DE1965729A1 - Kurvenabhaengige Steuerungseinrichtung fuer Fahrzeuge - Google Patents
Kurvenabhaengige Steuerungseinrichtung fuer FahrzeugeInfo
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Description
Hunches, den 2.9.12.1969
P-Dr.Pd/Wo -9P7--
KHORE-BREMSE G.m.b.H., 8 München 13, Moosacher Str.
Kurvenabhängige Steuerungseinrichtung für Fahrzeuge
Die Erfindung bezieht sich auf eine kurvenabhängige
Steuerungseinrichtung für Fahrzeuge, insbesondere für eine Heigungssteuerung von Schienenfahrzeugen, mit einer
beim Durchfahren von Kurven Steuersignale abgebenden, im Fahrzeug angeordneten Meßeinrichtung,
Für eine genaue Steuerungseinrichtung der vorgenannten
Art ist es erforderlich, dieser sofort beim Einfahren
des Schienenfahrzeuges aus einem geraden Streckenabschnitt in.einen Übergangsbogen mit veränderlicher
Krümmung zu einer Kurve ein Betätigungssignal zuzuleiten, welches ein Heigen des Wagenkastens entsprechend der
Kurvenrichtung veranlaßt..Zugleich muß der Steuereinrichtung
ein Betätigungssignal zugeführt werden, welches
ein Abschalten der üblichen Hiveausteuerung bewirkt, um
ein Rücksteuern des Wagenkastens durch diese Hiveausteuerung
zu vermeiden. Spätestens bei der Einfahrt des Schienenfahrzeuges aus dem Übergangsbogen in den Bogen-
©bschnitt jnit konstanter Krümmung muß das Betätigungssignal zum Heigen des Fahrzeugkastens erlöschen, da
während dejs Durchfahrens eines Bogens mit konstanter
Krümmung auch die auf das Fahrzeug einwirkende Fliehkraft konstant bleibt« Bei der Einfahrt des Fahrzeuges
109828/0186 .
aus dem Bogen konstanter Krümmung in den Übergangsbogen
zu einem auf den Kurvenabschnitt folgenden geraden Streckenabschnitt muß die Steuerungseinrichtung ein
Signal abgeben, durch welches ein Aufrichten des '.-Schienenfahrzeuges
eingeleitet wird. Spätestens beim Übergang des Schienenfahrzeuges aus dem Übergangsbogen
in den nachfolgenden, geraden Streckenabschnitt muß dieses Betätigungssignal zusammen mit dem ein Abschalten
der Niveausteuerung bewirkenden Betätigungssignal abklingen.
Die Neigungssteueruag kann dabei durch eine Luftfederung
oder durch besondere druckluft- oder öldruckbeaufschlagte
Zylinder-Kolben-Glieder erfolgen. Außerdem sind die Betätigungssignale einer derartigen Steuerungseinrichtung
auch geeignet, ein Drehgestell, eine Laufachse oder eine
Kupplungseinrichtung eines Schienenfahrzeuges kurvenabhängig genau zu steuern»
Es sind kurvenabhängige Steuerungseinrichtung.en der eingangs,
genannten Art bekannt, welche mit einem Pendel als Meßeinrichtung ausgerüstet sind. Derartige Steuerungseinrichtungen erfüllen jedoch die vorstehend angegebenen
Forderungen für eine exakte kisrveöabhängige leigungssteuerung
nicht. Es wurde daher in einem nicht vorveröffentlichten
Erfindungsvorschlag vorgeschlagen als Meßeinrichtung ein Kreiselgerät zu verwenden, das während
des Auftretens von Dxehiirinkelbeschleunigungen und von
Drehbewegungen des Fahrzeuges um dessen Vertikalachse
gesonderte, sich entsprechend der■ Wirlmngsrichtuiig öer-Drehwinkelbeschleunigung
bzw» . Bp;©lxheweg;ung unterscheiden-·.
de Meßsignale (+ta und =&>
so^fie ψ^ -unä -^J )
• 10 9 8 2 8/01 $■§" ·-'
' BÄD'ÖilGINAL
Der nicht vorveröffentlichte Erfindungsvqrschlag liegt
der Patentanmeldung P 16 05 831 «4- zugrunde«
Aufgabe der Erfindung ist es, eine kurvenabhängige
Steuerungseinrichtung der eingangs angegebenen Art
ι - . . '-."-"■"-"
anzugeben, deren Meßeinrichtung einen wesentlich ge-
>rihgeren Aufwand bedingt als das als Meßeinrichtung
vorgeschlagene Kreiselgerät«
ι Diese Aufgabe wird nach der Erfindung gelöst durch eine
um eine Vertikalachse drehbar angeordnete, kraftschlüssig am Fahrzeugrahmen gefesselte Trägheitsmasse
als drehwinkelbeschleunigungsempfindliches Meßgerät,
das beim Auftreten, von Drehwinkelbeschleunigungen des Fahrzeuges um dessen Vertikalachse gesonderte, sich
entsprechend der Wirkungsrichtung der Drehwinkelbe~
sch!eunigüng unterscheidende Meßsignale erzeugt zur
Erstellung unterschiedlicher Wirkungsrichtungsabhängiger
Betätigungssignale während des Auftretens der Drehwinkelbesch!eunigungen. ■
Vorteilhafte Ausführungsformen bzw. weitere Ausgestaltungen der Erfindung können den Unteransprüchen
entnommen werden.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Steuerungsvorrichtung
besteht darin, daß beim Einlauf in einen Übergangsbogen die Trägheitsmasse aufgrund ihrer
Beharrung versucht, ihre Lage im Raum beizubehalten. Da die Trägheitsmasse mit dem Fahrzeugrahmen kraftschlüssig
gefesselt ist, entsteht bei einer Drehung
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BAt* ORIGINAL
des Wagenkastens eine Rückstellkraft. Solange die
Drehwinkelgeschwindigkeit im Übergangsbogen zunimmt, ■d.h. eine Winkerbeschleunigung wirksam ist, bleibt die
Masse gegenüber dem Wagenkasten um einen Winkel verdreht. Die Größe dieses Winkels ist durch die Fesselkraft
und durch die Winkelbeschleunigung bestimmt. Bei 'konstanter Winkelgeschwindigkeit im gleichförmigen
Bogenlauf mit konstantem Krümmungsradius stellt die Rückstellkraft die Trägheitsmasse wieder in ihre NuIl-
oder Ausgangslage zurück. Beim Übergang vom gleichförmigen Bogenlauf über den anschließenden Übergangsbogen
in eine Gerade sind die Vorgänge gegenläufig.
In schematischen Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele
nach der Erfindung dargestellt. Im einzelnen=zeigt:
-Fig. 1 ein Fahrzeug mit einer erfindungsgemäß verwendeten Trägheitsmasse
in perspektivischer Seitenansicht;
) Fig. 2 eine Draufsicht auf das Fahrzeug
nach Fig. 1 beim Druchfahren eines
Übergangsbogens;
Fig. 5 bis 5 beispielsweise Fesserungsmög-
lichkeiten für die Trägheitsmasse und
Fig. 6 bis 8 beispielsweise Ausführungen der
Trägheitsmasse als drehwinkelbeschleunigungsempfindliches
Meßgerät.
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■" ■■- BAD ORIGINAL
In Fig. 1 ist ein Fahrzeug 1 schematisch dargestellt.
In der Hochachse 2 des Fahrzeuges 1, die senkrecht auf
der Längs- und Querachse des Fahrzeuges steht, erstreckt sich die Drehachse 3 einer Trägheitsmasse 4
die als Meßgerät der kurvenabhängigen Steuerungsein- * richtung nach der Erfindung ausgebildet ist. Die Drehachse
J ist in am Fahrzeug 1 festen Lagerstellen 5
drehbar gelagert;* ■
Fig. 2 zeigt in verkleinerter Darstellung eine Draufsicht
auf das Fahrzeug .1 in schematischer Darstellung, das in Pfeilrichtung in einen Gleisbogen 6 einfährt.
Dabei durchfährt das Fahrzeug anfangs einen ersten
Übergangsbogen 7 mit veränderlichem Krümmungsradius.
Die Trägheitsmasse 4- versucht aufgrund ihrer Beharrung
ihre längs des durchlaufenen geraden Streckenabschnitts
9 vor Beginn des Übergangsbogens 7 eingenommene,
durch die Längsachse 8 parallel zur Längsachse des Fahrzeuges im geraden Streckenabschnitt 9 gekennzeichnete
Lage (Nullage der Trägheitsmasse 4-) beizubehalten.
Durch die für Ausführungsbeispiele noch näher zu beschreibenden Fesselungen der Trägheitsmasse K entsteht
Jedoch bei der Drehung des Fahrzeuges im-ÜbergangsbOgen
7 auf die Trägheitsmasse eine Kraft, die die
Längsachse 8 der Trägheitsmasse in die Längsachse 11 des Fahrzeuges zurückzudrehen versucht« Solange die Winkelgeschwindigkeit
des Fahrzeuges im Übergangsbogen zunimmt, d.h. eine Winkelbeschleunigung wirksam ist,
bleibt die Trägheitsmasse 4- gegenüber der Längsachse 11
des Fahrzeuges 1 um einen Winkel·^* verdreht« Die Größe des
Winkelsfist durch die Fesselungskraft und die Winkel-
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beschleunigung cDbestimmt. Bei konstanter Winkelgeschwindigkeit O im an den Übergangsbogen 7 anschließenden
Bogenabschnitt 10 mit konstantem Krümmungsradius stellt die durch die Fesselung bewirkte Rückführkraft
ι die Trägheitsmasse 4 wieder in die Nullage zurück, in
der die Längsachse 8 der Trägheitsmasse 4 um den 'Winkely in die Längsachse= 11 des Fahrzeuges 1 zurück-
W schwenkt«.Beim Übergang vom gleichförmigen Bogenabschnitt
10 in einen in Fahrtrichtung anschließenden weiteren Übergangsbogen, der hier der Einfachheit
wegen nicht dargestellt ist, laufen die vorbeschriebenen Vorgänge gegensinnig ab. .
Pig» 3 zeigt in der Draufsicht im Prinzip eine mechanische
Fesselung der Trägheitsmasse 4 mittels zweier gleich starker, entgegengesetzt wirkender Federn 12,13
die sich einerseits an gegenüberliegenden festen Wandungen 14?15 des Fahrzeuges und andererseits an entgegengesetzten
Seiten eines an der Trägheitsmasse 4 festen fc Armes 16 oder dergleichen vorstehenden Teiles abstützen. Die beiden Federn 12,15 suchen die Trägheitsmasse
4 in der gezeichneten Nullage zu halten? in der
keine Beschleunigungskräfte auf sie einwirken.
Fig. 4 zeigt in der Draufsicht im Prinzip eine pneumatische
Fesselung der Trägheitsmasse 4« Statt der
Federn 12,15 sind zwei gleich ausgebildete,. entgegengesetzt
gerichtete Ausströmdüse^ 10,19 sm Fahrzeug fest
angeordnet« Zwischen die gegenüberliegenden Austritts--
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öffnungen 18',19V der beiden Ausströmdüsen ragt eine
an der Trägheitsmasse feste Prallplatte 17 oder
dergleichen. Die aus den Austrittsöffnungen 18*,Ί9V
austretenden, gleich starken Luftstrahlen der Aus-'
strömdüsen 18,19 suchen die Trägheitsmasse 4 in der
gezeichneten Nullage zu halten,
, Fig. 5 zeigt in der Draufsicht im Prinzip eine magnetische
' Fesselung der Trägheitsmasse 4, die zwei entgegengesetzt
gep'olte Magnete 20,21 am Umfang der Trägheitsmasse aufweist, wobei die magnetischen Achsen in einem
Durchmesser 22 der Trägheitsmasse liegen. Am Fahrzeug
sind zwei entgegengesetzt gepolte, einander gegenüber-*
liegende Magnete 23,24- angeordnet, die gleiche Luftspalte
zu den Magneten 20,21 frei lassen. Die entgegengesetzt
gepolten Magnete 20,23 und 21,24. suchen die
Trägheitsmasse 4- in der gezeichneten Nullage zu halten, in der beispielsweise einerseits der Nordpol
des Magneten 21 an der Trägheitsmasse 4- dem Südpol
des am Fahrzeug festen Magneten 24- und andererseits der
Südpol des Magneten 20 an der Trägheitsmasse 4- dem Nordpol des Magneten 23 am Fahrzeug jeweils
genau gegenüberliegen. In Fig. 5 sind die Magnete 20,21,23 und 24- als Elektromägnete gezeichnet*
Fig. 6 zeigt die mit einer mechanischen Fesselung versehene Trägheitsmasse 4 als Meßgerät, das bei"auf-
- tretenden Winkelbeschleunigungen beim Durchfahren von Übergangsbögen mit veränderlichen Krümmungsradien
ein Rechts- oder Linkssignal abgibt. Hierzu weist
die Trägheitsmasse einen Signalarm 25 auf. In der
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3 ORIGINAL
gezeichneten Nullage der Trägheitsmasse sind "beidseitig
des Signalarmes 25 mit gleichen Abständen von der !!ullage zwei konkatlose Lichtschranken 26,27
angeordnet. Fahrt das Fahrzeug in einen Rechtsbogen ein,
so verdreht sich die Längsachse 8 der Trägheitsmasse
relativ zur Vagenlängsachse in Pfeilrichtung. Dabei ι gelangt der Signalarm 25 in den Lichtstrahl der einen
Lichtschranke, die daraufhin.ein Signal.E für .einen
Rechtsbogen abgibt. Durchfährt das Fahrzeug in gleicher Fahrtrichtung einen Linksbogen, so gelangt der Signalarm
25 entsprechend in den Lichtstrahl der anderen Lichtschranke 26, die daraufhin ein.Signal L für einen
Linksbogeh abgibt.
Nach dem Durchfahren der Übergangsbögen wird die
Trägheitsmasse 4- durch die mechanische Fesselung in die Nullage zurückgestellt, in der beide Lichtschranken
26,27 wieder freigegeben sind. Statt auf jeder Seite des Signalarmes wenigstens eine Lichtschranke 26 bzw. 27
anzuordnen, können auch mit zunehmenden Abständen von der Nullage mehrere Lichtschranken angeordnet werden,
so daß stufenweise die Größe des jeweiligen Anschlages des Signalarmes 25 gemessen werden kann. Um zu verhindern,
daß die Trägheitsmasse bei auf das Fährzeug wirkenden
Fahrtstöße oder Fahrtschwingungen zur Umzeit ausgelenkt
wird und dabei Signale abgibt, ist die Trägheitsmasse 4-zweckmäßigerweise
mit einer Dämpfung versehen. Im Beispielsfalle 1st eine Wirbelstromdämpfung 28,28'
vorgesehen, die aus einem am Fahrzeug festen Hufeisenmagnet
28 besteht. In den Spalt des Hufeisenmagnetes 28 greift das vordere Ende 28' des verlängerten Signal-
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:i . , ÜAD ORIGINAL
armes 25 der Trägheitsmasse 4.
Fig. 7 zeigt die mit einer pneumatischen Fesselung versehene
Trägheitsmasse 4 als Meßgerät, das "bei auftretenden
Winkelbesehleunigungen beim Durchfahren von Über- ^gangsbögen mit veränderlichen Krümmungsradien entsprechend
den jeweiligen Beschleunigungswerten analoge
Signale abgibt. Hierzu weisen die Ausströmdüsen 18,19 zur pneumatischen Fesselung nach Fig. 4 seitliche Austrittsöffnungen
29 lind 30 mit Austrittsdrücken p* und
Po auf. Beim Bogenein- und Auslauf bewirkt die auftrende
Winkelbeschleunigung eine Verstellung der zwischen den Ausströmdüsen 18,19 gehaltenen Prallplatte 17 aus ihrer
mit gleichem Abstand von den Düsenöffnungen der Ausströmdüsen
gehaltenen Nullage. Hierdurch entsteht an den
Austrittsöffnungen 29 und JO der beiden Ausströmdüsen
ein Druckunterschied^ρ = P^-Pp als analoges Maß für
die Winkelbeschleunigung. Auf diese Weise läßt sich die
Neigungsgeschwindigkeit des Fahrzeuges um seine Längsachse
bereits bei Beginn des Bogeneinlaufes vorherbestimmen.
Entsprechend dem Ausführungsheispiel nach Fig. 6.ist
die Trägheitsmasse 4 zusätzlich mit einer Wirbelstromdämpfung 28,28* versehen. Die Austrittsöffnungen 29,50
können mit Vorteil mit bekannten StrÖmungsmittelverstärkern
ohne bewegliche Teile in Verbindung stehen.
Fig. 8 zeigt die mit einer elektromagnetischen Fesselung
versehene Trägheitsmasse 4 als Meßgerat. Hierbei wird
die Trägheitsmasse entsprechend dem Ausführungsbeispie'l
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jä&D ORIGINAL
• - ίο -
nach I1Ig. 5 über Elektromagnete 3^i 32 am Fahrzeug gefesselt.
Eine am Stator 33 in. Verbindung mit der Trägheitsmasse
angelegte Wechselspannung induziert im Rotor 32 am Fahrzeug eine Spannung. Verdreht sich der
Stator 31 gegenüber dem Rotor 32 beim Auftreten von
Winkelbeschleunigungen, entsteht eine Änderung der ι induzierten Spannung und ein RückStellmoment in die
gezeichnete Nullage der Trägheitsmasse 4. Die
Spannungsänderung ist ein analoges Maß für die Winkelbeschleunigung
und kann ebenfalls zur Bestimmung der Neigungsgeschwindigkeit des Wagenkastens um seine
Längsachse herangezogen werden. Der elektrische Abgriff kann auch kapazitiv erfolgen, indem nach dem Prinzip
des Drehkondensators die Relativbewegung zwischen der Trägheitsmasse und dem Fahrzeug zur Änderung einer
Kapazität herangezogen wird. Auch hierbei entstehen Signale, die der jeweils auftretenden Winkelbeschleunigung
analog sind.
Die Signalausgange des erfindungsgemäßen Meßgerätes
werden auf eine nicht dargestellte Steuerungsvorrichtung zur Informationsverarbeitung aufgegeben*, Da die abgegebenen
Signale fahrtrichtungsabhängig sind, muß die Fahrtrichtung in die Informationsverarbeitung einbezogen
werden. In der Steuerungsvorrichtung die analog der Steuerungsvorrichtung nach der eingangs genannten
älteren Patentanmeldung P 16 05 831 „4-21 zur Verarbeitung
von Kreiselausgängen ausgebildet sein kann9 werden
einerseits positive oder negative Drehgeschwindigkeitssignale (+(*>
und -sJ) und andererseit positive oder
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BADORfGfNAL
- 11 - .■■'..
negative Drehbeschleunigungssignale (+uJund -t*>) gebildet. Die Dreligeschv/indigkeitssignale (+& und -fc?)
können lediglich als einfache + oder - Signale erscheinen.
Einzelzeiten der Steuerungsvorrichtung analog der
•Steuerungsvorrichtung nach der älteren Patentanmeldung zur Informationsverarbeitung für die vom erfindungsgemäßen
Meßgerät abgegebenen Signale sind zum Verständnis der Erfindung nicht erforderlich.
Patentansprüche:
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Claims (1)
- Patentansprüche1.JKurvenabhängige Steuerungseinrichtung für Fahrzeuge, " isbesondere für eine Neigungssteuerung von Schienenfahrzeugen, mit einer beim Durchfahren von Kurven Steuersignale abgebenden, im Fahrzeug angeordneten Meßeinrichtung, gekennzeichnet durch ein um eine ,Vertikala.ch.se drehbar angeordnete, kraftschlüssig am Fahrzeugrahmen gefesselte.Trägheitsmasse (4-) als drehwinkelbeschleunigungsempfindliches Meßgerät, das beim Auftreten von Drehwinkelbeschleunigungen des Fahrzeuges (1) um dessen Vertikalachse (2) gesonderte, sich entsprechend der Wirkungsrichtung der Drehwinkerbeschleunigung unterscheidende Meßsignale erzeugt zur Erstellung, unterschiedlicher wirkungsrichtungsabhängiger Betätigungssignale während des Auftretens der Drehwinkelbeschleunigungen.2. Steuerungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägheitsmasse (4-) mechanisch, pneumatisch, hydraulisch oder elektrisch gefesselt ist.5. Steuerungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägheitsmasse (4) zur mechanischen Fesselung mit mindestens einem vorstehenden Teil (16) versehen ist, auf das von entgegengesetzten Seiten im wesentlichen gleich große Federkräfte einwirken.'4. Steuerungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägheitsmasse (4) zur pneumatischen Fesselung mit mindestens einer vorstehenden Prall-1 0 9 8 2 8/0 188' platte (17) versehen ist, auf die von entgegengesetzten Seiten im wesentlichen gleich große Druckkräfte von aus Ausströmdüsen (18,19) austretendem Strömungsmittel wirken. . \ ■5. Steuerungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägheitsmasse (4-) zur magnetischen Fesselung mit wenigstens einem Magnetkörper (51) versehen ist und mit geringem Abstand von diesem ein entgegengesetzt gepolter Magnetkörper (52) am Fahrzeug fest angeordnet ist.6. Steuerungseinrichtung nach (Leu Ansprüchen 1 "bis 5> dadurch gekennzeichnet, daß die Trägheitsmasse (4) mit einem vorstehenden Arm (1?»25) als Signalgeber versehen istr durch dessen Lagenänderung gegenüber einer MuIl-•punktlage digitale oder analoge Signale erzeugt werden.7; Steuerungseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn zeichnet, daß auf den Signalgeber Fesselungs- und/oder Dämpfungskräfte einwirken.8. Steuerungseinrichtung nach Anspruch 7» dadurch gekenn zeichnet, daß zur Erzeugung von Dämpfungskräften gegen unerwünschte Schwingungen des Trägheitskörpers (4-) wenigstens eine fahrzeugfeste Wirbelstromeinrichtung (28,28*) vorgesehen ist,9« Steuerungseinrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten des in seiner Kulistellung befindlichen Signalgebers mindestens9828/0186BADftje eine kontaktlose Lichtschranke (26,27) mit entgegengesetzt gleichem Abstand von der Nullstellung zur Erzeugung digitaler Signale angeordnet ist.'10. Steuerungseinrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalgeber als Prallplatte (1?) für eine pneumatische Fesselung . ausgebildet ist, wobei die die Fesselung bewirkenden P j Ausströmdüsen'(18,19) Signalausgange (29,30) enthalten und die Differenz der aus den Signalausgängen aus-. tretenden Strömungsmitteldrücke (p^., p^) in Abhängigkeit, von der Lage der Prallplatte gegenüber den Öffnungen (18',19') der Ausströmdüsen ein analoges Maß für die auf die Trägheitsmasse (4-) wirkende Winkelbeschleunigung ist.11. Steuerungseinrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalgeber als Rotor (31) ausgebildet ist, in dem durch eine an einem fahrzeugfesten Stator (32) angelegte Wechselspannung eine Spannung induziert wird, wobei die von dem Rotor abgegebene Spannung in Abhängigkeit von der Lage des Rotors gegenüber dem Stator ein analoges Maß für die auf die Trägheitsmasse (4·) !wirkende Winkerbeschleunigung ist«12. Steuerungseinrichtung nach den Ansprüchen 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalausgänge (29»30) der Ausströmdüsen (18,19) mit einem, logischen Schaltkreis aus bekannten Strömungsverstärkerelementen in Verbindung stehen.10 9 8 2 8/Q 1 8 SBAD ORIGINAL-;<k- ■ ■■/.■13· Steuerungseinriclitung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalausgange (29,30) mit entgegengesetzten Steuereingängen eines "bistabilen Strömungselementes verbunden sind.109828/0186BAD OBJGINAt
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