DE19707416A1 - Verschlußkappe - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verschlußkappe mit einer
Verschlußöffnung und einem, an der Verschlußkappe hin
sichtlich der Verschlußöffnung in eine Offen- und Ver
schlußstellung bewegbaren Verschlußschieber.
Derartige Verschlußkappen sind bekannt. So ist bspw.
eine im wesentlichen kreiszylinderförmige Verschlußkap
pe mit einer nahezu planen Kappenoberseite stirnflächen
seitig mit einem in Radialrichtung verlagerbaren Ver
schlußschieber versehen. Letzterer ist ebenenmäßig
unterhalb der Stirnflächenwandung der Verschlußkappe an
dieser geführt und gibt nach einer Verlagerung nach
radial außen eine Verschlußöffnung der mit der Ver
schlußkappe versehenen Flasche oder dergleichen frei.
Die Verschlußkappe besitzt hierzu stirnseitig einen
zentralen Öffnungsbereich zum Austritt der gewünschten
Flüssigkeit oder Masse. Die Verlagerung des Verschluß
schiebers erfolgt manuell durch Handbetätigung des
Bedieners, dies sowohl in die Offen- als auch in die
Verschlußstellung. Hierzu besitzt der Verschlußschie
ber eine in den oder durch den stirnseitigen Öffnungsbe
reich der Verschlußkappe tauchende Handhabe in Form
eines Steges oder dergleichen.
Im Hinblick auf den vorbeschriebenen Stand der Technik
wird eine technische Problematik der Erfindung darin
gesehen, eine Verschlußkappe mit einem in eine Offen-
und Verschlußstellung bewegbaren Verschlußschieber der
in Rede stehenden Art anzugeben, welche Verschlußkappe
sich hinsichtlich der Betätigung des Verschlußschiebers
durch eine verbesserte Bedienbarkeit auszeichnet.
Diese Problematik ist zunächst und im wesentlichen beim
Gegenstand des Anspruches 1 gelöst, wobei darauf abge
stellt ist, daß der Verschlußschieber in die verrast
bare Offenstellung gegen die Kraft einer Rückstellfeder
bewegbar ist. Zur Freilegung der Verschlußöffnung wird
der Verschlußschieber per Handbetätigung in eine Offen
stellung verlagert, welch letztere verrastbar ist. Die
Offenstellung bleibt somit so lange erhalten, bis diese
willensbetont verlassen wird. Die Bewegung des Ver
schlußschiebers in die Offenstellung erfolgt gegen die
Kraft einer Rückstellfeder, welche im Zuge der Öffnungs
bewegung vorgespannt wird. Die Rückstellfeder dient
demgemäß als Kraftspeicher für eine selbsttätige Rückbe
wegung des Verschlußschiebers in die Verschlußstellung,
dies nach Aufheben der die Offenstellung sichernden
Verrastung. So kann bspw. eine Druckfeder herkömmli
cher Art als Rückstellfeder vorgesehen sein, welche im
Zuge der Öffnungsbewegung des Verschlußschiebers ge
staucht wird. Die erwähnte Rast hält den Verschluß
schieber in der Offenstellung der Verschlußöffnung. Um
diese Rast zu überwinden, kann der Verschlußschieber
bspw. mit einer wulstartigen Handhabe versehen sein,
mit Hilfe welcher durch kurzzeitige Druckbeaufschlagung
in Richtung auf die Verschlußstellung die Rast überwun
den wird. Hiernach erfolgt federunterstützt die selbst
tätige Schließung der Verschlußöffnung mittels des
Verschlußschiebers. In einer bevorzugten Ausbildung
des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, daß ein
Teilstück des Verschlußschiebers zum Aufbau der Feder
spannung biegbar ist. Die vorzugsweise im Kunststoff-
Spritzverfahren hergestellte Verschlußkappe weist demzu
folge einen Verschlußschieber auf, welcher zum Aufbau
der Federspannung in einem Teilstück biegbar ausgeformt
ist. Dies kann bspw. durch eine bewußt positionierte
Materialverdünnung realisiert sein. Durch das Verschie
ben des Verschlußschiebers in die Offenstellung wird
dieses Teilstück aus seiner ursprünglich, bspw. langge
streckten Ausrichtung in eine gebogene Stellung ver
bracht. Aufgrund der gegebenen Elastizität wird in
diesem gebogenen Teilstück eine Federspannung aufge
baut, welche nach Überwindung der die Offenstellung
sichernden Rast ein selbsttätiges Schließen des Ver
schlußschiebers bewirkt. Das Teilstück des Verschluß
schiebers stellt sich hierbei wieder in seine ursprüng
liche Ausrichtung auf. In einer vorteilhaften Weiter
bildung des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, daß
der Verschlußschieber in Richtung einer Schließbewegung
gekrümmt ausgebildet ist. Bevorzugt wird hierbei eine
Ausbildung, bei welcher die Verschlußkappe stirnseitig
konvex ausgebildet ist und der Verschlußschieber im
Zuge seiner Bewegung dieser konvexen Krümmung folgt.
Durch diese gekrümmte Bewegungsbahn des Verschlußschie
bers ist die Rückstellung per Federkraft wesentlich
erleichtert. Weiter ist bevorzugt, daß zugeordnet zu
der Verschlußöffnung eine selbstschließende Ventilmem
bran vorgesehen ist, wobei die Ventilmembran im
unbetätigten Einbauzustand eine obere Verschlußdecke
aufweist, mit einer Anordnung nahe dem Verschlußschie
ber. Eine derartige Ventilmembran ist bspw. aus der
nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung mit
dem Aktenzeichen 196 33 642.2 bekannt. Der Inhalt dieser
Patentanmeldung wird hiermit vollinhaltlich in die
Offenbarung vorliegender Erfindung mit einbezogen auch
zu dem Zwecke, Merkmale dieser Patentanmeldung in An
sprüche vorliegender Erfindung mit einzubeziehen. So
ist hierdurch der vorteilhafte Effekt gegeben, daß
durch diese Anordnung und Gestaltung der Verschlußmem
bran, wobei die Verschlußdecke den obersten Bereich der
Verschlußmembran bildet und somit nahe einer Innenflä
che des Verschlußschiebers angeordnet ist, sich eine
erhöhte Dichtigkeit erreichen läßt. Die Anordnung kann
auch so getroffen sein, daß der Verschlußschieber im
Verschlußzustand in unmittelbarem Kontakt, und damit
dichtend mit der Verschlußdecke bzw. einem Randbereich
der Verschlußdecke ist. Die Verschlußöffnung und die
Ventilmembran sind bevorzugt zentrisch übereinanderlie
gend angeordnet. Der Verschlußschieber bewegt sich
weiter bevorzugt entsprechend einer Verschiebebewegung
zwischen der Verschlußöffnung und der Ventilmembran.
In einer vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsge
genstandes ist vorgesehen, daß der Verschlußschieber
bei einstückiger Ausbildung mit der Verschlußkappe
zwischen Anbindung an die Verschlußkappe und einem, die
Verschlußöffnung bei einer Öffnungs- oder Schließbewe
gung überfahrenden Abschnitt des Verschlußschiebers
einen Federabschnitt aufweist. Hierbei wird bevorzugt,
daß der Verschlußschieber und die Verschlußkappe ein
stückig im Kunststoff-Spritzverfahren hergestellt sind,
wobei die Anbindung des Verschlußschiebers an die Ver
schlußkappe gelenkig ausgeformt ist. Der Federab
schnitt des Verschlußschiebers kann weiter in Form
einer Materialausprägung im Bereich zwischen der Anbin
dung an die Verschlußkappe und dem die Verschlußöffnung
der Verschlußkappe überfahrenen Bereich ausgebildet
sein. Hierzu erweist es sich weiterhin als vorteil
haft, daß der Verschlußschieber sich einerseits im
wesentlichen stirnflächig der Verschlußkappe erstreckt
und andererseits seitenflächig der Verschlußkappe,
wobei die Anknüpfung an die Verschlußkappe seiten
flächig ausgebildet ist. Hieraus ergibt sich eine-
bezogen auf den Grundriß der Verschlußkappe - im wesent
lichen radiale Verlagerung des die Verschlußöffnung
freigebenden oder überdeckenden Abschnittes des Ver
schlußschiebers, wobei im Zuge einer Öffnungsbewegung
der stirnflächig der Verschlußkappe zugeordnete Ab
schnitt des Verschlußschiebers über den Verschlußkappen
mantel hervortritt. Die beiden wesentlichen Abschnitte
des Verschlußschiebers, zum einen der die Verschlußöff
nung freigebende bzw. überdeckende Teil und zum anderen
der die Anknüpfung an die Verschlußkappe bildende Teil,
sind im wesentlichen als starre Abschnitte ausgebildet,
wobei der Übergangsbereich zwischen diesen beiden Ab
schnitten den Federabschnitt bildet. Durch die radiale
Auswärtsverlagerung des Verschlußschiebers im Zuge der
Öffnungsbewegung wird der angesprochene Federabschnitt
zum Aufbau der Federspannung gebogen. Diese Federspan
nung wird nach Überwinden der die Öffnungsstellung
sichernden Rast freigegeben, wonach sich der Verschluß
schieber selbsttätig in die Verschlußstellung verla
gert, da der die Spannung aufnehmende Abschnitt be
strebt ist, sich in seine Ursprungsstellung zurückzube
wegen. Hierbei erweist es sich als vorteilhaft, daß
der Federabschnitt einer Seitenfläche der Verschlußkap
pe zugeordnet ist. Es ist weiterhin vorgesehen, daß
zur Erung des Verschlußschiebers an der Verschlußkap
pe in Bewegungsrichtung des Verschlußschiebers sich
erstreckende Führungsvorsprünge ausgebildet sind, wel
che von zugeordneten Führungsabsätzen des Verschluß
schiebers untergriffen sind. Es ist somit eine schie
nenartige Führung des Verschlußschiebers in der Ver
schlußkappe gegeben. Um die Offenstellung der Ver
schlußkappe, wie erwähnt, verrastbar auszubilden, ist
vorgesehen, daß in der Bewegungsbahn des Verschlußschie
bers ein Rastvorsprung ausgebildet ist, welcher in der
Offenstellung von einem vorderen Ende des Verschluß
schiebers hintergriffen ist. Zum Abschluß der Öffnungs
bewegung wird der Rastvorsprung von einem entsprechend
ausgebildeten vorderen Ende des Verschlußschiebers
überlaufen und wird durch diesen abschließend hinter
griffen. Die in dem Federabschnitt aufgebaute Feder
spannung wird durch die Abstützung des Verschlußschie
berendes an dem Rastvorsprung aufgefangen. Ein Aufhe
ben dieser Offenstellung ist somit nur willensbetont
möglich, indem das Verschlußschieberende handbetätigt
unter leichtem Druck gegen den Verschlußschieber, gege
benenfalls gegen eine angeformte Handhabe, über den
Rastvorsprung bewegt wird. Die in dem Federabschnitt
des Verschlußschiebers aufgebaute maximale Federspan
nung ist so gewählt, daß diese nicht ausreichend hoch
ist um ein selbsttätiges Überwinden des Rastvorsprun
ges zu bewirken. Weiter wird vorgeschlagen, daß das
vordere Ende des Verschlußschiebers im Querschnitt
hakenförmig ausgebildet ist. Aufgrund dieser Hakenform
ist es ermöglicht, das Ende des Verschlußschiebers
federbar auszubilden, dies zur Erleichterung eines
Überlaufens des Rastvorsprunges im Zuge der Öffnungs-
und auch der Verschlußbewegung. Weiter ist vorgesehen,
daß die Hakennase die Bewegungsbahn des Verschlußschie
bers durchsetzt. Hierbei weist das freie Ende der
Hakennase nach unten, d. h. in Richtung des Verschluß
kappeninneren. Alternativ kann die Hakennase auch
lediglich in die Bewegungsbahn des Verschlußschiebers
eintauchen. In einer vorteilhaften Weiterbildung des
Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, daß die Ver
schlußkappe zur Halterung der Ventilmembran einen
klipsverbundenen Halterungseinsatz aufweist. Es ist
somit eine dreiteilige Verschlußkappe gebildet. Ventil
membran, Halterungseinsatz und die eigentliche, mit dem
Verschlußschieber einstückig gebildete Verschlußkappe
werden als gesonderte Teile hergestellt. Der Halte
rungseinsatz nimmt die Ventilmembran auf, wobei letzte
re zur Halterung in dem Einsatz bspw. eingeklipst
wird. Die so gebildete Einheit wird sodann in die
Verschlußkappe, wie erwähnt, klipsverbunden einge
setzt. Die derart zusammengesetzte Verschlußkappe wird
hiernach in einfachster Weise auf das, das auszugebende
Medium beinhaltende Behältnis aufgeprellt. Hierbei
sitzt die Ventilmembran dichtend auf der Ausgabeöffnung
des Behaltnisses. Weiter ist vorgesehen, daß der Rast
vorsprung an dem Halterungseinsatz ausgebildet ist.
Dieser Rastvorsprung zur Sicherung der Öffnungsstellung
ragt im zusammengebauten Zustand des Verschlusses durch
eine die Bewegungsbahn des Verschlußschiebers im wesent
lichen freigebende, schlitzartige Öffnung der Verschluß
kappen-Stirnseite. Schließlich ist vorgesehen, daß der
Verschlußschieber in einem, der Seitenfläche zugeordne
ten Abschnitt eine Finger-Betätigungsmulde aufweist,
wobei innenseitig der Finger-Betätigungsmulde ein Rast
nocken zur Rastfestlegung des Verschlußschiebers in der
Verschlußstellung ausgebildet ist. Durch die federun
terstützte Bewegung des Verschlußschiebers wird letzte
rer in eine die Verschlußöffnung überdeckende Stellung
gebracht. Diese ist für den täglichen Gebrauch ausrei
chend. Um eine Transportsicherung zu erreichen, wird
der Verschlußschieber aus dieser nicht gesicherten
Verschlußstellung manuell, bspw. mittels Daumendruck im
Bereich der Finger-Betätigungsmulde, weiter verlagert,
bis der Rastnocken in eine zugeordnete Ausnehmung der
Verschlußkappe eingreift. Hiernach ist der Verschluß
schieber auch in der Verschlußstellung rastgesichert.
Nachstehend ist die Erfindung desweiteren anhand der
beigefügten Zeichnung, welche lediglich ein Ausführungs
beispiel darstellt, erläutert. Hierbei zeigt:
Fig. 1 ein mit einer erfindungsgemaßen Verschlußkappe
versehenes Behaltnis in einer Seitenansicht,
die Verschlußstellung der Verschlußkappe dar
stellend
Fig. 2 die Vorderansicht zu der Darstellung gemäß
Fig. 1;
Fig. 3 die Verschlußkappe in Seitenansicht gemäß
Fig. 1, leicht vergrößert dargestellt;
Fig. 4 die Stirnansicht auf die Verschlußkappe in der
Verschlußstellung gemäß Fig. 3;
Fig. 5 eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung,
jedoch die Offenstellung eines Verschlußschie
bers der Verschlußkappe betreffend;
Fig. 6 eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung,
jedoch die Offenstellung gemäß Fig. 5 betref
fend;
Fig. 7 den Schnitt gemäß der Linie VII-VII in Fig. 3,
explosionsartig dargestellt;
Fig. 8 den Schnitt gemäß der Linie VIII-VIII in
Fig. 6, gleichfalls explosionsartig darge
stellt;
Fig. 9 ein in die Verschlußkappe einzusetzender Halte
rungseinsatz in Draufsicht;
Fig. 10 den Schnitt gemäß der Linie X-X in Fig. 9;
Fig. 11 den Schnitt gemäß der Linie XI-XI in Fig. 9;
Fig. 12 eine der Fig. 8 entsprechende Schnittdarstel
lung, jedoch in zusammengesetztem Zustand, die
Verschlußstellung betreffend;
Fig. 13 den Schnitt gemäß der Linie XIII-XIII in
Fig. 12;
Fig. 14 eine der Fig. 12 entsprechende Darstellung,
jedoch die Offenstellung betreffend;
Fig. 15 eine weitere der Fig. 12 entsprechende Darstel
lung, jedoch eine Zwischenschließstellung
betreffend.
Dargestellt und beschrieben ist zunächst mit Bezug zu
Fig. 1 eine Verschlußkappe 1 mit einem Verschlußschie
ber 2, welche Verschlußkappe 1 auf ein Behältnis 3
geprellt ist. Vermittels des Verschlußschiebers 2 kann
eine Verschlußöffnung 4 freigelegt werden, zur Ausgabe
des in dem Behältnis 3 befindlichen, vorzugsweise pastö
sen Ausgabegutes.
Die Verschlußkappe 1 ist im wesentlichen als ein hohlzy
lindrischer Körper mit kreisrundem Querschnitt geformt
und weist eine konvex gekrümmte Stirnfläche 5 auf.
Letztere ist durchbrochen von einem Diagonalschlitz 6,
dessen Breite etwa einem Viertel des Verschlußkappen
durchmessers entspricht. Einerends mündet dieser Diago
nalschlitz 6 in einen, in der Seitenfläche 11 der Ver
schlußkappe 1 ausgebildeten Freischnitt 7.
Im Bereich des Diagonalschlitzes 6 sind unterseitig der
Stirnfläche 5, parallel versetzt zu den Längsrändern
des Diagonalschlitzes 6, in das Kappeninnere weisende
Stege 8 angeformt, wodurch die Diagonalschlitzränder
als Führungsvorsprünge 9 gebildet sind.
Der Verschlußschieber 2 setzt sich im wesentlichen aus
zwei Abschnitten 2' und 2'' zusammen, wobei der Über
gang vom Abschnitt 2'' zum Abschnitt 2' als ein Federab
schnitt 10 ausgebildet ist. Der gesamte Verschlußschie
ber 2 ist einstückig mit der Verschlußkappe 1 ausgebil
det, bevorzugt im Kunststoff-Spritzverfahren. Die
Anbindung an die Verschlußkappe 1 ist etwa fußseitig,
mantelaußenwandig im Bereich der Seitenwand 11 der
Verschlußkappe 1 in Form eines Gelenkes 12 geschaffen.
Der Abschnitt 2' des Verschlußschiebers 2 ist entspre
chend der konvexen Ausgestaltung der Stirnfläche 5
gekrümmt gebildet, wobei das vordere, d. h. freie Ende
13 des Verschlußschiebers 2 im Querschnitt hakenförmig
ausgebildet ist. Hierdurch ist zunächst eine Handhabe
14 zur Betätigung des Verschlußschiebers 2 geschaffen.
Weiter taucht die so gebildete Hakennase 15 in die
Bewegungsbahn des Verschlußschiebers 2 ein, d. h. in
den Bereich des Diagonalschlitzes 6 der Verschlußkappe
1 (vergl. hierzu Fig. 8).
Der Verschlußschieber 2 wird in dem diagonalen Schlitz
6 der Verschlußkappe 1 geführt. Hierzu weist der Ab
schnitt 2' des Verschlußschiebers 2 im Querschnitt
beiderrandseitig eine L-Form auf, wodurch Führungsabsät
ze 16 gebildet sind, welche die Führungsvorsprünge 9
des Diagonalschlitzes 6 untergreifen (vergl. Fig. 7).
In dem Abschnitt 2'' des Verschlußschiebers 2 ist nahe
dem Federabschnitt 10 eine Finger-Betätigungsmulde 17
ausgeformt. Letztere ist im Querschnitt im wesentli
chen U-förmig ausgebildet. Innenseitig der Finger-Betä
tigungsmulde 17 ist auf der dem Federabschnitt 10 abge
wandten Seite ein Rastnocken 18 ausgeformt.
Die Abschnitte 2' und 2'' des Verschlußschiebers 2 sind
im wesentlichen starr ausgebildet.
Die bereits erwähnte Verschlußöffnung 4 ist als zentra
le Öffnung eines Halterungseinsatzes 19 und im Grundriß
kreisrund ausgebildet, mit einem Durchmesser,
welcher etwa der Breite des Diagonalschlitzes 6 der
Verschlußkappe 1 entspricht. Dieser Halterungseinsatz
19 wird in die Verschlußkappe 1, koaxial zu
dieser ausgerichtet, eingesetzt und mit dieser
klipsverbunden. Hierzu besitzt die Verschlußkappe 1
mantelinnenseitig eine unterbrochene Ringwulst 20,
welche im Einbauzustand den Halterungseinsatz 19 unter
greift. Der Halterungseinsatz 19 stützt sich obersei
tig an den im Bereich des Diagonalschlitzes 6 der Ver
schlußkappe 1 angeordneten Vorsprühgen 8 ab.
Weiter besitzt der Halterungseinsatz 19 mantelwandig
zwei diametral gegenüberliegende Nuten 34, in welche in
Achsrichtung ausgerichtete, an der Innenwandung der
Verschlußkappe 1 angeordnete Leisten 35 zur Drehsiche
rung des Halterungseinsatzes 19 eingreifen.
Oberseitig, d. h. auf der der Stirnfläche 5 der Ver
schlußkappe 1 zugewandten Seite, besitzt der Halte
rungseinsatz 19 einen angeformten Rastvorsprung 21, wel
cher stegartig ausgebildet im Einbauzustand in den
Diagonalschlitz 6 eintaucht. Der Rastvorsprung 21 ist
im Grundriß des Halterungseinsatzes 19 um 90° versetzt
zu einer Halterungsnut 34 angeordnet.
Die Verschlußöffnung 4 ist im Querschnitt trichterartig
ausgeformt und ist einsatzinnenseitig von einer koaxial
zur Verschlußöffnung 4 ausgerichteten, nach innen wei
senden Ringwandung 22 umgeben. Letztere besitzt innen
wandig nahe dem freien Endbereich eine wulstartige
Verdickung 23, welcher axial zurückversetzt in Richtung
auf die Verschlußöffnung 4 ein ringförmiger Niederhal
ter 24 zugeordnet ist. Im Bereich dieser Verdickung 23
und dem Niederhalter 24 ist eine Ventilmembran 25 gehal
tert.
Bezüglich dieser Ventilmembran 25 wird, wie bereits
erwähnt, auf die nicht vorveröffentlichte Patentanmel
dung mit dem Aktenzeichen 196 33 642.2 verwiesen. In dem
in Fig. 12 dargestellten unbetätigten Einbauzustand,
wobei sich zudem der Verschlußschieber 2 noch in der
Verschlußstellung befindet, ist eine Verschlußdecke 26
der Ventilmembran 25 nahe unterhalb des Verschlußschie
bers 2 angeordnet. Im einzelnen ist die Anordnung so
gewählt, daß die konkav gewölbte Verschlußdecke 26 in
ihrem Randbereich 27 nahe einer Unterfläche des Ver
schlußschiebers 2 ist, während die Verschlußdecke 26
sich zu einer Mittelachse hin weiter von der Unterseite
des Verschlußschiebers 2 entfernt.
In der Verschlußdecke 26 der Ventilmembran 25 sind zur
Ausgabe eines Produktes Trennschnitte 28 vorgesehen.
Die vormontierte Verschlußkappe 1 wird in einfachster
Weise auf das Behältnis 3 aufgeprellt. Hierzu besitzt
die Verschlußkappe 1 im Fußbereich mantelinnenwandig
eine Ringwulst 29, welche eine Querschnittsverjüngung
30 im Bereich des Behältnishalses 31 einfängt. In
diesem Zustand sitzt die Ventilmembran 25 dichtend auf
der Ausgabeöffnung 32 des Behältnisses 3. Zur Drehsi
cherung tauchen die bereits erwähnten Leisten 35 der
Verschlußkappe 1 in Schlitzaufnahmen 36 des Halses 31
ein.
Um das in dem Behältnis 3 aufbewahrte Produkt ausgeben
zu können, wird zunächst der Verschlußschieber 2 in
eine Offenstellung zur Freilegung der Verschlußöffnung
4 verlagert (vergl. hierzu Fig. 14). Hierzu wird der
Verschlußschieber 2 im Bereich der gut erreichbaren und
erkennbaren Handhabe 14 gegriffen und durch die Vor
sprünge im Bereich des Diagonalschlitzes 6 gezielt
radial verlagert. Hierbei taucht das der Handhabe 14
abgewandte Ende des Abschnittes 2' des Verschlußschie
bers 2 aus dem Mantelwandbereich der Verschlußkappe 1
aus. Der an die Verschlußkappe 1 angebundene
zweite Abschnitt 2'' vollzieht eine entsprechende
Schwenk-/Klappbewegung. Im Übergangsbereich vom ersten
Abschnitt 2' zum zweiten Abschnitt 2'', d. h. im Feder
abschnitt 10 wird aufgrund der im wesentlichen steifen
Ausbildung der beiden Abschnitte das Material
biegebeansprucht. Aufgrund der gegebenen Elastizität
des Materials wird hier eine Spannung aufgebaut etwa in
Form eines Kraftspeichers.
Die Öffnungsbewegung des Verschlußschiebers vollzieht
sich bis zum Hintergriff des in den Verschlußweg hinein
ragenden Rastvorsprunges 21. Sobald die im Bereich der
Handhabe 14 federnd ausgebildete Hakennase 15 diesen
Rastvorsprung 21 überfahren hat, ist die Öffnungsbewe
gung vollendet. Die Offenstellung ist somit rastgesi
chert. Die aus dem Federabschnitt 10 resultierende
Rückstellkraft wird durch die Abstützung der Hakennase
15 an dem Rastvorsprung 21 aufgefangen.
Die in dem Federabschnitt 10 gespeicherte Rückstell
kraft ist so gewählt, daß keine selbsttätige Aufhebung
der Verrastung in der Offenstellung erfolgt. Jedoch
ist diese Kraft so groß gewählt, daß nach einer willens
betonten Krafteinleitung in Richtung der Verschlußstel
lung zur Überwindung der Verrastung ein selbsttätiges
Schließen des Verschlußschiebers 2 erfolgen kann.
Zur Überwindung der die Offenstellung sichernden Rast
Bann bspw. im Bereich der Finger-Betätigungsmulde 17
per Daumendruck eine weitere Kraftkomponente in den
Verschlußschieber 2 eingeleitet werden, dies zur Verla
gerung der Hakennase 15 über den Rastvorsprung 21 hin
aus. Bedingt dadurch, daß der Federabschnitt 10 ge
willt ist, sich wieder in seine Ursprungsstellung zu
rückzubewegen, wird eine Rückstellkraft freigesetzt,
welche den Verschlußschieber 2 in die, die Verschlußöff
nung 4 überdeckende Stellung gemäß Fig. 15 bewegt.
Diese Verschlußstellung ist die für den täglichen Ge
brauch übliche Stellung. Um jedoch eine Sicherung
gegen ungewolltes Öffnen (Transportsicherung) zu geben,
wird der Verschlußschieber 2 unter Druckbetätigung im
Bereich der Finger-Betätigungsmulde 17 weiter in Verschlußrichtung
verlagert, um den innenseitig der Fin
ger-Betätigungsmulde 17 angeordneten Rastnocken 18 in
Hintergriff zu einer Seitenwandausnehmung 33 der Ver
schlußkappe 1 zu bringen. Hierdurch ist auch die Ver
schlußstellung des Verschlußschiebers 2 rastend festge
legt. Eine solche rastgesicherte Verschlußstellung ist
in den Fig. 12 und 13 gezeigt.
Aus den die rastgesicherte Verschlußstellung zeigenden
Fig. 12 und 13 ist zu erkennen, daß der Verschluß
schieber 2 sich mit seinem ersten Abschnitt 2' stirn
flächig der Verschlußkappe 1 erstreckt und daß der
zweite Abschnitt 2'' seitenflächig der Verschlußkappe
ausgerichtet ist. Gleichfalls ist der Federabschnitt
10 der Seitenfläche 11 der Verschlußkappe 1 zugeordnet.
Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich.
In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der
Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Priori
tätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhalt
lich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser
Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit
aufzunehmen.
Claims (14)
1. Verschlußkappe (1) mit einer Verschlußöffnung (4)
und einem, an der Verschlußkappe (1) hinsichtlich der
Verschlußöffnung (4) in eine Offen- und Verschlußstel
lung bewegbaren Verschlußschieber (2), dadurch gekenn
zeichnet, daß der Verschlußschieber (2) in die verrast
bare Offenstellung gegen die Kraft einer Rückstellfeder
bewegbar ist.
2. Verschlußkappe nach Anspruch 1 oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teilstück des
Verschlußschiebers (2) zum Aufbau der Federspannung
biegbar ist.
3. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß der Verschlußschieber (2) in Rich
tung einer Schließbewegung gekrümmt ausgebildet ist.
4. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß zugeordnet zu der Verschlußöffnung
(4) eine selbstschließende Ventilmembran (25) vorgese
hen ist, wobei die Ventilmembran (25) im unbetätigten
Einbauzustand eine obere Verschlußdecke (26) aufweist,
mit einer Anordnung nahe dem Verschlußschieber (2).
5. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß der Verschlußschieber (2) bei ein
stückiger Ausbildung mit der Verschlußkappe (1) zwi
schen Anbindung an die Verschlußkappe (1) und einem,
die Verschlußöffnung (4) bei einer Öffnungs- oder
Schließbewegung überfahrenen Abschnitt (2') des Ver
schlußschiebers (2) einen Federabschnitt (10) aufweist.
6. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß der Verschlußschieber (2) sich
einerseits im wesentlichen stirnflächig der Verschluß
knappe (1) erstreckt und andererseits seitenflächig der
Verschlußkappe (1), wobei die Anknüpfung an die Ver
schlußkappe (1) seitenflächig ausgebildet ist.
7. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß der Federabschnitt (10) einer Sei
tenfläche (11) der Verschlußkappe (1) zugeordnet ist.
8. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Führung des Verschlußschiebers
(2) an der Verschlußkappe (1) in Bewegungsrichtung des
Verschlußschiebers (2) sich erstreckende Führungsvor
sprünge (9) ausgebildet sind, welche von zugeordneten
Führungsabsätzen (16) des Verschlußschiebers (2) unter
griffen sind.
9. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Bewegungsbahn des Verschluß
schiebers (2) ein Rastvorsprung (21) ausgebildet ist,
welcher in der Offenstellung von einem vorderen Ende
(13) des Verschlußschiebers (2) hintergriffen ist.
10. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß das vordere Ende (13) des Verschluß
schiebers (2) im Querschnitt hakenförmig ausgebildet
ist.
11. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hakennase (15) die Bewegungs
bahn des Verschlußschiebers (2) durchsetzt.
12. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verschlußkappe (1) zur Halte
rung der Ventilmembran (25) einen klipsverbundenen
Halterungseinsatz (19) aufweist.
13. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß der Rastvorsprung (21) an dem Halte
rungseinsatz (19) ausgebildet ist.
14. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß der Verschlußschieber (2) in einem,
der Seitenfläche (11) zugeordneten Abschnitt (2'') eine
Finger-Betätigungsmulde (17) aufweist, wobei innensei
tig der Finger-Betätigungsmulde (17) ein Rastnocken
(18) zur Rastfestlegung des Verschlußschiebers (2) in
der Verschlußstellung ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997107416 DE19707416A1 (de) | 1997-02-25 | 1997-02-25 | Verschlußkappe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997107416 DE19707416A1 (de) | 1997-02-25 | 1997-02-25 | Verschlußkappe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19707416A1 true DE19707416A1 (de) | 1998-08-27 |
Family
ID=7821356
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997107416 Withdrawn DE19707416A1 (de) | 1997-02-25 | 1997-02-25 | Verschlußkappe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19707416A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002032776A1 (en) * | 2000-10-19 | 2002-04-25 | Crown Cork & Seal Technologies Corporation | Dispensing closure for a container |
| EP1561405A1 (de) * | 2004-02-06 | 2005-08-10 | Brita GmbH | Behälterdeckel und Kanne |
-
1997
- 1997-02-25 DE DE1997107416 patent/DE19707416A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002032776A1 (en) * | 2000-10-19 | 2002-04-25 | Crown Cork & Seal Technologies Corporation | Dispensing closure for a container |
| US6478194B2 (en) | 2000-10-19 | 2002-11-12 | Crown Cork & Seal Technologies Corporation | Dispensing closure for a container |
| EP1561405A1 (de) * | 2004-02-06 | 2005-08-10 | Brita GmbH | Behälterdeckel und Kanne |
| WO2005074761A1 (de) | 2004-02-06 | 2005-08-18 | Brita Gmbh | Kanne mit behälterdeckel |
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|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |