DE19651964C2 - Verfahren zum Erkennen gefährlicher Fremdspannungen auf den Adern von Teilnehmerleitungen, über die Teilnehmerendgeräte an ihre Teilnehmeranschlußschaltung einer Fernmeldevermittlungsstelle angeschlossen sind - Google Patents
Verfahren zum Erkennen gefährlicher Fremdspannungen auf den Adern von Teilnehmerleitungen, über die Teilnehmerendgeräte an ihre Teilnehmeranschlußschaltung einer Fernmeldevermittlungsstelle angeschlossen sindInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches.
Als gefährliche Fremdspannungen, die auf Adern von Teilneh
merleitungen auftreten können, kommen durch Blitzeinschläge
hervorgerufene Spannungen sowie Spannungen in Frage, die
durch Berührung mit Leitungen entstehen, die technische Wech
selströme führen, wie Leitungen des Stromnetzes oder Leitun
gen des Fahrstromnetzes.
Um die Teilnehmeranschlußschaltung, in die eine Teilnehmer
leitung vermittlungsstellenseitig jeweils mündet, vor Zerstö
rung durch Fremdspannungen zu schützen, sind vorzugsweise je
weils für mehrere Teilnehmerleitungen bzw. Teilnehmeran
schlußschaltungen gruppenindividuelle Überspannungsschutz
schaltungen vorgesehen, über die bei überschreiten eines vor
gegebenen Schwellwertes durch die auf den Teilnehmerleitungen
auftretenden Spannungen die Adern der Teilnehmerleitungen
niederohmig an Masse gelegt werden. Während das Auftreten von
Überspannungen aufgrund von Blitzeinschlägen nur vorüberge
hend ist, bleiben die erwähnten Überspannungen aufgrund von
Netzberührungen meistens bis zur Beseitigung der Störungsur
sache aufrechterhalten.
Es besteht daher die Notwendigkeit, das Anliegen solcher ge
fährlicher Fremdspannungen zu erkennen, damit das Bedienungs
personal bei der Suche nach der Störungsursache und bei deren
Beseitigung veranlaßt ist, entsprechend vorsichtig vorzuge
hen.
Um das Auftreten technischer Wechselspannungen und damit das
Auftreten in Frage kommender gefährlicher Fremdspannungen auf
den Adern der Teilnehmerleitung erkennen zu können, wird bis
her so vorgegangen, daß Teilnehmerleitungsindikatoren, die
zum Erkennen von vermittlungstechnisch bedingten Leitungszu
standswechsel der Teilnehmerleitung vorgesehen sind, in der
Weise periodisch abgefragt werden, daß erkannt werden kann,
wenn solche Leitungszustandswechsel mit der Frequenz der in
Frage kommenden technischen Wechselströme als 16 1/3 Hz und
50 Hz auftreten, was dann als Indiz für das Anliegen einer
gefährlichen Fremdspannung interpretiert und an eine zentrale
Stelle gemeldet wird.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein demgegenüber
einfacheres Verfahren zum Erkennen von Fremdspannungen anzu
geben.
Diese Aufgabe wird mittels der im Patentan
spruch angegebenen Maßnahmen gelöst.
Bei der Erfindung wird demnach die vorhandene Überspannungs
schutzschaltung auf ein Ansprechen überwacht und im Falle ei
nes Ansprechens geprüft, ob die verursachende Überspannung
dauernd anliegt, in welchem Fall das Vorliegen einer gefähr
lichen Überspannung signalisiert wird.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß es sich bei dau
ernd anliegenden Spannungen, die den Überspannungsschutz zum
Ansprechen bringen, eigentlich nur um die erwähnten techni
schen Wechselspannungen handeln kann, die als gefährliche
Überspannungen zu signalisieren sind, so daß eine Verifizie
rung, daß die Überspannungen solche Wechselspannungen sind,
sich erübrigt.
Nachstehend wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand einer
Figur noch näher erläutert.
In der Figur ist eine Überspannungsschutzschaltung US ange
deutet, die in nicht näher dargestellter Weise zwischen den
Adern einer oder den Adern einer Gruppe von Teilnehmeran
schlußleitungen, die in einer Fernsprechvermittlungsstelle
münden, und einem Erdpotential führenden Schaltungspunkt an
geschlossen ist. Eine solche Überspannungsschutzschaltung ist
vorzugsweise in Form eines Thyristors realisiert, der norma
lerweise seinen hochohmigen Schaltzustand einnimmt und bei
Auftreten von Überspannungen auf einer der Teilnehmeran
schlußleitungen zündet, also einen niederohmigen Ableitpfad
gegen Masse bildet, so daß solche Überspannungen keine Zer
störungen bei den elektronischen Bauelementen der an die be
treffende Teilnehmerleitung angeschlossenen Teilnehmeran
schlußschaltung hervorrufen können.
Die Figur zeigt ferner einen Zündindikator ZU, mit dem das
Zünden der Überspannungsschutzschaltung erkannt werden kann.
Wie angegeben, kommt als Fremdspannung, die die Überspan
nungsschutzschaltung zum Ansprechen bringt, neben technischen
Wechselspannungen, die aufgrund von Berührungen der Teilneh
meranschlußleitung durch Leitungen des Stromnetzes oder des
Fahrstromnetzes zustandekommen, auch die Beeinflussung durch
Blitzeinschläge in Frage. Da die Blitzbeeinflussung nur zu
einem kurzzeitigen Auftreten von Überspannungen führt, wird
ein festgestelltes Ansprechen der Überspannungsschutzschal
tung durch die Zündüberwachung ZU nicht sofort als das Anlie
gen gefährlicher Fremdspannungen auf den Adern einer Teilneh
meranschlußleitung gewertet, sondern aufgrund einer erstmali
gen Signalisierung eines Ansprechens die Überspannungsschutz
schaltung wieder in ihren hochohmigen Zustand versetzt. Erst
wenn es dann wieder zu einem Ansprechen der Überspannungs
schutzschaltung kommt, wird dies als Anliegen einer gefährli
chen Fremdspannung an den Adern einer der Teilnehmeranschluß
leitungen gewertet und entsprechend angezeigt.
Als Konsequenz des festgestellten Zustandes wird die betref
fende Teilnehmeranschlußschaltung bis zur Behebung der Stö
rungsursache bleibend von der Teilnehmerleitung abgetrennt.
Sofern die Überspannungsschutzschaltung US gruppenindividuell
vorgesehen ist, wird vor einer endgültigen Abtrennung einer
Teilnehmeranschlußschaltung durch vorübergehendes Abschalten
und nachfolgendes Wiederanschalten in bestimmter Reihenfolge
ermittelt, welche der Teilnehmerleitungen diejenige ist, die
von der Überspannungsbeeinflussung betroffen ist.
Claims (1)
1. Verfahren zum Erkennen gefährlicher Fremdspannungen auf den
Adern von Teilnehmerleitungen, über die Teilnehmerendgeräte
an ihre Teilnehmeranschlußschaltung einer Fernmeldevermitt
lungsstelle angeschlossen sind, dadurch gekennzeich
net, daß eine Überspannungsschutzschaltung (US), durch die
bei Auftreten von Spannungen auf einer Teilnehmerleitung, die
einen Schwellwert überschreiten, oberhalb dessen die Gefahr
einer Zerstörung von Bestandteilen der Teilnehmeranschluß
schaltung besteht, die Adern der Teilnehmerleitung niede
rohmig an Masse gelegt werden, auf den Übergang in den niede
rohmigen Zustand überwacht wird und, sofern sich dieser Über
gang nach einer Rückschaltung der Überspannungsschutzschal
tung (US) in den hochohmigen Zustand wiederholt, dieser Vor
gang als Vorliegen einer gefährlichen Fremdspannung gewertet
und eine entsprechende Signalisierung vorgenommen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996151964 DE19651964C2 (de) | 1996-12-13 | 1996-12-13 | Verfahren zum Erkennen gefährlicher Fremdspannungen auf den Adern von Teilnehmerleitungen, über die Teilnehmerendgeräte an ihre Teilnehmeranschlußschaltung einer Fernmeldevermittlungsstelle angeschlossen sind |
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| DE1996151964 DE19651964C2 (de) | 1996-12-13 | 1996-12-13 | Verfahren zum Erkennen gefährlicher Fremdspannungen auf den Adern von Teilnehmerleitungen, über die Teilnehmerendgeräte an ihre Teilnehmeranschlußschaltung einer Fernmeldevermittlungsstelle angeschlossen sind |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19651964A1 DE19651964A1 (de) | 1998-07-02 |
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ID=7814659
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Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE4326596A1 (de) * | 1993-08-07 | 1995-02-09 | Alcatel Sel Rft Gmbh | Schutzschaltungsanordnung für elektronische Teilnehmerschaltungen |
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1996
- 1996-12-13 DE DE1996151964 patent/DE19651964C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
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