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DE19705965A1 - Physikalisches Verfahren zur Beseitigung von technischen Carbonatinkrustationen (Kesselstein) - Google Patents

Physikalisches Verfahren zur Beseitigung von technischen Carbonatinkrustationen (Kesselstein)

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Publication number
DE19705965A1
DE19705965A1 DE1997105965 DE19705965A DE19705965A1 DE 19705965 A1 DE19705965 A1 DE 19705965A1 DE 1997105965 DE1997105965 DE 1997105965 DE 19705965 A DE19705965 A DE 19705965A DE 19705965 A1 DE19705965 A1 DE 19705965A1
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DE
Germany
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water
electrodes
pipe systems
pipe
leads
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Withdrawn
Application number
DE1997105965
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English (en)
Inventor
Kai Dr Rer Nat Zeppenfeld
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Original Assignee
Individual
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/46Treatment of water, waste water, or sewage by electrochemical methods
    • C02F1/4602Treatment of water, waste water, or sewage by electrochemical methods for prevention or elimination of deposits

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Water Treatment By Electricity Or Magnetism (AREA)

Description

Kesselsteinbildungen bzw. Kalkablagerungen in Rohrsystemen, industriellen Anlagen sowie in wasserverbrauchenden Haushaltsgeräten stellen immer noch ein großes Problem dar. Ein Verlust der Funktionstauglichkeit von Rohrleitungen und Absperrorganen sowie zu großer Energieaufwand für den Wassertransport, Verschlechterung des Wärmedurchgangs mit Minderung der Wirtschaftlichkeit bis hin zur Zerstörung der Anlagen seien einige beispielhaft zu nennende Schwierigkeiten. Seit Jahrzehnten werden auf dem Markt verstärkt "physikalische" Wasserbehandlungsgeräte angeboten, die Kalkinkrustationen in wasserführenden Systemen verringern und vermeiden sollen. Nach Angaben der Hersteller beruht die Wirkung solcher Geräte auf einem Einfluß elektrischer bzw. magnetischer Felder, welche eine Kristallisation verhindern sollen. Dabei sollen Vorgänge, die im Vorfeld einer Kalkabscheidung stattfinden, beeinflußt werden, so daß diese unterdrückt wird.
Es existieren zahlreiche Veröffentlichungen und Erklärungsversuche, in denen über die Beeinflussung magnetischer Felder auf die Wasserstruktur, oder über den Einfluß elektromagnetischer Felder auf die Modifikation der gebildeten Kalkabscheidung berichtet wird. Dabei wird deutlich, daß weder in der Literatur noch in den technischen Unterlagen der Hersteller eine physikalisch oder chemisch nachvollziehbare Wirkungsweise der oben beschriebenen Wasserbehandlungsgeräte gegeben wird. Daher war eine wissenschaftliche Beurteilung und ein genereller Einsatz dieser Geräte bisher nicht gegeben.
Es wird ein verbessertes Verfahren zur Beseitigung von vorhandenen Kesselsteininkrustationen in Rohrleitungen, wasserverbrauchenden Haushaltsgeräten und industriellen Anlagen vorgeschlagen. Das dem verkalkten System vorgeschaltete Gerät besteht aus zwei elektrolytisch innerten Platinelektroden, oder aus zwei mit Rutheniumoxid beschichteten Titanelektroden, deren Abstand 10 mm beträgt; von den Elektroden dient eine als Kathode (1), die andere als Anode (2). Mit Hilfe einer Spannungsquelle (3) wird an die Elektroden eine kontinuierliche Gleichspannung von 6.0 bis 12.0 Volt angelegt. Die Kathode ist von einer, nur für Ionen und Wassermoleküle durchlässigen Membran (4) umgeben, um den entstehenden Wasserstoff abzuführen. Die Elektroden sind in ein zylindrisches Rohr (5) fest installiert, welches durch flachdichtende Verschraubungen (6) in ein verkalktes Rohrsystem eingebaut werden kann.
Durch die Elektrolyse wird das fließende Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. An der negativen Elektrode (Kathode) werden Protonen zu Wasserstoff entladen und an der positiven Elektrode (Anode) wird Sauerstoff abgeschieden:
Kathode: 2 H2O + 2 e⁻ → H2 + 2 OH⁻
Anode: 2 H2O → O2 + 4H⁺ + 4 e⁻
Durch die Elektrolyse wird in kurzer Zeit die thermodynamisch stabile Calcitmodifikation ausgefällt. Ursache für die beobachtete CaCO3-Abscheidung ist die kathodische OH⁻-Bildung, wobei örtlich eine Kalkübersättigung des Wassers erreicht und Calcit abgeschieden wird:
Ca2⁺ + HCO3- + OH⁻ ↔ CaCO3 + H2O
Bei den sich auf dem Markt befindlichen "elektrischen" Wasserbehandlungsanlagen werden folglich nicht, wie die Hersteller angeben, Kristallisationsvorgänge unterdrückt, sondern es tritt im "Wasserbehandlungsgerät" eine verstärkte CaCO3-Kristallkeimbildung auf. Folglich verringert sich die Ca2⁺-Ionenkonzentration in dem dem Wasserbehandlungsgerät folgenden Rohrsystem.
Der Prozeß der Kesselsteinbildung an Rohrinnenwänden verläuft wesentlich langsamer als die Calcitbildung durch die Elektrolyse. Weiterhin sind Kesselsteininkrustationen schlecht kristallisiert, oft amorph, oder sie bestehen aus der Aragonitmodifikation. Neben carbonatischen können, abhängig von der jeweiligen Wasserzusammensetzung, auch sulfatische, silicatische, oxidische und oxihydratische Ablagerungen auftreten. Solche Inkrustationen sind in mit CaCO3-gesättigtem Wasser oft leichter löslich als die durch das oben beschriebene Verfahren gebildeten gut kristallisierten und stabilen Calcitkristalle. Die Folge des erzeugten Ca2⁺-Konzentrationsgradienten wäre nun eine sich über einen längeren Zeitraum erstreckende Auflösung der bereits vorhandenen Kesselsteinablagerungen in Rohrsystemen und wasserverbrauchenden Anlagen.

Claims (1)

  1. Es wird ein physikalisches Verfahren zur Beseitigung von Kesselsteininkrustationen in wasserführenden Rohrsystemen vorgeschlagen, bei dem das Wasser durch eine elektrolytische Zelle fließt. Diese ist dadurch gekennzeichnet, daß zwei Platinelektroden bzw. zwei mit Rutheniumoxid beschichtete Titanelektroden verwendet werden, die elektrolytisch innert sind und durch naszierendes Chlor nicht angegriffen werden, die angelegten Gleichspannungen sind größer als die Zersetzungsspannung des Wassers; dieses führt zu großen kathodisch gebildeten OH⁻-Konzentrationen und folglich zu einer örtlichen stabilen Calcitkristallbildung. Aufgrund des resultierenden Ca2⁺-Konzentrationsgradienten kommt es in dem dem Gerät folgendem Rohrsystem zur langsamen Auflösung der instabileren Carbonatinkrustationen.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1125895A1 (de) * 2000-02-18 2001-08-22 CWW Vermögensverwaltungs GmbH Verfahren sowie Vorrichtung zur Verhütung von Wasserstein in wasserführenden Systemen
GB2384536A (en) * 2001-11-22 2003-07-30 V A Heating Ltd Scale inhibiting apparatus
WO2025169242A1 (en) * 2024-02-09 2025-08-14 Senco Water Technologies Private Limited A method, system and device for disintegration of hardness and scale forming molecules from hard water using non sacrificing electrodes and a method for collecting the scale particles for periodic disposal / removal

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