DE19702682A1 - Achs- und/oder Winkelversatz ausgleichender Antriebsverbindung - Google Patents
Achs- und/oder Winkelversatz ausgleichender AntriebsverbindungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Achs- und/oder Winkelversatz
ausgleichende Antriebsverbindung zwischen einer elastisch
gelagerten Verbrennungskraftmaschine als Antrieb für
insbesondere ein Nutzfahrzeug und einem nachgeschalteten
Getriebe, bestehend aus einem am Schwungrad der Verbrennungs
kraftmaschine befestigten Drehschwingungsdämpfer mit einem
abtriebsseitigen Kupplungsglied und einer damit in drehfester
Verbindung stehenden Welle.
Bei Nutzfahrzeugen, wie z. B. Ackerschlepper, die in Halb
rahmenbauweise aufgebaut sind, ist der Antriebsmotor, in der
Regel eine Diesel-Verbrennungskraftmaschine, elastisch auf
einem Rahmen gelagert, der am Getriebegehäuse angeflanscht ist.
Der Antriebsmotor und das Getriebegehäuse sind im Abstand
voneinander angeordnet, um Raum zur Verfügung zu stellen für an
der Stirnseite des Getriebegehäuses angeflanschte
Nebenabtriebe, wie z. B. Hydropumpen, die Drucköl für den
Kraftheber, die Lenkeinrichtung und Getriebeschmierung liefern.
Um Achs- und Winkelversatz zwischen Motorausgangswelle und
Getriebeeingangswelle auszugleichen, erfolgt die Kraftübertra
gung vom Antriebsmotor zum Getriebe über eine Gelenkwelle mit
Längenausgleich, die über großflächige Flansche mit der Motor
ausgangswelle und der Getriebeeingangswelle gekuppelt sind
(siehe DE 38 34 919 A1). Wegen des Platzbedarfes dieser
Flanschverbindungen können die erwähnten Hydropumpen nicht so
nahe beieinander angeordnet werden, wie dies ihre
Außenabmessungen eigentlich zuließen. Um den Abstand zu
überbrücken, sind im Getriebe größere Pumpenantriebszahnräder
erforderlich, die wiederum die Breite des Getriebegehäuses in
unerwünschter Weise vergrößern.
Mit dem erhöhten Platzbedarf der Hydropumpen geht außerdem eine
entsprechende Verbreiterung des Halbrahmens einher, die
ebenfalls höchst unerwünscht ist, da hierdurch die Größe des
Einschlagwinkels der gelenkten Vorderräder eingeschränkt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Antriebsverbindung der
Eingangs beschriebenen Art zu schaffen, die es gestattet, die
Hydropumpen in größerer Nähe zur Getriebeeingangswelle
anzuordnen als bisher, um die Breitenabmessungen sowohl des
Getriebegehäuses als auch die des Halbrahmens zu verringern.
Die Lösung dieser Aufgabe wird darin erblickt, daß
- a) die Welle in ihrem einen Endbereich bei einer Einstecklänge L über eine steckbare Bogenverzahnung mit der Eingangswelle des Getriebes drehfest verbunden und in dieser Betriebsposi tion axial festgelegt ist,
- b) der brennkraftmaschinenseitige Endbereich der Welle in der Betriebsposition über eine Kugelfläche zentrisch gelagert ist und
- c) der Welle in ihrem brennkraftmaschinenseitigen Endbereich ein derartiger Freiraum zugeordnet ist, daß sie nach dem Aufheben ihrer axialen Festlegung aus ihrer Betriebsposition zumindest über die Strecke L in Richtung auf die Brennkraftmaschine verschiebbar ist.
Eine solche Antriebsverbindung ermöglicht nicht nur eine
kompaktere Bauweise des gesamten Schlepperrumpfes, sondern ist
infolge Ersatz der teuren Gelenkwelle durch einfach zu
fertigende Welle und wenige andere Teile erheblich
kostengünstiger. Vor allem ist aber die Montage und Demontage
der Antriebsverbindung in kürzerer Zeit, mühelos und ohne
Fehlmontage durchzuführen, weil hierfür im wesentlichen ein
Steckvorgang mit der Welle genügt.
Eine bezüglich Montage und Demontage der Antriebsverbindung
einfachste und schnellste Ausführungsform zeichnet sich dadurch
aus, daß die drehfeste Verbindung zwischen dem abtriebsseitigen
Kupplungsglied und der Welle durch eine Verzahnung realisiert
ist, wobei das Kupplungsglied mit einer Geradverzahnung und
eine Nabe der Welle mit einer Bogenverzahnung versehen ist.
Damit die Nabe bei höheren Antriebsdrehzahlen keine radiale
Auslenkung erfährt, ist im Bereich der Nabe die Welle im
freien, kugelförmig ausgebildeten Endbereich eines am
Schwungrad der Brennkraftmaschine befestigten Lagerzapfens
gelagert, der im Anschluß an den Lagerbereich über zumindest
die Länge L gegenüber dem Durchmesser des Lagerbereiches
verjüngt ist.
Bei einer demgegenüber kostengünstigeren Ausführungsform ist
zur drehfesten Verbindung zwischen dem abtriebsseitigen
Kupplungsglied und der Welle eine drehfest auf der Welle
befestigte Nabe mit dem Kupplungsglied verschraubt, wobei die
Nabe an der der Brennkraftmaschine zugewandten Seite am
Kupplungsglied anliegt.
Damit die Nabe bei höheren Antriebsdrehzahlen keine radiale
Auslenkung erfährt, ist der brennkraftmaschinenseitige
Endbereich der Welle kugelförmig ausgebildet und in der
Betriebsposition in einen an der Schwungscheibe befestigten
Lagerring gelagert, wobei der Wellenteil zwischen der Nabe und
dem kugelförmigen Lagerbereich zumindest die Länge L aufweist
und gegenüber dem Durchmesser des Lagerbereiches verjüngt ist.
Zur Erlangung einer zuverlässigen Abdichtung des getriebesei
tigen, druckölbeaufschlagten Bereiches der Bogenverzahnung ist
dieser Bereich mittels einer Dichtung mit Z-förmigem
Querschnitt abgedichtet.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand einer Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem
die Kraftübertragung vom Drehschwingungsdämpfer
zur Welle über eine Bogenverzahnung erfolgt,
Fig. 2 die Einzelheit X in Fig. 1,
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei
dem die Kraftübertragung vom Drehschwingungsdämpfer
zur Welle über eine Verschraubung der Nabe erfolgt und
Fig. 4 eine Ansicht der Nabe in Richtung des Pfeils A in
Fig. 3.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist vom Antriebsmotor eines
Nutzfahrzeuges lediglich das Schwungrad 1 erkennbar. An dem
Schwungrad 1 ist mittels Schrauben 2 ein Drehschwingungsdämpfer
3 angeflanscht, dessen abtriebsseitiges Kupplungsglied 4 eine
Innenverzahnung 4a aufweist. In die Innenverzahnung greift eine
äußere, ballige Bogenverzahnung 5a einer Nabe 5 ein, die
mittels Keilverzahnung 5b drehfest und einer Schraube 6
biegesteif mit einer Welle 7 verbunden ist. Diese besitzt in
ihrem freien, dem Schwungrad 1 abgewandten Endbereich außen
eine ebenfalls ballige Bogenverzahnung 7a, die in eine
Innenverzahnung 8a der Eingangswelle 8 eines Getriebes 9
eingreift, wobei ihre Eintauchtiefe in die Eingangswelle 8
durch das Maß L gegeben ist. Mittels eines Stützringes 10 und
Sicherungsringes 11 ist die Welle 7 in dieser Position axial
gegenüber der Eingangswelle 8 festgelegt.
In geringem Abstand zur Eindringstelle der Welle 7 in das
Getriebe 9 sind zwei Pumpen 12, 13 am Gehäuse des Getriebes 9
angeflanscht, die das für den Betrieb von bordeigenen
Hydraulikverbrauchern, wie z. B. der Lenkeinrichtung oder - bei
Ackerschleppern - des Krafthebers, benötigte Drucköl liefern.
Angetrieben werden die Pumpen 12,13 von der Eingangswelle 8
über Zahnräder 14 bzw. 15.
Damit die Welle 7 unter allen Betriebsbedingungen zentrisch
geführt ist, - eine Aufgabe, die der verhältnismäßig weiche
Drehschwingungsdämpfers 3 nicht übernehmen kann - stützt sich
die Nabe 5 über einen Lagerring 16 auf einem am Schwungrad 1
angeflanschten Zapfen 17 ab. Dieser ist im endseitig gelegenen
Lagerbereich 17a kugelförmig gestaltet, dagegen im dahinter
liegenden Bereich 17b zylindrisch ausgebildet, wobei der
zylindrische Bereich 17b einen geringeren Durchmesser aufweist
als der Lagerbereich 17a und sich über eine Länge L1 < L
erstreckt. Im übrigen ist der den zylindrischen Bereich 17b
umgebende Bauraum von weiteren Bauteilen freigehalten. Die den
Lagerring 16 aufnehmende Nabenbohrung 5c weist ebenfalls eine
effektive Tiefe L1 < Maß L auf, so daß die Welle 7 mitsamt der
Nabe 5 nach dem Lösen der axialen Festlegung aus der in der
Zeichnung dargestellten Betriebsposition, in der der Kraftfluß
vom Antriebsmotor über den Drehschwingungsdämpfer 3, die Nabe 5
und die Welle 7 zum Getriebe 9 geschlossen ist, um mindestens
das Maß L nach links verschoben werden kann. Da in diesem Fall
das getriebeseitige Ende der Welle 7 vollständig aus der
Eingangswelle 8 des Getriebes 9 herausbewegt ist, kann der
getriebeseitige Endbereich der Welle 7 aus der direkten
Verbindungslinie Zapfen 5 - Eingangswelle 8 ausgeschwenkt und
die Nabe 5 durch die Verzahnung des Kupplungsgliedes 4
herausbewegt werden, was wegen der balligen Bogenverzahnung 5a
der Nabe 5 ohne weiteres möglich ist. Auf diese Weise ist die
Antriebsverbindung leicht und schnell zu demontieren, oder - bei
umgekehrtem Vorgehen - zu montieren.
Die beschriebene Antriebsverbindung stellt mit den Verzahnungen
der Nabe 5 und der Welle 7 zwei Gelenkstellen zur Verfügung, in
denen nicht zu große Achs- und Winkelversätze ausgeglichen und
aus den Schwingungen des Antriebsmotors herrührende Bewegungen
aufgenommen werden, ohne diese in das Getriebe weiterzuleiten.
Um bei derartigen Zahneingriffen die Bildung von sog. Passungs
rost zu vermeiden ist die Verzahnung 7a der Welle 7 über die
Leitung 18 druckölgeschmiert, wobei der druckölbeaufschlagte
Bereich, wie aus Fig. 2 ersichtlich, mittels eines
Profildichtringes 19 mit Z-förmigem Querschnitt nach außen
abgedichtet ist. Der innere 19a und der äußere Ring 19b dieses
Profildichtringes liegt fest an der Welle 7 bzw. der
Eingangswelle 8 an, während die Relativbewegungen der Welle 7
von dem schräg verlaufenden Steg 19c zwischen den Ringen 19a
und 19b aufgenommen werden. Demgegenüber ist zur Vermeidung von
Passungsrost das Kupplungsglied 4, das nicht effektiv
geschmiert werden kann, in Kunststoff ausgeführt.
Die Antriebsverbindung gemäß Fig. 3 unterscheidet sich von der
vorbeschriebenen im wesentlichen nur durch die Ausbildung der
Nabe 20 und der brennkraftmaschinenseitigen Lagerung der Welle
21.
Die Nabe 20 ist dabei mittels einer Keilverzahnung 20a und
Sicherungsringen 22 drehfest und axial unverschiebbar auf einem
verdickten, einen Abstand < Maß L zum antriebsseitigen Ende
aufweisenden Wellenabschnitt angeordnet. In ihrem äußeren
Randbereich besitzt die Nabe 20 eine Vielzahl Augen 20b, die
durch Zwischenräume, die breiter sind als die Augen,
voneinander getrennt sind. In jedem Auge 20b befindet sich auf
einem Teilkreis eine Gewindebohrung 20c. Dementsprechend weist
das Kupplungsglied 23 des Drehschwingungsdämpfers 24 in seinem
inneren Randbereich eine gleiche Anzahl nach innen gerichteter
Lappen 23a mit je einer Durchgangsbohrung 23b auf, die auf einem
gleich großen Teilkreis wie die Gewindebohrungen 20c liegen.
Die Breite der Lappen 23a entspricht der der Augen 20b, so daß
in der in Fig. 4 wiedergegebenen Relativstellung der Nabe 20
zum Kupplungsglied 23 ein Durchführen der Nabe 20 durch das
Kupplungsglied 23 zum Zweck der Montage oder Demontage der
Antriebsverbindung keine Probleme bereitet.
In der in Fig. 2 gezeigten Betriebsposition ist die Nabe 20 mit
ihrem Absatz 20d im Kupplungsglied 23 zentriert und so in
Drehrichtung ausgerichtet, daß die Bohrungen in den Augen 20b
bzw. in den Lappen 23a miteinander fluchten. In dieser Lage
sind Nabe 20 und Kupplungsglied 23 mittels Schrauben 25
miteinander verbunden.
Eine zentrische Führung der Welle 21, die auch hier vom
Drehschwingungsdämpfer 24 nicht übernommen werden kann, erfolgt
durch eine an dem Schwungrad 26 angeordnete Lagerbüchse 27, in
der der kugelförmig ausgestaltete, im Durchmesser nur
geringfügig kleiner als der Nabensitz ausgelegte Endbereich 21a
der Welle 21 gelagert ist. Auch hier ist der Wellenabschnitt
21b zwischen dem Nabensitz und dem Endbereich 21a mit
wesentlich geringerem Durchmesser ausgeführt, so daß in
Verbindung mit einer Erweiterung der Lagerbüchse 27 hinter der
Lagerstelle eine einfache Montage und Demontage der Welle 21
möglich ist.
Claims (6)
1. Achs- und/oder Winkelversatz ausgleichende
Antriebsverbindung zwischen einer elastisch gelagerten
Verbrennungskraftmaschine als Antrieb für insbesondere ein
Nutzfahrzeug und einem nachgeschalteten Getriebe, bestehend aus
einem am Schwungrad (1, 26) der Verbrennungskraftmaschine
befestigten Drehschwingungsdämpfer (3, 24) mit einem
abtriebsseitigen Kupplungsglied (4, 23) und einer damit in
drehfester Verbindung stehenden Welle (7, 21),
dadurch gekennzeichnet,
daß
- a) die Welle (7, 21) in ihrem einen Endbereich bei einer Einstecklänge (L) über eine steckbare, ballige Bogenverzahnung, (7a) mit der Eingangswelle (8) des Getriebes (9) drehfest verbunden und in dieser Betriebsposition axial festgelegt ist,
- b) der brennkraftmaschinenseitige Endbereich der Welle (7, 21) in der Betriebsposition über eine Kugelfläche zentrisch gelagert ist und
- c) der Welle (7, 21) in ihrem brennkraftmaschinenseitigen Endbereich ein derartiger Freiraum zugeordnet ist, daß sie nach dem Aufheben ihrer axialen Festlegung aus ihrer Betriebsposition zumindest über die Strecke (L) in Richtung auf die Brennkraftmaschine verschiebbar ist.
2. Antriebsverbindung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die drehfeste Verbindung zwischen dem abtriebsseitigen
Kupplungsglied (4) und der Welle (7) durch eine Verzahnung
realisiert ist, wobei das Kupplungsglied (4) mit einer geraden
Innenverzahnung (4a) und eine drehfest mit der Welle (7)
verbundene Nabe (5) mit einer balligen Bogenverzahnung (5a)
versehen ist.
3. Antriebsverbindung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle (7) im Bereich der Nabe (5) auf dem freien,
kugelförmig ausgebildeten Endbereich eines am Schwungrad (1)
der Brennkraftmaschine befestigten Zapfens (17) gelagert ist,
der vor dem Lagerbereich über zumindest die Länge (L) gegenüber
dem Durchmesser des Lagerbereiches verjüngt ist.
4. Antriebsverbindung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur drehfesten Verbindung zwischen dem abtriebsseitigen
Kupplungsglied (23) und der Welle (21) eine drehfest auf der
Welle (21) befestigte Nabe (20) mit dem Kupplungsglied (23)
verschraubt ist, wobei die Nabe (20) an der der
Brennkraftmaschine zugewandten Seite am Kupplungsglied (23)
anliegt.
5. Antriebsverbindung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der brennkraftmaschinenseitige Endbereich der Welle (21)
kugelförmig ausgebildet ist und in der Betriebsposition in
einer am Schwungrad (26) befestigten Lagerbüchse (27) gelagert
ist, wobei der Wellenabschnitt (21b) zwischen der Nabe (20) und
dem kugelförmigen Lagerbereich zumindest die Länge (L) aufweist
und gegenüber dem Durchmesser des Lagerbereiches verjüngt ist.
6. Antriebsverbindung nach den Ansprüchen 1 bis 5, bei der die
getriebeseitige Bogenverzahnung der Welle (7, 21)
druckölgeschmiert ist
dadurch gekennzeichnet,
daß der druckölbeaufschlagte Bereich mittels eines
Profildichtringes (19) mit Z-förmigem Querschnitt abgedichtet
ist.
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| DE102006022154A1 (de) * | 2006-05-12 | 2007-11-15 | Kuka Roboter Gmbh | Welle-Nabe-Verbindung und Verfahren zur Herstellung derselben |
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