DE19703631A1 - Preßmantel für eine Preßvorrichtung - Google Patents
Preßmantel für eine PreßvorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Preßbahn für eine
Preßvorrichtung zur Behandlung einer Materialbahn, insbeson
dere einen Preßmantel zur Entwässerung einer Papierbahn in
einem Preßspalt einer Papiermaschine, mit einer Schicht aus
elastomerem Material, in der als Verstärkung neben einer Lage
mit quer zur Bahnlaufrichtung verlaufenden Fäden mindestens
eine weitere Lage mit Verstärkungsfäden vorhanden ist.
Preßmäntel der genannten Art werden für Preßvorrichtungen
eingesetzt, bei denen gegen eine starre Gegenwalze ein um ei
nen starren Träger umlaufender flexibler Preßmantel gepreßt
wird. Durch den zwischen diesem flexiblen Preßmantel und der
starren Gegenwalze gebildeten Preßspalt wird eine Material
bahn zur Behandlung hindurchgeführt, beispielsweise eine zu
entwässernde Papierbahn. Die Flexibilität des Preßmantels er
möglicht dabei auch die Verwendung von konkav geformten
Druckschuhen in einer sogenannten Langspaltpresse.
Beim Betrieb einer solchen Preßvorrichtung ist der Preßmantel
erheblichen Kräften ausgesetzt, unter anderem starken Zug
kräften in Umfangsrichtung des Preßmantels. Um diese Kräfte
trotz der Flexibilität des Preßmantels aufnehmen zu können
und eine Zerstörung des Preßmantels zu vermeiden oder hinaus
zuzögern, sind in dem flexiblen Mantelmaterial eingebettete
Verstärkungsfäden vorgesehen.
Bei bekannten Preßmänteln der genannten Art sind mindestens
zwei Lagen aus nebeneinander angeordneten Verstärkungsfäden
vorgesehen, die sich in der einen Lage quer zur Bahnlaufrich
tung und in der anderen Lage in Bahnlaufrichtung erstrecken.
Damit ist bereits in den meisten Fällen eine weitgehend zu
friedenstellende Verstärkung des Preßmantels erreichbar. Je
doch können hiermit noch nicht alle auftretenden Kräfte in
ausreichendem Maße aufgenommen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Preßmantel
der eingangs genannten Art anzugeben, dessen Festigkeit wei
ter verbessert ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß mindestens eine weite
re Lage von Verstärkungsfäden vorhanden ist, die unter einem
Neigungswinkel zur Laufrichtung des Preßbandes geneigt ver
laufen.
Durch diese zusätzliche Lage von geneigten Verstärkungsfäden
wird die Aufnahme von Torsionsmomenten im Preßmantel ermög
licht. Der erfindungsgemäße Preßmantel weist daher gegenüber
bekannten Preßmänteln eine verbesserte Festigkeit und damit
eine erhöhte Lebensdauer auf. Auch ist es dadurch möglich,
den Preßmantel mit höheren Geschwindigkeiten oder größeren
Preßkräften einzusetzen als bekannte Preßmäntel.
Der Neigungswinkel der Verstärkungsfäden beträgt bevorzugt
zwischen circa 10° und circa 80° zur Laufrichtung des Preß
bandes, insbesondere circa 45°. Eine derartige Neigung ist
zur Aufnahme von Torsionsmomenten besonders geeignet.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind minde
stens zwei Lagen mit zur Laufrichtung geneigten Verstärkungs
fäden vorhanden, wobei die Verstärkungsfäden der beiden Lagen
zur Bahnlaufrichtung untereinander gegensinnig geneigt sind.
Diese Ausgestaltung ist besonders vorteilhaft zur Aufnahme
aller möglichen auftretenden Torsionsmomente. Durch die be
sondere Anordnung entsteht ein Kreuzverbund, der zusammen mit
den in Bahnlaufrichtung und quer zur Bahnlaufrichtung verlau
fenden Verstärkungsfäden eine sehr hohe Festigkeit des Preß
mantels ergibt. Bevorzugt weisen die Neigungswinkel der bei
den Lagen mit geneigten Verstärkungsfäden untereinander vom
Betrag her gleiche Neigungswinkel auf. Dadurch wird eine un
gleiche Belastung des Preßmantels vermieden.
Nach weiteren Ausgestaltungen der Erfindung können die Fäden
der radial innersten Lage entweder quer zur Laufrichtung des
Preßmantels oder aber in Laufrichtung des Preßmantels verlau
fen. Die Anordnung kann also beispielsweise so sein, daß auf
eine innerste Lage mit quer zur Laufrichtung verlaufenden
Verstärkungsfäden eine Lage mit in Laufrichtung verlaufenden
Verstärkungsfäden und darauf eine oder zwei Lagen mit zur
Laufrichtung geneigten Verstärkungsfäden folgt. Oder die An
ordnung ist derart, daß auf eine innerste Lage mit in Lauf
richtung verlaufenden Fäden eine Lage mit quer zur Laufrich
tung verlaufenden Fäden und darauf wieder mindestens eine La
ge mit zur Laufrichtung geneigten Fäden folgt. Andererseits
ist es aber auch möglich, eine Lage mit zur Laufrichtung ge
neigten Fäden als innerste Lage vorzusehen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Dicke
der Verstärkungsfäden zur Erzielung einer gewünschten Festig
keit des Preßmantels in mindestens zwei Lagen in dem Rahmen
reduziert, wie die Zugfestigkeit des Preßmantels bei gleicher
Fadendichte durch das Vorsehen von zwei anstatt einer Lage
erhöht ist. Dieser Ausgestaltung liegt der Gedanke zugrunde,
daß das Vorsehen einer zusätzlichen Lage mit Verstärkungsfä
den nicht nur dazu verwendet werden kann, die Festigkeit des
Preßmantels absolut zu erhöhen, sondern auch dazu, die Ein
bindung der Verstärkungsfäden in dem elastomeren Material zu
verbessern und dadurch die Haltbarkeit des Preßmantels als
solches zu verbessern. Durch die Verwendung von Verstärkungs
fäden geringerer Dicke in zwei Lagen gegenüber einer Lage mit
entsprechend dickeren Fäden wird nämlich die Gesamtoberfläche
der Fäden vergrößert und dadurch die Haftung in dem elastome
ren Material verbessert. Bei gleicher Fadendichte, also glei
cher Fadenzahl bzw. Windungszahl pro Lage kann also durch das
Vorsehen von zwei Lagen anstelle von einer Lage eine höhere
Haltbarkeit des Preßmantels erreicht werden. Die mögliche Re
duzierung der Fadendicke bei zwei Lagen muß dabei nicht völ
lig ausgeschöpft werden, so daß zugleich neben einer verbes
serten Haftung auch eine erhöhte Festigkeit erreichbar ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dar
gestellt und werden nachfolgend beschrieben. Es zeigen, je
weils in schematischer Darstellung,
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt einer ersten
Variante eines erfindungsgemäßen Preßmantels,
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt einer zweiten
Variante eines erfindungsgemäßen Preßmantels,
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt einer dritten
Variante eines erfindungsgemäßen Preßmantels,
Fig. 4 einen Querschnitt durch einen Teil einer vierten
Variante eines erfindungsgemäßen Preßmantels und
Fig. 5 einen Querschnitt durch einen Teil einer fünften
Variante eines erfindungsgemäßen Preßmantels.
Der in Fig. 1 im Ausschnitt dargestellte Preßmantel, dessen
Laufrichtung mit Pfeil I angegeben ist, umfaßt in einer
Schicht 1 aus elastomerem Material eine radial innerste Lage
mit quer zur Laufrichtung I verlaufenden Verstärkungsfäden 2,
eine darüber angeordnete Lage mit in Laufrichtung verlaufen
den Verstärkungsfäden 3 sowie eine radial äußerste Lage mit
Verstärkungsfäden 4, die zur Laufrichtung I unter einem Nei
gungswinkel von circa 45° geneigt sind. Der Preßmantel kann
im übrigen in üblicher Weise aufgebaut sein.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Preßmantel, welcher ebenfalls
eine Schicht 1 aus elastomerem Material aufweist, verlaufen
die Fäden 2 und 3 der radial innersten Lage und der darüber
angeordneten Lage in derselben Weise wie bei der Variante von
Fig. 1. Die Fäden 4 der radial äußersten Lage verlaufen auch
hier unter einem Neigungswinkel von circa 45° zur Laufrich
tung I des Preßmantels, wobei die Neigungsrichtung zu derje
nigen der Variante von Fig. I jedoch gegensinnig ist.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Variante umfaßt der Preßman
tel in der Schicht 1 aus elastomerem Material neben einer ra
dial innersten Lage mit quer zur Laufrichtung I verlaufenden
Fäden 2 und einer darüber angeordneten Lage mit in Laufrich
tung I verlaufenden Fäden 3 zwei weitere Lagen mit Verstär
kungsfäden 4 und 5, die jeweils unter einem Neigungswinkel
von circa 45° zur Laufrichtung I des Preßmantels geneigt ver
laufen. Die Neigungsrichtung der Fäden 4 und 5 ist unter den
beiden Lagen jedoch gegensinnig, so daß sich zwischen den
beiden Lagen etwa unter einem Winkel von 90° gekreuzte Ver
stärkungsfäden 4, 5 ergeben. Insgesamt ergibt sich damit eine
sehr dichte Struktur aus Verstärkungsfäden 2, 3, 4 und 5, die
die bei Preßmänteln auftretenden Kräfte und Momente weitge
hend vollständig aufnehmen können. Ein derart aufgebauter
Preßmantel weist daher eine besonders hohe Festigkeit und
Stabilität auf.
Die beiden in den Fig. 4 und 5 dargestellten Varianten des
erfindungsgemäßen Preßmantels sollen verdeutlichen, daß die
der radialen Innenseite 6 benachbarte Lage sowohl, wie in
Fig. 4 dargestellt, durch quer zur Laufrichtung I verlaufende
Fäden 2 als auch, wie in Fig. 5 dargestellt, durch in Lauf
richtung I verlaufende Fäden 3 gebildet sein kann. Die der
radialen Außenseite 7 benachbarten Lagen können insbesondere
zur Laufrichtung I geneigte Fäden 4 umfassen. Ebenso ist es
möglich, daß die radial innerste Lage durch zur Laufrichtung
geneigte Fäden 4 gebildet wird, was vorliegend jedoch nicht
dargestellt ist. Ebensowenig dargestellt ist eine weitere
Möglichkeit, wonach neben einer Lage mit quer zur Laufrich
tung I verlaufenden Fäden 2 nur zwei Lagen mit zur Laufrich
tung I geneigten Fäden 4, 5 vorhanden sind.
Schließlich können die Verstärkungsfäden, insbesondere die
Verstärkungsfäden 3, 4 und 5 eine reduzierte Dicke aufweisen,
das heißt, sie können im Querschnitt so weit verringert sein,
wie es eine gewünschte Festigkeit des Preßmantels aufgrund
des Vorhandenseins der zusätzlichen Lagen mit Verstärkungsfä
den 4, 5 zuläßt. Diese Möglichkeit ist auch dann gegeben,
wenn ausschließlich in Laufrichtung I und quer zur Laufrich
tung I verlaufende Verstärkungsfäden 2 und 3 vorhanden sind,
und zwar auch bezüglich der quer zur Laufrichtung I verlau
fenden Fäden 2, wenn hier eine entsprechende zweite Lage mit
quer zur Laufrichtung I verlaufenden Fäden vorgesehen ist.
Die dadurch erhöhte Gesamtoberfläche der Verstärkungsfäden 2,
3, 4 und 5 führt zu einer verbesserten Haftung der Verstär
kungsfäden im elastomeren Material des Preßmantels.
1
Elastomere Schicht
2
Verstärkungsfaden
3
Verstärkungsfaden
4
Verstärkungsfaden
5
Verstärkungsfaden
6
Innenseite von
1
7
Außenseite von
1
I Laufrichtung
Claims (8)
1. Preßbahn für eine Preßvorrichtung zur Behandlung einer
Materialbahn, insbesondere Preßmantel zur Entwässerung
einer Papierbahn in einem Preßspalt einer Papiermaschi
ne, mit einer Schicht (1) aus elastomerem Material, in
welcher als Verstärkung neben einer Lage mit quer zur
Laufrichtung (I) des Preßmantels verlaufenden Fäden (2)
mindestens eine weitere Lage mit Verstärkungsfäden (3,
4, 5) vorhanden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine weitere Lage mit Verstärkungsfäden
(4, 5) vorhanden ist, die unter einem Winkel zur Lauf
richtung (I) des Preßmantels geneigt verlaufen.
2. Preßmantel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Neigungswinkel zwischen circa 10° und circa 80°,
bevorzugt circa 45° beträgt.
3. Preßmantel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens zwei weitere Lagen von zur Laufrichtung
(I) geneigt verlaufenden Verstärkungsfäden (4, 5) vor
handen sind, und daß die Verstärkungsfäden (4, 5) der
beiden Lagen zur Laufrichtung (I) des Preßmantels gegen
sinnig geneigt sind.
4. Preßmantel nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Neigungswinkel der gegensinnig geneigten Ver
stärkungsfäden (4, 5) vom Betrag untereinander im we
sentlichen gleich sind.
5. Preßmantel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstärkungsfäden (2) der radial innersten Lage
quer zur Laufrichtung (I) des Preßmantels verlaufen.
6. Preßmantel nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstärkungsfäden (3) der radial innersten Lage
im wesentlichen in Laufrichtung (I) des Preßmantels ver
laufen.
7. Preßmantel nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstärkungsfäden der radial innersten Lage un
ter einem Neigungswinkel zur Laufrichtung (I) des Preß
mantels geneigt verlaufen.
8. Preßmantel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke der Verstärkungsfäden (4, 5) zur Erzielung
einer gewünschten Festigkeit des Preßmantels in minde
stens zwei Lagen in dem Rahmen reduziert ist, wie die
Zugfestigkeit des Preßmantels bei gleicher Fadendichte
durch das Vorsehen von zwei anstatt einer Lage erhöht
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997103631 DE19703631A1 (de) | 1997-01-31 | 1997-01-31 | Preßmantel für eine Preßvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997103631 DE19703631A1 (de) | 1997-01-31 | 1997-01-31 | Preßmantel für eine Preßvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19703631A1 true DE19703631A1 (de) | 1998-08-06 |
Family
ID=7818937
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE1997103631 Withdrawn DE19703631A1 (de) | 1997-01-31 | 1997-01-31 | Preßmantel für eine Preßvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19703631A1 (de) |
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- 1997-01-31 DE DE1997103631 patent/DE19703631A1/de not_active Withdrawn
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