DE19706605A1 - Sekundärspule für ein induktives Anzündsystem - Google Patents
Sekundärspule für ein induktives AnzündsystemInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Die Erfindung betrifft eine Sekundärspule für ein induktives Anzündsystem nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der US 4,350,096 und der EP 0 101 817 A1 sind Anzündsysteme bekannt, die
mittels induktiven Energietransfers eine Anzündung bewirken. In diesen bekannten
Anzündsystemen wirken zwei Spulensysteme, nämlich eine Primärspule und eine Se
kundärspule nach dem Transformatorprinzip miteinander, wobei die Sekundärspule
möglichst klein sein und mit dem Anzündmittel eine kompakte Einheit bilden soll.
Der Nachteil solcher Anzündsysteme besteht darin, daß die räumliche Distanz zur
Primärspule sehr gering sein muß, um die zur Zündung erforderliche Energie übertra
gen zu können. Daher sind die Hersteller von Anzündelementen/-systemen darauf
bedacht, ihre Sekundärelemente bzw. Spulen möglichst in die Nähe der Primärspule
zu legen, d. h. an das hinterste Ende der Patrone. Dies bewirkt aber z. B. bei ver
brennbaren Anzündern, daß eine optimale Konstruktion, welche zur gänzlichen Ver
brennung erforderlich wäre, nicht realisiert werden kann, da die Spulenmaterialien am
hintersten Ende nicht vollständig verbrennen. Werden die Spulen weiter nach innen
verlegt, ist die Verbrennung wesentlich verbessert, jedoch die Energieeinkopplung
aufgrund der großen Distanz zur Primärspule zu gering.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sekundärspule für ein induktives An
zündsystem nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 derart zu verbessern, daß bei
verbesserter Energieübertragung eine rückstandsfreie Verbrennung der Sekundärspu
le ermöglicht ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
- - daß die Sekundärspule aus einem elektrischen Leiter in Bandform, einem Bandlei ter, gewickelt ist, wobei die Breite des Bandleiters die Länge der Spule bestimmt und
- - daß zwischen den Wicklungen des Bandleiters ein hochenergetischer verbrennba rer Isolierlack angeordnet ist.
Bandleiter haben den Vorteil, daß sich mit ihnen Energie induktiv mit hoher Frequenz
und wenig Verlusten übertragen läßt. Andere Lösungen, z. B. ein Kupferlackdraht
wickel oder gar eine doppelseitige kaschierte Printspule, bieten mehr Wirkungsfläche
für induzierte Wirbelströme und somit einen Verlust an Güte. Dieser Effekt ist beim
Aufbau von induktiven Bauelementen hinreichend bekannt. Durch den hochenergeti
schen verbrennbaren Isolierlack zwischen den Wicklungen ist eine rückstandsfreie
Verbrennung der Sekundärspule gewährleistet.
Vorteilhafterweise sind die einzelnen Wicklungen der Spule mit Abstand voneinander
angeordnet, so daß sich der Isolierlack in den Zwischenraum pressen läßt. Auf diese
Weise läßt sich der Isolierlack leicht zwischen die Wicklungen bringen.
In einer zweckmäßigen Ausgestaltung ist zwischen den Wicklungen ein Papier, ins
besondere eine Art Löschpapier, angeordnet. In die Poren dieses Papiers kann der
Isolierlack eindringen.
In einer anderen vorteilhaften Ausführungsform ist der Bandleiter mit Abstandsnocken
versehen, welche die radiale Ausdehnung des Zwischenraums begrenzen. Diese Ab
standsnocken lassen sich durch mechanische Bearbeitung des Bandleiters einbrin
gen. Der Bandleiter braucht anschließend nur noch aufgewickelt und der Isolierlack in
den Zwischenraum gepreßt zu werden.
Der hochenergetische Isolierlack besteht bevorzugt aus einem Binder, wie z. B. Po
lyurethan, aus Oktogen (HMX) und aus Hexogen (RDX) oder Nitroguanidinnitrat und
eventuell einem Lösungsmittel, wie Methylenchlorid.
Nachfolgend werden zwei Beispiele für die Zusammensetzung des Isolierlacks ange
geben.
20% Binder, wie z. B. Polyurethan
10% Oktogen (HMX)
70% Hexogen (RDX)
10% Oktogen (HMX)
70% Hexogen (RDX)
20% Binder, wie z. B. Polyurethan
10% Oktogen (HMX)
70% Nitroguanidinnitrat.
10% Oktogen (HMX)
70% Nitroguanidinnitrat.
Die notwendige Viskosität wird in beiden Beispielen durch ein leichtflüchtiges Lö
sungsmittel, wie z. B. Methylenchlorid, eingestellt.
Der Isolierlack kann durch Vergießen, Tränken oder Verpressen in die Zwischenräu
me der Wicklungen eingebracht werden.
Durch den Flachbandleiter entsteht eine Spule hoher Güte. Der Spulenabzweig als
Doppelbandleiter stellt eine induktionsarme Zuleitung zum Anzündmittel dar. Außer
dem ist die Doppelbandzuleitung störstrahlungsfest gegenüber Feldern, die eine an
dere Wirkungsrichtung haben als das Haupt B-Feld (Haupt-Magnetfeld), welches den
Zündstrom induziert.
Dadurch ergibt sich eine Störstrahlungsfestigkeit im Sinne der EMV
(Elektromagnetischen Verträglichkeit), die höher ist als die der herkömmlichen induk
tiven Anzündmittel.
Durch diese Eigenschaft der leichten Verbrenn-/Verzehrbarkeit, kann die Sekundär
spule am äußersten Ende des Patronendurchmessers integriert werden und somit das
Maximum des magnetischen Kraftflusses mit hoher Güte ausnutzen.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Figuren, die nachfolgend be
schrieben sind. Es zeigt:
Fig. 1 den Zündernapf einer Maschinenkanone mit einer erfindungsgemäßen Se
kundärspule,
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen noch nicht zu einer Spule aufgewickelten Bandlei
ter, und
Fig. 3 einen Schnitt durch eine spezielle Ausführungsform eines Bandleiters.
Fig. 1 zeigt im Schnitt einen hülsenförmigen Zündernapf 4 einer Maschinenkanone mit
einer an der oberen Stirnseite angeordneten Sekundärspule 1 mit senkrecht zur
Längsachse der Spule liegenden Wicklungen, die nach dem Transformatorprinzip mit
einer nicht gezeigten Primärspule im Gehäuse der Maschinenkanone induktiv zu
sammenwirkt. Die Sekundärspule 1 ist aus einem elektrischen Leiter in Bandform, ei
nem Bandleiter 2, gewickelt, wobei die Breite b des Bandleiters 2 die Länge b der
Spule bestimmt (siehe auch Fig. 2). Der Anfang und das Ende des Bandleiters 2 er
strecken sich von der Spule 1 bis zu einer Anzündpille 5, die über einen Stopfen 6 im
Boden des Zündernapfs 4 befestigt ist. Angrenzend an die Anzündpille 5 befindet sich
eine Verstärkerladung 7 im Zündernapf 4.
Fig. 2 zeigt in Draufsicht einen Bandleiter 2, der noch nicht zu einer Sekundärspule
gewickelt wurde. Ein Bandleiter besteht aus einem elektrisch leitenden Flachbandma
terial, z. B. aus einer Kupferlegierung.
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung ist, daß zwischen den Wicklungen des
Bandleiters 2 in der Sekundärspule 1 ein hochenergetischer verbrennbarer Isolierlack
angeordnet ist. Dies kann z. B. dadurch erreicht werden, daß der Bandleiter 2 zu
sammen mit einem grobporigen Papier, insbesondere eine Art Löschpapier, aufgewic
kelt wird. Der Isolierlack wird dann nach dem Aufwickeln in das Papier gepreßt.
Fig. 3 zeigt im Schnitt einen Bandleiter 2 mit Abstandsnocken 3, die durch mechani
sche Bearbeitung des Bandleiters 2 eingebracht wurden. Diese Abstandsnocken 3
begrenzen die radiale Ausdehnung des Zwischenraums beim Aufwickeln des Bandlei
ters 2 und erleichtern das spätere Einpressen des Isolierlacks.
Der hochenergetische Isolierlack bewirkt eine rückstandsfreie Verbrennbarkeit der
Sekundärspule und besteht bevorzugt aus einem Binder, wie z. B. Polyurethan, aus
Oktogen und aus Hexogen oder Nitroguanidinnitrat und einem Lösungsmittel wie Me
thylenchlorid.
Claims (6)
1. Sekundärspule für ein induktives Anzündsystem, mit senkrecht zur Längsachse
der Spule liegenden Wicklungen, die nach dem Transformatorprinzip induktiv mit
einer Primärspule zusammenwirken, insbesondere für rückstandsfrei verbrenn
bare Patronen für Maschinenkanonen, dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Sekundärspule (1) aus einem elektrischen Leiter in Bandform, einem Bandleiter (2), gewickelt ist, wobei die Breite (b) des Bandleiters (2) die Länge (b) der Spule bestimmt und
- - daß zwischen den Wicklungen des Bandleiters (2) ein hochenergetischer ver brennbarer Isolierlack angeordnet ist.
2. Sekundärspule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen
Wicklungen der Spule mit Abstand voneinander angeordnet sind, so daß sich
der Isolierlack in den Zwischenraum pressen läßt.
3. Sekundärspule nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den
Wicklungen ein Papier, insbesondere eine Art Löschpapier, angeordnet ist.
4. Sekundärspule nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandleiter
mit Abstandsnocken (3) versehen ist, welche die radiale Ausdehnung des Zwi
schenraums begrenzen.
5. Sekundärspule nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ab
standsnocken (3) durch mechanische Bearbeitung des Bandleiters (2) einge
bracht sind.
6. Sekundärspule nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der hochenergetische Isolierlack aus einem Binder, wie z. B Polyurethan, aus
Oktogen (HMX) und aus Hexogen (RDX) oder Nitroguanidinnitrat und eventuell
einem Lösungsmittel, wie Methylenchlorid besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997106605 DE19706605A1 (de) | 1997-02-20 | 1997-02-20 | Sekundärspule für ein induktives Anzündsystem |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997106605 DE19706605A1 (de) | 1997-02-20 | 1997-02-20 | Sekundärspule für ein induktives Anzündsystem |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19706605A1 true DE19706605A1 (de) | 1998-08-27 |
Family
ID=7820860
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997106605 Withdrawn DE19706605A1 (de) | 1997-02-20 | 1997-02-20 | Sekundärspule für ein induktives Anzündsystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19706605A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2000046551A1 (de) * | 1999-02-03 | 2000-08-10 | Dynamit Nobel Gmbh Explosivstoff- Und Systemtechnik | Anzündsystem für treibladungen, das nach dem induktionsprinzip arbeitet |
| WO2001009563A1 (de) * | 1999-07-30 | 2001-02-08 | Dynamit Nobel Gmbh Explosivstoff- Und Systemtechnik | Voll verbrennbarer induktiver anzünder |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3024554A1 (de) * | 1980-06-28 | 1982-01-21 | Dynamit Nobel Ag, 5210 Troisdorf | Anordnung zur kontaktlosen uebertragung elektrischer energie auf flugkoerper bei deren abschuss |
| DE4004848A1 (de) * | 1990-02-16 | 1991-08-22 | Wegmann & Co | Vorrichtung zum induktiven zuenden der treibladung von wurfkoerpern und geschossen, insbesondere in einem wurfsystem fuer nebelkerzen, sprengkoerper u. dgl. |
-
1997
- 1997-02-20 DE DE1997106605 patent/DE19706605A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3024554A1 (de) * | 1980-06-28 | 1982-01-21 | Dynamit Nobel Ag, 5210 Troisdorf | Anordnung zur kontaktlosen uebertragung elektrischer energie auf flugkoerper bei deren abschuss |
| DE4004848A1 (de) * | 1990-02-16 | 1991-08-22 | Wegmann & Co | Vorrichtung zum induktiven zuenden der treibladung von wurfkoerpern und geschossen, insbesondere in einem wurfsystem fuer nebelkerzen, sprengkoerper u. dgl. |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2000046551A1 (de) * | 1999-02-03 | 2000-08-10 | Dynamit Nobel Gmbh Explosivstoff- Und Systemtechnik | Anzündsystem für treibladungen, das nach dem induktionsprinzip arbeitet |
| WO2001009563A1 (de) * | 1999-07-30 | 2001-02-08 | Dynamit Nobel Gmbh Explosivstoff- Und Systemtechnik | Voll verbrennbarer induktiver anzünder |
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