DE19654537A1 - Befestigungs- und Lagereinrichtung für Bodenplatten von Vorstellbalkonen - Google Patents
Befestigungs- und Lagereinrichtung für Bodenplatten von VorstellbalkonenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Befestigungs- und La
gereinrichtung für Bodenplatten von übereinander an einer
Gebäudewand zu errichtenden Vorstellbalkonen, die durch
vertikale Stützpfosten miteinander verbunden sind, wobei
jede Bodenplatte einen aus Profilen bestehenden Tragrahmen
aufweist.
Viele Gebäude, insbesondere mehrstöckige Gebäude, sind an
ihrer Außenfassade mit Vorstellbalkonen versehen. In der
Regel weist ein Turm solcher übereinander angeordneter Vor
stellbalkone an ihren Eckpunkten jeweils einen vertikalen
Stützpfosten auf. Jeder Vorstellbalkon umfaßt eine Boden
platte, die mit den vertikalen Stützpfosten verbunden ist.
Die Bodenplatte wiederum besteht häufig aus einem Tragrah
men, auf dem Bodenbeläge als Fußboden aufgebracht sind. Die
vertikalen Stützpfosten sowie der Tragrahmen der Bodenplat
te bestehen aus einem Metallmaterial, insbesondere aus Alu
minium. Darüber hinaus weisen derartige Vorstellbalkone
häufig vertikale Geländerpfosten auf, die oftmals aus dem
gleichen Material bestehen.
Naturgemäß sind die Vorstellbalkone den atmosphärischen
Temperaturschwankungen, nämlich sommerlicher Hitze und win
terlicher Kälte ausgesetzt. Da das Material der vertikalen
Stützpfosten und des Tragrahmens jeweils einen bestimmten
Ausdehnungskoeffizienten aufweist, treten vertikale und ho
rizontale Biegespannungen auf, die zu Dehnungen in den
Stützpfosten- und Tragrahmen-Konstruktionen führen. Durch
die unterschiedlichen Befestigungen einerseits des Tragrah
mens an der Gebäudewand und andererseits der vertikalen
Stützpfosten am Tragrahmen tritt der sogenannte Korkenzie
hereffekt auf, d. h., da insbesondere der Tragrahmen, gege
benenfalls auch zumindest die der Gebäudewand naheliegenden
vertikalen Stützpfosten in die Gebäudewand eingelassen
sind, kommt es zu starken Belastungen in der Gebäudewand,
was zum Herausdrehen und zum Abscheren der Befestigungsele
mente führen kann. Dadurch verlieren die Vorstellbalkone
ihre statische Festigkeit und Standsicherheit. Durch die
Temperaturänderungen in der umgebenden Atmosphäre treten
bei starrer Befestigung der Stützpfosten und des Tragrah
mens am Gebäude enorme Scherkräfte auf die Befestigungsele
mente der Gebäudewandanbindung auf, wodurch die vertikalen
Stützpfosten ausknicken können, und sich die Bodenplatte
von der Gebäudewand lösen kann. Dieses Problem wiegt um so
schwerer, je mehr Vorstellbalkone übereinander aufgetürmt
sind, da sich die vertikale Dehnung der Stützpfosten von
Geschoß zu Geschoß addiert und sich dadurch die Bodenplat
ten heben bzw. senken.
Bei Verwendung von nur zwei mit starrer Anbindung zum Ge
bäude vorgesehenen, vertikalen Stützpfosten im Vorderbe
reich der Vorstellbalkone werden gerade bei höheren Balkon
türmen die oberen Stützpfosten durch die eintretende Nei
gung der Bodenplatte auf Biegung beansprucht. Darüber hin
aus ist zu beachten, daß bei Verwendung unterschiedlicher
Materialien für die vertikalen Stützpfosten bzw. den
Tragrahmen ein unterschiedliches Dehnungsverhalten auf
tritt, das gegeneinander ausgeglichen werden muß.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Befestigungs- und La
gereinrichtung für Bodenplatten von Vorstellbalkonen der
eingangs genannten Art zu schaffen, mit der vertikale und
horizontale Dehnungen in der Vorstellbalkon-Konstruktion
infolge unterschiedlicher Temperatureinflüsse der umgeben
den Atmosphäre ausgeglichen werden können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das
zur Gebäudewand gerichtete Profil des Tragrahmens der Bo
denplatte mittels eines vertikale Gleitbewegungen der Bo
denplatte aufnehmenden mittigen Festlagers und zweier hori
zontale und vertikale Dehnungen der Bodenplatte ausglei
chenden äußerer Ecklager mit der Gebäudewand verbunden ist.
Durch diese Maßnahme wird eine Dreipunktbefestigung an der
gebäudenahen Kante der Bodenplatte der Vorstellbalkone an
der Gebäudewand realisiert. Das mittige Festlager und auch
die beidseitig beabstandet davon angebrachten Ecklager sind
zwar starr an der Gebäudewand befestigt, sie sind jedoch
derart konstruktiv ausgebildet, daß das Festlager vertikale
Dehnungen und die Ecklager sowohl vertikale als auch hori
zontale Dehnungen ausgleichen können. Hierbei dient das
mittige Festlager dazu, die Dehnungen von der Mitte der Bo
denplatte aus nach außen zu den Ecklagern zuleiten, wodurch
der Dehnungsweg der Bodenplatte halbiert wird. Damit wird
die Biegespannung der vertikalen Stützpfosten in deren Ver
bindung mit dem Fundament verringert. Die vertikalen Deh
nungswege der Stützpfosten und der Bodenplatte werden da
durch ausgeglichen, daß das zur Gebäudewand gerichtete Pro
fil des Tragrahmens der Bodenplatte in den Ecklagern je
nach Dehnungsverhalten auf- und abbewegbar ist, ohne daß es
durch das mittige Festlager an dieser Bewegung gehindert
wird.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung umfaßt das mittige
Festlager eine Wandbefestigungsplatte mit einem Gleitflä
chen aufweisenden Vorsprung und seitlich davon angebrachte
Befestigungselemente für das zur Gebäudewand gerichtete
Profil des Tragrahmens, an denen jeweils ein zum Vorsprung
weisendes, an dessen Gleitflächen anliegendes Gleitelement
angeordnet ist. Die seitlich vom Vorsprung der Wandbefesti
gungsplatte befindlichen Befestigungselemente sind starr
mit dem zur Gebäudewand gerichteten Profil des Tragrahmens
verbunden. Beim Auftreten von vertikalen Dehnungen der
Stützpfosten der Vorstellbalkone infolge von atmosphäri
schen Temperaturschwankungen können die Gleitelemente an
den Gleitflächen des Vorsprunges auf- und abgleiten, was zu
einem Ausgleich der vertikalen Dehnungskräfte führt. Dabei
sind die zur Verfügung stehenden Gleitflächen selbstver
ständlich länger als der maximal zurückzulegende und aus zu
gleichende Dehnungsweg der Stützpfosten.
Zweckmäßigerweise ist der Vorsprung ein Doppel-T-Träger
stück, dessen äußere Flächen die Gleitflächen für die daran
anliegenden Gleitelemente bilden. Ein solches Doppel-T-
Trägerstück weist eine hohe Stabilität und Festigkeit bei
relativ geringem Materialeinsatz und Gewicht auf.
Damit die Reibungskräfte zwischen den Gleitflächen und den
anliegenden Gleitelementen verringert werden, weisen bevor
zugt die Gleitflächen des Vorsprunges eine Teflon-Beschich
tung auf. Gleichzeitig wird sonach eine Korrosion zwischen
den Gleitflächen und den Gleitelementen verhindert. Zur
weiteren Reduzierung der Reibungskräfte kann das Gleitele
ment als im Befestigungselement längenverstellbarer, mit
einem Halbrundkopf versehener Gewindestab ausgebildet sein.
Durch den Halbrundkopf des Gewindestabes wird eine Punktan
lage an der Gleitfläche des Vorsprunges an der Wandbefesti
gungsplatte erreicht. Die Längenverstellbarkeit der Gewin
desstäbe gegenüber den jeweils zugehörigen Befestigungsele
menten bewirkt eine sanfte Anlage der Halbrundköpfe der Ge
windestäbe an den Gleitflächen des Vorsprunges. Daher kön
nen gleichzeitig auch Fertigungstoleranzen zwischen dem zur
Gebäudewand gerichteten Profil des Tragrahmens und den Be
festigungselementen beim Anbau der Vorstellbalkone an das
Gebäude ausgeglichen werden. Des weiteren wird eine hori
zontale Gesamtbewegung in einer Richtung der Bodenplatte
verhindert und die Halbierung der Dehnungswege bzw. Deh
nungskräfte seitlich weg vom mittigen Festlager in Richtung
zu den äußeren Ecklagern ermöglicht.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist
jedes Ecklager eine Wandbefestigungsplatte mit zwei zuein
ander beabstandeten Lagerlaschen auf, zwischen denen ein
Befestigungselement für das zur Gebäudewand gerichtete Pro
fil des Tragrahmens vertikal und horizontal beweglich gela
gert ist. Das Befestigungselement besteht aus einer mit
seitlichem Spiel in den Lagerlaschen gelagerten Steckachse,
einem auf der Steckachse angebrachten Lagerauge und einem
von diesem hervorstehenden Befestigungsstab für das zur Ge
bäudewand gerichtete Profil des Tragrahmens. Durch das
seitliche Spiel der Steckachse in den Lagerlaschen wird ei
ne freie Auf- und Abbeweglichkeit der Steckachse und des
daran angebrachten, mit einem Befestigungsstab versehenen
Lagerauges gewährleistet, wodurch vertikale Dehnungsbewe
gungen der Bodenplatte des Vorstellbalkons aufgenommen und
ausgeglichen werden können.
Weiterhin ist bevorzugt das Lagerauge auf der Steckachse in
horizontaler Richtung gleitbeweglich angeordnet. Somit wer
den horizontale Dehnungsbewegungen, die vom mittleren Fest
lager, ausgehend von der Bodenplatte, übertragen werden,
aufgenommen.
Um eine Schraubverbindung zwischen dem Befestigungsstab und
dem zur Gebäudewand gerichteten Profil des Tragrahmens zu
ermöglichen, ist der Befestigungsstab als Gewindestab mit
Befestigungsmuttern ausgebildet.
Die vertikale Auf- und Abbewegung der Steckachse im Eckla
ger wird dadurch erreicht, daß die Lagerlaschen jeweils ein
vertikal verlaufendes Langloch aufweisen, in denen die
Steckachse vertikal beweglich gelagert ist.
Beim Anbau der Vorstellbalkone und bei idealerweise norma
len Außentemperaturen soll eine Mittenlage der Steckachse
in den Lagerlaschen des Ecklagers erreicht werden. Dabei
bestimmt sich die Mittenlage der Steckachse in den Langlö
chern der Lagerlaschen durch die Länge des entsprechenden
vertikalen Stützpfostens zwischen zwei übereinander ange
ordneten Ecklagern zweier vertikal beabstandeter Bodenplat
ten von Vorstellbalkonen. Gleichzeitig wird hierdurch die
Länge der entsprechenden vertikalen Stützpfosten festge
legt.
Jedes Ecklager und das mittige Festlager benötigen eine be
stimmte Toleranz zu ihrer Anbringung an der Gebäudewand. Um
hierfür einen gewissen Spielraum zur Verfügung zu stellen,
weisen die Wandbefestigungsplatten des mittigen Festlagers
und der äußeren Ecklager jeweils ein horizontal und ein
vertikal verlaufendes Langloch auf, in das jeweils ein
Durchsteckanker zur Befestigung der Wandbefestigungsplatte
an der Gebäudewand eingesetzt ist.
Bevorzugt sind das Doppel-T-Trägerstück mit der Wandbefe
stigungsplatte des mittigen Festlagers und die Lagerlaschen
mit der Wandbefestigungsplatte des äußeren Ecklagers ver
schweißt. Diese Verbindungen stellen aber auch die einzigen
Schweißverbindungen in den äußeren Ecklagern bzw. dem mit
tigen Festlager dar. Alle anderen Lagerteile sind mecha
nisch miteinander verbunden.
Damit unterschiedliche Dehnungsspannungen und Stabilitäts
probleme vermieden werden, bestehen nach einer Weiterbil
dung der Erfindung der Tragrahmen der Bodenplatte und ein
darauf aufgebrachter Bodenbelag aus einem Material mit
gleichem oder zumindest annähernd gleichem Ausdehnungskoef
fizienten. Somit wird dem Bodenbelag und der Bodenplatte
eine lange Lebensdauer verliehen.
Zur Vermeidung von Korrosionserscheinungen und zur Ge
wichtsverminderung sowie aus Gründen der einfachen Her
stellbarkeit bestehen die Stützpfosten der Vorstellbalkone
und die Profile des Tragrahmens aus Metall, vorzugsweise
aus Aluminium. Geschweißte Aluminiumverbindungen haben mei
stens Festigkeitsverluste von bis zu 60% zur Folge.
Darüber hinaus werden aus optischen Gründen häufig die
Schweißnähte nachbearbeitet, wodurch zusätzliche Festigkeit
verlorengeht. Daher sind erfindungsgemäß die Profile des
Tragrahmens der Bodenplatte mechanisch miteinander verbun
den. Des weiteren sind bevorzugt der Tragrahmen der Boden
platte und die vertikalen Stützen und gegebenenfalls Gelän
derpfosten ebenfalls mechanisch miteinander verbunden.
Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke wird in der
nachfolgenden Beschreibung anhand eines Ausführungsbeispie
les, das in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1a eine Teilseitenansicht eines mit Vorstellbalkonen
versehenen Gebäudes,
Fig. 1b eine Vorderansicht des Gebäudes nach Fig. 1a,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Bodenplatte eines Vor
stellbalkons,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines mittigen Festla
gers zur Befestigung an der Bodenplatte eines Vor
stellbalkons und
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines äußeren Eckla
gers zur Befestigung an der Bodenplatte eines Vor
stellbalkons.
In den Fig. 1a und 1b sind zwei übereinander angeordnete
Vorstellbalkone 1 dargestellt, die an einer Gebäudewand 2
eines Gebäudes errichtet sind. Die Vorstellbalkone 1 ruhen
auf zwei gebäudenahen vertikalen Stützpfosten 3 und zwei
gebäudefernen vertikalen Stützpfosten 4. Jeder Vorstellbal
kon 1 weist eine Bodenplatte 5 auf. Auf der Bodenplatte 5
sind, wie aus Fig. 2 ersichtlich, an deren Vorderseite meh
rere senkrechte Geländerpfosten 4a angebracht, um die Si
cherheit des Benutzers des Vorstellbalkons 1 zu gewährlei
sten.
Die Bodenplatte 5 besteht aus einem Tragrahmen 6 mit einem
parallel zur Gebäudewand 2 verlaufenden gebäudenahen Profil
7 und weiteren parallel dazu beabstandeten gleichartigen
und diese verbindenden Profilen 8, die jeweils an ihren Be
rührungspunkten 9 mechanisch miteinander verbunden sind.
Das vordere, gebäudeferne Profil 8 ist weiterhin mit den
senkrechten Geländerpfosten 4a an den Berührungspunkten 10
mechanisch angebunden. Schließlich sind auch die vertikalen
gebäudenahen Stützpfosten 3 an den Berührungspunkten 11 und
die vertikalen gebäudefernen Stützpfosten 4 an den Berüh
rungspunkten 12 mit dem Tragrahmen 6 der Bodenplatte 5 me
chanisch verbunden. Diese mechanischen Verbindungen sind
als Schraubverbindungen ausgebildet.
An der Gebäudewand 2 sind ein mittiges Festlager 13 und
zwei beidseitig davon beabstandete äußere Ecklager 14 befe
stigt. Darüber hinaus sind das mittige Festlager 13 und die
äußeren Ecklager 14 an den Berührungspunkten 15 mit dem zur
Gebäudewand 2 gerichteten Profil 7 des Tragrahmens 6
schraubmechanisch verbunden.
Das in Fig. 3 gezeigte mittige Festlager 13 besteht aus ei
ner Wandbefestigungsplatte 16, in die ein vertikal verlau
fendes Langloch 17 und ein horizontal verlaufendes Langloch
18 eingebracht sind. Durch diese Langlöcher 17 und 18 er
streckt sich jeweils ein Durchsteckanker 19, der zur Befe
stigung an der Gebäudewand 2 vorgesehen ist. Von der Wand
befestigungsplatte 16 ragt ein als Doppel-T-Trägerstück 20
ausgebildeter Vorsprung 21 hervor, der über eine umlaufende
Schweißnaht 22 mit der Wandbefestigungsplatte 16 verbunden
ist. Die äußeren Flächen des Doppel-T-Trägerstückes 20 sind
als teflonbeschichtete Gleitflächen 23 ausgebildet. Seit
lich beabstandet zu den Gleitflächen 23 des Doppel-T-
Trägerstückes 20 befindet sich jeweils ein Befestigungsele
ment 24, welches als Hohlprofilstück ausgebildet ist. Die
beiden jeweils am Befestigungselement 24 vorgesehenen Zy
linderschrauben 25 mit Innensechskant dienen zur Befesti
gung des nicht dargestellten gebäudenahen Stützpfostens 3
an den Befestigungselementen 24.
Weiterhin weist jedes Befestigungselement 24 einen als
Gleitelement 26 ausgebildetem Gewindestab 27 auf, der sich
zur jeweiligen Gleitfläche 23 des Doppel-T-Trägerstückes 20
erstreckt. Am vorderen Ende jedes Gewindestabes 27 befindet
sich ein Halbrundkopf 28, der mit einer Mutter 29 am Gewin
destab 27 festgelegt ist. Weiterhin ist der Gewindestab 27
mit einer weiteren Mutter 30 längenverstellbar am Befesti
gungselement 24 angeordnet. Durch diese Mutter 30 kann der
Gewindestab derart im Befestigungselement 24 arretiert wer
den, daß der am vorderen Ende des Gewindestabes 27 angeord
net Halbrundkopf 28 punktförmig an der Gleitfläche 23 des
Doppel-T-Trägerstückes 20 anliegt. Bei einer vertikalen
Dehnung der Stützpfosten 3 und 4 in Verbindung mit dem
Tragrahmen 6 können die Halbrundköpfe 28 der Gewindestäbe
27 sanft an den Gleitflächen des Doppel-T-Trägerstückes 20,
wie durch den Doppelpfeil angedeutet, entlanggleiten.
Das in Fig. 4 gezeigte Ecklager 14 weist ebenfalls eine
Wandbefestigungsplatte 16 auf, die in gleicher Weise wie
die des mittigen Festlagers nach Fig. 3 an der Gebäudewand
2 befestigt wird. Von der Wandbefestigungsplatte 16 ragen
zwei zueinander beabstandete und mit dieser verschweißte
Lagerlaschen 31 hervor, die an ihrem vorderen Ende jeweils
ein vertikales Langloch 32 aufweisen. Mittig durch diese
sich deckungsgleich gegenüberliegenden Langlöcher 32 er
streckt sich eine horizontale Steckachse 33 derart, daß in
deren Stirnseiten jeweils eine Zylinderschraube 34 mit Un
terlegscheibe 35 festgelegt ist. Dabei ist gewährleistet,
daß zwischen der jeweiligen Außenfläche der Lagerlasche 31
und der gegenüberliegenden Fläche der Unterlegscheibe 35
ein definierter Spielraum 36 erhalten wird. Dadurch wird
eine Auf- und Abbewegung der Steckachse 33, wie durch den
Doppelpfeil angedeutet, ermöglicht.
Auf der Steckachse 33 ist horizontal beweglich, wie durch
den Doppelpfeil dargestellt, ein Lagerauge 37 aufgebracht,
wodurch eine horizontale Dehnungsbewegung des Tragrahmens 6
der Bodenplatte 5 in Verbindung mit den Stützpfosten 3 und
4 gewährleistet wird. Am Lagerauge 37 ist ein sich radial
davon erstreckender Befestigungsstab 38 angebracht, der als
Gewindestab 39 ausgebildet ist. Auf dem Gewindestab 39 sind
zwei mit Unterlegscheibe 40 versehene Befestigungsmuttern
aufgesteckt, zwischen denen das nicht dargestellte gebäu
denahe horizontal verlaufende Profil 7 des Tragrahmens 6
der Bodenplatte 5 befestigt wird.
Claims (17)
1. Befestigungs- und Lagereinrichtung für Bodenplatten
(5) von übereinander an einer Gebäudewand (2) zu er
richtenden Vorstellbalkonen (1), die durch vertikale
Stützpfosten (3, 4) miteinander verbunden sind, wobei
jede Bodenplatte (5) einen aus Profilen (7, 8) beste
henden Tragrahmen (6) aufweist, dadurch gekennzeich
net, daß das zur Gebäudewand (2) gerichtete Profil (7)
des Tragrahmens (6) der Bodenplatte (5) mittels eines
vertikale Gleitbewegungen der Bodenplatte (5) aufneh
menden mittigen Festlagers (13) und zweier horizontale
und vertikale Dehnungen der Bodenplatte (5) ausglei
chenden, äußerer Ecklager (14) mit der Gebäudewand (2)
verbunden ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das mittige Festlager (13) eine Wandbefestigungs
platte (16) mit einem Gleitflächen (23) aufweisenden
Vorsprung (21) und seitlich davon angebrachte Befesti
gungselemente (24) für das zur Gebäudewand (2) gerich
tete Profil (7) des Tragrahmens (6) umfaßt, an denen
jeweils ein zum Vorsprung (21) weisendes, an dessen
Gleitflächen (23) anliegendes Gleitelement (26) ange
ordnet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorsprung (21) ein Doppel-T-Trägerstück (20)
ist, dessen äußere Flächen die Gleitflächen (23) für
die daran anliegenden Gleitelemente (26) bilden.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Gleitflächen (23) des Vorsprunges
(21) eine Teflon-Beschichtung aufweisen.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gleitelement (26) als im Befe
stigungselement (24) längenverstellbarer, mit einem
Halbrundkopf (28) versehener Gewindestab (27) ausge
bildet ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Ecklager (14) eine Wandbefe
stigungsplatte (16) mit zwei zueinander beabstandeten
Lagerlaschen (31) aufweist, zwischen denen ein Befe
stigungselement für das zur Gebäudewand (2) gerichtete
Profil (7) des Tragrahmens (6) vertikal und horizontal
beweglich gelagert ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Befestigungselement aus einer mit seitlichem
Spiel in den Lagerlaschen (31) gelagerten Steckachse
(33), einem auf der Steckachse (33) angebrachten La
gerauge (37) und einem von diesem hervorstehenden Be
festigungsstab (38) für das zur Gebäudewand (2) ge
richtete Profil (7) des Tragrahmens (6) besteht.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Lagerauge (37) auf der Steckachse (33) in ho
rizontaler Richtung gleitbeweglich angeordnet ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Befestigungsstab (38) als Gewindestab (39) mit
Befestigungsmuttern (41) für das zur Gebäudewand (2)
gerichtete Profil (7) des Tragrahmens (6) ausgebildet
ist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lagerlaschen (31) jeweils ein
vertikal verlaufendes Langloch (32) aufweisen, in de
nen die Steckachse (33) vertikal beweglich gelagert
ist.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die Mittenlage der Steckachse
(33) in den Langlöchern (32) der Lagerlaschen (31)
durch die Länge des entsprechenden vertikalen Stütz
pfostens (3) zwischen zwei übereinander angeordneten
Ecklagern (14) zweier vertikal beabstandeter Boden
platten (5) von Vorstellbalkonen (1) bestimmt.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wandbefestigungsplatten (16)
des mittigen Festlagers (13) und der äußeren Ecklager
(14) jeweils ein vertikal und ein horizontal verlau
fendes Langloch (17, 18) aufweisen, in das jeweils ein
Durchsteckanker (19) zur Befestigung der Wandbefesti
gungsplatte (16) an der Gebäudewand (2) eingesetzt
ist.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß das Doppel-T-Trägerstück (20) mit
der Wandbefestigungsplatte (16) des mittigen Festla
gers (13) und die Lagerlaschen (31) mit der Wandbefe
stigungsplatte (16) des äußeren Ecklagers (14) ver
schweißt sind.
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (6) der Bodenplatte
(5) und ein darauf aufgebrachter Bodenbelag aus einem
Material mit gleichem oder zumindest annähernd glei
chem Ausdehnungskoeffizienten bestehen.
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützpfosten (3, 4) der Vor
stellbalkone (1) und die Profile (7, 8) des Tragrah
mens (6) aus Metall, vorzugsweise aus Aluminium beste
hen.
16. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Profile (7, 8) des Tragrahmens
(6) der Bodenplatte (5) mechanisch miteinander verbun
den sind.
17. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (6) der Bodenplatte
(5) und die vertikalen Stützen (3, 4) und gegebenen
falls Geländerpfosten (4a) mechanisch miteinander ver
bunden sind.
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Publications (1)
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| DE19654537A1 true DE19654537A1 (de) | 1998-07-02 |
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|---|---|
| DE (1) | DE19654537A1 (de) |
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| DE19823220C1 (de) * | 1998-05-25 | 2000-04-20 | Annett Schindhelm | Verankerungsmittel insbesondere für Balkonanbauten |
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| CN113863484A (zh) * | 2021-10-08 | 2021-12-31 | 福建省建融工程建设有限公司 | 一种房屋建筑阳台结构 |
| US20230417040A1 (en) * | 2020-11-26 | 2023-12-28 | Sapphire Balconies Limited | A balcony |
-
1996
- 1996-12-27 DE DE1996154537 patent/DE19654537A1/de not_active Withdrawn
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