DE19700734B4 - Verfahren zur Herstellung von Sensoren sowie nicht-vereinzelter Waferstapel - Google Patents
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Abstract
Verfahren
zur Herstellung von Sensoren (13) mit den Verfahrensschritten:
(A) Anordnen von mindestens zwei Sensorelementen (2) an einem Substratwafer (1),
(B) Versehen der Sensorelemente (2) mit elektrischen Kontakten (16) auf der gleichen Substratwaferseite,
(C) Einbringen von Kontaktierlöchern (9) in einem Kappenwafer (3)
(D) Aufbringen eines Verbindungsmediums in Form von Verbindungsstreifen (5) auf den Kappenwafer (3), wobei die Kontaktierlöcher (9) von den Verbindungsstreifen (5) umgeben sind,
(E) Anordnen des Kappenwafers (3) am Substratwafer (1), derart, dass das Verbindungsmedium den Substratwafer (1) und den Kappenwafer (3) miteinander verbindet,
– wobei Kavernen (17) gebildet werden in denen die Sensorelemente (2) angeordnet sind,
– wobei die Kavernen (17) von den Verbindungsstreifen (5) umgeben sind,
– wobei zwischen zwei aneinander grenzenden Kavernen (17) genau nur einer der Verbindungsstreifen (5) angeordnet ist,
– wobei die elektrischen Kontakte (16) außerhalb der Kavernen (17) angeordnet sind,
– wobei...
(A) Anordnen von mindestens zwei Sensorelementen (2) an einem Substratwafer (1),
(B) Versehen der Sensorelemente (2) mit elektrischen Kontakten (16) auf der gleichen Substratwaferseite,
(C) Einbringen von Kontaktierlöchern (9) in einem Kappenwafer (3)
(D) Aufbringen eines Verbindungsmediums in Form von Verbindungsstreifen (5) auf den Kappenwafer (3), wobei die Kontaktierlöcher (9) von den Verbindungsstreifen (5) umgeben sind,
(E) Anordnen des Kappenwafers (3) am Substratwafer (1), derart, dass das Verbindungsmedium den Substratwafer (1) und den Kappenwafer (3) miteinander verbindet,
– wobei Kavernen (17) gebildet werden in denen die Sensorelemente (2) angeordnet sind,
– wobei die Kavernen (17) von den Verbindungsstreifen (5) umgeben sind,
– wobei zwischen zwei aneinander grenzenden Kavernen (17) genau nur einer der Verbindungsstreifen (5) angeordnet ist,
– wobei die elektrischen Kontakte (16) außerhalb der Kavernen (17) angeordnet sind,
– wobei...
Description
- Die Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung von Sensoren und von einem nicht-vereinzelten Waferstapel gemäß den unabhängigen Ansprüchen. Aus der Druckschrift
US 5,323,051 ist schon ein Waferstapel bekannt, bei dem zwischen einem Substratwafer und einem Kappenwafer Sealglasstreifen angeordnet sind, die mindestens eine auf dem Substratwafer aufgebrachte Anordnung hermetisch dicht versiegeln. - In der deutsches Offenlegungsschrift
DE 42 39 132 A1 ist ein Verfahren zum Fabrizieren eines integrierten Drucksensors offenbart. Dabei wird zuerst ein Substratwafer und ein Silizium-Kappenwafer mit darin angeordneten Sensorelementen zusammengefügt, anschließend werden nach dem Durchsägen des Kappenwafers Messungen vorgenommen und zuletzt werden die Sensoren vereinzelt. Das hermetisch dichte Gehäuse beinhaltet mehrere Sensorelemente nebeneinander, so dass die Anordnung viel Platz verbraucht. - In der Patentschrift 4,802,952 ist ein Verfahren zur Herstellung von Drucksensoren auf Waferebene offenbart. Dabei wird ein Kappenwafer auf einen Substratwafer mit Sensorelementen mittels einer Glasschicht anodisch gebondet. Es werden hermetisch dichte Kavernen geschaffen, in denen die Drucksensorelemente angeordnet sind. Die verkappten Sensorelemente werden in mehreren Sägeschritten vereinzelt. Die Sägefuge verläuft dabei durch zwischen den Kavernen eigens vorgesehenen Kanäle, die einen nicht unerheblichen Platz beanspruchen. Schematisch sit dies in der
2 dargestellt. - Aufgabe der Erfindungen ist den Platzverbrauch noch weiter zu reduzieren und gleichzeitig das Testen auf Dichtigkeit und elektrische Funktionsfähigkeit bereits auf der Waferebene zu ermöglichen.
- Die Aufgabe wird mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Durch eine geschickte Anordnung eines Verbindungsmediums und durch eine geeignete Wahl einer Ritzgrabenbreite können mehr Sensorelemente pro Waferfläche untergebracht werden. Das führt zu einer Chipflächenersparnis einerseits und zu kleineren Sensoren andererseits, die wiederum in der jeweiligen Anwendung weniger Platz beanspruchen.
- Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der in den unabhängigen Ansprüchen angegebenen Verfahren bzw. Waferstapels möglich.
- In einem Zweischrittsägeprozeß können die Sensorelemente auf elektrische Funktionsfähigkeit und/oder Dichtheit geprüft werden, solange sie noch auf dem Waferstapel vereint sind, aber schon der mechanischen Belastung durch den Sägevorgang ausgesetzt gewesen sind. Dies erlaubt ein Aussortieren eventuell beim Sägeprozeß beschädigter Sensoren.
- Vor der Prüfung auf elektrische Funktionsfähigkeit und/oder Dichtheit kann ein Ausheilschritt eingefügt werden, der einerseits zu einer erhöhten Chipausbeute und andererseits zu einer erhöhten Sicherheit in dem Nachweis beschädigter Sensoren führt.
- Erfolgt eine Anordnung der Sensorelemente auf dem Substratwafer zu Paaren, insbesondere zu seitlich versetzten Paaren, so können gegenüber einem Waferstapel mit zwei streifenförmigen Anordnungen des Verbindungsmediums zwischen den einzelnen Sensorelementen bis zu 60 % mehr Sensoren pro Waferstapel untergebracht werden, ohne die für die Verbindungsstreifen erforderlichen Siebdruckstrukturbreiten verschmälern zu müssen. Das ist eine unerwartet einfache und billige Vorgehensweise.
- Werden Sockel auf dem Substratwafer vorgesehen, so können beim Aufbringen des Kappenwafers auf dem Substratwafer die Verbindungsstreifen, beispielsweise Streifen aus Sealglas, auf den Sockeln angeordnet werden. Das hat einerseits den Vorteil einer Flußbarriere für die Verbindungsstreifen, die dadurch besser lokal fixiert werden, andererseits ist eine einfachere Prüfung der Kavernen auf Dichtheit möglich, beispielsweise bei optischen Lecktestverfahren im Infraroten, für die durch die erhöhten Kavernenvolumen mehr Gas in den Kavernen zur Verfügung steht. Ferner erzielt man einen größeren Sicherheitsabstand des Sensorelements vom Kappenwafer. Die Sensorelemente kontaktierende Leiterbahnen können zudem zwischen den Sockeln und dem Substratwafer angeordnet werden. Dadurch bleibt für das Verkappen eine plane Sockelfläche bestehen, wodurch die Dichtheit der Kavernen gut gewährleistet wird.
- Der erhöhte Sicherheitsabstand ist auch mit umlaufenden Stegen erzielbar, die z.B. auf dem Kappenwafer angeordnet sind. Für die Sockel auf dem Substratwafer wie für die Stege auf dem Kappenwafer ist der Vorteil des erhöhten Sicherheitsabstands insbesondere bei der Gefahr eines Anklebens der Sensorelemente an den Kappenwafer aufgrund elektrostatischer Anziehungskräfte bzw. Adhäsionskräfte bedeutsam. Die Stege dienen zusätzlich beim Verkappen als Flußbarriere für das Verbindungsmedium, insbesondere für Sealglas als Verbindungsmedium.
- Ausführungsbeispiele der Erfindungen sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
1 ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung von Sensoren,2 einen Waferstapel ähnlich dem Stand der Technik gemäßUS 480 29 52 mit zwei Verbindungsstreifen zwischen benachbarten Sensorelementen,3 einen erfindungsgemäßen Waferstapel mit nur einem Verbindungsstreifen zwischen zwei unmittelbar benachbarten Sensorelementen, die jeder für sich eine hermetisch dichte Einheit bildet,4 einen erfindungsgemäßen Waferstapel mit einer üblichen und einer gespiegelten Sensorelementanordnung. -
1 zeigt ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung von Sensoren. Dabei sind ein Substratwafer1 und ein Kappenwafer3 in einer seitlichen Querschnittsansicht dargestellt. In dem Substratwafer1 werden Sensorelemente2 eingebracht (1a ) und mit Kontaktierungen (nicht eingezeichnet) versehen. Ein Kappenwafer3 wird hergestellt, der Stege4 und Kontaktierlöcher9 aufweist. Die Stege4 sind in der1a nur mit ihrem Querschnitt ersichtlich; sie erstrecken sich längs und quer zum gezeigten Querschnitt entsprechend der Anordnung der Sensorelemente auf dem Substratwafer, um nach einem später folgenden Verfahrensschritt die einzelnen Sensorelemente2 entlang jeweils einer geschlossenen Linie zur Bildung eines hermetisch abgeschlossenen Hohlraums zu umgeben. Die in den Kappenwafer eingebrachten Kontaktierlöcher9 sind entsprechend der auf dem Substratwafer gewählten Anordnung der Kontaktierungen angeordnet: Nach Aufbringung des Kappenwafers auf den Substratwafer sollen die Kontaktierlöcher die Zugänglichkeit zu den Kontaktierungen der Sensorelemente durch den Kappenwafer hindurch gewährleisten, beispielsweise um über einführbare Meßspitzen die Funktionstüchtigkeit der Sensorelemente überprüfen zu können bzw. um über nachträglich an den Kontaktierungen anbringbare Bonddrähte die Sensoren mit elektrischen Schaltungen zu verbinden. - In
1b ist gezeigt, wie auf die Stege4 des Kappenwafers3 Verbindungsstreifen5 aufgebracht werden, beispielsweise per Siebdruck. Diese Verbindungsstreifen bestehen beispielsweise aus Sealglas (Glaslot). In einem weiteren Schritt werden durch Wärmezufuhr6 die Verbindungsstreifen aus Sealglas (Sealglasstreifen) vorgetrocknet (1c ).1d zeigt, wie Substratwafer und Kappenwafer zueinander ausgerichtet werden, so daß die Sensorelemente zwischen den Sealglasstreifen zum Liegen kommen. Durch Druck und Temperatur, die mit der Zeit variieren können, werden der Kappenwafer3 und der Substratwafer1 über die Sealglasstreifen miteinander verbunden (Bonden, Sealing;1e ). Dabei können in die entstehenden Kavernen17 Gase unter definiertem Druck eingeschlossen werden. Nach dem eben beschriebenen Bondschritt erfolgt, wie in1f gezeigt, eine Prüfung auf elektrische Funktionstüchtigkeit der Sensorelemente bzw. auf Dichtheit der Kavernen. Hierzu sind vor dem Aufbringen des Kappenwafers3 auf den Substratwafer1 Kontaktierungen16 auf den Substratwafer aufgebracht worden, die die Sensorelemente2 elektrisch kontaktieren. Über diese Kontaktierungen16 erfolgt mittels einer Prüfvorrichtung10 die Prüfung der Sensorelemente auf elektrische Funktionstüchtigkeit. Diese elektrische Prüfung kann gleichzeitig zur Prüfung der Kavernen auf Dichtheit verwendet werden, da sich das Sensorsignal beispielsweise bei Beschleunigungssensorelementen mit der Zusammensetzung bzw. dem Druck des in den Kavernen eingeschlossenen Gases verändert. Wahlweise kann die Dichtheit jedoch auch separat beispielsweise über optische Lecktestverfahren, beispielsweise im Infraroten, geprüft werden. Schließlich wird der Waferstapel auf eine Folie12 als Unterlage aufgebracht und mit einer Sägevorrichtung11 zu Sensoren13 vereinzelt (1g ). Mittels einer Hebevorrichtung14 (1h ) erfolgt eine Selektion der im Prüfvorgang für gut befundenen Sensoren und ihre Plazierung in ein Gehäuse oder, wie in1h dargestellt, auf ein Hybridsubstrat15 . -
2 zeigt einen herkömmlichen Waferstapel, bei dem die Sealglasstreifen5 mit einer Breite21 auf Sockeln20 des Substratwafers1 angeordnet sind. Jedes Sensorelement2 wird von einem eigenen Sealglasstreifen5 umgeben. Zwischen den Sealglasstreifen5 benachbarter Sensorelemente ist in der dargestellten Anordnung ein Zwischenraum mit einer Ausdehnung vorgesehen, die sich aus einer Ritzgrabenbreite22 und zweimal einem Abstand23 zusammensetzt. Die Vereinzelung erfolgt wie vorgehend beschrieben durch Durchsägen des Kappenwafers3 und des Substratwafers1 zwischen benachbarten Sealglasstreifen. Die Sealglasstreifen5 haben herstellungstechnisch bedingt beispielsweise die Breite21 von 500 μm, die im in der2 gezeigten Fall der Sockelbreite entspricht. Zwischen benachbarten Sealglasstreifen ist ausreichend Platz vorgesehen, um sägen zu können. Dabei ist die Ritzgrabenbreite22 vorgesehen mit beispielsweise 100 μm, sowie beiderseits der Abstand23 von 2 mal 75 μm. Nachteilig an diesem Aufbau ist, daß viel Chipfläche benötigt wird. Zum einen sind zwei Sealglasstreifen zwischen benachbarten Sensorelementen vorgesehen, zum anderen ein extra Freiraum zum Sägen, charakterisiert durch Ritzgrabenbreite22 und Abstand23 . -
3 zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Waferstapels. Im Gegensatz zum Waferstapel nach2 ist zwischen benachbarten Sensorelementen nur ein Sealglasstreifen angeordnet. Entsprechend befindet sich nur ein Sockel zwischen benachbarten Sensorelementen mit einer neuen Sockelbreite31 , die etwas breiter gewählt ist als die Sockelbreite des Waferstapels nach2 . Beispielsweise wird die neue Sockelbreite31 zu 550 μm gewählt; sie setzt sich aus zwei Sockelbreiten33 und einer neuen Ritzgrabenbreite32 zusammen, die etwas breiter gewählt ist als die Ritzgrabenbreite22 aus2 . Die etwas größere Breite erklärt sich dadurch, daß man beim Sägen durch Glas ein breiteres Sägeblatt benötigt, da die schmalen Sägeblätter, die für Silizium verwendet werden, ungeeignet sind, da sie sich mit Glas zusetzen. - Um gegenüber der Anordnung nach
2 den Flächenaufwand für die Sealglasstreifen und vorgesehene Ritzgräben zu verringern, ist beim erfindungsgemäßen Waferstapel nach3 nur noch ein Sealglasstreifen zwischen benachbarten Sensorelementen vorgesehen. Durch einen Zweischrittsägeprozeß kann man die in der Beschreibung zu1 erwähnte Testbarkeit des Waferstapels erhalten, indem man zuerst nur den Kappenwafer und die Sealglasstreifen an vorgesehenen Stellen durchsägt, dann die einzelnen Sensorelemente auf elektrische Funktionstüchtigkeit bzw. die Kavernen auf Dichtheit prüft und dann mit einem zweiten Sägeschritt die Sensorelemente zu Sensoren vereinzelt. Das Sägen erfolgt unter Wasser. Dabei können Haarrisse entstehen, die sich mit Wasser füllen. Solche Beschädigungen im Sealglas durch den ersten Sägeschritt können durch einen Ausheil-Temperschritt vor dem Prüfen ausgeheilt werden. Die Sägeblattdicke und Körnigkeit des ersten Sägeschritts muß so gewählt werden, daß das Sealglas und der Kappenwafer gesägt werden kann. Beim zweiten Schritt kann entweder ein gleich breites oder ein schmaleres Sägeblatt verwendet werden. In Summe ergibt sich ein lateraler Platzaufwand für den Sealglasstreifen zwischen zwei benachbarten Sensorelementen von ca. 275 μm pro Chipkante im beschriebenen Ausführungsbeispiel. - Der Ausheil-Temperschritt erfolgt bei einer Temperatur zwischen beispielsweise 300 und 400°C. Der genaue Temperaturwert hängt vom verwendeten Sealglas ab. Bei diesem Ausheil-Temperschritt tritt das Wasser aus den Kapillaren aus und kleine Risse im Sealglas, die kein Leck für die benachbarten Kavernen darstellen, heilen aus. Falls ein Riß jedoch ein verborgenes Leck darstellt, dann tritt es nach Entweichen des Wassers in Erscheinung und kann im Prüfvorgang entweder über das Testen der elektrischen Funktionstüchtigkeit der Sensorelemente oder über sonstige Lecktestverfahren, beispielsweise optische Verfahren im Infraroten oder Gasdetektion außerhalb der Kavernen, nachgewiesen werden.
- Alternativ zu einem Siebdruckverfahren für das Aufbringen der Sealglasstreifen kann auch Schablonendruck oder aber ein anderes ganzflächiges Beschichtungsverfahren eingesetzt werden. Auch unstrukturierte Kappenwafer, d. h. ohne Stege
4 , sind in diesem Verfahren verwendbar. Statt Sealglas (frit glass seal) können auch andere Materialien eingesetzt werden, die zwei Wafer gasdicht miteinander verbinden können, beispielsweise Kleber, Thermoplaste, sonstige Kunststoffe oder Lote. Es ist auch möglich, einen Kappenwafer aus Glas zu verwenden, der anodisch auf den Sockeln des Substratwafers gebondet wird. Dies ist möglich, da Leiterbahnen, die zur Kontaktierung der Sensorelemente dienen, unterhalb der Sockel verlaufend anordenbar sind, so daß vor einem anodischen Bonden die planen Oberflächen der Sockel elektrochemisch poliert werden können. Prinzipiell ist das Verfahren auch nicht auf eingebrachte Sensorelemente beschränkt, sondern jegliche Art von „Anordnung", die vor mechanischen und/oder thermischen Einflüssen geschützt werden soll bzw. von einer definierten Gasumgebung umgeben sein soll, kann platzsparend mit dem beschriebenen Verfahren hermetisch abgeschlossen werden. -
4 zeigt zwei Draufsichten auf erfindungsgemäße Waferstapel.4a zeigt eine „normale" Anordnung40 von Senorelementen2 im Waferstapel. Die Sensorelemente2 sind dabei gestrichelt eingezeichnet, da sie in der Draufsicht vom Kappenwafer3 verdeckt sind. Durch die Kontaktierlöcher9 ist ein Blick auf den Substratwafer möglich. Jedem Sensorelement sind Kontaktierungen16 zugeordnet. Die mit Bezugszeichen43 versehene Linie markiert den Querschnitt, der in3 dargestellt ist.4b zeigt eine „gespiegelte" Anordnung41 der Sensorelemente2 im Waferstapel. Gegenüber der normalen Anordnung40 sind bei der gespiegelten Anordnung41 die einzelnen Sensorelemente seitlich versetzt zueinander angeordnet. Es erniedrigt sich die Zahl der notwendigen Kontaktierlöcher9 , da sich zwei Sensorelemente jeweils ein Kontaktierloch9 teilen. Durch die seitlich versetzte Anordnung erhöht sich außerdem die mechanische Stabilität des Waferstapels gegenüber einer Anordnung, bei der sich zwar zwei Sensorelemente jeweils ein Kontaktierloch teilen, Kontaktierlöcher und Sensorelemente aber jeweils genau entlang einer Linie angeordnet sind (nicht dargestellt in4 ). - Eine Sägelinie
44 beispielsweise in der gespiegelten Anordnung nach4b verläuft horizontal durch die Mitte des vollständig eingezeichneten Kontaktierlochs9 und setzt sich entlang eines mit Sealglas aufgefüllten kontaktfreien Bereichs42a zwischen zwei benachbarten Sensorelementen in der Zeichnung nach rechts hin fort. Eine weitere Sägelinie verläuft senkrecht zur Sägelinie44 mitten durch den kontaktfreien Bereich42b . - Die in
4a und b gezeigten Anordnungen stellen nur einen Ausschnitt aus einem Waferstapel mit vielen darin eingebrachten Sensorelementen dar. So ist in4b dementsprechend bei zwei der drei gezeigten Kontaktierlöcher9 nur die Hälfte dieser Kontaktierlöcher dargestellt. Bei der normalen Anordnung40 nach4a kann an zwei Chipkanten pro Sensorelement die erfindungsgemäße Sealglasstreifenanordnung eingesetzt werden, bei der in4b gezeigten gespiegelten Anordnung41 jedoch ist sie an drei Chipkanten pro Sensorelement einsetzbar. Die Abgrenzung eines Sensorelements zum zugeordneten Kontaktierloch ist weiterhin mit einem Sealglasstreifen mit einer Breite realisiert, die der Sockelbreite21 aus2 entspricht. Bei einer gespiegelten Anordnung41 gemäß4b ergibt sich eine Chipflächenersparnis von 60 % je Waferstapel gegenüber einer Anordnung40 , wenn bei letzterer eine Sealglasstreifenanordnung nach2 zugrundegelegt wird. Diese Zahl ergibt sich, wenn entlang des Querschnitts43 in4a von einer Länge von 2,3 mm pro Sensorelement inklusiver anteiliger Sealglasstreifen ausgegangen wird und senkrecht dazu von einem Längenbedarf von 2,8 mm pro Sensorelement und zugeordnetem Kontaktierloch ausgegangen wird. Das ergibt in dieser Anordnung einen Flächenbedarf von 6,44 mm2. Demgegenüber ergibt sich bei einer gespiegelten Anordnung nach4b mit erfindungsgemäßer Anordnung der Sealglasstreifen ein reduzierter Flächenbedarf von 3,92 mm2 pro Sensor ((2,3 mm – 2 × 0,35 mm) × (2,8 mm – 0,35 mm) = 3,92 mm2).
Claims (17)
- Verfahren zur Herstellung von Sensoren (
13 ) mit den Verfahrensschritten: (A) Anordnen von mindestens zwei Sensorelementen (2 ) an einem Substratwafer (1 ), (B) Versehen der Sensorelemente (2 ) mit elektrischen Kontakten (16 ) auf der gleichen Substratwaferseite, (C) Einbringen von Kontaktierlöchern (9 ) in einem Kappenwafer (3 ) (D) Aufbringen eines Verbindungsmediums in Form von Verbindungsstreifen (5 ) auf den Kappenwafer (3 ), wobei die Kontaktierlöcher (9 ) von den Verbindungsstreifen (5 ) umgeben sind, (E) Anordnen des Kappenwafers (3 ) am Substratwafer (1 ), derart, dass das Verbindungsmedium den Substratwafer (1 ) und den Kappenwafer (3 ) miteinander verbindet, – wobei Kavernen (17 ) gebildet werden in denen die Sensorelemente (2 ) angeordnet sind, – wobei die Kavernen (17 ) von den Verbindungsstreifen (5 ) umgeben sind, – wobei zwischen zwei aneinander grenzenden Kavernen (17 ) genau nur einer der Verbindungsstreifen (5 ) angeordnet ist, – wobei die elektrischen Kontakte (16 ) außerhalb der Kavernen (17 ) angeordnet sind, – wobei die elektrischen Kontakte (16 ) und die Kontaktierlöcher (9 ) gemeinsam von den Verbindungsstreifen (5 ) umgeben sind, (F) Hermetisches Abdichten der Kavernen (17 ) mittels des Verbindungsmediums, (G) Testen der Kavernen auf Dichtheit (H) Durchsägen des Kappenwafers (3 ) und der Verbindungsstreifen (5 ) an bestimmten Stellen, die jeweils die lateralen Außenseiten von Sensoren (13 ) bilden sollen, (I) Durchsägen des Substratwafers (1 ) in einzelne Sensoren (13 ). - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verfahrensschritt (H) ein Ausheilschritt durch Tempern erfolgt.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorelemente (
2 ) auf dem Substratwafer (1 ) zu Paaren angeordnet werden, wobei jedem Paar ein Kontaktierloch (9 ) zugeordnet wird, das Zugang gewährt zu den Kontaktierungen (16 ) der beiden Sensorelemente (2 ) des Paars. - Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Paare angeordnet werden und dass die Paare seitlich versetzt zueinander angeordnet werden.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Sockel (
20 ) auf dem Substratwafer (1 ) vorgesehen werden, und dass die Verbindungsstreifen (5 ) auf dem Kappenwafer (3 ) derart angeordnet sind, dass das Verbindungsmedium vermittels der Sockel (20 ) den Substratwafer (1 ) und den Kappenwafer (3 ) miteinander verbindet. - Nicht-vereinzelter Waferstapel mit – einem Substratwafer (
1 ) mit – mindestens zwei darauf aufgebrachten Sensorelementen (2 ), – einem auf diesen Substratwafer aufgebrachten Kappenwafer (3 ), – der mit einem Verbindungsmedium mit dem Substratwafer (1 ) verbunden ist, wobei durch das Verbindungsmedium gebildete Verbindungsstreifen (5 ) Kavernen (17 ), in der die Sensorelemente (2 ) jeweils angeordnet sind, hermetisch dicht abschließen, – mindestens je einer außerhalb jeder Kaverne angeordneten Kontaktierung (16 ) auf der gleichen Substratwaferseite zur elektrischen Kontaktierung des zugehörigen Sensorelements (2 ), – wobei in Bereichen (42 ) zwischen zwei auf dem Substratwafer (1 ) aufgebrachten Sensorelementen (2 ), in denen keine Kontaktierungen angeordnet sind, genau ein Verbindungsstreifen die Kavernen (17 ) voneinander trennt, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kontaktierloch (9 ) im Kappenwafer (3 ) außerhalb der Kavernen (17 ) vorhanden ist, das Zugang gewährt zur Kontaktierung (16 ). - Waferstapel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorelemente (
2 ) zu Paaren angeordnet sind und dass jedem Paar ein Kontaktierloch (9 ) im Kappenwafer (3 ) zugeordnet ist, das Zugang gewährt zu den Kontaktierungen (16 ) der beiden Sensorelemente (2 ) des Paars. - Waferstapel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Waferstapel mindestens zwei Paare aufweist und dass die Paare versetzt zueinander angeordnet sind.
- Waferstapel nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kappenwafer (
3 ) Stege (4 ) aufweist. - Waferstapel nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Substratwafer (
1 ) Sockel (20 ) aufweist. - Waferstapel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (
4 ) einstückig aus dem Kappenwafer (3 ) herausstrukturiert sind. - Waferstapel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Sockel (
20 ) und die Sensorelemente (2 ) aus einer auf den Substratwafer (1 ) aufgebrachten Polysiliziumschicht herausstrukturiert sind. - Verfahren zur Herstellung von Sensoren (
13 ) mit den Verfahrensschritten: (a) Anordnen von mindestens zwei Sensorelementen (2 ) an einem Substratwafer (1 ), (b) Aufbringen eines Verbindungsmediums in Form von Verbindungsstreifen (5 ) auf einen Kappenwafer (3 ) und/oder den Substratwafer (1 ) (c) Anordnen des Kappenwafers (3 ) am Substratwafer (1 ), derart, dass das Verbindungsmedium den Substratwafer (1 ) und den Kappenwafer (3 ) hermetisch dicht miteinander verbindet, – wobei Kavernen (17 ) gebildet werden in denen die Sensorelemente (2 ) angeordnet sind, – wobei die Kavernen (17 ) von den Verbindungsstreifen (5 ) umgeben sind, – wobei zwischen zwei aneinander grenzende Kavernen (17 ) genau nur einer der Verbindungsstreifen (5 ) angeordnet ist, (d) Durchsägen des Kappenwafers (3 ) und des an den Kavernen unmittelbar angrenzenden Verbindungsstreifens (5 ) an bestimmten Stellen zwischen den Kavernen (17 ), die jeweils die lateralen Außenseiten von Sensoren (13 ) bilden sollen, (e) Durchsägen des Substratwafers (1 ) in einzelne Sensoren (13 ). - Verfahren zur Herstellung von Sensoren (
13 ) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verfahrensschritt (d) ein Testen der Kavernen (17 ) auf Dichtheit erfolgt. - Verfahren zur Herstellung von Sensoren (
13 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 13 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verfahrensschritt (d) ein Ausheilschritt durch Tempern erfolgt. - Verfahren zur Herstellung von Sensoren (
13 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Kappenwafer (3 ) Stege (4 ) vorgesehen sind und die Verbindungsstreifen (5 ) im Verfahrensschritt (b) auf den Stegen (4 ) angeordnet werden. - Verfahren zur Herstellung von Sensoren (
13 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Substratwafer (1 ) Sockel (20 ) vorgesehen sind und die Verbindungsstreifen (5 ) im Verfahrensschritt (b) auf den Sockeln (20 ) angeordnet werden.
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