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Lateralablagekasten fUr Schriftstücke oder dergleichen, Die Erfindung
betrifft einen, aus einem Faltzuschnitt bestehenden Lateral-Ablagekaeten mit einer
im Innenraum vorgesehenen, das eingestellte Schriftgut gegen die eine Seitenwand
drückenden Stützwand.
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Es ist bekannt, in Schränken oder auch in Schienengestellen verschieblich
eingestellte Ablagekästen für Schriftgut, zum Beispiel Karteikarten, Prospektblätter,
Briefe oder dergleichen aus einem einstückigen Zuschnitt eines Pappe-Bogene herzustellen.
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Zu diesem Zweck weist ein solcher Zuschnitt zwei Breitseiten und drei
Schmalseiten auf, und eine Breitseitenwand ist zu einer nach innen einschlagbaren
Stützwand fortgesetzt. Es ergeben sich erfahrungsgemäß erhebliche Schwierigkeiten,
eine ausreichende, dauerhafte Federkraft dieser Stützwand zu erreichen; die durch
das Umfalten der Stützwand an der oberen Kante der Breitseitenwand erzielte anfängliche
Federung läßt sehr bald nach und verliert sich nach zeitweiser Belastung vollständig.
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In einem älteren Schutzrecht (Patentanmeldung P 15 36 295.5-27 des
Anmelders) ist bereits vorgeschlagen worden, die von einer Breitseitenwand nach
innen umgefalzte Stützwand dadurch federnd abzuspreizen, daß sie über die mit ihrer
Kante im Zwickel zwischen der Breitseitenwand und der
ZwiEchen-(Stütz)-Wand
liegende Lappen der Schmalseitenwände eingeschlagen ist. Eine solche Ausbildung
ist nun erfahrungsgemäß zwar bei Verwendung von verhältnismäßig dünnem und steifem
Karton-Material vorteilhaft, es ergeben sich aber erhebliche Schwierigkeiten, zum
Beispiel bei Verwendung von Hartpappe und dergleichen, dickem und biegesteifem Material
eine brauchbare Federung der Stützwand zu erzielen.
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Aufgabe der Erfindung ist es, in einfachster Weise eine dauerhaft
wirksame Federung der Stützwand, insbesondere bei stabiler Bauform der Kästen, zu
erreichen.
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Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß die fahnenartige Stützwand
von der einen Längskante der Seitenwand unter Ausbildung einer Falzkante ausgeht,
deren nach innen offener Winkel einen Wulst ausbildet.
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Diese Wulst bildet ein dauernd wirksames Spreizelement, welches sich
der gewünschten Andruckkraft
angepaßt bemessen läßt und daher auch
noch eine besonders vorteilhafte Wirkungsweise der Stützwand ergibt.
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Man kann weiterhin erfindungsgemäß die Stützfahne mit einem abgewinkelten
Endabschnitt versehen, der ebenfalls über eine im Innenwinkel der eine Wulst bildenden
Falzung mit der Stützfahne verbunden ist.
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Zwecks Stabilisierung der Falte kann ferner erfindungsgemäß die Falzkante
mindestens abschnittsweise von elastischen Klebbändern überbrückt werden, die sich
auf der dem Innenwinkel gegenuberliegenden Seite erstrecken.
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Die Vorteile der Erfindung bestehen im wesentlichen darin, daß eine
gleichmäßige Wirkung der Spreizkraft und weitgehende Dauerhaftigkeit erzielt ist.
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Ferner ist durch die vorgeprägte Falzkante ein genaues Einschlagen
der Stützwand gewährleistet.
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Es wird auch eine gebrauchegünstige Ausgestaltung
des
Faltzuschnittes erreicht, so daß die Bildung des Ablagekastens im Bedarfsfall aus
einem flach gestapelt vorrätig zu haltenden Materialbogen in erleichterter Weise
ermöglicht ist. Hier können auch die elastischen Bänder bereits vorgesehen sein.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Es zeigt: Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht eines Ablagekastens unter Andeutung
der Lateralanordnung auf Tragschienen, Fig. 2 einen schematischen Längaschnitt,
Fig. 3 einen schematischen Querschnitt hierzu, Fig. 4 den ausgebreiteten Zuschnitt
der Kastenwände, Fig. 5 in größerem Maßstab eine schaubildliche Ansicht der eingepreßten
Wulstkante an den Falzstellen der Pappe und Fig. 6 ebenfalls in größerem Maßstab
einen Schnitt durch die fahnenartige Stützwand mit der Ausbildung der Falzkanten,
die einen Wulst ausbilden.
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Der Lateral-Ablagekasten besitzt die beiden Seitenwände 1, 2, die
Rückwand 3 und die Bodenwand 4.
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Es kann ferner eine Lasche 5 vorgesehen sein, durch welche die Seitenwände
in gewissem Abstand voneinander gehalten werden.
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Die fahnenartige Stützwand 6 geht von der einen oberen Längskante
der Seitenwand 1 aus und bildet eine vorgeprägte Falzkante 10, die in dem nach innen
offenen Winkel eine Wulst il ausbildet.
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Die Stützwand 6 trägt zweckmäßig einen abgewinkelten Endabschnitt
7, der ebenfalls über eine im Innenwinkel der eine Wulst 11' bildenden Falzung 10'
mit der Stützfahne 6 verbunden ist.
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Die Falzkanten 10 und 10' sind ferner mindestens abschnittsweise von
elastischen Klebebändern 2i7 überbrückt. Die Bänder liegen=auf der dem Innenwinkel
gegenüberliegenden Seite der Wandung, so daß sie durch das Einschlagen unter Zugwirkung
stehen.
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Am Rücken des Ablagekastens ist eine vorstehende Lasche 8 gebildet,
die unter eine obere, Z-förmige Tragschiene 9 greift, während die untere Rückenkante
auf dem Schenkel einer parallelen Tragsohiene aufsteht.
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Zur Bildung des Lateral-Ablagekastens dient ein Zuschnitt eines Pappebogens,
(vgl. Abbildung 4).
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Aus diesem wird durch Abwinkeln und Einschlagen an den durch vorgepreßte
Falzkanten 10, 10', 12 und 15 der Kasten erstellt, wobei durch Trennschnitte 13,
13' die übereinandertretenden Lappen 14, 14' freigeschnitten sind. Die Wirkungsweise
der beschriebenen Ausbildung ist folgende: Die Federung der Stützfahne 6 ist dadurch
erreicht, daß die Falzkante 10 (vgl. Abbildung 5 und 6) in die Wandung eingepreßt
ist, um das Umbiegen der Abkantungen zu erleichtern. Der Falz ist hierbei so auegestaltet,
daß sich auf der Biegeseite, also in dem durch die Abbiegung entstehenden offenen
Winkel eine Wulst 11 ausbildet. Diese Wulst erzeugt eine Spreizwirkung in Richtung
des Pfeiles
"a", die zufolge Materialverformung umso größer ist,
je kleiner der offene Innenwinkel zwischen Stützfahne 6 und Seitenwand 1 wird. Eine
entsprechende Wulst 11' zwischen einem von der Stützfahne 6 abgewinkelten Endabschnitt
7, der eine flächige Andruckleiste ergibt, bewirkt, daß das Schriftgut in der Pfeilrichtung
"a' n flächig beaufschlagt und vor dem Verrutschen gesichert ist.