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TITRIERBUR.ETTE D 1 e Erfindung betrifft etne TitrierbUrette mit-einem
unteren, in einen Flüssigkeitsbiehälter eintauchbaren Mantelrohr, mit einem vom
Mantelrohr nach außen abgehenden Druckluft anschlußrohr, mit einem im Mantelrohr
vorgesehenen Steigrohr, dessen oberes Ende mit dem oberen Ende des Mantelrohres
elnstückig ist und in eine Steigleitung übergeht, mit einem Meßrohr, in deren oberes
Ende die Steigleitung mündet, mit einem am unteren Ende vorgesehenen einen Einlaß
und zwei Auslässe aufweisenden Hahn, durch den das Meßrohr unten absperrbar oder
In Verbindung mit dem Steigrohr oder in Verbindung mit dem Auslaßrohr bringbar ist.
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Die Herstellung von Titrierbüretten erfordert erhebliches glasblöserisches
Geschick, man muß mit ihnen sehr genau arbeiten können und sie sind deshalb teuer.
Eine Titrierbürette der eingangs genannten Art ist durch die US-PS 2 158 102 bekannt
geworden.
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Bei dieser bekannten Titrlerbürette ist das Küken des Hahns mit zwei
parallel zueinander -und schräg verlaufenden Durchgangsbohrungen versehen, durch
die die Verbindungen von- Meßrohr mit Auslaßrohr und Meßrohr mit Steigrohr erfolgt.
Am Hahn sind Meßrohr, Steigrohr und Auslaßrohr einstückig angeschmolzen. Nachteilig
hieran ist, daß die gesamte Titrlerburette dann wertlos ist, wenn eines seiner Elemente
beschädigt wird.
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Ferner muß man mehrere Buretten dieses Typs auf Lager halten, wenn
man Meßrohre unterschiedlichen Volumens benötigt. Darüber hinaus ist aufgrund der
Konstruktion des Kükens Meßrohr, Verbindungsrohr zum Steigrohr und Auslaßrohr so
angeordnet, daß das Meßrohr mittig über dem Verbindungsrohr und dem Auslaßrohr sitzt
und der gesamte Hahn asymmetrisch über dem Verbindungsrohr angebracht ist. Nachteilig
hieran ist die Bruchanfälligkeit, da wegen der asymmetrischen Lage des Hahns nur
geringe Kräfte aufgrund der Hebewirkung ausreichen, um die Bürette zumindest im
Bereich des Hahns zu beschädigen.
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Ansich bekannt sind auch Absperrhahne, deren Küken mit einer Winkelbohrung
versehen sind ; jedoch nicht ihre Verwendung als einziger Hahn bei einer Titrierbürette.
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Aus der GB- PS 1 070 518 ist ferner eine Bürette bekannt geworden,
bei der das Meßrohr und das Auslaufrohr mittels einer Uberwurfmutter auf ein Abzweigstück
aufgeschraubt sind.
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Abgesehen davon, daß diese Verbindung umständl ich, teuer und nicht
unbedingt dicht ist, ändert sich bei der Verwendung eines mit zwei parallelen,schrägen
Durchgangsbohrungen versehenen Hahns hinsichtlich der Unstabil itöt und Bruchanfälligkeit
der Bürette nichts. Darüber hinaus sind sämtliche anderen Teile am Verbindungsstück
angeschmolzen, so daß auch hier die Auswechselbarkeit begrenzt ist.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Titrierbürette anzugeben,
die wesentlich viele e 'Uaer verweìdbar ist, leicht bedienbar, nicht so bruchanfällig
ist und so herstellbar ist, daß sie nicht insgesamt wertlos wird, wenn nur eines
der Teile beschädigt wird.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung
durch die Kombination folgender Merkmale gelöst: a) die beiden Auslässe sind in
Vorderansicht gesehen in an sich bekannter Weise zu beiden Seiten des Hahns und
in einer Ebene mit dem Einlaß in seinem Mantel vorgesehen, b) das Küken des Hahns
weist in an sich bekannter Weise eine Winkelbohrung auf, die in einer ersten Kükenstellung
das Meßrohr mit dem Auslaßrohr und in einer zweiten Stellung das Meßrohr mit dem
Verbindungsrohr verbindet und in einer dritten Stellung das Meßrohr und beide Auslässe
sperrt, c) sämtliche Verbindungen zwischen dem Hahn einerseits und Steigrohr, Meßrohr
bzw.
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Auslaßrohr andererseits sind lösbar, d) der Hahn ist lotrecht uber
dem Mantelrohr angeordnet und über ein zwischen den Auslassen angeordnetes massives
Stützstück mit dem unteren Ende der Steigleitung fest verbunden.
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Bei der erfindungsgemäßen Burette hat man somit sozusagen ein einziges
Basistück geschaffen, das im wesentlichen nur aus einem einzigen Hahn besteht und
an das variabel angebaut werden kann. Dieses Basisstück sitzt fest auf einem Glaskolben
und ist symmetrisch angeordnet, so daß bei der Bedienung des Hahns keine Hebelkräfte
auftreten können, da auch die verschiedenen Rohre symmetrisch angesetzt sind. Die
Bruchempfindlichkeit ist also geringer. Da sämtliche Teile lösbar sind, ist die
Reinigung einfacher und das Austauschen beschädigter Teile billiger. Darüber hinaus
ergeben sich niedrigere Anschaffungskosten, da mit einer einzigen Bürette mehrere
Meßrohre verwendet werden können.
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Günstig ist es, wenn an dem Küken ein Betötigungsknebel vorgesehen
ist, der gemöß dem Verlauf der Winkelbohrung gebogen ist. Man kann dann an der Stellung
des Betötigungsknebels sehen, welche Stellung des Kükens welche Wirkunghat.
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Günstig ist es, wenn die Verbindungen geschliffene Steckverbindungen
sind, die von Zugfedern überbrückt sind. Solche Verbindungen haben sich in der Praxis
sehr bewährt.
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Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung gehen aus der nachfolgenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels hervor. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 die Hintersicht einer abgebrochen gezeichneten Titrierbürette mit abgebrochenem
Glaskolben, Fig. 2 eine Seitenansicht der Fig. 1, jedoch mit vollständigem, teilweise
aufgebrochenem Glaskolben, Mantelrohr, Steigrohr und Druckluftanschlußrohr, Fig.
3 eine vergrößerte Ansicht des Hahnkükens mit abgenommener Hahnkappe und strichpunktiert
angedeutetem Hahnbereich und Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie 4-4 in Fig. 3.
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Ein Glaskolben 11 hat einen innen geschliffenen Hals 12. In ihm befindet
sich Flüssigkeit 13. Eine Titrierbürette 14, die zum größten Teil aus Glas ist,
weist in ihrem unteren Bereich'ein Mantelrohr 16 auf, das eine ziemlich weit oben
angebrachte Öffnung 17 in das Innere des Glaskolbens 11 aufweist. Das Mantelrohr
16 taucht in die Flüssigkeit 13 ein.
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Koaxial in ihm befindet sich ein ebenso langes, dünneres Steigrohr
18, das wie das Mantelrohr
16 unten offen ist, im Bereich 19 jedoch
mit diesem verschmolzen ist. Knapp unterhalb des Bereichs 19 ist ein Druckluftanschlußrohr
21 angeschmolzen, das eine mit einem Finger verschließbare Düse 22 aufweist und
auf dessen Ende die flexible Leitung 23 eines Blasgummiballs 24 aufgeschoben ist.
Das Druckluftanschlußrohr 21 kommuniziert mit dem Raum 26 zwischen dem Mantelrohr.
16 und dem Steigrohr 18. Mit dem Steigrohr 18 kommuniziert silber einen Hohlraum
27 ein unteres Bogenstück 28 eines Steigrohrs 29.
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Auf das obere Ende des Bogenstücks 28 ist das untere Ende eines biegsamen
Kunststoffschlauches 31 aufgeschoben, dessen oberes Ende auf das nach unten weisende
Ende eines oberen Bogenstücks 32 aufgeschoben ist. Dieses Bogenstück 32 durchquert
die Wand eines Kopfs 33 und geht in ein Winkelstück 34 über, das nach unten hin
sehr fein in eine Spitze 36 ausläuft, die dort endet, wo sich der oberste Teilungsstrich
37 einer Skala eines Meßrohrs 38 befindet. Etwa in gleicher Höhe wie das Bogenstück
32 ist ein Überlaufwinkel 39 angeschmolzen, der mit dem Kopf 33 kommuniziert. Das
untere Ende des Meßrohr 38 hat einen konischen Schliff und paßt genau in einen Sitz
41 eines Ansatzrohrs 42. Sowohl am Meßrohr 38 als auch am Ansatzrohr 42 sind je
zwei Glashaken 43, 44 angeschmolzen, die als Einhängevorrichtung für-zwei abnehmbare
Zugfedern 46 dienen, die das untere Ende des Meßrohrs 38 in den Sitz 41 hineinziehen.
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Das Ansatzrohr 42 geht in einen zylindrischen Mantel 47 eines Hahns
48 über und hat in diesem einen Auslaß 49. Wie aus Fig. 4 besonders deutlich ersichtlich,
sind in der unteren Halbebene des Mantels 47 und symmetrisch zur Langsachse des
Ansatzrohrs 42 zwei weitere Auslässe 51 und 52 vorgesehen. Der Auslaß 51 ist über
ein Verbindungsrohr
53 mit dem Bogenstück 28 verbunden. Der Auslaß
52 ist mit einem Ansatzrohr 54 verbunden, dessen Ende konisch geschliffen ist und
auf das obere Ende eines Auslaßrohrs 56 aufgeschoben ist, welches mit einer gleichen
Zugfeder-Glashakenverbindung an Ansatzrohr 54 gehalten ist, mit einer Biegung 57
abwinkelt und in einer feinen Spitze 58 ausläuft. Der untere Bereich des Mantels
47 ist mit einem Stützstück 59 verbunden, das massiv, d. h. nicht hohl ist und auf
dem Hohlraum 27 aufsitzt.
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Im innen konisch zulaufenden Mantel 47 ist ein ebenso konisches Küken
61 drehbar gelagert, dessen gemäß Fig. 3 linke Ringnut 62 über den Mantel 47 hinausragt
und auf die eine Halteklappe 63 aus Gummi aufrastbar ist, Die rechte Seite des Kükens
61 geht in einen Knebel M über, der etwa V-förmig ist und in seinem Verlauf ungefahr
eine Winkelbohrung 66 im Innern des Kükens 61 nachahmt. Je nach Stellung des Kükens
61 kann man entweder den Auslaß 49 mit dem Auslaß 51 oder den Auslaß 49 mit dem
Auslaß 52 verbinden oder aber alle Auslässe schließen. Damit Flüssigkeit besser
abfließen kann, ist das Verbindungsrohr 53 und das Ansatzrohr 54 leicht und um den
gleichen Winkelbetrag nach unten geneigt. Entsprechend sind auch die Auslässe 51
und 52 angeordnet.
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Beim Betrieb der Titrierbürette hält man die DUse 22 zu und pumpt
mit dem Blasgummibal 1 24. Hierdurch drückt die komprimierte Luft auf die Oberfläche
der Flüssigkeit 13, diese steigt durch das Steigrohr 18, den Hohlraum 27, das Bogenstück
28, den Kunststoffschlauch 31, das Bogenstück 32 nach oben und füllt aus dem Winkelstück
34 austretend in das Meßrohr 38. Zuvor hat man das Küken 61 in eine Stellung gebracht,
in der es alle Auslässe
49, 51 und 52 verschließt. Das Meßrohr 38
füllt sich nun langsam undder Flüssigkeitsspiegel steigt über den obersten Teilungsstrich
37 hinaus. Man öffnet nun die Düse 22 und das Steigrohr 29 zieht nun mit Hilfe der
Wasserheberwirkung wieder soviel Wasser aus dem Meßrohr 38 bzw. dem Kopf 33 heraus,
bis der Flüssigkeitsspiegel mit dem unteren Ende der Spitze 36 und damit mit dem
obersten Teilungsstrich 37 übereinstimmt. Nunmehr bringt man das Küken 61 in die
in Fig. 4 gezeigte Stellung und kann aus dem Auslaßrohr 56 die gewünschte Menge
Flüssigkeit ablassen. Es ist ohne weiteres möglich, die Flüssigkeit tropfenweise
abzulassen.
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Nicht benötigte Flüssigkeit kann man dem Glaskolben 11 wieder zuführen,
indem man das Küken 61 so dreht, daß die Winkel bohrung 66 die Auslässe 51 und 49
miteinander verbindet.
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Die Erfindung ist zahlreicher Variationen fähig, z. B. kann man auch
Meßrohre 38 unterschiedlichen Volumens verwenden. Beim Versand wird man die einzelnen
Teile auseinandernehmen, so daß sie keine Verbindung mehr miteinander haben, wodurch
die Bruchgefahr erheblich herabgesetzt wird. Man kann auch den Kunststoffschlauch
31 durch ein Glasrohr ersetzen, wenn man houfig Flüssigkeiten titrieren muß, die
jede Art von Kunststoff angreifen oder Stoffe, die Material aüs dem Kunststoffschlauch
31 in sich aufnehmen, so daß die spätere Analyse falsch wird. Das Glasrohr weist
dann an seinem unteren Ende einen geschliffenen Kegel auf, der in einem Innenkegel
am oberen Ende des Bogenstücks 28 sitzt, und an seinem oberen Ende einen kalibrierten
sogenannten KPG-Zylinder, der einen am Bogenstück 32 angeschmolzenen geschliffenen
Voll-Zylinder aufnimmt.