplungselementhauptebene und gleichzeitig eine hohe Drehmomentübertragung in Dreh­ richtung durch direkte Krafteinleitung in Längsrichtung der Fasern ermöglicht.
Das erfindungsgemäße Kupplungselement kann aufgrund der speziellen Faserrichtungswahl somit auch bei größeren Fluchtungsfehlern von beispielsweise 3° eingesetzt werden, wobei auch bei derartigen Fluchtungsfehlern noch wesent­ lich größere Drehmomente übertragen werden können, als dies bei bekannten Kupplungselementen derselben Baugröße möglich ist. Für vorgegebene Drehmomente können das Ge­ wicht und die Baugröße wesentlich verringert und die Le­ bensdauer des Kupplungselements bedeutend erhöht werden.
Obwohl gewisse Toleranzen im Bereich von ± 10° möglich sind, ist es bevorzugt, wenn sowohl die Fasern als auch die von einem Befestigungsauge zum jeweils übernächsten Befestigungsauge gehenden Verbindungsgeraden genau in der 0°-, +60°- und -60°-Richtung liegen.
Vorteilhafterweise besteht jede Faserschichtgruppe aus zwei Untergruppen mit je drei Faserschichten, die zuein­ ander spiegelsymmetrisch angeordnete Faserrichtungen auf­ weisen. Beispielsweise kann das Kupplungselement aus einer oder mehreren Faserschichtgruppen mit jeweils 6 Faser­ schichten bestehen, deren Faserrichtungen in der Reihen­ folge 0°, +60°, -60°, -60°, +60°, 0° angeordnet sind.
Durch die spiegelsymmetrisch angeordneten Faserrichtungen der ersten Untergruppe (0°, +60°, -60°) und der zweiten Untergruppe (-60°, +60°, 0°) wird vermieden, daß sich das Kupplungselement durch Eigenspannungen verzieht.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist das Kupp­ lungselement in den von den Verbindungsgeraden einge­ schlossenen Dreiecksflächen Aussparungen auf, die das Gesamtgewicht des Kupplungselements und dessen träge Masse verringern. Dies ist deshalb möglich, da der wesentliche Kraftfluß insbesondere im Bereich längs der Verbindungs­ geraden auftritt, während in den von den Verbindungs­ geraden eingeschlossenen Dreiecksbereichen nur vernachläs­ sigbare Kräfte einwirken.
Bei dem erfindungsgemäßen Kupplungselement gemäß Anspruch 5 besteht jede Faserschichtgruppe aus mehreren Faser­ schichten, deren Fasern in einem Winkel von +45° und -45° mit einem Toleranzbereich von ± 15° bezüglich einer durch diagonal gegenüberliegende Befestigungsaugen gehenden Verbindungsgeraden angeordnet sind.
Auch bei dieser Ausführungsform verläuft somit in gleicher Weise wie bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 1 zu­ mindest im wesentlichen keine Faser von einem Befestigungsauge zum Mittelpunkt des Kupplungselementes, wodurch dieselben Vorteile wie bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 1 erreicht werden.
Bei einem derartigen vierlappigen Kupplungselement ist es vorteilhaft, wenn jede Faserschichtgruppe aus zwei Unter­ gruppen mit je zwei Faserschichten besteht, die zueinander spiegelsymmetrisch angeordnete Faserrichtungen aufweisen. Durch diese Spiegelsymmetrie wird wiederum ein unerwünsch­ tes Verziehen des Kupplungselementes vermieden.
Vorteilhafterweise sind die Befestigungsaugen mit Metall­ buchsen ausgekleidet, an deren Enden Anlagescheiben größe­ ren Durchmessers vorgesehen sind, welche von verschiedenen Seiten an das Kupplungselement zur Anlage bringbar sind. Vorteilhafterweise bestehen diese Metallbuchsen aus Hülsen mit Gegenscheibe oder Gewindehülsen, an denen eine Ring­ mutter aufschraubbar ist.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform sind die Laschen durch Umfangsaussparungen voneinander getrennt, die eine bogenförmig zum Kupplungselementmittelpunkt hin gekrümmte Außenkontur haben. Die bogenförmige Außenkontur vermeidet Spannungsspitzen im Bereich der Umfangsaussparungen. Wei­ terhin kann durch die Tiefe und Breite der Umfangsaus­ sparungen das Verhältnis der Biegeweichheit der Laschen zur Drehmomentfestigkeit in Umfangsrichtung bestimmt wer­ den.
Vorteilhafterweise besteht das Kupplungselement aus mit Carbonfasern verstärkten Kunststoffen (GFK) . Es ist jedoch auch möglich, glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK) oder eine Kombination von CFK und GFK zu verwenden. Vorteilhaf­ terweise werden sogenannte Prepreg-Schichten mit unidirek­ tional ausgerichteten Fasern verwendet.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beispielshaft näher erläutert. In diesen zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des erfin­ dungsgemäßen Kupplungselements,
Fig. 2 das Kupplungselement von Fig. 1, wobei die Faserrichtungen der verschiedenen La­ gen verdeutlicht sind,
Fig. 3 einen Querschnitt durch eine Lasche im Bereich eines Befestigungsauges,
Fig. 4 drei übereinanderliegende Faserschichten zur Verdeutlichung der Faserrichtungen beim erfindungsgemäßen Kupplungselement,
Fig. 5 eine schematische Draufsicht auf die Fa­ serschichten von Fig. 4 zur Verdeutli­ chung der Winkelangaben, und
Fig. 6 eine schematische Darstellung der Faser­ ausrichtung bei einer alternativen Aus­ führungsform des erfindungsgemäßen Kupp­ lungselementes mit vier Laschen.
Aus Fig. 1 ist ein Kupplungselement 1 ersichtlich, das die Form einer ebenen, dünnen Scheibe hat und sechs radial nach außen vorstehende Laschen oder Lappen 2 aufweist. Das Kupplungselement 1 ist um eine quer zu ihrer Hauptebene verlaufende Mittelachse 3 drehbar.
Die sechs Laschen 2 sind regelmäßig über den Umfang des Kupplungselements 1 angeordnet und weisen in ihrem radial nach außen überstehenden Bereich jeweils ein Befestigungs­ auge 4, 5, 6, 7, 8, 9 in der Form einer durchgehenden Bohrung auf. Die Befestigungsaugen 4-9 liegen auf dem­ selben Umfangskreis um die Mittelachse 3 sowie in Umfangs­ richtung mittig in der zugeordneten Lasche 2. Drei der Befestigungsaugen, beispielsweise die Befestigungsaugen 4, 6, 8 dienen zur Befestigung eines nicht dargestellten, rotierenden treibenden Teils, während die übrigen Befesti­ gungsaugen, beispielsweise die Befestigungsaugen 5, 7, 9, zur Befestigung eines nicht dargestellten, rotierenden angetriebenen Teils dienen, das auf der gegenüberliegenden Seite des Kupplungselements 1 angeordnet ist. Die Befesti­ gung des treibenden und angetriebenen Teils erfolgt mit­ tels Bolzen oder Schrauben, welche durch die Befestigungs­ augen 4-9 hindurchgeführt werden.
Da die Laschen 2 radial nach außen vorstehende Abschnitte darstellen und das Material des Kupplungselements 1 aus einem in Querrichtung zur Kupplungselementhauptebene in gewissem Maß flexiblen Faserverbundwerkstoff aus mit Car­ bonfasern verstärktem Kunststoff (CFK) besteht, können die Laschen 2 bis zu einem gewissen Grad quer zur Kupplungs­ elementhauptebene abgebogen werden. Hierdurch ist es mög­ lich, auch ein treibendes und angetriebenes Teil mitein­ ander zu koppeln, deren Achsen in einem gewissen Winkel von beispielsweise 0°-3° zueinander angeordnet sind.
Zwischen den Laschen 2 sind äußere Umfangsaussparungen oder Einbuchtungen 10 vorgesehen, so daß die konvex ge­ krümmten Außenkonturen im Bereich der Laschen 2 durch konkav gekrümmte Abschnitte verbunden werden. Die Tiefe und Breite der Umfangsaussparungen 10 bestimmt die Biege­ weichheit der Laschen 2 quer zur Kupplungselementhaupt­ ebene und die Drehfestigkeit in Umfangsrichtung.
Das Kupplungselement 1 weist ferner sechs Aussparungen 11 auf, die lediglich zur Gewichtsreduzierung dienen und auf einem Kreis um die Mittelachse 3 herum liegen, der einen geringeren Durchmesser als derjenige Kreis hat, auf dem die Befestigungsaugen 4-9 liegen. Der Mittelpunkt einer jeden Aussparung 11 liegt auf einer Verbindungslinie zwi­ schen jeweils einem Befestigungsauge 4-9 und dem Mittel­ punkt des Kupplungselements 1.
Zur weiteren Gewichtsreduzierung weist das Kupplungsele­ ment 1 eine Mittenaussparung 12 auf, die im dargestellten Beispiel eine sechseckige Form mit abgerundeten Ecken­ bereichen hat. Die geraden Randbereiche der Mittenaus­ sparung 12 liegen den Laschen 2 gegenüber, während die Ecken der tiefsten Stelle der Umfangsaussparungen 10 ge­ genüberliegen.
Das Kupplungselement 1 besteht aus einer oder mehreren Faserschichtgruppen, wobei jede Faserschichtgruppe aus insgesamt sechs Faserschichten besteht, die längs der Mittelachse 3 hintereinander und aufeinander angeordnet sind. Drei dieser Faserschichten 13, 14, 15 sind in Fig. 4 dargestellt. Jede Faserschicht 13, 14, 15 besteht aus sogenannten Prepregs, d. h. harzimprägnierten Platten mit zugfesten Fasern, insbesondere Carbonfasern, wobei die Fasern einer jeden Faserschicht 13, 14, 15 unidirektional ausgebildet sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist jede Faserschicht 13, 14, 15 zwei übereinanderlie­ gende Faserlagen auf.
Anstelle von Prepregs ist es möglich, auch genähte Troc­ kengelege zu verwenden, bei denen die unidirektionalen Fasern mittel eines Kunststoffadens zusammengehalten sind und erst nachträglich in Harz eingebettet werden.
Wie aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich, erstrecken sich die unidirektionalen Fasern der zweiten Faserschicht 14, welche sich unterhalb der obersten Faserschicht 13 befin­ det, in einem Winkel von -60° relativ zur Richtung der unidirektionalen Fasern der obersten Faserschicht 13, wenn deren Richtung mit 0° definiert wird. Die unidirektionalen Fasern der dritten Faserschicht 15 erstrecken sich in einem Winkel von +60° relativ zur obersten Faserschicht 13. Diese drei Faserschichten 13, 14, 15 bilden jedoch nur die Hälfte der insgesamt aus sechs Faserschichten beste­ henden Faserschichtgruppe, aus der das Kupplungselement 1 aufgebaut ist. Die zweite, nicht dargestellte Hälfte einer derartigen Faserschichtgruppe besteht wiederum aus drei Faserschichten 15, 14, 13, welche im gleichen Winkel wie die Faserschichten 13, 14, 15 ausgerichtet, jedoch in spiegelsymmetrischer Reihenfolge zu diesen angeordnet sind. Eine vollständige Faserschichtgruppe besteht somit aus sechs Faserschichten 13, 14, 15, die nacheinander folgende Faserrichtungen haben: 0°, -60°, +60°, +60°,-60°, 0°. Die spiegelsymmetrische Anordnung der zwei aus den drei Faserschichten 13, 14, 15 bestehenden Untergruppen verhindert ein unerwünschtes Verziehen des gesamten Fa­ serverbundes.
Wie bereits erwähnt, kann das Kupplungselement 1 auch aus einer Mehrzahl derartiger, jeweils aus sechs Faserschich­ ten 13, 14, 15 bestehender Faserschichtgruppen aufgebaut sein.
Es ist ohne weiteres möglich, die einzelnen Faserschichten 13, 14, 15 auch in der Reihenfolge 0°, +60°, -60°, -60°, +60°, 0° anzuordnen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, wird das Kupplungselement 1 derart aus der fertigen Faserverbundplatte hergestellt, daß die Verbindungsgeraden zwischen einem Befestigungsauge und dem jeweils übernächsten Befestigungsauge ausschließ­ lich in der 0°-, +60°- oder -60°-Richtung liegen. Die Verbindungsgeraden sind in Fig. 2 mit dicken Linien ein­ gezeichnet. Beispielsweise fluchten die Verbindungsgeraden zwischen den Befestigungsaugen 4 und 6 sowie zwischen den Befestigungsaugen 7 und 9 mit den Fasern der ersten und sechsten O°-Faserschicht 13. Die Verbindungsgeraden zwi­ schen den Befestigungsaugen 5 und 7 sowie zwischen den Befestigungsaugen 4 und 8 fluchten mit den Fasern der zweiten und fünften -60°-Faserschicht 14. Die Verbindungs­ geraden zwischen den Befestigungsaugen 6 und 8 und zwi­ schen den Befestigungsaugen 5 und 9 fluchten mit den Fa­ sern der dritten und vierten +60°-Faserschicht 15. Alle Fasern der einzelnen Faserschichten 13, 14, 15 erstrecken sich somit ausschließlich von einem Befestigungsauge zum jeweils übernächsten Befestigungsauge, während keine Faser von den Befestigungsaugen 4-9 zum Mittelpunkt des Kupp­ lungselements 1 hin verläuft. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ergeben die Fasern somit einen fachwerkartig aufgebauten Faserverbund, bei dem die dem Antrieb dienenden Befesti­ gungsaugen und die dem Abtrieb dienenden Befestigungsaugen jeweils ein gleichseitiges Dreieck bilden, dessen Seiten mit den jeweiligen Faserrichtungen der Faserschichten 13, 14, 15 zusammenfallen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind die Aussparungen 11 mittig in den von den Verbindungsgeraden eingeschlossenen Dreiecksflächen 16 angeordnet, die sich zwischen dem je­ weiligen Befestigungsauge 4-9 und der Mittenaussparung 12 befinden. Im Bereich der Aussparungen 11 werden nur relativ geringe Kräfte in Umfangsrichtung übertragen, so daß die Aussparungen 11 die Belastbarkeit des Kupplungs­ elements 1 in Umfangsrichtung nicht nennenswert beein­ trächtigen.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, können die Befestigungsaugen 4-9 mit hindurchgehenden Metallbuchsen 17 ausgekleidet sein, welche an einem Ende eine Anlagescheibe 18 in der Form eines verbreiterten Kopfes und am gegenüberliegenden Ende eine Anlagescheibe 19 aufweist, die beispielsweise auf ein Außengewinde der Metallbuchse 17 von der gegen­ überliegenden Seite des Kupplungselements 1 her auf­ schraubbar ist. Die Anlagescheiben 18, 19 liegen somit von gegenüberliegenden Seiten an der Faserverbundplatte an und halten die Metallbuchsen 17 auf zuverlässige Weise in den Befestigungsaugen 4-9. Im Gegensatz zu eingepreßten Buchsen bietet diese Ausführungsform den Vorteil, daß keine unerwünscht hohen, radial nach außen wirkenden Kräf­ te auf die Befestigungsaugen 4-9 ausgeübt werden.
Fig. 6 zeigt schematisch die Faserausrichtung bei einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kupp­ lungselementes mit vier Laschen. Die Verbindungsgeraden, welche ein Befestigungsauge mit dem jeweils nächsten Befe­ stigungsauge verbinden, ergeben zusammen ein Quadrat.
Dieses Kupplungselement 22 besteht aus einer oder mehreren Faserschichtgruppen, wobei jede Faserschichtgruppe aus insgesamt vier Faserschichten besteht, die aufeinander angeordnet und miteinander verbunden sind. Zwei dieser Fa­ serschichten 20, 21 sind in Fig. 6 dargestellt. Die Fa­ serschichten 20, 21 bestehen aus demselben Material wie die Faserschichten 13, 14, 15 der ersten Ausführungsform.
Wie aus Fig. 6 ersichtlich, erstrecken sich die unidirek­ tionalen Fasern der obersten Faserschicht 20 in einem Winkel von +45° relativ zu einer Verbindungsgeraden, wel­ che ein Befestigungsauge 4 mit dem diagonal gegenüberlie­ genden, d. h. übernächsten Befestigungsauge 6 verbindet. Die Richtung dieser Verbindungsgeraden wird somit als 0°-Richtung definiert. Die unidirektionalen Fasern der zwei­ ten Faserschicht 21, welche sich unterhalb der Faser­ schicht 20 befindet, verlaufen in einem Winkel von -45° zu dieser Verbindungsgeraden. Diese zwei Faserschichten 20, 21 bilden jedoch nur die Hälfte der insgesamt aus vier Faserschichten bestehenden Faserschichtgruppe, aus der das Kupplungselement 22 aufgebaut ist. Die zweite, nicht dar­ gestellte Hälfte einer Faserschichtgruppe besteht wiederum aus zwei Faserschichten 21, 20, welche im gleichen Winkel wie die Faserschichten 20, 21 ausgerichtet, jedoch in spiegelsymmetrischer Reihenfolge zu diesen angeordnet sind. Eine vollständige Faserschichtgruppe besteht somit aus vier Faserschichten 20, 21, die nacheinander folgende Faserrichtungen haben: +45°, -45°, -45°, +45°.
Das Kupplungselement 22 kann wiederum aus einer Mehrzahl derartiger, jeweils aus vier Faserschichten 20, 21 beste­ henden Faserschichtgruppen aufgebaut sein.

Claims (10)

1. Flexibles Kupplungselement zum drehfesten Verbinden eines treibenden Teils mit einem angetriebenen Teil, be­ stehend aus einem Faserverbundwerkstoff, der eine oder mehrere Gruppen von Faserschichten (13, 14, 15) aufweist, wobei das Kupplungselement (1) scheibenartig ausgebildet ist und sechs radial vorstehende, über den Umfang gleich­ mäßig verteilte Laschen (2) aufweist, in denen Befesti­ gungsaugen (4-9) zur Ankopplung des treibenden und an­ getriebenen Teils vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß jede Faserschichtgruppe aus mehreren Faserschichten (13, 14, 15) besteht, deren Fasern in einem Winkel von 0°, +60 und -60° mit einem Toleranzbereich von ± 10° angeordnet sind, und daß die Faserausrichtung relativ zu den Befesti­ gungsaugen (4-9) derart ist, daß die Verbindungsgeraden von einem Befestigungsauge zu dem in Umfangsrichtung je­ weils übernächsten Befestigungsauge in der 0°-, +60° und -60°-Richtung mit einem Toleranzbereich von ± 10° liegen.
2. Kupplungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß jede Faserschichtgruppe aus zwei Untergruppen mit je drei Faserschichten (13, 14, 15) besteht, die zuein­ ander spiegelsymmetrisch angeordnete Faserrichtungen auf­ weisen.
3. Kupplungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Kupplungselement (1) in den von den Verbindungsgeraden eingeschlossenen Dreiecksflächen (16) Aussparungen (11) aufweist.
4. Kupplungselement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich­ net, daß die Aussparungen (11) mittig in den Dreiecks­ flächen (16) angeordnet sind.
5. Flexibles Kupplungselement zum drehfesten Verbinden eines treibenden Teils mit einem angetriebenen Teil, be­ stehend aus einem Faserverbundwerkstoff, der eine oder mehrere Gruppen von Faserschichten (20, 21) aufweist, wobei das Kupplungselement (1, 22) scheibenartig ausge­ bildet ist und vier radial vorstehende, über den Umfang gleichmäßig verteilte Laschen (2) aufweist, in denen Be­ festigungsaugen (4-7) zur Ankopplung des treibenden und angetriebenen Teils vorgesehen sind, dadurch gekennzeich­ net, daß jede Faserschichtgruppe aus mehreren Faserschich­ ten (20, 21) besteht, deren Fasern in einem Winkel von +45° und -45° mit einem Toleranzbereich von ± 15° bezüglich einer durch diagonal gegenüberliegende Befestigungsaugen gehenden Verbindungsgeraden angeordnet sind.
6. Kupplungselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich­ net, daß jede Faserschichtgruppe aus zwei Untergruppen mit je zwei Faserschichten (20, 21) besteht, die zueinander spiegelsymmetrisch angeordnete Faserrichtungen aufweisen.
7. Kupplungselement nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß alle Befestigungsaugen (4-9) auf demselben Umfangskreis liegen und in Umfangs­ richtung regelmäßig beabstandet sind.
8. Kupplungselement nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsaugen (4-9) mit Metallbuchsen (17) ausgekleidet sind, an deren Enden Anlagescheiben (18, 19) größeren Durchmessers vor­ gesehen sind, welche von verschiedenen Seiten an das Kupp­ lungselement (1) zur Anlage bringbar sind.
9. Kupplungselement nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die Laschen (2) durch Umfangsaussparungen (10) voneinander getrennt sind, die eine bogenförmig zum Kupplungselementmittelpunkt hin ge­ krümmte Außenkontur haben.
10. Kupplungselement nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungselement (1) aus mit karbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK), glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) oder einer Kombi­ nation hieraus besteht.
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