DE19654782C1 - Einspritzinjektor für Dieselmotoren - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Einspritzinjektor nach dem Oberbegriff des Anspruches
1.
Einspritzinjektoren für Dieselmotoren sind in den verschiedensten
Ausführungsformen bekannt. Im Bereich moderner Hochleistungsdieselmotoren für
Kraftfahrzeuge setzt sich in neuerer Zeit mehr und mehr die Idee einer elektronisch
geregelten Hochdruckeinspritzung durch, wobei unter anderem
magnetventilgesteuerten Injektoren und Injektoren mit Piezoelement-Betätigung
besondere Aufmerksamkeit zugewendet wird. Ein Einspritzinjektor mit
Piezoelement-Betätigung ist z. B. aus der gattungsgemäßen DE 195 16 245 A1 bekannt.
Aufgrund der schnelleren Reaktionszeiten von Piezoelementen wird diese Variante
auch bei der Anmelderin
für verschiedene Anwendungen favorisiert. Aufgrund des relativ geringen mit einem
Piezoelement erzielbaren Hubs weisen derart bestückte Einspritzinjektoren z. B. zwei
hintereinandergesetzte Piezoelemente auf, wodurch der Injektor jedoch eine relativ
lange Bauform annimmt, die den beengten Einbauräumen im Zylinderkopf vieler
moderner Motoren für Nutzfahrzeuge und Personenkraftwagen nicht gerecht wird.
Bei verschiedenen Fahrzeugen wäre es sogar erforderlich, in der Motorhaube
Auswölbungen vorzusehen, um die Einspritzinjektoren im Motorraum
unterzubringen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
einen Einspritzinjektor zu schaffen, der auch bei beengten Einbauräumen im
Zylinderkopf einsetzbar ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruches 1.
Der Piezoblock weist dazu wenigstens zwei Piezo-Körper auf, die teleskopartig
ineinander gefügt (bzw. verschachtelt und ferner bevorzugt derart gegeneinander
abgestützt) sind, daß sich der Hub der ineinander verschachtelten Piezo-Körper zu
einem Gesamthub addiert. Gegenüber dem Stand der Technik wird somit ein Piezo-
Aktuator verwendet, der in unkomplizierter Weise derart ausgestaltet ist, daß er trotz
kurzer Bauform infolge der Teleskopwirkung einen großen (bei unwesentlich
veränderter Bauform gegenüber einem Einfachpiezo nahezu verdoppelten) Hub
realisiert und damit auch beengten Einbauverhältnissen gerecht wird.
Piezoaktuatoren weisen zudem gegenüber den vielfach verwendeten Magnetventilen
den großen Vorteil einer schnelleren Reaktionszeit auf, woraus u. a. eine präzisere
Steuerbarkeit des gesamten Einspritzvorganges resultiert.
Dem Piezoblock kann ein ein Wegverstärker nachgeschaltet werden, auf den aber ggf.
bei der nachfolgend diskutierten Variante der Erfindung sogar verzichtet werden
kann. Nach dieser Variante der Erfindung werden derart viele Zylinder ineinander
verschachtelt, daß der addierte Piezohub der Einzelelemente dazu ausreicht, direkt
den nötigen Hub zur Betätigung der Einspritznadel zu erzeugen. Mit den derzeit
handelsüblichen Piezoelementen ist es typischerweise möglich, einen "Arbeitshub"
von ca. 25 µm zu realisieren. Um den zur Öffnung des Ventiles zwischen Steuerraum
und Niederdruckbereich oftmals benötigen Hub von 150 bis 200 µm zu erzeugen, ist
es daher notwendig, die Bewegung von wenigstens zwei Piezoelementen durch einen
Membranverstärker zu verstärken. Diesen Verstärker spart die Erfindung in
vorteilhafter Weise dadurch ein, daß eine Reihe von Piezo-Hohlkörpern. derart
teleskopartig ineinander verschachtelt ist, daß sich deren Einzelhübe bei einer
Betätigung addieren.
Weitere besonders bevorzugte Varianten der Erfindung zeichnen sich dadurch aus,
daß die Piezo-Körper auf einfache Weise als Hohlkörper, insbesondere als
Hohlzylinder ausgebildet sind, wobei zwischen die Piezo-Hohlzylinder zur Abstützung
hutförmige Elemente eingesetzt sind, die einen wenigstens einseitig geschlossenen
Hohlraumabschnitt aufweisen, der an die Geometrie der Piezo-Hohlkörper angepaßt
ist, wobei sich an den Hohlraumabschnitt an dem der geschlossenen Seite
gegenüberliegenden Ende des Hohlraumabschnittes eine im wesentlichen senkrecht
zum Hohlraumabschnitt nach außen vorkragende Schulter anschließt.
Dabei sind die Piezo-Hohlzylinder und die hutförmigen Elemente bevorzugt derart
ineinander verschachtelt, daß sich der jeweils äußere zweier Piezo-Hohlzylinder auf
dem Kragen des über den inneren Piezo-Hohlzylinder gezogenen Hutkörpers
abstützt. Diese Variante der Erfindung hat den besonderen Vorteil einer besonders
einfachen und dennoch auch im Dauerbetrieb funktionssicheren Bauform, die zudem
auch kostengünstig realisierbar ist. Ferner lassen sich mit ineinander verschachtelten
Hohlkörpern und Hutelementen auf einfachste Weise mehrstufige Varianten
realisieren, z. B. hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, vierstufige Varianten zu
bilden, da bei vier Stufen schon oft auf einen Wegverstärker verzichtet werden kann.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den weiteren
Unteransprüchen zu entnehmen.
Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Schnittansicht eines Teilbereiches eines ersten Ausführungsbeispiels
der Erfindung;
Fig. 2 eine Schnittansicht eines Teilbereiches eines weiteren
Ausführungsbeispiels der Erfindung;
Fig. 3 eine Schnittansicht eines Teilbereiches eines piezobetätigten Injektors ohne
verkürzte Bauform.
Fig. 1 zeigt einen Einspritzinjektor 1 für Dieselmotoren, der einen Injektorkörper 2
aufweist, in dem eine Einspritznadel (nicht dargestellt) axialverschieblich geführt ist
und feder- und hochdruckbelastet in üblicher Weise auf einem Einspritznadelsitz
aufliegt. Die Einspritznadel grenzt im Bereich ihrer Spitze an eine Druckkammer
sowie an ihrem hinteren Ende direkt oder über zwischengeschaltete
Übertragungsglieder an einen Steuerraum S an. Eine Hochdruckleitung 3 dient zur
Zuleitung von unter Hochdruck stehendem Kraftstoff zur Druckkammer und - über
eine hier nicht gezeigte Zweigleitung - zum Steuerraum S. Durch Druckreduzierung
im Steuerraum wird die Nadel gegen die Federkraft von ihrem Sitz im Steuerraum
abgehoben, so daß Kraftstoff unter Hochdruck in den Verbrennungsraum strömen
kann. Die Druckreduzierung wird beispielsweise durch Öffnen eines Ventiles
zwischen dem Steuerraum und einer Niederdruck-Rücklaufleitung erzeugt. Wird
dieses Ventil geöffnet, sinkt der Druck im Steuerraum (über eine Drossel), so daß die
Nadel gegen den verbleibenden Druck der Feder durch den im Druckraum
anliegenden Hochdruck vom Nadelsitz durch Axialverschiebung abhebt.
Als Aktuator (Aktor) zur Betätigung der Einspritznadel (bzw. des Ventiles) ist ein
Piezoblock 4 vorgesehen, der eine Betätigung des Ventiles (hier ein Kugelventil 5)
erlaubt, welches die (nicht dargestellte) Drosselverbindung zur Niederdruck-
Rücklaufleitung (ebenfalls nicht dargestellt) verschließt. Der Piezoblock 4 umfaßt zwei
teleskopartig ineinander verschachtelte Piezo-Hohlzylinder 6a, 6b, die zwischen die
hutförmigen Elemente 7 eingesetzt sind. Die hutförmigen Elemente 7 weisen einen
Hohlraumabschnitt 7a auf, der an einer Seite (7c) verschlossen ist und der über den
inneren Hohlzylinder 6b gestülpt ist. An das der geschlossenen Seite 7c
gegenüberliegende Ende des Hohlraumabschnittes 7a schließt sich eine im
wesentlichen senkrecht zum Hohlraumabschnitt nach außen vorkragende Schulter 7b
an. Dabei sind die Piezo-Hohlzylinder 6a, 6b und die hutförmigen Elemente 7 derart
ineinander verschachtelt, daß sich der jeweils äußere zweier Piezo-Hohlzylinder
auf dem Kragen 7b des über den inneren Piezo-Hohlzylinder 6b gezogenen
Hutelementes 7 abstützt. Auf diese Weise kann der Hub des Piezoblockes erhöht
werden, ohne daß daraus nach Art der Fig. 3 durch das Hintereinanderschalten
zweier Piezoelemente eine verlängerte Bauform resultiert (bei dem in Fig. 1
dargestellten Beispiel wurde gegenüber Fig. 3 immerhin eine Bauraumreduzierung
von 19,17 mm realisiert!).
Die Piezozylinder sind in einen Hohlkörper 8 (Injektorkopf) eingesetzt, der auf dem
Injektorkörper 2 aufsitzt und grenzen an einen Wegübersetzer bzw. -verstärker 9 an,
der über Membranen 10 auf das Kugelventil 5 wirkt das bei einer Betätigung eine
(nicht dargestellte) Öffnung zu einer Niederdruckleitung freigibt. Auf dem
Hohlkörper 8 sitzen ein Ring 11 und ein Anschlußelement 12.
Demgegenüber sind bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 vier Hohlzylinder 6a bis
6d nebst drei Hutelementen 7 ineinander geschachtelt, so daß es gegenüber Fig. 1
möglich ist, auf den Kosten verursachenden Wegübersetzer ganz zu verzichten! Die
Hubübertragung erfolgt über das Übertragungsglied 13 und einen Kolben 14.
Dichtungen 15 dichten den Piezoblock 4 gegen den Steuerbereich ab.
Wie in Fig. 2 ferner zu erkennen, wurde der Injektorkopf 8' gegenüber Fig. 1 deutlich
verkürzt. Dies ist möglich, da der gesamte Piezoblock 4 weiter nach unten bis in den
Injektorkörper 2 in den Raum des eingesparten Wegverstärkerelementes verlegt
wurde. Gegenüber Fig. 1 ergibt sich in vorteilhafter Weise eine nochmals deutlich
reduzierte Injektorlänge!
Claims (13)
1. Einspritzinjektor für Dieselmotoren, der folgendes aufweist:
- a) eine axial verschieblich geführte Einspritznadel, welche auf einem Einspritznadelsitz aufliegt und die an eine Druckkammer sowie an einen Steuerraum angrenzt,
- b) eine Hochdruckleitung zur Zuleitung von unter Hochdruck stehendem Kraftstoff zur Druckkammer und zum Steuerraum,
- c) einen Aktuator zur Betätigung der Einspritznadel, der derart ausgelegt ist, daß er zur Betätigung der Einspritznadel auf der Rückseite der Einspritznadel eine Verbindung zwischen dem Steuerraum und einem Niederdruckabschnitt öffnet oder verschließt, wobei
- d) der Aktuator als Piezoblock (4) ausgebildet ist, der durch
Volumenänderung die Einspritznadel betätigt,
dadurch gekennzeichnet, daß - e) der Piezoblock (4) wenigstens zwei Piezo-Körper aufweist, die als Hohlkörper ausgebildet und teleskopartig ineinander gefügt sind.
2. Einspritzinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Piezo-
Körper gegeneinander derart abgestützt sind, daß sich der Hub der ineinander
gefügten Piezo-Körper zu einem Gesamthub addiert.
3. Einspritzinjektor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Piezoblock (4) die Verbindung zwischen dem Steuerraum (S) und dem
Niederdruckabschnitt direkt oder über ein Ventil (5) öffnet oder verschließt.
4. Einspritzinjektor nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Piezoblock (4) direkt oder indirekt über
Kraftübertragungselemente die Einspritznadel betätigt.
5. Einspritzinjektor nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hohlkörper als Hohlzylinder (6) ausgebildet sind.
6. Einspritzinjektor nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen die Piezo-Hohlzylinder (6) hutförmige Elemente
(7) eingesetzt sind.
7. Einspritzinjektor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
hutförmigen Elemente (7)
- a) einen einseitig geschlossenen Hohlraumabschnitt (7a) aufweisen, der an die Geometrie der Piezo-Hohlzylinder (6) angepaßt ist,
- b) wobei sich an den Hohlraumabschnitt (7a) an dem der geschlossenen Seite (7c) gegenüberliegenden Ende eine im wesentlichen senkrecht zum Hohlraumabschnitt (7a) nach außen vorkragende Schulter (7b) anschließt.
8. Einspritzinjektor nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Piezo-Hohlzylinder (6) und die hutförmigen Elemente (7) derart ineinander
gefügt sind, daß sich der jeweils äußere zweier Piezo-Hohlzylinder (6a)
auf dem Kragen des über den inneren Piezo-Hohlzylinder (6b) gezogenen
hutförmigen Elementes (7) abstützt.
9. Einspritzinjektor nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß hinter den Piezoblock (4) Übertragungsglieder (13, 14) zur
Betätigung des Ventiles (5) geschaltet sind, welches den Steuerraum (S) mit einem
Niederdruckbereich verbindet.
10. Einspritzinjektor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil ein
Kugelventil (5) ist.
11. Einspritzinjektor nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß derart viele Piezo-Hohlkörper ineinander gefügt
sind, daß der addierte Piezohub der Einzel-Hohlkörper dazu ausreicht,
wegübersetzerfrei den nötigen Hub zur Betätigung der Einspritznadel zu
erzeugen.
12. Einspritzinjektor nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß vier der Piezo-Hohlzylinder (6) ineinander gefügt
sind.
13. Einspritzinjektor nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch
gekennzeichnet, daß zwei der Piezo-Hohlzylinder (6) ineinander gefügt
sind, wobei dem Piezoblock (4) ein Wegübersetzer (9) nachgeschaltet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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|---|---|
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Family
ID=7816439
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| DE1996154782 Expired - Fee Related DE19654782C1 (de) | 1996-12-31 | 1996-12-31 | Einspritzinjektor für Dieselmotoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19654782C1 (de) |
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1996
- 1996-12-31 DE DE1996154782 patent/DE19654782C1/de not_active Expired - Fee Related
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