DE19700237A1 - Behandlungskammer für eine Reinigungsanlage - Google Patents
Behandlungskammer für eine ReinigungsanlageInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Behandlungskammer für
eine Reinigungsanlage mit einer eingebauten Rotationsvor
richtung, mit der das Behandlungsgut, beispielsweise in
dustrielle Massenteile in Transportkästen auf einer
Transportstrecke in die Behandlungskammer gelangt, und
mit der wenigstens ein Transportkasten während der Be
handlung um die Längsachse der Behandlungskammer gedreht
wird, wobei die Rotationsvorrichtung auf der Transport
strecke einen Stellplatz für den wenigstens einen Trans
portkasten mit einer der offenen Seite des Transportka
stens zugewandten freien Oberseite aufweist.
Durch die DE 42 20 927 A1 ist eine Durchlauf-Rei
nigungsanlage bekannt, mit der in einer Reihe hinter
einander angeordnete Spezialwaschkästen aufgenommen wer
den, die für das Behandlungsmedium durchlässig sind. Die
bekannte Reinigungsanlage hat drei hintereinander ange
ordnete Behandlungskammern, nämlich eine Reinigungskam
mer, eine Spülkammer und eine Trockenkammer. Die Anlage
wird in der Weise betrieben, daß der Behälter in der Rei
nigungskammer und der Behälter in der Spülkammer sowie
der Behälter in der Trockenkammer gemeinsam in die näch
ste Station weitertransportiert werden.
An den Eingangs- und Ausgangsöffnungen der Behandlungs
kammern sind Deckel oder Türen angebracht, mit denen die
Kammern während der Behandlungsphase verschlossen sind.
Um den Transport der Waschkästen von Kammer zu Kammer zu
erleichtern, sind in den Behandlungskammern Rollen und
Gleitschienen eingebaut, die eine Transportstrecke bil
den. In jeder Behandlungskammer ist eine Rotationsvor
richtung eingebaut, die den Waschkasten aufnimmt und die
durch einen Motor in Längsrichtung der Behandlungskammer
in Rotation gebracht werden kann, so daß der darin be
findliche Waschkasten während der Behandlungsphase ro
tiert. Dafür ist der Waschkasten noch mit einem Deckel
verschlossen, damit das Waschgut nicht heraus fallen kann.
Der Motor für den Antrieb der Rotationsvorrichtung ist an
der Außenwand der Behandlungskammer angebracht und treibt
über ein Getriebe die Rotationsvorrichtung an. Ferner
sind Betriebseinrichtungen der einzelnen Behandlungskam
mern wie Pumpen, Ventile, Schieber, Steuer- und Regelein
richtungen an oder in den Kammern installiert und über
Rohrnetze an die stationären Einrichtungen der Anlagen
wie Reinigungs- und Spülmittelbehälter, Destillationsein
richtungen und Gebläse zum Trocknen des Behandlungsgutes
angeschlossen.
Während der Behandlungsphase wird das Behandlungsgut
durch eingebaute Düsen in der Reinigungskammer einem
Waschmittelstrom ausgesetzt, mit dem das Waschgut von an
haftenden öl- oder fetthaltigen Bearbeitungsrückständen
gesäubert wird. Durch die Rotation des Waschkorbes er
folgt eine gute Durchmischung, so daß das Waschmittel al
le Teile des Waschgutes benetzen kann. Ähnlich läuft die
Behandlungsphase in der Spülkammer ab, in der Spüldüsen
eingebaut sind und das mit Waschflüssigkeit benetzte
Waschgut einem Spülmittelstrom ausgesetzt wird, der an
dem Behandlungsgut anhaftende Waschflüssigkeitsrückstände
abspült. Auch hierbei wird durch den Rotationsvorgang der
Spüleffekt verbessert. Ebenso verbessert die Rotation des
Waschgutes den Trockenvorgang.
Mit einer kontinuierlichen Spülflüssigkeitsaufbereitung
durch Destillation, Mehrfachausnutzung der aus dem Destillationsprozeß
abgegebenen Energie, beispielsweise
zum Erwärmen der Reinigungs- und/oder Spülflüssigkeit
oder zum Erwärmen der Trocknungsluft, wird die Anlage
komplettiert. Außerdem sind Tauch- oder Spritzspülung
möglich, Abblasen des Behandlungsgutes mit Druckluft, Va
kuumtrocknung, Infrarottrocknung sowie der Einsatz wäßriger
oder kohlenwasserstoffhaltiger Waschflüssigkeiten.
Die bekannte Anlage hat sich in der Praxis bewährt. Al
lerdings kann die Anlage nur effektiv eingesetzt werden,
wenn das Behandlungsgut in für das Behandlungsmedium
durchlässige Spezialbehälter abgefüllt ist, beispielswei
se in solchen Transportkästen aus Lochblech oder Gitter
stäben, weil die normalen Transportkästen aus Blech das
Behandlungsgut vom Behandlungsmedium abschirmen, also
keine intensive Berührung stattfindet. Deshalb wird bei
der bekannten Reinigungsanlage das in normalen Transport
kästen antransportierte Behandlungsgut in entsprechende
Spezialbehälter umgefüllt, was sehr umständlich und zeit
raubend ist, weil dadurch keine kontinuierliche Behand
lung und Weiterverarbeitung des Behandlungsgutes möglich
ist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Behand
lungskammer zu schaffen, die auch mit normalen Transport
kästen also solchen mit geschlossenen Wänden eine effek
tive Behandlung des Behandlungsgutes ermöglicht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1
aufgeführten Maßnahmen gelöst. Weiterbildungen der Erfin
dung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Bei der erfindungsgemäßen Behandlungskammer, bei der es
sich um eine Waschkammer und/oder Spülkammer oder um eine
Trockenkammer handelt, wird das Behandlungsgut während
der Behandlung in der Behandlungskammer nach einer Umdre
hung der Rotationsvorrichtung einmal umgefüllt, aus dem
Transportbehälter in eine für das Behandlungsgut durch
lässige Behandlungstasche und zurück in den Transportbe
hälter.
Während beim Start der Behandlungsphase der Transportka
sten mit dem eingefüllten Behandlungsgut sich noch in
seiner Transportstellung befindet, also mit der Bodensei
te am Boden der Behandlungskammer und mit der offenen
Seite der Decke der Behandlungskammer gegenüberliegend,
erreicht das Behandlungsmedium das Behandlungsgut noch
nicht. Durch die Drehung der Rotationsvorrichtung bewegt
sich der Transportkasten mit seinem Boden in Richtung
Decke der Behandlungskammer und gerät dabei immer mehr in
eine Schräglage, bis schließlich eine Überkopfstellung
erreicht ist. Zwangsläufig bewegt sich die Behandlungsta
sche aus ihrer gegenüber dem Transportbehälter ursprüng
lich eingenommenen Überkopflage über eine Schräglage in
die Bodenlage. Schon in der Schräglage des Transportka
sten fällt Behandlungsgut in die schrägliegende Behand
lungstasche hinein, bis schließlich in der gegenseitigen
Überkopflage die erste Umfüllung abgeschlossen ist. Be
reits während dieser Umfüllung kann das Behandlungsmedium
mit dem Behandlungsgut intensiv in Kontakt kommen. Dieser
Zustand kann aufrechterhalten bleiben auch während der
Zurückfüllphase, wobei dann in der Ausgangslage ein neuer
Umfüllvorgang beginnt.
Entsprechend dem Ablaufprogramm kann die Behandlungsphase
schon nach einer vollständigen Umdrehung der Rotationsvor
richtung beendet sein, oder die Rotationsvorrichtung wird
mehrere Umläufe lang bis zu einigen Minuten lang in Gang
gehalten, so daß ein mehrmaliges bis vielfaches Umfüllen
und Zurückfüllen erfolgt, wobei jedesmal ein intensiver
Kontakt mit dem Behandlungsmedium zustande kommt.
Dadurch, daß die Behandlungstasche eine große für das Be
handlungsmedium durchlässige Oberfläche besitzt, nämlich
von wenigstens drei Flächen ihrer Seitenwände durchlässig
ist, kann das Behandlungsmedium auch von mehreren Seiten
wirksam werden, wobei das Behandlungsmedium aus Spritz-
oder Strahldüsen ausströmen kann.
Im ersten Fall können Spritz- oder Strahldüsen am gesam
ten Innenumfang der Behandlungskammer, vorzugsweise meh
rere Spritz- oder Strahldüsenreihen im Bodenbereich der
Behandlungskammer installiert werden.
Bei der Umfüllung darf kein Behandlungsgut daneben fal
len, um die Funktion der Behandlungskammer nicht zu stö
ren. Mit einem Adapter, der in der Rotationsvorrichtung
eingebaut ist, erfolgt die Kupplung mit der Behand
lungstasche. Im einfachsten Fall handelt es sich dabei um
einen an der Behandlungstaschen-Öffnung angeschlossenen
Rahmen, der den Übergang zur Transportkasten-Öffnung her
stellt.
Die Behandlungstasche ist vorteilhaft ein radiusförmig
gebogenes Sieb oder eine Seihe, wobei das Fassungsvermö
gen dem Volumen des Transportkastens mindestens ent
spricht. Die Behandlungstasche ist fest mit der Rotations
vorrichtung verbunden.
Der Stellplatz für den wenigstens einen Transportkasten
in der Rotationsvorrichtung wird in der Breite begrenzt
durch Führungsschienen und in der Höhe durch die Trans
portstrecke, hier als Rollenbahn ausgebildet einerseits
und durch den Adapterrand andererseits. Die Höhe dieses
Stellplatzes ist derart bemessen, daß beim Hineinrollen
eines Transportkastens in die Behandlungskammer zwischen
der Oberkante Kasten und der Unterkante Adapterrand ein
Abstand vorhanden ist, so daß und auch Transportkästen
mit unterschiedlichen Höhen benutzt werden können. Dieser
Höhenunterschied wird durch eine in den Rotationskörper
eingebaute Hubvorrichtung ausgeglichen, die den Trans
portkasten anhebt und mit dem Rand zur Anlage mit dem Ad
apter bringt.
Die Betätigung der Hubvorrichtung erfolgt von der Außen
seite der Behandlungskammer. Die Betätigungsvorrichtung
ist während der Rotation außer Eingriff mit der Hubvor
richtung bringbar. Im einzelnen kann der Transportkasten,
nachdem er in die Behandlungskammer hineingeschoben wor
den ist, von seiner Bodenauflage bis in eine an den Adap
ter anschließende Randauflage angehoben werden.
Von Vorteil ist eine solche Hubvorrichtung, die aus paar
weise gegenüberliegend und im Abstand voneinander neben
der Förderstrecke angeordneter Federbeinsäulen besteht,
die in Führungen der Rotationsvorrichtung senkrecht zur
Förderstrecke angeordnet und beweglich gelagert sind. Die
Säulen stehen unter Federwirkung.
Für jeden Transportkasten sind vier Federbeinsäulen vor
handen, die an einem Ende hakenartige Tragarme mit Aufla
gestempel besitzen, die sich am Boden des Transportkasten
abstützen. Die Federwirkung greift in der Weise an den
Säulen an, daß die Tragarme in Richtung des Adapters
durch die Federn belastet sind. Das bedeutet, daß für das
Beladen der Behandlungskammer zunächst die Säulen entge
gen der Federwirkung abgesenkt werden müssen, bis die
Tragarme die Transportstrecke freigeben. Hierfür sind am
Außenmantel der Behandlungskammer Hydraulik- oder Pneuma
tik-Motoren angebracht, die mit ihren Schubstößeln den
Stirnflächen der freien Säulenenden gegenüberliegen und
mit ihnen zusammenwirken. Die Stößel können vorgeschoben
werden, bis sie mit den Federbeinsäulen in Wirkverbindung
treten. Sind die Federbeinsäulen mit den Tragarmen bis
unter Transportstreckenniveau abgesenkt, kann der Trans
portkasten in die Behandlungskammer hineingeschoben wer
den. Durch Zurückziehen der Stößel wird der Transportka
sten durch die Federbeinsäulen bis an den Adapter angeho
ben. Jetzt kann die Rotationsphase beginnen. Während der
Rotationsphase sind die Stößel außer Wirkung mit den Fe
derbeinsäulen, so daß eine Behinderung nicht erfolgt.
Die erfindungsgemäße Behandlungskammer kann zur gleich
zeitigen Aufnahme von mehreren Transportkästen ausgebil
det sein. Entsprechend ist für jeden Transportkasten eine
Behandlungstasche in der Rotationsvorrichtung und die da
zu gehörenden Hub- und Betätigungselemente vorhanden.
Nachfolgend ist an Hand der Zeichnungen ein Ausführungs
beispiel der Erfindung näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der Be
handlungskammer von vorne,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung der Ro
tationsvorrichtung,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Behandlungs
kammer,
Fig. 4 einen Schnitt durch die Behandlungskammer ent
lang der Linie A-B in Fig. 3.
In den Figuren der Zeichnungen ist eine Behandlungskammer
5 dargestellt, die als Waschkammer oder Spülkammer be
nutzt werden kann. Mit geringfügigen Änderungen kann die
se Kammer jedoch auch als Trockenkammer benutzt werden.
Es sind dafür nur die entsprechenden Einrichtungen für
das Trocknungsmedium beispielsweise Luft einzubauen.
Im übrigen sind in den Figuren der Zeichnungen nur die
Teile der Behandlungskammer dargestellt, die für das Ver
ständnis der Erfindung unbedingt erforderlich sind. So
sind beispielsweise die an den beiden Stirnseiten 6, 7
vorhandenen Verschlußeinrichtungen 8 wie Klappen oder Tü
ren nur angedeutet. Alle nicht dargestellten Zusatzein
richtungen zum Betrieb der Behandlungskammer 5 können ei
nen an sich bekannten Aufbau haben.
Die Behandlungskammer 5 besitzt in der Version als Wasch-
und/oder Spülkammer im Bodenbereich Spritz- und/oder
Strahldüsen 9, mit denen das Behandlungsmedium wie Wasch-
oder Spülflüssigkeit auf das Behandlungsgut mit hohem
Druck beaufschlagt wird. Mehrere dieser Behandlungskam
mern 5 können zu einem Kammersystem von hintereinanderge
schalteten Segmenten zusammengefügt werden. Durch dieses
Kammersystem wird das in Transportkästen 10 gefüllte Be
handlungsgut wie industrielle Massenteile hindurchge
schleust. Die in diesem System eingebaute erste Behand
lungskammer 5 bildet eine Waschkammer, die zweite eine
Spülkammer und die dritte eine Trockenkammer, so daß das
vorne eingeführte Behandlungsgut hinten sauber und troc
ken herauskommt.
Die Behandlungskammer 5 besteht aus einem trommelartigen
zylindrischen Gehäuse 11 mit an den Stirnseiten ange
brachten Flanschen 12, die mit den bereits erwähnten Ver
schlußeinrichtungen 8 zum dichten Verschließen der Be
handlungskammern dienen. Am Boden der Behandlungskammer 5
befindet sich ein Ablaufsieb 13, durch das verbrauchte
Wasch- oder Spülflüssigkeit abfließen kann. Das Gehäuse
11 ruht auf einem Gestell 14. In dem Gehäuse 11 ist eine
Rotationsvorrichtung 15 eingebaut, die sich von einem En
de des Gehäuses 11 bis zum anderen erstreckt.
Die Rotationsvorrichtung 15 weist an ihren beiden Enden
einen plattenartigen Drehkranz 16 auf. Am Innenumfang des
Gehäuses 11 sind jeweils an jeder Seite drei Rollen 17
angebracht, auf denen je ein Drehkranz 16 lagert. Die
beiden Drehkränze 16 sind durch paarweise gegenüberlie
gende und im Viereck angeordnete Traversen 18, 19 starr
miteinander verbunden, so daß eine stabile und tragfähige
Konstruktion gebildet wird. Die Traversen 18, 19 bestehen
aus Winkelprofilstäben, die an den Enden mit dem Dreh
kranz verbunden beispielsweise verschweißt oder ver
schraubt sind. Die Eckpunkte der im Viereck angeordneten
Traversen 18, 19 begrenzen einen Stellplatz 20 für die
Transportkästen 10. In Längsrichtung erstreckt sich der
Stellplatz 20 über die gesamte Länge der Rotationsvor
richtung 15. Im Ausführungsbeispiel ist die Länge der Be
handlungskammer 5 und damit die Länge der Rotationsvor
richtung 15 für die Aufnahme von drei hintereinander an
geordneten Transportkästen 10 ausgebildet.
Für den Durchlaß der Transportkästen 10 sind in den bei
den Drehkränzen 16 Durchbrüche 21 vorhanden.
Als Transportstrecke innerhalb der Rotationsvorrichtung
15 dient eine Rollenbahn, die durch an den unteren Tra
versen 19 angebrachten Laufrollen 22 gebildet wird. Durch
Führungsschienen 23 ist der Stellplatz 20 quer zur Längs
richtung begrenzt, so daß die Transportkästen 10 seitli
chen Halt finden.
Für den Antrieb der Rotationsvorrichtung 15 wird ein gro
ßer Zahnkranz 24 benutzt, der etwa dem Durchmesser des
Laufkranzes 16 entspricht und unmittelbar einem Laufkranz
16 gegenüberliegt. Der Zahnkranz 24 ist mit der Rotati
onsvorrichtung 15 fest verbunden. Der Zahnkranz 24 ist
Teil eines Getriebes, dessen weitere Teile nicht darge
stellt sind. Dieses Getriebe besitzt noch ein mit dem
Zahnkranz 24 zusammenwirkendes kleines Zahnrad, das außen
am Gehäuse 11 angebracht und durch einen Motor angetrie
ben wird. Mit einer nicht dargestellten Antriebskette
wird die Bewegung des kleinen Zahnrades auf den großen
Zahnkranz 24 untersetzt, so daß die Rotationsvorrichtung
um ihre Längsachse in Drehung versetzt werden kann. Für
den Durchtritt der Antriebskette sind im Gehäuse 11 nicht
dargestellte Öffnungen vorhanden.
Die Rotationsvorrichtung 15 weist an ihrer der Transport
kastenöffnung zugewandten Oberseite des Stellplatzes 20
eine Behandlungstasche 25 auf, die der Öffnung des Trans
portkasten 10 gegenüberliegt. In der Rotationsvorrichtung
15 sind drei Behandlungstaschen 25 vorhanden. Jede Be
handlungstasche 25 hat einen Anschlußadapter 26, mit dem
die Behandlungstaschen 25 mit der offenen Seite der
Transportkästen 10 kuppelbar sind. Das ist dann der Fall,
wenn die Transportkästen innerhalb der Rotationsvorrich
tung 15 ihre exakte Lage einnehmen.
Der Anschlußadapter 26 ist als Rahmen ausgebildet, dessen
Rahmenöffnung 27 der Größe der Transportkasten-Öffnung
entspricht, so daß beide Öffnungen die gleiche Form und
Größe haben. Sofern der Transportkasten 10 einen Distanz
rand hat, kann der Anschlußadapter 26 mit einem umlaufen
den Kragen 28 in den Distanzrand des Transportkastens 10
eingreifen. An die Rahmenöffnung 27 sind die Behand
lungstaschen 25 angeschlossen.
Es sind drei muldenartige Behandlungstaschen 25 vorhan
den. Wie Fig. 2 zeigt, ist ein radiusförmig gebogenes
Lochblech 29 zwischen den beiden Laufkränzen 16 einge
setzt und befestigt. In Längsrichtung sind die Ränder des
Lochbleches 29 an den oberen Traversen 18 angeschlossen,
an denen der Anschlußadapter 26 befestigt ist wie Fig. 4
zeigt. Die Behandlungstaschen 25 sind durch Trennwände 30
abgeteilt. Das Fassungsvolumen der Behandlungstasche 25
entspricht mindestens dem Fassungsvermögen des Transport
kastens 10.
Die Höhe H des Stellplatzes 20 reicht von der Rollbahn 22
bis zum Anschlußadapter 26 und ist größer als die Höhe HT
des Transportkastens 10. Die in Fig. 1 eingezeichneten
Höhen H, HT sind nicht maßstabgetreu dargestellt, sondern
durch die Perspektive verzerrt (H<HT). Diese Differenz D
wird bei der Kupplung des Transportkastens 10 mit dem An
schlußadapter 26 mit der Hubvorrichtung 31 ausgeglichen,
die in der Rotationsvorrichtung 15 eingebaut ist.
Für jeden Transportkasten 10 ist eine separate Hubvor
richtung 31 vorhanden, die alle gleich ausgebildet sein
können und mit der der Transportkasten 10 von der Trans
portstrecke (Rollenbahn 22) angehoben und an den Adapter
26 der Behandlungstasche 25 angeschlossen wird. In Fig.
4 ist diese Situation dargestellt. Wenn dieser Vorgang
abgeschlossen ist, wird die Rotationsvorrichtung 15 in
Bewegung gesetzt.
Jede Hubvorrichtung 31 weist vier Federbeinsäulen 32 auf,
die an beiden Längsseiten der Rotationsvorrichtung 15 an
den Traversen 18, 19 in Führungen senkrecht zu den Traver
sen 18, 19 beweglich gelagert sind. Die Federbeinsäulen 32
haben an ihren unteren Enden jeweils in die Rollenbahn 22
hineinragende Tragarme 33 mit Auflagestempeln 34. Jeder
Säulenschaft nimmt eine Zugfeder 35 auf, die einerseits
an der Traverse 18 abgestützt und andererseits mit dem
Säulenschaft der Federbeinsäule 32 verbunden ist, so daß
eine Zugkraft an den Säulen wirkt, die an den Aufla
gestempeln 34 als eine Hubkraft wirksam und in der Lage
ist, jeweils einen gefüllten Transportkasten 10 anzuhe
ben, wie nachfolgend noch näher erläutert wird.
Wie die Fig. 1 am besten zeigt, sind an der Außenwand
des Gehäuses 11 Hydraulik- oder Pneumatikzylinder 36 an
gebracht, die mit ihren Stößeln 37 in die Behandlungskam
mer eingreifen und mit den Stirnseiten 38 der Federbein
säulen 32 zusammenwirken. Insgesamt sind zwölf Hydraulik-
oder Pneumatikzylinder 36 vorhanden, von denen jeweils
vier mit der genannten Hubvorrichtung 31 zusammenwirken.
In Fig. 4 sind die Stößel 37 nicht in Wirkverbindung mit
den Stirnseiten 38 der Federbeinsäulen 32. Dadurch sind
die Federbeinsäulen 32 soweit angehoben, daß deren Aufla
gestempel 34 in die Rollenbahn eingreifen. Werden die Hy
draulik- oder Pneumatikzylinder 36 betätigt, treten die
Stößel 37 mit den Stirnseiten 38 der Federbeinsäulen 32
in Wirkverbindung, die entgegen der Federkraft herunter
gedrückt werden, bis die Auflagestempel 34 die Rollenbahn
freigeben. Erst dann können die Transportkästen 10 in die
Rotationsvorrichtung 15 hineingeschoben werden. Es sei
bemerkt, daß die Betätigung der Federbeinsäulen 32 durch
die Hydraulik- oder Pneumatikzylinder 36 gleichzeitig er
folgt.
Sind gemäß Fig. 3 die drei vorhandenen Transportkästen
10 ordnungsgemäß positioniert, werden die Stößel 37 zu
rückgezogen. Durch die Federkraft werden die Federbein
säulen 32 angehoben und die Auflagestempel 34 kommen mit
dem Boden des Transportkastens 10 in Kontakt, heben ihn
hoch und halten ihn unter Federspannung am Adapter 26
fest. Die Rotationsvorrichtung 15 ist jetzt bestückt und
kann in Rotation versetzt werden. Ist die Behandlungspha
se beendet, werden die Stößel 37 betätigt und die Feder
beinsäulen 32 werden entgegen der Federwirkung herunter
gefahren. Der Transportkasten 10 wird abgesenkt und auf
der Transportstrecke abgesetzt. Der Transportkasten 10
kann aus der Behandlungskammer entfernt werden. Ein neuer
Ladevorgang kann beginnen.
Claims (13)
1. Behandlungskammer (5) für eine Reinigungsanlage mit
einer Rotationsvorrichtung (15), mit der das Behand
lungsgut, beispielsweise industrielle Massenteile in
einem Transportkasten (10) in die Behandlungskammer
(5) gelangt, und mit der der Transportkasten (10)
während der Behandlung um die Längsachse der Behand
lungskammer (5) gedreht wird, wobei die Rotations
vorrichtung (15) wenigstens einen Stellplatz (20)
für wenigstens einen Transportkasten (10) mit einer
der offenen Seite des Transportkastens (10) zuge
wandte freie Oberseite aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rotationsvorrichtung (15) an ihrer der
Transportkasten-Öffnung zugewandten Oberseite des
Stellplatzes (20) eine Behandlungstasche (25) auf
weist, die für das Behandlungsgut undurchlässig und
für das Behandlungsmedium durchlässig ausgebildet
und mit einem Adapter (26) zum Kuppeln mit dem
Transportkasten (10) ausgerüstet ist, und daß in der
gekuppelten Stellung während der Rotation ein Umfül
len des Behandlungsgutes stattfindet.
2. Behandlungskammer nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Behandlungstasche (25) muldenartig
ausgebildet ist.
3. Behandlungskammer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Fassungsvolumen der Behand
lungstasche (25) mindestens dem Fassungsvolumen des
Transportkastens (10) entspricht.
4. Behandlungskammer nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Adapter (26) im Be
reich der freien Oberseite des Stellplatzes (20) an
geordnet ist und der offenen Seite des Transportka
stens (10) gegenüberliegt.
5. Behandlungskammer nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationsvorrichtung
(15) eine Hubvorrichtung (31) für den Transportka
sten (10) aufweist, mit der der Transportkasten (10)
von einer auf der Transportstrecke befindlichen Bo
denlage bis in eine an den Adapter (26) anliegende
Randauflage anhebbar ist.
6. Behandlungskammer nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hubvorrichtung (31)
durch außen an der Behandlungskammer (5) angebrachte
Hydraulik- oder Pneumatik-Motore (36) betätigbar
ist.
7. Behandlungskammer nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß für jeden Transportkasten (10)
eine separate Hubvorrichtung (31) vorgesehen ist.
8. Behandlungskammer nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Hubvorrichtung (31)
jeweils vier an den Längsseiten der Rotationsvor
richtung (15) angeordnete Federbeinsäulen (32) auf
weist, die in Führungen beweglich gelagert und mit
Auflagestempeln (34) für die Transportkästen (10)
ausgerüstet sind.
9. Behandlungskammer nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß mit den Federbeinsäulen (32) eine Hub
bewegung in Richtung des Adapters (26) erzeugt wird.
10. Behandlungskammer nach Anspruch 6 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Federbeinsäulen (32) entge
gen der Federwirkung durch die Hydraulik- oder Pneu
matik-Motore (36) verstellbar sind.
11. Behandlungskammer nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungstasche
(25) als muldenartiges Sieb (29) oder als Korb aus
gebildet ist.
12. Behandlungskammer nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Sieb (29) oder der Korb zwischen
den Laufkränzen (16) der Rotationsvorrichtung (15)
eingesetzt ist.
13. Behandlungskammer nach Anspruch 11 oder 12, dadurch
gekennzeichnet, daß daß Sieb (29) oder der Korb
durch Trennwände (30) in mehrere Behandlungstaschen
(29) aufgeteilt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997100237 DE19700237B4 (de) | 1997-01-07 | 1997-01-07 | Behandlungskammer für eine Reinigungsanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997100237 DE19700237B4 (de) | 1997-01-07 | 1997-01-07 | Behandlungskammer für eine Reinigungsanlage |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19700237A1 true DE19700237A1 (de) | 1998-07-09 |
| DE19700237B4 DE19700237B4 (de) | 2006-10-05 |
Family
ID=7816880
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997100237 Expired - Lifetime DE19700237B4 (de) | 1997-01-07 | 1997-01-07 | Behandlungskammer für eine Reinigungsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19700237B4 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006009993B9 (de) * | 2006-03-03 | 2008-02-07 | Sle Electronic Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Vorbereiten eines Bauteils aus oberflächlich oxidierendem Metall, insbesondere aus Aluminium, zum Schweißen oder Kleben |
| DE102008023129B4 (de) | 2008-05-09 | 2012-02-23 | Sle Electronic Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Vorbereiten eines Bauteils aus oberflächlich oxidierendem Metall, insbesondere aus Aluminium, zum Schweißen |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4244693C2 (de) * | 1992-06-25 | 1994-09-08 | Werner Meisner | Anlage zum Reinigen, Spülen und ggf. Trocknen von Gegenständen |
-
1997
- 1997-01-07 DE DE1997100237 patent/DE19700237B4/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19700237B4 (de) | 2006-10-05 |
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