-
Diese
Erfindung betrifft Vibrations-Zuführ- oder Fördervorrichtungen des Zweiwege-
oder Umkehrtyps, welche eingesetzt werden können, um Objekte in jede zweier
Richtungen weiterzubewegen oder zu fördern, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1.
-
Eine
gattungsgemäße Fördervorrichtung
ist aus der Druckschrift
DE
34 44 747 A1 bekannt.
-
Zweiwege-Vibrations-Zuführ- oder
Fördervorrichtungen
finden grundlegende Anwendung in einer Vielzahl von Gebieten. Eine
typische Anwendung liegt im Gießereiwesen.
Zum Beispiel können
Gußteile
an eine Zuführ-
oder Fördervorrichtung
an einer Stelle zwischen deren Enden übergeben werden und dann die
Zuführ-
oder Fördervorrichtung
angetrieben werden, um die Gußteile
dem einen oder dem anderen Ende zuzuführen, je nachdem, wo es erwünscht ist,
das Gußteil
zu positionieren.
-
Eine
typische Zweiwege-Zuführ-
oder Fördervorrichtung
gemäß dem Stand
der Technik, welche ebenfalls als gattungsbildend angesehen werden kann
und in wesentlichen technischen Merkmalen der in der
DE 34 44 747 A1 offenbarten
Fördervorrichtung
entspricht, ist in
1 gezeigt.
Es ist ersichtlich, daß diese
eine längliche
Auflage umfasst, welche allgemein mit dem Bezugszeichen
10 bezeichnet ist.
Die Auflage umfasst eine längliche,
nach oben gerichtete, im wesentlichen horizontale Zuführ- oder Förderfläche
12,
die an entgegengesetzten Enden
14 und
16 endet.
-
Die
Auflage 10 wird von zu den jeweiligen Enden 14 und 16 benachbarten
Isolationsfedern 18, 20 getragen. Die Isolationsfedern 18, 20 sind
auf den oberen Enden von Füßen 22 befestigt
dargestellt, die ihrerseits dazu dienen, die Auflage 10 über einem Untergrund
zu haltern, der in Form eines Bodens 24 in einem Fabrikgebäude oder
dergleichen gezeigt ist.
-
Zwei
allgemein mit den Bezugszeichen 26 und 28 bezeichnete,
Vibrationssysteme bildende Motor- Gewichteinheiten sind an der Auflage 10 im
wesentlichen zentral befestigt. Jedes davon enthält einen Kurzschlußläufermotor 30 mit
einer Drehausgangswelle 32, an welcher ein exzentrisch
angeordnetes Gewicht 34 befestigt ist. Federn in Form von Kunststoff-
oder Fiberglasstreifen 36 verbinden jeden der Motoren 30 mit
der Auflage 10.
-
Es
ist ersichtlich, daß das
System 26 um ungefähr
45° nach
links gekippt ist, während
die Einheit 28 um gefähr
45° nach
rechts gekippt ist.
-
Im
Betrieb, d. h. wenn das System 26 betrieben wird, haben
durch die exzentrische Drehbewegung des dem System 26 zugeordneten
Gewichts 34 erzeugte Vibrationen einen Fluß entlang
der Fläche 12 von
rechts nach links zur Folge, wie in 1 gezeigt.
Wenn es erwünscht
ist, in die entgegengesetzte Richtung weiterzubewegen oder zu fördern, wird das
System 26 außer
Betrieb genommen und das System 28 betrieben.
-
In
vielen Anwendungen ist es nicht unüblich, daß ein erheblicher Unterschied
in der Nutzung des Systems 26 und des Systems 28 besteht.
Zum Beispiel, wenn das System 26 über eine Zeitperiode im wesentlichen
ohne das System 28 betrieben wird, wird eine sogenannte "fehlerhafte Kugeldruckbelastung" (engl.: "false brinelling") der Motorlager
des dem System 28 zugeordneten Motors 30 auftreten und
zwar als eine Folge der auf die Auflage 10, an welche das
System 28 ebenso angefügt
ist, übertragenen
Vibration. Als eine Folge und als eine Konsequenz kann Schmiermittel
aus den Lagern herausgepreßt
werden. Wenn das System 28 schließlich betrieben wird, kann
es verhältnismäßig schnell
als eine Folge eines Lagerschadens durch fehlerhafte Kugeldruckbelastung
und der daraus resultierenden, unzureichenden Schmierung der Lager
versagen.
-
Außerdem ist
es in Gießereianwendungen notwendig,
daß die
Auflage 10 aus Metall gebildet ist, um dem fortwährenden
Stoßen
der Gußteile
standzuhalten. In einem System gemäß dem Stand der Technik, wie
es in 1 gezeigt ist, übersteigt die vertikale
Beschleunigung der Zuführ-
oder Förderfläche 12 während des
Betriebs typischerweise die Erdbeschleunigung. Als eine Folge wird
die Fläche 12, nachdem
sie ihren höchsten
Punkt der Bewegung in einem Vibrationszyklus erreicht hat, dann
nach unten schneller beschleunigt als ein Gußteil oder dergleichen auf
der Fläche 12.
Das Gußteil
hebt zeitweise von der Fläche 12 ab
und kollidiert dann eventuell mit derselben, wenn die Bewegung der
Fläche 12 beginnt,
sich umzukehren während
sich das Gußteil
unter der Einwirkung der Gravitation nach unten bewegt. Die Folge
ist ein geräuschentwickelnder
Aufprall des Gußteils
auf das Metall, aus dem die Fläche 12 gebildet
ist, wobei der Geräuschpegel
des Aufpralls typischerweise unerwünscht hoch ist.
-
Schließlich ist
auch ersichtlich, daß die
Bereitstellung von zwei vibrationserzeugenden Systemen 26 und 28,
wenn zu jedem gegebenen Zeitpunkt nur eines in Verwendung ist, beträchtlich
zu den Kosten der Vorrichtung beiträgt.
-
Die
Druckschrift
CH 540174
B nennt das Problem der vertikal zur Förderrichtung auftretenden Schwingungskomponente
und empfiehlt zu deren Dämpfung
den Einsatz von dynamischen Ausgleichselementen.
-
Die
CH 540174 B weist
insofern mit der
DE 34
44 747 A1 eine Gemeinsamkeit auf, als die darin offenbarte
Vibrations-Fördervorrichtung
zwei Vibrationsantriebe mit je einer Antriebswelle aufweist. Im Gegensatz
zu der aus der
DE 34
44 747 A1 vorbekannten Fördervorrichtung sind bei der
Vibrations-Fördervorrichtung
der
CH 540174 B die
beiden Vibrationsantriebswellen der Vibrationsantriebe nicht abwechselnd,
sondern stets gleichzeitig in Betrieb, wobei sie in entgegengesetzten
Richtungen drehen. Zu beachten ist dabei, dass ein und dieselbe
Vibrationsantriebswelle der Fördervorrichtung
der
CH 540174 B stets
nur in ein und dieselbe Drehrichtung dreht. Durch den gleichzeitigen
Betrieb der beiden Vibrationsantriebswellen tritt das Problem des „false brinelling" an der Vorrichtung
der
CH 540174 B nicht auf.
-
Aus
der
CH 540174 B ergibt
sich kein Hinweis auf eine Umkehr der Förderrichtung.
-
Aus
der Druckschrift
US
3,743,080 A ist ein Vibrationsförderer bekannt, dessen Auflage
eine längliche
und im Wesentlichen horizontale Förderfläche aufweist, deren Längsenden
durch elastische Isolationselemente mit einem Untergrund verbunden sind.
-
Eine
zur Längsrichtung
der Auflage orthogonale Vibrationsantriebswelle mit einem exzentrisch daran
angebrachten Gewicht ist an der Auflage angebracht, an dieser gelagert
und zur Drehung in einer Drehrichtung antreibbar. Bei Betrieb der
Vibrationsantriebswelle wird Gut in einer Förderrichtung längs der
Auflage gefördert.
Eine Förderung
von Gut in einer zu der genannten Förderrichtung abweichenden weiteren
Förderrichtung
ist in dieser Druckschrift nicht angegeben.
-
Die
Druckschrift
GB 2 086
003 A zeigt ebenfalls eine Vibrationsfördervorrichtung, deren Auflage mit
einer im Wesentlichen horizontalen Förderfläche mittels elastischer Auflage-Anbringungselemente
an einen Untergrund montiert ist. Im Gegensatz zu den oben genannten
Druckschriften, welche alle eine Vibrationsfördervorrichtung mit einem Unwucht-Antrieb aufweisen,
umfasst der Vibrationsantrieb der aus der
GB 2 086 003 A bekannten
Vibrationsfördervorrichtung
einen elektromagnetischen Linearmotor. Die Schwingungen der Auflage
und jeglicher sich mit ihr gemeinsam bewegender Teile werden durch
Schwingungen einer Ausgleichsmasse ausgeglichen. Die Ausgleichsmasse
ist gleich der Masse der Auflage. Die Ausgleichsmasse ist über elastische
Ausgleichsmasse-Anbringungselemente mit dem Untergrund verbunden,
deren Elastizität
mit jener der Auflage-Anbringungselemente identisch ist. Darüber hinaus
schwingt die Ausgleichsmasse gegenphasig zur Auflage.
-
Die
vorliegende Erfindung ist darauf gerichtet, eines oder mehrere der
oben genannten Probleme zu beseitigen.
-
Es
ist Aufgabe der Erfindung, eine Lehre für eine verbesserte Zweiwege-Zuführ- oder
Fördervorrichtung
zu schaffen, bei welcher das Problem eines vorzeitigen Lagerschadens
beseitigt ist, das während dem
Betrieb erzeugte Geräusch
wesentlich reduziert ist und die Kosten des Aufbaus durch Entfernen
teuerer Komponenten reduziert sind.
-
Diese
Aufgabe wird durch eine Vibrationsfördervorrichtung sowie durch
ein Verfahren zum Betreiben einer solchen gemäß der angehängten unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
-
Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung erreicht die vorstehenden Ziele einer Zuführ- oder
Fördervorrichtung,
welche eine Auflage mit einer länglichen,
im wesentlichen horizontalen Zuführ-
oder Förderfläche mit
entgegengesetzten Enden umfaßt. Voneinander
beabstandete, elastische Isolationselemente sind zur Befestigung
der Auflage über
dem Untergrund vorgesehen und eine drehbare Welle mit einem exzentrisch
befestigten Gewicht ist an der Auflage befestigt und darin gelagert
für eine
Drehung in beide Richtungen um eine im wesentlichen horizontale
Achse, die nicht parallel zu der Längsrichtung der Auflage verläuft. Ein
Paar dynamischer Ausgleichselemente, und zwar eines auf jeder Seite
der Welle, sind mit der Auflage verbunden.
-
Als
eine Folge dieser Konstruktion kann die Zuführ- oder Förderrichtung einfach durch Ändern der
Drehrichtung der Welle umgekehrt werden. Und da die Welle unabhängig von
der Förderrichtung
rotiert, besteht keine Möglichkeit,
daß eine
fehlerhafte Kugeldruckbelastung und ein Verlust von Schmiermittel
an den unbewegten Lagern auftritt.
-
Es
ist wesentlich, daß die
Erfindung eines der Motor-Gewichtsysteme
des Standes der Technik beseitigt, wodurch eine bedeutende Kostenersparnis bewirkt
wird. Ferner hat sich unerwarteterweise herausgestellt, daß die vertikale
Beschleunigung der Zuführ-
oder Förderfläche soweit
reduziert wurde, daß sie
im wesentlichen gleich oder geringer als die Gravitationsbeschleunigung
ist. Dies hat zur Folge, daß während dem
Betrieb ein Kontakt zwischen der Fläche und den darauf weiterbewegten
oder geförderten Gußteilen
oder dergleichen während
jedem Zyklus aufrecht erhalten wird, so daß geräuscherzeugende Kollisionen
zwischen den Gußteilen
und der Förderfläche und
damit das dadurch erzeugte Geräusch wesentlich
reduziert werden.
-
In
einem Ausführungsbeispiel
ist ein umkehrbarer Motor zum Antrieben der Welle bei einer gewählten Betriebsfrequenz
vorgesehen. Jedes der dynamischen Ausgleichselemente hat eine Eigenfrequenz,
die gerade größer als
die Betriebsfrequenz des umkehrbaren Motors ist.
-
Die
Erfindung wird im folgenden an einem Ausführungsbeispiel an Hand der
Zeichnungen (2 und 3) erläutert.
-
1 ist
eine Seitenansicht einer Zweige-Vibrations-Zuführ-
oder Fördervorrichtung
gemäß dem Stand
der Technik;
-
2 ist
eine Seitenansicht einer Zweiwege-Vibrations-Zuführ- oder Fördervorrichtung; und
-
3 ist
eine Seitenansicht der Vibrations-Zuführ- oder Fördervorrichtung und zwar von der
rechten Seite der 2 aus.
-
Eine
beispielhafte Ausführung
einer erfindungsgemäßen Zuführ- oder Fördervorrichtung
ist in den 2 und 3 dargestellt.
Daraus ist ersichtlich, daß diese
eine längliche,
allgemein mit 50 bezeichnete Auflage mit entgegengesetzten
Enden 52 und 54 umfaßt. Wie am besten aus 3 ersichtlich ist,
umfaßt
die Auflage 50 eine nach oben gerichtete, im wesentlichen
horizontale Zuführ-
oder Förderfläche 56,
die typischerweise aus einer Stahlplatte oder dergleichen gebildet
ist.
-
In
der Nähe
jedes der Enden 52 und 54 sind Isolationsfedern 58 angeordnet.
Wie in 2 zu sehen ist, sind die Federn 58 nahe
benachbarten Enden 52 und 54 voneinander beabstandet
und, wie in 3 zu sehen ist, sind an jedem
der Enden 52 und 54 zwei beabstandete Isolationsfedern 58 angeordnet.
-
Die
Isoaltionsfedern 58 sind als Metallschraubenfedern gezeigt.
Der Fachmann wird jedoch erkennen, daß in vielen Fällen elastomere
oder pneumatische Federsysteme anstelle der Isolationsfedern 58 eingesetzt
werden können.
-
Im
Fall der dargestellten Schraubenfedern hat jede Feder 58 entgegengesetzte
Enden 60 und 62, die typischerweise zur Aufnahme
eines Bolzens oder dergleichen reduzierten Durchmesser haben. Die
Enden 60 jeder Druckschraubenfeder sind an eine Kreuzstrebe 64 befestigt,
die einen Teil der Auflage 50 bildet, ebenso wie an einem
darunterliegenden Fuß 66,
der seinerseits auf dem Untergrund, z. B. in Form eines Fabrikbodens 68 (2),
befestigt ist.
-
Ein
allgemein mit 70 bezeichnetes Vibrations-Erzeugungssystem
ist im wesentlichen in einem zentralen Bereich der Auflage 50 angeordnet. Gewöhnlich umfasst
das System 70 einen Kurzschlußläufermotor 72 mit einer
Drehausgangswelle 74, an welcher ein Gewicht 76 exzentrisch
befestigt ist. Der Kurzschlußläufermotor 72 ist
ein umkehrbarer Motor und ist vorzugsweise so ausgebildet, daß die Drehachse
der Welle 74 in einer vertikalen Ebene liegt, die den Schwerpunkt 80 der
Zuführ-
oder Fördervorrichtung
enthält.
Es ist ebenso wünschenswert,
aber nicht notwendig, daß die
Drehachse der Welle 74 sich so nah wie möglich am
Schwerpunkt 80 befindet aus Gründen, die unten erläutert werden.
-
Das
System wird vervollständigt
durch die Bereitstellung zweier dynamischer Ausgleichselemente,
von denen eines allgemein mit 82 bezeichnet ist und nahe
dem Ende 52 angeordnet ist und das andere allgemein mit 84 bezeichnet
ist und nahe dem Ende 54 angeordnet ist. Die dynamischen
Ausgleichselemente 82 und 84 sind identisch und
(deshalb) wird nur das dynamische Ausgleichselement 82 beschrieben.
Es ist in 3 gezeigt und umfaßt ein Gewicht-Federsystem,
das aus zwei Schraubenfedern 86 und einem diese verbindenden
Gewicht 88 gebildet wird. Ein Ende 90 jeder der
Schraubenfedern 86 ist mit einer Kreuzstrebe 64 verbunden
und zwar vom entsprechenden Ende 90 der jeweils anderen Schraubenfeder 86 beabstandet
und zwischen den Isolationsschraubenfedern 58 angeordnet.
Die entgegengesetzten Enden 92 jeder der Federn 86 sind mit
dem Gewicht 88 verbunden, welches sich zwischen den entsprechenden
Enden der Federn 86 erstreckt, wie in 3 gezeigt.
-
Während in
der Darstellung gemäß 3 die Gewichte 88 durch
die Federn getragen werden und unterhalb der Fläche 56 hängen, können sich
die Gewichte 88 jedes der dynamischen Ausgleichselemente 82 und 84 über der
entsprechenden Feder und sogar über
der Fläche 56,
falls erwünscht,
befinden.
-
Die
dynamischen Ausgleichselemente 82 und 84 dienen
dazu, einen großen
Teil der vertikalen Komponente der auf die Fläche 56 übertragenen
Vibration zu dämpfen
oder zu beseitigen.
-
Ohne
die dynamischen Ausgleichselemente 82 und 84 bewegt
sich jeder gegebene Punkt auf der Auflage 50 auf einer
kreisförmigen
Bahn, wenn der Motor 72 betrieben wird, um das Gewicht 76 zu
drehen. Allerdings wird sich jeder derartige Punkt wegen der Anwesenheit
der dynamischen Ausgleichselemente 82 und 84 nun
auf einer Bahn einer Ellipse bewegen, deren Hauptachse wegen der
vertikalen Orientierung der Federn 86 horizontal liegt.
Deshalb dämpfen
die dynamischen Ausgleichselemente 82 und 84 einen
großen
Teil der vertikalen Vibrationskräfte,
die andernfalls von dem Vibrations-Erzeugungssystem 70 auf
die Fläche 56 übertragen
werden.
-
Um
beste Ergebnisse zu erhalten ist es erwünscht, daß bestimmte Zusammenhänge zwischen den
Systemkomponenten berücksichtigt
werden. In einem Beispiel wird der Kurzschlußläufermotor 72 mit beispielsweise
1185–1190
Umdrehungen pro Minute drehen (beruhend auf einem Motor, dessen
Synchrondrehzahl 1200 Umdrehungen pro Minute beträgt). Dies
ergibt dann eine Betriebsfrequenz für das Vibrations-Übertragungssystem 70 von
1185–1190 Zyklen
pro Minute.
-
Da
die Fördervorrichtung über die
Isolationsfeder 58 auf dem Untergrund befestigt ist, ist
ersichtlich, daß sie
eine Vibrationseigenfrequenz hat. Diese Frequenz wird durch die Federkonstanten
der Federn 58 ebenso wie durch die Masse aller davon getragenen
Fördervorrichtungskomponenten
bestimmt. Es ist wünschenswert,
daß die
Eigenfrequenz der Isolationsfedern 58 und der Fördervorrichtung
kleiner als die Hälfte
der Betriebsfrequenz ist und in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
ungefähr
1/3 der Betriebsfrequenz oder ungefähr 400 Zyklen pro Minute beträgt.
-
Wichtiger
ist die Eigenfrequenz jedes der dynamischen Ausgleichselemente 82 und 84.
Es ist bevorzugt, daß diese
gerade größer als
die Betriebsfrequenz des Systems ist. Somit ist für ein System,
dessen Betriebsfrequenz in einem Bereich von 1185–1190 Zyklen
pro Minutee liegt, eine Eigenfrequenz von 1200 Zyklen pro Minute
für jedes
der Systeme 82 und 84 erwünscht.
-
Die
Eigenfrequenz eines Feder-Gewichtsystems ist durch die folgende
Formel wiedergegeben:
wobei
- f
- die Eigenfrequenz
ist,
- k
- die Federkonstante
(in kg/m oder in pounds/inch),
- g
- der Ortsfaktor (9.81
m/s2 oder 386 inch/s2)
und
- w
- die Masse (in kg oder
in pounds) ist.
-
Wenn
man die durch die Eigenschaften des verwendeten Motors bestimmte
Betriebsfrequenz des Systems, die Gravitationsbeschleunigung und die
Federkonstante der als dynamische Ausgleichselementfedern 86 verwendeten
Federn kennt, ist es lediglich notwendig, die Gleichung nach w aufzulösen, um
die Masse jedes in einem gegebenen System zu verwendenden Gewichts 88 zu
bestimmen.
-
Wie
vorher erwähnt,
ist es durch Vorsehen der Drehachse der Welle 74 des Motors 72 so
nah wie möglich
am Schwerpunkt 80 leichter, das System einzustellen, um
optimalen Betrieb zu erreichen und zwar durch Hinzufügen oder
Wegnehmen von Masse des Gewichtes 88 in jedem der dynamischen
Ausgleichselemente 82 und 84.
-
Falls
die Förderraten
veränderbar
sein müssen,
können
in der Technik bekannte Systeme verwendet werden, wodurch der Betrag
an Unwucht an der Welle 74 geändert werden kann. Bis zu einem
gewissen Grad kann die Förderrate
auch durch Ändern der
Ausgangsdrehzahl des Motors 72 verändert werden.
-
Die
Zuführ-
oder Fördervorrichtung
der Erfindung besitzt wichtige Vorteile. Zum Beispiel benötigt sie
nur einen Motor für
eine Förderung
in beiden Richtungen. Bei einer typischen Anlage können Kostenersparnisse
von 3500 $ erreicht werden.
-
Und
da der zweite Motor beseitigt ist, welcher in der Vorrichtung gemäß dem Stand
der Technik unbewegt ist, während
der erste Motor in Betrieb ist, ist keine unbewegte Drehvorrichtung
in dem System vorhanden, deren Lager einer falschen Kugeldruckbelastung
und dem Verlust von Schmiermittel ausgesetzt sind. Somit ist ebenso
eine in der Vorrichtung gemäß dem Stand
der Technik gegebene Quelle für
das Versagen der Vorrichtung beseitigt.
-
Es
wurde herausgefunden, daß eine
Zuführ- oder Fördervorrichtung
und welche die voranstehend angegebenen Eigenschaften aufweist,
mit Geschwindigkeiten von bis zu 9,1 Metern pro Minute (30 Fuß pro Minute)
fördern
kann, was nahezu doppelt so schnell ist verglichen mit der herkömmlichen,
in 1 gezeigten Zuführ- oder Fördervorrichtung.
-
Am überraschendsten
ist, daß die
Fläche 56 in
vertikaler Richtung nicht mit einer Beschleunigung beschleunigt
wird, welche die Gravitationsbeschleunigung übersteigt, da ein großer Teil
der Vertikalkomponente der auf die Auflage 50 übertragenen
Vibration durch die Wirkung der dynamischen Ausgleichselemente 82 und 84 beseitigt
wird. Als eine Folge werden sich wiederholende Stöße zwischen
der Fläche 56 und
einem darauf beförderten
Material beseitigt mit dem Ergebnis, daß eine wesentliche Geräuschreduzierung
in der Betriebsumgebung der Zuführ-
oder Fördervorrichtung
erreicht wird. Derselbe Umstand erlaubt es zudem, eine Zuführ- oder
Fördervorrichtung
flexibler einzusetzen. Vorrichtungen gemäß dem Stand der Technik, wie
jene, welche in 1 gezeigt ist, sind nicht immer
in der Lage, Pulver zu fördern.
-
Die
vertikale Beschleunigung ihrer Förderfläche 12 ist
derart, daß ein
darauf befindliches Pulver dazu neigt, aufzuwirbeln und wie eine
fluidisierte Auflage auf der Förderfläche zu wirken.
Wenn dieser Fall eintritt, kann das Pulver nicht gefördert werden.
-
Da
in einer lösungsgemäßen Zuführ- oder Fördervorrichtung
jedoch ein Kontakt zwischen dem geförderten Material und der fördernden
Fläche 56 als
ein Ergebnis der Beschleunigungskräfte bestehen bleibt, ist die
lösungsgemäße Zuführ- oder
Fördervorrichtung
in der Lage, pulverisierte Materialien zu fördern, wodurch ihre Nützlichkeit
für neue
Anwendungsbereiche erweitert wird.
-
In
diesem Fall könnte
die Lösung
eine Verwendung als eine unidirektionale Vibrations-Fördervorrichtung
für Partikelmaterialien
des oben erwähnten
Typs finden.
-
Anstelle
des vorstehend beschriebenen Paars dynamischer Ausgleichselemente 82 und 84 beiderseits
(Längsrichtung
der Auflage 50 gesehen) der Welle 74 kann unter
Umständen
auch ein einziges dynamisches Ausgleichselement eingesetzt werden
und zwar zweckmäßigerweise
im Bereich des Systems 70 bzw. des Schwerpunktes 80.
-
Lagerschadens-
und Geräuscherzeugungsprobleme
an der Vibrations-Fördervorrichtung
entstehen nicht, wenn die eine Auflage 10 mit einer länglichen,
im wesentlichen horizontalen Zuführ-
oder Förderfläche 55 mit
entgegengesetzten Enden 52 und 54 enthält. Beabstandete,
elastische Isolationselemente 58 haltern die Auflage 50 über einem
Untergrund 68 und eine drehbare Welle 74 mit einem
exzentrisch befestigten Gewicht 76 ist an der Auflage 50 gelagert
zur Drehung in zwei Richtungen um eine im wesentlichen horizontale
Achse. Ein Paar dynamischer Ausgleichselemente 82, 84 sind
mit der Auflage 50 verbunden, wobei eines an jeder Seite
der Welle 74 angeordnet ist, und dienen dazu, die vertikale Komponente
der auf die Fläche 56 übertragenen
Vibration zu reduzieren.