DE19650686A1 - Erdalkalimetallperoxid-Produkt - Google Patents
Erdalkalimetallperoxid-ProduktInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Erdalkalimetallper
oxid-Produkt, dessen Herstellung und Verwendung.
Erdalkalimetallperoxide insbesondere Calciumperoxid,
sind im Stand der Technik bekannt und werden für vielfältige
Anwendungen eingesetzt. Ein weit gebräuchliches Erdalkalime
tallperoxid ist das Calciumperoxid, das u. a. als Sauer
stoffspender für aerobe Mikroorganismen bei der Behandlung
und Beseitigung von Bioabfällen eingesetzt wird. Typische
Anwendungsbereiche sind z. B. die Vermeidung von Geruchsbil
dung, beispielsweise in Biotonnen und Biotonnensammelstellen,
die Verbesserung der Verrottungseigenschaften von organischen
Materialien (Biomaterialien) bei der Kompostierung und die
Fäulnisverhinderung, beispielsweise in Kompostmieten mit ho
hem Anteil an Grasschnitt. In der Regel wird der Sauer
stoffspender Calciumperoxid jedoch nicht allein eingesetzt,
sondern mit weiteren Zusätzen wie Streckmittel, beispielswei
se Silikate oder Alumosilikate, und Mineralsalzen verwendet.
Bei der Behandlung von Bioabfällen ebenso wie bei der Abwas
serreinigung herrscht gewöhnlich ein genereller Mangel an
Spurenelementen, in der Regel also auch ein Mangel an Magne
sium, in den jeweiligen Systemen. Im Stand der Technik wird
daher den Biomaterialien Magnesium in Form von anorganischen
Salzen, z. B. als Sulfat, oder in Form von Magnesiumsilikaten
bei der Behandlung zugesetzt, um die Leistungsfähigkeit der
Mikroorganismen zu stützen bzw. zu erhöhen. Die einzelnen
Komponenten zur Behandlung der Biomaterialien werden im Stand
der Technik jedoch separat unter das Biomaterial unterge
mischt, wodurch die Einzelkomponenten aufgrund mangelnder
Durchmischung oftmals nicht optimal zusammenwirken können;
dies gilt insbesondere, wenn einzelne Komponenten wie z. B.
Magnesium in geringen Mengen zugesetzt werden und dementspre
chend nur schwer oder nur durch aufwendiges Mischen gleichmä
ßig in der Biomasse verteilt werden kann.
Es bestand daher die Aufgabe, Magnesium in einer leicht
in das Biomaterial einmischbaren Form zur Verfügung zu stel
len, die optimal mit dem eingesetzten Sauerstofflieferanten
Calciumperoxid zusammenwirken kann.
Die Aufgabe wird gelöst durch die Bereitstellung des in
den Ansprüchen angegebenen Erdalkalimetallperoxid-Produktes,
sowie dessen einfache Herstellung und zweckentsprechende Ver
wendung.
Demgemäß betrifft die Erfindung ein homogenes Calcium/
Magnesium-Peroxid, welches neben seinem Gehalt an Calcium,
Aktivsauerstoff und gegebenenfalls geringfügigen, bei der
Herstellung von anorganischen Persauerstoffverbindungen übli
chen Additiven und/oder Stabilisatoren insbesondere durch ei
nen Magnesiumgehalt von 2 bis 17 Gew.-% gekennzeichnet ist.
Vorzugsweise beträgt der Magnesiumgehalt im erfindungsgemäßen
Calcium/Magnesium-Peroxid-Produkt 2 bis 10 Gew.-%. Der Aktiv
sauerstoffgehalt im erfindungsgemäßen Calcium/Magnesium-Per
oxid-Produkt beträgt in der Regel 10 bis 18 Gew.-%, wobei
Aktivsauerstoffgehalte von 13 bis 17 Gew.-% bevorzugt sind.
Der Calciumgehalt im erfindungsgemäßen Calcium/Magnesium-Per
oxid-Produkt liegt in der Regel bei 30 bis 53 Gew.-%; bevor
zugt sind Calciumgehalte von 40 bis 50 Gew.-%. Das erfin
dungsgemäße Calcium/Magnesium-Peroxid-Produkt ist ein Erdal
kalimetallperoxid, in dem Calciumperoxid und Magnesiumperoxid
auf molekularer Ebene homogen untereinander verteilt vorlie
gen. Je nach Aktivsauerstoffgehalt dieses Produktes, der
durch die entsprechende Menge des eingesetzten Wasserstoff
peroxides bei der Herstellung des Produkte gesteuert werden
kann, enthält das Produkt noch Anteile an nicht umgesetzten
Calcium- bzw. Magnesiumoxid bzw. -hydroxid, wobei diese oxi
dischen bzw. hydroxidischen Anteile ebenfalls auf molekularer
Ebene homogen im Calcium/Magnesium-Peroxid-Produkt verteilt
vorliegen. Weiterhin kann das erfindungsgemäße Calcium/Magne
sium-Peroxid geringfügige Mengen von üblichen Additiven und/oder
Stabilisatoren enthalten, wie diese bei der Herstellung
von anorganischen Persauerstoffverbindungen üblicherweise
Verwendung finden. Solche Additive sind z. B. Wasserglas bzw.
übliche Aktivsauerstoffstabilisatoren wie z. B. handelsüb
liche Phosphonsäuren und deren Salze. Das erfindungsgemäße
Calcium/Magnesium-Peroxid besitzt vorteilhafte Stabilitäts
eigenschaften. So liegt beispielsweise der Trockenstabilver
lust (gemessen unter Standardbedingungen: 1 g/2 h/105°C)
unter 10%; vorzugsweise liegt der Trockenstabilverlust sogar
unter 5%, insbesondere unter 3%.
Das erfindungsgemäße Calcium/Magnesium-Peroxid zeichnet
sich durch eine Reihe von Vorteilen aus. Zum einen wird
Magnesium in einer homogen günstig verteilten Form im Per
oxid-Produkt für die jeweilige Anwendung bereitgestellt. So
kann das durch die Erfindung bereitgestellte Peroxid-Produkt
gleichzeitig die Funktion des Sauerstofflieferanten und einer
günstigen Magnesiumquelle erfüllen. Bei Einsatz des erfin
dungsgemäßen Calcium/Magnesium-Peroxides für verschiedenste,
weiter unten angegebene Anwendungen muß daher kein separater
Zusatz von Magnesiumsalzen (z. B. als Magnesiumsulfat oder
Magnesiumsilikat) erfolgen; aufwendige Mischschritte zum Ein
bringen solcher separaten Magnesium-Verbindungen erübrigen
sich somit.
Das Magnesium kann in das erfindungsgemäße Calcium/Ma
gnesium-Peroxid in einfacher Weise eingebracht werden, indem
man in konventionellen Verfahren zur Herstellung von Calcium
peroxid als weiteren Ausgangsstoff lediglich auch eine geeig
nete Magnesiumquelle zusetzt. Geeignete Magnesiumquellen sind
insbesondere Magnesiumoxid und/oder Magnesiumhydroxid, ggf.
kann auch Magnesiumcarbonat eingesetzt oder mitverwendet wer
den. Demgemäß betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zur
Herstellung des erfindungsgemäßen homogenen Calcium/Magnesi
um-Peroxid-Produktes, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
eine wäßrige Lösung oder wäßrige Suspension von Calciumhydro
xid und von insbesondere Magnesiumoxid und/oder Magnesiumhy
droxid mit einer 30 bis 70 gew.-%igen wäßrigen Wasserstoff
peroxid-Lösung bei Temperaturen unter 60°C umsetzt und daß
man nach erfolgter Reaktion durch Verdampfung des Wassers und
Trocknung des Reaktionsproduktes das gebildete Calcium/Magne
sium-Peroxid-Produkt als Feststoff gewinnt. Vorzugsweise wird
die Umsetzung bei Temperaturen im Bereich von etwa 30 bis 40°C
ausgeführt, insbesondere etwa bei 30°C, wobei übliche
Verfahren zur Kühlung, beispielsweise Wasserkühlung, zur Tem
peratureinstellung ausreichen. Gewünschtenfalls kann vorher,
gleichzeitig oder nach der Umsetzung mit der wäßrigen Wasser
stoff-Peroxidlösung ein Zusatz geringfügiger Mengen von an
sich bei der Herstellung von anorganischen Persauerstoffver
bindungen üblichen Additiven und/oder Stabilisatoren, wie
diese bereits oben beispielhaft genannt wurden, erfolgen.
Beispielsweise kann es zweckmäßig sein, als Additiv Wasser
glas oder als Stabilisator übliche Aktivsauerstoff-Stabilisa
toren wie Turpinal® oder Dequest® bei der Herstellung des er
findungsgemäßen Calcium/Magnesium-Peroxides zuzusetzen. Die
konkrete Einhaltung von Verfahrensparametern stellt den Fach
mann vor keine besonderen Probleme, da er sich hierbei an im
Stand der Technik bekannten Verfahren zur Herstellung von
Calciumperoxid orientieren kann. Das Verfahren zur Herstel
lung des erfindungsgemäßen Calcium/Magnesium-Peroxid-Misch
produktes kann hierbei sowohl in satzweiser als auch in kon
tinuierlicher Verfahrensweise durchgeführt werden. In einer
bevorzugten Verfahrensvariante setzt man eine wäßrige Suspen
sion von Calciumhydroxid mit Zusatz von Magnesiumcarbonat,
Magnesiumoxid und/oder Magnesiumhydroxid mit der wäßrigen
Wasserstoffperoxid-Lösung um. Bevorzugt werden hierbei Sus
pensionen mit Feststoffgehalten von 350 bis 450 g/l einge
setzt. Als wäßrige Wasserstoffperoxid-Lösung verwendet man
bevorzugt Lösungen mit einem Wasserstoffperoxid-Gehalt von
45 bis 65 Gew.-%. Nach erfolgter Umsetzung kann das gebildete
Calcium/Magnesium-Peroxid-Produkt als Feststoff in an sich
üblicher Weise durch Verdampfung des Wassers und Trocknung
des Reaktionsproduktes gewonnen werden. Bevorzugt erfolgt die
Verdampfung des Wassers und die Trocknung des Reaktionspro
duktes in einen Kurzzeittrockner, insbesondere z. B. in einem
Sprühtrockner oder in einem Spin-Flash-Trockner.
Das erhaltene feste, homogene Calcium/Magnesium-Peroxid
gemäß der Erfindung kann nachfolgend noch in gewünschter Wei
se konfektioniert werden. Beispielsweise kann das hergestell
te Calcium/Magnesium-Peroxid durch Granulierung auf gewünsch
te Korngrößen eingestellt werden oder mit weiteren auf dem
jeweiligen Verwendungsgebiet üblichen Komponenten formuliert
werden. Das erfindungsgemäße Calcium/Magnesium-Peroxid kann
auch direkt in Beutel oder gegebenenfalls auch in Sachets für
die Verwendung bereitgestellt werden.
Durch das erfindungsgemäße Calcium/Magnesium-Peroxid-Produkt
wird eine für die Anwendung, Aufbereitung, Behandlung
und/oder Entsorgung von Biomaterialien vielfältig einsetzbare
Sauerstoff- und Magnesiumquelle bereitgestellt, die zusätz
lich in der Lage ist, in größerem Umfange unerwünschte Säuren
abzupuffern. Sinngemäß betrifft die Erfindung auch die Ver
wendung des erfindungsgemäßen homogenen Calcium/Magnesium-Peroxides
wie vorstehend beschrieben als Zuschlagstoff bei
der Anwendung, Aufbereitung, Behandlung und/oder Entsorgung
von Biomaterialien enthaltenden Medien. Biomaterialien ent
haltende Medien sind z. B. Küchenabfälle und z. B. solche
Massen, Schlämme und feuchte oder trockene Feststoffgemische,
die verrottbare organische Materialien enthalten und übli
cherweise auf den vorstehend genannten Anwendungsgebieten
anfallen. Vorteilhaft läßt sich das erfindungsgemäße Calci
um/Magnesium-Peroxid insbesondere für die Behandlung von Bio
materialien beim Kompostieren und/oder bei der Entsorgung von
Bioabfällen verwenden. Die Anwendung bzw. der Einsatz des er
findungsgemäßen Calcium/Magnesium-Peroxid-Produktes reicht
daher vom Einsatz in Biotonnen, Biotonnensammelstellen, bei
der Kompostierung, bei der Verarbeitung bzw. Entsorgung von
Grasschnitt, bis hin zur Aufbereitung von Fäkalien wie z. B.
Kuhmist oder Schweinegülle zu Dünger.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung weiter
erläutern, ohne sie jedoch in ihrem Umfange einzuschränken.
In einem Reaktionsbehälter, der mit einer Kühleinrich
tung versehen war, wurde etwa 1/20igstel der im Reaktionsan
satz benötigten Gesamtmenge einer 60 gew.-%igen Wasserstoff
peroxid-Lösung vorgelegt. Anschließend wurde simultan eine
Suspensionsmischung aus Calciumhydroxid und Magnesiumoxid
bzw. Magnesiumhydroxid mit weiterem Wasserstoffperoxid umge
setzt. Die eingesetzten Reaktionskomponenten kamen in folgen
den Mengen zum Einsatz:
- - 12,1 kg Calciumhydroxid
- - 1,2 kg Magnesiumhydroxid
- - 8,7 kg wäßriges Wasserstoffperoxid (60 gew.-%ig); zusätzlich zu den etwa 0,5 kg Wasserstoffperoxid (60 gew.-%ig), die vorgelegt wurden.
Die eingesetzte Menge an Wasserstoffperoxid war somit in
etwa äquimolar zu den eingesetzten Reaktanden Calcium und
Magnesium. Zusätzlich wurde zum Schluß des Reaktionsansatzes
eine Menge von einer 140 ml Natrium-Wasserglas-Lösung zuge
setzt. Die Reaktionstemperatur wurde während der gesamten
Umsetzung bei etwa 40°C gehalten. Die so hergestellte Mai
sche mit einem Feststoffgehalt von 300 g/l wurde dann in ei
nem Sprühtrockner unter folgenden Bedingungen getrocknet:
TEingang 380°C
TAusgang 120°C
Umfangsgeschwindigkeit der Sprühscheibe: 154 m/s
Produkttemperatur ca. 50°C.
TEingang 380°C
TAusgang 120°C
Umfangsgeschwindigkeit der Sprühscheibe: 154 m/s
Produkttemperatur ca. 50°C.
Man erhielt ein pulverförmiges Calcium/Magnesium-Peroxid-Pro
dukt mit folgender Zusammensetzung:
Calciumgehalt 46,8 Gew.-%
Magnesiumgehalt 4,2 Gew.-%
Avox-Gehalt 15,9 Gew.-%
und folgenden Eigenschaften:
Naßstabilverlust 13,6%
Trockenstabilverlust 2,7%
Calciumgehalt 46,8 Gew.-%
Magnesiumgehalt 4,2 Gew.-%
Avox-Gehalt 15,9 Gew.-%
und folgenden Eigenschaften:
Naßstabilverlust 13,6%
Trockenstabilverlust 2,7%
Analog zum Beispiel 1 wurden folgende Mengen der Edukte
umgesetzt:
- - 10,8 kg Calciumhydroxid
- - 0,55 kg Magnesiumhydroxid
- - 1,51 kg Magnesiumoxid
- - 10,7 kg wäßriges Wasserstoffperoxid (60 gew.-%ig); zusätzlich zu den etwa 0,5 kg Wasserstoff peroxid (60 gew.-%ig), die vorgelegt wurden.
- - 225 ml Wasserglas.
Man erhielt ein Calcium-Magnesium-Peroxid-Produkt mit folgen
der Zusammensetzung:
Calciumgehalt 43,1 Gew.-%
Magnesiumgehalt 8,5 Gew.-%
Avox-Gehalt 15,4 Gew.-%
und folgenden Eigenschaften:
Naßstabilverlust 12,5%
Trockenstabilverlust 3,6%.
Calciumgehalt 43,1 Gew.-%
Magnesiumgehalt 8,5 Gew.-%
Avox-Gehalt 15,4 Gew.-%
und folgenden Eigenschaften:
Naßstabilverlust 12,5%
Trockenstabilverlust 3,6%.
Analog zum Beispiel 1 wurden folgende Mengen der Edukte
umgesetzt:
- - 12,9 kg Calciumhydroxid
- - 0,7 kg Magnesiumhydroxid
- - 9,6 kg wäßriges Wasserstoffperoxid (60 gew.-%ig); zusätzlich zu den etwa 0,5 kg Wasserstoffperoxid (60 gew.-%ig), die vorgelegt wurden.
- - 225 ml Wasserglas.
Man erhielt ein Calcium-Magnesium-Peroxid-Produkt mit folgen
der Zusammensetzung:
Calciumgehalt 49,7 Gew.-%
Magnesiumgehalt 2,3 Gew.-%
Avox-Gehalt 16,5 Gew.-%
und folgenden Eigenschaften:
Naßstabilverlust 12,2%
Trockenstabilverlust 2,1%
Calciumgehalt 49,7 Gew.-%
Magnesiumgehalt 2,3 Gew.-%
Avox-Gehalt 16,5 Gew.-%
und folgenden Eigenschaften:
Naßstabilverlust 12,2%
Trockenstabilverlust 2,1%
Avox (= AVOX) = Aktivsauerstoff(-Gehalt)
Turpinal = wäßrige 60 Gew.-%ige Lösung von 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure (HEDP); Stabilisierungsmittel für Peroxide
h = Stunde
Min. (= min.) = Minute
Turpinal = wäßrige 60 Gew.-%ige Lösung von 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure (HEDP); Stabilisierungsmittel für Peroxide
h = Stunde
Min. (= min.) = Minute
Es wird die Stabilität einer Peroxidprobe in wäßrigem Medium
bei erhöhter Temperatur über den Verlust an Aktivsauerstoff
bestimmt. Hierzu wird eine eingewogene Menge von 1,000 g der
Peroxidprobe mit bekanntem Avox-Gehalt mit 1,56 ml Wasser
versetzt und dann in einem verschlossenen Gefäß für 20 Min.
bei 90°C in einen Thermostaten gestellt. Danach wird die
Probe in ca. 100 ml Mischsäure (Zusammensetzung: 1 l HCl,
37 Gew.-%/ 1 l H3PO4, 85 Gew.-%/6 l H2O entmineralisiert) ge
löst und mit Kaliumpermanganatlösung bis zu einer bleibenden,
schwachen Rosafärbung titriert. Der Stabilverlust in % ergibt
sich als wiedergefundener Avox-Gehalt bezogen auf den ur
sprünglichen Avox-Gehalt.
Es wird die Stabilität einer trockenen Peroxidprobe bei er
höhter Temperatur über den Verlust an Aktivsauerstoff
bestimmt. Hierzu wird eine eingewogene Menge von 1,000 g der
Peroxidprobe mit bekanntem Avox-Gehalt in einem Reagenzglas
für 2 h bei 105°C in einen Thermostaten gestellt. Danach
wird die Probe in ca. 100 ml Mischsäure (Zusammensetzung: 1 l
HCl, 37 Gew.-%/ 1 l H3PO4, 85 Gew.-%/6 l H2O entmineralisiert)
gelöst und mit Kaliumpermanganatlösung bis zu einer bleiben
den, schwachen Rosafärbung titriert. Der Stabilverlust in %
ergibt sich als wiedergefundener Avox-Gehalt bezogen auf den
ursprünglichen Avox-Gehalt.
Claims (10)
1. Homogenes Calcium/Magnesium-Peroxid, gekennzeichnet
durch einen Magnesiumgehalt von 2 bis 17 Gew.-%.
2. Calcium/Magnesium-Peroxid nach Anspruch 1, gekenn
zeichnet durch einen Magnesiumgehalt von 2 bis 10 Gew.-%.
3. Calcium/Magnesium-Peroxid nach Anspruch 1, gekenn
zeichnet durch einen Aktivsauerstoffgehalt (Avox-Gehalt) von
10 bis 18 Gew.-%, vorzugsweise von 13 bis 17 Gew.-%.
4. Calcium/Magnesium-Peroxid nach Anspruch 1, gekenn
zeichnet durch einen Calciumgehalt von 30 bis 53 Gew.-%, vor
zugsweise von 40 bis 50 Gew.-%.
5. Calcium/Magnesium-Peroxid nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Trockenstabil
verlust (gemessen unter Standardbedingungen: 1 g/2 h/105°C)
unter 10%, vorzugsweise unter 5%, liegt.
6. Verfahren zur Herstellung eines homogenen
Calcium/Magnesium-Peroxides gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige Lösung oder eine
wäßrige Suspension von Calciumhydroxid und von Magnesiumoxid
und/oder Magnesiumhydroxid mit einer 30 bis 70 gew.-%igen
wäßrigen Wasserstoffperoxid-Lösung bei Temperaturen unter
60°C, vorzugsweise bei etwa 30°C bis 40°C und gegebenen
falls unter vorherigem, gleichzeitigem oder nachfolgendem Zu
satz geringfügiger Mengen von bei der Herstellung von anorga
nischen Persauerstoffverbindungen üblichen Additiven und/oder
Stabilisatoren umsetzt und daß man nach erfolgter Reaktion
durch Verdampfung des Wassers und Trocknung des Reaktions
produktes das gebildete Calcium/Magnesium-Peroxid-Produkt als
Feststoff gewinnt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß man eine 45 bis 65 gew.-%ige wäßrige Wasserstoffperoxid-Lösung
einsetzt.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß man eine wäßrige Suspension von Calciumhydroxid und von
Magnesiumoxid und/oder Magnesiumhydroxid, vorzugsweise eine
Suspension mit Feststoffgehalten von 350 bis 450 g/l mit der
wäßrigen Wasserstoffperoxid-Lösung umsetzt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß man die Verdampfung des Wassers und die
Trocknung des Reaktionsproduktes in einem Kurzzeittrockner
ausführt.
10. Verwendung eines homogenen Calcium/Magnesium-Peroxi
des gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 als Zuschlagstoff bei
der Anwendung, Aufbereitung, Behandlung und/oder Entsorgung
von Biomaterialien enthaltenden Medien, insbesondere als Zu
schlagstoff für die Behandlung von Biomaterialien beim Kom
postieren oder als Zuschlagstoff bei der Entsorgung von Bio
abfällen.
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|---|---|---|---|
| DE1996150686 DE19650686A1 (de) | 1996-12-06 | 1996-12-06 | Erdalkalimetallperoxid-Produkt |
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|---|---|
| DE19650686A1 true DE19650686A1 (de) | 1998-06-10 |
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|---|---|---|---|
| DE59710919T Expired - Fee Related DE59710919D1 (de) | 1996-12-06 | 1997-11-28 | Erdalkalimetallperoxid-Produkt |
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