DE19653727A1 - Verfahren und Vorrichtung zur sicheren Abschaltung eines Antriebsmotors - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur sicheren Abschaltung eines AntriebsmotorsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur sicheren Ab
schaltung eines Antriebsmotors, insbesondere eines spurge
führten Schwebefahrzeugs. Sie bezieht sich weiter auf eine
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Um in bestimmten Betriebssituationen, nämlich dann, wenn der
die streckenseitige Motorhauptwicklung speisende Wechselrich
ter nicht mehr ordnungsgerecht arbeitet, ein Fahrzeug an
triebslos ausschweben zu lassen und lediglich mit der an
triebsunabhängigen fahrzeugseitigen Zusatzbremse gezielt zum
Anhalten zu bringen, muß die Stromaufnahme des Antriebsmotors
sowohl hinsichtlich des Antriebsstromes wie auch des Brems
stromes sicher unterbrochen werden. Theoretisch gelänge das
mit einem einzigen Schalter zwischen dem Antriebsmotor und
der Leistungselektronik des elektronischen Stellteils, weil
über diesen Schalter sowohl der Antriebsstrom vom Unterwerk
zum Motor als auch in Gegenrichtung der Bremsstrom vom Motor
zur Leistungselektronik fließt. Allerdings ist es so, daß bei
fehlerhaft arbeitender Leistungselektronik Strom mit sehr
niedriger Frequenz bis hin zu Gleichströmen zum Motor fließen
könnte und diese Ströme sind von marktgängigen bezahlbaren
elektromechanischen Schaltern nicht zuverlässig zu schalten.
Es kann zu Schalterzerstörungen und zu Beschädigungen von in
den Motorkreis einbezogenen elektronischen Bauelementen kom
men.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Abschaltung eines Antriebsmotors, insbesondere für ein
spurgeführtes Schwebefahrzeug anzugeben, mit dem unter Ver
meidung einer unnötigen Belastung von Schalt- und/oder
Steuerelementen eine sichere Abschaltung erzielt wird. Dies
soll mit einer zur Durchführung des Verfahrens geeigneten
Vorrichtung mit geeigneten Mitteln erreicht werden.
Bezüglich des Verfahrens wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
gelöst, indem bei einem anstehenden Abschaltauftrag zunächst
lediglich eine elektronische Abschaltung ausgelöst und damit
eine Unterdrückung des Antriebsstroms eingeleitet wird. An
schließend wird der Antriebsstrom kontinuierlich erfaßt und
im Hinblick auf eine Schwellwertüberschreitung überwacht. Nur
für den Fall, daß der Antriebsstrom einen vorgegebenen
Schwellwert überschreitet und somit nicht mindestens annä
hernd null ist, wird eine elektromechanische Abschaltung aus
gelöst.
Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus; daß eine al
le an einer Abschaltung beteiligten und/oder in einer ent
sprechenden Antriebsstromleitung liegenden Schalt- und
Steuerelemente schonende elektronische Abschaltung dann zu
verlässig erfolgen kann, wenn sicher überprüfbar ist, daß der
Antriebsstrom nach diesem Schalten zumindest nahezu null ist.
Für den Fall, daß eine sichere Stromerfassung nicht gewähr
leistet ist, muß eine mechanische Abschaltung des Antrieb
stroms erfolgen.
Zur Gewährleistung einer sicheren Stromerfassung erfolgt die
Überwachung einer Schwellwertüberschreitung mehrkanalig. Da
bei werden zweckmäßigerweise bei unterdrücktem Antriebsstrom
alle Kanäle im Hinblick auf deren Funktionsfähigkeit nachein
ander und einzeln mittels eines Testsignals geprüft. Eine me
chanische Abschaltung wird zweckmäßigerweise nur dann ausge
löst, wenn entweder eine Schwellwertüberschreitung erfaßt
oder eine Abweichung des aufgrund eines Testsignals gewonne
nen Meß- oder Antwortsignals von einem erwarteten Muster in
einem der Kanäle erkannt wird.
Da bei elektronisch gesteuerten Fahrzeugantrieben der An
triebsmotor auch zur Bremsung dient, wird über die An
triebsstromleitung sowohl der Antriebsstrom als auch in Ge
genrichtung ein Bremsstrom geführt. Daher wird zweckmäßiger
weise bei einer sicheren Abschaltung des Antriebsmotors so
wohl die antreibende als auch die bremsende Wirkung des An
triebs unterdrückt.
Bezüglich der Vorrichtung wird die genannte Aufgabe erfin
dungsgemäß gelöst mit einer Abschaltsteuerung, die einerseits
mit mindestens einer mechanischen Abschaltung und mit minde
stens einer elektronischen Abschaltung verbunden ist, und die
andererseits an eine Stromerfassungseinrichtung zur sicheren
Stromerfassung angeschlossen ist.
Zur elektronischen Abtrennung oder Abschaltung sind zweckmä
ßigerweise in der Antriebsstromleitung zum Antriebsmotor an
geordnete elektronische Stellglieder einer Antriebsleistung
selektronik vorgesehen, mittels der ein in der Antriebsstrom
leitung fließender Strom elektronisch abschaltbar ist. Den
Stellgliedern zweckmäßigerweise vorgelagert ist ein erster
elektromechanischer Schalter für den Antriebsstrom, während
ein zweiter elektromechanischer Schalter für den Bremsstrom
den Stellgliedern innerhalb der Antriebsstromleitung nachge
ordnet ist; beide Schalter sind gemeinsam zu betätigen.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Stromerfas
sungseinrichtung mehrkanalig ausgebildet. Dabei ist in jedem
Kanal ein Stromwandler und eine diesem nachgeschaltete Ein
richtung zur Schwellwertüberwachung vorgesehen. Die Ausgangs
signale der Schwellwertüberwachung werden einer allen Kanälen
gemeinsamen Auswerteeinrichtung zugeführt. Zur Prüfung der
Funktionsfähigkeit der Stromerfassungseinrichtung ist die
Auswerteeinrichtung mit einer Prüfeinrichtung zum Ein- und
Ausschalten eines Testsignals oder Teststroms verbunden.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesonde
re darin, daß durch eine Auslösung lediglich einer elektroni
schen Abschaltung mit Eintreffen eines Abschaltauftrags bei
gleichzeitiger Sicherstellung einer Unterdrückung des An
triebsstroms auf eine elektromechanische Abschaltung verzich
tet werden kann, solange bei anstehendem Abschaltauftrag über
elektronische Eingriffe der Antriebsstromfluß unterdrückt
ist. Dabei kann mittels einer entsprechenden Abschaltsteue
rung sowohl die antreibende als auch die bremsende Wirkung
eines Antriebsmotors außer Kraft gesetzt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer
Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Antriebsmotorabschaltung mit si
cherer Abschaltsteuerung sowie sicherer Stromerfas
sung und
Fig. 2 schematisch Komponenten einer entsprechenden Ein
richtung zur sicheren Stromerfassung.
Einander entsprechende Teile sind in beiden Figuren mit den
gleichen Bezugszeichen versehen.
Fig. 1 zeigt eine sichere Antriebsmotorabschaltung 1 mit einer
Abschaltsteuerung 2 und einer Stromerfassungseinrichtung 3,
die über Meßfühler 4 an eine zu einem Antriebsmotor 5 geführ
te Antriebsstromleitung 6 gekoppelt ist. In die Antriebs
stromleitung 6 sind hintereinander ein erster elektromechani
scher Schalter 7 zur Abschaltung eines Antriebsstroms IA, ein
zweiter elektromechanischer Schalter 10 zum Abschalten eines
Bremsstroms IB sowie eine Antriebsleistungselektronik 8 ge
schaltet, die sowohl den zur Motorwicklung fließenden An
triebsstrom als auch den vom Motor erzeugten Bremsstrom
schalten kann. Der Antriebsmotor 5 ist bei einem nicht näher
dargestellten spurgeführten Schwebefahrzeug fahrwegseitig an
geordnet.
Um bei bestimmten Betriebssituationen, bei denen das Fahrzeug
motorseitig weder angetrieben noch gebremst ausschweben und
an einem vorgegebenen Haltepunkt nur unter Einsatz einer
Fahrzeugzusatzbremse anhalten soll, eine sichere Abschaltung
sowohl des Antriebs- als auch des Bremsstromes herbeizufüh
ren, veranlaßt die Abschaltsteuerung 2 über ein Abschaltsi
gnal S als Reaktion auf einen entsprechenden Abschaltauftrag
A über die Antriebsleistungselektronik 8 die Unterbrechung
der Stromzufuhr vom speisenden Unterwerk zum Fahrzeugmotor
(Energiequelle für den Antriebsstrom IA ist das Unterwerk)
als auch die Unterbrechung der Stromzufuhr vom Fahrzeug zur
Leistungselektronik (Energiequelle für den in Gegenrichtung
fließenden Bremsstrom IB ist das Fahrzeug). Nach Ablauf einer
bestimmbaren Wartezeit prüft die Abschaltsteuerung 2 über die
Stromerfassungseinrichtung 3, ob infolge der elektronischen
Abschaltung der Antriebsstrom IA in der Antriebsstromlei
tung 6 zumindest annähernd null geworden ist, d. h. ob
IA ≅ 0. Solange bei anstehendem Abschaltauftrag A mittels der
elektronischen Abschaltung der Antriebsstrom IA unterdrückt
ist, verzichtet die Abschaltsteuerung 2 auf weitere Reaktio
nen. Mit der elektronischen Abtrennung wird sowohl die an
treibende als auch die bremsende Wirkung des Antriebsmotors 5
außer Kraft gesetzt. Wenn diese elektronische Stromunterbre
chung nicht zustandekommt, was über die Strommessungen fest
stellbar ist, müssen die Speiseleitungen an adäquater Stelle
durch einen zusätzlichen elektromechanischen Schalter 10 dort
aufgetrennt werden, wo sowohl der Antriebs- als auch der
Bremsstrom zu schalten sind. Wenn nun jedoch die annahmegemäß
nicht ordnungsgerecht arbeitende Antriebsleistungselektronik
8 den Motor mit einem sehr niederfrequenten Antriebsstrom
oder gar einem Gleichstrom beschickt, so würde der elektrome
chanische Schalter 10 beim Öffnen Schaden nehmen. Aus diesem
Grunde ist ein weiterer mechanischer Schalter 7 vorgesehen,
der im Wechselstromspeisekreis der Antriebsspeisung angeord
net ist und bei entsprechender Ansteuerung durch die Ab
schaltsteuerung den Antriebsstrom IA abschaltet. Dieser
Schalter vermag aber nicht den in der Antriebswicklung er
zeugten Bremsstrom IB abzuschalten, weil dieser im Bereich
der Antriebsleistungselektronik vernichtet wird. So schaltet
der Schalter 10 den Bremsstrom und der Schalter 7 den An
triebsstrom ab, wenn diese Aufgabe nicht von der Leistungs
elektronik 8 wahrgenommen werden kann.
Zur sicheren Stromerfassung ist die in Fig. 2 dargestellte
Stromerfassungseinrichtung 3 mindestens zweikanalig aufge
baut. Dieser zwei- oder mehrkanalige Aufbau der Stromerfas
sungseinrichtung 3 dient zur Gewährleistung einer sicheren
Aussage darüber, ob in der Antriebsstromleitung 6 ein An
triebsstrom IA während eines Abschaltauftrags A fließt. Dazu
wird der Antriebsstrom IA mittels der Meßfühler 4 in Form von
zwei voneinander unabhängigen Stromwandlern 11, 12 erfaßt und
zwei innerhalb von Kanälen 13 und 14 liegenden unabhängigen
Einrichtungen 15 bzw. 16 zur Schwellwertüberwachung zuge
führt. Jede Einrichtung 15, 16 zur Schwellwertüberwachung
oder -erkennung meldet an eine sichere Auswerteeinheit 17
weiter, ob ein zu bewertendes, den Antriebsstrom IA repräsen
tierendes Meßsignal IM1, IM2 einen definierten Grenzwert über
schreitet oder unterschreitet. Der Grenzwert kann z. B. bei
zwei Prozent des Nennwertes des Antriebsstroms IA liegen.
In der Auswerteeinrichtung 17 erfolgt eine Auswertung der von
den Einrichtungen 15 und 16 erzeugten Antwortsignale AS1,
AS2, die durch Umwandlung des Antriebsstroms IA erzeugt wer
den. Die Auswertung dieser Antwortsignale AS1, AS2 erfolgt
zweckmäßigerweise nachdem die elektronische Abschaltung durch
die Antriebsleistungselektronik 8 erfolgt ist. Da in diesem
Zustand im Normalfall kein Antriebsstrom IA in der Antriebs
stromleitung 6 fließt, wird die Funktionsfähigkeit der Strom
wandler 11 und 12 sowie der Einrichtungen 15 und 16 zur
Schwellwerterkennung durch einen Test nachgewiesen.
Zur Prüfung der Funktionsfähigkeit der Stromwandler 11 und 12
sowie der Einrichtungen 15 und 16 zur Schwellwerterkennung
werden die Stromwandler 11 und 12, z. B. durch Bestromen ei
ner Testwicklung, mit einem von einer Prüfeinrichtung 18 er
zeugten Testsignal TS1 bzw. TS2 real stimuliert. Da sich die
Wirkungen des Testsignals TS1, TS2 und des Antriebsstroms IA
in der Antriebsstromleitung 6 überlagern würden, kann das
Testsignal TS1, TS2 mittels der Prüfeinrichtung 18 ein- oder
ausgeschaltet werden. Dadurch ist sichergestellt, daß außer
halb der Prüfung von der jeweiligen Testwicklung des Strom
wandler 11, 12 keine Wirkung ausgehen kann.
Zum Nachweis der Unabhängigkeit der Kanäle 13 und 14 werden
diese nacheinander und einzeln getestet. Der Test erfolgt
erst dann, wenn beide Einrichtungen 15 und 16 zur Schwell
werterkennung eine Unterdrückung des Antriebsstroms IA an die
Auswerteeinrichtung 17 gemeldet haben. Zur Prüfung wird von
der Auswerteeinrichtung 17 ein Prüfanstoß oder Prüfsignal PS
zum Aufschalten des Testsignals TS1, TS2 auf einen der Strom
wandler 11 oder 12 an die Prüfeinrichtung 18 gegeben. Dabei
überwacht die Auswerteeinrichtung 17 ein daraufhin von der
Einrichtung 15, 16 zur Schwellwertüberwachung erzeugtes Ant
wortsignal AS1, AS2 und vergleicht dieses mit einem Muster-
oder Referenzsignal MS. Dieses kann der Aus
werteeinrichtung 17 zuvor eingegeben und dort abgespeichert
worden sein. Gleichzeitig wird eine Schwellwertüberschreitung
im jeweils anderen Kanal 13 bzw. 14 überwacht.
Bei einer Auswertung innerhalb der Auswerteeinrichtung 17
werden die Antwortsignale AS1, AS2 der Kanäle 13 bzw. 14 nur
dann verwendet, wenn deren Funktionsfähigkeit durch einen
Test oder eine Prüfung nachgewiesen wurde. Außerdem wird
festgestellt, ob für den jeweiligen Kanal 13, 14 der Stromer
fassungseinrichtung 3 die zulässige Fehleroffenbarungszeit
abgelaufen ist, nach deren Ablauf der Test zu wiederholen
ist. Wenn eine Einrichtung 15 oder 16, deren Funktionsfähig
keit nicht nachgewiesen wurde oder als nicht nachgewiesen
gilt, eine Schwellwertüberschreitung meldet, oder wenn in ei
nem im Test befindlichen Kanal 13, 14 nicht das erwartete Mu
stersignal MS erkannt wird, wird über die Abschaltsteuerung 2
der Abschaltauftrag A ausschließlich unter Einsatz der mecha
nischen Abtrennung des Antriebs- bzw. Bremsstroms IA mittels
der elektromechanischen Schalter 7 und 10 durchgeführt.
Claims (10)
1. Verfahren zur sicheren Abschaltung eines Antriebsmotors
(5), insbesondere eines spurgeführten Schwebefahrzeugs, mit
einer mechanischen Abschaltung (7, 10) und mit einer elektro
nischen Abschaltung (8) eines Antriebsstroms (IA), bei dem
bei einem anstehenden Abschaltauftrag (A) die elektronische
Abschaltung (8) ausgelöst und eine Unterdrückung des An
triebsstroms (IA) sicher überwacht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem eine mehrkanalige Über
wachung des Antriebsstroms (IA) im Hinblick auf eine Schwell
wertüberschreitung erfolgt, wobei bei unterdrücktem An
triebsstrom (IA) alle Kanäle (13, 14) im Hinblick auf deren
Funktionsfähigkeit nacheinander einzeln mittels eines Testsi
gnals (TS1, TS2) geprüft werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem bei einer erfaß
ten Schwellwertüberschreitung die mechanische Abschaltung (7,
10) ausgelöst wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, bei dem bei einer Abwei
chung des auf ein Testsignal (TS1, TS2) gewonnenen Meß- oder
Antwortsignals (AS1, AS2) von einem erwarteten Wert (MS) bei
einem anstehenden Abschaltauftrag (A) ausschließlich die me
chanische Abschaltung (7, 10) ausgelöst wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem sowohl
die antreibende als auch die bremsende Wirkung des Antriebs
motors (5) unterdrückt wird.
6. Vorrichtung zur sicheren Abschaltung eines Antriebsmotors
(5), insbesondere eines spurgeführten Schwebefahrzeugs, mit
einer Antriebsstromleitung (6), die mindestens eine mechani
schen Abschaltung (7, 10) und mindestens eine elektronische
Abschaltung (8) aufweist, die über eine Abschaltsteuerung (2)
mit einer Stromerfassungseinrichtung (3) zur Schwellwerter
fassung des Antriebsstroms (IA) verbunden sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der ein in der Antriebs
stromleitung (6) fließender Strom (IA) mittels einer An
triebsleistungselektronik (8) elektronisch abschaltbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, bei der zur mechani
schen Abschaltung in die Antriebsstromleitung (6) zwischen
Unterwerk und Antriebsleistungselektronik (8) ein erster
elektromechanischer Schalter (7) für den Antriebsstrom (IA)
und zwischen Antriebsmotor (5) und Antriebsleistungselek
tronik (8) ein zweiter elektromechanischer Schalter (10) für
einen Bremsstrom (IB) geschaltet und beide Schalter (7, 10)
gemeinsam schaltbar sind, wenn die Antriebsleistungselek
tronik (8) auf einen diesbezüglichen Abschaltauftrag (A) den
Antriebsstrom (IA) nicht unter einen vorgegebenen Wert ab
senkt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8 mit einer
mehrkanaligen Stromerfassungseinrichtung (3), die einen
Stromwandler (11, 12) und eine diesem nachgeschaltete Ein
richtung (15, 16) zur Schwellwertüberwachung in jedem Kanal
(13, 14) sowie eine Auswerteeinrichtung (17) zur Auswertung
eines von der Antriebsstromamplitude abhängigen Antwortsi
gnals (AS1, AS2) aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei die Auswerteeinrich
tung (17) mit einer Prüfeinrichtung (18) zum Ein- und Aus
schalten eines Testsignals (TS1, TS2) zum Prüfen der Funk
tionsfähigkeit der Schwellwertüberwachung unabhängig von dem
fließenden Antriebsstrom (IA) verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996153727 DE19653727A1 (de) | 1996-12-11 | 1996-12-11 | Verfahren und Vorrichtung zur sicheren Abschaltung eines Antriebsmotors |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996153727 DE19653727A1 (de) | 1996-12-11 | 1996-12-11 | Verfahren und Vorrichtung zur sicheren Abschaltung eines Antriebsmotors |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19653727A1 true DE19653727A1 (de) | 1998-06-18 |
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ID=7815817
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996153727 Ceased DE19653727A1 (de) | 1996-12-11 | 1996-12-11 | Verfahren und Vorrichtung zur sicheren Abschaltung eines Antriebsmotors |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19653727A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0985987A3 (de) * | 1998-09-11 | 2000-05-17 | Meggitt Mobrey Limited | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung eines Schalters |
| DE10102316A1 (de) * | 2001-01-19 | 2002-07-25 | Moeller Gmbh | Motorstarteranordnung |
| EP3279024A1 (de) * | 2016-08-01 | 2018-02-07 | Siemens Aktiengesellschaft | Antriebssystem für ein schienenfahrzeug |
| CN110091754A (zh) * | 2018-01-31 | 2019-08-06 | 株洲中车时代电气股份有限公司 | 一种混合式地面自动过分相装置及控制方法 |
-
1996
- 1996-12-11 DE DE1996153727 patent/DE19653727A1/de not_active Ceased
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| EP3279024A1 (de) * | 2016-08-01 | 2018-02-07 | Siemens Aktiengesellschaft | Antriebssystem für ein schienenfahrzeug |
| WO2018024407A1 (de) * | 2016-08-01 | 2018-02-08 | Siemens Aktiengesellschaft | Antriebssystem für ein schienenfahrzeug |
| CN110091754A (zh) * | 2018-01-31 | 2019-08-06 | 株洲中车时代电气股份有限公司 | 一种混合式地面自动过分相装置及控制方法 |
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