DE19700507C2 - Seitenairbageinrichtung - Google Patents
SeitenairbageinrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf
eine in einem Sitz integrierte
Seitenairbageinrichtung.
Bisher sind die in den Dokumenten JP-A 7-
215159 und JP-A 7-228213 offenbarten Bauweisen als
Beispiel für eine Seitenairbageinrichtung bekannt,
welche einen Seitenairbag am Seitenabschnitt einer
Rückenlehne aufweist. Das Dokument JP-A 6-227348
offenbart ferner eine Seitenairbageinrichtung, in
welcher ein Thoraxgassack und ein Kopfgassack
integriert sind, wobei beide Airbags mit einer
Türverkleidung zusammenwirken, und wobei sich der
Thoraxgassack zuerst entfaltet. Das Dokument JP-A
5-294195 offenbart eine Airbageinrichtung, bei der
ein in einer Türverkleidung aufgenommener
Seitenairbag eine Gestalt ausbildet, in welcher
ein Bereich ausgespart ist, der störend in einen
Sicherheitsgurt eingreifen würde. Das Dokument JP-
A 0 5-139232 offenbart eine Seitenairbageinrich
tung, bei der ein Airbag zumindest in einen oberen
Abschnitt und einen unteren Abschnitt geteilt ist
und sich derart entfaltet, daß ein Freiraum mit
einer vorbestimmten Höhe an einem oberen Abschnitt
einer Gurtbahn eines Fahrzeugs ausgebildet wird.
Bei diesen Seitenairbageinrichtungen wird eine
Airbag-Vorrichtung am Seitenabschnitt einer
Rückenlehne oder dem Seitenabschnitt eines
Sitzpolsters angeordnet. Wenn auf die Seite des
Fahrzeugs eine äußere Kraft aufgebracht wird
entfaltet sich ein Gassack, der innerhalb der
Airbag-Vorrichtung aufgenommen ist, aufgrund der Gas
einführung von einem Gasgenerator, welcher in der Airbag-
Vorrichtung angeordnet ist. Der Gassack entfaltet sich zu den
Seitenbereichen der Brust und des Kopfs eines Insassen, der
auf dem Sitz sitzt, um seine Brust und Kopf vom Aufprall
zu schützen.
Diese Seitenairbageinrichtungen werden jedoch durch die
Verschiebelage des Sitzes nach vorn und nach hinten und den
Neigungswinkel der Rückenlehne beeinflußt. Insbesondere wenn
der Sitz in seiner hintersten Position und die Rückenlehne
nach hinten gerichtet geneigt ist, kann ein sich von einer am
oberen Abschnitt einer B-Säule bzw. einer B-Säule
vorgesehenen Verankerung einer Sicherheitsgurt-Vorrichtung
erstreckender Gurt störend in den entfalteten Gassack
eingreifen.
Angesichts dieser Probleme ist es Aufgabe der vorlie
genden Erfindung, eine Seitenairbageinrichtung zu schaffen,
welche eine gegenseitige Beeinflussung zwischen einem Gurt
und einem Gassack verhindern kann.
Diese Aufgabe wird gemäß einem ersten Aspekt der
vorliegenden Erfindung durch die Merkmale des Patentanspruchs
1, und gemäß einem zweiten Aspekt durch die Merkmale des
Patentanspruchs 6 gelöst.
Wenn somit eine ausreichend große äußere Kraft auf die
Seite des Fahrzeugs aufgebracht wird, kann sich der Gassack
aus der Säule zur Front des Fahrzeugs frei entfalten, um den
Seitenbereich von Fahrzeuginsassen zu schützen. Durch die
erfindungsgemäßen Maßnahmen wird überdies entweder die
konstante bzw. gleichverlaufende Bahn der Gurtführungsein
richtung derart beibehalten, daß sich der Gurt durch den Raum
hinter der Säule erstreckt, oder der Gurt wird in den Sitz
unmittelbar integriert, so dass eine gegenseitige
Beeinflussung zwischen dem Gurt und dem Gassack vermieden
wird.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
Mit der Weiterbildung der Ansprüche 3 bzw. 6 ergibt sich
der besondere Vorteil, dass dann, wenn die äußere Kraft auf
die Seite des Fahrzeugs einwirkt, sich der Gassack frei
derart entfalten kann, dass er gleichzeitig den Brustkorb und
Kopf des Insassen schützt. Dabei ist weiter von Vorteil, dass
der Gassack dann, wenn der Insasse seinen Arm auf dem unteren
Rand der Fensteröffnung der Tür anordnet, während der
Entfaltung den Arm des Insassen nach vorne drückt und bewegt.
Durch geeignete Anordnung und Ausgestaltung der
Gurtführungen an der Rückenlehne lässt sich die Entfaltung
des zumindest einen Gassacks weiter optimieren, und zwar auch
für den Fall, dass ein Aufrollautomat des Sicherheitsgurts -
wie im Anspruch 6 beinhaltet - an der B-Säule befestigt ist.
Hierdurch ergibt sich der besondere Vorteil eines einfachen
Nachrüstens von Fahrzeugen mit der erfindungsgemäßen
Einrichtung.
Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen
anhand der Figuren der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht, die von innen
aus einer vorderen Richtung eines Fahrzeugs betrachtet eine
Seitenairbageinrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht, die von innen
aus einer vorderen Richtung eines Fahrzeugs betrachtet eine
Seitenairbageinrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht, die von innen
aus einer vorderen Richtung eines Fahrzeugs betrachtet eine
Seitenairbageinrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt;
Eine Seitenairbageinrichtung gemäß einer ersten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend
anhand von Fig. 1 erläutert.
In allen Figuren bezeichnet der Pfeil VW eine Vorwärts
richtung eines Fahrzeugs; Pfeil AUF zeigt eine Aufwärtsrich
tung des Fahrzeugs an; und Pfeil IN bezeichnet eine Innen
richtung des Fahrzeugs in dessen Querrichtung.
Gemäß der Darstellung in Fig. 1 ist ein Vordersitz 10 bei
einer Seitenairbageinrichtung gemäß der ersten
Ausführungsform in Längsrichtung des Fahrzeugs durch einen
nicht dargestellten Verstellmechanismus bewegbar, der
unterhalb eines Sitzpolsters 12 angeordnet ist. Ferner kann
der Neigungswinkel einer Rückenlehne 14 in Längsrichtung des
Fahrzeugs durch einen Drehmechanismus verändert werden, der
an einem Abschnitt vorgesehen ist, welcher die Rückenlehne 14
mit dem Sitzpolster 12 verbindet.
Eine nicht dargestellte Gurtrückhalteautomatik ist un
terhalb einer B-Säule 16 angeordnet. Ein auf die Gurt
rückhalteautomatik aufgenommener Gurt 18 durchgreift einen
Durchgangsring 20, der an den oberen Abschnitt des Mittel
holms 16, d. h. der B-Säule angefügt ist, und ein Endabschnitt
18A ist an einer Verankerung oder ähnlichem in der
Nachbarschaft des unteren Endes der B-Säule 16 befestigt.
Eine Gurtzunge 22 ist zum Einfügen zwischen dem
Durchgangsring 20 und dem oben beschriebenen
Befestigungspunkt vorgesehen. Durch Eingreifen der Gurtzunge
22 in ein Gurtschloß 24, welches an einer zentralen Seite
eines nicht dargestellten Bodens quer zum Vordersitz 10
angeordnet ist, kann der Gurt 18 an eine Frontfläche eines
nicht dargestellten Insassen aufgebracht werden, der im
Vordersitz 10 sitzt.
Eine Säule 28 ist an einem einer Seitentür 26 gegen
überliegenden Seitenabschnitt 14A der Rückenlehne 14 derart
vorgesehen, daß die Säule 28 einstückig mit der Rückenlehne
14 bewegbar ist. Die Höhe eines oberen Endabschnitts 28A der
Säule 28 ist seitlich betrachtet gleich der einer Kopfstütze
29. Die Säule 28 ist an einem Rahmen der Rückenlehne 14
befestigt und bewegt sich zusammen mit der Rückenlehne 14.
Ein Gassack 30 ist im zusammengefalteten Zustand
innerhalb der Säule 28 aufgenommen. Ein Gasgenerator zum
Füllen und Entfalten des Gassacks 30 ist ebenfalls in der
Säule 28 aufgenommen. An einem vorderen Abschnitt der Säule
28 ist ein Deckel vorgesehen. Zum Zeitpunkt des Entfaltens
des Gassacks 30 wird der Deckel aufgrund der Füllkraft des
Gassacks 30 derart geöffnet, daß sich der Gassack 30 zwischen
der Seitentür 26 und dem Insassen entfaltet.
Die Größe des Gassacks 30 wird derart festgelegt, daß der
Brustkorb und der Kopf eines Insassen gleichermaßen geschützt
werden können. In dem Fall, wenn der Insasse einen Arm 31 am
unteren Rand der Fensteröffnung 26A der Seitentür 26 anordnet
(dem durch die Strich-Punkt-Linie in Fig. 1 dargestelltem
Fall), wird der Gassack 30 entfaltet, wobei er den Arm 31
nach vorne (die Richtung des Pfeils A in Fig. 1) drückt und
bewegt.
Ein als Gurtführung dienendes Führungselement 32 ist in
Querrichtung des Fahrzeugs an einem äußeren
Seitenschulterabschnitt 14B der Rückenlehne 14 vorgesehen
(nachfolgend "äußerer Seitenschulterabschnitt 14B" genannt),
der an der Innenseite des Fahrzeugs bezüglich der Säule 28
und in der Nähe der Säule 28 vorgesehen ist. Der Gurt 18
durchgreift das Führungselement 32.
Nachfolgend wird die Arbeitsweise der ersten Ausfüh
rungsform erläutert.
Bei der Seitenairbageinrichtung gemäß der ersten
Ausführungsform wird der Gassack 30 aufgrund der
Gaseinführung vom Gasgenerator gefüllt und entfaltet, wenn
eine äußere Kraft auf die Seite eines Fahrzeugs in der Art
aufgebracht wird, daß der Gasgenerator innerhalb der Säule 28
betätigt wird. Gleichzeitig übt der Gassack 30 Druck aus und
öffnet den am vorderen Abschnitt der Säule 28 vorgesehenen
Deckel aufgrund der Füllkraft des Gassacks 30. Der Gassack 30
entfaltet sich vorwärts gerichtet (die Richtung des Pfeils A
in Fig. 1) bezüglich des Fahrzeugs und entfaltet sich
zwischen der Seitentür 26 und dem Brustkorb und Kopf des
Insassens, um die Seitenbereiche seiner Brust und seines
Kopfs zu schützen. Da der Gurt 18 das Führungselemt 32
durchdringt, welches am äußeren Seitenschulterabschnitt 14B
der Rückenlehne 14 vorgesehen ist, der bezüglich der Säule 28
näher zur Innenseite des Fahrzeugs liegt, wird der Weg des
Gurts 18 ferner in einer Lage gehalten, durch welche der Gurt
18 hinter der Säule 28 vorbeigeführt wird.
Unabhängig von der Vorwärts- und Rückwärtslage des Sitzes
10 und dem Neigungswinkel der Rückenlehne 12 kann die Lage,
in welcher der im entfalteten Zustand vorliegende Gassack 30
angeordnet ist, daher derart festgelegt sein, daß dessen Lage
und die Position, in welcher der Insasse im Sitz 10 sitzt, in
einem festen Zusammenhang stehen. Da der Gurt 18 hinter der
Säule 28 vorbeigeführt wird, kann eine gegenseitige
Beeinflussung zwischen dem Gurt 18 und dem Gassack 30 ferner
immer verhindert werden und der Gassack 30 kann sich
reibungslos entfalten.
Bei der Seitenairbageinrichtung gemäß der ersten
Ausführungsform ist die Größe des Gassacks 30 überdies derart
festgelegt, daß der Brustkorb und der Kopf des Insassen
gleichermaßen geschützt werden können. Wenn die äußere Kraft
auf die Seite des Fahrzeugs aufgebracht wird, entfaltet sich
der Gassack 30 dementsprechend derart, daß der Brustkorb und
Kopf des Insassen gleichermaßen geschützt werden können. In
dem Fall, in welchem der Insasse seinen Arm 31 auf dem
unteren Randabschnitt der Fensteröffnung in der Seitentür 26
(den durch die Strich-Punkt-Linie in Fig. 1 gezeigten Fall)
anordnet, kann sich der Gassack 30 ferner entfalten, wobei er
den Arm 31 nach vorne drückt und bewegt (in Richtung des
Pfeils A in Fig. 1).
Nachfolgend wird eine Seitenairbageinrichtung gemäß einer
zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung anhand von
Fig. 2 erläutert.
Teile, die mit denen der ersten Ausführungsform ver
gleichbar sind, werden durch die gleichen Bezugsnummern be
nannt und auf eine Beschreibung hierzu wird verzichtet.
Gemäß der Darstellung in Fig. 2 ist der obere Abschnitt
der Säule 28 ein Kopfgassack-Aufnahmeabschnitt 28B bei der
Seitenairbageinrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform.
Ein Kopfgassack 36 ist in einem zusammengefalteten Zustand
innerhalb des Kopfgassack-Aufnahmeabschnitts 28B aufgenommen.
Zusätzlich ist ein Gasgenerator zum Füllen und Entfalten des
Kopfgassackes 36 im Kopfgassack-Aufnahmeabschnitt 28B
aufgenommen. Am Frontabschnitt des Kopfgassack-Auf
nahmeabschnitts 28B ist ein Deckel vorgesehen. Zum Zeitpunkt
des Entfaltens des Gassacks wird der Deckel aufgrund der
Füllkraft des Kopfgassacks 36 derart geöffnet, daß sich der
Kopfgassack 36 zwischen der Seitentür 26 und dem Kopf des
Insassen entfaltet.
Der untere Abschnitt der Säule 28 ist ein Thoraxgassack-
Aufnahmeabschnitt 28C. Ein Thoraxgassack 38 ist im
zusammengefalteten Zustand im Thoraxgassack-Aufnahmeabschnitt
28C aufgenommen. Zusätzlich ist ein Gasgenerator zum Füllen
und Entfalten des Thoraxgassacks 38 im Thoraxgassack-Auf
nahmeabschnitt 28C aufgenommen. Im Frontbereich des
Thoraxgassack-Aufnahmeabschnitts 28C ist ein Deckel
vorgesehen. Zum Zeitpunkt des Entfaltens des Gassacks wird
der Deckel aufgrund der Füllkraft des Thoraxgassacks 38
derart geöffnet, daß sich der Thoraxgassack 38 zwischen der
Seitentür 36 und dem Brustkorb des Insassen entfaltet.
Ein als Gurtführungsabschnitt dienendes Führungselement
40 ist in einer Lage zwischen dem Kopfgassack-
Aufnahmeabschnitt 28B der Säule 28 und deren Thoraxgassack-
Aufnahmeabschnitt 28C ausgebildet. Der Gurt 18 durchgreift
das Führungselement 40.
Nachfolgend wird die Betätigungsweise der zweiten Aus
führungsform erläutert.
Bei der Seitenairbageinrichtung gemäß der zweiten
Ausführungsform wird der Kopfgassack 36 aufgrund des vom
Gasgenerator eingefüllten Gases gefüllt und entfaltet, wenn
die äußere Kraft auf die Seite des Fahrzeugs derart
aufgebracht wird, daß sie den Gasgenerator innerhalb des
Kopfgassack-Aufnahmeabschnitts 28B der Säule 28 betätigt. Zu
diesem Zeitpunkt übt der Kopfgassack 36 einen Druck aus und
öffnet aufgrund der Füllkraft des Kopfgassacks 36 den Deckel,
welcher am Frontabschnitt des Kopfgassack-Aufnahmeabschnitts
28B vorgesehen ist. Der Kopfgassack 36 entfaltet sich nach
vorne (die Richtung des Pfeils A in Fig. 2) des Fahrzeugs und
entfaltet sich zwischen der Seitentür 26 und dem Kopf des
Insassen, um den Seitenbereich ihres/seines Kopfs zu
schützen.
Wenn die äußere Kraft auf die Seite des Fahrzeugs derart
aufgebracht wird, daß sie den Gasgenerator innerhalb des
Thoraxgassack-Aufnahmeabschnitts 28C der Säule 28 betätigt,
wird der Thoraxgassack 38 aufgrund des vom Gasgenerator
einfüllten Gases gefüllt und entfaltet. Zu diesem Zeitpunkt
übt der Thoraxgassack 38 einen Druck aus und öffnet aufgrund
der Füllkraft des Thoraxgassacks 38 den Deckel, welcher im
Frontabschnitt des Thoraxgassack-Aufnahmeabschnitts 28C vor
gesehen ist. Der Thoraxgassack 38 entfaltet sich nach vorne
(die Richtung des Pfeils A in Fig. 2) des Fahrzeugs und
entfaltet sich zwischen der Seitentür 26 und dem Brustkorb
des Insassen, um den Seitenbereich ihres/seines Brustkorbs zu
schützen.
Zusätzlich durchgreift der Gurt 18 das Führungselement
40, der in einer Lage zwischen dem Kopfgassack-
Aufnahmeabschnitt 28B der Säule 28 und dessen Thoraxgassack-
Aufnahmeabschnitt 28C vorgesehen ist.
Ungeachtet der Vorwärts- und Rückwärtslage des Sitzes 10
und des Neigungswinkels der Rückenlehne 12 können die Lagen,
in denen der Thoraxgassack 38 und der Kopfgassack 36 im
entfalteten Zustand angeordnet sind daher so festgelegt
werden, daß diese Lagen und die Lage in der der Insasse im
Sitz 10 sitzt in einem festgelegten Verhältnis bzw.
Zusammenhang stehen. Ferner kann eine gegenseitige
Beeinflussung des Gurts 18 und des Thoraxgassacks
38/Kopfgassacks 36 immer vermieden werden, da der Gurt 18 das
Führungselement 40 durchgreift, welcher in einer Lage zwi
schen dem Kopfgassack-Aufnahmeabschnitt 28B der Säule 28 und
deren Thoraxgassack-Aufnahmeabschnitt 28C vorgesehen ist, und
der Thoraxgassack 38 und der Kopfgassack 36 können
reibungslos entfaltet werden.
Bei der Seitenairbageinrichtung gemäß der zweiten
Ausführungsform können der Thoraxgassack 38 und der
Kopfgassack 36 unabhängig voneinander zu einem geeigneten
Zeitpunkt entfaltet werden.
Nachfolgend wird die im Sitz integrierte
Seitenairbageinrichtung gemäß der dritten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung anhand von Fig. 3 erläutert.
Teile, die mit denen in der ersten Ausführungsform ver
gleichbar sind, werden durch die gleichen Bezugsnummern be
zeichnet und auf eine Beschreibung hierzu wird verzichtet.
Bei einer Seitenairbageinrichtung gemäß der dritten
Ausführungsform ist eine als Gurtantriebseinrichtung dienende
Gurtrückhalteautomatik 41 gemäß der Darstellung in Fig. 3 in
Querrichtung des Fahrzeugs im innenseitigen Schulterabschnitt
14C (nachfolgend "innenseitiger Schulterabschnitt 14C"
genannt) der Rückenlehne 14 aufgenommen, welcher hinsichtlich
der Säule 28 an der Innenseite des Fahrzeugs angeordnet ist.
Ein Endabschnitt 42A des Gurts 42, welcher durch die
Gurtrückhalteautomatik aufgenommen bzw. aufgewickelt ist, ist
an einer Verankerung oder ähnlichem an der zentralen Seite
des nicht dargestellten Bodens befestigt.
Eine Gurtzunge 44 ist zum Einfügen zwischen der Rück
halteautomatik 41 des Gurts 42 und dem oben beschriebenen
Befestigungspunkt vorgesehen. Durch Eingreifen der Gurtzunge
44 in ein in einem Abschnitt des nicht dargestellten Bodens
in Querrichtung auf der Außenseite des Vordersitzes 10
angeordnetes Gurtschloß 46 kann der Gurt 42 an der
Vorderfläche des nicht dargestellten Insassen befestigt
werden, welcher im Vordersitz 10 sitzt.
Nachfolgend wird die Betätigungsweise der dritten Aus
führungsform erläutert.
Bei der Seitenairbageinrichtung gemäß der dritten
Ausführungsform wird der Gassack 30 aufgrund des vom
Gasgenerator eingefüllten Gases gefüllt und entfaltet, wenn
die äußere Kraft auf die Seite des Fahrzeugs derart
aufgebracht wird, daß der Gasgenerator in der Säule 28
betätigt wird. Zu diesem Zeitpunkt übt der Gassack 30 einen
Druck aus und öffnet den an einem Frontabschnitt der Säule 28
vorgesehenen Deckel aufgrund der Füllkraft des Gassacks 30.
Der Gassack 30 entfaltet sich in Vorwärtsrichtung (die
Richtung des Pfeils A in Fig. 3) des Fahrzeugs und entfaltet
sich zwischen der Seitentür 26 und dem Brustkorb und Kopf des
Insassen, um den Seitenbereich seines Brustkorbs und Kopfs zu
schützen. Zusätzlich wird der Gurt 42 auf die
Gurtrückhalteautomatik 41 aufgewickelt, welche im
innenseitigen Schulterabschnitt 14C der Rückenlehne 14
aufgenommen ist, der bezüglich der Säule 28 an der Innenseite
des Fahrzeugs positioniert ist.
Ungeachtet der Vorwärts- und Rückwärtslage des Sitzes 10
und des Neigungswinkels der Rückenlehne 12 kann die Lage, in
der der Gassack 30 im entfalteten Zustand angeordnet ist
daher derart festgelegt werden, daß dessen Lage und die Lage
in der der Insasse im Sitz 10 sitzt in einem festgelegten
Zusammenhang stehen. Ferner kann eine gegenseitige
Beeinflussung des Gurts 42 und des Gassacks 30 immer
vermieden werden, da der Gurt 42 auf die
Gurtrückhalteautomatik 41 aufgebracht ist, welche im
innenseitigen Schulterabschnitt 14C der Rückenlehne 14 auf
genommen ist, der bezüglich der Säule 28 an der Innenseite
des Fahrzeugs positioniert ist, so dass sich der Gassack 30
reibungslos entfalten kann.
Bei der Seitenairbageinrichtung gemäß der dritten
Ausführungsform kann die Gurtrückhalteautomatik 41 ferner im
außenseitigen Schulterabschnitt 14B der Rückenlehne 14
aufgenommen sein, welcher an der Innenseite des Fahrzeugs
hinsichtlich der Säule 28 angeordnet ist. Hieraus ergibt
sich, daß eine gegenseitige Beeinflussung des Gassacks 30 und
des Gurts 42 vermieden werden kann, auch wenn die
Aufnahmelage der Gurtrückhalteautomatik 41 im linken
Schulterabschnitt der Rückenlehne 14 oder im rechten
Schulterabschnitt der Rückenlehne 14 festgesetzt wird.
Die Erfindung läßt neben den hier aufgezeigten Ausfüh
rungsbeispielen weitere Gestaltungsansätze zu. So kann die
Säule 28 z. B. ein separates Produkt hinsichtlich der Rüc
kenlehne 14 sein. In diesem Fall ist keine wesentliche Ab
wandlung herkömmlicher Rückenlehnen notwendig und die Säule
28 kann an die Rückenlehne 14 montiert werden. Überdies kann
für die Säule 28 ein anderes Material als für die Rückenlehne
14 verwendet werden.
Claims (11)
1. Seitenairbageinrichtung, die in einer im wesentlichen
parallel zu einer Rückenlehne (14) eines Fahrzeugsitzes
angeordneten und mit dieser bewegbaren Säule (28) vor
gesehen ist, wobei die Säule (28) auf der einer Tür
(26) zugewandten Außenseite der Rückenlehne (14) ange
bracht ist, und ein Gurt (42, 41) im Sitz (12) vorhan
den ist.
2. Seitenairbageinrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Gurtführung (41) an einem innen
seitigen Schulterabschnitt (14C) der Rückenlehne (14)
vorgesehen ist.
3. Seitenairbageinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Säule (28) höhenmäßig derart
angeordnet ist, daß sie den Raum seitlich einer Kopf
stütze (29) erfaßt, wobei ein Gassack (30) größenmäßig
so gestaltet ist, daß sowohl ein Kopf- als auch ein
Thorax-Schutz sichergestellt ist.
4. Seitenairbageinrichtung nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Länge der Säule (28) so bemessen
ist, daß sie im wesentlichen der Länge der Rückenlehne
(14) mit Kopfstütze (29) entspricht.
5. Seitenairbageinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Rückenlehne (14)
eine Gurtrückhalteautomatik untergebracht ist.
6. Seitenairbageinrichtung, die in einer im wesentlichen
parallel zu einer Rückenlehne (14) eines Fahrzeugsitzes
angeordneten und mit dieser bewegbaren Säule (28) un
tergebracht ist, wobei die Säule (28) auf der einer
Fahrzeugtür (26) zugewandten Außenseite der Rückenlehne
(14) angebracht ist, und wobei eine Gurtführung (32;
40) vorhanden ist, die sich im Bereich des oberen Endes
der Rückenlehne (14) in der Nähe der Säule (28) befin
det, für einen Sicherheitsgurt (18), bei dem der Auf
rollautomat an der B-Säule (16) befestigt ist.
7. Seitenairbageinrichtung nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Säule (28) höhenmäßig derart an
geordnet ist, daß sie den Raum seitlich der Kopfstütze
(29) erfaßt.
8. Seitenairbageinrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gurtführung (32; 40) den Gurt
(18) heckseitig um die Säule (28) herumführt.
9. Seitenairbageinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß der Gurt (18) die Gurt
führung (32; 40) durchgreift.
10. Seitenairbageinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Airbag-Hauptkörper
größenmäßig so gestaltet ist, daß sowohl ein Kopf- als
auch ein Thorax-Schutz sichergestellt ist, und daß die
Gurtführung (32) an der Rückenlehne (14B) angebracht
ist.
11. Seitenairbageinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß in der Säule (28) je ein
Airbagmodul für einen Thorax-Gassack (38) und einen
Kopf-Gassack (36) untergebracht ist, wobei die Gurtfüh
rung (40) zwischen den beiden Airbagmodulen (28B, 28C)
vorgesehen ist.
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