DE10121640A1 - Piezoelektrische Betätigungseinrichtung - Google Patents
Piezoelektrische BetätigungseinrichtungInfo
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Classifications
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Abstract
Es wird eine piezoelektrische Betätigungseinrichtung mit einer Vielzahl von Piezoelementen (1, 2, 3), die zur Wegvergrößerung mechanisch hintereinander geschaltet sind, vorgeschlagen. Die Piezoelemente (1, 2, 3) sind ringförmig ausgebildet und zur Platzeinsparung ineinander geschachtelt. Zwischen den Piezoelementen (1, 2, 3) sind Kraftübertragungshülsen (5, 6) angeordnet, die sich an den Stirnflächen der Piezoelemente (1, 2, 3) abstützen. Die Betätigungseinrichtung kann beispielsweise zum Antrieb von Ventilgliedern in elektrisch betätigten Ventilen dienen.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine piezoelektrische
Betätigungseinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Pa
tentanspruchs 1.
Derartige Betätigungseinrichtungen sind beispielsweise
zum Antrieb von Ventilgliedern in elektrisch gesteuer
ten Ventilen bekannt. Solche Ventile werden beispiels
weise als Einlaß/Auslaßventile in Verbrennungsmotoren
eingesetzt.
Zur Betätigung werden die einzelnen Piezoelemente mit
einer geeigneten Gleichspannung, beispielsweise 500 Volt,
angesteuert. Hierdurch ergibt sich eine Längenän
derung der Piezoelemente. Die Elemente erzeugen dabei
eine relativ hohe Kraft. Nachteilig ist jedoch der ge
ringe Betätigungsweg.
Um den Betätigungsweg zu erhöhen, sind verschiedene Me
thoden bekannt.
So ist beispielsweise bekannt, die Piezoelemente über
einander zu stapeln und hierdurch die Längenänderung
der einzelnen Elemente zu addieren (DE 30 06 298 C2).
Nachteilig ist hierbei die relativ große Bauhöhe des
Piezo-Stapels.
Weiter ist bekannt, eine hydraulische Übersetzung vor
zusehen (DE 198 39 732 A1). Dies hat jedoch den Nach
teil, daß durch Undichtigkeiten die Gefahr besteht, daß
Hydraulikflüssigkeit austritt.
Schließlich ist bekannt, durch Hebelanordnungen eine
Wegverlängerung zu erzielen (DE 197 53 754 C1). Hierbei
müssen jedoch die Hebelanordnungen besonders steif und
spielfrei ausgebildet sein, um die gewünschte Überset
zung bzw. Wegverlängerung zu ermöglichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine piezo
elektrische Betätigungseinrichtung anzugeben, die einen
ausreichend großen Betätigungsweg hat und die räumlich
klein baut.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 ange
gebene Erfindung gelöst. Die Unteransprüche enthalten
zweckmäßige Weiterbildungen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer schema
tischen Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt in
Fig. 1 einen Querschnitt durch die erfindunsgemäße
Betätigungseinrichtung und in
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Betätigungseinrich
tung.
Die Betätigungseinrichtung nach Fig. 1 besteht aus drei
Piezoelementen (1, 2, 3). Die Elemente (1 und 2) sind
ringförmig ausgebildet (vergl. Fig. 2). Das innere Ele
ment (3) ist stabförmig ausgebildet. Die Piezoelemente
(1, 2, 3) sind konzentrisch ineinander geschachtelt.
Zwischen den Elementen sind Kraftübertragungshülsen (5,
6) angeordnet. Diese stützen sich an den Stirnflächen
der Piezoelemente (1, 2, 3) ab.
Die Betätigungseinrichtung aus Fig. 1 als ganzes stützt
sich auf einem ortsfest gelagerten Ring (4) ab. Dieser
ist beispielsweise in einem Gehäuse befestigt. Durch
eine elektrische Spannungsbeaufschlagung der Piezoele
mente (1, 2, 3) mit einer Spannung U geeigneter Höhe
dehnen sich diese aus und ein entsprechender Betäti
gungshub kann an einem Stift (7), der auf dem inneren
Piezoelement (3) angebracht ist, abgegriffen werden.
Der Stift (7) wird dabei um einen Weg (s) nach oben be
wegt und ist in der Lage, eine Kraft (F) auszuüben.
Wie in der Fig. 2 dargestellt, können die Piezoelemente
(1, 2, 3) einen kreisförmigen Querschnitt haben. Sie
können jedoch auch rechteckförmig, insbesondere quadra
tisch, ausgebildet sein (nicht dargestellt).
Weiterhin können die Piezoelemente (1, 2, 3) eine
gleichförmig Wandstärke haben, wie in der Fig. 2 darge
stellt. Sie können jedoch auch mit einer nach außen ab
nehmenden Wandstärke ausgebildet sein (nicht dargestellt).
Dies hat den Vorteil, daß bei gleichbleibender
Tragfähigkeit der einzelnen Piezoelemente der Durchmes
ser der Betätigungseinrichtung kleiner ist.
Die zwischen den einzelnen Piezoelementen angeordneten
Kraftübertragungshülsen (5, 6) werden mechanisch auf
Zug beansprucht und können z. B. aus Metall als Stanz
teile hergestellt sein. Es ist aber auch möglich die
Kraftübertragungshülsen (5, 6) aus einem geeigneten
zug- und druckfesten Kunststoff herzustellen.
Die Zahl der ringförmig ineinander geschachtelten Pie
zoelemente ist abhängig von dem gewünschten Bewegungs
hub (s) der Betätigungseinrichtung. Typischerweise kön
nen z. B. zehn Piezoelemente vorgesehen sein.
Die elektrische Ansteuerung der Elemente kann entweder
parallel oder in Serie erfolgen. Die Elemente sind
hierzu an ihren Stirnflächen zweckmäßigerweise metalli
siert.
Bei einer Serien-Ansteuerung der Piezoelemente wird
eine Spannung (U) geeigneter Höhe zwischen den Ring (4)
und den Stift (7) gelegt. Hierzu müssen die Kraftüber
tragungshülsen (5, 6) leitfähig und mit den Stirn
flächen der Piezoelemente (1, 2, 3) kontaktiert sein.
Bei einer Parallel-Ansteuerung der Piezoelemente (1,
2, 3) sind deren obere Stirnflächen gemeinsam an den
einen Pol, und deren untere Stirnflächen gemeinsam an
den anderen Pol der Betätigungsspannung (U) anzuschlie
ßen (nicht dargestellt). Dabei müssen die Kraftübertragungshülsen
(5, 6) aus einem nicht-leitenden Material
sein. Eine parallele elektrische Ansteuerung hat den
Vorteil, daß eine Betätigungsspannung (U) von geringe
rer Höhe zur Ansteuerung der Betätigungseinrichtung
ausreicht.
Es ist auch möglich, eine Spannung mit umgekehrter Po
lung anzulegen. In diesem Fall bewegt sich der
Stift (7) in entgegengesetzter Richtung, also nach un
ten. In diesen Betriebszustand werden die Kraftüber
tragungshülsen (5, 6) auf Druck beansprucht und müssen
deshalb fest mit den Stirnseiten der Piezoelemente (1,
2, 3) verbunden sein, beispielsweise durch Klebung. Da
bei kann gegebenenfalls ein leitfähiger Kleber verwen
det werden.
Durch die spannungsmäßige Ansteuerung mit positiver und
negativer Polung läßt sich der erzielbare Hub (s) der
Betätigungseinrichtung erhöhen.
Die Betätigungseinrichtung läßt sich schließlich auch
in bekannter Weise zur Spannungserzeugung verwenden,
wenn von außen auf den Stift (7) eine entsprechende
Kraft ausgeübt wird.
Die erfindungsgemäße Betätigungseinrichtung hat den
Vorteil einer besonders geringen Bauhöhe. Weiter läßt
sich die Einrichtung wegen ihrer runden Bauform beson
ders gut in ein entsprechend geformtes rundes Ventilge
häuse einbauen.
Claims (7)
1. Piezoelektrische Betätigungseinrichtung, mit einer
Vielzahl von Piezoelementen (1, 2, 3), die mechani
sch hintereinander geschaltet sind, gekennzeichnet
durch folgende Merkmale:
- a) die Piezoelemente (1, 2, 3) sind ringförmig aus gebildet und ineinander geschachtelt;
- b) zwischen den Piezoelementen (1, 2, 3) sind Kraftübertragungshülsen (5, 6) angeordnet, die sich an den Stirnflächen der Piezoelemente (1, 2, 3) abstützen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Piezoelemente (1, 2, 3) einen kreis
förmigen Querschnitt haben.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Piezoelemente (1, 2, 3) einen recht
eckförmigen Querschnitt haben.
4. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Piezoele
mente (1, 2, 3) eine gleichförmige Wandstärke ha
ben.
5. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Piezoele
mente (1, 2, 3) eine nach außen abnehmende Wand
stärke haben.
6. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Piezoele
mente (1, 2, 3) elektrisch hintereinander geschal
tet sind.
7. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Piezoele
mente (1, 2, 3) elektrisch parallel geschaltet
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001121640 DE10121640A1 (de) | 2001-05-03 | 2001-05-03 | Piezoelektrische Betätigungseinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001121640 DE10121640A1 (de) | 2001-05-03 | 2001-05-03 | Piezoelektrische Betätigungseinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10121640A1 true DE10121640A1 (de) | 2002-11-07 |
Family
ID=7683573
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001121640 Withdrawn DE10121640A1 (de) | 2001-05-03 | 2001-05-03 | Piezoelektrische Betätigungseinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10121640A1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19654782C1 (de) * | 1996-12-31 | 1998-05-20 | Dualon International S A | Einspritzinjektor für Dieselmotoren |
| DE19712923A1 (de) * | 1997-03-27 | 1998-10-01 | Bosch Gmbh Robert | Piezoelektrischer Aktor |
-
2001
- 2001-05-03 DE DE2001121640 patent/DE10121640A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19654782C1 (de) * | 1996-12-31 | 1998-05-20 | Dualon International S A | Einspritzinjektor für Dieselmotoren |
| DE19712923A1 (de) * | 1997-03-27 | 1998-10-01 | Bosch Gmbh Robert | Piezoelektrischer Aktor |
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