DE196850C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE196850C DE196850C DENDAT196850D DE196850DA DE196850C DE 196850 C DE196850 C DE 196850C DE NDAT196850 D DENDAT196850 D DE NDAT196850D DE 196850D A DE196850D A DE 196850DA DE 196850 C DE196850 C DE 196850C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- brake
- lowering
- air
- loads
- braking
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 2
- 230000002411 adverse Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 1
- 230000035945 sensitivity Effects 0.000 description 1
- 238000013022 venting Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66D—CAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
- B66D5/00—Braking or detent devices characterised by application to lifting or hoisting gear, e.g. for controlling the lowering of loads
- B66D5/02—Crane, lift hoist, or winch brakes operating on drums, barrels, or ropes
- B66D5/24—Operating devices
- B66D5/26—Operating devices pneumatic or hydraulic
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66D—CAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
- B66D2700/00—Capstans, winches or hoists
- B66D2700/03—Mechanisms with latches or braking devices in general for capstans, hoists or similar devices as well as braking devices actuated electrically or by fluid under pressure
- B66D2700/035—Fluid operated braking devices
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die in neuerer Zeit bei Hebezeugen öfters in Anwendung gebrachten Druckluftbremsen besitzen
alle den Nachteil, daß sie wegen ihrer schwierigen und bei Fernsteuerung überhaupt
unmöglichen Regulierbarkeit der Bremskraft nur als Stoppbremse, nicht aber zum gleichmäßigen
Senken der Lasten auf größere Wegstrecken benutzt werden können.
Diese Druckluftbremseinrichtungen lassen
ίο deshalb nur eine unvollkommene Ausnutzung
zu, und andere Bremsen von weniger großer Betriebssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Einfachheit
in Konstruktion und Handhabung sind nicht zu umgehen.
Die vorliegende Erfindung greift wieder auf die einfachen Backen- oder Bandbremsen
mit Gewichts- oder Federbelastung zurück, bei denen aber zum Lüften an Stelle der häufig
angewendeten Solenoide oder Elektromagnete ein Druckzylinder mit Kolben dient. Bei ihr
werden durch die Zuführung von Druckluft die Bremsklötze abgehoben; beim Entweichenlassen
der Druckluft wird aber die Bremse unter der Wirkung des Bremsgewichtes oder der Feder zum Einfallen gebracht. Für große
Bremskräfte und für sehr flotte Betriebe, wo eine Gewichtsbremse wegen ihrer relativ
langen Einfallzeit und wegen des beim Einfallen des Bremsgewichtes infolge seines Arbeitsvermögens
auftretenden starken Stoßes praktisch nicht mehr anwendbar ist, und wo auch die durch Feder belastete Bremse vermieden
werden soll, steht nichts im Wege, die Druckluft auch direkt zum Schließen der Bremse zu benutzen. LTm einen Laststurz bei
nicht ausreichender oder gar fehlender Luftpressung zu verhüten, wäre dann natürlich am
Hebezeug eine zweite Bremse oder bloß eine 40
einfache Sperrvorrichtung vorzusehen, die in einfacher Weise selbsttätig durch, die Druckluftpressung
zur Wirkung kommt, sobald die Pressung auf einen gefährlichen Wert heruntergeht.
Durch die Vereinigung dieser Bremseinrichtung mit einem die Bewegung des Druckkolbens
einleitenden, durch einen Elektromagneten gesteuerten Ventil, in dessen Erregerstromkreis
ein Handschalter liegt, und mit einem Schwunggewichtsregler — Einzeleinrichtungen,
die an und für sich bei Hebezeugen bekannt sind —, wird nun eine vollkommene
Lösung der Bremsaufgabe herbeigeführt, insbesondere die Erzielung einer gleichmäßigen
Senkgeschwindigkeit für alle Lasten. Die zur Handhabung der Bremse (Schließen oder
Lösen der letzteren) erforderliche Druckluft wird durch einen mit dem Windwerk zwangläufig verbundenen Kompressor erzeugt.
Die Last sorgt so in einfachster Weise selbsttätig und kostenlos für die zum Bremsen notwendige
Druckluft.
Auf der Zeichnung ist eine derartige Bremsvorrichtung in einer beispielsweisen Ausführungsform
durch
Fig. ι in einer schematischeri Darstellung
veranschaulicht, während die
Fig. 2 bis 5 Einzelteile der Bremsvorrichtung, und zwar den Kompressor mit dem Senkbremsregler
im Horizontalschnitt (Fig. 2), einen Vertikalschnitt durch den Senkbremsregler
(Fig. 3), einen Schnitt durch den Bremszylinder (Fig. 4) und einen Schnitt durch das elektromagnetische Steuerventil
(Fig. 5) darstellen.
σ ist ein Kompressor, an welchem ein Schwunggewichts- oder Senkbremsregler b
50
55
60
angeordnet ist. Durch eine Rohrleitung c ist.
mit dem Kompressor α ein Bremszylinder d verbunden, welcher dauernd mit einer Bremsscheibe
e in Verbindung steht und letztere beeinflußt. Der Ein- und Austritt der Luft des
Bremszylinders erfolgt durch ein elektrisch gesteuertes Ventil /, dessen Steuerstrom sowohl
von einem auf der Zeichnung nicht besonders dargestellten Handschalter aus als
ίο auch durch den mit dem Kompressor bzw. Windwerk umlaufenden Schwunggewichtsregler
b ein- und ausgeschaltet wird. Der Schwunggewichtsregler ist durch eine Feder
auf eine bestimmte Umlaufzahl bzw. Senkgeschwindigkeit eingestellt; je nachdem also
seine Umlaufzahl höher oder niedriger als diese liegt, unterbricht oder schließt er den
Stromkreis des elektromagnetischen Steuerventils f und veranlaßt so ein abwechselndes
Anziehen und Lösen der Druckluftbremse.
g ist ein mit einem Sicherheitsventil h und einem Ablaßhahn i ausgerüsteter Luftbehälter,
der mit dem Kompressor a in Verbindung steht. In der den Kompressor α mit dem Luftbehälter
g verbindenden Rohrleitung ist ein Stauventil k und ein Manometer I eingeschaltet.
Das Stauventil bezweckt, bei Inbetriebsetzung oder nach langen Stillständen der Winde, wenn im Luftbehälter keine Druckluft
vorhanden ist, die Bremse selbsttätig beim Anfahren rasch zu lüften. Eine besondere
Rücksichtnahme auf eine gefährliche Belastung des Hubwerkmotors ist daher selbst
für den Fall nicht geboten, wo der Motor gegen die Maximallast und geschlossene Bremse arbeitet.
Um Staub und Schmutz von den inneren Teilen der Bremseinrichtung fernzuhalten,
saugt der Kompressor die Luft an durch den Sauger w, oder er nimmt sie aus einem Filter
oder aus einem nach außen abgeschlossenen Behälter, in den die bereits staubfreie, aus
dem Bremszylinder abströmende Luft zurückgeleitet wird.
Im Gegensatz zu den bekannten Bremsen, bei denen die Bremskraft je nach der Größe
der Last verschieden ist, wird bei vorliegender Bremse für alle Lasten die gleiche Bremskraft
angewendet. Die Regelung des Last-So senkens geht hierbei in der Weise vor sich, daß
die volle Bremskraft nur eine gewisse Zeit auf die niedergehende Last bremsend wirkt, um
darauf auf kurze Zeit zu verschwinden und die Last völlig freizugeben. Durch schnelle
und stetige Wiederholung eines solchen Spieles, das aus Lüften und Schließen der
Bremse besteht, und wobei die Zahl der Bremsspiele in der Zeiteinheit mit dem GrÖßerwerden
der Last wachsen muß, um die Geschwindigkeit nur ein gewisses Maß schwanken zu
lassen, können die Lasten mit praktisch ganz gleichförmiger Geschwindigkeit gesenkt werden.
Dies wird erreicht durch die große Empfindlichkeit des Schwunggewichts- oder Senkbremsreglers und des kleinen Steuerelektromagneten
/, dessen Selbstinduktionsstrom im Gegensatz zu den zum direkten Anheben der Bremsgewichte sonst verwendeten großen
Solenoiden oder Elektromagneten bei dem allmählich vor sich gehenden Öffnen der Kontakte
im Schwunggewichtsregler keinen nachteiligen Einfluß ausübt, durch die große Elastizität und Ausströmgeschwindigkeit der
Druckluft und die erheblichen in Bewegung befindlichen Massen des Windwerkes. .
Während das gleichmäßige Senken der Last vollkommen selbsttätig erfolgt, wird . das
Manöverieren und Stillsetzen vom Führer besorgt, und zwar mittels des in den Stromkreis
des das Ventil steuernden Elektromagneten gelegten Handschalters. Da die Bremse völlig
unabhängig vom Hubwerkmotor ist und die Möglichkeit eines unrichtigen Schaltens ausschließt, so braucht der Führer keine besondere
Überlegung und Aufmerksamkeit auf die richtige Bedienung der Bremse zu richten. Es
gibt nur eine einzige Bremsstellung·, die Haltstellung des Steuerschalters.
Während also der Schwunggewichtsregler selbsttätig ein Überschreiten der normalen
Senkgeschwindigkeit unmöglich macht, erfolgt das Abstoppen und Stillsetzen der Lasten
vom Handschalter aus durch einfache Unterbrechung des Erregerstromes. An Stelle des
Ventils könnte ebensogut ein Schieber angeordnet werden. Auch könnte an Stelle der
Luft irgendein anderes Druckmittel gesetzt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Bremsvorrichtung für elektrisch betriebene Hebezeuge mit unter Gewichts-, Feder- oder Druckmittelwirkung stehenden Band- oder Klotzbremsen, dadurch gekennzeichnet, daß für den das Lüften und Schließen der Bremse bewirkenden Druckzylinder ein den Ein- und Austritt des Druckmittels regelndes Ventil vorgesehen ist, das von einem unter dem Einfluß eines Schwunggewichtsreglers und eines Hand-Schalters stehenden Elektromagneten derart gesteuert wird, daß eine, gleichmäßige, für alle Lasten gleiche Senkgeschwindigkeit erzielt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE196850C true DE196850C (de) |
Family
ID=459787
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT196850D Active DE196850C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE196850C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1145769B (de) * | 1958-11-18 | 1963-03-21 | Maschf Augsburg Nuernberg Ag | Hydraulisch betaetigte Bremseinrichtung fuer eine Winde |
-
0
- DE DENDAT196850D patent/DE196850C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1145769B (de) * | 1958-11-18 | 1963-03-21 | Maschf Augsburg Nuernberg Ag | Hydraulisch betaetigte Bremseinrichtung fuer eine Winde |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69014583T2 (de) | Hydraulisches Aufzugsteuerventil. | |
| DE196850C (de) | ||
| DE351498C (de) | Druckluftfangvorrichtung fuer Aufzuege | |
| DE337094C (de) | Sicherheitsbremse oder vereinigte Sicherheitsmanoevrierbremse fuer Foerdermaschinen | |
| DE502052C (de) | An die durchgehende Bremsleitung eines Eisenbahnzuges angeschlossenes Ausloeseventil | |
| DE331394C (de) | Schlussventil fuer Luftdruckbremsen | |
| AT207527B (de) | Sicherheitsvorrichtung für Hebeeinrichtungen | |
| DE453185C (de) | Selbsttaetig wirkende Reibungsbremse zur Bestimmung der Leistung von Kraftmaschinen | |
| DE624057C (de) | Vorrichtung zum Anheben von Flugzeugen aus dem Wasser | |
| DE677588C (de) | Bremsanordnung fuer Foerdermaschinen | |
| DE131923C (de) | ||
| DE383758C (de) | Druckluftfangbremse fuer Aufzuege | |
| DE884564C (de) | Bremse fuer Winden, Aufzuege od. dgl. | |
| DE626186C (de) | Einrichtung zur Pruefung einer Schnellschlussvorrichtung fuer Kraftmaschinen, insbesondere Dampfturbinen | |
| AT86187B (de) | Druckluftfangvorrichtung für Aufzüge. | |
| DE256583C (de) | ||
| DE417160C (de) | Sicherheitsschuetz fuer Wasserkraftanlagen | |
| DE677516C (de) | Schnellschlusseinrichtung fuer in der Entnahmeleitung von Anzapfturbinen vorgesehene Rueckschlagventile | |
| DE445738C (de) | Notbremse fuer Foerderkoerbe | |
| DE963902C (de) | Bremseinrichtung fuer Foerdermaschinen und Foerderhaspel | |
| AT154178B (de) | Vereinigte Fahr- und Sicherheitsbremse für Schachtfördermaschinen. | |
| DE602144C (de) | Steuerhebelrueckfuehrung fuer elektrische Foerdermaschinen | |
| AT117756B (de) | Hydraulische Druckanlage mit Akkumulator. | |
| DE352680C (de) | Druckluftfangvorrichtung fuer Aufzuege | |
| DE1090412B (de) | Bedienungsgestaenge fuer die Fahr- und Sicherheitsbremsen an Foerdermaschinen und Haespeln in Bergwerken |