DE19650647A1 - Deformationselement für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
Deformationselement für ein KraftfahrzeugInfo
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- F16F7/00—Vibration-dampers; Shock-absorbers
- F16F7/12—Vibration-dampers; Shock-absorbers using plastic deformation of members
- F16F7/121—Vibration-dampers; Shock-absorbers using plastic deformation of members the members having a cellular, e.g. honeycomb, structure
- F16F7/122—Vibration-dampers; Shock-absorbers using plastic deformation of members the members having a cellular, e.g. honeycomb, structure characterised by corrugations, e.g. of rolled corrugated material
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
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- B60R19/24—Arrangements for mounting bumpers on vehicles
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Description
Die Erfindung betrifft ein Deformationselement für ein Kraftfahrzeug zur
Absorption von Bewegungsenergie bei einem Aufprall nach dem Oberbe
griff des Anspruchs 1.
In einem Kraftfahrzeug sind eine Vielzahl von Bauteilen für eine Absorp
tion von Bewegungsenergie bei einem Aufprall ausgelegt. Grundsätzlich
wird dazu bei einer Krafteinleitung Bewegungsenergie in Verformungsar
beit umgesetzt, wodurch solche Bauteile deformiert, insbesondere verkürzt
werden. Solche Bauteile sind insbesondere in der Fahrzeugstruktur und im
Fahrzeuginnenbereich angeordnet.
Es ist beispielsweise allgemein bekannt, vordere Längsträger als Falten
beulrohre auszubilden, die bei einem Frontalaufprall des Kraftfahrzeugs
verkürzt und zur Energieabsorption aufgefaltet werden. Allgemein bekannt
sind auch Deformationselemente als Bestandteile der Innenverkleidung
einer Insassenzelle in einem möglichen Aufschlagbereich eines Insassen
bei einem Fahrzeugaufprall.
Allgemein bekannt sind auch Deformationselemente als sog. Typschaden
elemente. Diese stellen insbesondere eine Verbindung zwischen Längsträ
gerenden und einem Stoßfängerquerträger eines Kraftfahrzeugs dar. Bei
einem Aufprall vorbestimmter Größenordnung verformen sie sich und beu
gen einer Beschädigung der steiferen Längsträger vor. Dadurch können
ggf. Reparaturen einfach, schnell und kostengünstig durch Austausch der
Typschadenelemente vorgenommen werden. Solche Typschadenelemente
sind in einer Mehrzahl von Ausführungsformen, insbesondere als Stülproh
re, Pralltöpfe oder Faltenbeulrohre bekannt.
Deformationselemente sollen ein hohes Energieabsorptionsvermögen bei
möglichst geringem Gewicht aufweisen und je nach Einsatz auch eine hohe
Biegesteifigkeit aufweisen. Zudem soll die Herstellung einfach und preis
günstig möglich sein. Es besteht das anhaltende Bestreben, diese Eigen
schaften bei solchen Elementen zu optimieren und zu verbessern.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Deformationselement mit hoher
Energieabsorptionsfähigkeit und geringem Gewicht, bei einfacher und
preisgünstiger Herstellbarkeit zu schaffen.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Gemäß Anspruch 1 ist ein Matrixkörper aus abwechselnd aneinanderlie
genden glatten und gewellten Blechen gebildet. Die Form des Matrixkör
pers entspricht der Innenraumform eines Mantelrohrs, in der der Matrix
körper formschlüssig aufgenommen ist. Die Bleche des Matrixkörpers ver
laufen dabei in Richtung der Rohrachse, so daß eine Vielzahl von waben
förmig aneinanderliegenden Längskammern gebildet ist.
Ein so aufgebautes Deformationselement ist hervorragend zur Energieum
wandlung von Aufprallenergie geeignet. Bei entsprechender Dimensionle
rung ist zudem eine nahezu ideale Kennung mit einem annähernd recht
winkeligen Kraft-Weg-Verlauf zu erreichen. Das Deformationselement kann
zudem einfach und preisgünstig mit geringem Materialeinsatz hergestellt
werden.
Ähnliche Strukturen aus einer Trägermatrix und einem relativ dickwandi
gen Mantelrohr sind als Katalysator-Trägerkörper für Brennkraftmaschinen
bekannt (DE 33 11 724 A1). Krafteinleitungen mit Energieabsorptionen
sind hier nicht vorgesehen.
Als Mantelrohr kann vorteilhaft gemäß Anspruch 2 ein handelsübliches,
glattwandiges und dünnwandiges Metallrohr verwendet werden, das bevor
zugt nach Anspruch 3 zylindrisch geformt ist. Besonders mit einem dünn
wandigen Metallrohr läßt sich die gewünschte ideale Kennung erreichen.
Das Mantelrohr soll also weich und duktil sein, so daß darüber keine Kraft
spitzen bei einer Verformung auftreten.
Auch die Bleche des Matrixkörpers werden nach Anspruch 4 vorteilhaft
sehr dünnwandig gewählt. Geeignete Wandstarken der Bleche liegen be
vorzugt in einem Bereich von 0,04 mm.
Eine einfache und preisgünstige Herstellung in Verbindung mit guten
Energieabsorptionseigenschaften ergibt sich gemäß Anspruch 5 dann,
wenn die Bleche des Matrixkörpers spiralig ineinandergewickelt sind. Die
Wickelachse des so gebildeten Matrixkörpers liegt dann bevorzugt in der
Mantelrohrachse. Bei der spiraligen Wicklung kann auch von einer Lage
aus mehreren Blechen ausgegangen werden, wobei dann diese Lage ge
wickelt wird.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform nach Anspruch 6 werden
das Mantelrohr wenigstens jeweils endseitig mit dem Matrixkörper
und/oder es werden die Bleche des Matrixkörpers untereinander fügetech
nisch durch Schweißen, Löten oder Kleben verbunden. Damit ergibt sich in
Verbindung mit einer hohen Energieabsorptionsfähigkeit auch eine hohe
Biegesteifigkeit. Dies ist von Vorteil, wenn die Krafteinleitung in das De
formationselement nicht in dessen axialer Richtung sondern schräg erfolgt,
insbesondere bei Verwendung der Deformationselemente als Typschaden
elemente bei einem Schrägaufprall des Fahrzeugs.
Durch diese fügetechnische Verbindung wird die Steifigkeit besonders auch
bei Ausführungsformen mit einem dünnwandigen Mantelrohr erhöht. Da
üblicherweise solche Deformationselemente als Typschadenelemente die
einzige Verbindung zwischen Stoßfänger und Karosserie darstellen, ist eine
hohe Steifigkeit für die Halterung und zur Vermeidung eines dynamischen
Verhaltens erforderlich.
Je nach Einsatzfall kann das Mantelrohr einseitig oder endseitig mit einem
Bund einen kürzeren Matrixkörper überragen oder das Mantelrohr und der
Matrixkörper sind gleich lang. Zur Anbindung des Deformationselements
an krafteinleitende Teile kann gemäß Anspruch 7 eine jeweils endseitige
Stützplatte am Deformationselement erforderlich sein. Nach Anspruch 8
kann für eine verbesserte Halterung und Abstützung auf einer solchen
Stützplatte noch eine Ringhalterung angeordnet sein, in die das Mantelrohr
jeweils eingesteckt ist.
Das Deformationselement kann vorteilhaft nach Anspruch 9 ganz oder
teilweise aus Leichtmetall hergestellt werden, während sich bisher übliche
Deformationselemente für eine solche Herstellung aus Leichtmetall nicht
oder nur bedingt eignen.
Das Deformationselement kann grundsätzlich je nach Dimensionierung an
den Stellen am Kraftfahrzeug eingesetzt werden, wo Bewegungsenergie ab
sorbiert werden soll. Besonders geeignet ist es nach Anspruch 10 als Typ
schadenelement zwischen einem Stoßfänger und der Karosserie.
Solche Deformationselemente sind hervorragend für eine Reihenschaltung
geeignet, bei der wenigstens zwei Deformationselemente mit unterschied
lichen Kennungen hintereinander angeordnet sind. Ein weicheres Defor
mationselement kann dabei Bewegungsenergie durch Deformation bei
einem Aufprall mit geringerer Bewegungsenergie aufnehmen, während das
zweite Deformationselement erst zusätzlich bei einem Aufprall mit höheren
Bewegungsenergien verformt wird. Bevorzugt liegt dabei das weichere
Deformationselement vorne in Richtung der Krafteinwirkung.
In einer vorteilhaften Ausführungsform kann eine solche Reihenschaltung
mit unterschiedlichen Kennungen dadurch erreicht werden, daß zwei Ma
trixkörper mit unterschiedlichen Kennungen in einem gemeinsamen Man
telrohr hintereinander angeordnet sind.
Anhand einer Zeichnung wird eine Ausführungsform der Erfindung näher
erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Deformationselements, und
Fig. 2 einen Querschnitt durch das Deformationselement entlang der Linie
A-A aus Fig. 1.
In den Figuren ist ein zylindrisches Deformationselemente 1 für ein Kraft
fahrzeug zur Absorption von Bewegungsenergie bei einem Aufprall darge
stellt. Das Deformationselement 1 besteht aus einem dünnwandigen Man
telrohr 2, in dem ein Matrixkörper 3 formschlüssig enthalten und fügetech
nisch bevorzugt durch Löten oder Schweißen verbunden ist.
Der Matrixkörper besteht aus mehreren Lagen aus abwechselnd aneinan
derliegenden glatten Blechen 4 und gewellten Blechen 5, die untereinander
fügetechnisch verbunden und insgesamt spiralig ineinander gewickelt sind.
Die Bleche sind sehr dünnwandig mit einer Wandstärke im Bereich von
0,04 mm. Die Wickelachse 6 der spiraligen Wicklung liegt etwa in der Mitte
entsprechend der Mantelrohrachse 7.
Die Bleche verlaufen in Richtung der Mantelrohrachse 7, wodurch eine
Vielzahl von wabenförmig aneinanderliegenden Längskammern 8 gebildet
ist.
Die Endseiten des Deformationselements 1 sind mit (strichliert eingezeich
neten) Stützplatten 9, 10 abgeschlossen, die jeweils einen Stützring 11, 12
aufweisen, in dem das Mantelrohr 2 endseitig eingesteckt ist. Das Deforma
tionselement 1 stellt eine Verbindung zwischen einem (schematisch ange
deuteten) Karosserieteil 13 und einem Stoßfangerträger 14 dar.
Das Deformationselement 1 hat folgende Funktion: bei einem Frontaufprall
(Pfeil 15) wird der Stoßfängerträger 14 in Richtung auf das Karosserieteil
13 verschoben, wobei sich das Mantelrohr 2 und insbesondere die Struktur
des Matrixkörpers 3 unter Aufnahme von Bewegungsenergie verformen.
Wenn die Aufprallenergie unterhalb einer vorbestimmten Grenze liegt, die
u. a. durch die Dimensionierung des Deformationselements 1 bestimmt ist,
wird die gesamte Aufprallenergie im Deformationselement 1 absorbiert,
wodurch eine Beschädigung von anschließenden steiferen Karosseriebau
teilen verhindert wird. Zudem ist das Deformationselement 1 biegesteif, so
daß auch eine Abstützung mit Energieabsorption bei einem schrägen Auf
prall erfolgt.
Claims (10)
1. Deformationselement für ein Kraftfahrzeug zur Absorption von Bewe
gungsenergie bei einem Aufprall,
mit einem deformierbaren, an den Endseiten abstützbaren Rohrteil,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohrteil ein Mantelrohr (2) ist,
daß ein Matrixkörper (3) aus abwechselnd aneinanderliegenden glatten Blechen (4) und gewellten Blechen (5) gebildet ist,
daß die Form des Matrixkörpers (3) der Innenraumform des Mantel rohrs (2) entspricht, wobei die Bleche (4, 5) in Richtung der Mantel rohrachse (7) verlaufen, wodurch eine Vielzahl von wabenförmigen Längskammern (8) gebildet ist, und
daß der Matrixkörper (3) im Mantelrohr (2) aufgenommen ist.
mit einem deformierbaren, an den Endseiten abstützbaren Rohrteil,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohrteil ein Mantelrohr (2) ist,
daß ein Matrixkörper (3) aus abwechselnd aneinanderliegenden glatten Blechen (4) und gewellten Blechen (5) gebildet ist,
daß die Form des Matrixkörpers (3) der Innenraumform des Mantel rohrs (2) entspricht, wobei die Bleche (4, 5) in Richtung der Mantel rohrachse (7) verlaufen, wodurch eine Vielzahl von wabenförmigen Längskammern (8) gebildet ist, und
daß der Matrixkörper (3) im Mantelrohr (2) aufgenommen ist.
2. Deformationselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Mantelrohr (2) ein glattwandiges, dünnwandiges Metallrohr ist.
3. Deformationselement nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Mantelrohr (2) und der zugeordnete Matrixkör
per (3) zylindrisch ausgebildet sind.
4. Deformationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Bleche (4, 5) des Matrixkörpers (3) dünnwandig
sind.
5. Deformationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Bleche (4, 5) des Matrixkörpers (3) spiralig in
einandergewickelt sind und die Wickelachse (6) des so gebildeten Ma
trixkörpers (3) bevorzugt in der Bauteilrohrachse (7) liegt.
6. Deformationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Mantelrohr (2) wenigstens jeweils endseitig mit
dem Matrixkörper (3) und/oder daß die Bleche (4, 5) des Matrixkörpers
(3) untereinander fügetechnisch durch Schweißen, Löten oder Kleben
verbunden sind.
7. Deformationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Endseiten des Deformationselements (1) zur An
bindung an krafteinleitende Teile (13, 14) mit Stützplatten (9, 10) ab
geschlossen sind.
8. Deformationselement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
an den Stützplatten (9, 10) jeweils ein das Mantelrohr (2) endseitig
formschlüssig aufnehmender Stützring (11, 12) angeordnet ist.
9. Deformationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Mantelrohr (2) und/oder der Matrixkörper (3) aus
Leichtmetall hergestellt sind.
10. Deformationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Deformationselement (1) ein Typschadenele
ment ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996150647 DE19650647A1 (de) | 1996-12-06 | 1996-12-06 | Deformationselement für ein Kraftfahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996150647 DE19650647A1 (de) | 1996-12-06 | 1996-12-06 | Deformationselement für ein Kraftfahrzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19650647A1 true DE19650647A1 (de) | 1997-04-24 |
Family
ID=7813831
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996150647 Withdrawn DE19650647A1 (de) | 1996-12-06 | 1996-12-06 | Deformationselement für ein Kraftfahrzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19650647A1 (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO1999057453A1 (de) | 1998-05-07 | 1999-11-11 | Emitec Gesellschaft Für Emissionstechnologie Mbh | Tragstruktur mit einem deformationselement mit radialverformungsbegrenzern |
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| AU719768B2 (en) * | 1998-05-08 | 2000-05-18 | Toyota Jidosha Kabushiki Kaisha | Impact energy absorbing structure in upper vehicle body and impact energy absorbing member |
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-
1996
- 1996-12-06 DE DE1996150647 patent/DE19650647A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAV | Applicant agreed to the publication of the unexamined application as to paragraph 31 lit. 2 z1 | ||
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| 8130 | Withdrawal |