DE19700701A1 - Drehbohrmaschine für das Bohren in Gesteinsarten von geringer bis mittlerer Härte - Google Patents
Drehbohrmaschine für das Bohren in Gesteinsarten von geringer bis mittlerer HärteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Drehbohrmaschine für das Bohren von Ankerlöchern
auf Lafetten und das Setzen der Anker im geringe bis mittlere Härte aufweisenden
Gestein im Tunnel- und Bergbau mit einem Hydraulikmotor und korrespondierende
Zahnradwellen aufweisenden Gehäuse, wobei die vom Motorzahnrad angetriebene und
mit der Bohrstange zu verbindende Zahnradwelle an einem Ende einen Spülkopf mit
zugeordnetem, in die Zahnradwelle hineinreichenden Spülrohr und am anderen Ende
ein Bohrstangen-Einsteckende aufweist, das über einen Bajonettverschluß gesichert von
der Zahnradwelle zum Austausch gegen ein Ankerstangeneinsteckende gelöst werden
kann.
Im Tunnelbau sowie im Bergbau werden zur Sicherung der bergmännisch her
gestellten Hohlräume häufig Anker eingesetzt. Hierzu werden in das zu sichernde Ge
birge Ankerlöcher eingetrieben, in die dann die Anker in Form von langen Stahlstangen
eingesetzt und im Bohrlochtiefsten verklebt oder sonstwie festgesetzt werden. Am
Bohrlochmund wird auf das Gewinde des Ankers eine Ankermutter aufgesetzt, mit
deren Hilfe der Anker verspannt wird. Zur Anlage am Gebirge dient dabei eine so
genannte Kalottenplatte. Die Ankerlöcher werden je nach Härte des Gebirges mit
Schlagbohr- oder Drehbohrmaschinen ins Gebirge eingebracht. Überall dort, wo es die
Härte des Gesteins zuläßt, werden Drehbohrmaschinen eingesetzt, weil diese vom Auf
bau her einfacher und preisgünstiger sind. Diese Drehbohrmaschinen verfügen über ein
Gehäuse, in dem der indirekt auf die Bohrstange einwirkende Hydraulikmotor unterge
bracht ist. Dieser Hydraulikmotor treibt eine Zahnradwelle an, deren Zahnrad in dem
Zahnrad einer zweiten Zahnradwelle kämmt, die an einem Ende die Bohrstange auf
nimmt. Da aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen nur Bohrarbeiten zulässig sind, bei
denen das Bohrklein und der Bohrstaub niedergeschlagen oder abgesaugt werden, ist es
erforderlich durch die Bohrstange hindurch ein Medium vorzugsweise Wasser hindurch
zuschicken, das seinerseits über einen sog. Spülkopf in die Bohrstange hineingelangt. In
der Zahnradwelle befindet sich ein Spülrohr, das einmal mit dem Spülkopf fest verbun
den und dessen freies Ende in eine Bohrung hineinreicht in die von der gegenüberlie
genden Seite die Ankerstange eingeschraubt wird. Da die Drehbohrmaschine nicht nur
zum Bohren der Ankerlöcher, sondern auch zum "Einschrauben" des Ankers dient, ist
der Zahnradwelle ein Adapterstück zugeordnet, das ein leichtes Austauschen des Bohr
stangen-Einsteckendes gegen das Ankerstangen-Einsteckende ermöglicht. Dabei ist von
Nachteil, daß beim Einsetzen des Bohrstangen-Einsteckendes. Letztlich aber auch beim
Einsetzen des Ankerstangen-Einsteckendes ein Einfädeln auf das Spülrohr erforderlich
ist, um dessen genaue Position zu sichern. Dabei kann es leicht zu einem Beschädigen,
Schrägbiegen o. ä. kommen, so daß dann ein einwandfreier Betrieb nicht mehr mög
lich ist, das Austauschen des Spülrohres ist aufwendig und erfordert eine annähernd
vollständige Demontage der Drehbohrmaschine. Von Nachteil ist weiter, daß der Spül
kopf in den entsprechenden Teil des Gehäuses integriert und die Bohrstange umfassend
angeordnet ist. Dies führt zu Abdichtungsproblemen und bei Nichtgewährleistung der
Abdichtung zu Wassereinbrüchen im Getriebe. Erhebliche Schäden sind die Folge.
Nachteilig ist schließlich, daß das häufige Betätigen des Bajonettverschlusses bzw. das
häufige Einführen entweder des Bohrstangen-Einsteckendes oder des Ankerstangen-
Einsteckendes zu erheblichem Verschleiß an der Zahnradwelle führt, so daß diese be
schädigt wird bzw. aufgrund aufgetretenen Verschleißes ausgetauscht werden muß. Ein
Verschleiß tritt auch an den Einsteckenden auf, wobei dies beim Ankerstangen-Ein
steckende den Nachteil hat, daß dieses eine Einheit mit dem Ankersetzschlüssel, mit
dem die Ankermutter gedreht wird, bildet, so daß bei aufgetretenem Verschleiß das
gesamte Werkzeug, d. h. der Ankersetzschlüssel ausgetauscht werden muß.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine montagefreundliche und
auch bei austauschbarem Einsteckende vorteilhaft abgedichtete Drehbohrmaschine zu
schaffen.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß das Spülrohr mit
der Zahnradwelle für die Bohrstange mit dieser mitdrehend und mit dem Spülkopf über
einen Adapter verbunden und daß es begrenzt flexibel ausgebildet ist und daß die
Einsteckenden einer mit der Zahnradwelle lösbar verbundenen Buchse zugeordnet sind.
Bei einer derart ausgerüsteten und ausgebildeten Drehbohrmaschine treten zu
nächst einmal die beschriebenen Beschädigungen am Spülrohr bzw. dessen freien Ende
nicht mehr auf, weil das Spülrohrende beim Aufsetzen bzw. Einführen des jeweiligen
Einsteckendes sich aufgrund seiner begrenzten Flexibilität quasi selber einführt. Durch
entsprechend angepaßte Ausführung des Einsteckendes (Trompetenform) kann das Ein
führen weiter erleichtert werden. Darüber hinaus ist eine Abdichtung wesentlich er
leichtert, weil der Spülkopf nicht mehr die Bohrstange umfassend angeordnet, sondern
vielmehr über einen Adapter mit dieser verbunden ist. Schäden durch Spülung im Ge
triebe können nicht mehr auftreten. Langere Standzeiten können mit großer Sicherheit
erreicht werden. Eine weitere wesentliche Erleichterung ist dadurch erreicht, daß die
Einsteckenden nicht der Zahnradwelle unmittelbar zugeordnet, sondern vielmehr einer
Buchse zugeordnet werden, die ihrerseits mit der Zahnradwelle lösbar verbunden ist.
Dadurch kann bei aufgetretenem Verschleiß die Buchse leicht ausgewechselt werden,
ohne daß es erforderlich ist, die gesamte Zahnradwelle insgesamt auszutauschen. Eine
wesentliche Reduzierung der Betriebskosten ist die Folge, ganz davon abgesehen, daß
die Handhabung einer derartigen Drehbohrmaschine wesentlich erleichtert ist.
Nach einer zweckmäßigen Ausbildung ist zur Erreichung eines begrenzt flexi
blen Spülrohres vorgesehen, daß das Spülrohr über ein flexibles Mittelstück verfügt.
Dadurch bleibt die notwendige Stabilität des Spülrohres vorhanden, da beispielsweise
bei Ersatz des aus Metall bestehenden Spülrohres durch ein Kunststoffrohr ein zu gro
ßer Verschleiß am freien Ende des Spülrohres auftreten würde. Hier ist im völlig ge
sicherten Raum und zur Erreichung einer ausreichenden Flexibilität lediglich das Mit
telstück entsprechend ausgebildet. Dabei ist das Spülrohr über sein Adapterdrehteil im
Adapter drehbar gelagert, um wie weiter vorne beschrieben die Forderung zu erfüllen,
daß das Spülrohr sich mit der Zahnradwelle und der Bohrstange mitdreht, so daß
während des Betriebes überhaupt kein Verschleiß an dem empfindlichen Spülrohr auf
treten kann.
Nach einer weiteren zweckmäßigen Ausbildung ist zur Sicherung der Flexibilität
vorgesehen, daß dem dem Adapterdrehteil zugewandten Ende des Spülrohres einerseits
und dem freien Spülrohrende andererseits je eine Muffe zugeordnet ist, die ein kurzes
zwischengespanntes Hydraulikschlauchstück fixierend ausgebildet sind. Diese Hydrau
likschlauchstück hält den Wasserdruck problemlos aus und bringt die notwendige flexi
ble Ausbildung des Mittelstückes, ohne daß es erheblichen Aufwandes bedarf. Da
dieses Hydraulikschlauchstück nur eine geringe Lange aufweist, kann es durch Stauchen
o. ä. Probleme nicht zu einer Beschädigung des Spülrohres kommen und andererseits
ist ein sicherer Anschluß des Spülkopfes möglich, da hierzu nicht das Hydraulik
schlauchstück dient, sondern ein entsprechendes Spülrohrende.
Der dem Spülkopf zugewandte Teil der Zahnradwelle wird gegenüber dem Be
reich der Bohrstange abgedichtet, indem das Bohrstangen-Einsteckende eine Nut für auf
dem Spülrohr reibenden Dichtringe aufweist. Hier können drei oder vier oder mehr
Dichtringe vorgesehen werden, um die notwendige Sicherheit zu erreichen.
Eine weitere Abdichtung und zwar hier zwischen Zahnrad und Adapter wird
erreicht, indem der Adapter mit der Zahnradwelle über einen O-Ring abgedichtet ver
schraubt ist. Sollte es nun zu Undichtigkeiten kommen, wird das Wasser etwa parallel
zum Spülrohr nach vorn zum Bohrstangenansatz geführt, wo es wenn überhaupt ohne
Schaden zu verursachen austreten kann. Dabei ist ein Weg vorgegeben, der zwischen
Bohrstangeneinsteckende und Buchse entlang führt, weil nämlich zwischen der Buchse
und der Zahnradwelle wiederum am inneren Ende einen gegen die Zahnradwelle dich
tenden O-Ring aufweist, so daß hier das Wasser nicht vorbei kann.
Aufgrund der genauen Anordnung und Abdichtung kann es zu Schäden im Ge
triebe auch bei einem solch unwahrscheinlichen Fall nicht kommen.
Weiter vorn ist bereits erwähnt worden, daß der Spülkopf nicht mehr die Bohr
stange umfassend angeordnet ist, sondern vielmehr über einen Adapter mit diesem
verbunden, wobei dies die vorteilhafte Möglichkeit bietet, den Spülkopf außerhalb des
Gehäuses anzuordnen. Damit sind bessere Wasserführungsmöglichkeiten und Abdich
tungsmöglichkeiten gegeben, so daß eine derartige Drehbohrmaschine unantallig gegen
entsprechende Probleme wird.
Ebenfalls weiter vorne wurde darauf hingewiesen, daß die Buchse in die Zahn
radwelle eingeführt und mit dieser verbunden ist, wobei nach einer zweckmäßigen
Ausbildung vorgesehen ist, daß die Buchse und die Zahnradwelle über ein korrespon
dierend ausgebildetes Gewinde verfügen. Dadurch kann die Buchse in die Zahnradwelle
eingeschraubt werden, wo sie eine sichere Position einnimmt und evtl. auftretende
Kräfte aufnehmen kann. Da bei Drehbohrmaschinen immer in die gleiche Richtung
gedreht wird, ist ein Gewinde hier die optimale Verbindungsmöglichkeit. Denkbar ist
es dabei auch, andere Verbindungsmöglichkeiten für Buchse und Zahnradwelle dann
einzusetzen, wenn die Vorgabe der einen Drehrichtung nicht eingehalten werden kann.
Von nicht unerheblichen Nachteilen ist beim Stand der Technik, daß der Anker
setzschlüssel und das Ankerstangen-Einsteckende eine Baueinheit bilden, so daß bei
auftretendem Verschleiß am Einsteckende der gesamte Ankersetzschlüssel ausgetauscht
werden muß. Dies ist von erheblichem Nachteil, der dadurch vermieden werden kann,
daß das Ankerstangeneinsteckende über einen Schraubkopf lösbar mit dem Anker
setzschlüssel verbunden ist. Damit ist die Möglichkeit gegeben, bei auftretendem
Verschleiß am Einsteckende dies einfach vom übrigen Ankersetzschlüssel zu lösen und
gegen ein neues auszutauschen, zumal der eingetretene Verschleiß eben nur am Ein
steckende und nicht am ein langes Rohr darstellenden Ankersetzschlüssel.
Die Buchse wird wie erwähnt über ein Gewinde mit der Zahnradwelle verbun
den. Um bei festsitzender Buchse diese leicht lösen zu können, sieht die Erfindung vor,
daß das Ankerstangen-Einsteckende mit einem Lösewerkzeug für die Buchse verbind
bar ausgebildet ist und hierzu einen zwischen Schraubkopf und Einsteckführung an
geordneten und Bohrungen für Spannhülsen aufweisenden Rundsteg aufweist. Damit
kann ein derartiges Lösewerkzeug einfach ausgebildet werden und zwar durch Integrie
rung des Ankerstangen-Einsteckendes, das einfach wie beschrieben mit einem langen
Hebelarm ausgerüstet wird und dadurch die Möglichkeit bietet, entweder von Hand
oder mit Hilfe von Hammerschlägen die festsitzende Buchse zu lösen. Um längere
Standzeiten für die Buchse insgesamt zu gewährleisten, ist weiter erfindungsgemäß
vorgesehen, daß die Buchse gehärtet ist. Durch das Ein- und Ausführen der Einsteckenden
kommt es zwar auch bei der gehärteten Buchse noch zu Verschleißerscheinun
gen, in der Regel aber eher an den Einsteckenden als an der Buchse, so daß diese gute
Standzeiten gewährleistet.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß eine Drehbohr
maschine geschaffen ist, die durch Verlagerung des Spülkopfes an den Randbereich des
Gehäuses und durch entsprechende Abdichtungsmaßnahmen durch Spülungen im Ge
triebe nicht mehr gefährdet ist. Darüber hinaus können bei auftretenden Verschleißer
scheinungen relativ kleine Bauteile ausgewechselt werden, indem nämlich die Einsteck
enden einer Buchse zugeordnet sind, die ihrerseits in die zugeordnete Zahnradwelle
eingesetzt ist. Das Spülrohr als solches wird von Beschädigungen und auch von Ver
schleiß weitgehend freigehalten, indem es begrenzt flexibel ausgebildet und so angeord
net ist, daß es mit der Zahnradwelle mitdreht, so daß es hier Verschleiß nicht geben
kann. Insgesamt gesehen ist damit eine Drehbohrmaschine geschaffen, die lange Stand
zeiten gewährleistet und darüber hinaus ein sicheres Arbeiten, da es wenn überhaupt
nur zu Verschleiß an kleinen Bauteilen kommen kann, die leicht auszutauschen sind.
Diese Verschleißteile, d. h. insbesondere die Einsteckenden können vorgehalten wer
den, so daß eine entsprechende "Reparatur" innerhalb weniger Minuten durchgeführt
werden kann.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt
ist. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt der Drehbohrmaschine,
Fig. 2 eine Vorkopfansicht vom Einsteckende her gese
hen,
Fig. 3 einen Ankersetzschlüssel im Längsschnitt,
Fig. 4 eine Vorkopfansicht des Ankersetzschlüssels,
Fig. 5 ein Bohrstangeneinsteckende im Schnitt,
Fig. 6 eine Vorderansicht des Bohrstangeneinsteckendes,
Fig. 7 ein Ankerstangeneinsteckende, teilweise im Schnitt,
Fig. 8 eine Vorkopfansicht des Ankerstangen-Einstecken
des,
Fig. 9 ein Lösewerkzeug in Seitenansicht und
Fig. 10 das Lösewerkzeug in Vorkopfansicht.
Fig. 1 zeigt die Drehbohrmaschine 1 im Schnitt, wobei im oberen rechten Be
reich der Hydraulikmotor 2 angedeutet ist. Dieser Hydraulikmotor 2 arbeitet auf die
Zahnradwelle 3, deren aufsitzendes Zahnrad 4 im Zahnrad 6 kämmt, das seinerseits die
Zahnradwelle 5 aufweist, die auf die Bohrstange 14 einwirkt.
Der Hydraulikmotor 2 wird über die Hydraulikleitungen 7 mit Hydrauliköl oder
auch mit schwer entflammbaren HFC-Flüssigkeiten betrieben.
Mit 8 ist das Lager für die Zahnradwelle 3 und mit 9 das Lager für die Zahn
radwelle 5 bezeichnet. All diese Teile sind im Gehäuse 10 untergebracht, das am obe
ren Rand über eine Aufhängung 11 verfügt, über die die ganze Drehbohrmaschine 1
leichter transportiert werden kann. Eine derartige Drehbohrmaschine 1 wird mit Hilfe
einer hier nicht dargestellten Lafette betrieben, wobei die Aufhängung 11 auch hier
wiederum zu Verbindungszwecken eingesetzt werden kann. Erkennbar ist, daß die Öse
12 der Aufhängung 11 aus dem Gehäuse 10 herausgedreht werden kann.
Zur Verbindung mit der Bohrstange 14 ist der Zahnradwelle 5 ein Bohrstangen-
Einsteckende 15 zugeordnet. Die Zahnradwelle 5 ist hierzu am Ende 16 mit einer
entsprechend großen Bohrung versehen. Nähere Einzelheiten dazu werden weiter hinten
erläutert.
Am gegenüberliegenden Ende 19 der Zahnradwelle 5 ist der Spülkopf 17 an
geordnet, der über einen Adapter 24 mit dem Spülrohr 18 verbunden ist, über das das
Spülwasser in die Bohrstange 14 eingespült werden kann. Die Bohrstange 14 verfügt
hierzu über einen Innenkanal 13.
Das Einsteckende 15 verfügt über eine Durchgangsbohrung 32 und damit über
eine Führung 20 für das Spülrohr 18, wenn beim Austausch des Einsteckendes 15 ge
gen das Ankerstangen-Einsteckende 22 gemäß Fig. 7 ein Überschieben über das freie
Ende des Spülrohres 18 erforderlich ist. Zum Festlegen des Einsteckendes 15, 22 dient
ein Bajonettverschluß 21, der ein Festsetzen mit einfachem halben Drehvorgang er
möglicht.
Fig. 1 läßt deutlich erkennen, daß die Einsteckenden 15, 22 nicht direkt in der
Zahnradwelle 5 festgelegt werden, sondern vielmehr in einer in dieser angeordneten
Buchse 25. Die Buchse 25 ist ihrerseits in die Zahnradwelle 5 einschraubbar. Beide
Teile verfügen hierzu über ein Gewinde 36, 37.
Erwähnt sei hier noch das Einschraubgewinde 23, das ein Festlegen der Bohr
stange 14 im Bohrstangen-Einsteckende 15 ermöglicht. Es versteht sich, daß die Bohr
stange 14 über ein korrespondierendes Gewinde verfügt. Bevor bei der Auf- oder Um
rüstung die Bohrstange 14 eingeschraubt wird, muß vorher das Bohrstangen-Einsteck
ende 15 über den Bajonettverschluß 21 festgelegt werden bzw. vorher in die Zahnrad
welle 5 eingesetzt werden. Dabei ist ein einfädeln des freien Spülrohrendes 28 in das
Bohrstangen-Einsteckende 15 erforderlich, was dadurch erleichtert wird, daß das Spül
rohr 18 über ein flexibles Mittelstück 26 verfügt. Dieses flexible Mittelstück 26 wird
über ein Hydraulikschlauchstück 31 erreicht, das über zwei Muffen 27, 29 fixiert ist,
die einmal dem freien Spülrohrende 28 und zum anderen dem Adapterdrehteil 30 zu
geordnet sind. Deutlich erkennbar ist, daß durch die beschriebene Ausbildung und das
Hydraulikschlauchstück 31 die gewünschte und notwendige Flexibilität gewährleistet
ist. Zu Beschädigungen am Spülrohr 18 bzw. dessen Spülrohrende 28 kann es nun nicht
mehr kommen, zumal wie insbesondere Fig. 5 entnommen werden kann, an diesem
Ende eine gezielte Führung 20 vorgesehen ist, die aufgrund ihrer Trichterform ein
leichtes Einschieben bzw. Überschieben des Bohrstangen-Einsteckendes 15 sicherstellt.
Zur Abdichtung sind im Bohrstangen-Einsteckende 15 eine Nut 33 mit Dicht
ringen 34 vorgesehen, wobei die Dichtringe 34 auf dem Spülrohr 18 reiben und da
durch eine entsprechende Abdichtung erbringen. Auch der Adapter 24 ist über einen
O-Ring 35 so ausgerüstet, daß hier eventuell austretendes Wasser nicht schädigend für
das Getriebe austreten kann. Schließlich ist das innere Ende 38 der Buchse 25 mit
O-Ringen 39 versehen, die sicherstellen, daß auch hier Wasser nicht nach außen durch
treten kann. Erkennbar ist in Fig. 1, daß wenn überhaupt Wasser nur durch den ent
sprechend nicht gesicherten Bereich zwischen Bohrstangen-Einsteckende 15 und Buchse
25 austreten kann, wo es keinen Schaden anrichten kann.
Der Spülkopf 17 seinerseits ist über den Adapter 24 mit dem Spülrohr 18 ver
bunden, wobei sich auch der Adapter noch zusammen mit der Zahnradwelle 5 dreht.
Um ein Mitdrehen des Spülkopfes 17 zu verhindern, wird dieser einfach mit dem Ge
häuse 10 verbunden oder aber über die Winkelverschraubung 40 so festgelegt, daß ein
Mitdrehen unterbleibt.
Fig. 2 zeigt eine Vorkopfansicht der Drehbohrmaschine 1 und zwar von dem
Bohrstangen-Einsteckende 15 aus gesehen. Erkennbar ist hier so auch der Bajonett
verschluß 21 und der sich auf den Stützkragen 50 der Buchse 25 abstützende Stütz
kragen 49 des Bohrstangen-Einsteckendes 15. Im oberen Teil ist der Verschlußdeckel
54 zu erkennen, der das Lager 8 der Zahnradwelle 3 bzw. des Zahnrades 4 abdeckt.
Fig. 3 zeigt einen Ankersetzschlüssel 42, der benötigt wird, um insbesondere
die hier nicht dargestellte Ankerschraube auf die Ankerstange aufzudrehen und damit
den Anker im Gebirge zu verspannen. Dieser Ankersetzschlüssel 42 verfügt an einem
Ende über die Aufnahme 52 für die hier nicht dargestellte Ankermutter und am anderen
Ende über das Ankerstangen-Einsteckende 22, das hier lösbar mit dem eigentlichen
Ankersetzschlüssel 42 verbunden ist, während die Aufnahme 52 mit dem Einsteckende
53 eine Baueinheit bildet. Leicht erkennbar ist, daß das Ankerstangen-Einsteckende 22
über einen Schraubkopf 41 verfügt, der ein Einschrauben in das zugeordnete Ende des
Ankersetzschlüssels 42 ermöglicht und zwar bis der Rundsteg 45 gegen das entspre
chende Endstück des Ankersetzschlüssels 42 anstößt. Ein derartiges lösbares Anker
stangen-Einsteckende 22 ist in Fig. 7 und in Fig. 8 wiedergegeben, während Fig. 4
eine Draufsicht auf das Einsteckende 53 wiedergibt.
Da dieses Ankerstangen-Einsteckende 22 nicht nur zur Verbindung mit dem
Ankersetzschlüssel 42 dienen soll, sondern gleichzeitig auch zum Lösen oder ggf. auch
Festsetzen der Buchse 25 kann es wie die Fig. 9 und 10 zeigen mit einem Löse
werkzeug 43 verbunden werden. Hierzu wird auf den Schraubkopf 41 eine Mutter 51
aufgeschraubt, während das eigentliche Lösewerkzeug 43 über die Einsteckführung 44
geschoben und dann durch im Rundsteg 45 vorgesehene Bohrungen 46, 47 hindurch
geschobene Spannhülse 48 festgesetzt zu werden. Diese Ausbildung des Lösewerkzeugs
43 gibt die Möglichkeit auch bei festsitzender Buchse 25 diese leicht zu demontieren.
Während die Fig. 7 und 8 das Ankerstangen-Einsteckende 22 zeigen, geben
die Fig. 5 und 6 das Bohrstangen-Einsteckende 15 wieder, wobei deutlich wird,
daß beide Einsteckenden 15, 22 über die Einsteckführung 44 verfügen, die Teil des
Bajonettverschlusses 21 sind und ein leichtes und schnelles Festsetzen in der Buchse 25
sicherstellen.
Fig. 5 zeigt weiter die Durchgangsbohrung 32, die am den Stützkragen 49 auf
weisenden Ende das Einschraubgewinde 23 aufweist. Dieses Einschraubgewinde 23
endet in ein gewindefreies Endstück 23', wobei von der anderen Seite, d. h. von der
Führung 20 her das hier nicht eingezeichnete Spülrohr 18 eingeschoben wird. Sein
freies Spülrohrende 28 endet im Abstand zum gewindefreien Endstück 23'. Die Be
festigung der Drehbohrmaschine 1 auf der hier nicht dargestellten Lafette erfolgt mittels
eines Adapterschlittens. Sie kann vom Steuerstand des Bohrarmes aus hydraulisch ge
steuert werden. Das Gehäuse 10 der Drehbohrmaschine 1 ist aus nicht funkenbildendem
Stahl hergestellt, so daß es sich insbesondere auch für den Einsatz im untertägigen
Bergbau eignet. Aufgrund der hohen Drehzahl und dem hohen Drehmoment in Verbin
dung mit einer guten Spülung sind vergleichsmäßig sehr hohe Bohrleistungen zu erzie
len. Vorteilhaft ist weiter die einfache Bauweise, die es ermöglicht, Wartungsarbeiten
und evtl. Reparaturen zumindest zum großen Teil auf der Lafette sitzend auszuführen.
Vorteilhaft ist der axiale Andruck beim Bohren, der bis 30 kN betragen kann. Die
Buchse 25 zur Aufnahme des Bohrstangen-Einsteckendes 15 ist konstruktiv vom Ge
triebe der Drehbohrmaschine 1 getrennt. Dadurch kann die Buchse 25 bei Verschleiß
kostengünstig und schnell ausgetauscht werden, wozu auch das beschriebene Gewinde
36, 37 und die einfache Ausführung des Lösewerkzeugs 43 dient. Der axiale Andruck
des Bohrstangen-Einsteckendes 15 wird verschleißmindernd an der Stirnseite der Buch
se 25, zur Aufnahme des Bohrstangen-Einsteckendes 15, auf die Drehbohrmaschine 1
übertragen. Auf die Vorteile des externen Spülkopfes 17 ist weiter vorne bereits hinge
wiesen worden, wobei vorteilhaft auf marktgängige Spülköpfe zurückgegriffen werden
kann. Das flexible, sich mitdrehende Spülrohr führt zu einer weiteren Erhöhung der
Standzeit einer derartigen Drehbohrmaschine 1.
Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden,
werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.
Claims (12)
1. Drehbohrmaschine (1) für das Bohren von Ankerlöchern auf Lafetten
und das Setzen der Anker im geringe bis mittlere Härte aufweisenden Gestein im Tun
nel- und Bergbau mit einem Hydraulikmotor (2) und korrespondierende Zahnradwellen
(3, 5) aufweisenden Gehäuse (10), wobei die vom Motorzahnrad (4) angetriebene und
mit der Bohrstange (14) zu verbindende Zahnradwelle (5) an einem Ende (19) einen
Spülkopf (17) mit zugeordnetem, in die Zahnradwelle (5) hineinreichenden Spülrohr
(18) und am anderen Ende (16) ein Bohrstangeneinsteckende (15) aufweist, das über
einen Bajonettverschluß (21) gesichert von der Zahnradwelle (5) zum Austausch gegen
ein Ankerstangeneinsteckende (22) gelöst werden kann,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Spülrohr (18) mit der Zahnradwelle (5) für die Bohrstange (14) mit dieser
mitdrehend und mit dem Spülkopf (17) über einen Adapter (24) verbunden und daß es
begrenzt flexibel ausgebildet ist und daß die Einsteckenden (3, 5) einer mit der Zahn
radwelle (5) lösbar verbundenen Buchse (25) zugeordnet sind.
2. Drehbohrmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Spülrohr (18) über ein flexibles Mittelstück (26) verfügt.
3. Drehbohrmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Spülrohr (18) über sein Adapterdrehteil (30) im Adapter (24) drehbar gelagert
ist.
4. Drehbohrmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem dem Adapterdrehteil (30) zugewandten Ende des Spülrohres (18) einerseits
und dem freien Spülrohrende (28) andererseits je eine Muffe (27, 29) zugeordnet ist,
die ein kurzes zwischengespanntes Hydraulikschlauchstück (31) fixierend ausgebildet
sind.
5. Drehbohrmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bohrstangeneinsteckende (15) eine Nut (33) für auf dem Spülrohr (18) reiben
den Dichtringe (34) aufweist.
6. Drehbohrmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Adapter (24) mit der Zahnradwelle (5) über einen O-Ring (35) abgedichtet
verschraubt ist.
7. Drehbohrmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Spülkopf (17) außerhalb des Gehäuses (10) angeordnet über den Adapter (24)
mit dem Spülrohr (18) verbunden ist.
8. Drehbohrmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Buchse (25) und die Zahnradwelle (5) über ein korrespondierend ausgebildetes
Gewinde (36, 37) verfügen.
9. Drehbohrmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Buchse (25) am inneren Ende (38) einen gegen die Zahnradwelle (5) dichten
den O-Ring (39) aufweist.
10. Drehbohrmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ankerstangen-Einsteckende (22) über einen Schraubkopf (41) lösbar mit dem
Ankersetzschlüssel (42) verbunden ist.
11. Drehbohrmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ankerstangen-Einsteckende (22) mit einem Lösewerkzeug (43) für die Buchse
(25) verbindbar ausgebildet ist und hierzu einen zwischen Schraubkopf (41) und Ein
steckführung (44) angeordneten und Bohrungen (46, 47) für Spannhülsen (48) aufwei
senden Rundsteg (45) aufweist.
12. Drehbohrmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Buchse (25) gehärtet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19700701A DE19700701C2 (de) | 1997-01-13 | 1997-01-13 | Drehbohrmaschine mit Werkzeugaufnahme und Spülmittelzufuhr |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19700701A DE19700701C2 (de) | 1997-01-13 | 1997-01-13 | Drehbohrmaschine mit Werkzeugaufnahme und Spülmittelzufuhr |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19700701A1 true DE19700701A1 (de) | 1998-07-16 |
| DE19700701C2 DE19700701C2 (de) | 2003-05-15 |
Family
ID=7817148
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19700701A Expired - Lifetime DE19700701C2 (de) | 1997-01-13 | 1997-01-13 | Drehbohrmaschine mit Werkzeugaufnahme und Spülmittelzufuhr |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19700701C2 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CN118564177A (zh) * | 2024-08-01 | 2024-08-30 | 烟建集团有限公司 | 一种长螺旋岩层钻孔装置 |
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- 1997-01-13 DE DE19700701A patent/DE19700701C2/de not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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