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DE19649287A1 - Konservierungsmittel - Google Patents

Konservierungsmittel

Info

Publication number
DE19649287A1
DE19649287A1 DE1996149287 DE19649287A DE19649287A1 DE 19649287 A1 DE19649287 A1 DE 19649287A1 DE 1996149287 DE1996149287 DE 1996149287 DE 19649287 A DE19649287 A DE 19649287A DE 19649287 A1 DE19649287 A1 DE 19649287A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hexanediol
preparations
preservative
aqueous preparations
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1996149287
Other languages
English (en)
Inventor
Pascal Dr Bordat
Stefanie Dr Ortanderl
Martina Kampmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel AG and Co KGaA filed Critical Henkel AG and Co KGaA
Priority to DE1996149287 priority Critical patent/DE19649287A1/de
Priority to PCT/EP1997/006449 priority patent/WO1998023245A2/de
Publication of DE19649287A1 publication Critical patent/DE19649287A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61QSPECIFIC USE OF COSMETICS OR SIMILAR TOILETRY PREPARATIONS
    • A61Q17/00Barrier preparations; Preparations brought into direct contact with the skin for affording protection against external influences, e.g. sunlight, X-rays or other harmful rays, corrosive materials, bacteria or insect stings
    • A61Q17/005Antimicrobial preparations
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N31/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic oxygen or sulfur compounds
    • A01N31/02Acyclic compounds
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/18Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
    • A61K8/30Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds
    • A61K8/33Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds containing oxygen
    • A61K8/34Alcohols
    • A61K8/345Alcohols containing more than one hydroxy group

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
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  • Pest Control & Pesticides (AREA)
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  • Environmental Sciences (AREA)
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  • Medicinal Preparation (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schutz wäßriger Zubereitungen vor mikrobieller Kontamination durch einen Zusatz von 1,6-Hexandiol.
1,6-Hexandiol ist ein bei 20°C fester, bei 40-42°C schmelzender Stoff, der bisher hauptsächlich als Diolkomponente für die Herstellung von Polyestern und Polyurethanen und als Weichmacher verwendet wurde.
Die antimikrobiellen Eigenschaften langkettiger 1,2- und 1,3-Diole sind literaturbekannt (DE 22 04 943 A1). Auch kurzkettige Diole, wie z. B. das Hexylenglycol (EP 621 031 A2) oder das Pentandiol oder Hexandiol (EP 479 850 B1) sind zur Wundheilung oder zur Herstellung von Zubereitungen zur topischen Behandlung von mikrobiellen Infektionen schon beschrieben worden. Darüber hinaus ist 1,6-Hexandiol aus DE-PS 885 602 als kosmetischer Kakaobutterersatz bekannt. Nach WO 95/01151 A1 weisen Alkandiole mit 5 bis 10 C-Atomen eine hautbefeuchtende Wirkung auf. Keine der genannten Druckschriften befaßt sich mit dem Problem der Haltbarmachung mikrobiell verderblicher Zubereitungen.
Die dauerhafte Konservierung wäßriger Zubereitungen stellt aber wegen der gestiegenen Anforderungen an die ökologische und toxikologische Unbedenklichkeit der dafür infrage kommenden Stoffe ein noch immer nicht befriedigend gelöstes Problem dar. Insbesondere die Konservierung von kosmetischen und dermatologischen Zubereitungen stellt hohe Ansprüche an die Haut- und Schleimhautverträglichkeit und an eine bei gut verträglichen Konzentrationen gegebene antimikrobielle Wirkung gegen ein breites Spektrum von Mikroorganismen, insbesondere solchen, die sich auf den Abbau von kosmetischen Inhaltsstoffen, z. B. von Tensiden, Fetten und Ölen, Proteinen oder Kohlenhydraten spezialisiert haben. Darüber hinaus sollen beim Gebrauch eingetragene pathogene Keime sicher abgetötet werden.
Es wurde nun gefunden, daß sich 1,6-Hexandiol zum Schutz wäßriger Zubereitungen vor mikrobieller Kontamination eignet. Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zum Schutz wäßriger Zubereitungen vor mikrobieller Kontamination durch Zusatz eines Konservierungsmittels, wobei den Zubereitungen als Konservierungsmittel 1,6-Hexandiol in einer Menge von wenigstens 0,50 Gew.-% zugesetzt wird.
Das 1,6-Hexandiol (Hexamethylenglycol) kann dabei allein oder in Kombination mit bekannten anderen Konservierungsstoffen eingesetzt werden. Zur Kombination mit 1,6- Hexandiol geeignete bekannte Konservierungsstoffe sind z. B. aromatische Alkohole wie Benzylalkohol, Phenylethanol, Phenylpropanol oder Phenoxyethanol. Weiterhin sind auch längerkettige Diole wie z. B. 1,2-Dodecandiol, Glycerinmono-C8-C12-alkylether oder Glycerinmono-(2-hydroxy-alkyl)-ether oder Glycerinmonolaurat geeignet. Eine weitere, zur Kombination mit 1,6-Hexandiol geeignete Gruppe bekannter Konservierungsstoffe sind die Ester der p-Hydroxybenzoesäure. Auch antimikrobielle Aromastoffe und Pflanzenextrakte sind geeignet.
Wenn in den Zubereitungen keine weiteren, bekannten Konservierungsmittel enthalten sind, kann eine Menge von 0,5 Gew.-% 1,6-Hexandiol unzureichend sein, insbesondere dann, wenn die Zusammensetzungen leicht verderbliche Komponente enthalten. Ein bevorzugter Gegenstand der Erfindung sind daher wäßrige Zubereitungen von Fetten, Ölen, Proteinen, Kohlenhydraten oder deren Derivaten, die zur Konservierung 1,6- Hexandiol in einer Menge von 5-20 Gew.-% enthalten.
Solche Zubereitungen leicht verderblicher Rohstoffe sind von besonderer Bedeutung auf dem Gebiet der Kosmetik, wo sie zur Reinigung und Pflege der Haut und der Haare verwendet werden. Besonders anfällig für mikrobielle Zersetzung sind Emulsionen, insbesondere vom Typ Öl-in-Wasser (O/W) oder Wasser-in-Öl-in-Wasser (W/O/W), deren äußere, kontinuierliche Phase wäßrig ist. Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich insbesondere zum Schutz solcher Emulsionen.
1,6-Hexandiol ist wasserlöslich und in hoher Reinheit technisch verfügbar. So ist z. B. aus DE 195 00 236 A1 ein Verfahren bekannt, um 1,6-Hexandiol von cyclischen Diolen zu reinigen. Insbesondere die gute Wasserlöslichkeit macht es zur Konservierung wäßriger Zubereitungen. Insbesondere von Emulsionen mit Wasser als äußerer Phase, geeignet.
Ein weiterer, besonders bevorzugter Gegenstand der Erfindung sind daher wäßrige Zubereitungen zur Pflege der Haut und der Haare in Form einer Emulsion mikrobiell abbaubarer Öle oder Fette, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion als Konservierungsstoff wenigstens 1 Gew.-%, bevorzugt 5-10 Gew.-% 1,6-Hexandiol, gegebenenfalls in Kombination mit weiteren Konservierungsmitteln' enthält.
Bei der Herstellung solcher Emulsionen kann das 1,6-Hexandiol der wäßrigen Phase zugegeben werden. Es läßt sich auf diese Weise völlig problemlos in eine Emulsion einarbeiten. Generell kann es für die Verarbeitung des 1,6-Hexandiol vorteilhaft sein, dieses durch geeignete Formulierung in ein flüssiges Konzentrat zu überführen. Ein solches Konzentrat ließe sich z. B. in flüssiger Form erhalten aus 10-70 Gew.-% 1,6- Hexandiol und 30-90 Gew.-% eines oder mehrerer Polyole aus der Gruppe 1,2- Propylenglycol, Glycerin oder Polyethylenglycol. Ein solches Konzentrat zeichnet sich durch leichtere Dosierbarkeit und einfachere Handhabung aus. Die Einsatzmengen müssen nur entsprechend dem gewünschten Gehalt an 1,6-Hexandiol erhöht werden.
Die folgenden Beispiele sollen den Erfindungsgegenstand näher erläutern:
I. Prüfemulsionen (Typ W/O/W)
I. Prüfemulsionen (Typ W/O/W)
Herstellung
Zuerst wurde aus der Ölphase und der 1. Wasserphase eine Wasser-in-Öl-Emulsion hergestellt, indem beide Phasen auf 85°C erwärmt, gemischt und mit hoher Scherkraft homogenisiert wurden. Dann wurde die externe, auf 85°C erwärmte 2. Wasserphase vorgelegt und die W/O-Emulsion darin einemulgiert.
Die W/O/W-Emulsion wurde unter Rühren auf 20°C abgekühlt.
II. Belastungstest
Die Konservierung wurde in einem qualitativen Belastungstest mit Bakterien- und Pilzgemisch geprüft. Die Belastung erfolgte mit je 0,1 ml einer Bakteriensuspension (3 × 108 Bakterien pro ml) und 0,1 ml einer Pilzsuspension (3 × 107 Pilze pro ml) zu 10 g des Prüfmusters.
Testkeime
Die belasteten Proben wurden homogenisiert und bei Raumtemperatur gelagert. Nach 1, 3, 7, 14 und 21 Tagen wurden Proben entnommen, ausgeimpft und inkubiert (Pilze auf Würzeagar und -bouillon bei 30°C, Bakterien auf Standard I -nähragar und -bouillon bei 37°C). In der Tabelle ist die Lagerzeit angegeben, nach welcher keine lebens- bzw. vermehrungsfähigen Keime mehr nachweisbar waren.
Es wurden die folgenden Handelsprodukte verwendet:
Arlacel® 1689: Polyglycerin und Sorbitan-Fettsäureester-Gemisch
Atlas SCS 2054: Decaglycerin-decaoleat
Arlamol®HD Heptamethylnonan
Amphisol®K: Kalium-hexadecylhydrogenphosphat
Cetiol®OE: Di-n-octylether
Lanette®O: Cetyl-/Stearylalkohol
Lanette®22: Behenylalkohol (technisch, C18-C22)
Biophilic®S: Lecithin-Fettsäure-Fettalkohol-Gemisch
Controx®KS: Tocopherol-Mono/Diglycerid-citrat-Gemisch
Citricidal: Grapefruit-Samen-Extrakt
Formulierungsbeispiele I
Formulierungsbeispiele II

Claims (4)

1. Verfahren zum Schutz wäßriger Zubereitungen vor mikrobieller Kontamination durch Zusatz eines Konservierungsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß den Zubereitungen als Konservierungsmittel 1,6-Hexandiol in einer Menge von wenigstens 0,5 Gew.-% zugesetzt wird.
2. Wäßrige Zubereitungen mikrobiell abbaubarer Stoffe aus der Gruppe der Fette, Öle, Proteine, Kohlenhydrate und deren Derivate, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kon­ servierung 1,6-Hexandiol in einer Menge von 5-20 Gew.-% enthalten ist.
3. Wäßrige Zubereitungen zur Pflege der Haut oder der Haare in Form einer Emulsion, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion als Konservierungsstoff wenigstens 1 Gew.-%, bevorzugt 5-10 Gew.-% 1,6-Hexandiol, gegebenenfalls in Kombination mit weiteren Konservierungsmitteln enthält.
4. Verwendung von 1,6-Hexandiol als Konservierungsstoff in wäßrigen Zubereitungen zur Körperpflege in einer Menge von 0,5-20 Gew.-%. bezogen auf die gesamte Zubereitung.
DE1996149287 1996-11-28 1996-11-28 Konservierungsmittel Withdrawn DE19649287A1 (de)

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DE1996149287 DE19649287A1 (de) 1996-11-28 1996-11-28 Konservierungsmittel
PCT/EP1997/006449 WO1998023245A2 (de) 1996-11-28 1997-11-19 1,6-hexandiol enthaltendes konservierungsmittel

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WO1998023245A3 (de) 1998-08-06
WO1998023245A2 (de) 1998-06-04

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