DE19650462A1 - Reibungskupplung mit Distanzhülsen - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Reibungskupplung für Kraftfahrzeuge entspre
chend dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
Eine Reibungskupplung dieser Bauart ist beispielsweise aus der englischen Pa
tentschrift 1 506 738 bekannt. Bei dieser bekannten Konstruktion stützt sich die
Membranfeder zur Erzeugung der Anpreßkraft für die Kupplungsscheiben einmal
an der Innenwand des Kupplungsgehäuses ab und zum anderen an einem konzen
trisch angeordneten Ring, der durch Schrauben unter Zwischenschaltung jeweils
einer Distanzhülse am Kupplungsgehäuse befestigt ist. Dabei sind die Distanzhül
sen mit ihrer Stirnfläche an einer entsprechenden Gegenfläche des Ringes ange
legt.
Durch die höhere Belastung sämtlicher Kupplungsbauteile, insbesondere durch
Torsionsschwingungen der modernen Kraftfahrzeugmotoren, ist die Verbindung
zwischen den Distanzhülsen und dem Ring entsprechend dem Stand der Technik
nicht mehr allen Belastungen gewachsen. Es ist daher Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, an dieser Stelle eine Abstützung zu finden, die vor allem den Torsions
schwingungen moderner Motoren - auch im Hinblick auf Sporteinsätze - gewach
sen ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Hauptanspruch gelöst. Es wird
vorgeschlagen, daß jede Distanzhülse im Bereich ihrer Auflage am Ring mit ihrem
Außendurchmesser an Zentrierabsätzen des Ringes zumindest in Umfangsrich
tung fixiert ist. Dies ist besonders vorteilhaft im Hinblick auf eine gute Abstüt
zung, vor allem gegen die insbesondere in Umfangsrichtung wirksamen Torsions
schwingungen. Zudem wird die Montage der einzelnen Bauteile durch eine solche
Führung erheblich erleichtert.
Es wird weiterhin vorgeschlagen, daß die Zentrierabsätze im wesentlichen radial
und jeweils paarweise parallel zueinander verlaufen. Eine solche Ausbildung ist
mit großer Genauigkeit leicht herstellbar.
Es ist jedoch auch ohne weiteres möglich, die Zentrierabsätze in Kreisringform
auszubilden, wodurch die Distanzhülsen in alle radialen Richtungen geführt sind.
Eine besonders praktikable Ausführungsform ist so ausgeführt, daß die Zentrier
absätze aus jeweils einem Halbkreis und daran anschließende gerade Teilstücke
gebildet ist, die radial und parallel zueinander verlaufen. Diese können durch ei
nen einfachen Fräsvorgang hergestellt werden, und bilden dann, wenn die gera
den Teilstücke nach radial innen hin ins Freie verlaufen, sowohl eine Abstützung
für die Distanzhülsen in Umfangsrichtung als auch nach radial außen.
Dabei ist jede Distanzhülse vorzugsweise von einer Befestigungsschraube durch
drungen. Befestigungsschrauben sind dann von Vorteil, wenn nach der Montage
exakt vorgegeben Zugspannungen eingehalten werden müssen. Bei geringerer
Anforderung an die Verbindung ist es natürlich auch möglich, Niete zu verwen
den.
Die Befestigungsschrauben können dabei mit ihrem Kopf am Kupplungsgehäuse
abgestützt sein, wobei das Gewinde in ein entsprechendes Gewinde im Ring ein
greift. Bei schwierigen Platzverhältnissen ist es jedoch auch möglich, die Schrau
ben von der Seite des Ringes her einzuführen und in ein Gewinde im Gehäuse
einzuschrauben.
Die Erfindung wird anschließend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläu
tert. Es zeigen in einzelnen:
Fig. 1 den Längsschnitt durch eine komplette Reibungskupplung;
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt des Befestigungsbereiches;
Fig. 3 die Ansicht des Ringes.
In Fig. 1 ist eine Reibungskupplung 1 dargestellt, welche beispielsweise als La
mellenkupplung ausgebildet ist. Die Reibungskupplung 1 ist von einem Kupp
lungsgehäuse 5 umgeben, welches in nicht näher dargestellter Weise, beispiels
weise am Schwungrad einer Brennkraftmaschine, befestigt ist. Axial zwischen
dem nicht dargestellten Schwungrad und dem Kupplungsgehäuse 5 sind hinter
einander mehrere Innenlamellen 10 und mehrere Außenlamellen 11 angeordnet,
wobei die Innenlamellen in eine Verzahnung 8 der Nabe 2 eingreifen, und die Au
ßenlamellen 11 in eine Verzahnung 9 des Kupplungsgehäuses 5. Die Lamellen
sind in diesen Verzahnungen drehfest aber axial verlagerbar angeordnet. Die Na
be 2 weist eine Verzahnung 3 auf, mit welcher sie drehfest aber axial verschieb
bar auf einer nicht dargestellten Getriebewelle angeordnet ist. Durch diese Ge
triebewelle wird eine Drehachse 4 definiert. Zwischen der axial am weitesten von
Schwungrad entfernten Außenlamelle 11 und der die Anpreßkraft erzeugenden
Membranfeder 7 ist eine Anpreßplatte 12 angeordnet, welche ebenfalls drehfest
mit dem Gehäuse 5 verbunden ist. Die Membranfeder 7 ist im vorliegenden Fall
durch zwei einzelne aufeinander gelegte Federn gebildet, und sie stützt sich auf
einem mittleren Durchmesser am Kupplungsgehäuse ab, und auf einem größeren
Durchmesser an der Anpreßplatte 12. Zur Darstellung ihres Kippkreises am
Kupplungsgehäuse 5 sind am Umfang verteilt mehrere Niete 6 angeordnet, die im
Kupplungsgehäuse 5 verankert sind, die die Membranfeder 7 in entsprechenden
Öffnungen durchdringen, und auf der dem Kupplungsgehäuse 5 gegenüberliegen
den Seite der Membranfeder 7 einen Ring 13 fixieren. An diesem Ring 13 stützt
sich die Membranfeder 7 einerseits ab und andererseits entweder direkt am Ge
häuse 5 oder an einem Ring 15, der zwischen Gehäuse 5 und Membranfeder 7
angeordnet ist. Dieser Ring wird in radialer Richtung durch die Vielzahl von Nie
ten 6 fixiert. Die Nieten 6 fixieren weiterhin jeweils Distanzhülsen 14, die axial
zwischen das Kupplungsgehäuse 5 und den Ring 13 eingespannt sind, und wel
che die Bewegungsfreiheit der Membranfeder 7 zwischen dem Ring 13 und dem
Ring 15 exakt vorgeben.
Die prinzipielle Funktionsweise der Reibungskupplung 1 ist folgende: Im einge
rückten Zustand entsprechend Fig. 1 werden die Innenlamellen 10 und die Au
ßenlamellen 11 durch die Vorspann kraft der Membranfeder 7 in Richtung
Schwungrad gedrückt, und es kann durch die dadurch aufgebaute Reibkraft zwi
schen den einzelnen Lamellen ein Drehmoment vom Gehäuse über die Lamellen
auf die Nabe und somit auf die Getriebewelle übertragen werden. Zum Ausrücken
werden die Federzungen der Membranfeder durch ein nicht dargestelltes Aus
rücksystem in Richtung auf das Schwungrad verschwenkt, so daß der radial äu
ßere Bereich der Membranfeder 7 seine Kraft auf die Anpreßplatte 5 nicht mehr
ausüben kann, wodurch die einzelnen Lamellen 10, 11 untereinander frei werden
und die Drehmomentübertragung unterbrochen ist.
In Fig. 2 ist ein Ausschnitt von Fig. 1 in vergrößerter Darstellung wiedergegeben.
Diese Darstellung zeigt eine besonders vorteilhafte Ausführungsform. Die Mem
branfeder 7 ist zwischen das Gehäuse 5 und den Ring 13 eingespannt, indem der
Ring 13 einen Wulst 17 aufweist, der genau axial gegenüber dem Ring 15 ange
ordnet ist. Der axiale Abstand zwischen dem Wulst 17 und dem Ring 15 wird
durch jeweils eine Distanzhülse 14 festgelegt, die durch Schrauben 16 zwischen
das Gehäuse 5 und den Ring 13 eingespannt ist. Im vorliegenden Fall sind die
hier verwendeten Schrauben 16 so angeordnet, daß sie mit ihrem Kopf auf der
Außenwand des Gehäuses 5 aufliegen, und mit ihrem Gewinde in entsprechende
Gewinde des Rings 13 eingeschraubt sind. Es ist natürlich auch möglich, die
Schrauben 16 bei entsprechenden Platzverhältnissen anders herum einzubauen.
Dabei durchdringen die Schrauben 16 und die Distanzhülsen 14 jeweils eine ent
sprechende Öffnung 22 in der Membranfeder 7.
Wie in Fig. 2 durch eine gestrichelte Linie angedeutet, ist - gemäß Fig. 3 - in den
Ring 13 an jeder Auflagestelle für eine Distanzhülse 14 ein Zentrierabsatz 18
vorgesehen, der jeweils aus einem Halbkreis 19 besteht konzentrisch zur Achse
der Schrauben 16 und aus zwei daran anschließenden geraden Teilstücke 20, die
nach radial innen hin verlaufen. Durch diese Zentrierabsätze 18 sind die Distanz
hülsen 14 während des Montagevorgangs und während des Betriebs am Ring 13
fixiert, und zwar im vorliegenden Fall in Umfangsrichtung und nach radial außen
hin. Diese beiden Zentrierrichtungen sind besonders wichtig, da einmal in Um
fangsrichtung durch die Torsionsschwingungen der Brennkraftmaschine die bei
den geraden Teilstücke 20 einen Halt geben, und der jeweilige Halbkreis 19 eine
Fixierung gegen Fliehkräfte.
Die Art der Befestigung des Rings 13 über die Distanzhülsen 14 ist nicht auf eine
Lamellenkupplung entsprechend der Fig. 1 beschränkt, sondern kann prinzipiell
bei jeder Reibungskupplung angewendet werden, die mit einer Membranfeder
oder einem Membranfederpaket ausgerüstet ist.
Claims (6)
1. Reibungskupplung für Kraftfahrzeuge, umfassend
- - ein Schwungrad mit einer Reibfläche, welches eine Drehachse definiert,
- - ein am Schwungrad befestigtes Kupplungsgehäuse,
- - wenigstens eine mit einer Nabe drehfest verbundene Kupplungsscheibe,
- - eine Innenverzahnung in der Nabe zum drehfesten Aufsetzen auf eine zur Drehachse konzentrische Getriebewelle,
- - eine Anpreßplatte, die drehfest aber axial verlagerbar mit dem Kupplungs gehäuse bzw. dem Schwungrad verbunden ist und eine Reibfläche auf weist,
- - eine Membranfeder zwischen Kupplungsgehäuse und Anpreßplatte zur Be lastung der Anpreßplatte in Richtung Schwungrad zum Einspannen der Kupplungsscheibe(n) zwischen die Reibflächen von Anpreßplatte und Schwungrad, wobei sich die Membranfeder auf einen mittleren Durchmes ser über einen Anlagewulst oder Drahtring am Kupplungsgehäuse abstützt, und an der dem Kupplungsgehäuse gegenüberliegenden Seite der Mem branfeder an einem umlaufenden Ring mit einem Anlagewulst, und der Ring über am Umfang am Kupplungsgehäuses konzentrisch zur Drehachse angeordnete Distanzhülsen, die entsprechende Öffnungen in der Membran feder durchdringen und am Kupplungsgehäuse durch Schrauben festge legt sind,
2. Reibungskupplung, nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zentrierabsätze (20) im wesentlichen radial und jeweils paarweise
parallel zueinander verlaufen.
3. Reibungskupplung, nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zentrierabsätze Kreisringform aufweisen.
4. Reibungskupplung, nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zentrierabsätze (18) aus jeweils einem Halbkreis (19) und daran
anschließende gerade Teilstücke (20) gebildet sind, die radial und parallel
zu einander verlaufen.
5. Reibungskupplung, nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Distanzhülse (14) vorzugsweise von einer Befestigungsschrau
be (16) durchdrungen ist.
6. Reibungskupplung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kopf der Befestigungsschraube (16) am Kupplungsgehäuse abge
stützt ist, und deren Gewinde in ein entsprechendes Gewinde im
Ring (13) eingreift.
Priority Applications (6)
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