DE19700132A1 - Schaumstoffmatratze mit Kammern und Stegen - Google Patents
Schaumstoffmatratze mit Kammern und StegenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaumstoffmatratze mit quer und/oder
parallel zu ihrer Längsrichtung liegenden, durch Stege getrennten
Kammern.
Es ist bekannt (DE 29 35 438), Schaumstoffmatratzen mit quer zu
ihrer Längsrichtung liegenden Kammern zu versehen, sei es, um die
Nachgiebigkeit der Schaumstoffmatratze zu erhöhen, sei es, um die
Belüftung der Schaumstoffmatratze zu verbessern. Vorteilhafter
weise werden diese Kammern dadurch erzielt, daß Schaumstoff
platten durch verlustlose Trennschnitte entlang krenelierter
Linien gespalten und die so entstandenen, Stege und Nuten auf
weisenden Schaumstofflagen gegeneinander versetzt oder in zweck
entsprechender Kombination paarweise verbunden werden.
Mittels der so gebildeten Kammern bzw. Stege unterschiedlicher
Querschnittsfläche können in Verbindung mit unterschiedlich
harten und/oder unterschiedlich dicken
Ausgangs-Schaumstoffplatten Schaumstoffmatratzen sehr
unterschiedlicher Härte hergestellt werden.
Ein verlustloser Trennschnitt durch die Ausgangs-Schaumstoff
platten ergibt jedoch über die Breite und Länge der Schaumstoff
matratze gleichmäßig durchlaufende Steghöhen und Stegabstände und
damit gleiche Kammern, so daß eine Schaumstoffmatratze aus
derartigen Schaumstofflagen über ihre ganze Fläche gleichmäßige
Härte aufweist.
Es ist häufig erwünscht, die Härte einer solchen Schaumstoffma
tratze nachträglich in bestimmten Bereichen zu erhöhen. So soll
bspw. der Bereich, in dem die Lendenwirbel aufliegen, weniger
nachgiebig sein als die benachbarten Bereiche, um diesen konkaven
Bereich des Rückens, bzw. in Seitenlage der Taille, anatomisch
richtig zu stützen. In anderen Fällen soll bspw. der Schulterbe
reich nachgiebiger sein als die benachbarten Bereiche, um insbe
sondere in Seitenlage den Schultern die Möglichkeit zu geben,
tiefer einzusinken und dadurch den Kopf besser zu stützen.
Häufig ist auch erwünscht, eine Matratze in ihren Randbereichen
härter auszuführen als in der Mitte, um ein unbeabsichtigtes
Herabrollen bei unruhigem Schlaf zu erschweren.
Der Erfindung war daher die Aufgabe gestellt, eine Möglichkeit
anzugeben, eine Schaumstoffmatratze der eingangs genannten Art in
bestimmten Bereichen nachträglich härter oder weicher zu machen.
Sie löst diese Aufgabe durch die im Kennzeichen der Ansprüche 1
und 14 genannten Merkmale.
Durch Einlegen von Füllkörpern geringerer oder größerer oder über
ihre Länge unterschiedlicher Querschnittsfläche und/oder Härte in
ausgewählte Kammern und/oder Bereiche der Kammern der Schaum
stoffmatratze werden diese Kammern weniger oder mehr ausgefüllt
und setzen demgemäß einer Druckbelastung in diesem Bereich
geringeren oder höheren Widerstand entgegen.
Diese Füllkörper können ebenso wie die Matratze aus Schaumstoff
bestehen. Als Zylinder ausgebildete Füllkörper können
unterschiedliche Durchmesser, als Rohre ausgeführte Füllkörper
können unterschiedliche Durchmesser oder unterschiedliche
Rohrstärke aufweisen. Unterschiedliche Härten können durch
Schaumstoffe unterschiedlichen Raumgewichtes erreicht werden.
Das Maß der Verhärtung kann dann vorteilhaft bestimmt werden,
wenn die Füllkörper als mit Medium gefüllte, druckdicht
geschlossene Schläuche ausgebildet sind. Diese Ausbildung der
Füllkörper gestattet nämlich durch Wahl der Füllung mit Gas
oder/und Flüssigkeit, durch Wahl des Gasdruckes bzw. des Füll
grades bei Flüssigkeitsfüllung, durch Wahl der Steifigkeit der
Schlauchwand und/oder über ihre Länge unterschiedliche Quer
schnittsfläche, Füllvolumina in einem weiten Einstellbereich zu
realisieren. Entsprechend variabel ist demgemäß die mittels
dieser Füllkörper erreichbare Verhärtung der Schaumstoffmatratze,
die dann einer Druckbelastung in mit Füllkörpern belegten Be
reichen gestuft höheren Widerstand entgegensetzt.
Während eine Flüssigkeitsfüllung inkompressibel ist und daher nur
die Wirkung hat, höheren Druck auf andere Bereiche zu übertragen
und somit ausgleichend zu wirken, ist eine Gasfüllung darüber
hinaus kompressibel und wirkt damit auch federnd. Diese unter
schiedliche Wirkung läßt auch eine Kombination von Gas- und
Flüssigkeitsfüllung in jedem einzelnen schlauchförmigen Füllkör
per als sinnvoll erscheinen.
Die Füllkörper bestehen aus Schläuchen aus gas- bzw. flüssig
keitsdichtem Material mit vorzugsweise etwa der Breite bzw. der
Länge der Matratze entsprechender Länge, die endseitig geschlos
sen sind. Eine Gasfüllung besteht vorzugsweise aus Luft, eine
Flüssigkeitsfüllung vorzugsweise aus Wasser.
Das durch das Einlegen der schlauchförmigen Füllkörper bewirkte
mehr oder weniger weitgehende Ausfüllen der Kammern und damit
Verhärten einer Schaumstoffmatratze hängt von den oben aufge
führten Parametern ab. Um den Grad der erzielten Verhärtung
wählen zu können und auch um die Zunahme der Härte in den ver
härteten Bereich gestuft ansteigen lassen zu können, können
schlauchförmige Füllkörper mit unterschiedlichen, bspw. zwei oder
drei unterschiedlichen Querschnittsflächen, Gasdrücken bzw.
Füllgraden oder Wandsteifigkeiten vorgesehen sein.
Mittels der in einzelne Kammern eingelegten Füllkörper kann die
Härte der Schaumstoffmatratze sowohl über ihre Länge als auch
über ihre Breite verändert werden.
So kann bei einer Schaumstoffmatratze mit quer zur Längsrichtung
liegenden Kammern durch Einlegen von Füllkörpern bestimmten Füll
volumens in bestimmte Kammern die Härte der Schaumstoffmatratze
entlang ihrer Länge eingestellt werden. Wenn bei dieser Schaum
stoffmatratze die Härte auch quer zur Längsrichtung verändert
werden soll, können in die Kammern Füllkörper mit unterschied
lichem Füllvolumen über ihre Länge oder kurze Füllkörper in den
zu verhärtenden Bereich eingelegt werden.
Ein Verhärten quer zur Längsrichtung einer Schaumstoffmatratze
kann dann einfach erreicht werden, wenn die Schaumstoffmatratze
längs liegende Kammern aufweist, in die in dem zu verhärtenden
Bereich Füllkörper eingelegt werden können. Ein Verhärten be
stimmter Bereich längs der Schaumstoffmatratze kann hier durch
Einlegen von Füllkörpern mit unterschiedlichem Füllvolumen über
ihre Länge oder kurzer Füllkörper erreicht werden.
Eine besonders einfache Möglichkeit zum Verhärten eines Schaum
stoffmatratze sowohl quer als auch parallel zu ihrer Längsrich
tung ist dann gegeben, wenn die Schaumstoffmatratze sowohl quer
als auch parallel zu ihrer Längsrichtung liegende Kammern auf
weist. Durch Einlegen von Füllkörpern in die quer liegenden
Kammern kann die Schaumstoffmatratze in Bereichen entlang ihrer
Länge, durch Einlegen von Füllkörpern in die längs liegenden
Kammern kann die Schaumstoffmatratze in Bereichen quer zu ihrer
Längsrichtung, bspw. in den Randbereichen verhärtet werden, um
ein unbeabsichtigtes Herabrollen eines Schlafenden zu verhindern.
Zwischen gas- oder flüssigkeitsgefüllten schlauchförmigen Füll
körpern einer Schaumstoffmatratze kann erfindungsgemäß über Ver
bindungsschläuche ein Druckausgleich stattfinden, durch den die
von einer Matratze gewährte Unterstützung eines Körpers gleich
mäßig auf alle Körperbereiche verteilt werden kann. Hierbei
werden dann nicht bestimmte Bereiche der Schaumstoffmatratze
verhärtet, sondern die Schaumstoffmatratze insgesamt.
Wenn bei Verwendung mit Schläuchen verbundener Füllkörper ver
hindert werden soll, daß die Schaumstoffmatratze einen auflie
genden Körper schaukeln läßt, können die Schlauchverbindungen mit
engem Querschnitt ausgeführt oder mittels Blenden verengt sein.
Dadurch werden Druckunterschiede nur allmählich ausgeglichen und
ein Schaukeln vermieden.
Die schlauchförmigen Füllkörper können bereits bei der Herstel
lung der Schaumstoffmatratze funktionsgerecht in die Kammern
eingelegt werden. Wenn die Schaumstoffmatratze dann allseits
geschlossen wird, liegt die Verhärtung bezüglich ihres Bereiches
und ihres Ausmaßes fest. Die schlauchförmigen Füllkörper können
jedoch auch nachträglich nach den persönlichen Anspruches des
Benutzers der Schaumstoffmatratze in die Kammern eingeschoben
werden. In diesem Falle bleiben die Kammern jedenfalls an einer
Längsseite der Schaumstoffmatratze offen, so daß dort schlauch
förmige Füllkörper beliebig eingeschoben oder herausgenommen
werden können. Damit die schlauchförmigen Füllkörper bei minde
stens einseitig offenen Kammern am vorgesehenen Ort verbleiben,
ist die Schaumstoffmatratze mit einer Hülle umgeben, die an der
Seite, an der die Kammern offen liegen und in mindestens dem
Bereich, in dem ein Einlegen bzw. Entnehmen von schlauchförmigen
Füllkörpern in Frage kommt, geöffnet werden kann.
Durch das Anbringen von Ausnehmungen in den Stegen ist die
Möglichkeit geboten, das Substanzvolumen der Matratze und damit
ihren Widerstand gegen Belastung in den mit diesen Ausnehmungen
versehenen Bereichen durch Herausnehmen der Ausnehmungs-
Ausschnitte zu vermindern.
Es ist bereits eine Obermatratze mit Schaumstoffkern bekannt
(EP 0 018 046 B), die zur raschen Trocknung nach einer Wäsche aus
zwei sehr dünnen, übereinanderzuschlagenden Schaumstofflagen
besteht. Um dieser dünnen Obermatratze die für ausreichende
Stützung des ruhenden Körpers erforderliche Steifigkeit zu geben,
sind Versteifungsstäbe vorgesehen, die in wellenförmige Einbuch
tungen der Schaumstofflagen einzulegen sind. Hierdurch wird
erkennbar nicht ein Erhöhen der Härte, also des Widerstandes
gegen Druckbelastung, sondern höhere Steifigkeit gegen Durchbie
gung der dünnen Schaumstofflagen angestrebt.
Um den Grad der erzielten größeren Nachgiebigkeit wählen zu
können und auch um die Abnahme der Härte in dem vorgesehenen
Bereich gestuft erfolgen zu lassen, sind Ausnehmungen mit unter
schiedlichen Querschnittsflächen vorgesehen.
Anstelle oder in Ergänzung der vorstehend beschriebenen Möglich
keit, eine Matratze durch Einlegen von Formkörpern in Kammern
härter zu machen, können auch in die Ausnehmungen Formkörper
größerer Stauchhärte als derjenigen des Schaumstoffes, aus dem
die Matratze besteht, eingelegt werden.
In den Figuren der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der
erfindungsgemäßen Schaumstoffmatratze dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 die Seitenansicht eines Abschnittes einer durch einen
Trennschnitt gespaltenen Schaumstoffplatte;
Fig. 2 die Seitenansicht eines Abschnittes einer Schaumstoff
matratze aus den gemäß Fig. 1 hergestellten
Schaumstofflagen mit Kammern;
Fig. 3 und 4 Seitenansichten von Abschnitten von Schaumstoff
matratzen aus Schaumstofflagen anderen Zuschnitts;
Fig. 5 den Querschnitt durch eine Schaumstoffmatratze mit
quer und längs liegenden Kammern;
Fig. 6 die Draufsicht auf und lagenweise Schnitte durch eine
Schaumstoffmatratze mit sowohl quer als auch längs
liegenden Kammern;
Fig. 7 und 8 Längsschnitte durch Kammern mit Füllkörpern
unterschiedlicher Art;
Fig. 9 die Seitenansicht der Schaumstoffmatratze der Fig. 8;
Fig. 10 die Seitenansicht eines Abschnittes einer Schaumstoff
matratze mit Ausnehmungen in den Stegen;
Fig. 11 eine Darstellung wie in Fig. 1 mit einem Ausnehmungen
schneidenden Trennschnitt.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, besteht die Schaumstoffmatratze 1 aus
einer oberen Schaumstofflage 2 und einer unteren Schaumstofflage
3, die gemäß Fig. 1 durch einen krenelierenden Schnitt 4 aus
einer Schaumstoffplatte 5 hergestellt sind und symmetrische Stege
6 und Nuten 7 aufweisen. Die Schaumstoffplatten 2, 3 sind mit
ihren Stegen 6 aufeinandergelegt, so daß Kammern 8 entstehen. Das
in Fig. 2 gestrichelte Endstück der oberen Schaumstofflage 2 der
Fig. 1 wird abgetrennt. Je nach Verlauf des Schnittes 4 werden in
der entstehenden Matratze quer oder längs verlaufende Kammern 8
gebildet.
Die Kammern 8 erhöhen die Nachgiebigkeit der Schaumstoffmatratze
über die Nachgiebigkeit des Schaumstoffes als solchem hinaus. Wie
aus den Fig. 3 und 4 erkennbar, ist eine Vielzahl anderer
Schnittführungen zum Herstellen von Schaumstofflagen 2, 3 mit
unterschiedlich hohen und/oder breiten Stegen 6 und Nuten 7 oder
nur Stegen und Nuten an einer Schaumstofflage möglich, mittels
deren Schaumstoffmatratzen 1 mit Kammern 8 unterschiedlicher
Querschnittsform und -fläche erzielbar sind.
In der Schaumstoffmatratze 1 der Fig. 2 sind vier der Kammern 8
in einem Bereich, in dem die Schaumstoffmatratze weniger nach
giebig sein soll, mindestens teilweise durch eingelegte
Füllkörper 9 ausgefüllt. Die Füllkörper 9 sind im Querschnitt
rund, sie können jedoch auch andere Querschnittsformen aufweisen,
insbesondere eine den im Querschnitt trapezförmigen Kammern 8 der
Fig. 3 und 4 angepaßte.
Die durch das Einlegen eines Füllkörpers 9 erzielte Verhärtung
der Schaumstoffmatratze 1 hängt ersichtlich vom Verhältnis der
Querschnittsfläche des Füllkörpers zur Querschnittsfläche der
Kammer 8 ab, in den er eingeschoben ist. Je weiter ein Füllkörper
9 eine Kammer 8 ausfüllt und je höher die Steifigkeit seines
Materials ist, um so mehr verhärtet er die Schaumstoffmatratze im
Bereich der Kammer, in die er eingeschoben ist.
Die Füllkörper 9 können in der einfachsten Form wie die Matratze
selbst aus Schaumstoff bestehen. Eine wesentlich größere Anpas
sungsfähigkeit an die Erfordernisse und auch ein höherer Komfort
und damit Gebrauchswert ist aber dann gegeben, wenn die Füllkör
per 9 aus mediumgefüllten Schläuchen bestehen. Hier hängt die
durch das Einlegen eines Füllkörpers 9 erzielte Verhärtung u. a.
von der Steifigkeit der Schlauchfolie, aus der der
schlauchförmige Füllkörper besteht und vom Gasdruck im schlauch
förmigen Füllkörper bzw. vom Füllgrad des schlauchförmigen
Füllkörpers ab, wenn die Füllung aus Flüssigkeit besteht.
Die Enden der Schläuche sind - wie aus Fig. 7 und 8 ersichtlich -
bspw. mittels Kappen 10 gas- bzw. flüssigkeitsdicht geschlossen.
Eine Gasfüllung eines schlauchförmigen Füllkörpers 9 kann unter
atmosphärischem oder höherem Druck stehen. Abgesehen von der in
Fig. 8 und 9 dargestellten Lösung sind die schlauchförmigen
Füllkörper in der Regel geschlossen, sie können aber auch hier
nicht dargestellte Ventile aufweisen, mittels derer der Gasdruck
bei Bedarf verändert oder Gasverlust ersetzt bzw. der Füllgrad
verändert oder Flüssigkeitsverlust ersetzt werden kann.
Die Querschnittsfläche der Füllkörper 9 kann einheitlich sein,
wie jedoch aus Fig. 2 erkennbar, ist die Querschnittsfläche der
äußeren Füllkörper 9 geringer als die der mittleren. Damit wird
die Wirkung erzielt, daß die Verhärtung der Schaumstoffmatratze
in dem mit Füllkörpern 9 belegten Bereich nicht in einer u. U.
unbequem fühlbaren Stufe, sondern allmählich zunimmt. Diese
Wirkung kann selbstverständlich auch mit Füllkörpern 9 einheit
licher Querschnittsfläche, jedoch - je nach Ausführungsform -
unterschiedlicher Stauchhärte, unterschiedlicher Wandsteifigkeit
oder unterschiedlichen Gasdruckes oder Füllgrades - kurz: anderen
Füllvolumens - erreicht werden.
Eine besonders große Variabilität bezüglich möglicher Verhärtung
in bestimmten Bereichen weist eine Schaumstoffmatratze 1' gemäß
den Fig. 5 und 6 auf, die sowohl quer liegende Kammern 8 als auch
parallel zu ihrer Längsrichtung liegende Kammern 8' besitzt. Um
den Aufbau dieser Schaumstoffmatratze 1' erkennbar zu machen, ist
sie in dem rechten Bereich 11 bis in die - im Gegensatz zu der
Ausführungsform der Fig. 5 hier unten angeordneten - längs
liegenden Kammern 8', im mittleren Bereich 12 bis in die quer
liegenden Kammern 8 und im linken Bereich 13 nicht aufgeschnit
ten.
Bei der dargestellten Schaumstoffmatratze 1' sind in die den
seitlichen Rändern benachbarten, längs liegenden Kammern 8'
Füllkörper 9' eingelegt, um die Schaumstoffmatratze am Rande
härter zu machen und dadurch ein unbeabsichtigtes Herabrollen zu
erschweren. In die quer liegenden Kammern 8 sind in
bestimmten Bereichen Füllkörper 9 eingelegt, um die
Schaumstoffmatratze 1' in diesen Bereichen zu verhärten. Auch im
Bereich 16 des Kopfes sind Füllkörper 9 eingelegt, um hier den
Kopf infolge der höheren Härte der Matratze höher zu lagern.
Wie erkennbar, sind an den Enden der mit Füllkörpern belegten
Bereichen 14, 15 und 16 Füllkörper 9 mit geringerem Füllvolumen
eingelegt, um die Verhärtung allmählich zu- bzw. abnehmen zu
lassen.
Die Füllkörper 9 können über ihre Länge einheitlichen Querschnitt
aufweisen. Sie verhärten dann die Schaumstoffmatratze 1 über
deren Breite gleichmäßig. Wie aus dem Längsschnitt durch eine
Kammer 8 der Fig. 7 erkennbar, können die Füllkörper 9 aber auch
gegen ihren mittleren Bereich zu geringeren Querschnitt aufweisen
und verhärten dann die Matratze in diesem mittleren Bereich
weniger als in den Randbereichen. Die Querschnittsverminderung
der Füllkörper 9 kann, wie nicht näher dargestellt, so weit
gehen, daß im mittleren Bereich praktisch keine Verhärtung
bewirkt wird. Im Extremfall können von beiden Seiten der Schaum
stoffmatratze kurze, sich nur über einen Teil der Breite oder
Länge der Schaumstoffmatratze ersteckende Füllkörper 9 in die
Kammern 8 eingeschoben werden. In aller Regel werden sie durch
die vor allem im mittleren Bereich erfolgenden Belastung der
Schaumstoffmatratze in deren Randbereichen gehalten, sie können
jedoch auch bspw. durch Kleben in der vorgesehenen Position
fixiert werden.
Damit die Füllkörper 9 nicht aus den Kammern 8 herausrutschen,
ist die Schaumstoffmatratze 1 von einer Hülle 17 bspw. aus Gewebe
umhüllt, die an der offenen Längsseite einen Verschluß 18, etwa
einen Reiß- oder Klettverschluß, aufweist. Nach öffnen dieses
Verschlusses können Füllkörper 9 entnommen oder eingelegt werden.
Durch eine derartige Hülle 13 können auch die beiden Schaum
stofflagen 2, 3 einer Matratze ohne die Notwendigkeit einer
Klebung zusammengehalten werden.
Wenn gas- oder flüssigkeitsgefüllte schlauchförmige Füllkörper 9
einer Schaumstoffmatratze 1 wie in Fig. 8 und 9 dargestellt,
Schlauchstutzen 22 aufweisen, die durch Verbindungsschläuche 19
und T-Stücke 20 bzw. L-Stücke 21 untereinander fluidisch verbun
den sind, kann ein Druckausgleich zwischen den einzelnen
schlauchförmigen Füllkörpern erfolgen. Dies hat die Wirkung, daß
eine so ausgestattete Schaumstoffmatratze bei stärkerem Eindrücken
in einem Bereich ihrer Länge, bspw. durch breitere Körperre
gionen wie etwa das Becken oder die Schultern, dort nachgibt und
dafür in einem anderen, weniger tief eingedrückten Bereich, etwa
der Taille, stärker unterstützt.
Insgesamt erfolgt aber auch bei mit Druckausgleich versehenen
schlauchförmigen Füllkörpern ein Verhärten der Schaumstoffma
tratze 1, da Kammern 6 durch schlauchförmige Füllkörper 11
mindestens teilweise wenn auch in wechselndem Ausmaß ausgefüllt
werden.
In der Schaumstoffmatratze 1 der Fig. 10 sind vier der Stege 6
bspw. im Bereich der Schulter eines auf der Matratze 1 Ruhenden
mit Ausnehmungen 23 versehen, durch die die Substanz der Stege
und damit ihr Widerstand gegen Verformung vermindert wird. Das
Maß der Verminderung des Widerstandes gegen Verformung kann durch
die Querschnittsfläche der Ausnehmungen 23 bestimmt werden: je
größer diese Querschnittsfläche gewählt wird, um so nachgiebiger
werden die Stege 6 und um so weicher wird die Matratze 1 in
diesem Bereich.
Um einen allmählichen Übergang in den Bereich größerer Nachgie
bigkeit zu erreichen, kann wie dargestellt vorgesehen sein, die
Querschnittsfläche der Ausnehmungen 23 vom Rande des Bereichs her
gegen dessen Mitte zunehmen bzw. zu dessen Rand hin abnehmen zu
lassen.
Die Ausnehmungen 23 haben vorteilhafterweise runden Querschnitt.
Es können jedoch auch andere Querschnittsformen möglich und
vorteilhaft sein.
Die Ausnehmungen 23 werden vorteilhafterweise im sog. Kontur
schnittverfahren hergestellt, bei dem durch entsprechendes führen
eines Messers quer durch die Schaumstoffmatte 5 die Ausnehmungen
23 geschnitten werden. Dieses Schneiden der Ausnehmungen kann
gleichzeitig beim Führen des krenelierenden Trennschnittes 4 zum
Herstellen der Schaumstoffplatten 2 mit den hohen Stegen 6
erfolgen, so daß kein weiterer, gesonderter Arbeitsgang erfor
derlich ist.
Dabei können in mehreren Bereichen der Matratze 1, bspw. in deren
Schulterbereich und auch in ihrem Lendenbereich oder auch über
deren ganze Länge Ausnehmungen 23 geschnitten werden - in Fig. 11
ist dies an der unteren Schaumstoffplatte 10 für alle Stege, an
der oberen Hälfte nur für Stege dargestellt, in denen ein Verän
dern der Härte der Schaumstoffmatratze erwünscht sein kann. Beim
Schneiden bleiben die ausgeschnittenen Formstücke in den
Ausnehmungen 23 liegen und verhindern damit zunächst ein Vermin
dern der Härte. In dem Bereich oder den Bereichen, in dem bzw.
denen dieses Vermindern der Härte erwünscht ist, können diese
Formstücke dann aus der Matratze entfernt werden.
Ein eventuell gewünschtes Verhärten einer Schaumstoffmatratze der
in der Fig. 10 dargestellten Art kann auch dadurch erzielt
werden, daß nicht Kammern 8 mit Füllkörpern 9, 9' verfüllt
werden, sondern in die Ausnehmungen 23 Füllkörper eingelegt
werden, die größere Härte als das aus den Ausnehmungen ausge
schnittene Material aufweisen. Gegebenenfalls kann ein Verhärten
einer Matratze auch durch Verfüllen sowohl der Kammern 8 als auch
der Ausnehmungen 23 mit Füllkörpern 9, 9' erfolgen.
1,
1
' Schaumstoffmatratze
2,
3
Schaumstofflagen
4
krenelierender Schnitt
5
Schaumstoffplatte
6
Stege
7
Nuten
8,
8
' Kammern
9,
9
' schlauchförmige Füllkörper
10
Kappen
11,
12
,
13
Bereiche der Schaumstoffmatratze
14
Bereich der Hüfte
15
Bereich der Schulter
16
Bereich des Kopfes
17
Hülle
18
Verschluß
19
Verbindungsschläuche
20
T-Stück
21
L-Stück
22
Schlauchstutzen
23
Ausnehmungen
Claims (20)
1. Schaumstoffmatratze mit quer und/oder parallel zu ihrer Längs
richtung liegenden, durch Stege getrennten Kammern, gekennzeich
net durch in mindestens einzelne der Kammern (8, 8') wahlweise
einlegbare Füllkörper (9, 9').
2. Schaumstoffmatratze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Füllkörper (9, 9') aus Schaumstoff gleicher oder unter
schiedlicher Härte und/oder gleichen oder unterschiedlichen
Querschnitts bestehen.
3. Schaumstoffmatratze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Füllkörper (9, 9') druckdicht geschlossene, mindestens
teilweise mit einem Medium gefüllte Schläuche sind.
4. Schaumstoffmatratze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die schlauchförmigen Füllkörper (9, 9') gasgefüllt sind.
5. Schaumstoffmatratze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die schlauchförmigen Füllkörper (9, 9') flüssigkeitsgefüllt
sind.
6. Schaumstoffmatratze nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die schlauchförmigen Füllkörper (9, 9') mit
einer Mischung aus Gas und Flüssigkeit gefüllt sind.
7. Schaumstoffmatratze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß gasgefüllte schlauchförmige Füllkörper (9, 9') mit unter
schiedlichem Gasdruck vorgehalten werden.
8. Schaumstoffmatratze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß flüssigkeitsgefüllte schlauchförmige Füllkörper (9, 9') mit
unterschiedlichem Füllgrad vorgehalten werden.
9. Schaumstoffmatratze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß schlauchförmige Füllkörper (9, 9') mit unterschiedlicher
Querschnittsfläche vorgehalten werden.
10. Schaumstoffmatratze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß schlauchförmige Füllkörper (9, 9') in verschiedenen Kammern
(8, 8') unterschiedliche Wandstärke aufweisen.
11. Schaumstoffmatratze nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die schlauchförmige Füllkörper (9, 9') mit unter
schiedlicher Steifigkeit ihrer Schlauchwand vorgehalten werden.
12. Schaumstoffmatratze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenräume mindestens zweier schlauchförmiger Füllkörper
(9, 9') über Leitungen (19, 20, 21, 22) miteinander in Verbindung
stehen.
13. Schaumstoffmatratze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnete
daß die Füllkörper (9, 9') entlang ihrer Länge unterschiedliche
Querschnittsflächen aufweisen.
14. Schaumstoffmatratze mit quer und/oder parallel zu ihrer
Längsrichtung liegenden, durch Stege getrennten Kammern,
dadurch gekennzeichnet, daß Stege (6) in Bereichen, in denen die
Härte der Matratze (1) vermindert werden soll, mit Ausnehmungen
(23) versehen sind.
15. Schaumstoffmatratze nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (23) mittels Konturschnitt eingebracht
werden.
16. Schaumstoffmatratze nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß je nach beabsichtigter Verminderung der Härte der Matratze
(1) Ausnehmungen (23) mit unterschiedlicher Querschnittsfläche
eingebracht werden.
17. Schaumstoffmatratze nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Querschnittsfläche der Ausnehmungen (23) zur Mitte
des Bereiches verminderter Härte gestuft erhöht.
18. Schaumstoffmatratze nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (23) durch Füllkörper (9, 9') größerer Härte
als derjenigen des Materials der Ausnehmungen ersetzbar ist.
19. Schaumstoffmatratze nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaumstoffmatratze
(1) von einer Hülle (17) umgeben ist, die mindestens an einer
Längsseite der Schaumstoffmatratze vorzugsweise mittels eines
Verschlusses (18) zu öffnen ist.
20. Schaumstoffmatratze nach einem der Ansprüche 1 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schaumstoffmatratze (1) aus den
Teilen (2, 3) durch symmetrische, verlustlose Trennschnitte (4)
gespaltener Schaumstoffplatten (5) bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19700132A DE19700132A1 (de) | 1997-01-03 | 1997-01-03 | Schaumstoffmatratze mit Kammern und Stegen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19700132A DE19700132A1 (de) | 1997-01-03 | 1997-01-03 | Schaumstoffmatratze mit Kammern und Stegen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19700132A1 true DE19700132A1 (de) | 1998-07-09 |
Family
ID=7816820
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19700132A Withdrawn DE19700132A1 (de) | 1997-01-03 | 1997-01-03 | Schaumstoffmatratze mit Kammern und Stegen |
Country Status (1)
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