DE19705275C2 - Höhenverstellbare Stütze für Sattelauflieger - Google Patents
Höhenverstellbare Stütze für SattelaufliegerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft die weitere Ausgestaltung der höhenverstellba
ren Stütze nach Patent DE 197 00 459 C2.
Aus der DE-PS 669 772 ist ein Wagenheber bekannt bei welchem
durch mechanische Mittel eine gegenseitige Verschiebung zweier teles
kopartig ineinanderliegender Teile bewirkt wird, die bei Nichtgebrauch in
waagrechter Stellung am Fahrzeug durch Federn zusammengehalten
werden. Wobei jeder Teil im Inneren eine oder mehrere Rollen aufweist,
über die ein Seilzug gelegt ist, dessen eines Ende an der Innenwand
des feststehenden Teils des Wagenhebers befestigt ist, während das
andere Ende durch die ineinanderliegenden Teile nach außen geführt
ist. Es wird damit lediglich ein Hebevorgang bewerkstelligt, der mittels
manueller Kraft während des Austeleskopierens der gen. Teile entsteht,
wobei Federn und die Schwerkraft der zu hebenden Masse (Wagen
gewicht) überwunden werden. Mit dem verwendeten Seilzug ist es nicht
möglich den äußeren Abstand der teleskopierenden Teile zu verkürzen,
d. h. beispielsweise das innere Teil in das äußere einzuziehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde bei Versagen des mo
torischen oder manuellen Antriebes, beispielsweise bei Ausfall der
Druckluftversorgung oder dem Bersten einer Leitung die Stütze von
Hand aus der Transport- in die Arbeitsstellung oder umgekehrt bringen
zu können. Das ist bei dem rauhen und zeitsensiblen Transportgewerbe
im heutigen Logistikwesen ein entscheidender Vorteil dieser Erfindung.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
Für die Verstellung des Stützen-Innenrohres von der Arbeitsstellung
in die Transportstellung besteht die Not-Handbetätigung aus einem ein
fachen Zugmechanismus über den zuerst die Entriegelung erfolgt in
dem der beispielsweise benutzte im Störfall inaktive pneumatische Betä
tigungszylinder einen Teileinschub erfährt was über die an diesem be
findlichen Element die Verriegelungsbolzen deaktiviert. Besonders vor
teilhaft ist die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Zugmechanis
muses nach dem Flaschenzug-Prinzip weil sich damit auf einfachste
Wiese die erforderliche manuelle Hubkraft auf die Hälfte der von der
Masse der zu bewegenden Stützenteile reduziert, worauf später noch
eingegangen wird. Zur Not-Handbetätigung der Stütze von der Trans
portstellung in die Arbeitsstellung dient, wenn beispielsweise vorteil
hafterweise die Verriegelung der Transportstellung vorzugsweise nur
von einem Verriegelungsbolzen bewerkstelligt wird, vorzugsweise ein an
diesem Verriegelungsbolzen angebrachter Griffstab, womit der Verriege
lungsbolzen verschoben und das Stützen-Innenrohr entriegelt wird damit
es ausfahren kann.
Eine noch andere vorteilhafte weitere Ausgestaltung der Erfindung
besteht darin, daß lediglich eine mit Schlitzen und Durchbrüchen ver
sehenes Blech vorgesehen ist, das achsparallel am Kopf des Betäti
gungszylinders angebracht ist und vertikal durch entsprechende Schlit
ze der Verriegelungsbolzen gleitet. Die Schlitze der Verriegelungsbol
zen reichen von deren inneren Stirnseite so weit in den jeweiligen Ver
riegelungsbolzen hinein, daß das am Betätigungszylinder befestigte
Blech breitenmäßig bei entriegelten Verriegelungsbolzen, d. h. in deren,
der Stützenachse nahesten, Stellung dazwischen paßt. Steuerbolzen,
welche die Restquerschnitte der inneren Bolzenbereiche und die
Schlitze sowie den Durchbruch des Blechs durchdringen, bewirken
innerhalb dieser geschlossenen Steuerkonturen des Blechs bei Verti
kalbewegung desselben ein Verschieben der Steuerbolzen, d. h. eine
Ent- oder Verriegelung des Stützen-Innenrohres. Weitere Kosten- und
Funktionsvorteile bestehen dann, wenn das beschriebene, die Steue
rung auslösende Blech einen unteren rechtwinklig abgebogenen Schen
kel aufweist und so L-förmig ein einstückiges Element mit einem
horizontalen Befestigungsbereich am Betätigungszylinder und einem
vertikalen Funktionsbereich mit Steuerkonturen darstellt.
Die Erfindung wird anschließend anhand von Zeichnungen erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt, in teils schematischer Form, einer erfin
dungsgemäßen Stütze mit Not-Handbetätigung im ausgefahrenen und
verriegelten Zustand, d. h. in Arbeitsstellung;
Fig. 2 einen Längsschnitt der Stütze entlang der Linie A-A in Fig. 1;
Fig. 3 einen Längsschnitt der Stütze entlang der Linie B-B in Fig. 1 mit
unten daran anschließendem Bereich wie in Fig. 1 dargestellt jedoch im
oben offenen und entriegelten Zustand;
Fig. 4 einen Längsschnitt der Stütze entlang der Linie C-C in Fig. 1
jedoch im oben offenen, eingefahrenen, verriegelten Zustand, wobei im
Bereich X der relevante Verriegelungsbolzen zusätzlich in einer um 90°
gedrehten Ebene, entsprechend der Fig. 1, gezeigt ist und
Fig. 5 einen Querschnitt der Stütze entlang einer Linie D-D in Fig. 1.
Die in Fig. 1 bis 5 gezeigte Stütze 10 weist eine innenliegende Not-
Handbetätigung 36 für den Störfall in Arbeitsstellung auf bestehend aus
einem im oberen Bereich des Stützen-Außenrohres 11 befestigten dün
nem Drahtseil 37, einer Umlenkrolle 38, die am L-förmigen ausgebilde
ten Blech 23 gelagert ist, einer auf dem Achsstab 13 abgelagerten
ortsfesten Umlenkrolle 39 und einem am freien Ende des Drahtseils 37
befestigten Zugring 40, der im Regelfalle d. h. dem ungestörten Betrieb
der Stütze 10 an einem Verhakungsbolzen 41 im Stützen-Außenrohr 11
aufgehängt ist. Die Umlenkrolle 38 stellt nach dem Flaschenzug-Prinzip
eine über der anzuhebenden Masse befindliche sog. lose Rolle dar,
wodurch eine Halbierung der erforderlichen Hubkraft erreicht wird. Die
Länge und Anordnung des Drahtseils 37 sind so abgestimmt, daß das
Drahtseil 37 im angehängten Zustand in der Arbeitsstellung etwa hälftig
die Umlenkrolle 38 umgreift und in Transportstellung der Stütze 10 eine
durchhängende, aufnahmefähige Schlinge, wie in Fig. 4 gezeigt, bildet.
Wird im Störfall nach dem Arbeitseinsatz der Stütze 10 bei abgenom
mener Kappe 20 am abgehängten Zugring 40 anfassend das Drahtseil
37 in einer der Pfeilrichtung e nahen Richtung gezogen erfolgt zu
nächst, wie in Fig. 3 gezeigt, ein Einschieben des Betätigungszylinders
14, d. h. dessen Gehäuse und somit der gesamte Verriegelungsmecha
nismus wird mit Leichtigkeit angehoben wodurch zunächst das Stützen-
Innenrohr 12 entriegelt und dann eingezogen wird. Mit Erreichen der
oberen Endstellung des Stützen-Innenrohres 12 erfolgt dessen Trans
portverriegelung, entsprechend dem pneumatischen Antriebsfall, wie in
der Hauptanmeldung beschrieben. Das Drahtseil 37 wird dann in die
Stütze 10 zurückgeschoben und der Zugring 40 an den Verhakungs
bolzen 41 gehängt somit ist der Not-Handantrieb 36 wieder für einen
etwaigen späteren Störfall einsatzbereit. Für den Fall einer Störung des
Antriebes der Stütze 10 wenn sie sich in Transportstellung befindet ist
am später beschriebenen aktiven Verriegelungsbolzen 30 ein Griffstab
42 angebracht, der nach oben an den Stützenrand ragend die manuelle
Entriegelung des Stützen-Innenrohres 12 ermöglicht. Nach der Not-
Entriegelung in Richtung a sinkt das Stützen-Innenrohr 12 ab und bei
Erreichung der Arbeitsstellung, wo dessen Stop von der Anschlagein
richtung 31 bewirkt wird, erfolgt durch die noch weiter im Fall be
findlichen Massen des Gehäuses des Betätigungszylinders 14, der Ver
riegelungsbolzen 30 usw. die Verschiebung letzterer und damit die
Verriegelung des Stützen-Innenrohres 12 im Stützen-Außenrohr 11.
Stirnseits am Kopf des Betätigungszylinders 14 ist ein L-förmiges Blech
23 angeschraubt, dessen längerer Schenkel in der Achse der Stütze 10
liegend nach oben ragt und die Schlitze 24 sowie den Durchbruch 25,
welcher bei dieser Ausgestaltung unsymmetrisch ist. Die Verriegelungs
bolzen 30 weisen bei spiegelbildlicher Anordnung in ihrer Achse lie
gende Schlitze 43, die von deren inneren Stirnseite ausgehend so tief
sind, daß in der Entriegelungsstellung der Verriegelungsbolzen 30 der
vertikale Schenkel des Blechs 23, dessen Dicke etwas unter der
Schlitzbreite liegt, breitenmäßig zwischen die Enden der aneinander
stehenden Schlitze 43 paßt. Im inneren Endbereich der Verriegelungs
bolzen 30 befinden sich die bei dieser Ausgestaltung von außen, quer in
die Verriegelungsbolzen 30 eingesteckten und verschraubten Steuer
bolzen 44, welche auch die Schlitze 24 bzw. den Durchbruch 25 des
Blechs 23 durchdringen. Die aneinander anschließenden Ränder der
Schlitze 24 und des Durchbruchs 25 bilden im Blech 23 eine ge
schlossene Steuerungskontur und bewirken, wie in der Hauptanmel
dung beschrieben, bei vertikaler Bewegung des Blechs 23 ein Verschie
ben der Verriegelungsbolzen 30 und somit die Ver- oder Entriegelung
des Stützen-Innenrohres 12 im Stützen-Außenrohr 11. Der Durchbruch
25 hat bei dieser Ausgestaltung der Erfindung nur eine schräge Steuer
bahn 28, d. h. nur eine einseitige, nicht schwalbenschwanzförmige Er
weiterung nach unten, wie in der Hauptanmeldung. Dadurch ist zwecks
Verriegelung in der Transportstellung der Stütze 10 von nur einer
vorhandenen Blattfeder 16 auch nur ein Verriegelungsbolzen 30 nach
außen verschiebbar. Bei den relativ geringen beweglichen Massen der
Stütze 10 deren Gewicht in Transportstellung lediglich zu halten sind ist
nur einer, der für die Aufnahme der Stützlast ausgelegten Verriege
lungsbolzen 30 weitaus ausreichend. Damit wird die Ausgestalung sowie
Bedienung der beschriebenen Not-Handbetätigung, nämlich unter Be
nutzung von nur einem bei der Transportverriegelung aktiven, mit einem
Griffstab 42 ausgestatteten Verriegelungsbolzen 30 einfacher bzw. er
leichtert. Hinzu kommt ein wirtschaftlicher Vorteil durch Wegfall einer
Blattfeder 16 und einer Rohr-Wandöffnung 18 im Stützen-Außenrohr 11.
Claims (8)
1. Höhenverstellbare Stütze für Sattelauflieger mit einem ortsfest ange
brachten Außenrohr und einem im Außenrohr längsverschiebbar ange
ordneten Innenrohr nach Patent DE 197 00 459 C2, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Not-Handbetätigung (36) vorhanden ist, die für
den Störfall in Arbeitsstellung der Stütze (10) hauptsächlich ein, am
oberen Bereich des Stützen-Außenrohres (11) befestigtes biegsames
Zugelement aufweist, das mit einem Ende direkt oder indirekt am
Stützen-Innenrohr (12) befestigt ist, womit das Stützen-Innenrohr (12) in
die Transportstellung eingezogen wird und die Not-Handbetätigung für
den Störfall in Transportstellung der Stütze (10) aus einem Griffstab
(42) besteht, der an dem Verriegelungsbolzen (30) angebracht ist und
von Hand dessen Verschiebung ermöglicht, so daß das Stützen-Innen
rohr (12) entriegelt werden und in die Arbeitsstellung ausfahren kann.
2. Stütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Not-
Handbetätigung (36) innenliegend angeordnet ist und aus einem im
oberen Bereich des Stützen-Außenrohres (11) befestigten dünnen Draht
seil (37), einer Umlenkrolle (38), die am Blech (23) als sog. Lose Rolle
gelagert ist, einer auf dem Achsstab (13) abgelagerten Umlenkrolle (39)
sowie einem am freien Ende des Drahtseils (37) befestigten Zugring
(40), der im störungsfreien Betrieb der Stütze (10) an einem Verha
kungsbolzen (41) im Stützen-Außenrohr (11) aufgehängt ist, besteht,
womit in einem manuellen Arbeitsgang hintereinander die Entriegelung
des Stützen-Innenrohres (12) und dessen Verstellung in die Transport
stellung ermöglicht wird.
3. Stütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Betäti
gungszylinder (14), das Blech (23) angebracht ist, das lediglich nur ei
nen nach oben weisenden Bereich besitzt, mit dem es in geschlitzen
Verriegelungsbolzen (30) gleitend diese steuert.
4. Stütze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das am Betä
tigungszylinder (14) befindliche Blech (23) L-förmig abgewinkelt ist, in
seinem vertikalen Schenkel Schlitze (24) sowie einen Durchbruch (25)
aufweist, deren Ränder Steuerbahnen (26), (27) und (28) aufweisen, die
aneinander anschließend eine geschlossene Steuerkontur bilden, wel
che zum Steuern der Verriegelungsbolzen (30) dienen und das Blech
(23) mit seinem horizontalen Bereich auf dem Kopf des Betätigungs
zylinders (14) befestigt ist.
5. Stütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich im
inneren Endbereich der Verriegelungsbolzen (30) quer in diese einge
setzte Steuerbolzen (44) befinden, welche auch die Schlitze (24) bzw.
den Durchbruch (25) des Blechs (23) durchdringen.
6. Stütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zugriff zu
der Not-Handbetätigung (36) und der Handentriegelung z. B. in Form des
Griffstabs (42) bei abgenommener Kappe (20), die mit einem nicht für je
dermann zugänglichen Verschluß ausgestattet ist ermöglicht wird.
7. Stütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Griffelemente
der Not-Handbetätigung (36) oder auch der Handentriegelung durch Öff
nungen der Stütze (10) herausragen und somit zugänglich sind.
8. Stütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von dem
biegsamen Zugelement, beispielsweise einem dünnen Drahtseil (37), der
Not-Handbetätigung (36) in Funktion ein Teil seiner Länge aus der Stütze
(10) herausgezogen wird.
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