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DE1965299A1 - Vorrichtung zum Aufwickeln von band- oder bahnfoermigem Material im Kontaktwalzen-Verfahren - Google Patents

Vorrichtung zum Aufwickeln von band- oder bahnfoermigem Material im Kontaktwalzen-Verfahren

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Publication number
DE1965299A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
winding
compressed air
cylinder
air cylinder
rocker
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691965299
Other languages
English (en)
Inventor
Reinhold Jung
Max Oelberman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Oerlikon Barmag AG
Original Assignee
Barmag Barmer Maschinenfabrik AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Barmag Barmer Maschinenfabrik AG filed Critical Barmag Barmer Maschinenfabrik AG
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Priority to CH1508570A priority patent/CH509927A/de
Priority to GB5844770A priority patent/GB1284196A/en
Priority to FR7047058A priority patent/FR2074418A5/fr
Publication of DE1965299A1 publication Critical patent/DE1965299A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H18/00Winding webs
    • B65H18/08Web-winding mechanisms
    • B65H18/14Mechanisms in which power is applied to web roll, e.g. to effect continuous advancement of web
    • B65H18/16Mechanisms in which power is applied to web roll, e.g. to effect continuous advancement of web by friction roller

Landscapes

  • Winding Of Webs (AREA)
  • Controlling Rewinding, Feeding, Winding, Or Abnormalities Of Webs (AREA)
  • Replacement Of Web Rolls (AREA)

Description

Vorrichtung zum Aufwickeln von band- oder bahnförmigem Material im Kontaktwalzen-Verfahren
B a r m a g
Barmer Maschinenfabrik Aktiengesellschaft
Sitz Wuppertal
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufwickeln von band- oder bahnförmigem Material auf einen Wickelkern mittels einer angetriebenen Kontaktwalze, gegen die der parallel zu seiner Achse verschiebbar geführte Wickel andrUckbar ist.
Bei solchen Vorrichtungen, die im Kontaktwalzen-Verfahren arbeiten, hängt die Güte des Wickels, die durch die Wickelcharakteristik bzw. die Spannung in der Folie über den Wickeldurchmesser hin bestimmt ist, im wesentlichen von einer genau gesteuerten Andrückkraft ab, mit der der Wickel gegen die Kontaktwalze gedrückt wird. Ferner ist für die Leistungsfähigkeit der genannten Vorrichtungen wesentliche Voraussetzung, daß der Wickelvorgang leicht unterbrochen und der Wickel ausgeworfen werden kann, sobald die gewünschte, von Fall zu Fall anders liegende Wickelstärke erreicht ist.
Der Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der genannten Art so auszubilden, daß •einerseits die Andrückkraft entsprechend der gewünschten Wickelcharakteristik auf einfache Weise, und zwar auch während dö3 Wickeins, gesteuert werden kann und andererseits der Wickelvorgang in einem beliebig wählbaren
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Stadium leicht unterbrochen und der Wickel ohne Handarbeit ausgeworfen werden kann.
Die bisher bekannten Vorrichtungen genügen dieser Aufgabe nicht. Den meisten Vorrichtungen ist gemeinsam, daß das Gewicht des Wickels zum Aufbringen der Andrückkraft .verwendet wird. Nachdem aber das Gewicht des Wickels mit fortschreitender Aufwicklung zunimmt, ist eine besondere Kurvenführung des Wickels erforderlich, um die Gewichtszunahme auszugleichen und der Andrückkraft über den Wickelvorgang hin einen bestimmten Verlauf zu geben. Dabei entsprechen einer bestimmten Kurvenführung eine bestimmte Anfangsandrückkraft und ein davon ausgehender bestimmter Verlauf derselben über den Wickeldurchmesser hin. Somit sind Anfangsandrückkraft und deren Verlauf nicht frei wählbar. Vielmehr sind die bekannten Vorrichtungen auf eine bestimmte Wickelcharakteristik festgelegt.
Ferner ist das Auswerfen des Wickels bei den bekannten Vorrichtungen entweder nur durch eine zusätzliche Vorrichtung oder unter erheblichem Kraftaufwand von Hand möglich.
Aus der USA-Patentschrift 2 572 904 ist eine Vorrichtung zum Aufwickeln von band- oder bahnförmigem Material bekannt, bei der.das Andrücken zwischen Wickel und Kontaktwalze durch zwei Hydraulikzylinder mit Drückregler bewerkstelligt wird. Hierbei ist der Wickel fest im Maschinenrahmen gelagert und dort über seine Achse unmittelbar selbst angetrieben, während die antriebslose Kontaktwalze an zwei Schwenkarmen fest angeordnet ist, die von den am Maschinenrahmen und an den Schwenkarmen fest angelenkten Hydraulikzylindern beaufschlagt sind.
Bei der bekannton Vorrichtung soll eine konstante An-
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druckkraft über den Wickelvorgang hin gewährleistet sein. Dazu ist mit der Konstanthaltung des Druckmitteldruckes zwar eine Voraussetzung gegeben. Jedoch sind dem andere Umstände entgegengerichtet. So wird die Andrtickkraft je nach Stellung der Schwenkarme in unterschiedlicher Weise durch das Gewicht der Kontaktwalze beeinflußt. Ferner erfährt die Andrückkraft eine Veränderung dadurch, daß die Andrückstelle sich während des Wickeins höhenmäßig verlagert.
Ist es schon nicht möglich, den Wickelvorgang mit einer konstanten Andrückkraft zu fahren, so gilt das erst recht für das Fahren irgendeiner anderen gewünschten Wickelcharakteristik mit zum Beispiel gleichmäßig ansteigender oder abnehmender Andrückkraft.
Auch bezüglich des Austragens eines fertigen Wickels genügt die bekannte Vorrichtung nicht der Aufgabe, die der Erfindung zugrundeliegt; denn das Austragen ist umständlich und aufwendig. Zunächst müssen die Antriebselemente von der Wickelachse abgekuppelt werden. Alsdann muß der Wickel von Hand oder mittels einer besonderen Vorrichtung aus seinen Halterungen herausgenommen werden.
Zur Lösung der Aufgabe geht die Erfindung von einer Vorrichtung zum Aufwickeln von band- oder bahnförmigem Material auf einen Wickelkern mittels einer angetriebenen Kontaktwalze aus, gegen die der parallel zu seiner Achse verschiebbar geführte Wickel andrückbar ist, und ist gekennzeichnet durch die gleichzeitige Anwendung folgender Maßnahmen t
a) Der Wickel ist mit seiner Achse auf einer horizontalen Führungsbahn geführt.
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b) Die Enden der Wickelachse sind zwischen den Schenkeln der gabelförmigen oberen Enden eines durch eine Welle fest miteinander verbundenen Schwenkarmpaares aufgenommen.
c) Das Schwenkarmpaar ist durch mindestens einen an seinem schwenkarmseitigen Ende einstellbar am Maschinenrahmen angeordneten doppeltwirkenden Druckluftzylinder beaufschlagbar.
d) In die Zuführungsleitung des dem Andrücken dienenden Zylinderraumes ist ein einstellbarer Konstantdruckregler eingeschaltet.
e) Der Druckluftzylinder ist mittels eines Umsteuerventils umschaltbar.
Die erfindungsgemäße Kombination ist in mehrfacher Hinsicht vorteilhaft. Der Antrieb der Schwenkarme mittels des Druckluftzylinders gestattet es, in Verbindung mit dem einstellbaren Konstantdruckregler, mit der Einstellbarkeit des Zylinders an seinem schwenkarmabseitigen Ende und mit der horizontalen Führungsbahn den Wickelvorgang mit jeder gewünschten Wickelcharakteristik zu fahren. Insbesondere ist mittels der Einstellung des Konstantdruckreglers eine bestimmte gewünschte Grundlast vorgebbar, die je nach Lageeinstellung der Zylinder während des Wickeins konstant bleibt oder in der einen oder der anderen gewünschten Weise sich ändert. Wenn im Rahmen der Erfindung von einer horizontalen Führungsbahn gesprochen wird, so wird darunter eine Bahn verstanden, die zumindest angenähert horizontal verläuft.
In Verbindung mit dem Umsteuerventil kann der in beiden Richtungen beaufschlagbare Druckluftzylinder unter Einsparung einer zusätzlichen Vorrichtung oder schwerer körperlicher Arbeit zum Austragen des Wickels dienen.
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Dabei ist es völlig ohne Einfluß, in welchem Stadium des Wickeins das Austragen erfolgen soll.
Das Umsteuerventil, ein Vier-Wege-Zwei-Stellungs-Ventil, kann für geringere Leistungsanforderungen als handbetätigtes Ventil ausgebildet sein. Zur Erzielung einer erhöhten Wickelleistung ist es gemäß einer Weiterbildung der Erfindung jedoch vorteilhaft, die Umschaltung des Vier-Wege-Zwei-Stellungs-Ventils im Auswerfsinne selbsttätig über indirekte Abtastung des Wickeldurchmessers am Schwenkarm mittels eines Endschalters bzw. über indirekte Messung der gewickelten Folienlänge mittels eines elektrischen Impulsgebers und -messers mit Kontakt, die mit dem Ausschwenkmechanismus elektrisch gekuppelt sind, herbeizuführen.
Dabei besteht eine zusätzliche vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung darin, daß die Einschwenkung des leeren Wickelkernes und die Abtrennung der Folie und die Anlegung der Folie an den neuen Wickelkern selbsttätig durchführbar sind. Auf diese Weise ermöglicht die Erfindung einen voll selbsttätigen Arbeitsablauf vom Einschwenken des neuen Wickelkerns über die Aufwicklung einer bestimmten einstellbaren Sollänge bzw. Solldicke des Wickels bis zur Austragung des fertigen Wickels und dem erneuten Einschwenken eines neuen Wickelkerns.
Im Rahmen der Erfindung werden zwei verschiedene Anordnungen des Druckluftzylinders vorgeschlagen. In dem einen Falle ist der Zylinder einstellbar in einer festen Winkelstellung zur horizontalen Führungsbahn angeordnet, wobei or schwingenoeitig gelenkig mit einem in
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einer Längskulisse der Schwinge aufgenommenen Kulissenstein verbunden ist. Bei paralleler Einstellung des Druckluftzylinders zur Führungsbahn des Wickels und unveränderter Einstellung des Konstantdruckreglers während des Wickeins bleibt die Andrückkraft über den ganzen Wickel- - Vorgang hin konstant. Je nachdem, ob während des Wickeins die Andrückkraft ansteigen oder abnehmen soll, wird der Druckluftzylinder auf eine schwingenseitig geneigte bzw. angehobene Lage eingestellt.
Die andere erfindungsgemäße Anordnung sieht vor, den Druckluftzylinder mit dem einen Ende am Maschinenrahmen und mit dem anderen Ende fest an der Schwinge anzulenken. Dabei ist die Anlenkung am Maschinenrahmen höheneinstellbar. Bei dieser Anordnungsweise weicht bei unveränderter Einstellung des Konstantdruckreglers der Verlauf der Andrückkraft gegenüber dem der entsprechenden Stellungen des Zylinders gemäß der erstgenannten Anordnungsweise ab, da der Zylinder während des Wickeins um seine schwingenabseitige Anlenkung am Maschinenrahmen pendelt. Indessen sind das Pendeln des Zylinders und damit die Änderung der Andrückkraft während des Wickeins bei Abmessungen von Zylinder und Schwingen, die sich im Rahmen der Abmessungen der bekannten Wickelvorrichtungen halten, so geringfügig, daß sie vernachlässigt werden können. Auch bei der zweiten Anordnungsweise kann durch Senken oder durch Anheben des schwingenabseitigen Zylinderendes bei unveränderter Einstellung des Konstantdruckreglers während des Wickeins die Andrückkraft verringert bzw. vergrößert werden.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind zwei Ausführungsbeispielen zu*entnehmen, die in der Zeichnung dargestellt sind und nachfolgend näher beschrieben werden.
Es zeigen:
Fig. 1 Eine schematische Draufsicht auf die erfindungsgemäß ausgebildete Wickelvorrichtung,
Fig. 2 in schaltungsmäßiger Anordnung den erfindungsgemäß zur Beaufschlagung der Schwingen dienenden Druckluftzylinder mit einem Konstant-Druckregler und einem Vier-Wege-Zwei-Stellungs-Ventilr
Fig. 3 eine schematische Seitenansicht einer Wickelvorrichtung mit dem Druckluftzylinder in einer ersten erfindungsgemäßen Anordnung,
Fig. 4 die der Anordnung gemäß Fig. 3 entsprechenden An- und 5 drückkraft/Wickeldurchmesser-Diagramme,
Fig. 6 eine Seitenansicht wie Fig. 2 mit einer anderen erfindungsgeraäßen Anordnung des Druckluftzylinders und
Fig. 7 die der Anordnung gemäß Fig. 5 entsprechenden An- und 8 drückkraft/Wickeldurchmesser-Diagramme.
Insbesondere die Figuren 1 und 3 lassen den Grundaufbau der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung erkennen. Der Wickel 1, der mit den Enden seiner Achse 2 auf der horizontalen Führungsbahn 3 gelagert ist, wird gegen die ortsfest im Maschinenrahmen 4 gelagerte angetriebene Kontaktwalze 5 angedrückt. Das geschieht erfindungsgemäß über das Schwingenpaar 6a, 6b mittels der Druckluftzylinder 7a und 7b. Das Schwingenpaar dient gleichzeitig der Kraftübertragung und der Parallelführung des Wickels parallel
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zu seiner Achse.
Wie insbesondere Figur- 1 zeigt, sind die Schwingen Ca und 6b an ihrem unteren Ende durch eine Welle 8 fest miteinander verbunden, die ihrerseits drehbar im Maschinenrahmen 4 gelagert ist.
Gemäß den Figuren 3 und 6 sind die Schwingen 6a und 6b an ihrem oberen Ende gabelförmig ausgebildet; der Schlitz der Gabelenden dient zur Aufnahme der Enden der Wickelachse 2. Der vordere Schenkel 10 des gabelförmigen Endes ist kürzer ausgebildet als der hintere Schenkel 11. Diese Maßnahme dient der leichten Einbringung eines neuen Wickelkerns in die Gabelenden und der leichten Ausbringung des fertigen Wickels.
Aus der Figur 2 geht die Schaltung des Druckluftzylinders 7a bzw. 7b hervor: Der Zylinder ist doppeltwirkend ausgebildet. Er besteht aus dem Zylindergehäuse 12 und dem Stufenkolben 13 mit der Kolbenstange 14, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel zur Schwinge 6a bzw. 6b hin gerichtet ist. Die in Figur 2 die Kolbenstange nach oben fortsetzende gestrichelte Linie gibt den Hub des Zylinders zwischen der Anfangsstellung "1" und der Auswerfstellung "0" wieder.
Der Zylinder wird aus der Druckluftquelle 15 (in der Regel eine IIetzleitung)über ein Vicr-Wege-Swei-Stellungs-Ventil 16 gespeist. In der Ventilstellung gemäß Figur 2 ist der vordere Ringzylinderraum 17 an Druckluft gelegt, während der hintere stirnseitige Zylinderraum 18 mit dem Auslaß verbunden ist. Dementsprechend befindet sich der Kolben 13 in der Auswerfstellung.
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Durch Verschieben des Ventils 16 in die anfängliche Andrückstellung (in Fig. 2 nach oben) wird der stirnseitige Zylinderraum 18 mit der Druckluftquelle 15 verbunden, während der Ringzylinderraum 17 an den Auslaß gelegt wird. Dementsprechend fährt die Kolbenstange 14 mit einem neuen Wickelkern in Richtung auf die Kontaktwalze aus, jenen an diese drückend und während des Wickeins angedrückt haltend .
In die Zuführleitung 19 zum stirnseitigen Zylinderraum ist der einstellbare Konstant-Druckregler 20 eingeschaltet. Dieser bewirkt, daß der Druck im stirnseitigen Zylinderraum 18 während des ganzen Wickelvorganges konstant bleibt. In diesem Sinne gleicht er also einerseits etwaige Netzschwankungen aus, als auch andererseits die Druckerhöhungen im stirnseitigen Zylinderraum, die aus der Verdrängung des Kolbens 13 durch den im Durchmesser wachsenden Wickel resultieren.
Statt der Druckluftzylinder können auch Hydraulikzylinder vorgesehen werden, jedoch haben erstere den Vorteil, daß sie ohne weiteres auf ein in jedem einschlägigen Betrieb vorhandenes Druckluftnetz zurückgreifen können, und daß die Druckluft beim Auslassen einfach In die Atmosphäre entweichen kann. Demgegenüber müssen bei Hydraulikzylindern eine eigene Pumpe und eine Rückflußleitung vorgesehen werden.
Die Figuren 3 und 6 zeigen zwei verschiedene erfindungsgemäße Anordnungen des Druckluftzylinders. »Im Fall der Figur 3 ist dar Zylinder 7a im Verhältnis zur Führungsbahn 3 fest angeordnet. Seine Kolbenstange 14 ist mit dem Kulissenstein 21 mittels des Gelenks 22 verbunden, der seinerseits in der in Längsrichtung der Schwinge 6a
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verlaufenden Kulisse 23 der Schwinge geführt ist. Schwingenabseitig ist der Zylinder in der jeweilig eingestellten festen Lage zur Führungsbahn mittels seiner Ansätze 26 und 27 mit dem Maschinenrahmen 4 verbunden.In der voll ausgezogenen Darstellung (Lage I) ist der Zylinder 7a parallel zur Führungsbahn 3 gerichtet. In diesem Falle bleiben während des Verschwenkens der Schwinge 6a der Kraft- und der Lastarm konstant, so daß bei gleichzeitiger Konstanthaltung des Druckes im Zylinder auch die Andrückkraft während des gesamten Wickelvorganges konstant bleibt.
Das zugehörige AndrUckkraft/Wickeldurchmesser-Diagramm (P/D) ist aus Figur 4 zu ersehen. Mit den neben der voll ausgezogenen Kurve in diesem Diagramm gestrichelt eingezeichneten weiteren Kurven ist angedeutet, daß durch entsprechende Einstellung des Konstantdruckreglers 20 mit der jeweils gewünschten konstanten Andrückkraft gefahren werden kann.
Der Zylinder 7a kann in verschiedene Winkelstellungen zur Führungsbahn 3 am Maschinengestell 4 eingestellt werden. Das ist mit den strichpunktierten Darstellungen II und III angedeutet. Während des Schwenkens der Schwinge 6a bleiben Kraftarm und Lastarm nicht mehr konstant. Vielmehr nimmt im Fall der Position II beim Schwenken der Schwinge 6a nach links der Lastarm ab, während der Kraftarm im gleichen Maße zunimmt. Bei der Stellung III ist es umgekehrt. Hier nimmt beim Schwenken der Schwinge 6a nach links der Kraftarm ab, während im gleichen Maße der Lastarm zunimmt. Die zugehörigen Diagramme sind aus Figur 5 zu ersehen. Wiederum sind entsprechend unterschiedlicher Einstellung des Konstant-Druckreglers für jede Position II oder III beispielsweise jeweils drei
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Kurven eingezeichnet. Der Position II des Zylinders 7a entspricht ein linearer Druckanstieg während des Wickeins, In der Stellung III ergibt sich demgegenüber ein linearer Abfall der Andrückkraft während des Wickelvorganges.
In der Figur 6 ist eine vereinfachte erfindungsgemäße Anordnung des Zylinders 7a gezeigt. In diesem Fall ist der Zylinder mit seinem schwingenabseitigen Ende 24 am Maschinenrahmen und mit seinem schwingenseitigen Ende bei 25 fest an die Schwinge 6a angelenkt. In der voll ausgezogenen Darstellung nimmt der Zylinder 7a in der Wickelausgangsstellung eine gegenüber der horizontalen Führungsbahn 3 leicht zur Schwinge hin geneigte Lage ein. Während des mit dem Wickeln verbundenen Schwenkens der Schwinge 6a nach links herum schwenkt der Zylinder 7a mit seinem schwingenseitigen Ende zunächst nach oben und in einer zweiten Phase wiederum nach unten. Dabei ergibt sich das Diagramm gemäß Figur 7, aus dem ersichtlich ist, daß die Andrückkraft zunächst geringfügig ansteigt und sodann in der zweiten Phase des Wickelvorganges geringfügig wieder abfällt. Der Verlauf der Andrückkraft/ Wickeldurchmesser-Kurve in Figur 7 entspricht einer Wickelvorrichtung, in der die Abmessungen der Schwinge 6a und des Zylinders 7a so gehalten sind, daß sie den Abmessungen der bekannten Wickelvorrichtungen entsprechen und diesen also angepaßt sind.Es erweist sich also, daß die vereinfachte Anordnung des Zylinders 7a in Figur 6 gegenüber der gemäß der Figur 3 zu einem Andrückkraftverlauf über den Wickeldurchmesser führt, der nur geringfügig von dem der Figur 4 entsprechend der Stellung I in Figur 3 abweicht. Diese Abweichung ist im Betrieb ohne weiteres vernachlässigbar.
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Wie bei der Anordnung gemäß Figur 3 ist bei der vereinfachten Anordnung des Zylinders 7a gemäß Figur 6 ebenfalls die Höhenlage des Zylinders an seinem schwingenabseitigen Ende am Maschinengestell 4 einstellbar. Der angehobenen Stellung II entspricht der Kurvenverlauf II, der abgesenkten Stellung III dem Kurvenverlauf III in Figur 8. Abgesehen von einer leichten Krümmung stimmt der Kurvenverlauf jeweils mit dem entsprechenden in Fig. 5 überein.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Aufwickeln von bandförmigem Material im Kontaktwalzenverfahren gestattet es, jede beliebige Wickelcharakteristik zu fahren. Dabei ist es möglich, den Druck im stirnneitigen Zylinderraum 18, der den Andrücken dient, auch während des Wickelvorganges selbst in Stufen oder kontinuierlich zu verändern.
Mit dem Zylinder 7a kann vorteilhafterweise der fertige Wickel ausgetragen werden. Dabei wird eine zusätzliche Austragsvorrichtung oder die Aufwendung schwerer körperlicher Arbeit eingespart. Die Austragung kann in jedem beliebigen Stadium des Wickels vorgenommen werden.
Erfindungsgemäß ist es möglich, den gesamten Wickelvorgang selbsttätig ablaufen zu lassen. Zu diesem Zweck kann die Steuerung des Wickelauswurfs selbsttätig erfolgen, indem das Umsteuerventil 16 des Druckluftzylinders selbsttätig auf Auswerfen umgeschaltet wird, wenn eine gewünschte Wickellänge bzw. Wickeldicke erreicht ist. Das kann dadurch geschehen, daß das Umschaltventil über indirekte Abtastung des Wickeldurchmessers am Schwenkarm mittels eines Endschalters bzw. über indirekte Messung der gewickelten Folienlänge mittels eines elektrischen Impulsgebers und-messers mit Kontakt, welche mit dem Au3-schwenkmechanismus elektrisch gekuppelt sind,beeinflußt ι
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In entsprechender Weise kann auch das Einschwenken des leeren Wickelkernes und die anschließende Abtrennung der Folie sowie das Anlegen der Folie an den neuen Wickelkern voll selbsttätig erfolgen.
Die aufzuwickelnde Folie ist mit 28 bezeichnet. Sie wird in dem Ausführungsbeispiel von unten zugeführt. Sie gelangt nach einer teilweisen Omschlingung der Kontaktwalze 5 auf den Wickel 1.
Je nach Bedarf kann die Anordnung lediglich eines Zylinders an der einen Schwinge genügen, wobei die andere Schwinge über die Welle mitgenommen wird. Bei größeren Anlagen empfiehlt es sich, wegen der sonst zu großen Torsiohsbelastung der Welle 8 jeder Schwinge einen eigenen Schwenkzylinder zuzuordnen.
Wie den Fig. 3 und 6 ohne weiteres zu entnehmen ist, liegen die gedachten Mittelachsen von Kontaktwalze 5 und Wickel 1 in einer horizontalen Ebene, die ihrerseits, in Verschieberichtung des Wickels 1 gesehen, also parallel zur horizontalen Führungsbahn 3 verläuft. Dadurch ist in vorteilhafter Weise gewährleistet, daß die Andrückkraft während des ganzen WickelVorgangs eine bestimmte horizontale Wirkungslinie beibehält. Eine Veränderung der Andrückkraft durch huhenmäßlges Auswandern der Berührungslinie ist «omit vermieden.

Claims (6)

  1. Pate ntansprüche Bag*
    ί/ Vorrichtung zum Aufwickeln von band- oder bahnförmigem Material auf einen Wickelkern mittels einer angetriebenen Kontaktwalze, gegen die der parallel zu seiner Achse verschiebbar geführte Wickel andrückbar ist, gekennzeichnet durch die gleichzeitige Anwendung der folgenden Maßnahmen:
    a) der Wickel (1) ist mit seiner Achse (2) auf einer horizontalen Führungsbahn (3) geführt.
    b) Die Enden der Wickelachse (2) sind zwischen den Schenkeln (10 und 11) der gabelförmigen oberen Enden eines durch eine Helle (8) fest miteinander verbundenen Schwenkarmpaares (6a, 6b) aufgenommen.
    c) Das Schwenkarmpaar (6a,6b) ist durch min-. destens einen an seinem schwenkarmabsei-
    tigen Ende einstellbar am Maschinenrahmen(4) angeordneten doppeltwirkenden Druckluft zylinder (7a bzw, 7b) beaufschlagbar·
    d) In die Zuführungsleitung (19) des dem Andrücken dienenden Zylinderraumes (18) ist ein einstellbarer Konstantdruckregler (20)
    " eingeschaltet.
    e) Der Druckluftzylinder (7a bzw. 7b) ist mittels eines Umsteuerventils (16) umschaltbar. ·
  2. 2) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Umsteuerventil (16) im Wickelauswerfsinne selbsttätig über indirekte Abtastung des Wickeldurchmessers an der Schwinge (6a bzw. 6b) mittels eines Endschalters bzw. über indirekte Messung der gewickelten FolienlMng· mittels eines elektrischen Impuls-
    - is 4965299 Bag. 692
    gebers und -messers mit'Kontakt, die rait dem Ausschwenk mechanismus elektrisch gekuppelt sind, umschaltbar ist.
  3. 3) Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschwenkung des leeren Wickelkerns und die Abtrennung der Folie und die Anlegung an den neuen VJickelkern selbsttätig durchführbar sind.
  4. 4) Vorrichtung nach einem öder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftzylinder (7a bzw. 7b) einstellbar in einer festen Winkelstellung zur horizontalen Führungsbahn (3) des Wickels (1) angeordnet ist, wobei der schwingenseitig gelenkig mit einem in einer Längskulisse (23) der Schwinge (6a bzw. Cb) aufgenommenen Kulissenstein (21) verbunden ist.
  5. 5) Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
    1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftzylinder (7a bzw. 7b) mit seinem einen Ende höheneinstellbar am Maschinenrahmen und mit seinen anderen Ende an der Schwinge (6a bzw. 6b) fest angelenktist.
  6. 6) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der wiekelseitige Schenkel (10) der gabelförmigen oberen Enden des Schwenkarmpaares (6a, 6b) kürzer ausgebildet ist als der andere Schenkel (11) , derart, daß das Schwenkarmpaar in den Bereich des in die An-
    • fangsstellung des Wickeins bereitgelegten neuen Wikkelkerns einschwenkbar ist.
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