DE19649297C1 - Würfelähnliches Spielgerät - Google Patents
Würfelähnliches SpielgerätInfo
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Description
Die Erfindung betrifft das Gebiet der Spiel- und Unterhaltungsge
räte, insbesondere würfelähnliche Spielgeräte, die am Ende eines
bestimmten Bewegungsablaufes in einer Position liegen bleiben, bei
der eine in der Regel nach oben zeigende Anzeigefläche ein bestimm
tes Ergebnis oder ein bestimmtes Symbol anzeigt, aus dessen Wert
beispielsweise der Fortgang eines mit dem Würfel verbundenen Spiels
oder Spielgerätes bestimmbar ist. Solche würfelähnlichen Spielgeräte
können aber auch selbständig, ohne weiteres Zubehör, zu Spiel- und
Unterhaltungszwecken Verwendung finden
Ein derartiges Spielgerät ist aus der DE 36 03 162 A1 bekannt;
dieser Körper zum Würfelspiel unterscheidet sich vom traditionellen
Würfel lediglich dadurch, daß anstelle der sechs quadratischen
Seitenflächen sechs rautenförmige Seitenflächen vorgesehen sind, die
zumindest den Eindruck erwecken sollen, durch bestimmtes
Würfel verhalten ein gewünschtes Ergebnis bevorzugt erreichen zu
können. Hierbei sind die gegenüberliegende Auflage- und Anzeige
flächen bildenden Seitenflächen gegeneinander verschoben.
Die US 4, 465, 279 sieht einen aus zwei Hälften zusammengesetzten
Pentagondodekaeder vor, dessen insgesamt zwölf Auflage- und Anzeige
flächen jeweils als Fünfeck ausgebildet sind. Gegenüberliegende
Fünfecke weisen die gleichen Anzeigensymbole auf (z. B. gleiche
Ziffer). Ziel dieser Konstruktion ist eine statistisch absolut
gleiche Auftrittswahrscheinlichkeit für alle Anzeigensymbole, die
"Wurfcharakteristik" ist wegen der hohen Flächenanzahl relativ
geradlinig.
Die DE 36 41 730 A1 zeigt ein ähnliches Spielgerät, das aus einem
Mehrkant mit einer größeren Anzahl von Hauptflächen gebildet ist,
die untereinander mit abgerundeten Kanten verbunden sind, so daß
sich dieser Mehrkant noch weiter einer kugelähnlichen Gestalt
nähert. Im Gegensatz zum Gegenstand der erstgenannten Druckschrift
soll hierbei ein Manipulieren durch den hohen Symmetriegrad der
einzelnen Flächen des Mehrkantes und die kugelähnliche Gestalt
ausgeschlossen sein. Auch beim Gegenstand dieser Druckschrift ist es
ein Ziel, zwar eine Vielzahl von Flächen zu schaffen,
unterschiedlich große Flächen sollen jedoch vermieden werden. Diese
Ausgestaltung dieses vorbekannten Gegenstandes ermöglicht
insbesondere auch bei entsprechender größenmäßiger Ausgestaltung
ballähnliche Spiele und ist somit als Spielgerät zu klassifizieren,
das in einem Übergangsbereich zwischen Würfel und Ball angesiedelt
ist.
Aufgabe der Erfindung gegenüber den bekannten würfelähnlichen
Spielgeräten ist es, einerseits den Bewegungsablauf dieses
Spielgerätes bei seiner bestimmungsgemäßen Verwendung überraschender
zu gestalten, ohne (beispielsweise durch eine entsprechende
Symmetrieänderung) eine Bevorzugung zumindest der Haupt-Spielflächen
beim Spielablauf zu bewirken.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gemäß dem Patentanspruch 1
gelöst.
Der Grundgedanke der erfindungsgemäßen Lösung ist somit darin zu
sehen, daß durch die Neigung einander entsprechender Symmetrieachsen
gegenüberliegender oval er Hauptflächen gegeneinander, insbesondere,
wenn diese senkrecht zueinander stehen, kein im wesentlichen
geradliniger Wurf mehr erfolgt, wie beim konventionellen Würfel,
sondern durch die im Bewegungsablauf zunehmend auftretenden
Verkantungen ein überraschendes Bewegungsbild in dem Sinne erzeugt
wird, daß direktere und abruptere Richtungsänderungen auftreten, die
die Gesamtbewegung des Spielgerätes weniger kalkulierbar und somit
überraschender gestalten.
Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, daß es sich bei
den ovalen Haupt-Spielflächen um Ellipsen handelt, die im
wesentlichen als Schnittflächen erzeugt werden, wobei die beiden
Ellipsen-Hauptachsen gegenüberliegender Hauptflächen senkrecht
zueinander stehen. Diese Anordnung schafft Freiräume in den
Übergangs- oder Eckbereichen des Spielkörpers zwischen den
elliptischen Schnittflächen, die gemäß einer weiteren Ausgestaltung
ebenfalls eine Abflachung aufweisen, die eine Nebenfläche bilden,
die sich in einer Raumdiagonale des Körpers gegenüberliegen und
ebenfalls Auflage- bzw. Anzeigeflächen bilden können. Durch eine
entsprechende Gestaltung der Auflagefläche bzw. des Verhältnisses
der Auflagenflächen der Hauptflächen zu den Nebenflächen, lassen
sich somit zwei Klassen von Ergebnisflächen bilden, denen
unterschiedliche Bedeutungsinhalte je nach Spielinhalt zugeordnet
werden können; beispielsweise können bei wesentlich kleiner
ausgebildeten Nebenflächen diese als Joker-Flächen dienen, also als
Flächen, bei deren Auftreten (wenn der Körper auf einer solchen
kleinen Fläche zur Ruhe kommt) ein bestimmter Spielinhalt oder
Spielfortgang dem jeweilig Würfelnden ermöglicht wird, den er sonst
bei "regulärem" Ergebnis (Hauptflächen als Auflageflächen) nicht
vornehmen kann.
Auf den Hauptflächen und zumindest auf einem Teil der genannten
Nebenflächen befinden sich vorzugsweise entsprechende Symbole, dies
können Spielsymbole sein oder auch Werbesymbole, je nach dem
Einsatzzweck des Spielgerätes, beispielsweise auch als Werbeartikel.
Eine weitere besonders bevorzugte Ausgestaltung des Spielgerätes
sieht vor, daß diese den Sinninhalt des jeweiligen Spieles repräsen
tierenden Symbole innerhalb der Hauptflächen und/oder der Neben
flächen von ihrer Umgebung dadurch besonders abgesetzt sind, daß sie
unterschiedlich gefärbt oder aus unterschiedlichem Material
bestehen, wobei dies auf technisch einfache und ästhetisch sehr
zufriedenstellende Weise insbesondere dadurch geschehen kann, daß
das Spielgerät aus einem separat hergestellten Kern einerseits und
mindestens einer Teilschale andererseits besteht, wobei Kern und
Schale miteinander korrespondierende, ineinander greifende Ausfor
mungen und Aussparungen aufweisen, die die jeweiligen Symbole
darstellen. Beispielsweise durch die Verwendung unterschiedlich
gefärbter Kunststoffmaterialien läßt sich hier auf fertigungstech
nisch einfache Art und Weise ein lebendiger Gesamteindruck des
Spielgerätes erzeugen.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen würfel
ähnlichen Spielgerätes wird nun anhand von Zeichnungen näher
erläutert, es zeigen:
Fig. 1A . . . 1D Eine perspektivische Ansicht aus einer ersten
Blickrichtung auf das Spielgerät in unter
schiedlicher zeichnerischer Darstellung,
Fig. 2A . . . 2D eine perspektivische Ansicht aus einer zweiten,
gegenüber der ersten Ansicht um 90°
gedrehten Blickrichtung, ebenfalls in unter
schiedlicher zeichnerischer Darstellung,
Fig. 3 Aufsichten auf die sechs Seitenflächen des
Spielgerätes und zwei Vertikalschnitte, und
Fig. 4 einen Prinzipschnitt durch das Spielgerät,
bestehend aus Kern und zwei im wesentlichen
formgleichen Halbschalen.
Die Fig. 1 und 2 zeigen zwei Perspektivansichten des bevorzugten
Ausführungsbeispiels des Spielgerätes aus zwei verschiedenen Blick
winkeln. Die Fig. 1A und 2A zeigen Perspektivdarstellungen, wobei
die Perspektivdarstellung der Fig. 2A aus der Perspektivdarstellung
der Fig. 1A durch Rotation um die Achse R-R in Fig. 1A um 90°
hervorgeht (in Fig. 1A ist die Blickrichtung schräg von oben in
Richtung der kleinen Hauptachse der elliptischen Hauptfläche 11, in
Fig. 2A ist die Blickrichtung schräg von oben in Richtung auf die
große Achse der elliptischen Hauptfläche 11).
Die Fig. 1B und 2B zeigen die entsprechenden Perspektivansichten
unter zusätzlicher Einzeichnung in strichpunktierten Linien eines
Würfels als umhüllende Struktur; aus diesen Darstellungen wird
deutlich, daß die in diesen Darstellungen sichtbaren Hauptflächen
als elliptische Schnittflächen eines kugeligen Körpers mit den
Seitenflächen dieses umhüllenden Würfels formal darstellbar sind,
wobei die Achsen der Ellipse jeweils in Richtung der Diagonalen der
zugeordneten Würfelfläche verlaufen.
Die Fig. 1C und 2C entsprechen in der Darstellung den Fig. 1A
und 2A, wobei jedoch gestrichelt die hinteren, nicht sichtbaren drei
der insgesamt sechs Hauptflächen 11 . . . 16 noch eingezeichnet sind;
diese Darstellung macht insbesondere deutlich, daß die Hauptachsen
gegenüberliegender, parallel zueinander verlaufenden Hauptflächen
(entsprechend den gegenüberliegenden Seitenflächen des umhüllenden
Würfels in den Fig. 1B und 2B) senkrecht zueinander verlaufen,
wie dies am Beispiel der Hauptflächen 13 und 15 in Fig. 1C durch
entsprechende Schraffur veranschaulicht sein soll.
Die Fig. 1D und 2D schließlich stellen eine Zusammenfassung der
vorausgegangenen Fig. 1B und 1C bzw. 2B und 2C dar; auch aus
diesen Darstellungen wird besonders die Zuordnung gegenüberliegender
Hauptflächen deutlich, die einerseits in zueinander parallelen
Ebenen entsprechend den gegenüberliegenden Seitenflächen des
umhüllenden Würfels verlaufen, andererseits aber gegeneinander in
dieser Ebene um 90° verdreht sind. Die Gesamtdarstellungen der
Fig. 1 und 2 veranschaulichen auch die Übergangsbereiche zwischen
den elliptischen Hauptflächen 11 . . . 16, von denen vier (21 und 22 in
Fig. 1A zum Beispiel) als großflächige, abgerundete Eckbereiche
zwischen den "Längsseiten" angrenzender elliptischer Hauptflächen
11, 12 und 13 (Eckbereich 21) ausgebildet sind, wogegen vier andere
Eckbereiche (23, 24 und 25 in Fig. 1A) sehr viel kleinflächiger
ausgebildet sind, dort, wo die "Spitzen" von Hauptflächen aneinan
dergrenzen.
Auf den größeren vier Eckbereichen sind zusätzliche Abflachungen
vorgesehen, die Nebenflächen 31 . . . 34 bilden, die als zusätzliche
Spielflächen Verwendung finden können (Auflagefläche und Anzeige
fläche). Bedingt durch die Geometrie liegen sich zwei solcher
Nebenflächen in der Raumdiagonale des Würfelkörpers gegenüber.
In den Fig. 1 und 2 sind aus Gründen der Übersichtlichkeit der
Darstellung keine Symbole auf den Hauptflächen 11 . . . 16 eingezeich
net, dies ist in Fig. 3 dargestellt, wo das Spielgerät nochmals in
Form von sechs Seitenansichten dargestellt ist und Würfelaugen als
übliche Würfelsymbole auf den Hauptflächen 11 . . . 16 angebracht sind.
Außerdem enthält Fig. 3 noch zwei Vertikalschnitt-Darstellungen in
den Ebenen A-A bzw. B-B, aus denen die bevorzugte Ausführungsform
einer praktisch-technischen Realisierung des erfindungsgemäßen
Spielgerätes hervorgeht, nämlich aus einem Kern 40 und einer diesen
Kern 40 umschließenden Schale 50, die beispielsweise als Vorspritz
ling und Fertigspritzling in einem mehrstufigen Spritzgußverfahren
herstellbar sind.
Eine besondere Ausgestaltung hierbei sieht vor, daß die in den
Ansichtdarstellungen schraffiert dargestellten Spielaugen als
Ausformungen 41 des Kerns realisiert sind, die in entsprechende
Aussparungen 51 der Schale 50 eingreifen, so daß sich hieraus
verschiedene Möglichkeiten sowohl farblicher Gestaltung als auch
unterschiedlicher Oberflächengestaltung der Oberseite der Spielaugen
einerseits und der restlichen Oberfläche des Spielgerätes anderer
seits ergeben.
Eine Variante schließlich dieser technischen Realisierung zeigt die
Schnittdarstellung der Fig. 4, wo ein Kern 40 und zwei Teilschalen
50A, 50B separat hergestellt sind und die beiden Teilschalen dann
über Rastelemente 60, 61 miteinander verrastet werden, die Rastzungen
aufweisen, die in entsprechend korrespondierende Hinterschneidungen
des jeweiligen Gegenteils einrasten.
Claims (14)
1. Würfelähnliches Spielgerät, bestehend aus einem mehrseitigen
Körper mit paarweise parallel gegenüberliegenden, zumindest
teilweise mit Symbolen versehenen ovalen, eiförmigen oder
elliptischen ebenen Hauptflächen (11 . . . 16), die jeweils als
Auflage- und als Anzeigefläche dienen und zumindest eine
Symmetrieachse (S1) als Hauptachse aufweisen, wobei die
Hauptflächen (11 . . . 16) derart auf dem Körper angeordnet sind, daß
die die Hauptachsen bildenden Symmetrieachsen (S1) jeweils
gegenüberliegender Auflage- und Anzeigeflächen gegeneinander
geneigt sind.
2. Würfelähnliches Spielgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Symmetrieachsen jeweils gegenüberliegender Auflage- und
Anzeigeflächen senkrecht zueinander stehen.
3. Würfelähnliches Spielgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Hauptflächen Ellipsen sind, deren Hauptachse die
Symmetrieachse bildet, und das Verhältnis der beiden
Ellipsenachsen etwa 2 : 3 bis 1 : 3 beträgt.
4. Würfelähnliches Spielgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Übergangsbereiche zwischen den Hauptflächen
(11 . . . 16) derart ausgebildet sind, daß der Körper die Form eines
quadratischen Würfels mit acht abgerundeten Eckbereichen
(21 . . . 28) aufweist.
5. Würfelähnliches Spielgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß zumindest vier Eckbereiche eine Abflachung aufweisen,
die jeweils eine ebene Nebenfläche (31 . . . 34) bilden, die sich in
einer Raumdiagonalen des Körpers gegenüberliegen und eine
Auflagefläche bilden.
6. Würfelähnliches Spielgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Nebenflächen (31 . . . 34) zumindest teilweise auch eine
Anzeigefläche mit weiteren Symbolen bilden.
7. Würfelähnliches Spielgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Symbole zumindest der Hauptflächen von der Ebene der
Hauptflächen abgesetzt ausgebildet sind.
8. Würfelähnliches Spielgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß die Symbole der Hauptflächen gegenüber diesen profiliert
ausgebildet sind.
9. Würfelähnliches Spielgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß die Oberflächenstrukturen der Symbole und der sie
tragenden Hauptflächen unterschiedlich ausgebildet sind.
10. Würfelähnliches Spielgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Körper aus einem Kern (40) und mindestens einer
äußeren Schale (50, 50A, 50B) aus unterschiedlichen Materialien
gebildet ist.
11. Würfelähnliches Spielgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich
net, daß Ausformungen (41 . . . ) des Kerns (40) in in Vertiefungen
der Schale (50, 50A, 50B) vorgesehenen Aussparungen (51 . . . )
eingreifen und zumindest ein Teil von diesen von außen sichtbar
ist.
12. Würfelähnliches Spielgerät nach Anspruch 7 und 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die sichtbaren Anteile der Ausformungen (41)
des Kerns (40) die Symbole bilden.
13. Verfahren zur Herstellung eines Spielgeräts nach den vorhergehen
den Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß Kern (40) und Schale
(50) als Vorspritzling und Fertigspritzling im mehrstufigen
Spritzgußverfahren hergestellt werden.
14. Verfahren zur Herstellung eines Spielgeräts nach den vorhergehen
den Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (40) und
mindestens zwei Teilschalen (50A, 50B) separat hergestellt und
mittels Rastelementen (60, 61) miteinander verbunden werden.
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| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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