DE1965079C - Anordnung zur Schmierung eines Kurbelzapfenlagers bei einer Kurbel welle fur Kolbenbrennkraftmaschinen - Google Patents
Anordnung zur Schmierung eines Kurbelzapfenlagers bei einer Kurbel welle fur KolbenbrennkraftmaschinenInfo
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Description
Die 1 r'indung betrifft cmc Anordnung zur
-λ Schmierung eines Kurbelzapfenlagers bei einer Kurbelwelle
für Kolbenbreiinkratimaseliineu. bei dem
der Kwibelz.Lipfen einen mit einer oberen und einer
inneren Lagerschale versehenen Kopf einer Pleuelstange aufnimmt, die mit einer Schmieröl gedrosselt
abführenden Liingsbohrung versehen ist. welch letzteie
mil einer symmetrisch zur Pleuelstaiigeulängsachse
in dem dem Pleuelauge der Pleuelstange abgewandten Lagcischalenbereich in L'mfangsrichumg
begrenzt atisgebildeten Schmiernut ständig in Ver-
3-1 bindung steht, während die von einem Kurbelwellenlager
über eine in der Kurbelwelle ausgebildete Sehmierölleitumi so vie eine im Kurbeizapfen angeordnete,
in seiner L mfanusfUiche mündende Schmierbohrung erfolgende SchmieiOlzufuhr /ur
.!5 Langsbolmmg bei Drehung der Kurbelwelle in einem
W'inkelbereich um tue untere Totp-inktsiellimg des
Kurbelzapfen herum, von der Schmierbohrung gesteuert,
unterbrochen ist.
Line derartige Anordnung ist /.. B. aus tier deut-
--clien Auslegeschrift i OGS 527 bekannt. Hierbei soll
die Ölzufuhr zum Kolbenbolzen oder zum Kühlraum
eines mit Schmieröl gekühllen Kolbens dadurch verbessert werden, daß die Trägheit des Öles infolge der
Bewegung der Pleuelstange im Bereich des oberen Totpunkts tür die Förderung des Öles ausgenützt
wird. Ölzuführnuten in dem am stärksten beiasteten
Beieich tier oberen Lagerschale für den Kurbelzapfen werden jedoch vermieden, um den ,Aulbau eines
livdrodynamischen Druckpoisters nicht zu beein-
5'i trächtigen. Somit ist. selbst wenn eine Untcrbreehum1.
der Schmierölzufuhr im Bereich des unteren lotpunktes
im Kurbelzapfen erfolgt, eine Verbesserung tier Schmierung ties höher belasteten l.agerschalenbereichs
unter Ausnutzung der auch in diesem
j'. Augenblick sich auswirkenden Trägheit ties in der
1 Hilfsbohrung stehenden (lies nicht möglich. Dadurch,
daß weiterhin die Schmierölzufiihr im oberen
roipiinklbereich nicht unterbrochen wird, kann es
bei melirz.ylindngen Brennkraftmaschinen im übrigen
zu ungünstigen Öldruckverhältnissen im Schmiersystem kommen.
Bei Kurbelwellen von Kolbenbrennkraftmaschinen, insbesondere hoch aufgeladenen Dieselmaschinen,
wird eine Abnützung an den Kurbelzapfen
f'5 beobachtet, die auf der dem Hauptlager/apfen zugewandten
Seite des Kurbelzapfens entsteht und durch Mass. nkiäfte verursacht ist. Obwohl diese Kräfte
meistens in ihrer absoluten Größe kleiner als tlie
iu>'f.[\!i!j -ind. hahcr, ml' den Nachteil, daß ihr V.l·-
■ ·>; lii '.Lt gleichen Richtung uml.iuii. wie Jcr kuii-el/aplcn
im Plcuclstangenkopf. was ungiinstiiie Bc-,1Ui7I1Li]IiIc!!
bezüglich der BiUkm.1 eine-, Schmierfilmes
.•ur Fuige hai.
Der !'rfindun^ liegt die Aufgabe /umrunde, die
S^hmieiuiig de-- kiirbel/apfenluLiers cir.er kurhcl-■veiic
::i eic η besonders gefährdeten Stellen /ti vci-'"-"Cu;
und dadurch die Abnüt/iinii de- kurbcl/ap-
\:;- zu \ ermindern.
Die-e Aufgabe wird hei de eingangs be-chrielv-
:;en Anordnung zur Schmierung eines kurbelzapfen
!,ilI-ts criinüangsgemäLS dadurch erreicht, daß die
N.wnv.erfcv^hruni -.tls eine den kurbcl/.aplcn diagonal
c! Tciwi/cnJc Bohrung ausgebildet, in Totpunktstei-I..ng
de.-- kurbelzapfens senkrech; /ur Längsachse
■ - " i" .!-lange ausgerichtet ist und außer der in de:
ι:' '.:.!: Lagerschale symmetrisch /ur Pieuelsiangeit-'.
üg-acr.s^ .mLeordneien Schmiernut /-..lsätzlicii eine
■-;cr /w ei \'üi dieser gc;rciint ir. tier oberen Lager-1.-1UHc
.li.'-gc'riildei. entweder in oder auijieihalh der
IL'Aeg-.ingsbaiin der Schmierbohrung liegende
"•.i-inviicriuiien vorgesehen sind, liie ebenso wie üie
-\ mmeir:-eh iintieoyuneie Schmierniii über e:iie auf
·'·:: Rückseite de: Lagerschuien im Pleuelstaiiiien-
• >pi iieuende Ringnut mit der Läniis'-.olmm·.: in Verbi!ii.:i.:n_:
si.ehen. und daß der uiciehcrmaßen für die
n:i!e:e --.;l auch für «.lic obere TotpunkistelUiim siei-
:-e:ide ^ :;ikeibcrcn.h für die l.'nterbrechuni; der
Vhm;c;vi/i.r,tihrur.g /wischen 1O und |i)5 kurbel·
Durc
aus die
diese Ausiührung wird e- crmöülicht. die
i de" l.angsbohruiig einer Pleuelstange beün'.Kich-,·
Olsai'c einwirkenden krafie /ur \'erbe-;:-c-"ung
der Schniierunu des Lagers an den gelahrdetcn
Meilen .ius.'unüt/en. Dadurch, dai.i die VeibindnuLi
der Stiiiiiierbohrung des kurbelzapfen mit den
Schinicrniiten unterbruchen ist. kann im Bereich des
..iitei'e:1. Tctpunktes ein Druckaiv-ticg über den nor
malen S.clini erdmck hinaus in den Schmiernuten de>
I ager- ein-;eher,. welcher durch die Massenkraft des
in der Längshohrung befindlichen Öles verursacht
wird. Würde in diesem Augenblick eine Verbinduuu
mit der Schmieröl/ufiihrieitung bestehen, so hau;1
dies /ur I-oloe, daß unter dem Linfluli der Mass-.-n-'vialt
ein Rückströmen des Ole^ aus der Lang--biil:-
runu erfolgen würde, was unter I instanden ein Offnen
des im Sch.r:iiers\ stern immer vorhandenen
PruckreueKentiles /ur Folge hatte.
Bei einer kolbeubrennkraftmaschine mit mehieicn
/\ lindern befinden sich die kolben jeweils in verschiedenen Phasenlagen. Wenn bei einer -nlchen
Maschine einer der Kolben mit seiner Pleuelstange im unteren Idtjuiikt -teilt, so belnidet sich in seinci
\..'ie cm kolben mit seiner Pleuelstange im oberen
1 otpunkt. Während im unteren Totpunkt die Olsiiu'e
in eier I angsbohrung der Pleuelstange in der Richtung
/tun Kurbellager gedrückt bzw. bewegt wird, bestehen bei dem im oberen Totpunkt stehenden
kolben umgekehrte Ve/iältuisse. Bei diesun kolben
bewegt sich die Ölsiiule in tier Pleuelstange nach
oben vom Lager weg so daß sie im Beieich des kur beilagers eine Saiigwit j.ung ausübt. Durch diese
Saugwiikung kann hei untereinander in Verbindung
stehenden Schmicrölleitungen der Okinick im
Schmiersv,stern zum Verschwinden gebracht werden,
wobei unter Umständen Schmieröl aus den kanälen brn.-i :hbarter Pleuelstangen abgesaugt wird. Wenn
nun bei einer im üerccn des oberen Totpunktes sehenden
Pleuelstange die Verbindung eier Sehnnerbohiiniii
des kurbel/apfens mit den SchmieriUiten
unterbrechen wnJ. so wird die erwähnte üiuckseiir.uiiLi
im Schinicisv-tem veihindert und gleieii/eiüLi
bei einer im Bereich des unteren Totpunktes -tc-henden
Pleuel-tange die Druckstauung unterstützt.
Lm die tragende Räche des Lagers möglich-; wc :iii_ /u schwächen, soll die symmetrisch liegende Nut
/wcckmäßigerweise nur eine Breite haben, die dem
Durchmesser der Sehmierbohrung entspricht. In diesem Zusammenhang sei auf die aus der deuisclun
Patentschrift 664 7SS bekannte Schmiernutausb.luiing
hingew iesen.
Zur '. vrgriißerung des Wirtkelbereichcs dei
Schmieroi/ufuh.r /um kurbeizapfe;1 ist es weiterhin
vorteilhaft, die zusät/licheii Schm;ernuten sieh rnn
Ausnahme je eines am Rand der oberen Lagersch.tL
verbleibenden Steges über die ganze Breite der
Lagerschale erstrecken zu lassen. Bei einer si.leiten
.-\iiMühn..ig vvird auch dann, wenn sich die SchmierbohriuH·
des 1 auer/apfens im Bereich der zusätzlichen
Schmiernut befindet, eine \ eibmdung de: I..angsbo'hruiiii der Pleuelstange mit der Sehmierhorirunu
und dem Schmier-vsteni der KurbelwelL ge
schaffen. Die Lnteibrechung der Verbindung i-t v.
diesem Falle jedoch auf einen verhältnismäßig kleinen Winkel im unteren Totpunkt wie auch im oberen
Totpunkt beschränkt.
Wird eine relativ iirol'.e l.'nieibrechung in der:
Totpunkten n.'wünscht, ist es zweckmäßig, daß die
Schniie: nuten aus jeweils zwei beidseitig der lieweiiunt;-b.:hn
der Sclimierbohrung liegenden leilniiien
bestehen, tli-j untereinander durch einen au·! der
Ritckseite der oberen Lagerschale verlaufenden kanal
.erblinden sind, der an die Ringnut angeschlossen ist. wobei der Abstand /wischen den Teilnulen
mindestens so bemessen ist, daß di·· Schrnierbohnmg,
heim Durchhang verschlossen bleibt. Bei dieser Ausführung
besteht eine Verbindung der Schiiiierbohruns!
des kurbel/apfens mit der Längsbohrung der Pleuelstange nur über die in tier unteren Lagerschale
sv mmeu isch angeordnete Schmiernut. Wenn sieh
hinuegen die Schmierbohrung ties kurbelzapfen-, im
Bereich der zusätzlichen Schmiernut befindet, so besieht
keine Verbindung.
Im übrigen können die Schmiernuten vorzugsweise
-vnimetriseh zur Längsachse der Schubstauge
angeordnet sein Dadurch ist bei umsteuerbaren Mo toren ein Lauf im entgegengesetzten Sinne möglich.
Bei nicht umsteuerbaren Motoren vvird die Gefahr eines falschen 1 inbaus der oberen Lagerschale vermieden.
Schließ!.eh wird bei V-Motoren der Vorteil erhallen, daß mit derartigen Lagerschalen ausgebildete
Pleuelstangen an beliebigen Stellen eingebaut werden können.
Die Lrfindung wirtl nachstehend an Hand in der
/eichnunti schein.Misch dargestellter Auslührungsbeispiele
näher erläutert. Ls zeigt
Fi e. I die Anordnung einer Kurbelwelle mit einer
Pleuelstange und einem Kolben im Querschnitt.
F i g. 2 einen Schnitt durch das kurbelzapfenlager.
ilen kurbelzapfen sow;.· den Pleuelstangenkopf in größerer Darstellung,
I·' i g. \ die Ansicht eines Abschnittes der unteren
Lagerschale in Richtung des Pfeiles III in der F i g. 2 heimeiltet, mit der darin angeordneten, symmetrisch
zur Pleuelstangenlängsachse liegenden Schmiernut.
F i g. 4 clic Ansicht eines Abschnittes tier oberen
Lagerschale in Richtung des Pfeiles IV in der IMg. 2 betrachtet, mit einer Ausführung der zusätzlichen
Schmiernut,
Γ i g. 5 eine der F i g. 4 entsprechende Ansieht
einer anderen Ausführung der zusätzlichen Schmiernut und die
Fig. f) bis 8 verschiedene Stellungen der Schmicrbohrung
im Kurbelzapfen gegenüber den Schmiernuten in den l.agcrschalen. to
In der F i g. I ist das Triebwerk einer hochaufgclaclencn
Diesclbrcnnkraflmnschine mit einem Kolben 1, einer Pleuelstange 2 und einer Kurbelwelle 3
dargestellt. Von der Kurbelwelle 3 ist ein Flauptlagcrzapfen
4 mit einem axialen ölkanai 5 sowie ein Kurbelzapfen 6, der im Schnitt dargestellt ist, sichtbar.
Der Kurbelzapfen 6 enthält eine axiale Ölbohrung?, welche mit einer den Kurbelzapfen diagonal
durchsetzenden Schmierbohrung 8 verbunden ist. Lagerschalcn 10, 10' enthalten in der Fig. 1 nicht
dargestellte Schmiernuten und Bohrungen, welche durch einen geeigneten Kanal in der Pleuelstange 2
mit einer Längsbohrung 11 der Pleuelstange in Verbindung stehen. Am anderen F.nde umschließt die
Pleuelstange einen Kolbenbolzen 12, welcher Kanäle 13 enthält, denen Schmieröl aus der Länesbohrung
11 zugeführt wird. Das Schmieröl dient einerseits der Schmierung des Kolbenbolzens 12 und andererseits
der Kühlung des Kolbens mittels eines besonderen Kühlraumes 14.
In der Fig.2 ist das Kurbclzapfenlagcr der Pleuelstange
2 in größerer Darstellung im Schnitt wiedergegeben. Die Pleuelstange 2 hat einen geteilten Kopf
mit einem Lagerdeckel 2'. Die erforderlichen Befestigungsschrauben sind in der Fig.2 aus Gründen der
Anschaulichkeit weggelassen. Im Pleuclstangcnkopf2 ist eine Uinfangsnut 20 ausgebildet, die mit
der Längsbohrung 11 verbunden ist. Der Kurbelzapfen ist in Lagerschalen 10, 10' gelagert. In der unteren
Lagerschale 10' ist eine Schmiernut 21 ausgebildct. deren Form in der Querrichtung aus der Fig. 3
ersichtlich ist. Die Schmiernut 21 steht über Bohrungen 22 mit dem Kanal 20 und somit auch mit der
Längsbohrung 11 in Verbindung. Die obere Lagerschale 10 ist mit zwei zusätzlichen Schmiernuten 23
verschen, die zueinander symmetrisch angeordnet sind und jede eine Bohrung 24 aufweisen, die sie mit
der Nut 20 und somit mit der Längsbohrung 11 verbindet.
Bei der Ausführung nach der Fig.4 erstreckt sich
die Schmiernut 23 mit der Ausnahme der kurzen Enden 25, welche ein Entweichen des Drucköles aus
der Schmiernut verhindern sollen, über die ganze Breite der oberen Lagerschale 10.
Bei der Ausführung nach der F i g. 5 ist die Schmiernut 23' zweiteilig ausgebildet und enthält
zwei Teilnuten 23". Die beiden Tcilnuten 23" sind auf der Rückseite der oberen Lagerschale 10 durch
einen Kanal 50 miteinander verbunden, welcher an je eine Bohrung 24 in jeder Tcilnut 23" angeschlossen
ist. Der Kanal-50 steht in Verbindung mit der Nut 20
im Pleuelstangenkopf und somit mit der Längsbohrung 11. Zwischen den beiden Teilnuten 23" befindet
sich ein Steg 51, an welchem die Lauffläche der Lagerschale ungestört ist. Die Breite des Steges 51 ist
so gewählt, daß sie mindestens gleich groß ist wie der Durchmesser der Schmierbohrung 8, so daß bei einer
Bewegung der .Schmierbohrung8 über den Steg 51
keim· Verbindung der Sehinierbohrung8 mit den
Teiliiulen 23' bestellt.
Bei der Bewegung des in der Fig. I dargestellten
Triebwerkes entstehen abwechselnd Augenblicke, in welchen die Schmierbohriingfl! mit einer der
SchmicriHiten 21 und 23 verbunden ist bzw. ohne
eine Verbindung herzustellen, zwischen den Tcilnuten 23" hindurchgeht. Im Falle einer Verbindung
zwischen der SehmicrbohrunglB und einer der
Schmiernuten 21 bzw. 23 besteht auch immer eine Verbindung zwischen dem Schmiersystem der Maschine,
an welches die Schmierbohrung 8 angeschlossen ist und der Längsbohrung 11 der Pleuelstange 2.
Im Bereich des unteren und des oberen Totpunktes, welche Stellung in der Fig. 2 dargestellt ist, ist jedoch
die Verbindung zwischen der Schmierbohrung 8 und der Längsbohrung 11 auf jeden Fall unterbrochen.
Wenn sich dabei die Pleuelstange 2 im Bereich des unteren Totpunktes befindet, wirkt die Massenkraft
des in der Längsbohrung 11 befindlichen Öles in der Fig. 2 üach unten. Da die Verbindung der Schmierbohrung
8 unterbrochen ist, hat die Massenkraft einen Druckanstieg in der Nut 20 und in den
Schmiernuten 21 und 23 bzw. 23' zur Folge. Dadurch wird mit Hilfe der zusätzlichen Schmiernuten
23, 23' die Schmierung im kritischen Bereich des Lagers verbessert, welcher sich in der Fig. 2, in diesem
Falle oben, d. h. auf der dem Kolben zugewandten Seite, befindet.
Würde dauernd eine Verbindung der Schmierbohrung 8 mit der Längsbohrung 11 bestehen, so könnte
der die Schmierung unterstützende Druckanstieg nicht entstehen. Das im Schmiersystem vorhandene
Druckrcgclventil bzw. Überströmventil würde einen Druckanstieg verhindern. Es würde in einem solchen
Falle eine Rückströmung des Öles aus der Längsbohrung 11 durch die Schmierbohrungen in der Kurbelwelle
zum Druckrcgclvcptil entstehen.
Wenn sich andererseits die Pleuelstange 2 im oberen Totpunkt befindet, so wirkt die Massenkraft der
in der Längsbohrung 11 befindlichen ölsäule in der F i g. 2 nach oben. Diese Massenkraft würde bei
einer bestehenden Verbindung mit der Schi, ierbohrung8
eine Senkung des Druckes im Schmiersystem der Maschine und eventuell sogar ein Absaugen von
Schmieröl aus benachbarten Lagern und Pleuelstangen hervorrufen. Da jedoch die Verbindung zwischen
der Schmierbohrung 8 und der Längsbohrung 11 unterbrochen ist, kann sich dieser schädliche Einfluß
nicht auswirken.
Bei der Ausführung nach der Fig.4 besteht eine Verbindung der Schmierbohrung 8 mit der Längsbohrung
U während eines Winkels, bei welchem der vordere Rand der Schmierbohrung 8 den unteren
Rand der einen Schmiernut 23 erreicht, bis zu einem Winkel, wo entsprechend der Darstellung in den
F i g. 2 und 6 der hintere Rand der Schmierbohrung 8 den unteren Rand der anderen Schmiernut 23 verläßt.
Die Unterbrechung besteht daher während eines verhältnismäßig kleinen Winkels von ungefähr 35"
Kurbelwinkel. Die Schmiernut 21 in der unteren Lagerschale 10' ist dabei so ausgebildet, daß sie die
Zufuhr des Schmieröles übernimmt, wenn die Schmierbohrung 8 eine der Schmiernuten 23 verlassen
hat und die zweite noch nicht erreicht hat.
Bei der Ausführung nach der Fig. 5 erfolgt die
Zufuhr von Schmieröl in die Längsbohrung 11 nur
durch die unteic Schmiernut 21. Der Winkel, bei
weichem die Vu bindung dei Sehiitioibohruni: 8 mit
der 1 ,iiiif-'sbolinmr Il unteib'Oelien ist, erstreckt sich
hei dieser Ausführung von omu" Stellung, in welcher
das eine Hnde der Süimierbuhi ιπιμ Η den Rand dc; S
Schmiernut 21 verlassen hut, bis zu einer Stellung, in
welcher das entgegengesetzte Ende der Schmierbohrung 8 die Schmiernut 21 wieder erreicht. In diesem
Falle ergibt sich ein größerer Unterbrechuugswinkcl von je etwa 105° Kurbclwinkcl im Bereich des obereu
wie auch im Bereich des unteren Totpunktes,
In den Fig.6 bis S sind die Stellungen der
Schmierbohrung 8 zu den Sehmiernutcn 21, 23 bzw. 23' dargestellt. In allen Figuren ist der Winkel, bei
welchem die Verbindung aus der Schmiernut 8 in die Längsbohrung 11 offen ist, mit IC bezeichnet. Der
Winkel, bei welchem die Verbindung unterbrochen ist, ist mit D bezeichnet. Außerdem ist in allen Figuren
mit vollen und mit strichpunktierten Linien das Ende bzw. der Beginn der Verbindung, je nach der ao
Drehrichtung der Kurbelwelle, dargestellt. In der F i g. 6, welche einer Ausführung der Schmiernut
nach der F i g. 4 entspricht, ist noch mit gestrichelten Linien die Stellung der Schmierbohrung 8 der Kurbelwelle
in den Augenblicken dargestellt, wo die »5 Verbindung von einer der Schmiernuten 23 auf die
Nut 21 übergeht und umgekehrt.
Aus der F i g. 6, welche die Ausführung nach der Fig.4 betrifft, ist ersichtlich, daß der Winkel D, welcher
die Unterbrechung der Verbindung angibt, die Größe von ungefähr 35' Kurbelwinkel hat. Der Winkel
Ii. d.h. ilei Winkel, in welchem eine Verbindung
bestellt, isi ISO Vi 1 15" Kurbdwinkcl.
Die Γ i μ. 7 λίι',Ι die Verhältnisse bei der Ausfiihtu
η)1, der /usiit.-liehen Schniicmuiui nach Fig. 5. Die
TeilnuU'n 23"
>ind mit ihren Bohrungen 24 peslriciielt
UiUgCKUlIt, du sie außerhalb der Hbcne der
Schmiernut 21 liegen und keine Verbindung mit der Schmierbohrung 8 hiben. Der Winkel D, in welchem
ein Unierbruch besteht, ist in diesem Falle wesentlich großer als im Beispiel nach Fig. 6 und beträgt ungefähr
105" Kurbelwinkel. Der Winkel E, bei welchem eine Verbindung besteht, ist hingegen kleiner und beträgt
180° 105° =■ 75" Kurbclwinkcl.
Schließlich ist in der Fig. 8 eine Anordnung mit
nur einer, und zwar unsymmetrisch angeordneten zusätzlichen Schmiernut dargestellt, bei welcher Winkel
D und E erhalten werden, die zwischen den Größen der betreffenden Winkel aus den F t g. 6 und 7
liegen.
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Anordnung können auch in den Fällen ausgenützt werden, wo
nicht eine ölzufuhr in den Kolben, z.B. zu dessen' Kühlung, erforderlich ist. In einem solchen Fa!'<·
kann eine Längsbohrung in der Pleuelstange ausgebildet
werden, an deren Ende sich eine nach außen führende Drosselbohrung befinden kann. Bei einer
solchen Ausführung dient die Längsbohrung der Pleuelstange nur einer Verbesserung der Schmierung
des Kurbellagers im erfindungsgemäßen Sinn. Die Drosselbohrung verhindert ein freies Ausströmen des
Öles und somit einen Druckabfall im Schmiersystem.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 309 622/357
Claims (5)
1. Anordnung zur Schmierung eines Kurbelzapfen!.iueis
bei einer Kurbelwelle tür Kolbenhiemiki
ajjmaschinen. bei dem der Kurbel/apk :
einen mit einer oberen ink! einer unteren Lagerschale
-.ersehenen Kopf einer Pleuelstange aufniiiini!.
die mit einer Schmieröl gedrosselt abt'ühlendcii
1 augsbohrung versehen ist. welch lci/terc
mit einer s\.mmetri>ch /ur Pleuclstantienläniisachse
in dein dem Pleueiaugc der Pleuelstange
abiK■■-·. .!iidteii Lagerschalenbereich in Umfangsrichtung
bcLiriM;/; ausgebildeten Schmiernut sv.indi
■ ι V.-rbmdu'.. SIe!;!. wahrend die von einem
!-.iiM-.L-ivveilenhiLier über eine in der Kurbelwelle
au-üci'iUete Seiiinieriilleiuni-i sowie eine im Kurt-.-i/apf.·:.
angeordnete, in --einer L'mfancstläehe
r.:ii!id-.nde Sehmierbohrung erfolgende Scliiiiieröl/i;iuhr
/iir Länüsbolirung. -i Drehunu tie:
Kin belwelle πι einem W inke!bere; :h um die un-Ku-1
(■:|nnir.i'-le!i:;ng de·- Kurbel/apleus heiuii:
\on lie; VT.rniei'boii'iiin! iiesteuert. unierbioJien
i~! d a d u 1 c h i; e k e η η / e i c h ii e t . daß die
SannierK'h; u:ig (8l als eine den Kurbel -apiui
(6) di.iLV'nji duieii.v.-t/ende Bohrung ausgebildet,
in 'li.ipunkl-vtellimu des K ;rbelz;. _<lcn>
(6) senkleehi /in Längsachse der Pl nie'stang':- (2i au-gerii-iiie;
iM und außer der ;n der ti leren I auer-•
ehale'10') s\ iiinu-'i isch /ur P!euelstangeniäng->iielise
angeordneten Schmiernu! (21) ziisa'.'!i<
'; eine oder zwei \on dieser getrennt in der oberen
I .agcr-.eluüe (10) au--gebildel j. entweder in oder
aulier'iialb der Hewemnmsbahn eier Sclimierbohru;ig(H)
liegende Schmiernuten (23 23Ί vorgehe
ilen mikI. die ebenso wie die symmetrisch angeoidneie
Schmiernui (21) über eine auf der Ruckvjiie der l.agcrschalen (10. 10') im PleuelstaimLiikopf
(2.2") lieuem'e Ringnut (20) mit der
1 .iing^l^vilmmg (II) in Verbindung stehen, und
daß de: gi-'ii-iierniaßen für tue untere wie auch
tür die obere Tol|Hmklstellimg geltende Winke!-
bereichi/i) lüi die I inierbreclmng der Schmierol/ulühi
uiii: /wischen 35 und 105 Kurbelwinke!
lic;;!. '
2. Anordnung /ur Scnniierung eines Kiirbe!-
/apfenlageis nach Anspi.ielil. dadurch nckenii-/eiclinel.
daß in an sich lu-kannter Weis- the
symmetrisch hegende Schmiernut (21) eine Breilc
liat. die dem Durchmesser der Schmierbiiimmg
(8) entspricht.
3. Anordnung /ur Schmierung eines Kurbel-/apfe
11 lasers nach .Anspruch I, mit einei oder
zwei in der Hcwcgungsbal':i der Sdimierbohi ung
hegenden /usät/lichen Scliniienniten. dadurcli
gekenn/eiehnel. daß sich die Seiimiernuteu (23)
mit Ausnahme je eines um Rand tier oberen
Lagerschale (10) verbleibenden Steges (25) uln r the ganze Breite der Lagerschale erstrecken.
4. Anordnung zur Schmicruni: eines Külbel-Zapfenlagers
nach Anspruch I. mit einer oder zwei anfiel· .,ί>
der Bewegungsbahn tier Schmier bohrung liegenden /usä'/lichen Schmiemuicii.
dadurch gekennzeichnet, dall die Schmieinuten
'2.V) aus jeweils zwei beidseitig tier Bewegimgs-,-..bn
der Sclimierbohrung (8) lieiienilen !'eilnu
ten (23 ) be-teilen, die unteieinander clinch '.-inen
mi <lei Riickscite tier obcicn Lagerschale (10)
verlaufenden Kanal (51) verbunden sind, der an
die Riivanut (20) aniieschlos>en ist. und daß der
Abstand /wischen den Teilnuten (23") mindestens so bemessen lsi. d.i\\ die Schmierhohriing
(8) beim Durchgang verschlossen bleibt.
5. ,Anordnung /ur Schmierung eines Kurbelzapfen-,
nach Anspruch 3 oder 4. mit zwei /usi.it/-üchi.Mi
Schmiernuten, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmicrnuten '23. 2.V) symmetrisch zur
. angsachse der Pleuelstange angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691965079 DE1965079C (de) | 1969-12-19 | 1969-12-27 | Anordnung zur Schmierung eines Kurbelzapfenlagers bei einer Kurbel welle fur Kolbenbrennkraftmaschinen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1890869 | 1969-12-19 | ||
| DE19691965079 DE1965079C (de) | 1969-12-19 | 1969-12-27 | Anordnung zur Schmierung eines Kurbelzapfenlagers bei einer Kurbel welle fur Kolbenbrennkraftmaschinen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1965079A1 DE1965079A1 (de) | 1971-12-30 |
| DE1965079C true DE1965079C (de) | 1973-05-30 |
Family
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