DE19706988C2 - Verfahren zur Verringerung des Stickoxydgehalts in den Abgasen eines Industriekessels und Brenner zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Verringerung des Stickoxydgehalts in den Abgasen eines Industriekessels und Brenner zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verringerung des
Stickoxydgehalts in den Abgasen eines Industriekessels nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und einen Brenner zur
Durchführung des Verfahrens nach dem Oberbegriff des Patent
anspruchs 2 bzw. 4.
Ein solches Verfahren zur Reduzierung des NOx-Gehalts in den
Abgasen eines Kessels, der ein frontales System von Brennern
aufweist, welche an einer Wand des Feuerraums bzw. der Ver
brennungskammmer in horizontalen Reihen so angeordnet sind,
daß die Brenner der einzelnen Reihen übereinander vertikale
Reihen bilden, ist aus der PL-171 108 B1 bekannt. Bei diesem
Verfahren wird ein Luft-Brennstoff-Gemisch über wenigstens
zwei Brenner zugeführt und verbrannt, von denen der eine in
der Verbrennungskammer höher und der andere tiefer angeordnet
ist. Der höher liegende Brenner wird mit einem Luft-Brenn
stoff-Gemisch gespeist, das magerer ist, also weniger Brenn
stoff enthält, als das Luft-Brennstoff-Gemisch, welches dem
tiefer liegenden Brenner zugeführt wird. Der Brennstoff, mit
dem die Brenner gespeist werden, stammt aus einer Kohlenstaub
mahlanlage. Die unterschiedliche Gemischzusammensetzung wird
über eine unterschiedliche Luftzumischung im jeweiligen Bren
ner erreicht.
Die Reduktion der Stickoxyde zu molekularem Stickstoff hängt
wesentlich von der Verweilzeit der Stickoxyde in der NOx-
Reduktionszone zwischen der Verbrennungszone und der Burn-Out-
Zone bzw. Nachverbrennungszone oberhalb von Düsen für eine
zusätzliche Luftzuführung ab. Diese Verweilzeit resultiert aus
der Konvektionsgeschwindigkeit der Verbrennungsgase in der
Verbrennungskammer und aus der Länge der Reduktionszone. Bei
konstanter Konvektionsgeschwindigkeit der Gase ist ihre Ver
weilzeit in der Reduktionszone proportional zur Länge dieser
Zone gemessen längs der Verbrennungskammer. Bei dem bekannten
Verfahren ist die Länge der Reduktionszone für eine wirksame
Stickoxydreduktion viel zu kurz.
Aus der DE 30 27 587 A1 ist ein Brenner bekannt, der einen
zentralen zylindrischen Kanal aufweist, dem fester Brennstoff
und Luft zur Verbrennung zugeführt werden und dar in eine
Verbrennungskammer gerichtet ist. Der zentrale Kanal ist von
einem ringförmigen Kanal umschlossen, über den zusätzliche
Luft zusammen mit dem Luft-Brennstoff-Gemisch aus dem zen
tralen Kanal in die Verbrennungskammer eingeführt wird. Für
die Regulierung der zusätzlichen Luftmenge sind Stellflügel
für die Luftzuführung zu dem ringförmigen Kanal vorgesehen.
Bei einer speziellen Ausgestaltung ist die Mündung des ring
förmigen Kanals auf die Mantelfläche eines Kegels gerichtet,
dessen Spitze im Inneren des Brenners liegt, wodurch sich der
Luftstrom in die Verbrennungskammer verglichen mit dem Strom
des Luft-Brennstoff-Gemisches erweitert.
Bei dem bekannten Brenner läßt sich diese kegelförmige Erwei
terung des Stroms der zusätzlichen Luft, die das aus dem
Brenner austretende verbrennende Luft-Brennstoff-Gemisch
umhüllt, nicht einstellen. Da dieses Gemisch arm an Sauerstoff
ist, wird die Stickoxydbildung während der Verbrennung ver
ringert.
Aus der JP 62-172105 A ist ein Brenner bekannt, der einen
zentralen Kanal für die Zuführung von festem Brennstoff auf
weist und der in einer Öffnung in der Wand einer Verbrennungs
kammer mündet. Die Mündung des zentralen Kanals hat einen
kegelstumpfförmigen Ansatz, dessen größere Grundfläche in der
Ebene der Wand der Verbrennungskammer liegt. Der zentrale
Kanal ist von einem ersten ringförmigen Kanal für die Zufüh
rung von Luft umgeben, der an seinem Mündungsende einen sich
konisch erweiternden Ansatz hat, dessen größere Grundfläche
ebenfalls in der Ebene der Wand der Verbrennungskammer liegt,
so daß die von den beiden sich erweiterenden Ansätzen gebilde
te Ringöffnung von der Achse des zentralen Kanals weg gerich
tet ist. Zwischen der Außenwand des ringförmigen Kanals und
der Öffnung in der Wand der Verbrennungskammer ist ein dritter
ringförmiger Kanal für die Zuführung von Luft ausgebildet, des
sen Mündung ebenfalls von der Achse des zentralen Kanals weg
gerichtet ist, da der dem kegelstumpfförmigen Ansatz des ring
förmigen Kanals gegenüberliegende Teil der Öffnung in der Wand
der Verbrennungskammer zur Bildung einer sich in die Verbren
nungskammer konisch erweiternden Öffnung abgeschrägt ist.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, das
Verfahren der eingangs genannten Art sowie den Brenner zur
Durchführung des Verfahrens so auszubilden, daß zur Reduzie
rung der Stickoxydmenge in den Verbrennungsabgasen eine rela
tiv lange NOx-Reduktionszone bereitgestellt wird.
Diese Aufgabe wird durch das im Patentanspruch 1 angegebene
Verfahren sowie durch die in den Patentansprüchen 2 und 4
beschriebenen Brenner gelöst.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist es möglich, die Gren
ze der den unteren Brennern zugeordneten Verbrennungszone ab
zusenken, wodurch der Abstand zwischen der Grenze dieser Zone
und der Burn-Out-Zone bzw. Nachverbrennungszone vergrößert
wird, was eine Verlängerung der NOx-Reduktionszone bedeutet.
Gleichzeitig wird der Luftstrom aus der Brennerzone in der
obersten Reihe nach oben in Richtung der Burn-Out-Zone bzw.
Nachverbrennungszone gerichtet, wodurch die Sauerstoffmenge in
der NOx-Reduktionszone erhöht wird, was zu einer weiteren
Reduktion der Stickoxyde zu molekularem Stickstoff und zu
einer gesteigerten Umsetzung von CO in CO2 führt.
Anhand von Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der Erfin
dung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 schematisch im Längsschnitt eine Verbrennungskammer,
wie sie beim erfindungsgemäßen Verfahren verwendet
wird,
Fig. 2 schematisch die Verteilung der Brenner an der Wand der
Verbrennungskammer,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform
eines Brenners,
Fig. 4 in einer Ansicht wie Fig. 3, eine zweite Ausführungs
form eines Brenners und
Fig. 5 den Schnitt A-A von Fig. 4.
Wie aus Fig. 1 und 2 zu ersehen ist, sind in der Verbrennungs
kammer 15 eines Kessels vier horizontale Brennerreihen 18, 19,
20, 21 an einer Wand 7 angeordnet. In den beiden oberen Reihen
20 und 21 sind jeweils sechs Brenner vorgesehen. In den beiden
tiefer liegenden bzw. unteren Reihen 18 und 19 sind jeweils
vier Brenner angeordnet. Die Brenner in den einzelnen Reihen
18, 19, 20 und 21 sind übereinander in vertikalen Reihen an
geordnet. Als Brennstoff dient Kohlenstaub, der von Kohlen
staubmahlanlagen 24 zugeführt wird. Bei der gezeigten Anord
nung sind drei Kohlenstaubmahlanlagen 24 vorgesehen, von denen
jede vier Brenner speist, jeweils zwei in einer Reihe, wie
dies in Fig. 2 dargestellt ist.
Zwischen den Brennern in der obersten Reihe 21 und dem Gas
auslaß 23 aus der Verbrennungskammer 15 sind, wie in Fig. 1
gezeigt ist, in der Wand 7 Düsen 22 für die Zuführung von
zusätzlicher Luft angeordnet. Die Brenner der beiden unteren
Reihen 18 und 19 werden mit einem brennstoffreichen Luft-
Brennstoff-Gemisch beschickt, d. h. es besteht ein Luftmangel,
λ < 1, was bedeutet, daß das Gemisch eine unterstöchiometri
sche Zusammensetzung hat. Dieses Gemisch verbrennt in einer
Verbrennungszone 25a, in der wegen des Luftmangels verhältnis
mäßig wenig Stickoxyd entsteht, d. h. die gebildete Stickoxyd
menge ist kleiner als bei einer Verbrennung mit Luftüberschuß.
Die Gase aus der Verbrennungszone 25a strömen in die Verbren
nungszone 25b, der über die Brenner der Reihen 20 und 21 ein
mageres Luft-Brennstoff-Gemisch zugeführt wird, d. h. der
Luftüberschuß beträgt λ = 1,2 bis 1,4. Bei der Verbrennung der
Gemische aus den Brennern der Reihen 20 und 21 ergeben sich
somit Abgase mit freiem Sauerstoff und Kohlenwassestoffen CnHm.
Die Abgase aus der Verbrennungszone 25b strömen in die NOx-
Reduktionszone 26. Die dort stattfindende Reduktion des NOx zu
molekularem Stickstoff benötigt Zeit. Dadurch, daß die Kon
vektionsgeschwindigkeit der Gase nach oben entlang der Ver
brennungskammer 15 konstant ist, hängt die Verweilzeit der
Verbrennungsgase mit den Stickoxyden in der Reduktionszone 26
von der Länge dieser Zone, also von der Entfernung der oberen
Grenze der Verbrennungszone 25b zu den Düsen 22 für die zu
sätzliche Luft ab. Zur Verlängerung der Verweilzeit der Ver
brennungsgase mit den Stickoxyden in der Reduktionszone 26
wird nun die Position der oberen Grenze der Verbrennungszone
25a aufgrund der durch den Pfeil 29 in Fig. 1 veranschaulich
ten Strömung des Luft-Brennstoff-Gemisches durch die Brenner
der Reihe 21 schräg nach unten zur Verbrennungszone 25a abge
senkt. Gleichzeitig wird von dem Bereich der Brenner der Reihe
21 zu der Reduktionszone 26 ein Strom zusätzlicher Luft ge
führt, der durch den in Fig. 1 schräg nach oben gerichteten
Pfeil 30 veranschaulicht ist.
In der Reduktionszone 26 verlaufen die Reaktionen nach der
allgemeinen Formel
2NO + 2CnHm + (2n + n/2 - 1)O2 → N2 + 2nCO2 + H2O
wobei die NO-Moleküle aus den Zonen 25a und 25b, die Moleküle
CnHm hauptsächlich aus der Zone 25b durch Verdampfung und
zusätzlichen Brennstoff aus den Brennern der Reihen 20 und 21
und die O2-Moleküle aus dem Luftüberschuß aus den Brennern der
Reihen 20 und 21 und dem Luft-Brennstoff-Gemisch für die
Strömung 30 stammen.
Die Reaktion nach der vorstehenden Formel wird durch die
Verlängerung der Reduktionszone 26 aufgrund der Erfindung
möglich. Die Verbrennungsgase aus der Reduktionszone 26 strö
men in die Nachverbrennungszone 27, wo aufgrund der durch die
Düsen 22 zugeführten Luft die Umwandlung von CO in CO2 er
folgt. Aufgrund der beschriebenen Verlängerung der Reduktions
zone für die Stickoxyde wird bei dem Luftüberschuß mit λ = 1,2
bis 1,4 in den Abgasen die Stickoxydmenge unter eine Grenze
von 170 mg/nm3 abgesenkt, also unter die international
vorgeschriebene Grenze, während der CO-Gehalt nach null geht.
Der in Fig. 3 gezeigte Brenner wird beispielsweise als Brenner
in der zweiten Reihe 20 von oben in der Verbrennungskammer 15
eingesetzt. Der Brenner hat einen zylindrischen zentralen
Kanal 1 für den Brennstoff. Er ist an seinem einen Ende mit
einer Leitung 6 verbunden, die an eine Kohlenstaubmahlanlage
24 angeschlossen ist, während sein anderes offenes Ende in die
Verbrennungskammer 15 mündet. In dem zentralen Kanal 1 ist
koaxial ein Rohr 8 für eine Masut- oder Gaslanze zum Zünden
des Kessels angeordnet. An dem offenen Ende des zentralen
Kanals 1 ist ein auf dem Kanal 1 verschiebbarer kegelstumpf
förmiger Diffusor 3 angeordnet, wobei die größere Grundfläche
16 des Kegelstumpfs der Verbrennungskammer 15 zugewandt ist
und deren Umfang die Austrittsfläche des Brenners begrenzt.
Der Kegelwinkel des kegelstumpfförmigen Diffusors 3 entspricht
dem Kegelwinkel der Öffnung 5 in der Wand 7 der Verbrennungs
kammer 15, welcher der Diffusor 3 zugeordnet ist. Der zentrale
Kanal 1 ist von einem ringförmigen Kanal 2 für die Zuführung
von zusätzlicher Luft umschlossen. In dem ringförmigen Kanal 2
sind vor dem Diffusor 3 sich radial erstreckende Schaufeln
oder Flügel 9 angeordnet, welche der durch den ringförmigen
Kanal 2 hindurchströmenden zusätzlichen Luft eine Rotations
bewegung aufprägen. Zwischen dem kegelstumpfförmigen Diffusor
3 und der kegelstumpfförmigen Öffnung 5 besteht ein Spalt 4,
desse Breite abhängig von der Position des Diffusors 3 varia
bel ist. Die eine Extremstellung des Diffusors 3 ist in Fig. 3
gestrichelt eingezeichnet. Der Diffusor 3 ist dabei am weite
sten in die Verbrennungskammer 15 vorgeschoben, wodurch der
Spalt 4 am größten ist, so daß große Mengen zusätzlicher Luft
hindurchströmen können. Wenn der Diffusor 3 in seine innerste
Stellung zurückgezogen ist, ist der Spalt 4 geschlossen, so
daß keine Zusatzluft in die Verbrennungskammer 15 strömen
kann. Die durch den Spalt 4 einströmende Luftmenge ist nicht
groß und hat keinen wesentlichen Einfluß auf die Zusammen
setzung des den Brennern der Reihe 20 zugeführten Gemisches.
Der Strom aus zusätzlicher Luft aus dem Spalt 4 dient ledig
lich zu einer Unterbindung einer Schlackenbildung an dem
verbrennungskammerseitigen Ende des Brenners.
Während bei der Ausgestaltung von Fig. 3 der kegelstumpfförmi
ge Diffusor 3 als Ganzes koaxial zum zentralen Kanal 1 ver
schoben werden kann, ist bei der Ausgestaltung der Fig. 4 nur
die untere Hälte des Diffusors 3 verschiebbar ausgebildet,
während die obere Hälfte einen stationären Teil 28 des Diffu
sors 3 bildet, der mit einem Kanal 10 für die Zuführung von
zusätzlicher Luft verbunden ist. Der Kanal 10 ist mit einer
Regulierkammer 17 verbunden, die in ihrem Umfang radiale
Klappen bzw. Drehschieber 11 hat, die auf Achsen 12 befestigt
sind. Eine Drehung der Achsen 12 führt zu einer Längenänderung
der Klappen 11, wodurch der Luftdurchsatz gesteigert oder
verringert werden kann. Die Drehung der Achsen 12 erfolgt über
einen Mechanismus 13. Der Kegel des stationären Teiles 28 des
Diffusors 3 leitet die Luftströmung nach oben, wodurch die
Strömung 30 (Fig. 1) entsteht. Im oberen Teil des zentralen
Kanals 1 ist angrenzend an die Öffnung in die Verbrennungs
kammer 15 eine Lenkeinrichtung 14 vorgesehen, die schräg nach
unten zur Achse des zentralen Kanals 1 hin abgebogen ist. Die
Lenkeinrichtung 14 lenkt den Strom des Luft-Brennstoff-Gemi
sches durch den zentralen Kanal 1 nach unten, wodurch die
Strömung 29 (Fig. 1) entsteht. Der untere Teil des dem zen
tralen Kanal 1 zugeordneten Diffusors 3 erzeugt eine Luftströ
mung die durch den Spalt 4 ausströmt und die Schlackenbildung
am Umfang des Brennerendes unterbindet. Die zusätzliche Luft,
die von dem stationären oberen Teil 28 des Diffusors zufließt,
dient zur Anreicherung der Abgase in der Reduktionszone 26 für
die Stickoxyde mit zusätzlichem Sauerstoff.
Claims (4)
1. Verfahren zur Verringerung des Stickoxydgehalts in den
Abgasen eines über Brenner mit Staubkohle erhitzten Indu
striekessels, insbesondere eines Kessels mit einem fronta
len System von Brennern, die an einer Wand der Verbren
nungskammer in horizontalen Reihen so angeordnet sind, daß
die Brenner der einzelnen Reihen übereinander vertikale
Reihen bilden,
- - wobei für die Verbrennung wenigstens zwei Brenner einge setzt werden, von denen sich der eine in einer höher liegenden Reihe und der andere in einer tiefer liegenden Reihe befindet, und
- - wobei der in der höheren Reihe liegende Brenner mit einem Luft-Staubkohle-Gemisch gespeist wird, das weniger Staubkohle enthält als das dem Brenner in der tiefer liegenden Reihe zugeführte,
- - daß der aus den Brennern in der höchsten Reihe (21) austretende Strom (Pfeil 29) des Luft-Staubkohle-Ge misches schräg nach unten zur Verbrennungszone (25a, 25b) des Luft-Staubkohle-Gemisches gerichtet ist, das über die Brenner der tiefer liegenden Reihen (18, 19, 20) zugeführt wird, und
- - daß gleichzeitig von dem Bereich der Brenner in der höchsten Reihe (21) ein nach oben zu einer Nachverbren nungszone (27) gerichteter Luftstrom (Pfeil 30) in die Verbrennungskammer (15) eingeführt wird.
2. Brenner zur Verbrennung eines Luft-Staubkohle-Gemisches
- - mit einem zylindrischen zentralen Kanal (1)
- - dessen eines Ende mit einer Leitung (6) für die Staub kohlezuführung verbunden ist und
- - dessen anderem offenen Ende ein koaxialer, den ganzen Umfang des zentralen Kanals umschließender kegel stumpfförmiger Diffusor (3) zugeordnet ist, dessen größere Grundfläche (16) der Verbrennungskammer (15) zugewandt ist und dessen Kegelwinkel gleich dem Kegel winkel einer koaxialen konischen Öffnung (5) in der Wand (7) der Verbrennungskammer (15) ist, und
- - mit einem den zentralen Kanal (1) umschließenden ring förmigen Kanal (10) für die Zuführung zusätzlicher Luft in die Verbrennungskammer (15),
- - daß bei dem bei der Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 für die höchste Reihe (21) vorgesehenen Brenner der Diffusor (3) in eine obere Hälfte und eine untere Hälfte unterteilt ist,
- - daß die obere Hälfte des Diffusors (3) stationär ist und die Öffnung zwischen der oberen Hälfte des Diffusors (3) und der konischen Öffnung (5) in der Wand (7) dadurch eine gleichbleibende Größe hat und im wesentlichen nach oben (Pfeil 30) gerichtet ist,
- - daß eine den oberen Teil des zentralen Kanals (1) be grenzende Lenkeinrichtung (14) an seinem offenen Ende schräg zum unteren Teil des zentralen Kanals (1) hin gerichtet (Pfeil 29) ist, und
- - daß die untere Hälfte des Diffusors (3) längs der Achse des zentralen Kanals (1) verschiebbar ist.
3. Brenner nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
der oberen Hälfte des Diffusors (3) zugeordnete ringförmi
ge Kanal (10) über eine Regulierkammer (17) mit Drehschie
bern (11) zur Einstellung des Luftdurchsatzes mit einer
Quelle für zusätzliche Luft verbunden ist.
4. Brenner zur Verbrennung eines Luft-Staubkohle-Gemisches
- - mit einem zylindrischen zentralen Kanal (1)
- - dessen eines Ende mit einer Leitung (6) für die Staub kohlezuführung verbunden ist und
- - dessen anderem offenen Ende ein koaxialer, den ganzen Umfang des zentralen Kanals umschließender kegel stumpfförmiger Diffusor (3) zugeordnet ist, dessen größere Grundfläche (16) der Verbrennungskammer (15) zugewandt ist und dessen Kegelwinkel gleich dem Kegel winkel einer koaxialen konischen Öffnung (5) in der Wand (7) der Verbrennungskammer (15) ist, und
- - mit einem den zentralen Kanal (1) umschließenden ring förmigen Kanal (10) für die Zuführung zusätzlicher Luft in die Verbrennungskammer (15),
- - daß bei dem bei der Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 für die unterhalb der höchsten Reihe (21) liegenden Reihen (18, 19, 20) vorgesehenen Brenner zur Einstellung der Größe der Austrittsöffnung (4) des ringförmigen Kanals (2) zwischen dem Diffusor (3) und der konischen Öffnung (5) in der Wand (7) der Verbren nungskammer (15) der ganze kegelstumpfförmige Diffusor (3) längs der Achse des zentralen Kanals (1) verschieb bar ist.
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