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DE19700288A1 - Tragklemme für Langteile, insbesondere Leiterseile, Luftkabel o. dgl. - Google Patents

Tragklemme für Langteile, insbesondere Leiterseile, Luftkabel o. dgl.

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DE19700288A1
DE19700288A1 DE1997100288 DE19700288A DE19700288A1 DE 19700288 A1 DE19700288 A1 DE 19700288A1 DE 1997100288 DE1997100288 DE 1997100288 DE 19700288 A DE19700288 A DE 19700288A DE 19700288 A1 DE19700288 A1 DE 19700288A1
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long
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Lotar Dipl Ing Moecks
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Richard Bergner GmbH and Co
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Richard Bergner GmbH and Co
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G7/00Overhead installations of electric lines or cables
    • H02G7/05Suspension arrangements or devices for electric cables or lines
    • H02G7/053Suspension clamps and clips for electric overhead lines not suspended to a supporting wire

Landscapes

  • Supports For Pipes And Cables (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine an einer Haltevorrichtung, z. B. an einem Tragmast be­ festigbare Tragklemme mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruches 1 und ein Verfahren zur Herstellung dieser Tragklemme.
Die Leiterseile von Freileitungen werden üblicherweise an Tragmasten aufgehängt und dort befestigt. Zur Befestigung des Leiterseiles ist der Tragmast mit einer Tragklemme verbunden. Diese Tragklemme klemmt den den Tragmast überque­ renden Leiterseilabschnitt ein. Derartige Tragklemmen sind aus DE-PS 8 55 597 und aus DE-AS 10 68 331 bekannt. Diese Tragklemmen weisen einen Aufnahme­ körper und einen daran angeordneten, muldenartigen Aufnahmekanal zur Einlage des Leiterseiles und einen mit dem Aufnahmekörper korrespondierenden Klemm­ deckel zur Klemmfixierung des Leiterseiles auf. Der ordnungsgemäß fixierte Klemmdeckel vermeidet Gleitbewegungen des Leiterseiles im Aufnahmekanal, wenn ungleiche Seilzüge in benachbarten Spannfeldern, d. h. beiderseits des Tragmastes auftreten. In Längsrichtung des Leiterseiles betrachtet, wird das Lei­ terseil in einem mittleren Bereich des Aufnahmekanals zwischen den beiden Klemmbacken der Tragklemme, d. h. zwischen dem Klemmdeckel und dem Auf­ nahmekanal eingepreßt. In Leiterseil-Längsrichtung wird das Leiterseil beiderseits des Klemmdeckels noch entlang eines bestimmten Streckenabschnitts von der Kanaloberfläche des Aufnahmekanals flankiert. In diesen Bereichen der Ka­ naloberfläche entsteht im eingeklemmten Betriebszustand des Leiterseiles oftmals eine eigenartige, unnatürliche Biegelinie des Leiterseiles. Das Leiterseil hebt sich in Vertikalrichtung gegenüber der Kanaloberfläche ab und wird über seine natürli­ che Biegelinie hinaus verbogen. Ursache hierfür ist die nachteilige Querschnitts­ gestaltung der Kanaloberfläche in Leiterseil-Längsrichtung und die Biegesteifigkeit des Leiterseiles. Der unnatürliche Biegeverlauf in dem Aufnahmekanal führt zwangsläufig zu einer erhöhten mechanischen Belastung des von den Seildrähten gebildeten Querschnittsverbandes und damit zum Gleiten der Seildrähte aufein­ ander. Bei mechanischen Schwingungen des Leiterseiles gleiten die Seildrähte im Bereich des verbogenen Leiterseilabschnittes rhythmisch aufeinander. In diesem verbogenen Leiterseilabschnitt kommt es deshalb bereits nach kurzer Betriebszeit zu Verschiebungen der Seiladern, Reibkorrosionen, Reibkratern etc. Diese Aus­ wirkungen fördern Schwingungsbrüche des Leiterseiles und beeinträchtigen des­ halb die Betriebssicherheit einer Freileitung erheblich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tragklemme zu schaffen, welche mechanische Beschädigungen des eingeklemmten Langteiles vermeidet und die Betriebssicherheit einer Freileitung verbessert. Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombinationen der unabhängigen Ansprüche 1 und 6 gelöst.
Erfindungsgemäß ist die das Langteil, insbesondere das Leiterseil flankierende Kanaloberfläche des Aufnahmekörpers in Langteil-Längsrichtung gekrümmt mit einem Krümmungsverlauf, der anhand von für das Langteil charakteristischen Pa­ rametern an eine im eingeklemmten Zustand des Langteils entstehende Biegelinie angepaßt ist. Aufgrund verschiedener charakteristischer Parameter des Langteils, z. B. Eigengewicht, Biegesteifigkeit, Spannfeldlänge ist die im Betriebszustand zu erwartende Biegelinie des Langteils vorbestimmbar. An diese im Betriebszustand zu erwartende Biegelinie des Langteils ist der Krümmungsverlauf der Kanalober­ fläche konstruktiv einfach anpaßbar. Auf diese Weise werden unnatürliche Biege­ linien der von der Kanaloberfläche flankierten, beiderseits des Klemmdeckels an­ geordneten Langteilabschnitte vermieden. Die Anpassung des Krümmungsver­ laufs der Kanaloberfläche an eine vorbestimmte Biegelinie des Langteils erfolgt vorzugsweise dadurch, daß der Krümmungsverlauf der Kanaloberfläche die Bie­ gelinie des Langteils zwischen dessen Kanaleinlaufstelle und Kanalauslaufstelle möglichst genau nachbildet. Dadurch ist es möglich, daß die Krümmung der Ka­ naloberfläche von der Kanaleinlaufstelle bis zur Kanalauslaufstelle des Langteils durchgängig etwa parallel zur Biegelinie des Langteils verläuft. Mit anderen Wor­ ten kann der von der Kanaleinlaufstelle und der Kanalauslaufstelle begrenzte Langteilabschnitt unmittelbar auf der Kanaloberfläche aufliegen. Dadurch können im statischen Zustand selbst geringe Abhebungen des Langteiles gegenüber der Kanaloberfläche vermieden werden. Ein derartiger Krümmungsverlauf der Ka­ naloberfläche verhindert deshalb übergroße Biegebeanspruchungen des Langtei­ les.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Tragklemme läßt sich die Lebensdauer sowohl eines Leiterseiles als auch von anderen Ausführungsformen eines Langteiles, bei­ spielsweise Fernmelde- oder Nachrichtenkabel, erhöhen. So ist es z. B. auch bei Lichtwellenleiter-Luftkabeln (LWL-Luftkabel) erforderlich, mechanische Beanspru­ chungen des Luftkabels möglichst gering zu halten, um die Nachrichtenübertra­ gung zu gewährleisten. Darüber hinaus tragen die erfindungsgemäß reduzierten mechanischen Beanspruchungen des Langteils dazu bei, den mechanischen Ver­ schleiß der Tragklemme zu vermindern. Die verbesserte mechanische Sicherheit des Langteiles und der Tragklemme ermöglicht eine Reduzierung der Reparatur­ fälle und längere Wartungsintervalle. Der Betrieb der Freileitung ist deshalb ko­ stengünstig möglich.
Es ist auch denkbar, die Kanaloberfläche des Aufnahmekanals von sogenannten Abspannklemmen oder Rutschklemmen mit einem derartigen Krümmungsverlauf zu versehen, daß die Kanaloberfläche dieser Abspannklemme oder Rutschklem­ me anhand von für das Langteil charakteristischen Parametern an eine Biegelinie des Langteils angepaßt ist.
Besonders einfach gestaltet sich die Anpassung des Krümmungsverlaufs der Ka­ naloberfläche an die Biegelinie des Langteils, wenn die Kanaloberfläche gemäß Anspruch 2 von der Kanaleinlaufstelle bis zur Kanalauslaufstelle des Langteils, d. h. in dessen Längsrichtung, durchgängig gekrümmt ist.
Die Optimierung der Kanaloberflächengeometrie an eine bestimmte Biegelinie des Langteils wird durch die Maßnahme gemäß Anspruch 3 unterstützt. Der Krüm­ mungsverlauf der Kanaloberfläche weist in Längsrichtung abschnittsweise unter­ schiedliche Krümmungsradien auf und bildet eine ortsabhängige Krümmungskur­ ve. Diese ortsabhängige Krümmungskurve wird in Abhängigkeit der für das Langteil charakteristischen Parameter derart bestimmt bzw. an einen bestimmten Anwendungsfall des Langteils derart angepaßt, daß die am Langteil angreifende Linienlast bzw. Streckenlast von der Tragklemme kontrolliert abgebaut und abge­ tragen werden kann, ohne daß es hierbei zu mechanischen Überbeanspruchun­ gen des Langteils im Bereich der Tragklemme kommt. In einer bevorzugten Aus­ führungsform ist der Krümmungsverlauf der Kanaloberfläche derart dimensioniert, daß die Streckenlast (= Linienlast) konstant ist. Hierbei sei erwähnt, daß dem Fachmann bekannt ist, daß die Linienlast als Verhältnis zwischen der Langteil-Gewichts­ kraft (sie ist abhängig von der Langteilmasse, Spannfeldlänge, Biege­ steifigkeit des Langteils etc.) und einer Bogenlänge der Kanaloberfläche gebildet ist.
Vorzugsweise ist der Krümmungsverlauf der Kanaloberfläche bezüglich einer die Kanaloberfläche in Längsrichtung halbierenden, quer zur Längsrichtung verlau­ fenden Symmetrieebene spiegelsymmetrisch ausgebildet. Diese Kanaloberflä­ chengeometrie berücksichtigt gleichmäßige mechanische Beanspruchungen des Leiterseils und der Tragklemme beiderseits der vorgenannten Symmetrieebene, wenn beiderseits der Tragklemme gleiche Zugkräfte am Langteil angreifen. Bei unterschiedlichen Zugkräften in benachbarten Spannfeldern kann eine an die un­ terschiedlichen Zugkräfte angepaßte, bezüglich der vorgenannten Symmetrieebe­ ne asymmetrische Geometrie des Krümmungsverlaufs vorteilhaft sein. Auf diese Weise können unterschiedlich große mechanische Beanspruchungen des Lang­ teils in benachbarten Spannfeldern ausgeglichen werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform besteht der Klemmdeckel aus mehreren, in Längsrichtung voneinander beabstandeten, das Langteil am Aufnahmekörper fi­ xierenden Klemmkörpern (Anspruch 5). Diese Klemmkörper gewährleisten einer­ seits eine ausreichende Fixierung des Langteils am Aufnahmekörper und verhin­ dern dadurch ein versehentliches Rutschen des Langteils im Aufnahmekanal. An­ dererseits greift die das Langteil an der Tragklemme fixierende Klemmkraft durch den gegenseitigen Abstand der Klemmkörper im Gegensatz zu herkömmlichen Klemmdeckeln nur an besonders kleinen Streckenabschnitten des Langteils an. Hierdurch wird vorteilhaft die am Langteil angreifende Querkraft reduziert. Außer­ dem vereinfachen die Klemmkörper die Herstellung der Tragklemme. Die Klemm­ körper dehnen sich nur über einen verhältnismäßig kurzen Streckenabschnitt des Langteils aus, so daß der Klemmkörper in konstruktiver Hinsicht besonders ein­ fach an die Krümmung des Langteiles entlang dieses Streckenabschnittes ange­ paßt werden kann.
Als für das Langteil charakteristische Parameter lassen sich u. a. die im Betriebs­ zustand des Langteiles darauf einwirkende Linienlast und die Anfangskrümmung des Langteiles an der Kanaleinlaufstelle bestimmen. In einer bevorzugten Ausfüh­ rungsform wird der Krümmungsverlauf einfach in Abhängigkeit der Kenngrößen Linienlast, Anfangskrümmung des Langteiles an der Kanaleinlaufstelle und axialer Zugkraft (sie ergibt sich aus der Durchhangberechnung des Langteiles) an der Kanaleinlaufstelle ermittelt (Anspruch 7). Bei diesen definierten vorbekannten Be­ triebsbedingungen des Langteiles ist ein definierter Krümmungsverlauf der Ka­ naloberfläche ermittelbar und herstellbar. Die Anpassung der Tragklemmengeo­ metrie an unterschiedliche Betriebsbedingungen für Langteile ist auf diese Weise einfach möglich.
In einer bevorzugten Ausgestaltung wird zur Ermittlung des Krümmungsverlaufs der Kanaloberfläche eine Differentialgleichung gebildet (Anspruch 8). Diese Diffe­ rentialgleichung gibt eine definierte Abhängigkeit zwischen charakteristischen Pa­ rametern des Langteiles wieder. Diese Krümmung entspricht dann etwa dem an der Kanaloberfläche herzustellenden Krümmungsverlauf. Wie dem Fachmann bekannt ist, repräsentiert das aus dem Elastizitätsmodul und dem Flächenträg­ heitsmoment gebildete Produkt in der vorgenannten Differentialgleichung die Bie­ gesteifigkeit des Langteils.
Die Maßnahmen der Ansprüche 9 und 10 gewährleisten eine exakte Ermittlung der Ortskoordinaten der durch den Krümmungsverlauf der Kanaloberfläche reprä­ sentierten Krümmungskurve. Ist die gemäß Anspruch 9 ermittelte Gesamtbogen­ länge der Kanaloberfläche in konstruktiv-geometrischer Hinsicht für die Trag­ klemme ungeeignet, werden neue Werte der charakteristischen Parameter be­ stimmt. Daraus läßt sich über die Krümmung ein neuer Wert für die Gesamtbogen­ länge bestimmen. Dieses Verfahren kann solange wiederholt werden, bis eine für die Tragklemme passende Gesamtbogenlänge der Kanaloberfläche ermittelt wird.
Die Erfindung ermöglicht eine Reduzierung mechanischer Beanspruchungen des Langteiles einfach dadurch, daß aus den für das Langteil charakteristischen Pa­ rametern die im Betriebszustand zu erwartende Biegelinie des Langteils bestimmt wird. Ist diese Biegelinie bekannt, wird der Krümmungsverlauf der Kanaloberflä­ che an diese Biegelinie derart angepaßt, daß das Langteil auch im Betriebszu­ stand einer durch die charakteristischen Parameter vorgegebenen Biegelinie folgt.
Die Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zei­ gen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels der erfin­ dungsgemäßen Tragklemme,
Fig. 2 ein physikalisches Modell zur Ermittlung der erfindungsgemäßen Trag­ klemmengeometrie,
Fig. 3 ein Funktionsschema zur Ermittlung der erfindungsgemäßen Trag­ klemmengeometrie und
Fig. 4 ein Ortsdiagramm mit der aufgrund einer vorgegebenen Linienlast er­ mittelten Krümmungskurve der Kanaloberfläche.
Die im Schnitt schematisch dargestellte Tragklemme 1 ist an einem hier nicht dar­ gestellten Tragmast befestigt. Die Tragklemme 1 trägt ein Langteil 2, welches im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ein Leiterseil ist. Das Langteil 2 überquert die Tragklemme 1 und den nicht dargestellten Tragmast in Langteil-Längsrichtung, nachfolgend kurz "Längsrichtung 3". Die Tragklemme 1 weist einen Aufnahmekör­ per 4 und einen Klemmdeckel 5 auf. Der Aufnahmekörper 4 und der Klemmdec­ kel 5 sind als zwei Klemmbacken zur Klemmfixierung des Langteils 2 wirksam. Durch nicht näher dargestellte Befestigungsmittel, z. B. Schrauben, sind der Klemmdeckel 5 und der Aufnahmekörper 4 aneinander befestigbar. Hierbei wird das Langteil 2 in einen am Aufnahmekörper 4 angeordneten, muldenartigen Auf­ nahmekanal 6 gepreßt und dadurch zwischen Aufnahmekörper 4 und Klemmdec­ kel 5 klemmfixiert. Bei Differenzzügen benachbarter Spannfelder wird dadurch ein Gleiten des Langteils 2 innerhalb des Aufnahmekanals 5 in Längsrichtung 3 ver­ hindert. Die den Außenmantel des Langteils 2 flankierende Kanaloberfläche 7 des Aufnahmekanals 6 ist in Längsrichtung 3 durchgängig gekrümmt, wobei der Krümmungsverlauf anhand von für das Langteil 2 charakteristischen Parame­ tern P an die im Bereich des Tragmastes durch statische Beanspruchungen des Langteiles 2 hervorgerufene Biegelinie des Langteils 2 angepaßt ist. Aufgrund dieses angepaßten Krümmungsverlaufs der Kanaloberfläche 7 kann das Lang­ teil 2 im statischen Betriebszustand gesehen trotz seiner Klemmfixierung an der Tragklemme 1 einer natürlichen Biegelinie folgen und von seiner Kanaleinlaufstel­ le 8 bis zu seiner Kanalauslaufstelle 9 im wesentlichen unmittelbar an der Kanal­ oberfläche 7 aufliegen.
Abhängig von der im Betriebszustand zu erwartenden Biegelinie des Langteils 2 weist die Kanaloberfläche 7 entweder einen einzigen Krümmungsradius r auf (Fig. 1) oder die Kanaloberfläche 7 weist in Längsrichtung 3 abschnittsweise un­ terschiedliche Krümmungsradien auf.
Der Krümmungsverlauf der Kanaloberfläche 7 ist bezüglich einer sie in Längsrich­ tung 3 halbierenden, quer zur Längsrichtung 3 verlaufenden Symmetrieebene 10 spiegelsymmetrisch. Der Klemmdeckel 5 der Tragklemme 1 gemäß Fig. 1 besteht aus drei in Längsrichtung 3 voneinander beabstandeten, das Langteil 2 am Auf­ nahmekörper 4 fixierenden Klemmkörpern 11.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß mechanische Beanspruchungen des Langteils 2 im Bereich der Tragklemme 1 dann reduziert werden, wenn die Kanaloberfläche 7 die im statischen Betriebs- und Montagezustand des Lang­ teils 2 zwischen der Kanaleinlaufstelle 8 und der Kanalauslaufstelle 9 entstehende Biegelinie möglichst genau nachbildet. Ist diese Biegelinie in Abhängigkeit von für das Langteil charakteristischen Parametern P bekannt bzw. vorbestimmt, wird diese Biegelinie als Krümmungskurve zur Herstellung des Krümmungsverlaufs der Kanaloberfläche 7 herangezogen.
Es ist erkannt worden, daß für die Krümmung des Langteils 2 im Bereich der Tragklemme 1 gilt:
wobei E das Elastizitätsmodul des Langteils 2, I das Flächenträgheitsmoment des Langteils 2, κ die ortsabhängige Krümmung des Langteils 2, q die auf das Langteil 2 einwirkende Linienlast und C eine Integrationskonstante ist. An der Kanaleinlaufstelle 8 des Langteils 2 liegt bereits ein Biegemoment und damit eine Anfangskrümmung κ0 vor. Aus der Bedingung, daß bei der Bogenlänge s = 0 die axiale Zugkraft gerade T0 und die Krümmung gerade κ0 betragen soll, folgt die hier nicht näher hergeleitete Integrationskonstante C zu
so daß sich zur Ermittlung des Krümmungsverlaufes eine Differentialgleichung der Form
ergibt. Aus dieser Differentialgleichung ist ersichtlich, daß bei vorgegebener Bie­ gesteifigkeit E.I des Langteils 2 als freie Parameter noch die Anfangskrüm­ mung κ0, die Linienlast q und die axiale Zugkraft T0 in einer sinnvollen Weise bestimmt werden müssen. Soll die Linienlast konstant sein, so wird der zugehöri­ ge Paramteter q in der vorgenannten Differentialgleichung als Konstante behan­ delt. Andernfalls muß in der vorgenannten Differentialgleichung noch die Ortsab­ hängigkeit der Linienlast q berücksichtigt werden.
Hier ist es sinnvoll, auf dimensionslose Größen überzugehen. Die Gesamtbogen­ länge entlang der Kanaloberfläche 7 bis zur Mitte sei l (Fig. 2). Mit
ergibt sich zur Ermittlung des Krümmungsverlaufs die dimensionslose Differenti­ algleichung
Bei s = 0 liegt die Anfangskrümmung κ0 vor. Wie gezeigt werden kann, hier je­ doch nicht hergeleitet wird, bedingt dies eine Querkraft
Da die Querkraft und die Krümmungsableitung über
zusammenhängen, folgt
oder ausgedrückt in den dimensionslosen Größen
Für den Winkel ϕ zwischen der Tangente der Kanaloberfläche 7 und der Horizon­ talen gilt ϕ(s=0)=ϕ0, wobei bei positiver Krümmung der Winkel ϕ mit zuneh­ mender Bogenlänge s abnehmen soll (Fig. 2). Dies führt auf
An der Symmetrieebene 10 der Kanaloberfläche 7 soll gelten s = 1. Für die beiden Bedingungen
werden die Anfangskrümmung κ0 und die Linienlast q bestimmt. Die erste Be­ dingung entspricht einem an der Bogenlänge s = 1 horizontal verlaufenden Lang­ teil 2 und die zweite Bedingung besagt, daß aus Symmetriegründen Q=0 sein muß, wenn keine diskrete Kraft bei s = 1 wirkt.
Aus den beiden vorgenannten Bedingungen läßt sich die Gesamtbogenlänge l ermitteln. Die Geometrie der Kanaloberfläche 7 wird durch Einsetzen des Win­ kels ϕ in die beiden Gleichungen
bestimmt. Daraus sind abhängig von der Gesamtbogenlänge s=l die wirklichen Ortskoordinaten der Kanaloberfläche 7 durch die beiden Gleichungen
bestimmbar.
Mit diesem Verfahren kann für jedes an Stützpunkten, z. B. Tragmasten aufzuhän­ gende Langteil ein Aufnahmekörper 4 hergestellt werden, dessen Kanaloberflä­ che 7 an charakteristische Parameter des individuellen Langteils 2 angepaßt ist und dadurch mechanische Beanspruchungen des Langteils 2 im Betriebszustand reduziert.
Zusammengefaßt läßt sich für jedes Langteil 2 über vorgegebene, dieses Lang­ teil 2 charakterisierende Parameter P eine Gesamtbogenlänge s=l (sie ent­ spricht etwa der halben Bogenlänge zwischen der Kanaleinlaufstelle 8 und der Kanalauslaufstelle 9 in Fig. 1) der gewünschte Krümmungsverlauf der Kanalober­ fläche 7 als Ortskurve ermitteln (Fig. 3). Ist die ermittelte Gesamtbogenlänge l in geometrischer Hinsicht für die praktische Ausführungsform der Tragklemme nicht geeignet, werden neue Werte für die charakteristischen Parameter P bestimmt. Daraus läßt sich eine neue Gesamtbogenlänge l ermitteln.
In einem Ausführungsbeispiel ist neben κ0 und T0 eine Linienlast q=100 N/m als charakteristischer Parameter P vorgegeben. Daraus ergibt sich die Gesamtbo­ genlänge s=50,7 mm. Die daraus bestimmte Ortskurve der Kanaloberfläche 7 zwi­ schen der Bogenlänge s=0 und s=l ist in Fig. 4 dargestellt.
Bezugszeichenliste
1
Tragklemme
2
Langteil
3
Längsrichtung
4
Aufnahmekörper
5
Klemmdeckel
6
Aufnahmekanal
7
Kanaloberfläche
8
Kanaleinlaufstelle
9
Kanalauslaufstelle
10
Symmetrieebene
11
Klemmkörper
C Integrationskonstante
E Elastizitätsmodul
I Flächenträgheitsmoment
l Gesamtbogenlänge
P Parameter
q Linienlast/Streckenlast
Q Querkraft
r Krümmungsradius
s Bogenlänge
T axiale Zugkraft
κ Krümmung ϕ Winkel.

Claims (10)

1. An einer Haltevorrichtung, z. B. an einem Tragmast befestigbare Klemme (1) zum Tragen eines Langteiles (2), insbesondere eines Leiterseiles, Luftkabels o. dgl. mit einem Aufnahmekörper (4) und einem daran angeordneten, mul­ denartigen Aufnahmekanal (5) zur Einlage des Langteiles (2) und einem mit dem Aufnahmekörper (4) korrespondierenden Klemmdeckel (5) zur Klemmfi­ xierung des im Aufnahmekanal (6) einliegenden Langteils (2), wobei die das Langteil (2) flankierende Kanaloberfläche (7) in Langteil-Längsrichtung (3) ge­ krümmt ist mit einem Krümmungsverlauf, der anhand von für das Langteil (2) charakteristischen Parametern (P) an eine Biegelinie des Langteils (2) ange­ paßt ist.
2. Tragklemme nach Anspruch 1, wobei die Kanaloberfläche (7) von der Ka­ naleinlaufstelle (8) bis zur Kanalauslaufstelle (9) des Langteils (2) durchgängig gekrümmt ist.
3. Tragklemme nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wo­ bei der Krümmungsverlauf in Längsrichtung (3) abschnittsweise unterschiedli­ che Krümmungsradien (r) aufweist.
4. Tragklemme nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wo­ bei der Krümmungsverlauf der Kanaloberfläche (7) bezüglich einer sie in Längsrichtung (3) halbierenden, quer zur Längsrichtung (3) verlaufenden Symmetrieebene (10) spiegelsymmetrisch ist.
5. Tragklemme nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wo­ bei der Klemmdeckel (5) im wesentlichen aus mehreren in Längsrichtung (3) voneinander beabstandeten, das Langteil (2) am Aufnahmekörper (4) fixieren­ den Klemmkörpern (11) besteht.
5. Verfahren zur Herstellung einer Tragklemme (1) mit einem Aufnahmekör­ per (4) und einem daran angeordneten, muldenartigen Aufnahmekanal (6) zur Einlage eines Langteiles (2), insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die das Langteil (2) flankierende Ka­ naloberfläche (7) in Langteil-Längsrichtung (3) gekrümmt ist und der Krüm­ mungsverlauf anhand von für das Langteil charakteristischen Parametern (P) an eine Biegelinie des Langteils (2) angepaßt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei als charakteristische Parameter (P) be­ stimmt werden eine oder mehrere der folgenden Größen:
  • - eine am Langteil (2) vorhandene Linienlast bzw. Streckenlast (q),
  • - eine der Kanaleinlaufstelle (8) des Langteiles (2) zugeordnete Anfangs­ krümmung (κ0),
  • - eine an der Kanaleinlaufstelle (8) angreifende axiale Zugkraft (T0).
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, wobei zur Ermittlung des Krümmungsver­ laufs eine Differentialgleichung der Form
gebildet wird und wobei
  • - κ die Krümmung des Langteils (2) ist,
  • - κ0 die Anfangskrümmung des Langteils (2) an der Kanaleinlaufstelle (8) ist,
  • - die 2. Ableitung der Krümmung ist,
  • - T0 die axiale Zugkraft an der Kanaleinlaufstelle (8) ist,
  • - E das Elastizitätsmodul des Langteils (2) ist,
  • - I das Flächenträgheitsmoment des Langteils (2) ist und
  • - q die Linienlast bzw. Streckenlast ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei
  • - aus der Krümmung (κ(s)) eine Gesamtbogenlänge (l) der Kanaloberflä­ che (7) ermittelt wird,
  • - s die Bogenlänge der Kanaloberfläche (7) ausgehend von der Kanaleinlauf­ stelle (8) ist,
  • - an der Kanaleinlaufstelle (8) gilt: s=0 und
  • - l die Gesamtbogenlänge der Kanaloberfläche (7) ausgehend von der Ka­ naleinlaufstelle (8) bis zu einem Endpunkt, insbesondere bis zur Symmetriee­ bene (10) ist.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
  • - wobei zur Ermittlung der Ortskoordinaten x(s) und y(s) der Krümmungskur­ ve Gleichungen der Form
    gebildet werden,
  • - wobei
    gelten und
  • - wobei für den zwischen der Krümmungstangente und der Horizontalen ge­ bildeten Winkel ϕ an der Stelle s=0 mit der Anfangskrümmung κ0 gilt: ϕ(s=0)=ϕ0.
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