DE19711408A1 - Lastverstellvorrichtung - Google Patents
LastverstellvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Lastverstellvorrichtung mit einem die Leistung einer
Brennkraftmaschine steuernden, insbesondere als Drosselklappe ausgebilde
ten, auf einer Stellwelle angeordneten Stellglied, wobei die Stellwelle mittels
eines reversierbaren Stellantriebs zwischen einer Minimallaststellung und ei
ner Vollaststellung schwenkbar antreibbar ist, und mit einer einzigen, als
Rückstellfeder zur Vorspannung der Stellwelle in Minimallastrichtung und als
Notlauffeder zur Vorspannung der Stellwelle gegen einen Notlaufanschlag
ausgebildeten Drehfeder, deren erstes Ende mit der Stellwelle und deren
zweites Ende mit einem Arm eines zwischen einem Minimallast-Anschlag und
dem Notlaufanschlag bewegbaren Abstützteils verbunden oder verbindbar ist.
Lastverstellvorrichtungen der vorstehenden Art sind allgemein unter der Be
zeichnung E-Gas zur Leistungsverstellung der Brennkraftmaschine von
Kraftfahrzeugen bekannt. Durch den Einsatz einer einzigen Drehfeder als
Notlauffeder und als Rückstellfeder ist die Lastverstellvorrichtung besonders
kompakt aufgebaut und weist ein besonders geringes Gewicht auf.
Nachteilig bei der bekannten Lastverstellvorrichtung ist, daß die Enden der
Drehfeder aufwendig an der Stellwelle und dem Abstützteil befestigt werden
müssen, da die Drehfeder in beide Drehrichtungen der Stellwelle wirkende
Stellkräfte ausübt. Weiterhin können Vibrationen des Kraftfahrzeuges zu ei
nem Lösen der Befestigungen der Drehfeder führen. Zur Befestigung der
Drehfeder an der Stellwelle hat die Stellwelle in der Regel einen Schlitz, in
den die Drehfeder eingesteckt wird.
Man könnte daran denken, das zweite Ende der Drehfeder an dem Abstützteil
festzuschrauben. Hierdurch gestaltet sich die Lastverstellvorrichtung jedoch
besonders kostenintensiv. Weiterhin kann sich eine Schraube durch Vibratio
nen lösen, so daß dann die Drehfeder keine Verbindung mehr mit dem Ab
stützteil hätte.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Lastverstellvorrichtung der
eingangs genannten Art so zu gestalten, daß sie besonders kostengünstig
aufgebaut ist und daß die Drehfeder besonders zuverlässig an dem Abstütz
teil befestigt ist.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das zweite Ende
der Drehfeder zum Hintergreifen eines Teilstücks des Abstützteils ausgebildet
ist.
Durch diese Gestaltung kann die Drehfeder in beide Richtungen der Stellwelle
wirkende Stellkräfte auf das Abstützteil übertragen, ohne daß sie sich selb
ständig von dem Abstützteil lösen kann. Vibrationen des Kraftfahrzeugs füh
ren ebenfalls nicht mehr zu einem Lösen der Drehfeder von dem Abstützteil.
Hierdurch ist die Drehfeder formschlüssig und damit besonders zuverlässig an
dem Abstützteil befestigt. Das Hintergreifen eines Teilstücks des Abstützteils
durch die Drehfeder gestaltet sich im Vergleich zu einem Verschrauben be
sonders kostengünstig.
Die Befestigung der Drehfeder an dem Abstützteil gestaltet sich gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung konstruktiv besonders einfach, wenn
das zweite Ende der Drehfeder einen Zapfen des Abstützteils umschließend
gestaltet ist. Hierdurch muß das zweite Ende der Drehfeder zur Montage le
diglich auf den Zapfen des Abstützteils aufgesteckt werden.
Das zweite Ende der Drehfeder ist gemäß einer anderen vorteilhaften Wei
terbildung der Erfindung an dem Abstützteil besonders zuverlässig gehalten,
wenn das zweite Ende der Drehfeder U-förmig gebogen ist und an ihrem frei
en Ende eine in Richtung der Basis des U's weisende Federzunge hat.
Zur weiteren Verringerung der Kosten für die Befestigung der Drehfeder trägt
es gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung bei, wenn
die Federzunge von der Drehfeder abgewinkelt ist.
Ein Lösen des zweiten Endes der Drehfeder von dem Zapfen des Abstützteils
in Richtung der Achse des Zapfens läßt sich gemäß einer anderen vorteilhaf
ten Weiterbildung der Erfindung einfach vermeiden, wenn der Zapfen des
Abstützteils das zweite Ende der Drehfeder übergreifend gestaltet ist.
Das zweite Ende der Drehfeder ist gemäß einer anderen vorteilhaften Wei
terbildung der Erfindung in alle Richtungen gegen ein Lösen gesichert, wenn
der Zapfen des Abstützteils eine Ausnehmung zur Aufnahme des zweiten En
des der Drehfeder aufweist.
Die Drehfeder wird gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Er
findung einfach gegen ein Verkanten gesichert, wenn das Abstützteil eine
Grundplatte zur Führung der Drehfeder aufweist.
Ein Verklemmen der Drehfeder an einem Rand des Abstützteils läßt sich ge
mäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung vermeiden,
wenn das Abstützteil in seinen radial äußeren Bereichen mehrere Anschläge
zur Begrenzung der radialen Erstreckung der Drehfeder aufweist.
Die Drehfeder ist gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfin
dung auch bei starken Vibrationen zuverlässig an dem Abstützteil gehalten,
wenn die Anschläge zum Übergreifen der Drehfeder ausgebildet sind.
Das Abstützteil läßt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung besonders kostengünstig fertigen, wenn das Abstützteil einteilig mit
den Anschlägen und dem Zapfen gefertigt ist.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutli
chung ihres Grundprinzip sind zwei davon in der Zeichnung dargestellt und
werden nachfolgend beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht von oben auf eine erfindungsgemäße Lastverstellvorrich
tung,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung durch die Lastverstellvorrichtung aus Fig. 1,
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung einer Befestigung einer Drehfeder an ei
nem Abstützteil,
Fig. 4 eine Schnittdarstellung durch die Drehfeder und das Abstützteil aus Fig.
3 entlang der Linie IV-IV,
Fig. 5 eine weitere vergrößerte Darstellung einer Befestigung einer Drehfeder
an einem Abstützteil
Fig. 6 eine Schnittdarstellung durch die Drehfeder und das Abstützteil aus Fig.
5 entlang der Linie V-V.
Die Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Lastverstellvorrichtung mit einem
schwenkbar auf einem Gehäusestutzen 1 gelagerten Abstützteil 2. Im Zen
trum des Gehäusestutzens 1 ist eine Stellwelle 3, bei der es sich beispiels
weise um eine Drosselklappenwelle mit einer nicht dargestellten Drosselklap
pe handeln kann, ebenfalls schwenkbar gelagert. Die Stellwelle 3, die bei
spielsweise mit dem Abstützteil 2 verschweißt ist oder eine Baueinheit bildet, ist
über eine Drehfeder 4 mit dem Abstützteil 2 verbunden und läßt sich von ei
nem reversierbaren Stellantrieb 5 über ein zur Vereinfachung der Zeichnung
nicht dargestelltes Getriebe verschwenken. Weiterhin hat der Stellantrieb 5
einen Mitnehmer 6 zum Auslenken eines Schwenkarms 7 des Abstützteils 2.
Das Abstützteil 2 weist einen Anschlagarm 8 auf, der die Bewegung des Ab
stützteils 2 zwischen einem Minimallast-Anschlag 9 und einem Notlaufan
schlag 10 begrenzt. Das Abstützteil 2 hat eine Grundplatte 11 zur Führung
der Drehfeder 4 und in seinen radial äußeren Bereichen mehrere Anschläge
12 bis 14 zur Begrenzung der radialen Erstreckung der Drehfeder 4.
Zur Befestigung der Drehfeder 4 weist die Stellwelle 3 einen Schlitz 15 auf, in
den das eine Ende der Drehfeder 4 eingesteckt wird. Das zweite Ende der
Drehfeder 4 ist U-förmig gebogen und hat eine in Richtung der Basis des U's
weisende Federzunge 16 zum Hintergreifen eines Zapfens 17 des Abstütz
teils 2. Zur Montage des zweiten Endes der Drehfeder 4 an dem Abstützteil 2
wird das offene Ende des U's über den Zapfen 17 gedrückt, bis die Feder
zunge 16 hinter dem Zapfen 17 einschnappt. Hierdurch kann die Drehfeder 4
Kräfte in beide Drehrichtungen auf die Stellwelle 3 übertragen.
Die Fig. 2 läßt in einer Schnittdarstellung entlang der Linie II-II durch Fig.
1 erkennen, daß die Anschläge 12 bis 14 und der Zapfen 17 an ihrem der
Grundplatte 11 für die Drehfeder 4 abgewandten Ende radial nach innen um
gebogen sind. Hierdurch wird die Drehfeder 4 auf der Grundplatte 11 gehalten
und ihr Herausfallen aus dem Schlitz 15 der Stellwelle 3 verhindert.
Die Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der Befestigung der Drehfeder
4 an dem Abstützteil 2. Das Abstützteil 2 weist einen senkrecht zu der
Grundplatte 11 angeordneten Zapfen 18 auf. Der Zapfen 18 wird von einem
U-förmig gebogenen Ende einer Drehfeder 4 umgriffen. Das Ende der Dreh
feder 4 weist eine Abwinklung 19 zum Eingreifen in eine Ausnehmung 20 des
Zapfens 18 auf.
Die Fig. 4 verdeutlicht in einer Schnittdarstellung entlang der Linie IV-IV
durch Fig. 3 die Befestigung der Drehfeder 4 an dem Zapfen 18. Hierbei ist zu
erkennen, daß die Abwinklung 19 von einer Ecke des freien Endes der
Drehfeder 4 gebildet ist.
In Fig. 5 ist gezeigt, daß der Zapfen 17 des Abstützteils 2 das zweite Ende
der Drehfeder 4 übergreifend gestaltet ist. Zu diesem Zweck weist die Dreh
feder 4 an ihrem zweiten Ende in Längsrichtung eine Schräge 21 auf. Der
Zapfen 17 besitzt eine Abwinklung 22, die beispielsweise durch Stanzen aus
dem ursprünglich geraden Zapfen 17 gebildet wird. Die Schräge 21 der
Drehfeder 4 und die Schräge der Abwinklung 22 laufen parallel, wobei die
Abwinklung 22 die Schräge 21 der Drehfeder übergreift, so daß die Drehfe
der 4 nach dem Einsetzen unter Spannung von dem Zusammenspiel aus
Schräge 21 und übergreifende Abwinklung 22 lagefixiert ist.
Die Fig. 6 verdeutlicht in einer Schnittdarstellung entlang der Linie V-V
durch Fig. 5 die Befestigung der Drehfeder 4 an dem Zapfen 17. Hierbei ist zu
erkennen, daß die Abwinklung 22 das zweite Ende der Drehfeder 4 über
greift. Die Montage erfolgt beispielsweise derart, daß die Drehfeder von ei
nem Montagewerkzeug unter Vorspannung gehalten wird und das U-förmige
zweite Ende (bei Betrachtung der Fig. 6 von links) im Abstand zu dem Zapfen
17 gebracht wird und dann seitlich verschoben wird, so daß die Schräge 21
unter die Abwinklung 22 gelangt. Nach Wegnahme des Montagewerkzeuges
(gegebenenfalls nachdem das erste Ende der Drehfeder auch lagefixiert wur
de) steht die Drehfeder 4 unter ihrer Sollspannung und zieht dadurch die
Schräge 21 weiter unter die Abwinklung 22, bis die Lagefixierung erreicht ist.
1
Gehäusestutzen
2
Abstützteil
3
Stellwelle
4
Drehfeder
5
Stellantrieb
6
Mitnehmer
7
Schwenkarm
8
Anschlagarm
9
Minimallsatanschlag
10
Notlaufanschlag
11
Grundplatte
12
Anschlag
13
Anschlag
14
Anschlag
15
Schlitz
16
Federzunge
17
Zapfen
18
Zapfen
19
Abwinklung
20
Ausnehmung
21
Schräge
22
Abwinklung
Claims (11)
1. Lastverstellvorrichtung mit einem die Leistung einer Brennkraftmaschine
steuernden, insbesondere als Drosselklappe ausgebildeten, auf einer Stell
welle angeordneten Stellglied, wobei die Stellwelle mittels eines reversierba
ren Stellantriebs zwischen einer Minimallaststellung und einer Vollaststellung
schwenkbar antreibbar ist, und mit einer einzigen, als Rückstellfeder zur Vor
spannung der Stellwelle in Minimallastrichtung und als Notlauffeder zur Vor
spannung der Stellwelle gegen einen Notlaufanschlag ausgebildeten Drehfe
der, deren erstes Ende mit der Stellwelle und deren zweites Ende mit einem
Arm eines zwischen einem Minimallast-Anschlag und dem Notlaufanschlag
bewegbaren Abstützteils verbunden oder verbindbar ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß das zweite Ende der Drehfeder (4) zum Hintergreifen eines
Teilstücks (Zapfen 17, 18) des Abstützteils (2) ausgebildet ist.
2. Lastverstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das zweite Ende der Drehfeder (4) einen Zapfen (17, 18) des Abstützteils (2)
umschließend gestaltet ist.
3. Lastverstellvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Ende der Drehfeder (4) U-förmig gebogen ist und an ihrem
freien Ende eine in Richtung der Basis des U's weisende Federzunge (16)
hat.
4. Lastverstellvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Federzunge (16) von der Drehfeder (4) abgewinkelt ist.
5. Lastverstellvorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen (17) des Abstützteils (2)
das zweite Ende der Drehfeder (4) übergreifend gestaltet ist.
6. Lastverstellvorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen (18) des Abstützteils (2)
eine Ausnehmung (20) zur Aufnahme des zweiten Endes (Abwinklung 19) der
Drehfeder (4) aufweist.
7. Lastverstellvorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstützteil (2) eine Grundplatte
(11) zur Führung der Drehfeder (4) aufweist.
8. Lastverstellvorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstützteil (2) in seinen radial
äußeren Bereichen mehrere Anschläge (12 bis 14) zur Begrenzung der radia
len Erstreckung der Drehfeder (4) aufweist,
9. Lastverstellvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anschläge (12 bis 14) zum Übergreifen der Drehfeder (4) ausgebildet
sind.
10. Lastverstellvorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstützteil (2) einteilig mit den
Anschlägen (12 bis 14) und dem Zapfen (17,18) gefertigt ist.
11. Lastverstellvorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen (17) des Abstützteils (2)
das zweite Ende der Drehfeder (4) derart übergreifend gestaltet ist, daß die
Drehfeder (4) an ihrem zweiten Ende in Längsrichtung eine Schräge (21) und
der Zapfen (17) eine Abwinklung (22) aufweist.
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